Das Wichtigste in Kürze
- Debitkarte mit Credit-BIN: Erfahre, warum bunq-Karten trotz Debit-Technik bei Hotels und Mietwagen wie Kreditkarten akzeptiert werden.
- Vier Kontomodelle im Überblick: Vergleiche bunq Free, Core (3,99 €), Pro (9,99 €) und Elite (18,99 €) mit allen Kernmerkmalen auf einen Blick.
- Monatliche Gebühren im Vergleich: Finde heraus, ab wann sich Pro gegenüber Core rechnet und wann Elite seinen Preis von 227,88 €/Jahr wert ist.
- Fremdwährung, Bargeld und Zinsen: Überblick über ZeroFX, 6 kostenlose Abhebungen/Monat und 2,01 % p. a. Guthabenzins mit wöchentlicher Auszahlung.
- Easy Bank vs. Easy Money vs. Easy Green: Vergleiche Cashback, Baumpflanzungen, Reiseversicherung und Metal Card der drei Hauptmodelle direkt.
- Nachhaltigkeit und Baumpflanzinitiative: Verstehe, wie bunq pro 100 € bis 1.000 € Umsatz einen Baum pflanzt und wie du das in der App verfolgst.
- Stärken und Schwächen im Überblick: Lerne, für wen bunq ideal ist und wo die Karten im Vergleich zu anderen Neobanken Grenzen haben.
American Express Platinum Card

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Was kann die Karte?
- 85.000 Membership Rewards® Punkte*
- 200 € jährliches Online-Reiseguthaben*
- Zugang zu über 1.550 Flughafen-Lounges
- 150 € Restaurantguthaben*
Gebühren im Überblick
- 60 € Monatsgebühr
- 2 % Fremdwährungsgebühr
- 4% Abhebegebühr
*Es gelten Bedingungen. Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes oder des Versicherungsproduktes entnehmen.
American Express Gold Card aus Metall

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Was kann die Karte?
- 50.000 Membership Rewards® Punkte*
- Mobilitäts- und Shoppingguthaben
- Teilnahme am Bonusprogramm Membership Rewards®
- Umfassende Versicherungen
Gebühren im Überblick
- 20 € Monatsgebühr
- 2% Fremdwährungsgebühr
- 4% Abhebegebühr
*Es gelten Bedingungen. Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes oder des Versicherungsproduktes entnehmen.
American Express Gold Card Rosé aus Metall

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Was kann die Karte?
- 50.000 Membership Rewards® Punkte*
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Gebühren im Überblick
- 20 € Monatsgebühr
- 2% Fremdwährungsgebühr
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*Es gelten Bedingungen. Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes oder des Versicherungsproduktes entnehmen.
Was sind bunq-Karten? Debitkarte mit Credit-BIN erklärt
Bunq-Karten sind Mastercard-Debitkarten mit einer sogenannten Credit-BIN. Das bedeutet: Technisch buchen sie direkt vom Guthaben ab – du kannst dich nicht verschulden. Gleichzeitig erkennen Zahlungsterminals, Hotels und Mietwagenfirmen die Karte als Kreditkarte. Das ist der entscheidende Unterschied zu klassischen Debitkarten wie Girocard oder vielen anderen Neobank-Karten.
Bunq ist eine niederländische Neobank, gegründet 2012, mit Vollbanklizenz seit 2014. In Deutschland operiert bunq unter dieser niederländischen Banklizenz. Das klingt zunächst nach einem Nachteil, ist es aber in der Praxis kaum: Die Einlagensicherung läuft über das niederländische System und schützt dein Guthaben bis zu 100.000 € pro Person. Das entspricht exakt dem EU-weiten Standard – also gleichwertig zum deutschen System.
Ein echter Vorteil gegenüber manchen anderen europäischen Neobanken: Bunq stellt deutschen Kunden eine deutsche IBAN mit DE-Präfix aus. Das klingt nach einem technischen Detail, ist aber im Alltag relevant. Manche Vermieter, Arbeitgeber oder Abonnementdienste lehnen ausländische IBANs ab – ein Phänomen, das als IBAN-Diskriminierung bekannt ist. Mit einer deutschen IBAN entfällt dieses Problem vollständig.
Die Kontoeröffnung läuft komplett digital. Du brauchst kein Filialgespräch, keinen Einkommensnachweis und keine Schufa-Prüfung. In etwa fünf Minuten ist das Konto eröffnet. Das macht bunq besonders attraktiv für Menschen, die aus verschiedenen Gründen keine klassische Bankverbindung bekommen – oder einfach keine Zeit für Papierkram haben.
Was bunq nicht bietet: einen Kreditrahmen oder Dispositionskredit. Du kannst nur ausgeben, was auf dem Konto liegt. Für manche ist das ein Nachteil, für andere eine willkommene Ausgabenkontrolle. Wer auf einen echten Kreditrahmen angewiesen ist, muss sich anderweitig umsehen.
Mobile Payment ist in allen Tarifen inklusive: Apple Pay, Google Pay und Fitbit Pay werden unterstützt. Echtzeitüberweisungen sind ebenfalls kostenlos in allen Modellen. Und wer Geld in Fremdwährungen transferieren möchte, kann das über eine integrierte Wise-Schnittstelle in 39 Währungen tun – ohne die bunq-App verlassen zu müssen.
Kurz zusammengefasst: Bunq-Karten funktionieren im Alltag wie Kreditkarten, ohne die Schuldenfalle eines Kreditrahmens. Die deutsche IBAN, die schnelle Kontoeröffnung ohne Schufa und die breite Akzeptanz durch die Credit-BIN machen sie zu einem ernsthaften Alltagswerkzeug – nicht nur für Technikbegeisterte.
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85.000 Membership Rewards® Punkte*
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Gebühren
- 60 € Monatsgebühr
- 2 % Fremdwährungsgebühr
- 4 % Abhebegebühr
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Gebühren
- 20 € Monatsgebühr
- 2 % Fremdwährungsgebühr
- 4 % Abhebegebühr
*Es gelten Bedingungen. Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes oder des Versicherungsproduktes entnehmen.
Die vier Kontomodelle: Von bunq Free bis bunq Elite (Easy Bank, Easy Money, Easy Green)
Wer heute nach „bunq Easy Bank“ oder „bunq Easy Green“ sucht, stößt schnell auf neue Namen. Bunq hat seine Produktlinie umbenannt: Easy Bank heißt jetzt bunq Core, Easy Money ist bunq Pro und Easy Green wurde zu bunq Elite. Dazu kam ein neues Einstiegsmodell: bunq Free für 0 € im Monat. Die Umbenennung erfolgte im Zuge einer Preisanpassung zum 1. März 2024.
Die Preiserhöhung war moderat, aber spürbar: Core stieg von 2,99 € auf 3,99 € pro Monat, Pro von 8,99 € auf 9,99 € und Elite von 17,99 € auf 18,99 €. Wer die Tarife auf Jahresbasis rechnet, zahlt für Core 47,88 €, für Pro 119,88 € und für Elite 227,88 €.
Das kostenlose Modell bunq Free ist bewusst eingeschränkt. Es gibt nur eine virtuelle Karte – keine physische Mastercard. Wer eine physische Karte möchte, zahlt 9,99 € pro Jahr extra. Fremdwährungszahlungen sind bis 1.000 € im Jahr kostenlos, danach fallen 3 % Gebühr an. Bargeldabhebungen kosten 2,99 € pro Vorgang. Für gelegentliche Nutzer ohne Reisebedarf kann das trotzdem ausreichen.
Ab bunq Core ändert sich das Bild deutlich. ZeroFX – der kostenlose Währungsumtausch zum Mastercard-Referenzkurs – ist unbegrenzt aktiv. Das ist ein echter Mehrwert für alle, die regelmäßig im Ausland zahlen oder in Fremdwährungen einkaufen. Eine physische Mastercard ist inklusive, und du kannst bis zu 25 Unterkonten einrichten, jedes mit eigener deutscher IBAN.
Bunq Pro (früher Easy Money) legt noch eine Schippe drauf: bis zu drei physische Mastercards, bis zu 25 virtuelle Karten, sechs kostenlose Bargeldabhebungen weltweit pro Monat und 1 % Cashback in Restaurants, Cafés und Bars. Außerdem ist eine Buchhaltungssoftware-Integration enthalten – relevant für Selbstständige und Freelancer.
Bunq Elite (früher Easy Green) ist das Premiummodell. Unbegrenzte Unterkonten, bis zu 2 % Cashback auf alle Kartenumsätze, ein umfangreiches Reiseversicherungspaket und – bei Vorauszahlung für 12 Monate – eine Metal Card. Die Baumpflanzinitiative ist hier am intensivsten: Ein Baum wird bereits pro 100 € Umsatz gepflanzt.
| Kontomodell | Alter Name | Monatliche Gebühr | Jahresgebühr | Physische Karten | Kostenlose Abhebungen/Monat | Cashback |
|---|---|---|---|---|---|---|
| bunq Free | – | 0,00 € | 0,00 € | Optional (9,99 €/Jahr) | 0 | 0 % |
| bunq Core | Easy Bank | 3,99 € | 47,88 € | 1 | 0 | 0 % |
| bunq Pro | Easy Money | 9,99 € | 119,88 € | bis zu 3 | 6 weltweit | 1 % (Restaurants/Bars) |
| bunq Elite | Easy Green | 18,99 € | 227,88 € | bis zu 3 | 6 weltweit | bis zu 2 % (alle Umsätze) |
Monatliche Gebühren im Vergleich: Welches Modell lohnt sich?
Die Frage „Welches bunq-Modell lohnt sich?“ lässt sich nicht pauschal beantworten. Es hängt davon ab, wie oft du Bargeld abhebst, ob du im Ausland zahlst, ob du Cashback nutzt und ob du Zusatzleistungen wie Reiseversicherung wirklich brauchst.
Fangen wir mit bunq Free an. Null Euro im Monat klingt verlockend – aber die Einschränkungen sind erheblich. Keine physische Karte ohne Aufpreis, kein ZeroFX über 1.000 € im Jahr, keine kostenlosen Abhebungen. Für jemanden, der bunq nur als digitale Zweitkarte für Online-Einkäufe nutzt, kann das trotzdem sinnvoll sein.
Bunq Core für 3,99 € im Monat – das sind 47,88 € im Jahr – ist das Einstiegsmodell mit physischer Karte. ZeroFX ist unbegrenzt aktiv, du bekommst eine deutsche IBAN, bis zu 25 Unterkonten und alle Grundfunktionen. Der Haken: Jede Bargeldabhebung kostet 0,99 € (für die ersten fünf pro Monat), ab der sechsten dann 2,99 €. Wer einmal pro Woche Geld abhebt, zahlt schnell mehr als die monatliche Grundgebühr allein für Abhebungen.
Bunq Pro für 9,99 € im Monat ist der Sweet Spot für aktive Nutzer. Sechs kostenlose Abhebungen weltweit pro Monat decken den Bedarf der meisten Reisenden. Dazu kommt 1 % Cashback in Restaurants, Cafés und Bars – wöchentlich ausgezahlt. Wer monatlich 500 € in Restaurants ausgibt, bekommt 5 € zurück, also 60 € im Jahr. Das deckt mehr als die Hälfte der Jahresgebühr von 119,88 €.
📌 Good to know
Das Tageslimit für Bargeldabhebungen liegt bei 1.000 €. In den ersten drei Monaten nach Kontoeröffnung ist es auf 250 € begrenzt – plane das bei Reisen ein.
Bunq Elite für 18,99 € im Monat – 227,88 € im Jahr – lohnt sich nur, wenn du die Premium-Features aktiv nutzt. Das Reiseversicherungspaket allein kann den Preis rechtfertigen, wenn du mehrmals im Jahr verreist und sonst eine separate Reiseversicherung kaufen würdest. Der Cashback von bis zu 2 % auf alle Kartenumsätze ist attraktiv: Bei 1.000 € monatlichem Kartenumsatz wären das 20 € Cashback pro Monat, also 240 € im Jahr – mehr als die Jahresgebühr.
Das folgende Balkendiagramm zeigt die monatlichen Gebühren der vier Modelle auf einen Blick:
Monatliche Gebühren der bunq-Kontomodelle in Euro
Für Gelegenheitsnutzer ohne Reisebedarf und ohne regelmäßige Bargeldabhebungen ist Core das vernünftige Einstiegsmodell. Wer regelmäßig reist oder häufig in Restaurants zahlt, amortisiert Pro schnell. Elite ist ein Premiumprodukt – und sollte auch so behandelt werden.
Fremdwährung, Bargeldabhebungen und Zinsen: Die wichtigsten Zahlen
Drei Bereiche entscheiden im Alltag darüber, ob eine Neobank-Karte wirklich Geld spart: Fremdwährungsgebühren, Bargeldabhebungen und Guthabenzinsen. Bei bunq gibt es hier klare Unterschiede zwischen den Tarifen.
Fremdwährung: ZeroFX ab Core
Ab bunq Core gilt ZeroFX – du zahlst weltweit in jeder Währung zum Mastercard-Referenzkurs, ohne Aufschlag, ohne Limit. Das ist ein echter Vorteil gegenüber vielen klassischen Banken, die 1,5 % bis 2,5 % Fremdwährungsgebühr erheben. Im bunq-Free-Tarif ist ZeroFX auf 1.000 € Umsatz pro Jahr begrenzt. Danach fallen 3 % Gebühr an, plus 0,5 % Netzwerkgebühr bei Abhebungen. Für Vielreisende ist Free damit keine sinnvolle Option.
Wer Geld in andere Währungen transferieren möchte, kann das über die integrierte Wise-Schnittstelle in 39 Währungen erledigen – direkt aus der bunq-App heraus. Multi-Währungskonten sind in bis zu 22 Währungen möglich, teils mit lokaler IBAN.
Bargeldabhebungen: Der entscheidende Unterschied zwischen Core und Pro
Im Core-Tarif kostet jede Abhebung 0,99 € – für die ersten fünf pro Monat. Ab der sechsten Abhebung steigt die Gebühr auf 2,99 €. Wer also fünfmal im Monat Bargeld zieht, zahlt 4,95 € allein für Abhebungen – fast so viel wie die monatliche Grundgebühr. Im Pro- und Elite-Tarif sind sechs Abhebungen pro Monat weltweit kostenlos, danach 0,99 € pro Vorgang.
Im Vergleich mit anderen Neobanken liegt bunq Pro damit auf Augenhöhe: Sechs kostenlose Abhebungen pro Monat entsprechen dem, was auch BBVA bietet. Revolut erlaubt fünf kostenlose Abhebungen bis maximal 200 € pro Monat, C24 vier. Für Reisende, die regelmäßig Bargeld brauchen, ist bunq Pro also konkurrenzfähig.
💡 Tip
Bareinzahlungen sind bei bunq nicht über Filialen möglich. In Deutschland, Österreich und Italien kannst du Bargeld aber über mehr als 10.000 Partnereinzelhändler einzahlen – praktisch für alle, die gelegentlich Bargeld auf das Konto buchen müssen.
| Kontomodell | Fremdwährung Kartenzahlung | ZeroFX-Limit | Kostenlose Abhebungen/Monat | Gebühr danach |
|---|---|---|---|---|
| bunq Free | bis 1.000 €/Jahr kostenlos, danach 3 % | 1.000 €/Jahr | 0 | 2,99 € |
| bunq Core (Easy Bank) | 0 % weltweit | unbegrenzt | 0 | 0,99 € (erste 5), 2,99 € (ab 6.) |
| bunq Pro (Easy Money) | 0 % (ZeroFX) | unbegrenzt | 6 weltweit | 0,99 € |
| bunq Elite (Easy Green) | 0 % (ZeroFX) | unbegrenzt | 6 weltweit | 0,99 € |
Zinsen: Wöchentliche Auszahlung als Alleinstellungsmerkmal
Bunq zahlt aktuell 2,01 % p. a. auf Guthaben im Sparkonto – und das wöchentlich. Das ist ungewöhnlich: Die meisten Banken zahlen Zinsen monatlich oder gar jährlich. Wöchentliche Auszahlung bedeutet, dass der Zinseszinseffekt schneller greift. Neukunden erhalten zeitlich begrenzt einen Aktionszins von 3,5 % p. a. für die ersten vier Monate.
Wer Guthaben in US-Dollar oder britischen Pfund hält, profitiert sogar von bis zu 3,71 % p. a. auf diese Fremdwährungsguthaben. Der Zinssatz ist variabel und orientiert sich am EZB-Leitzins. Sollzinsen gibt es nicht – mangels Kreditrahmen ist das strukturell ausgeschlossen.
Easy Bank vs. Easy Money vs. Easy Green: Direktvergleich der drei Hauptmodelle
Die drei bezahlten Hauptmodelle unterscheiden sich in mehreren Dimensionen. Hier schauen wir uns die wichtigsten Unterschiede systematisch an – damit du weißt, wofür du die Mehrkosten bekommst.
Core vs. Pro: Lohnt sich der Aufpreis von 6 € im Monat?
Der Unterschied zwischen Core (3,99 €/Monat) und Pro (9,99 €/Monat) ist 6 € im Monat, also 72 € im Jahr. Dafür bekommst du bei Pro: sechs kostenlose Bargeldabhebungen weltweit pro Monat, bis zu drei physische Mastercards statt einer, bis zu 25 virtuelle Karten, 1 % Cashback in Restaurants und Bars sowie eine Buchhaltungssoftware-Integration.
Rechne einfach nach: Wer viermal im Monat Bargeld abhebt, zahlt im Core-Tarif 3,96 € allein für Abhebungen. Im Pro-Tarif wären diese vier Abhebungen kostenlos. Über zwölf Monate spart man so 47,52 € an Abhebungsgebühren. Kombiniert mit dem Cashback – selbst bei bescheidenen 300 € Restaurantumsatz pro Monat sind das 36 € Cashback im Jahr – übersteigt der Mehrwert schnell den Aufpreis von 72 €.
Auch die Ersatzkarte ist ein Argument: Im Core-Tarif kostet sie 9,99 €, im Pro-Tarif ist eine pro Jahr kostenlos. Wer seine Karte schon einmal verloren hat, weiß, wie schnell das relevant wird.
Pro vs. Elite: Wann lohnt sich das Premiummodell?
Der Aufpreis von Pro auf Elite beträgt 9 € im Monat, also 108 € im Jahr. Die Hauptunterschiede: Elite bietet unbegrenzte Unterkonten (statt 25), bis zu 2 % Cashback auf alle Kartenumsätze (statt 1 % nur in Restaurants), ein Reiseversicherungspaket und – bei Vorauszahlung für 12 Monate – eine Metal Card.
Das Reiseversicherungspaket ist der entscheidende Faktor. Wer zwei- bis dreimal im Jahr verreist und sonst eine separate Reiseversicherung für 60–100 € im Jahr kaufen würde, kann diesen Betrag direkt gegen den Elite-Aufpreis rechnen. Der erhöhte Cashback von bis zu 2 % auf alle Kartenumsätze ist bei hohem Kartenumsatz ebenfalls relevant: Bei 1.500 € monatlichem Umsatz wären das 30 € Cashback pro Monat – 360 € im Jahr, deutlich mehr als die Jahresgebühr von 227,88 €.
| Merkmal | bunq Core (Easy Bank) | bunq Pro (Easy Money) | bunq Elite (Easy Green) |
|---|---|---|---|
| Monatliche Gebühr | 3,99 € | 9,99 € | 18,99 € |
| Physische Karten | 1 | bis zu 3 | bis zu 3 |
| Virtuelle Karten | begrenzt | bis zu 25 | bis zu 25 |
| Kostenlose Abhebungen/Monat | 0 | 6 weltweit | 6 weltweit |
| Cashback | Nein | 1 % (Restaurants/Bars) | bis zu 2 % (alle Umsätze) |
| Unterkonten | bis zu 25 | bis zu 25 | unbegrenzt |
| Reiseversicherung | Nein | Nein | Ja |
| Metal Card | Nein | Nein | Ja (bei 12-Monats-Vorauszahlung) |
| Baum pro X € Umsatz | 1.000 € | 250 € | 100 € |
| Buchhaltungs-Integration | Nein | Ja | Ja |
| Ersatzkarte kostenlos | Nein (9,99 €) | 1 pro Jahr | Nein (129,00 €) |
Auffällig: Die Ersatzkarte im Elite-Tarif kostet 129,00 € – das ist deutlich mehr als im Core-Tarif (9,99 €). Das liegt vermutlich an der Metal Card, die im Elite-Tarif optional ist. Wer die Metal Card verliert, zahlt entsprechend mehr für den Ersatz. Das sollte man im Hinterkopf behalten.
Interaktiver Vergleich
bunq Core, Pro und Elite im direkten Vergleich
Vergleiche die drei bunq-Hauptmodelle Easy Bank, Easy Money und Easy Green. Blende Gleichstände aus und markiere, was dir bei Gebühren, Karten und Extras wichtig ist.
Zahlen im Diagramm
Datengrundlage: die Vergleichstabellen im Artikel (Kontomodelle, Fremdwährung und Abhebungen, Direktvergleich der drei Hauptmodelle). Hervorhebungen gelten nur für Kriterien mit eindeutiger Richtung (z. B. niedrigere Gebühr). Keine Anlage- oder Produktberatung.
Nachhaltigkeit und Baumpflanzinitiative: Easy Green lebt seinen Namen
Bunq hat Nachhaltigkeit von Anfang an als Kernbestandteil seiner Marke positioniert. Die Baumpflanzinitiative ist dabei das sichtbarste Element. Das Prinzip ist einfach: Für jeden definierten Ausgabenbetrag pflanzt bunq über seinen Partner Veritree einen Baum. Die Intensität hängt vom Tarif ab.
Im Free- und Core-Tarif wird ein Baum pro 1.000 € Kartenumsatz gepflanzt. Im Pro-Tarif (früher Easy Money) sinkt die Schwelle auf 250 € – du pflanzt also viermal so viele Bäume bei gleichem Umsatz. Im Elite-Tarif (früher Easy Green) liegt die Schwelle bei 100 € pro Baum. Bei 1.000 € monatlichem Kartenumsatz wären das zehn Bäume pro Monat, also 120 Bäume im Jahr – allein durch normales Bezahlen.
Die Bäume werden hauptsächlich in Kenia und anderen afrikanischen Ländern gepflanzt. Die lokale Umsetzung übernimmt die Organisation Earth Lungs. Bunq gibt an, bereits Millionen Bäume gepflanzt zu haben – darunter allein drei Millionen in Afrika. Die Nachverfolgung funktioniert direkt in der bunq-App: Du siehst, wie viele Bäume du durch deine Ausgaben bereits gepflanzt hast.
Das ist kein Greenwashing im klassischen Sinne – die Bäume werden tatsächlich gepflanzt und sind nachverfolgbar. Trotzdem sollte man realistisch bleiben: Baumpflanzungen kompensieren keine CO₂-Emissionen vollständig und sind kein Ersatz für strukturelle Klimaschutzmaßnahmen. Als ergänzendes Element einer nachhaltigen Bankstrategie ist die Initiative aber glaubwürdig umgesetzt.
Der Name "Easy Green" für das heutige Elite-Modell war kein Zufall. Das Modell war von Anfang an als das nachhaltigste Angebot positioniert – mit der intensivsten Baumpflanzrate und dem CO₂-Bonus als exklusivem Feature. Wer Nachhaltigkeit als Kaufargument ernst nimmt, findet hier tatsächlich einen messbaren Unterschied zu anderen Neobanken, die keine vergleichbare Initiative haben.
Zusätzlich zur Baumpflanzinitiative bietet bunq weitere Features, die über das reine Banking hinausgehen: Der bunq Jackpot verlost monatlich 10.000 € unter aktiven Nutzern – Tickets erhält man durch Einzahlungen, Kartenzahlungen oder Freundeseinladungen. Ein tägliches Glücksrad gibt es ebenfalls, mit Rabattcodes oder kleinen Boni als mögliche Gewinne. Das sind spielerische Elemente, die die App-Nutzung attraktiver machen sollen.
Für Nutzer, die ihre Ausgaben im Blick behalten wollen, gibt es eine automatische Abonnement-Erkennung: Die App erkennt wiederkehrende Zahlungen für Streaming-Dienste, Zeitschriften oder andere Abos und zeigt sie übersichtlich an. Das Ausgaben-Splitting für gemeinsame Kosten in Gruppen rundet das Feature-Set ab.
Stärken und Schwächen im Überblick: Für wen lohnt sich bunq?
Bunq ist kein Produkt für jeden. Es gibt klare Stärken – aber auch echte Schwächen, die man kennen sollte, bevor man wechselt.
Die stärksten Argumente für bunq
Die deutsche IBAN ist ein unterschätzter Vorteil. Wer schon einmal erlebt hat, dass ein Vermieter oder Arbeitgeber eine ausländische IBAN ablehnt, weiß, wie wichtig das ist. Bunq liefert eine DE-IBAN – auch für alle Unterkonten. Das macht bunq als Hauptkonto in Deutschland deutlich alltagstauglicher als Neobanken mit niederländischer oder litauischer IBAN.
Die Kontoeröffnung ohne Schufa-Prüfung ist ein weiteres starkes Argument. Wer aus verschiedenen Gründen keine klassische Bankverbindung bekommt – sei es wegen negativer Schufa-Einträge oder weil man gerade erst nach Deutschland gezogen ist – findet bei bunq eine vollwertige Bankverbindung mit physischer Karte.
ZeroFX ab dem Core-Tarif ist für Reisende und Online-Shopper in Fremdwährungen ein echter Kostenvorteil. Wer regelmäßig in Dollar, Pfund oder anderen Währungen zahlt, spart gegenüber klassischen Banken schnell 50–100 € im Jahr allein durch den Wegfall der Fremdwährungsgebühr.
Die Guthabenzinsen von 2,01 % p. a. mit wöchentlicher Auszahlung sind im Neobank-Vergleich solide. Und die Multi-Währungskonten in bis zu 22 Währungen machen bunq zu einem ernsthaften Werkzeug für international tätige Nutzer.
Die wichtigsten Schwächen
Kein kostenloser Bargeldautomat im Core-Tarif ist ein echter Nachteil. Wer regelmäßig Bargeld braucht und nicht auf Pro upgraden möchte, zahlt dauerhaft Abhebungsgebühren. Das summiert sich.
Kein Dispositionskredit und kein Kreditrahmen ist für manche Nutzer ein K.O.-Kriterium. Wer gelegentlich kurzfristig mehr ausgeben muss, als auf dem Konto liegt, ist bei bunq falsch. Das ist strukturell ausgeschlossen – kein Bug, sondern ein Feature, aber eines, das nicht für jeden passt.
Der Kundendienst ist rein digital – kein Telefon, keine Filiale. Wer bei Problemen lieber mit einem Menschen spricht, wird das vermissen. Die App-Qualität ist gut, aber bei komplexen Problemen kann der Chat-Support langsam sein.
Die Einlagensicherung über das niederländische System ist EU-weit gleichwertig zum deutschen – aber psychologisch fühlt sich das für manche Nutzer weniger sicher an. Rechtlich gibt es keinen Unterschied: 100.000 € pro Person sind in beiden Systemen geschützt.
Bareinzahlungen sind nur über Partnereinzelhändler möglich – in Deutschland, Österreich und Italien an über 10.000 Standorten. Wer regelmäßig Bargeld einzahlen muss, sollte prüfen, ob ein Partnerstandort in der Nähe ist.
Fazit: Für wen ist bunq die richtige Wahl?
Bunq Core ist ideal als günstiges Alltagskonto mit physischer Karte, ZeroFX und deutscher IBAN – besonders für Nutzer, die selten Bargeld abheben. Bunq Pro ist der Sweet Spot für aktive Nutzer, Reisende und alle, die regelmäßig in Restaurants zahlen und Cashback mitnehmen wollen. Bunq Elite lohnt sich für Vielreisende mit hohem Kartenumsatz, die das Reiseversicherungspaket und maximalen Cashback aktiv nutzen. Bunq Free ist eine sinnvolle Option als digitale Zweitkarte – aber kein vollwertiger Ersatz für ein Hauptkonto.
Häufig gestellte Fragen
Sind bunq-Karten echte Kreditkarten oder Debitkarten?
Technisch sind bunq-Karten Mastercard-Debitkarten mit Credit-BIN. Sie werden bei Hotels und Mietwagen wie Kreditkarten akzeptiert, bieten aber keinen Kreditrahmen. Verschuldung ist strukturell ausgeschlossen – du kannst nur ausgeben, was auf dem Konto liegt.
Gibt es eine Schufa-Prüfung bei bunq?
Nein. Bunq verzichtet bei allen Kontomodellen auf eine Schufa-Abfrage. Auch ein Einkommensnachweis oder Mindestumsatz ist nicht erforderlich. Die Kontoeröffnung dauert etwa fünf Minuten und ist vollständig digital.
Welche IBAN erhalte ich bei bunq in Deutschland?
Du erhältst eine deutsche IBAN mit DE-Präfix – auch für alle Unterkonten. Das verhindert das Problem der IBAN-Diskriminierung, das bei Neobanken mit niederländischer oder litauischer IBAN auftreten kann.
Wie viele kostenlose Bargeldabhebungen gibt es bei bunq?
Im Core-Tarif gibt es keine kostenlosen Abhebungen – die ersten fünf kosten je 0,99 €, ab der sechsten 2,99 €. Im Pro- und Elite-Tarif sind sechs Abhebungen pro Monat weltweit kostenlos, danach je 0,99 €.
Welche Zinsen zahlt bunq auf Guthaben?
Aktuell 2,01 % p. a. auf das Sparkonto mit wöchentlicher Auszahlung. Neukunden erhalten zeitlich begrenzt 3,5 % p. a. für die ersten vier Monate. Guthaben in US-Dollar und britischen Pfund werden mit bis zu 3,71 % p. a. verzinst.
Was ist der Unterschied zwischen Easy Bank und Easy Money?
Easy Money (heute bunq Pro, 9,99 €/Monat) bietet gegenüber Easy Bank (heute bunq Core, 3,99 €/Monat) sechs kostenlose Bargeldabhebungen weltweit, bis zu drei physische Karten, 1 % Cashback in Restaurants und eine Buchhaltungssoftware-Integration.
Wie funktioniert die Baumpflanzinitiative bei bunq?
Bunq pflanzt über den Partner Veritree für jeden definierten Umsatzbetrag einen Baum: 1.000 € im Free/Core-Tarif, 250 € im Pro-Tarif, 100 € im Elite-Tarif. Die Bäume werden hauptsächlich in Kenia gepflanzt und sind in der App nachverfolgbar.















