smsTAN-Verfahren: Funktionsweise und Sicherheit erklärt

Das Wichtigste in Kürze:

Das smsTAN-Verfahren ist eine weit verbreitete Authentifizierungsmethode beim Online-Banking, bei der Transaktionsnummern per SMS auf das Mobiltelefon gesendet werden.

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Was ist smsTAN?

Das smsTAN-Verfahren ist eine der bekanntesten Authentifizierungsmethoden im Online-Banking, bei der Transaktionsnummern per SMS an das Mobiltelefon gesendet werden. Diese bewährte Sicherheitsmethode ermöglicht es dir, Banking-Transaktionen sicher zu bestätigen, auch wenn sie mittlerweile durch modernere Verfahren ergänzt wird. Du erfährst hier, wie die SMS-Authentifizierung funktioniert, welche Sicherheitsaspekte zu beachten sind und welche Alternativen dir zur Verfügung stehen.

Das smsTAN-Verfahren gehört zu den etablierten Sicherheitsmechanismen im digitalen Zahlungsverkehr. Als Abkürzung für SMS-Transaktionsnummer beschreibt es eine Methode, bei der einmalige Codes zur Freigabe von Online-Banking-Vorgängen verwendet werden.

Definition und Bedeutung

Das TAN per SMS Verfahren sendet dir eine einmalige Nummer direkt auf dein Mobiltelefon. Diese Transaktionsnummer dient als zusätzliche Sicherheitsebene zu deinen Banking-Zugangsdaten. Der Begriff smsTAN wird oft synonym mit mTAN (mobile TAN) verwendet, beide beschreiben denselben Authentifizierungsprozess.

Die Methode kam erstmals in den frühen 2000er Jahren zum Einsatz und revolutionierte damals die Online-Banking Sicherheit. Banken erkannten schnell, dass die Trennung von Zugangsdaten und Transaktionsfreigabe über verschiedene Geräte einen erheblichen Sicherheitsgewinn bedeutete. Heute nutzen Millionen von Menschen weltweit dieses Verfahren für ihre digitalen Bankgeschäfte.

Im Unterschied zu anderen TAN-Verfahren wie iTAN oder chipTAN benötigst du für smsTAN keine zusätzliche Hardware oder spezielle Apps. Jedes herkömmliche Mobiltelefon, das SMS empfangen kann, reicht für die Nutzung aus. Diese Niedrigschwelligkeit machte das Verfahren besonders in der Anfangszeit des Online-Bankings sehr populär.

📌 Good to know

Das smsTAN-Verfahren basiert auf dem Prinzip der Zwei-Faktor-Authentifizierung: Du benötigst etwas, was du weißt (PIN/Passwort) und etwas, was du besitzt (Mobiltelefon).

Abgrenzung zu mTAN

Die Begriffe smsTAN und mTAN werden häufig gleichbedeutend verwendet, technisch gesehen ist mTAN jedoch der Oberbegriff für alle mobilen TAN-Verfahren. Während smsTAN spezifisch SMS-basierte Verfahren beschreibt, umfasst mTAN auch andere mobile Authentifizierungsmethoden wie App-basierte TANs oder pushTAN.

Beide Verfahren teilen grundlegende technische Eigenschaften: Die TAN wird mobil übertragen, ist zeitlich begrenzt gültig und an eine spezifische Transaktion gebunden. Der entscheidende Unterschied liegt im Übertragungsweg – SMS nutzt das Mobilfunknetz, während andere mTAN-Varianten auf Internetverbindungen setzen können.

So funktioniert das smsTAN-Verfahren

Der technische Ablauf des smsTAN-Verfahrens folgt einem standardisierten Prozess, der Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit miteinander verbindet. Jeder Schritt ist darauf ausgelegt, sowohl die Identität des Nutzers zu verifizieren als auch die Integrität der Transaktion sicherzustellen.

Schritt-für-Schritt-Ablauf

Der Authentifizierungsprozess beginnt mit deiner Anmeldung im Online-Banking-Portal deiner Bank. Nach erfolgreicher Eingabe deiner Zugangsdaten kannst du die gewünschte Transaktion wie eine Überweisung oder Dauerauftrag initiieren. Sobald du alle Transaktionsdaten eingegeben hast, fordert das System eine TAN-Bestätigung an.

Das Banksystem generiert daraufhin automatisch eine eindeutige, zufällige Transaktionsnummer und verknüpft diese mit deiner hinterlegten Mobilfunknummer. Die TAN wird über das SMS-Gateway der Bank an dein Mobiltelefon gesendet. Dieser Vorgang dauert in der Regel nur wenige Sekunden, kann bei Netzwerküberlastung jedoch auch etwas länger dauern.

Nach Erhalt der SMS gibst du die TAN in das entsprechende Feld auf der Banking-Website ein. Das System überprüft die Gültigkeit der Nummer und führt bei korrekter Eingabe die Transaktion durch. Anschließend erhältst du eine Bestätigung über die erfolgreiche Durchführung des Vorgangs.

💡 Tip

Führe Transaktionen immer zeitnah nach Erhalt der TAN durch, da diese meist nur 5-10 Minuten gültig ist. Bei längeren Pausen musst du eine neue TAN anfordern.

Technische Grundlagen

Auf technischer Ebene arbeiten verschiedene Systemkomponenten zusammen, um den sicheren TAN-Versand zu gewährleisten. Die Bank-Server generieren die Transaktionsnummern mithilfe kryptographischer Zufallsgeneratoren, die mathematisch praktisch nicht vorhersagbar sind. Diese TANs werden in einer verschlüsselten Datenbank gespeichert und mit spezifischen Transaktionsdetails verknüpft.

SMS-Gateways fungieren als Schnittstelle zwischen dem Banksystem und den Mobilfunknetzen. Diese spezialisierten Server übernehmen die Weiterleitung der TAN-SMS an die entsprechenden Mobilfunkanbieter. Der gesamte Kommunikationsweg ist dabei mehrfach verschlüsselt und gegen unbefugten Zugriff gesichert.

Die zeitliche Gültigkeit der TANs stellt einen wichtigen Sicherheitsmechanismus dar. Standard-TANs verlieren nach 5 bis 15 Minuten ihre Gültigkeit, wodurch das Risiko eines Missbrauchs erheblich reduziert wird. Zusätzlich kann jede TAN nur einmalig verwendet werden – nach erfolgreicher Eingabe wird sie automatisch ungültig.

Die Verbindung zwischen TAN und Transaktion erfolgt über eindeutige Referenznummern. Dadurch wird sichergestellt, dass eine TAN nur für die spezifische Transaktion verwendet werden kann, für die sie generiert wurde. Diese Transaktionsbindung verhindert effektiv den Missbrauch von abgefangenen TANs für andere Zwecke.

Sicherheitsaspekte beim smsTAN-Verfahren

Die Sicherheit des smsTAN-Verfahrens basiert auf bewährten kryptographischen Prinzipien, weist jedoch auch spezifische Schwachstellen auf, die du als Nutzer kennen solltest. Eine realistische Einschätzung der Risiken hilft dir dabei, das Verfahren sicher zu verwenden.

Sicherheitsvorteile

Das wichtigste Sicherheitsmerkmal liegt in der Zwei-Faktor-Authentifizierung durch die Trennung von Wissen und Besitz. Du benötigst sowohl deine Banking-Zugangsdaten als auch dein Mobiltelefon, um Transaktionen durchzuführen. Diese Trennung macht es für Angreifer deutlich schwieriger, unbefugte Überweisungen zu tätigen.

Die Einmalverwendung der TANs bietet einen weiteren wichtigen Schutz. Selbst wenn ein Angreifer eine TAN abfangen sollte, kann er diese nach der ersten Verwendung nicht mehr nutzen. Kombiniert mit der zeitlichen Begrenzung entsteht ein robustes System gegen verschiedene Angriffsszenarien.

Die Transaktionsbindung stellt sicher, dass TANs nur für spezifische Vorgänge verwendet werden können. Wenn du eine TAN für eine 100-Euro-Überweisung erhältst, kann diese nicht für eine andere Transaktion missbraucht werden. Dieser Mechanismus schützt vor verschiedenen Manipulationsversuchen.

Für Nutzer bietet smsTAN den Vorteil der einfachen Handhabung ohne technische Hürden. Du musst keine zusätzliche Software installieren oder komplexe Geräte bedienen. Diese Benutzerfreundlichkeit trägt paradoxerweise zur Sicherheit bei, da sie Bedienungsfehler reduziert.

Sicherheitsrisiken und Schwachstellen

SIM-Swapping-Angriffe stellen eine der ernsthaftesten Bedrohungen für das smsTAN-Verfahren dar. Dabei übernehmen Kriminelle durch Social Engineering die Kontrolle über deine Mobilfunknummer und können somit TANs abfangen. Diese Angriffe erfordern jedoch erheblichen Aufwand und gezielte Vorbereitung.

Man-in-the-Middle-Attacken können auftreten, wenn Angreifer gefälschte Banking-Websites erstellen und gleichzeitig echte Transaktionen im Hintergrund ausführen. In solchen Szenarien kann die von dir eingegebene TAN für ungewollte Überweisungen missbraucht werden, ohne dass du dies bemerkst.

Malware auf Smartphones kann theoretisch SMS-Nachrichten abfangen und an Angreifer weiterleiten. Moderne Banking-Trojaner sind teilweise in der Lage, TAN-SMS zu interceptieren und für betrügerische Zwecke zu nutzen. Dieses Risiko betrifft hauptsächlich Android-Geräte mit installierten Apps aus unsicheren Quellen.

Phishing-Angriffe zielen darauf ab, dich zur Preisgabe deiner TAN auf gefälschten Websites zu verleiten. Kriminelle können dabei täuschend echte Nachbildungen deiner Banking-Website erstellen und dich zur Eingabe der TAN auffordern, obwohl keine echte Transaktion stattfindet.

Schutzmaßnahmen für Nutzer

Sei besonders vorsichtig bei unerwarteten Anrufen oder Nachrichten, die sich auf deine Banking-Daten beziehen. Seriöse Banken werden niemals telefonisch nach TANs oder PINs fragen. Bei verdächtigen Kontaktversuchen solltest du direkt deine Bank über die offizielle Hotline kontaktieren.

Der Schutz deiner SIM-Karte durch eine SIM-PIN erschwert SIM-Swapping-Angriffe erheblich. Aktiviere diese Funktion in den Einstellungen deines Mobiltelefons und verwende eine starke, nicht erratbare PIN. Diese einfache Maßnahme bietet einen wirksamen Grundschutz.

Halte deine Kontaktdaten bei der Bank immer aktuell und informiere sie umgehend über Änderungen deiner Mobilfunknummer. Nur so kann sichergestellt werden, dass TANs an die richtige Nummer gesendet werden und nicht an eine möglicherweise übernommene alte Nummer.

Bei Verlust oder Diebstahl deines Mobiltelefons solltest du sofort sowohl deinen Mobilfunkanbieter als auch deine Bank informieren. Die meisten Banken bieten 24-Stunden-Hotlines für solche Notfälle an und können das smsTAN-Verfahren temporär sperren.

Vor- und Nachteile des smsTAN-Verfahrens

Eine ausgewogene Bewertung des smsTAN-Verfahrens zeigt sowohl deutliche Stärken als auch erkennbare Schwächen auf. Diese Analyse hilft dir dabei, eine informierte Entscheidung über die Nutzung dieses Authentifizierungsverfahrens zu treffen.

Vorteile

Der größte Vorteil liegt in der universellen Verfügbarkeit ohne zusätzliche Hardware-Anforderungen. Du benötigst lediglich ein Mobiltelefon, das SMS empfangen kann – praktisch jedes Gerät der letzten 20 Jahre erfüllt diese Voraussetzung. Diese Niedrigschwelligkeit macht smsTAN besonders für technikferne Nutzer attraktiv.

Die intuitive Bedienung erfordert keine besonderen technischen Kenntnisse oder Schulungen. Der Prozess ist selbsterklärend: SMS erhalten, TAN eingeben, Transaktion bestätigen. Diese Einfachheit reduziert Bedienungsfehler und macht das Verfahren auch für ältere Nutzer zugänglich.

Im Gegensatz zu App-basierten Verfahren benötigst du keine Internetverbindung auf dem Mobilgerät. SMS funktionieren auch bei schwacher Netzabdeckung oder in Gebieten mit schlechter Datenverbindung zuverlässig. Diese Netzwerk-Unabhängigkeit ist besonders in ländlichen Gebieten von Vorteil.

Die breite Kompatibilität mit allen Mobiltelefonen eliminiert Geräte-spezifische Probleme. Während moderne App-basierte Verfahren regelmäßige Updates oder spezielle Betriebssystem-Versionen erfordern, funktioniert smsTAN auf jedem SMS-fähigen Gerät unverändert.

Nachteile

Die Abhängigkeit vom Mobilfunknetz kann zu Verzögerungen oder Ausfällen führen, besonders in Gebieten mit schwacher Netzabdeckung oder bei hoher Netzauslastung. In Extremfällen können wichtige Banking-Transaktionen dadurch verzögert oder verhindert werden.

Verzögerungen bei der SMS-Zustellung treten gelegentlich auf, besonders bei grenzüberschreitenden Nachrichten oder während Stoßzeiten im Mobilfunknetz. Diese Unzuverlässigkeit kann frustrierend sein, wenn du zeitkritische Überweisungen durchführen musst.

Bei Auslandsaufenthalten können erhebliche Kosten für den SMS-Empfang entstehen, abhängig von deinem Mobilfunktarif und den Roaming-Gebühren. EU-weite Regelungen haben dieses Problem teilweise entschärft, außerhalb der EU können jedoch immer noch hohe Kosten anfallen.

Moderne Sicherheitsexperten betrachten smsTAN als weniger sicher im Vergleich zu neueren Verfahren wie App-basierten TANs oder Hardware-Token. Die Schwachstellen des SMS-Systems und die Möglichkeit von SIM-Swapping-Angriffen werden zunehmend problematischer.

Der komplette Ausfall bei Verlust oder Defekt des Mobiltelefons macht alle Banking-Transaktionen unmöglich, bis du ein Ersatzgerät organisiert und bei der Bank registriert hast. Diese Single-Point-of-Failure Problematik kann in Notfällen besonders belastend sein.

Alternativen zum smsTAN-Verfahren

Die Entwicklung modernerer Authentifizierungstechnologien hat verschiedene Alternativen zum smsTAN-Verfahren hervorgebracht, die teilweise erhebliche Sicherheits- und Komfortvorteile bieten. Diese Verfahren adressieren viele der bekannten Schwachstellen von SMS-basierten TANs.

pushTAN und App-basierte Verfahren

Das pushTAN-Verfahren nutzt eine spezielle Banking-App auf deinem Smartphone zur TAN-Übertragung. Anstatt einer SMS erhältst du eine Push-Nachricht direkt in der App, die detaillierte Transaktionsinformationen anzeigt und eine direkte Bestätigung ermöglicht.

Die Vorteile gegenüber smsTAN sind beträchtlich: Die Übertragung erfolgt über verschlüsselte Internetverbindungen statt über das anfälligere SMS-System. Zusätzlich siehst du in der App alle Transaktionsdetails wie Empfänger, Betrag und Verwendungszweck, bevor du die Transaktion bestätigst.

Für die Nutzung benötigst du ein Smartphone mit Internetverbindung und die installierte Banking-App deiner Bank. Die einmalige Einrichtung erfordert meist eine Registrierung über andere Kanäle, danach ist das Verfahren jedoch sehr benutzerfreundlich. Die meisten deutschen Banken bieten mittlerweile pushTAN-kompatible Apps an.

photoTAN und QR-Code-Verfahren

PhotoTAN oder QR-TAN-Verfahren übertragen Transaktionsdaten optisch über Grafiken, die du mit einer speziellen App oder einem TAN-Generator fotografierst. Diese Methode bietet eine besonders sichere Offline-Komponente, da die TAN-Generierung ohne Netzwerkverbindung erfolgt.

Die erhöhte Sicherheit resultiert aus der vollständigen Kapselung der TAN-Generierung. Ein separates Gerät oder eine App generiert die TAN basierend auf den fotografierten Daten, ohne dass eine Verbindung zu externen Servern erforderlich ist. Dies eliminiert viele netzwerkbasierte Angriffsmöglichkeiten.

Du benötigst entweder ein spezielles photoTAN-Gerät oder eine entsprechende Smartphone-App mit Kamera-Funktionalität. Die Bedienung erfordert etwas Übung, bietet dann jedoch eine sehr sichere und relativ schnelle Authentifizierung für Online-Banking-Transaktionen.

chipTAN und Hardware-TAN-Generatoren

ChipTAN-Verfahren verwenden einen separaten Hardware-TAN-Generator in Kombination mit deiner Bankkarte. Das Gerät liest Daten von der Karte und generiert basierend auf den eingegebenen Transaktionsdaten eine spezifische TAN. Diese Methode bietet die höchste Sicherheitsstufe unter den verfügbaren Verfahren.

Die Unabhängigkeit vom Mobilfunknetz und von Internetverbindungen macht chipTAN besonders zuverlässig. Das Verfahren funktioniert überall und jederzeit, ohne externe Infrastrukturen. Selbst bei kompletten Netzausfällen oder im Ausland bleiben Banking-Transaktionen möglich.

Der Nachteil liegt in der erforderlichen zusätzlichen Hardware, die angeschafft und mitgeführt werden muss. ChipTAN-Generatoren kosten meist zwischen 30 und 100 Euro, wobei einfache Modelle ab etwa 30 Euro und Premium-Geräte mit erweiterten Funktionen (z.B. photoTAN QR) bis zu 100 Euro erhältlich sind. Die Geräte müssen bei Defekt oder Verlust ersetzt werden. Die Handhabung ist weniger intuitiv als bei anderen Verfahren und erfordert eine gewisse Einarbeitungszeit.

FIDO2 und biometrische Verfahren

FIDO2 repräsentiert den modernsten Standard für passwortlose Authentifizierung und nutzt kryptographische Schlüssel in Kombination mit biometrischen Daten. Fingerabdruck- oder Gesichtserkennung ersetzen dabei traditionelle Passwörter und TANs vollständig.

Diese Verfahren bieten höchste Sicherheit durch die Kombination mehrerer Faktoren: biometrische Eigenschaften, Gerätebesitz und kryptographische Schlüssel. Phishing-Angriffe werden praktisch unmöglich, da keine übertragbaren Geheimnisse existieren, die abgefangen werden könnten.

Die Zukunftsperspektiven im Online-Banking sind vielversprechend, da immer mehr Banken FIDO2-kompatible Systeme einführen. Moderne Smartphones unterstützen diese Standards bereits nativ, und die Benutzerfreundlichkeit übertrifft alle traditionellen TAN-Verfahren deutlich. Die Authentifizierung erfolgt binnen Sekunden durch einen einfachen Fingerabdruck oder Blick in die Kamera.

Häufige Probleme und Lösungen

In der praktischen Anwendung des smsTAN-Verfahrens können verschiedene technische oder organisatorische Probleme auftreten. Die Kenntnis typischer Schwierigkeiten und entsprechender Lösungsansätze hilft dir dabei, diese Situationen erfolgreich zu meistern.

SMS kommt nicht an

Wenn die TAN-SMS nicht ankommt, solltest du zunächst die Mobilfunknetzverbindung deines Geräts überprüfen. Schwache Signalstärke oder temporäre Netzausfälle können die SMS-Zustellung verzögern oder verhindern. Ein Wechsel des Standorts oder ein Neustart des Mobiltelefons kann oft bereits Abhilfe schaffen.

Die Überprüfung der bei der Bank hinterlegten Rufnummer ist ein weiterer wichtiger Schritt. Nach Anbieterwechseln oder bei Rufnummernportierungen können Diskrepanzen entstehen, die den SMS-Empfang verhindern. Die meisten Banken erlauben eine einfache Aktualisierung der Kontaktdaten über das Online-Banking oder die Hotline.

Wartezeiten von bis zu 10 Minuten können bei SMS-Zustellungen gelegentlich auftreten, besonders bei hoher Netzauslastung oder grenzüberschreitenden Nachrichten. Im Normalfall erfolgt die Zustellung jedoch innerhalb weniger Sekunden bis zu einigen Minuten. Falls die SMS nach angemessener Wartezeit nicht ankommt, kannst du meist eine erneute Anforderung über das Banking-Portal starten.

💡 Tip

Kontaktiere die Bank-Hotline bei wiederholten Problemen mit der SMS-Zustellung. Oft können technische Probleme im Hintergrund schnell identifiziert und behoben werden.

Bei persistierenden Problemen ist die Kontaktaufnahme mit der Bank unerlässlich. Die meisten Institute verfügen über spezialisierte Teams für technische Authentifizierungsprobleme und können oft sofort Hilfe leisten oder alternative Lösungswege aufzeigen.

TAN ist abgelaufen

TANs haben typischerweise eine Gültigkeitsdauer von 5 bis 15 Minuten, abhängig von der jeweiligen Bank und dem Sicherheitslevel der Transaktion. Diese zeitliche Begrenzung dient dem Schutz vor Missbrauch, kann aber bei langsamer Bearbeitung zu Problemen führen.

Die Anforderung einer neuen TAN ist meist problemlos über das Banking-Portal möglich. Die meisten Systeme erlauben mehrere TAN-Anforderungen für dieselbe Transaktion, solange die ursprünglichen Transaktionsdaten unverändert bleiben. Bei Änderungen der Überweisungsdetails muss der Prozess meist komplett neu gestartet werden.

Um Zeitüberschreitungen zu vermeiden, solltest du Transaktionen zügig nach Erhalt der TAN abschließen. Bereite alle erforderlichen Informationen vor der TAN-Anforderung vor und minimiere Unterbrechungen während des Authentifizierungsprozesses. Diese effiziente Arbeitsweise reduziert das Risiko von TAN-Ablaufzeiten erheblich.

Rufnummernwechsel oder Geräteverlust

Bei einem Rufnummernwechsel musst du die neue Nummer umgehend bei deiner Bank registrieren lassen. Die meisten Institute verlangen dafür eine Legitimation über alternative Kanäle wie die Filiale, PostIdent oder VideoIdent-Verfahren. Eine frühzeitige Information der Bank vor dem Wechsel verhindert Unterbrechungen im Banking-Service.

Bei Verlust oder Diebstahl des Mobiltelefons ist eine sofortige Sperrung des smsTAN-Verfahrens erforderlich. Die meisten Banken bieten 24-Stunden-Hotlines für solche Notfälle und können das Verfahren innerhalb weniger Minuten deaktivieren. Gleichzeitig solltest du auch die SIM-Karte beim Mobilfunkanbieter sperren lassen.

Alternative Authentifizierungsmethoden wie Filialbesuche oder telefonische Legitimation ermöglichen in Notfällen weiterhin Banking-Transaktionen. Viele Banken bieten auch temporäre TAN-Lösungen über andere Kanäle, bis die reguläre smsTAN-Nutzung wieder möglich ist.

Die Entsperrung und Neuaktivierung erfolgt nach Beschaffung eines neuen Geräts oder einer neuen SIM-Karte meist schnell und unkompliziert. Die erneute Legitimation kann oft online oder telefonisch erfolgen, abhängig von den Sicherheitsrichtlinien der jeweiligen Bank.

Häufig gestellte Fragen

Q

Wie lange ist eine smsTAN gültig?

Eine smsTAN ist meist 5-15 Minuten gültig und kann nur einmal verwendet werden.

Q

Was ist der Unterschied zwischen smsTAN und mTAN?

Die Begriffe werden synonym verwendet. mTAN ist der Oberbegriff für mobile TAN-Verfahren.

Q

Ist smsTAN noch sicher genug?

SmsTAN erfüllt PSD2-Mindeststandards, gilt aber als weniger sicher als moderne App-basierte Verfahren.

Q

Was kostet die Nutzung von smsTAN?

Die meisten Banken bieten smsTAN kostenlos an. Im Ausland können SMS-Roaming-Gebühren anfallen.

Q

Kann ich smsTAN im Ausland nutzen?

Ja, smsTAN funktioniert weltweit. Beachte mögliche Roaming-Kosten und längere SMS-Laufzeiten im Ausland.

Q

Was passiert bei SIM-Swapping-Angriffen?

Angreifer übernehmen die Mobilfunknummer und können TANs abfangen. SIM-PIN-Schutz hilft bei der Prävention.


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