
Versicherungen vergleichen
Welche Versicherungen brauchst Du wirklich?
Der deutsche Versicherungsmarkt ist unübersichtlich: Über 450 Versicherungsunternehmen bieten tausende Tarife an. Durchschnittlich geben Deutsche 2.700 € pro Jahr für Versicherungen aus – doch nicht jede Police ist sinnvoll.
Unser Ansatz: Wir zeigen Dir nicht, welche Versicherung die beste ist. Stattdessen erklären wir Dir, nach welchen Kriterien Du vergleichen solltest und welche Versicherungen in Deiner Lebenssituation relevant sind..
Nur 5 Versicherungen sind existenziell: Privathaftpflicht, Krankenversicherung, Berufsunfähigkeit und KFZ-Haftpflicht (bei Autobesitz), Reiseversicherungen
Nicht die günstigste Police ist die beste: Entscheidend sind Deckungssummen, Leistungsumfang und Versicherungsbedingungen
Lebenssituation bestimmt Bedarf: Welche Versicherungen Du brauchst, hängt von Beruf, Familienstand, Wohnsituation und Gesundheit ab
Lebenssituation bestimmt Bedarf: Welche Versicherungen Du brauchst, hängt von Beruf, Familienstand, Wohnsituation und Gesundheit ab
Welche Versicherung passt zu Dir?
Berufseinsteiger
Priorität: Existenzielle Risiken absichern
- Hausratversicherung
- Privathaftpflicht
- Krankenversicherung
- Berufsunfähigkeit
Als Berufseinsteiger solltest Du existenzielle Risiken durch Hausratversicherung, Privathaftpflicht, Krankenversicherung und vor allem eine Berufsunfähigkeitsversicherung absichern, um Dein zukünftiges Einkommen zu schützen.
Junge Familien
Priorität: Familie und Einkommen absichern
- Privathaftpflicht (Familientarif)
- Berufsunfähigkeit (beide Partner)
- Risikolebensversicherung
- Hausratversicherung
Junge Familien sollten Priorität auf die finanzielle Absicherung von Familie und Einkommen legen – dazu gehören eine Privathaftpflicht mit Familientarif, Berufsunfähigkeitsversicherung für beide Partner, eine Risikolebensversicherung und eine Hausratversicherung.
Selbstständige & Freiberufler
Priorität: Einkommensausfall absichern
- Privathaftpflicht (Familientarif)
- Berufsunfähigkeit (beide Partner)
- Risikolebensversicherung
- Hausratversicherung
Selbstständige und Freiberufler müssen sich gegen Einkommensausfall absichern, weshalb Privathaftpflicht (Familientarif), Berufsunfähigkeitsversicherung für beide Partner, Risikolebensversicherung und Hausratversicherung unverzichtbar sind.
Autobesitzer
Priorität: Gesetzliche Pflichten + Ergänzungen
- KFZ-Haftpflicht (Pflicht)
- Teilkasko
- Verkehrsrechtsschutz
- Vollkasko (bei Neuwagen)
Autobesitzer müssen gesetzliche Pflichten erfüllen und sollten darüber hinaus auf umfassenden Schutz setzen – die KFZ-Haftpflicht ist Pflicht, während Teilkasko, Verkehrsrechtsschutz und Vollkasko (besonders bei Neuwagen) sinnvolle Ergänzungen darstellen.
Immobilienbesitzer
Priorität: Immobilie und Eigentum schützen
- Wohngebäudeversicherung
- Privathaftpflicht mit Grundbesitz
- Elementarschadenversicherung
- Hausratversicherung
Immobilienbesitzer sollten ihr Eigentum und sich selbst umfassend schützen durch eine Wohngebäudeversicherung, Privathaftpflicht mit Grundbesitz-Zusatz, Elementarschadenversicherung gegen Naturgefahren und eine Hausratversicherung.
Für Sicherheitsbewusste
Priorität: Günstig die Basics absichern
- Krankenversicherung (Pflicht)
- Privathaftpflicht
- Auslandsreisekrankenversicherung
- Hausratversicherung
Sicherheitsbewusste Menschen setzen auf günstige Basis-Absicherung durch eine Krankenversicherung (Pflicht), Privathaftpflicht, Auslandsreisekrankenversicherung und Hausratversicherung – damit sind die wichtigsten Risiken kostengünstig abgedeckt.
Versicherungsübersicht – Welche brauchst Du?
| Versicherung | Wichtigkeit | Für wen? | Kosten/Jahr | Wichtigste Kriterien |
|---|---|---|---|---|
| Unverzichtbare Basisversicherungen | ||||
| Privathaftpflicht | Unverzichtbar | ALLE | 50–120 € | Deckung min. 10 Mio. €, Forderungsausfall, Schlüsselverlust |
| Krankenversicherung | Unverzichtbar | ALLE (Pflicht) |
GKV: 180–900 €/Monat PKV: individuell |
Leistungskatalog, Beitragsstabilität, Selbstbeteiligung |
| Berufsunfähigkeit | Unverzichtbar | Berufstätige | 600–1.800 € | Verzicht abstrakte Verweisung, Nachversicherungsgarantie, mind. 60% Nettoeinkommen |
| KFZ-Haftpflicht | Unverzichtbar | Autobesitzer (Pflicht) | 300–1.200 € | Deckung min. 100 Mio. €, SF-Klasse, Mallorca-Police |
| Wichtige Zusatzversicherungen | ||||
| Risikolebensversicherung | Wichtig | Familien, Kreditnehmer | 180–600 € | Versicherungssumme (3–5 Jahresgehälter), konstante Beiträge, Nachversicherung |
| Hausratversicherung | Wichtig | Ab wertvollem Hausrat | 60–180 € | Versicherungssumme (min. 650 €/qm), Elementarschäden, Unterversicherungsverzicht |
| Wohngebäudeversicherung | Wichtig | Immobilieneigentümer | 200–700 € | Wert 1914, Elementarschäden, grobe Fahrlässigkeit mitversichert |
| Rechtsschutzversicherung | Wichtig | Autofahrer, Arbeitnehmer | 150–400 € | Bausteine (Verkehr, Privat, Beruf), Deckung unbegrenzt, kurze Wartezeit |
| Sinnvolle Ergänzungsversicherungen | ||||
| Zahnzusatzversicherung | Optional | Gesetzlich Versicherte | 180–600 € | Erstattung min. 70%, keine Zahnstaffel, Implantate inkl., fehlende Zähne mitversichert |
| Unfallversicherung | Optional | Kinder, Risikosportler | 100–400 € | Invaliditätssumme (mind. 6-faches Jahreseinkommen), Progression mind. 225%, weltweiter Schutz |
| Auslandsreisekrankenversicherung | Optional | Reisende | 10–40 € | Medizinisch sinnvoller Rücktransport, weltweiter Schutz, keine Altersbegrenzung |
| KFZ-Kaskoversicherung | Optional | Neuwagen, Finanzierung | 300–1.500 € | Teilkasko vs. Vollkasko, Selbstbeteiligung (150/300 €), Wildschäden, Marderbiss |
| Legende & Priorisierung | ||||
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Wichtigkeit: Unverzichtbar = Existenzielle Risiken, die jeder in dieser Zielgruppe absichern sollte Wichtig = Sehr wichtig für bestimmte Lebenssituationen Optional = Sinnvolle Ergänzung je nach individueller Situation Kostenangaben: Durchschnittswerte für Deutschland, individuelle Faktoren wie Alter, Gesundheit, Beruf und Region beeinflussen die tatsächlichen Kosten erheblich. Wichtig: Diese Übersicht dient der Orientierung. Für eine individuelle Beratung solltest Du einen Versicherungsmakler oder -berater konsultieren. |
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Vergleichskriterien: Darauf solltest Du achten
Ein sinnvoller Versicherungsvergleich geht weit über den Preis hinaus. Die Deckungssumme gibt an, bis zu welchem Betrag die Versicherung im Schadensfall zahlt. Bei existenziellen Versicherungen wie der Privathaftpflicht solltest Du immer die höchstmögliche Deckung wählen – der Preisunterschied ist minimal (oft nur 2-5 € mehr pro Jahr), aber ein schwerer Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten kann Forderungen von 5+ Millionen Euro verursachen. Eine zu niedrige Deckung lässt Dich auf den Restkosten sitzen.
Mindestens genauso wichtig ist der Leistungsumfang. Zwei scheinbar identische Tarife können sich massiv unterscheiden: Bei der Hausratversicherung beispielsweise kann ein Basis-Tarif Fahrraddiebstahl nur aus verschlossenen Räumen abdecken, während ein Premium-Tarif weltweiten 24-Stunden-Schutz bis 5.000 € bietet. Elementarschäden wie Hochwasser und Starkregen sind oft nicht automatisch enthalten, und auch bei Überspannungsschäden gibt es große Unterschiede – manche Tarife zahlen nur bei direktem Blitzeinschlag, andere auch ohne.
Die Versicherungsbedingungen (AVB) – das berühmte Kleingedruckte – entscheiden im Ernstfall über Leistung oder Ablehnung. 80 % der Versicherten lesen sie nie und erleben im Schadensfall böse Überraschungen. Besonders wichtig sind Obliegenheiten (Verhaltenspflichten wie „Fahrrad muss mit Schloss gesichert sein“), deren Verletzung zu Leistungskürzungen führt, sowie der Verzicht auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit. Dieser sollte bei guten Tarifen Standard sein und bedeutet, dass die Versicherung auch zahlt, wenn Du grob fahrlässig gehandelt hast – etwa die Herdplatte angelassen hast.
Bei der Beitragshöhe solltest Du nicht nur auf den Preis selbst, sondern auch auf die Zahlweise achten. Wer jährlich statt monatlich zahlt, spart bis zu 10 % im Jahr. Die automatische Beitragserhöhung (Dynamik) sorgt zwar für Inflationsausgleich und höhere Deckung, bedeutet aber auch jährliche Kostensteigerung von meist 3-5 %. Hier kannst Du Dein Widerspruchsrecht nutzen, wenn die Erhöhung zu hoch ausfällt.
Die Bonität und Schadensregulierung des Versicherers ist ein oft unterschätzter Faktor. Eine günstige Versicherung nützt nichts, wenn im Schadensfall nicht gezahlt wird. Achte auf Ratings von Standard & Poor’s oder Moody’s (AAA/Aaa = höchste Bonität) und prüfe die BaFin-Beschwerdestatistik. Eine hohe Beschwerdequote deutet auf viele unzufriedene Kunden hin. Auch die Schadensquote – also wie viel Prozent der Beiträge als Leistungen ausgezahlt werden – gibt Aufschluss: Bei Hausratversicherungen sind 60-70 % normal, bei Haftpflicht 40-50 %.
Die Vertragslaufzeit und Kündigungsfristen bestimmen Deine Flexibilität. Standard sind ein Jahr Laufzeit mit dreimonatiger Kündigungsfrist zum Jahresende (Kündigung bis 30.09., Vertragsende 31.12.). Vorsicht bei mehrjährigen Verträgen – diese binden Dich länger. Sonderkündigungsrechte bestehen nach Schadensfällen und Beitragserhöhungen (jeweils 30 Tage). Die Selbstbeteiligung kann Beiträge senken, lohnt sich aber nur, wenn Du den Betrag problemlos selbst tragen kannst und selten Schäden meldest. Bei existenziellen Versicherungen wie Haftpflicht oder BU solltest Du lieber ohne Selbstbeteiligung fahren.
Schließlich spielen auch besondere Klauseln und Zusatzoptionen eine Rolle. Bei der Privathaftpflicht sind Forderungsausfalldeckung (wenn der Schädiger selbst nicht zahlen kann), Schlüsselverlust für Betriebsschlüssel und die Mitversicherung deliktunfähiger Kinder wichtige Extras. Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung ist die Nachversicherungsgarantie essenziell – sie ermöglicht eine Erhöhung der Rente ohne neue Gesundheitsprüfung bei Ereignissen wie Heirat, Kindern oder Gehaltserhöhung. Wähle aber nur Optionen, die zu Deiner Situation passen – jede Erweiterung kostet extra.
Privathaftpflicht – Vergleichskriterien
| Kriterium | Mindeststandard | Empfohlen | Premium | Warum wichtig? |
|---|---|---|---|---|
| Deckungssummen & Grundschutz | ||||
| Deckungssumme | 5 Mio. € pauschal | 10 Mio. € pauschal | 50 Mio. € pauschal | Schwere Unfälle (z.B. Verkehrsunfall mit mehreren Schwerverletzten) können Millionenforderungen auslösen. 10 Mio. € sollten heute Standard sein. |
| Forderungsausfalldeckung | Nein | Ja | Ja | Schutz, wenn der Schädiger nicht versichert ist oder nicht zahlen kann. Du erhältst trotzdem Schadenersatz von Deiner eigenen Versicherung. |
| Familien- & Kinderschutz | ||||
| Deliktunfähige Kinder | Nein | Ja (bis 50.000 €) | Ja (unbegrenzt) | Kinder unter 7 Jahren (im Straßenverkehr unter 10) haften rechtlich nicht selbst. Ohne diese Klausel bleiben Geschädigte auf ihrem Schaden sitzen – diese Klausel schützt das soziale Umfeld. |
| Schlüsselverlust | ||||
| Schlüsselverlust |
Privat: Ja Beruflich: Nein |
Privat: Ja Beruflich: bis 50.000 € |
Privat: Ja Beruflich: unbegrenzt |
Der Verlust von Betriebsschlüsseln (z.B. Hauptschlüssel eines Bürogebäudes) kann durch Austausch aller Schließanlagen über 100.000 € kosten. Besonders wichtig für Arbeitnehmer mit Schlüsselgewalt. |
| Leistungsumfang & Besonderheiten | ||||
| Grobe Fahrlässigkeit | Leistungskürzung möglich | Verzicht auf Leistungskürzung | Verzicht auf Leistungskürzung | Auch bei „dummen Fehlern“ (z.B. Kerze vergessen, beim Kochen eingeschlafen) erhältst Du vollen Versicherungsschutz ohne Kürzungen. Standard-Tarife kürzen hier oft um 30-50%. |
| Kosten & Preis-Leistung | ||||
| Preis (Single) | 35–50 € pro Jahr | 50–70 € pro Jahr | 70–120 € pro Jahr | Die Mehrkosten von 15-30 € pro Jahr für besseren Schutz sind angesichts möglicher Millionenschäden sehr gering. Empfehlung: Mindestens den „Empfohlen“-Tarif wählen. |
| Unsere Einschätzung | ||||
| Empfehlung | Ausreichend nur für Singles ohne Kinder und ohne berufliche Schlüssel | Beste Wahl für die meisten: Optimales Preis-Leistungs-Verhältnis mit allen wichtigen Leistungen | Sinnvoll für Familien mit mehreren Kindern und Personen mit hoher beruflicher Verantwortung (z.B. Facility Manager, Hausmeister) | Der „Empfohlen“-Tarif bietet für 10-20 € Mehrkosten pro Jahr deutlich besseren Schutz. Die Premium-Variante lohnt sich vor allem bei beruflichem Schlüsselrisiko. |
| Weitere wichtige Kriterien | ||||
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Weitere Leistungen, auf die Du achten solltest: Mietsachschäden: Schäden an gemieteten Wohnungen/Häusern sollten mitversichert sein Gefälligkeitsschäden: Schäden beim Helfen (z.B. beim Umzug) sollten abgedeckt sein Ehrenamtliche Tätigkeiten: Wichtig für Vereinsmitglieder und Übungsleiter Gewässerschäden: Bis mindestens 50.000 € (z.B. auslaufendes Heizöl) Weltweiter Schutz: Gilt auch bei Auslandsaufenthalten Wichtig: Diese Tabelle dient der Orientierung. Vergleiche konkrete Tarife mit einem Versicherungsmakler oder nutze unabhängige Vergleichsrechner. |
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Versicherungen im Detail
1. Privathaftpflichtversicherung
Was ist das? Die Privathaftpflicht schützt Dich vor Schadensersatzansprüchen, die Du gegenüber Dritten verursachst – durch Fahrlässigkeit oder Unachtsamkeit.
Warum wichtig? Im deutschen Recht gilt: Wer einen Schaden verursacht, haftet unbegrenzt mit seinem gesamten Vermögen (§ 823 BGB). Ein schwerer Personenschaden kann Millionenforderungen auslösen.
Was wird abgedeckt?
- Personenschäden (Verletzungen)
- Sachschäden (fremdes Eigentum)
- Vermögensschäden (finanzielle Verluste durch Fehler)
Wichtige Vergleichskriterien:
- Deckungssumme: Mind. 10 Mio. €, besser 50 Mio. €
- Deliktunfähige Kinder: Mitversichert
- Forderungsausfalldeckung: Ja
- Schlüsselverlust (fremde Schlüssel): Mind. 50.000 €
- Verzicht auf Einwand grober Fahrlässigkeit: Ja
Kosten: 40-90 € pro Jahr (Singles), 60-120 € (Familien)
2. Berufsunfähigkeitsversicherung (BU)
Was ist das? Die BU zahlt eine monatliche Rente, wenn Du aus gesundheitlichen Gründen Deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst (mind. 50 % berufsunfähig für 6+ Monate).
Warum wichtig? Jeder 4. Deutsche wird vor Renteneintritt berufsunfähig. Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente beträgt oft nur 600-800 € – das reicht nicht zum Leben.
Wichtige Vergleichskriterien:
- Verzicht auf abstrakte Verweisung (kein Zwang zu Berufswechsel)
- Nachversicherungsgarantie (Erhöhung ohne neue Gesundheitsprüfung)
- Dynamik (automatische Rentenerhöhung)
- Rückwirkende Leistung ab 1. Tag der BU
- Leistung ab 50 % Berufsunfähigkeit
Kosten: Stark abhängig von Alter, Beruf, Gesundheit. Beispiel: 30-jähriger Büroangestellter, 1.500 € Rente: 50-80 € monatlich
Wichtiger Tipp: Je jünger, desto günstiger. Gesundheitsfragen ehrlich beantworten (sonst Leistungsverweigerung)!
3. Hausratversicherung
Was ist das? Die Hausratversicherung schützt Dein bewegliches Eigentum in der Wohnung/im Haus vor Schäden durch Feuer, Einbruch, Leitungswasser, Sturm/Hagel.
Warum sinnvoll? Bei totalem Wohnungsverlust (Brand) kostet Neuanschaffung aller Möbel, Elektrogeräte, Kleidung schnell 20.000-50.000 €.
Was wird abgedeckt?
- Feuer, Blitzschlag, Explosion
- Einbruchdiebstahl
- Leitungswasser (Rohrbruch)
- Sturm/Hagel (ab Windstärke 8)
- Optional: Elementarschäden, Fahrraddiebstahl, Glasbruch
Wichtige Vergleichskriterien:
- Versicherungssumme: Richtig schätzen (Unterversicherung vermeiden!)
- Unterversicherungsverzicht
- Neuwertentschädigung (nicht Zeitwert)
- Fahrraddiebstahl: 24h außer Haus, bis 5.000 €
- Elementarschäden: Hochwasser, Starkregen, Schneedruck
Kosten: 60-150 € pro Jahr (je nach Wohnfläche und Deckung)
4. Wohngebäudeversicherung
Was ist das? Die Wohngebäudeversicherung schützt das Gebäude selbst (nicht den Inhalt) vor Schäden.
Warum wichtig? Als Eigentümer bist Du für Reparaturen verantwortlich. Ein Hausbrand kann Kosten von 200.000+ € verursachen.
Was wird abgedeckt?
- Feuer, Blitzschlag
- Leitungswasser
- Sturm/Hagel
- Optional: Elementarschäden
Kosten: 200-600 € pro Jahr (je nach Größe, Lage, Bauweise)
5. Krankenversicherung
Was ist das? Die Krankenversicherung übernimmt Kosten für medizinische Behandlungen. In Deutschland besteht Versicherungspflicht.
Arten:
- Gesetzlich (GKV): Solidarprinzip, einkommensabhängiger Beitrag
- Privat (PKV): Risikoabhängiger Beitrag, umfangreichere Leistungen
Wechsel GKV ↔ PKV: In PKV nur bei Einkommen > 69.300 € (2026) oder Selbstständigkeit. Zurück in GKV schwierig ab 55 Jahren.
Berufsunfähigkeit – Vergleichskriterien
| Kriterium | Mindeststandard | Empfohlen | Premium | Warum wichtig? |
|---|---|---|---|---|
| Leistungsbedingungen – Die wichtigsten Klauseln | ||||
| Abstrakte Verweisung | Ja (schlechter) | Verzicht | Verzicht | Kritischstes Kriterium! Mit abstrakter Verweisung kann die Versicherung Dich auf jeden theoretisch möglichen Beruf verweisen – auch wenn Du dort keine Stelle findest. Ohne Verzicht ist die Versicherung fast wertlos. Niemals eine BU ohne Verzicht abschließen! |
| Leistung bei psychischen Erkrankungen | Oft begrenzt (3–5 Jahre) | Unbegrenzt | Unbegrenzt | Psychische Erkrankungen (Burnout, Depression, Angststörungen) sind heute der häufigste Grund für Berufsunfähigkeit (über 30% aller Fälle). Eine zeitliche Begrenzung macht die Versicherung bei der häufigsten Ursache fast wertlos. |
| Rückwirkende Leistung | Ab Antragstellung | Ab 1. Tag der BU | Ab 1. Tag der BU | Zwischen Eintritt der Berufsunfähigkeit und Antragstellung vergehen oft Monate. Ohne Rückwirkung verlierst Du diese Monate an Leistung. Bei 1.500 € Rente können das schnell 9.000–15.000 € Verlust sein. |
| Flexibilität & Anpassungsmöglichkeiten | ||||
| Nachversicherungsgarantie | Nein | Ja (bis 2.000 €/Monat) | Ja (bis 3.000 €/Monat) | Ermöglicht Erhöhung der BU-Rente bei Lebensereignissen (Heirat, Geburt, Gehaltserhöhung, Immobilienkauf) ohne erneute Gesundheitsprüfung. Unverzichtbar, da sich Dein Absicherungsbedarf im Laufe des Lebens ändert und Dein Gesundheitszustand sich verschlechtern kann. |
| Beitragsdynamik | Keine | 3% p.a. (empfohlen) | 5% p.a. | Beitrag und Leistung steigen jährlich um den vereinbarten Prozentsatz. Schützt vor Kaufkraftverlust durch Inflation. Bei 3% Dynamik und 1.500 € Rente steigt diese nach 20 Jahren auf ca. 2.700 € – ohne Dynamik wäre 1.500 € dann real nur noch ca. 900 € wert. |
| Beiträge & Kosten | ||||
|
Monatlicher Beitrag (30 Jahre, Bürojob, 1.500 € BU-Rente) |
40–60 € pro Monat | 60–80 € pro Monat | 80–120 € pro Monat | Die Beiträge variieren stark nach Alter, Beruf, Gesundheitszustand und gewünschter Rentenhöhe. Risikoreiche Berufe (Handwerk, Pflege) zahlen deutlich mehr als Büroangestellte. Je jünger Du beim Abschluss bist, desto günstiger der Beitrag. |
| Unsere Einschätzung | ||||
| Empfehlung | NICHT empfehlenswert: Die abstrakte Verweisung macht diesen Tarif praktisch wertlos. Spare lieber länger und schließe einen besseren Tarif ab. | Beste Wahl für die meisten: Alle essentiellen Leistungen zu vertretbarem Preis. Die 20-30 € Mehrkosten pro Monat sind absolut gerechtfertigt für deutlich besseren Schutz. | Sinnvoll für höhere Einkommen und alle, die maximale Flexibilität (höhere Nachversicherung) und starken Inflationsschutz (5% Dynamik) wünschen. Aber: Der „Empfohlen“-Tarif reicht für die meisten aus. | Wichtig: Bei der BU niemals am falschen Ende sparen! Die Mehrkosten für gute Bedingungen zahlen sich im Leistungsfall millionenfach aus. Lieber eine kleinere Rente mit guten Bedingungen als eine hohe Rente mit schlechten Klauseln. |
| Weitere wichtige Kriterien & Hinweise | ||||
|
Weitere Leistungen, auf die Du achten solltest: Verzicht auf konkrete Verweisung: Muss enthalten sein! Die Versicherung darf Dich nicht auf einen anderen konkreten Beruf verweisen 50%-Klausel: BU liegt vor, wenn Du Deinen zuletzt ausgeübten Beruf zu mindestens 50% nicht mehr ausüben kannst Prognosezeitraum: Voraussichtliche Dauer der BU sollte mindestens 6 Monate betragen (nicht 3 Jahre!) Weltweiter Schutz: Gilt auch bei Auslandsaufenthalten Umorganisation des Betriebs: Versicherung darf Dir nicht zumuten, Deinen Betrieb umzuorganisieren Infektionsklausel: Schutz bei behördlichem Berufsverbot (z.B. für Ärzte, Lehrer, Köche) Wie hoch sollte die BU-Rente sein? Faustregel: 60-80% Deines aktuellen Nettoeinkommens. Berücksichtige, dass im BU-Fall viele Kosten wegfallen (Fahrtkosten, Arbeitskleidung), aber neue hinzukommen können (Pflege, Umbau). Bei 3.000 € netto solltest Du mindestens 1.800-2.400 € BU-Rente absichern. Bis wann sollte die BU laufen? Optimal: Bis zur gesetzlichen Rente (67 Jahre). Mindestens bis 60 oder 63 Jahre. Je länger die Laufzeit, desto höher der Beitrag, aber desto besser der Schutz. Wichtiger Hinweis zur Gesundheitsprüfung: Die Gesundheitsfragen müssen vollständig und wahrheitsgemäß beantwortet werden! Auch „kleine“ Vorerkrankungen oder Arztbesuche angeben. Bei falschen Angaben kann die Versicherung später die Leistung verweigern. Im Zweifel: Jeden Arztbesuch der letzten 5-10 Jahre angeben. Tipp: Schließe die BU so früh wie möglich ab! Je jünger und gesünder Du bist, desto günstiger der Beitrag und desto besser die Annahmechancen. Ein 25-Jähriger zahlt oft nur die Hälfte eines 35-Jährigen für die gleiche Leistung. |
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Hausratversicherung – Vergleichskriterien
| Kriterium | Mindeststandard | Empfohlen | Premium | Warum wichtig? |
|---|---|---|---|---|
| Versicherungssumme & Grundabsicherung | ||||
| Versicherungssumme | 650 €/m² Wohnfläche | 700 €/m² Wohnfläche | 750 €/m² Wohnfläche | Die Pauschale pro Quadratmeter sollte den Wert Deines Hausrats realistisch abdecken. Bei 70 m² und 700 €/m² entspricht das 49.000 € Versicherungssumme. Zu niedrige Ansätze führen zur Unterversicherung – dann kürzt die Versicherung im Schadensfall anteilig. |
| Unterversicherungsverzicht | Nein | Ja | Ja | Sehr wichtig! Mit Unterversicherungsverzicht verzichtet die Versicherung auf Prüfung, ob die Versicherungssumme ausreicht. Ohne diese Klausel kann die Versicherung bei zu niedriger Summe die Leistung kürzen. Beispiel: Bei 20% Unterversicherung zahlt sie nur 80% des Schadens. |
| Neuwertentschädigung | Ja | Ja | Ja | Standard bei allen modernen Hausratversicherungen. Du erhältst den Neuwert (Wiederbeschaffungspreis) ersetzt, nicht nur den Zeitwert. Bei einem 5 Jahre alten Fernseher bekommst Du den Preis für ein gleichwertiges neues Gerät. |
| Fahrrad & Wertsachen | ||||
| Fahrraddiebstahl | Nur aus verschlossenen Räumen | 24h-Schutz, bis 2.000 € | 24h-Schutz, bis 5.000 € | Basis-Tarife erstatten Fahrraddiebstahl nur aus der Wohnung/Keller. Für E-Bikes (oft 2.000-4.000 €) und hochwertige Fahrräder ist 24-Stunden-Schutz außerhalb der Wohnung essentiell. Wichtig: Fahrrad muss mit anerkanntem Schloss (z.B. VdS-geprüft) gesichert sein. |
| Elementarschäden & Naturgefahren | ||||
|
Elementarschäden (Hochwasser, Starkregen, Schneedruck, Erdbeben, Erdrutsch) |
Nicht enthalten | Optional zubuchbar | Inklusive | Elementarschäden durch Naturgefahren sind in der Basis-Hausrat nicht enthalten. Bei Starkregen oder Hochwasser können Schäden von 10.000-50.000 € entstehen. Wichtig: Elementarschutz kostet meist nur 10-30 € extra pro Jahr und ist in vielen Regionen Deutschlands sinnvoll – nicht nur in klassischen Hochwassergebieten! |
| Weitere Leistungen | ||||
| Glasbruch | Nicht enthalten | Inklusive | Inklusive | Ersetzt Schäden an Glasscheiben, Ceranfeldern, Glasmöbeln, Aquarien und Spiegel. Austausch großer Fensterscheiben oder Glastüren kann schnell 1.000-3.000 € kosten. Meist nur 5-15 € Mehrkosten pro Jahr. |
| Überspannungsschäden | Nur bei direktem Blitzeinschlag | Auch ohne direkten Einschlag | Auch ohne direkten Einschlag | Überspannungsschäden an Elektronik (TV, PC, Haushaltsgeräte) entstehen häufig auch ohne direkten Blitzeinschlag ins Haus – etwa bei Einschlag in der Nachbarschaft. Moderne Haushalte haben oft 20.000-40.000 € Elektronik. Ohne diese Erweiterung zahlt die Versicherung nur bei nachweisbarem Direkteinschlag. |
| Beiträge & Kosten | ||||
|
Jahresbeitrag (Beispiel: 70 m² Wohnung) |
60–90 € pro Jahr | 90–130 € pro Jahr | 130–180 € pro Jahr | Die Beiträge variieren nach Wohnfläche, Region, Selbstbeteiligung und gewählten Zusatzleistungen. Faktoren: Postleitzahl (Schadensstatistik), Wohnlage (EG erhöht Einbruchrisiko), Sicherheitsvorkehrungen (Alarm, Fenstersicherung). |
| Unsere Einschätzung | ||||
| Empfehlung | Nur ausreichend für Mieter mit sehr geringem Hausrat und ohne wertvolle Gegenstände. Das Fehlen von Unterversicherungsverzicht ist problematisch. | Beste Wahl für die meisten: Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis mit allen wichtigen Leistungen. Elementarschutz sollte bei Bedarf hinzugebucht werden (10-30 € extra). | Sinnvoll für Haushalte mit hochwertigem Hausrat (Designer-Möbel, teure Elektronik), teure E-Bikes/Fahrräder über 2.000 € oder in Elementarschaden-Risikogebieten. Aber: Für die meisten reicht „Empfohlen“ + Elementar-Zusatz. | Tipp: Achte auf ausreichende Deckung bei Fahrrädern und wähle bei Bedarf Elementarschutz dazu. Die 20-40 € Mehrkosten pro Jahr für den „Empfohlen“-Tarif sind gut investiert. |
| Weitere wichtige Kriterien & Hinweise | ||||
|
Weitere Leistungen, auf die Du achten solltest: Grobe Fahrlässigkeit: Verzicht auf Leistungskürzung bei groben Fehlern (z.B. Herd angelassen, Fenster offen gelassen) Hotelkosten: Übernahme bei unbewohnbarer Wohnung nach Schaden (z.B. nach Brand) Bewegliche Sachen außer Haus: Laptop, Kamera, Kleidung auch außerhalb der Wohnung versichert Wertsachen-Klausel: Achte auf ausreichende Entschädigung für Bargeld, Schmuck, Wertpapiere (meist 20% der Versicherungssumme) Einbruchdiebstahl aus KFZ: Diebstahl von Hausrat aus verschlossenem Auto sollte mitversichert sein Vandalismus nach Einbruch: Nicht nur gestohlene Gegenstände, auch mutwillige Zerstörung wird ersetzt Selbstbeteiligung – Ja oder Nein? Eine Selbstbeteiligung (meist 150-500 €) senkt den Jahresbeitrag um 15-30%. Lohnt sich, wenn Du finanziell kleinere Schäden selbst tragen kannst und die Versicherung nur für große Schäden (Brand, Einbruch) brauchst. Nachteil: Bei jedem Schaden zahlst Du aus eigener Tasche. Wann brauche ich überhaupt eine Hausratversicherung? Faustregel: Wenn Du den Gesamtwert Deines Hausrats nicht aus eigenen Mitteln ersetzen könntest. Schätze realistisch: Möbel + Elektronik + Kleidung + Geschirr + Bücher + Fahrräder etc. Die meisten Haushalte kommen auf 30.000-70.000 €. Nach einem Totalschaden (z.B. Brand) müsstest Du alles neu kaufen – das übersteigt die finanziellen Möglichkeiten der meisten Menschen. Was ist nicht versichert? • Schäden durch Verschleiß oder Abnutzung • Vorsätzlich herbeigeführte Schäden • Schäden durch Krieg, innere Unruhen, Kernenergie • Bargeld über festgelegtem Limit (meist 1.000-2.000 €) • Gebäudeschäden (dafür ist die Wohngebäudeversicherung zuständig) Tipp zur Versicherungssumme: Gehe einmal durch Deine Wohnung und schätze grob: Was würde es kosten, alles neu zu kaufen? Apps wie „Mein Hausrat“ helfen bei der Bestandsaufnahme. Fotografiere wertvolle Gegenstände und bewahre Kaufbelege auf – das erleichtert die Schadensregulierung erheblich. |
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Transparenz & Methodik
Wie ist dieser Ratgeber entstanden? Dieser Versicherungsvergleich basiert auf objektiver Recherche und Kriterien-Analyse. Wir geben keine Produktempfehlungen, sondern zeigen Dir, worauf Du beim Vergleich achten solltest.
Quellen: Versicherungsbedingungen (AVB) führender Anbieter, Verbraucherzentrale-Empfehlungen, Stiftung Warentest-Studien, BaFin-Statistiken, Branchenstandards (GDV).
Aktualität: Stand Januar 2026. Regelmäßige Updates bei Änderungen von Gesetzen, Tarifen und Marktstandards. Keine Gewähr auf Vollständigkeit und Richtigkeit.
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Unabhängigkeit: Wir arbeiten mit verschiedenen Versicherungsanbietern und Vergleichsportalen zusammen. Unsere Inhalte sind davon unabhängig und orientieren sich ausschließlich an objektiven Kriterien.
Hinweis: Dieser Ratgeber ersetzt keine individuelle Finanzberatung. Bei komplexen Fragen (z. B. BU, PKV) empfehlen wir die Konsultation eines unabhängigen Versicherungsberaters.

Du brauchst Hilfe?
Wir sind da und helfen wir weiter. Vielleicht findest du deine Frage direkt unter unseren FAQ:
Welche Versicherungen sind Pflicht?
Gesetzlich verpflichtend: Krankenversicherung (GKV oder PKV), KFZ-Haftpflicht (bei Fahrzeugbesitz), Berufshaftpflicht (je nach Beruf: Ärzte, Anwälte, Steuerberater, Architekten). Faktisch verpflichtend: Wohngebäudeversicherung (bei Baufinanzierung fordert Bank diese).
Lohnt sich eine Selbstbeteiligung?
Ja, wenn: Du die SB-Höhe problemlos selbst tragen kannst, Du selten Schäden meldest, die Beitragsersparnis signifikant ist (mind. 20 %). Nein, wenn: Es um existenzielle Versicherungen geht (Haftpflicht) oder Du kein finanzielles Polster hast.
Was ist der Unterschied zwischen Zeitwert und Neuwert?
Zeitwert: Aktueller Wert unter Berücksichtigung von Alter und Abnutzung. Neuwert: Wiederbeschaffungswert eines gleichwertigen neuen Gegenstands. Beispiel: 5 Jahre alter Fernseher (Neupreis 1.000 €) – Zeitwert: 300 €, Neuwert: 1.000 €. Tipp: Bei Hausrat immer „Neuwertentschädigung“ wählen.
Was bedeutet „abstrakte Verweisung“ bei der BU?
Definition: Versicherer kann Dich auf einen anderen „zumutbaren“ Beruf verweisen, den Du theoretisch noch ausüben könntest. Beispiel: Handwerker mit Rückenproblemen wird als berufsunfähig eingestuft, könnte aber theoretisch als Pförtner arbeiten → Versicherer zahlt nicht. Wichtig: Moderne BU-Tarife verzichten auf abstrakte Verweisung.
Was sind Elementarschäden?
Definition: Naturereignisse, die nicht durch Standard-Versicherungen abgedeckt sind. Umfasst: Hochwasser, Überschwemmung, Starkregen, Rückstau, Erdbeben, Schneedruck, Lawinen, Erdsenkung, Erdrutsch. Wichtig: Muss extra versichert werden (Hausrat/Wohngebäude).
Wie viel sollte die Deckungssumme bei der Privathaftpflicht sein?
Empfehlung: Mindestens 10 Mio. € pauschal, besser 50 Mio. € pauschal. Warum? Ein schwerer Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten kann Forderungen von 5+ Mio. € verursachen. Preisunterschied: Nur 2-5 € mehr pro Jahr für höhere Deckung.
Lohnt sich eine Rechtsschutzversicherung?
Ja, wenn: Du Autofahrer bist (Verkehrsrechtsschutz), Arbeitnehmer bist (Arbeitsrechtsschutz), Mieter oder Vermieter bist (Mietrechtsschutz). Nein, wenn: Du selten Rechtsstreitigkeiten hast und Kosten selbst tragen kannst. Kosten vs. Nutzen: Jahresbeitrag 200-300 €, ein Gerichtsverfahren kann 2.000-10.000 € kosten.
Was ist der Unterschied zwischen BU und EU?
BU (Berufsunfähigkeit): Du kannst DEINEN konkreten Beruf nicht mehr ausüben. EU (Erwerbsunfähigkeit): Du kannst GAR KEINEN Beruf mehr ausüben (>= 3h/Tag). Wichtig: BU ist deutlich besser, aber teurer. EU greift nur bei sehr schweren Erkrankungen.
Kann ich meine Versicherung nach einem Schaden wechseln?
Ja: Sonderkündigungsrecht nach Schadensfall (30 Tage ab Regulierung). Gilt für beide Seiten (Du + Versicherer). Aber: Neuer Versicherer fragt nach Vorschäden → evtl. höhere Beiträge oder Ablehnung.
Lohnt sich eine Unfallversicherung zusätzlich zur BU?
Meist nein: BU deckt alle Ursachen ab (Krankheit, Unfall). Unfallversicherung zahlt nur bei Unfällen (15 % der BU-Fälle). Ausnahmen: BU nicht möglich (Vorerkrankungen), Kinder (BU für Kinder meist nicht sinnvoll), risikoreiches Hobby (Extremsport).