Themen in diesem Artikel:
- Was ist pushTAN?: Definition und Grundprinzip des modernen App-basierten TAN-Verfahrens
- Funktionsweise der pushTAN Authentifizierung: Schritt-für-Schritt-Prozess und technische Voraussetzungen
- Sicherheitsaspekte der pushTAN-Methode: Schutzfunktionen, Vorteile und Risiken des Verfahrens
- Vergleich zu anderen TAN-Verfahren: Abgrenzung zu mobileTAN, chipTAN und photoTAN
- Einrichtung und Aktivierung: Praktische Anleitung zur Registrierung und Inbetriebnahme
- Vor- und Nachteile: Objektive Bewertung für verschiedene Nutzergruppen
- Troubleshooting häufiger Probleme: Lösungsansätze für typische technische Schwierigkeiten
Was ist pushTAN?
Die pushTAN Authentifizierung revolutioniert das moderne Online-Banking durch eine direkte und sichere Transaktionsfreigabe über das Smartphone. Als App-basiertes TAN-Verfahren übermittelt pushTAN Transaktionsdaten per verschlüsselter Push-Nachricht direkt an deine Banking-App, wodurch eine schnelle und sichere Freigabe mit nur wenigen Klicks möglich wird.
Während traditionelle Verfahren wie SMS-TAN oder mobileTAN anfällig für Abfangversuche sind, nutzt die pushTAN Authentifizierung eine Ende-zu-Ende-verschlüsselte Verbindung zwischen Bank und Smartphone. Diese Technologie erfüllt nicht nur die strengen Anforderungen der PSD2-Richtlinie für starke Kundenauthentifizierung, sondern bietet dir auch eine benutzerfreundliche Alternative zu Hardware-basierten TAN-Generatoren.
Die pushTAN Authentifizierung stellt eine fortschrittliche Weiterentwicklung klassischer TAN-Verfahren dar und basiert vollständig auf der Nutzung deines Smartphones als sicheres Authentifizierungsgerät.
Definition und Grundprinzip
pushTAN funktioniert als App-basiertes TAN-Verfahren, das Push-Benachrichtigungen als primären Zustellweg für Transaktionsanfragen nutzt. Wenn du eine Überweisung oder andere Banking-Transaktion im Online-Banking initiierst, erhältst du umgehend eine verschlüsselte Push-Nachricht auf dein registriertes Smartphone. Die Freigabe erfolgt direkt in der Banking-App durch Eingabe deiner persönlichen pushTAN-PIN.
Das Verfahren basiert auf einer verschlüsselten Kommunikation zwischen deiner Bank und der installierten Banking-App. Dadurch entstehen keine Übertragungslücken, die bei SMS-basierten Verfahren ausgenutzt werden könnten. Die pushTAN Funktionsweise integriert dabei alle relevanten Transaktionsdetails in die Push-Nachricht, sodass du sämtliche Informationen vor der Freigabe überprüfen kannst.
Entwicklung und Verbreitung
Die Einführung von pushTAN erfolgte als direkte Antwort auf die wachsenden Sicherheitsanforderungen im digitalen Banking. Viele deutsche Banken und Sparkassen haben das Verfahren als moderne Alternative zu chipTAN und photoTAN eingeführt. Der Mobile-First-Ansatz im Banking macht pushTAN zu einer zukunftsweisenden Lösung, die sowohl Sicherheitsstandards als auch Benutzererwartungen erfüllt.
💡 Tip
Prüfe bei deiner Bank, ob pushTAN verfügbar ist und lade die offizielle Banking-App herunter. Die Umstellung von älteren TAN-Verfahren ist meist kostenlos und deutlich komfortabler.
Wie funktioniert die pushTAN Authentifizierung?
Die Online-Banking Authentifizierung mit pushTAN folgt einem strukturierten Ablauf, der höchste Sicherheit mit maximaler Benutzerfreundlichkeit verbindet.
Schritt-für-Schritt-Prozess
Der pushTAN-Prozess beginnt, sobald du eine Transaktion in deinem Online-Banking initiierst. Zunächst gibst du alle erforderlichen Transaktionsdaten wie Empfänger, IBAN und Betrag ein und bestätigst die Eingaben. Deine Bank generiert daraufhin eine verschlüsselte Push-Nachricht mit allen Transaktionsdetails.
Diese Nachricht wird an dein registriertes Smartphone gesendet und erscheint als Push-Benachrichtigung auf deinem Bildschirm. Nach dem Öffnen der Banking-App siehst du eine detaillierte Übersicht der anstehenden Transaktion mit allen relevanten Informationen. Die Freigabe erfolgt durch Eingabe deiner persönlichen pushTAN-PIN, wodurch die Transaktion automatisch an den Bankserver übermittelt und ausgeführt wird.
Technische Voraussetzungen
Für die Nutzung der pushTAN Authentifizierung benötigst du ein Smartphone mit aktuellem iOS- oder Android-Betriebssystem. Die installierte Banking-App deiner Bank muss pushTAN unterstützen und über die entsprechenden Berechtigungen für Push-Benachrichtigungen verfügen.
Der Registrierungsprozess erfordert eine einmalige Kopplung zwischen deinem Online-Banking-Zugang und dem Smartphone. Eine stabile Internetverbindung ist sowohl für die Registrierung als auch für die spätere Nutzung zwingend erforderlich. Die Geräte-Aktivierung erfolgt meist über einen Sicherheitscode oder eine Legitimationsprüfung durch deine Bank.
📌 Good to know
Die pushTAN-PIN ist ein separates Sicherheitsmerkmal und unterscheidet sich von deiner allgemeinen Online-Banking-PIN. Wähle eine sichere, aber merkbare Kombination und teile sie niemals mit Dritten.
Sicherheitsaspekte der pushTAN-Methode
Die TAN-Verfahren Sicherheit steht bei pushTAN durch mehrere integrierte Schutzebenen im Mittelpunkt und übertrifft traditionelle Authentifizierungsmethoden deutlich.
Sicherheitsvorteile gegenüber anderen Verfahren
pushTAN nutzt eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für alle übertragenen Nachrichten, wodurch ein Abfangen oder Manipulieren der Transaktionsdaten praktisch ausgeschlossen wird. Im Gegensatz zu SMS-basierten Verfahren besteht keine Möglichkeit für Dritte, die TAN-Nachrichten abzufangen oder umzuleiten.
Das Verfahren integriert eine vollständige Zwei-Faktor-Authentifizierung, die sowohl den Besitz des registrierten Smartphones als auch das Wissen der pushTAN-PIN erfordert. Alle Transaktionsdetails werden vollständig in der Push-Nachricht angezeigt, sodass du gefälschte oder manipulierte Überweisungen sofort erkennst. Die zeitliche Begrenzung der TAN-Gültigkeit verhindert zudem eine missbräuchliche Nutzung alter Freigaben.
Risiken und Schutzmaßnahmen
Der Verlust oder Diebstahl deines Smartphones stellt das primäre Sicherheitsrisiko bei der pushTAN-Nutzung dar. Deshalb solltest du dein Gerät stets mit einer sicheren Bildschirmsperre und biometrischen Sicherheitsmerkmalen schützen. Ein aktueller Malware-Schutz auf deinem Smartphone ist essentiell, um Banking-Trojaner oder andere Schadprogramme zu erkennen.
Phishing-Versuche zielen darauf ab, deine Banking-Zugangsdaten oder pushTAN-PIN zu erlangen. Achte darauf, dass du nur die offizielle Banking-App deiner Bank verwendest und niemals sensible Daten über verdächtige Links oder E-Mails eingibst. Bei Verdacht auf Missbrauch solltest du umgehend die Sperrfunktionen deiner Bank nutzen und das pushTAN-Verfahren deaktivieren lassen.
pushTAN im Vergleich zu anderen TAN-Verfahren
Ein direkter Vergleich zwischen pushTAN vs mobileTAN und anderen Authentifizierungsverfahren verdeutlicht die Vorteile der App-basierten Lösung.
pushTAN vs. mobileTAN (mTAN)
Während mobileTAN auf SMS-Nachrichten basiert, nutzt pushTAN eine verschlüsselte App-Verbindung. SMS-Nachrichten können durch SIM-Swapping oder Netzwerkmanipulation abgefangen werden, während pushTAN-Nachrichten durch die End-zu-End-Verschlüsselung geschützt sind.
Bei den Kostenaspekten zeigen sich deutliche Unterschiede: mobileTAN verursacht oft SMS-Gebühren, besonders bei Auslandsaufenthalten, während pushTAN über die bestehende Internetverbindung kostenfrei funktioniert. Die Geschwindigkeit und Benutzerfreundlichkeit von pushTAN übertrifft mobileTAN erheblich, da keine Wartezeiten für SMS-Zustellungen entstehen und die Freigabe direkt in der vertrauten Banking-App erfolgt.
Abgrenzung zu chipTAN und photoTAN
chipTAN und photoTAN erfordern zusätzliche Hardware-Geräte wie TAN-Generatoren oder spezielle Lesegeräte. Diese Geräte können verloren gehen, defekt werden oder bei Reisen vergessen werden. pushTAN hingegen nutzt dein Smartphone als einziges erforderliches Gerät, wodurch maximale Mobilität und Flexibilität gewährleistet wird.
Die Anschaffungskosten für TAN-Generatoren entfallen bei pushTAN vollständig, da die meisten Menschen bereits über ein geeignetes Smartphone verfügen. Die technische Komplexität für Nutzer ist bei pushTAN deutlich geringer, da keine zusätzlichen Geräte bedient oder synchronisiert werden müssen. Weitere Informationen zu alternativen TAN-Verfahren findest du in unserem umfassenden TAN-Verfahren Guide.
Einrichtung und Aktivierung von pushTAN
Die Registrierung und Inbetriebnahme der pushTAN Authentifizierung erfolgt in wenigen strukturierten Schritten und erfordert eine einmalige Einrichtung.
Registrierungsprozess
Lade zunächst die offizielle Banking-App deiner Bank aus dem App Store oder Google Play Store herunter und installiere sie auf deinem Smartphone. Die Erstanmeldung erfolgt mit deinen bestehenden Online-Banking-Zugangsdaten, bestehend aus Benutzername und PIN.
Navigiere in den Einstellungen der App zum Bereich „TAN-Verfahren“ oder „Sicherheit“ und aktiviere die pushTAN-Funktion. Deine Bank wird eine Legitimation per Video-Ident oder PostIdent verlangen, um sicherzustellen, dass du der rechtmäßige Kontoinhaber bist. Nach erfolgreicher Legitimation kannst du eine Test-Transaktion durchführen, um die ordnungsgemäße Funktionsweise zu überprüfen.
Gerätewechsel und Mehrgeräte-Nutzung
Bei einem Smartphone-Wechsel musst du pushTAN auf dem neuen Gerät neu einrichten und das alte Gerät explizit deaktivieren. Die meisten Banken bieten die Möglichkeit, mehrere Geräte parallel zu registrieren, wodurch du pushTAN sowohl auf deinem Smartphone als auch auf einem Tablet nutzen kannst.
Beachte die Sicherheitshinweise deiner Bank beim Gerätewechsel und informiere sie über den Austausch deines Smartphones. Eine vorherige Deaktivierung des alten Geräts verhindert potenzielle Sicherheitslücken und gewährleistet, dass nur dein aktuelles Gerät für pushTAN-Freigaben berechtigt ist.
💡 Tip
Führe die pushTAN-Einrichtung bei stabiler WLAN-Verbindung durch und stelle sicher, dass dein Smartphone ausreichend Akku hat. Notiere dir die pushTAN-PIN sicher, aber getrennt von anderen Banking-Daten.
Vorteile und Nachteile der pushTAN Authentifizierung
Eine objektive Bewertung der pushTAN Authentifizierung berücksichtigt sowohl die erheblichen Vorteile als auch die wenigen Einschränkungen des Verfahrens.
Hauptvorteile für Nutzer
Die hohe Benutzerfreundlichkeit und schnelle Abwicklung machen pushTAN zu einer äußerst attraktiven Lösung für modernes Online-Banking. Du benötigst keine zusätzlichen Hardware-Geräte, wodurch Anschaffungskosten für TAN-Generatoren entfallen. Die transparente Transaktionsanzeige zeigt alle relevanten Details vor der Freigabe an und reduziert das Risiko von Fehlüberweisungen.
Der Wegfall von Papier-TAN-Listen oder physischen TAN-Generatoren macht das Banking deutlich flexibler und umweltfreundlicher. Die ortsunabhängige Nutzung ermöglicht sichere Banking-Transaktionen von jedem Ort mit Internetverbindung, ohne zusätzliche Geräte mitführen zu müssen.
Potenzielle Einschränkungen
Die Abhängigkeit von einem funktionsfähigen Smartphone stellt die wichtigste Einschränkung dar. Bei Geräteschäden, leeren Akkus oder technischen Problemen ist keine pushTAN-Freigabe möglich. Eine stabile Internetverbindung ist zwingend erforderlich, wodurch die Nutzung in Gebieten mit schlechter Netzabdeckung eingeschränkt sein kann.
Nicht alle Banken und Sparkassen bieten pushTAN bereits an, wodurch die Verfügbarkeit noch nicht flächendeckend gewährleistet ist. Weniger technikaffine Personen benötigen möglicherweise Unterstützung bei der Einrichtung und den ersten Nutzungen. Die Akku-Laufzeit deines Smartphones kann in kritischen Situationen zu einem limitierenden Faktor werden.
Troubleshooting: Häufige Probleme mit pushTAN
Technische Schwierigkeiten bei der pushTAN Authentifizierung lassen sich meist mit einfachen Lösungsansätzen beheben.
Push-Nachricht kommt nicht an
Überprüfe zunächst deine Internetverbindung sowohl über WLAN als auch Mobilfunk. Kontrolliere die App-Berechtigungen in den Smartphone-Einstellungen und stelle sicher, dass Push-Benachrichtigungen für die Banking-App aktiviert sind. Die Hintergrund-Aktivität der App muss erlaubt sein, damit pushTAN-Nachrichten auch bei geschlossener App empfangen werden können.
Ein Neustart deines Smartphones behebt oft temporäre Verbindungsprobleme oder App-Konflikte. Falls die Push-Nachricht weiterhin ausbleibt, prüfe, ob deine Bank alternative Freigabemethoden wie chipTAN oder photoTAN als Backup-Option anbietet.
Fehler bei der Transaktionsfreigabe
Prüfe alle Transaktionsdaten sorgfältig auf Korrektheit und achte darauf, dass Empfänger-IBAN, Betrag und Verwendungszweck mit deiner ursprünglichen Eingabe übereinstimmen. Zeitüberschreitungen entstehen, wenn zwischen Push-Nachricht und Freigabe zu viel Zeit vergeht – bestätige Transaktionen daher zeitnah.
Stelle sicher, dass du die neueste Version der Banking-App installiert hast, da veraltete Versionen Kompatibilitätsprobleme verursachen können. Gib deine pushTAN-PIN exakt ein und achte auf mögliche Tipfehler. Bei anhaltenden Problemen kontaktiere die Bank-Hotline, die dir individuelle Lösungsansätze oder alternative TAN-Verfahren anbieten kann.
Häufig gestellte Fragen
Wie sicher ist pushTAN im Vergleich zu SMS-TAN?
pushTAN ist deutlich sicherer als SMS-TAN, da es Ende-zu-Ende-verschlüsselt funktioniert und nicht abgefangen werden kann.
Kann ich pushTAN auf mehreren Geräten gleichzeitig nutzen?
Ja, die meisten Banken ermöglichen die Registrierung mehrerer Geräte für eine flexible pushTAN-Nutzung.
Was passiert, wenn mein Smartphone verloren geht oder gestohlen wird?
Kontaktiere sofort deine Bank, um pushTAN zu sperren und auf ein alternatives TAN-Verfahren umzustellen.
Funktioniert pushTAN auch ohne Internetverbindung?
Nein, pushTAN benötigt zwingend eine aktive Internetverbindung über WLAN oder Mobilfunk.
Kann ich pushTAN auch im Ausland verwenden?
Ja, pushTAN funktioniert weltweit, sofern eine Internetverbindung vorhanden ist und keine Länderrestriktionen bestehen.



