Versicherung vergleichen


Nur 5 Versicherungen sind existenziell: Privathaftpflicht, Krankenversicherung, Berufsunfähigkeit und KFZ-Haftpflicht (bei Autobesitz), Reiseversicherungen

Nicht die günstigste Police ist die beste: Entscheidend sind Deckungssummen, Leistungsumfang und Versicherungsbedingungen

Lebenssituation bestimmt Bedarf: Welche Versicherungen Du brauchst, hängt von Beruf, Familienstand, Wohnsituation und Gesundheit ab

Lebenssituation bestimmt Bedarf: Welche Versicherungen Du brauchst, hängt von Beruf, Familienstand, Wohnsituation und Gesundheit ab


Welche Versicherung passt zu Dir?

Priorität: Existenzielle Risiken absichern

  • Hausratversicherung
  • Privathaftpflicht
  • Krankenversicherung
  • Berufsunfähigkeit

Als Berufseinsteiger solltest Du existenzielle Risiken durch Hausratversicherung, Privathaftpflicht, Krankenversicherung und vor allem eine Berufsunfähigkeitsversicherung absichern, um Dein zukünftiges Einkommen zu schützen.

Priorität: Familie und Einkommen absichern

  • Privathaftpflicht (Familientarif)
  • Berufsunfähigkeit (beide Partner)
  • Risikolebensversicherung
  • Hausratversicherung

Junge Familien sollten Priorität auf die finanzielle Absicherung von Familie und Einkommen legen – dazu gehören eine Privathaftpflicht mit Familientarif, Berufsunfähigkeitsversicherung für beide Partner, eine Risikolebensversicherung und eine Hausratversicherung.


Priorität: Einkommensausfall absichern

  • Privathaftpflicht (Familientarif)
  •  Berufsunfähigkeit (beide Partner)
  • Risikolebensversicherung
  •  Hausratversicherung

Selbstständige und Freiberufler müssen sich gegen Einkommensausfall absichern, weshalb Privathaftpflicht (Familientarif), Berufsunfähigkeitsversicherung für beide Partner, Risikolebensversicherung und Hausratversicherung unverzichtbar sind.

Priorität: Gesetzliche Pflichten + Ergänzungen

  • KFZ-Haftpflicht (Pflicht)
  • Teilkasko
  • Verkehrsrechtsschutz
  • Vollkasko (bei Neuwagen)

Autobesitzer müssen gesetzliche Pflichten erfüllen und sollten darüber hinaus auf umfassenden Schutz setzen – die KFZ-Haftpflicht ist Pflicht, während Teilkasko, Verkehrsrechtsschutz und Vollkasko (besonders bei Neuwagen) sinnvolle Ergänzungen darstellen.


Priorität: Immobilie und Eigentum schützen

  • Wohngebäudeversicherung
  • Privathaftpflicht mit Grundbesitz
  • Elementarschadenversicherung
  • Hausratversicherung

Immobilienbesitzer sollten ihr Eigentum und sich selbst umfassend schützen durch eine Wohngebäudeversicherung, Privathaftpflicht mit Grundbesitz-Zusatz, Elementarschadenversicherung gegen Naturgefahren und eine Hausratversicherung.

Priorität: Günstig die Basics absichern

  • Krankenversicherung (Pflicht)
  • Privathaftpflicht
  • Auslandsreisekrankenversicherung
  • Hausratversicherung

Sicherheitsbewusste Menschen setzen auf günstige Basis-Absicherung durch eine Krankenversicherung (Pflicht), Privathaftpflicht, Auslandsreisekrankenversicherung und Hausratversicherung – damit sind die wichtigsten Risiken kostengünstig abgedeckt.


Versicherungsübersicht – Welche brauchst Du?

Versicherung Wichtigkeit Für wen? Kosten/Jahr Wichtigste Kriterien
Unverzichtbare Basisversicherungen
Privathaftpflicht Unverzichtbar ALLE 50–120 € Deckung min. 10 Mio. €, Forderungsausfall, Schlüsselverlust
Krankenversicherung Unverzichtbar ALLE (Pflicht) GKV: 180–900 €/Monat
PKV: individuell
Leistungskatalog, Beitragsstabilität, Selbstbeteiligung
Berufsunfähigkeit Unverzichtbar Berufstätige 600–1.800 € Verzicht abstrakte Verweisung, Nachversicherungsgarantie, mind. 60% Nettoeinkommen
KFZ-Haftpflicht Unverzichtbar Autobesitzer (Pflicht) 300–1.200 € Deckung min. 100 Mio. €, SF-Klasse, Mallorca-Police
Wichtige Zusatzversicherungen
Risikolebensversicherung Wichtig Familien, Kreditnehmer 180–600 € Versicherungssumme (3–5 Jahresgehälter), konstante Beiträge, Nachversicherung
Hausratversicherung Wichtig Ab wertvollem Hausrat 60–180 € Versicherungssumme (min. 650 €/qm), Elementarschäden, Unterversicherungsverzicht
Wohngebäudeversicherung Wichtig Immobilieneigentümer 200–700 € Wert 1914, Elementarschäden, grobe Fahrlässigkeit mitversichert
Rechtsschutzversicherung Wichtig Autofahrer, Arbeitnehmer 150–400 € Bausteine (Verkehr, Privat, Beruf), Deckung unbegrenzt, kurze Wartezeit
Sinnvolle Ergänzungsversicherungen
Zahnzusatzversicherung Optional Gesetzlich Versicherte 180–600 € Erstattung min. 70%, keine Zahnstaffel, Implantate inkl., fehlende Zähne mitversichert
Unfallversicherung Optional Kinder, Risikosportler 100–400 € Invaliditätssumme (mind. 6-faches Jahreseinkommen), Progression mind. 225%, weltweiter Schutz
Auslandsreisekrankenversicherung Optional Reisende 10–40 € Medizinisch sinnvoller Rücktransport, weltweiter Schutz, keine Altersbegrenzung
KFZ-Kaskoversicherung Optional Neuwagen, Finanzierung 300–1.500 € Teilkasko vs. Vollkasko, Selbstbeteiligung (150/300 €), Wildschäden, Marderbiss
Legende & Priorisierung
Wichtigkeit:
Unverzichtbar = Existenzielle Risiken, die jeder in dieser Zielgruppe absichern sollte
Wichtig = Sehr wichtig für bestimmte Lebenssituationen
Optional = Sinnvolle Ergänzung je nach individueller Situation

Kostenangaben: Durchschnittswerte für Deutschland, individuelle Faktoren wie Alter, Gesundheit, Beruf und Region beeinflussen die tatsächlichen Kosten erheblich.

Wichtig: Diese Übersicht dient der Orientierung. Für eine individuelle Beratung solltest Du einen Versicherungsmakler oder -berater konsultieren.
Gesamtbewertung Top 8,1

American Express Platinum Card

Bargeldbezug: DE 4%, EU 4%, INT 4%
Sollzins p.a.: 0%
Jahresgebühr: 720 Euro
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Gesamtbewertung Top 7,7

American Express Gold Card aus Metall

Bargeldbezug: 4% (mind. 5 EUR)
Sollzins p.a.: 0%
Jahresgebühr: 240 EUR
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Gesamtbewertung Top 7,7

American Express Gold Card Rosé aus Metall

Bargeldbezug: DE 4%, EU 4%, INT 4%
Sollzins p.a.: 0%
Jahresgebühr: 240 Euro
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Vergleichskriterien: Darauf solltest Du achten

Ein sinnvoller Versicherungsvergleich geht weit über den Preis hinaus. Die Deckungssumme gibt an, bis zu welchem Betrag die Versicherung im Schadensfall zahlt. Bei existenziellen Versicherungen wie der Privathaftpflicht solltest Du immer die höchstmögliche Deckung wählen – der Preisunterschied ist minimal (oft nur 2-5 € mehr pro Jahr), aber ein schwerer Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten kann Forderungen von 5+ Millionen Euro verursachen. Eine zu niedrige Deckung lässt Dich auf den Restkosten sitzen.

Mindestens genauso wichtig ist der Leistungsumfang. Zwei scheinbar identische Tarife können sich massiv unterscheiden: Bei der Hausratversicherung beispielsweise kann ein Basis-Tarif Fahrraddiebstahl nur aus verschlossenen Räumen abdecken, während ein Premium-Tarif weltweiten 24-Stunden-Schutz bis 5.000 € bietet. Elementarschäden wie Hochwasser und Starkregen sind oft nicht automatisch enthalten, und auch bei Überspannungsschäden gibt es große Unterschiede – manche Tarife zahlen nur bei direktem Blitzeinschlag, andere auch ohne.

Die Versicherungsbedingungen (AVB) – das berühmte Kleingedruckte – entscheiden im Ernstfall über Leistung oder Ablehnung. 80 % der Versicherten lesen sie nie und erleben im Schadensfall böse Überraschungen. Besonders wichtig sind Obliegenheiten (Verhaltenspflichten wie „Fahrrad muss mit Schloss gesichert sein“), deren Verletzung zu Leistungskürzungen führt, sowie der Verzicht auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit. Dieser sollte bei guten Tarifen Standard sein und bedeutet, dass die Versicherung auch zahlt, wenn Du grob fahrlässig gehandelt hast – etwa die Herdplatte angelassen hast.

Bei der Beitragshöhe solltest Du nicht nur auf den Preis selbst, sondern auch auf die Zahlweise achten. Wer jährlich statt monatlich zahlt, spart bis zu 10 % im Jahr. Die automatische Beitragserhöhung (Dynamik) sorgt zwar für Inflationsausgleich und höhere Deckung, bedeutet aber auch jährliche Kostensteigerung von meist 3-5 %. Hier kannst Du Dein Widerspruchsrecht nutzen, wenn die Erhöhung zu hoch ausfällt.

Die Bonität und Schadensregulierung des Versicherers ist ein oft unterschätzter Faktor. Eine günstige Versicherung nützt nichts, wenn im Schadensfall nicht gezahlt wird. Achte auf Ratings von Standard & Poor’s oder Moody’s (AAA/Aaa = höchste Bonität) und prüfe die BaFin-Beschwerdestatistik. Eine hohe Beschwerdequote deutet auf viele unzufriedene Kunden hin. Auch die Schadensquote – also wie viel Prozent der Beiträge als Leistungen ausgezahlt werden – gibt Aufschluss: Bei Hausratversicherungen sind 60-70 % normal, bei Haftpflicht 40-50 %.

Die Vertragslaufzeit und Kündigungsfristen bestimmen Deine Flexibilität. Standard sind ein Jahr Laufzeit mit dreimonatiger Kündigungsfrist zum Jahresende (Kündigung bis 30.09., Vertragsende 31.12.). Vorsicht bei mehrjährigen Verträgen – diese binden Dich länger. Sonderkündigungsrechte bestehen nach Schadensfällen und Beitragserhöhungen (jeweils 30 Tage). Die Selbstbeteiligung kann Beiträge senken, lohnt sich aber nur, wenn Du den Betrag problemlos selbst tragen kannst und selten Schäden meldest. Bei existenziellen Versicherungen wie Haftpflicht oder BU solltest Du lieber ohne Selbstbeteiligung fahren.

Schließlich spielen auch besondere Klauseln und Zusatzoptionen eine Rolle. Bei der Privathaftpflicht sind Forderungsausfalldeckung (wenn der Schädiger selbst nicht zahlen kann), Schlüsselverlust für Betriebsschlüssel und die Mitversicherung deliktunfähiger Kinder wichtige Extras. Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung ist die Nachversicherungsgarantie essenziell – sie ermöglicht eine Erhöhung der Rente ohne neue Gesundheitsprüfung bei Ereignissen wie Heirat, Kindern oder Gehaltserhöhung. Wähle aber nur Optionen, die zu Deiner Situation passen – jede Erweiterung kostet extra.


Privathaftpflicht – Vergleichskriterien

Kriterium Mindeststandard Empfohlen Premium Warum wichtig?
Deckungssummen & Grundschutz
Deckungssumme 5 Mio. € pauschal 10 Mio. € pauschal 50 Mio. € pauschal Schwere Unfälle (z.B. Verkehrsunfall mit mehreren Schwerverletzten) können Millionenforderungen auslösen. 10 Mio. € sollten heute Standard sein.
Forderungsausfalldeckung Nein Ja Ja Schutz, wenn der Schädiger nicht versichert ist oder nicht zahlen kann. Du erhältst trotzdem Schadenersatz von Deiner eigenen Versicherung.
Familien- & Kinderschutz
Deliktunfähige Kinder Nein Ja (bis 50.000 €) Ja (unbegrenzt) Kinder unter 7 Jahren (im Straßenverkehr unter 10) haften rechtlich nicht selbst. Ohne diese Klausel bleiben Geschädigte auf ihrem Schaden sitzen – diese Klausel schützt das soziale Umfeld.
Schlüsselverlust
Schlüsselverlust Privat: Ja
Beruflich: Nein
Privat: Ja
Beruflich: bis 50.000 €
Privat: Ja
Beruflich: unbegrenzt
Der Verlust von Betriebsschlüsseln (z.B. Hauptschlüssel eines Bürogebäudes) kann durch Austausch aller Schließanlagen über 100.000 € kosten. Besonders wichtig für Arbeitnehmer mit Schlüsselgewalt.
Leistungsumfang & Besonderheiten
Grobe Fahrlässigkeit Leistungskürzung möglich Verzicht auf Leistungskürzung Verzicht auf Leistungskürzung Auch bei „dummen Fehlern“ (z.B. Kerze vergessen, beim Kochen eingeschlafen) erhältst Du vollen Versicherungsschutz ohne Kürzungen. Standard-Tarife kürzen hier oft um 30-50%.
Kosten & Preis-Leistung
Preis (Single) 35–50 € pro Jahr 50–70 € pro Jahr 70–120 € pro Jahr Die Mehrkosten von 15-30 € pro Jahr für besseren Schutz sind angesichts möglicher Millionenschäden sehr gering. Empfehlung: Mindestens den „Empfohlen“-Tarif wählen.
Unsere Einschätzung
Empfehlung Ausreichend nur für Singles ohne Kinder und ohne berufliche Schlüssel Beste Wahl für die meisten: Optimales Preis-Leistungs-Verhältnis mit allen wichtigen Leistungen Sinnvoll für Familien mit mehreren Kindern und Personen mit hoher beruflicher Verantwortung (z.B. Facility Manager, Hausmeister) Der „Empfohlen“-Tarif bietet für 10-20 € Mehrkosten pro Jahr deutlich besseren Schutz. Die Premium-Variante lohnt sich vor allem bei beruflichem Schlüsselrisiko.
Weitere wichtige Kriterien
Weitere Leistungen, auf die Du achten solltest:

Mietsachschäden: Schäden an gemieteten Wohnungen/Häusern sollten mitversichert sein
Gefälligkeitsschäden: Schäden beim Helfen (z.B. beim Umzug) sollten abgedeckt sein
Ehrenamtliche Tätigkeiten: Wichtig für Vereinsmitglieder und Übungsleiter
Gewässerschäden: Bis mindestens 50.000 € (z.B. auslaufendes Heizöl)
Weltweiter Schutz: Gilt auch bei Auslandsaufenthalten

Wichtig: Diese Tabelle dient der Orientierung. Vergleiche konkrete Tarife mit einem Versicherungsmakler oder nutze unabhängige Vergleichsrechner.

Versicherungen im Detail

1. Privathaftpflichtversicherung

Was ist das? Die Privathaftpflicht schützt Dich vor Schadensersatzansprüchen, die Du gegenüber Dritten verursachst – durch Fahrlässigkeit oder Unachtsamkeit.

Warum wichtig? Im deutschen Recht gilt: Wer einen Schaden verursacht, haftet unbegrenzt mit seinem gesamten Vermögen (§ 823 BGB). Ein schwerer Personenschaden kann Millionenforderungen auslösen.

Was wird abgedeckt?

  • Personenschäden (Verletzungen)
  • Sachschäden (fremdes Eigentum)
  • Vermögensschäden (finanzielle Verluste durch Fehler)

Wichtige Vergleichskriterien:

  • Deckungssumme: Mind. 10 Mio. €, besser 50 Mio. €
  • Deliktunfähige Kinder: Mitversichert
  • Forderungsausfalldeckung: Ja
  • Schlüsselverlust (fremde Schlüssel): Mind. 50.000 €
  • Verzicht auf Einwand grober Fahrlässigkeit: Ja

Kosten: 40-90 € pro Jahr (Singles), 60-120 € (Familien)

2. Berufsunfähigkeitsversicherung (BU)

Was ist das? Die BU zahlt eine monatliche Rente, wenn Du aus gesundheitlichen Gründen Deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst (mind. 50 % berufsunfähig für 6+ Monate).

Warum wichtig? Jeder 4. Deutsche wird vor Renteneintritt berufsunfähig. Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente beträgt oft nur 600-800 € – das reicht nicht zum Leben.

Wichtige Vergleichskriterien:

  • Verzicht auf abstrakte Verweisung (kein Zwang zu Berufswechsel)
  • Nachversicherungsgarantie (Erhöhung ohne neue Gesundheitsprüfung)
  • Dynamik (automatische Rentenerhöhung)
  • Rückwirkende Leistung ab 1. Tag der BU
  • Leistung ab 50 % Berufsunfähigkeit

Kosten: Stark abhängig von Alter, Beruf, Gesundheit. Beispiel: 30-jähriger Büroangestellter, 1.500 € Rente: 50-80 € monatlich

Wichtiger Tipp: Je jünger, desto günstiger. Gesundheitsfragen ehrlich beantworten (sonst Leistungsverweigerung)!

3. Hausratversicherung

Was ist das? Die Hausratversicherung schützt Dein bewegliches Eigentum in der Wohnung/im Haus vor Schäden durch Feuer, Einbruch, Leitungswasser, Sturm/Hagel.

Warum sinnvoll? Bei totalem Wohnungsverlust (Brand) kostet Neuanschaffung aller Möbel, Elektrogeräte, Kleidung schnell 20.000-50.000 €.

Was wird abgedeckt?

  • Feuer, Blitzschlag, Explosion
  • Einbruchdiebstahl
  • Leitungswasser (Rohrbruch)
  • Sturm/Hagel (ab Windstärke 8)
  • Optional: Elementarschäden, Fahrraddiebstahl, Glasbruch

Wichtige Vergleichskriterien:

  • Versicherungssumme: Richtig schätzen (Unterversicherung vermeiden!)
  • Unterversicherungsverzicht
  • Neuwertentschädigung (nicht Zeitwert)
  • Fahrraddiebstahl: 24h außer Haus, bis 5.000 €
  • Elementarschäden: Hochwasser, Starkregen, Schneedruck

Kosten: 60-150 € pro Jahr (je nach Wohnfläche und Deckung)

4. Wohngebäudeversicherung

Was ist das? Die Wohngebäudeversicherung schützt das Gebäude selbst (nicht den Inhalt) vor Schäden.

Warum wichtig? Als Eigentümer bist Du für Reparaturen verantwortlich. Ein Hausbrand kann Kosten von 200.000+ € verursachen.

Was wird abgedeckt?

  • Feuer, Blitzschlag
  • Leitungswasser
  • Sturm/Hagel
  • Optional: Elementarschäden

Kosten: 200-600 € pro Jahr (je nach Größe, Lage, Bauweise)

5. Krankenversicherung

Was ist das? Die Krankenversicherung übernimmt Kosten für medizinische Behandlungen. In Deutschland besteht Versicherungspflicht.

Arten:

  • Gesetzlich (GKV): Solidarprinzip, einkommensabhängiger Beitrag
  • Privat (PKV): Risikoabhängiger Beitrag, umfangreichere Leistungen

Wechsel GKV ↔ PKV: In PKV nur bei Einkommen > 69.300 € (2026) oder Selbstständigkeit. Zurück in GKV schwierig ab 55 Jahren.

Berufsunfähigkeit – Vergleichskriterien

Kriterium Mindeststandard Empfohlen Premium Warum wichtig?
Leistungsbedingungen – Die wichtigsten Klauseln
Abstrakte Verweisung Ja (schlechter) Verzicht Verzicht Kritischstes Kriterium! Mit abstrakter Verweisung kann die Versicherung Dich auf jeden theoretisch möglichen Beruf verweisen – auch wenn Du dort keine Stelle findest. Ohne Verzicht ist die Versicherung fast wertlos. Niemals eine BU ohne Verzicht abschließen!
Leistung bei psychischen Erkrankungen Oft begrenzt (3–5 Jahre) Unbegrenzt Unbegrenzt Psychische Erkrankungen (Burnout, Depression, Angststörungen) sind heute der häufigste Grund für Berufsunfähigkeit (über 30% aller Fälle). Eine zeitliche Begrenzung macht die Versicherung bei der häufigsten Ursache fast wertlos.
Rückwirkende Leistung Ab Antragstellung Ab 1. Tag der BU Ab 1. Tag der BU Zwischen Eintritt der Berufsunfähigkeit und Antragstellung vergehen oft Monate. Ohne Rückwirkung verlierst Du diese Monate an Leistung. Bei 1.500 € Rente können das schnell 9.000–15.000 € Verlust sein.
Flexibilität & Anpassungsmöglichkeiten
Nachversicherungsgarantie Nein Ja (bis 2.000 €/Monat) Ja (bis 3.000 €/Monat) Ermöglicht Erhöhung der BU-Rente bei Lebensereignissen (Heirat, Geburt, Gehaltserhöhung, Immobilienkauf) ohne erneute Gesundheitsprüfung. Unverzichtbar, da sich Dein Absicherungsbedarf im Laufe des Lebens ändert und Dein Gesundheitszustand sich verschlechtern kann.
Beitragsdynamik Keine 3% p.a. (empfohlen) 5% p.a. Beitrag und Leistung steigen jährlich um den vereinbarten Prozentsatz. Schützt vor Kaufkraftverlust durch Inflation. Bei 3% Dynamik und 1.500 € Rente steigt diese nach 20 Jahren auf ca. 2.700 € – ohne Dynamik wäre 1.500 € dann real nur noch ca. 900 € wert.
Beiträge & Kosten
Monatlicher Beitrag
(30 Jahre, Bürojob, 1.500 € BU-Rente)
40–60 € pro Monat 60–80 € pro Monat 80–120 € pro Monat Die Beiträge variieren stark nach Alter, Beruf, Gesundheitszustand und gewünschter Rentenhöhe. Risikoreiche Berufe (Handwerk, Pflege) zahlen deutlich mehr als Büroangestellte. Je jünger Du beim Abschluss bist, desto günstiger der Beitrag.
Unsere Einschätzung
Empfehlung NICHT empfehlenswert: Die abstrakte Verweisung macht diesen Tarif praktisch wertlos. Spare lieber länger und schließe einen besseren Tarif ab. Beste Wahl für die meisten: Alle essentiellen Leistungen zu vertretbarem Preis. Die 20-30 € Mehrkosten pro Monat sind absolut gerechtfertigt für deutlich besseren Schutz. Sinnvoll für höhere Einkommen und alle, die maximale Flexibilität (höhere Nachversicherung) und starken Inflationsschutz (5% Dynamik) wünschen. Aber: Der „Empfohlen“-Tarif reicht für die meisten aus. Wichtig: Bei der BU niemals am falschen Ende sparen! Die Mehrkosten für gute Bedingungen zahlen sich im Leistungsfall millionenfach aus. Lieber eine kleinere Rente mit guten Bedingungen als eine hohe Rente mit schlechten Klauseln.
Weitere wichtige Kriterien & Hinweise
Weitere Leistungen, auf die Du achten solltest:

Verzicht auf konkrete Verweisung: Muss enthalten sein! Die Versicherung darf Dich nicht auf einen anderen konkreten Beruf verweisen
50%-Klausel: BU liegt vor, wenn Du Deinen zuletzt ausgeübten Beruf zu mindestens 50% nicht mehr ausüben kannst
Prognosezeitraum: Voraussichtliche Dauer der BU sollte mindestens 6 Monate betragen (nicht 3 Jahre!)
Weltweiter Schutz: Gilt auch bei Auslandsaufenthalten
Umorganisation des Betriebs: Versicherung darf Dir nicht zumuten, Deinen Betrieb umzuorganisieren
Infektionsklausel: Schutz bei behördlichem Berufsverbot (z.B. für Ärzte, Lehrer, Köche)

Wie hoch sollte die BU-Rente sein?
Faustregel: 60-80% Deines aktuellen Nettoeinkommens. Berücksichtige, dass im BU-Fall viele Kosten wegfallen (Fahrtkosten, Arbeitskleidung), aber neue hinzukommen können (Pflege, Umbau). Bei 3.000 € netto solltest Du mindestens 1.800-2.400 € BU-Rente absichern.

Bis wann sollte die BU laufen?
Optimal: Bis zur gesetzlichen Rente (67 Jahre). Mindestens bis 60 oder 63 Jahre. Je länger die Laufzeit, desto höher der Beitrag, aber desto besser der Schutz.

Wichtiger Hinweis zur Gesundheitsprüfung:
Die Gesundheitsfragen müssen vollständig und wahrheitsgemäß beantwortet werden! Auch „kleine“ Vorerkrankungen oder Arztbesuche angeben. Bei falschen Angaben kann die Versicherung später die Leistung verweigern. Im Zweifel: Jeden Arztbesuch der letzten 5-10 Jahre angeben.

Tipp: Schließe die BU so früh wie möglich ab! Je jünger und gesünder Du bist, desto günstiger der Beitrag und desto besser die Annahmechancen. Ein 25-Jähriger zahlt oft nur die Hälfte eines 35-Jährigen für die gleiche Leistung.

Hausratversicherung – Vergleichskriterien

Kriterium Mindeststandard Empfohlen Premium Warum wichtig?
Versicherungssumme & Grundabsicherung
Versicherungssumme 650 €/m² Wohnfläche 700 €/m² Wohnfläche 750 €/m² Wohnfläche Die Pauschale pro Quadratmeter sollte den Wert Deines Hausrats realistisch abdecken. Bei 70 m² und 700 €/m² entspricht das 49.000 € Versicherungssumme. Zu niedrige Ansätze führen zur Unterversicherung – dann kürzt die Versicherung im Schadensfall anteilig.
Unterversicherungsverzicht Nein Ja Ja Sehr wichtig! Mit Unterversicherungsverzicht verzichtet die Versicherung auf Prüfung, ob die Versicherungssumme ausreicht. Ohne diese Klausel kann die Versicherung bei zu niedriger Summe die Leistung kürzen. Beispiel: Bei 20% Unterversicherung zahlt sie nur 80% des Schadens.
Neuwertentschädigung Ja Ja Ja Standard bei allen modernen Hausratversicherungen. Du erhältst den Neuwert (Wiederbeschaffungspreis) ersetzt, nicht nur den Zeitwert. Bei einem 5 Jahre alten Fernseher bekommst Du den Preis für ein gleichwertiges neues Gerät.
Fahrrad & Wertsachen
Fahrraddiebstahl Nur aus verschlossenen Räumen 24h-Schutz, bis 2.000 € 24h-Schutz, bis 5.000 € Basis-Tarife erstatten Fahrraddiebstahl nur aus der Wohnung/Keller. Für E-Bikes (oft 2.000-4.000 €) und hochwertige Fahrräder ist 24-Stunden-Schutz außerhalb der Wohnung essentiell. Wichtig: Fahrrad muss mit anerkanntem Schloss (z.B. VdS-geprüft) gesichert sein.
Elementarschäden & Naturgefahren
Elementarschäden
(Hochwasser, Starkregen, Schneedruck, Erdbeben, Erdrutsch)
Nicht enthalten Optional zubuchbar Inklusive Elementarschäden durch Naturgefahren sind in der Basis-Hausrat nicht enthalten. Bei Starkregen oder Hochwasser können Schäden von 10.000-50.000 € entstehen. Wichtig: Elementarschutz kostet meist nur 10-30 € extra pro Jahr und ist in vielen Regionen Deutschlands sinnvoll – nicht nur in klassischen Hochwassergebieten!
Weitere Leistungen
Glasbruch Nicht enthalten Inklusive Inklusive Ersetzt Schäden an Glasscheiben, Ceranfeldern, Glasmöbeln, Aquarien und Spiegel. Austausch großer Fensterscheiben oder Glastüren kann schnell 1.000-3.000 € kosten. Meist nur 5-15 € Mehrkosten pro Jahr.
Überspannungsschäden Nur bei direktem Blitzeinschlag Auch ohne direkten Einschlag Auch ohne direkten Einschlag Überspannungsschäden an Elektronik (TV, PC, Haushaltsgeräte) entstehen häufig auch ohne direkten Blitzeinschlag ins Haus – etwa bei Einschlag in der Nachbarschaft. Moderne Haushalte haben oft 20.000-40.000 € Elektronik. Ohne diese Erweiterung zahlt die Versicherung nur bei nachweisbarem Direkteinschlag.
Beiträge & Kosten
Jahresbeitrag
(Beispiel: 70 m² Wohnung)
60–90 € pro Jahr 90–130 € pro Jahr 130–180 € pro Jahr Die Beiträge variieren nach Wohnfläche, Region, Selbstbeteiligung und gewählten Zusatzleistungen. Faktoren: Postleitzahl (Schadensstatistik), Wohnlage (EG erhöht Einbruchrisiko), Sicherheitsvorkehrungen (Alarm, Fenstersicherung).
Unsere Einschätzung
Empfehlung Nur ausreichend für Mieter mit sehr geringem Hausrat und ohne wertvolle Gegenstände. Das Fehlen von Unterversicherungsverzicht ist problematisch. Beste Wahl für die meisten: Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis mit allen wichtigen Leistungen. Elementarschutz sollte bei Bedarf hinzugebucht werden (10-30 € extra). Sinnvoll für Haushalte mit hochwertigem Hausrat (Designer-Möbel, teure Elektronik), teure E-Bikes/Fahrräder über 2.000 € oder in Elementarschaden-Risikogebieten. Aber: Für die meisten reicht „Empfohlen“ + Elementar-Zusatz. Tipp: Achte auf ausreichende Deckung bei Fahrrädern und wähle bei Bedarf Elementarschutz dazu. Die 20-40 € Mehrkosten pro Jahr für den „Empfohlen“-Tarif sind gut investiert.
Weitere wichtige Kriterien & Hinweise
Weitere Leistungen, auf die Du achten solltest:

Grobe Fahrlässigkeit: Verzicht auf Leistungskürzung bei groben Fehlern (z.B. Herd angelassen, Fenster offen gelassen)
Hotelkosten: Übernahme bei unbewohnbarer Wohnung nach Schaden (z.B. nach Brand)
Bewegliche Sachen außer Haus: Laptop, Kamera, Kleidung auch außerhalb der Wohnung versichert
Wertsachen-Klausel: Achte auf ausreichende Entschädigung für Bargeld, Schmuck, Wertpapiere (meist 20% der Versicherungssumme)
Einbruchdiebstahl aus KFZ: Diebstahl von Hausrat aus verschlossenem Auto sollte mitversichert sein
Vandalismus nach Einbruch: Nicht nur gestohlene Gegenstände, auch mutwillige Zerstörung wird ersetzt

Selbstbeteiligung – Ja oder Nein?
Eine Selbstbeteiligung (meist 150-500 €) senkt den Jahresbeitrag um 15-30%. Lohnt sich, wenn Du finanziell kleinere Schäden selbst tragen kannst und die Versicherung nur für große Schäden (Brand, Einbruch) brauchst. Nachteil: Bei jedem Schaden zahlst Du aus eigener Tasche.

Wann brauche ich überhaupt eine Hausratversicherung?
Faustregel: Wenn Du den Gesamtwert Deines Hausrats nicht aus eigenen Mitteln ersetzen könntest. Schätze realistisch: Möbel + Elektronik + Kleidung + Geschirr + Bücher + Fahrräder etc. Die meisten Haushalte kommen auf 30.000-70.000 €. Nach einem Totalschaden (z.B. Brand) müsstest Du alles neu kaufen – das übersteigt die finanziellen Möglichkeiten der meisten Menschen.

Was ist nicht versichert?
• Schäden durch Verschleiß oder Abnutzung
• Vorsätzlich herbeigeführte Schäden
• Schäden durch Krieg, innere Unruhen, Kernenergie
• Bargeld über festgelegtem Limit (meist 1.000-2.000 €)
• Gebäudeschäden (dafür ist die Wohngebäudeversicherung zuständig)

Tipp zur Versicherungssumme:
Gehe einmal durch Deine Wohnung und schätze grob: Was würde es kosten, alles neu zu kaufen? Apps wie „Mein Hausrat“ helfen bei der Bestandsaufnahme. Fotografiere wertvolle Gegenstände und bewahre Kaufbelege auf – das erleichtert die Schadensregulierung erheblich.

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Transparenz & Methodik

Wie ist dieser Ratgeber entstanden? Dieser Versicherungsvergleich basiert auf objektiver Recherche und Kriterien-Analyse. Wir geben keine Produktempfehlungen, sondern zeigen Dir, worauf Du beim Vergleich achten solltest.

Quellen: Versicherungsbedingungen (AVB) führender Anbieter, Verbraucherzentrale-Empfehlungen, Stiftung Warentest-Studien, BaFin-Statistiken, Branchenstandards (GDV).

Aktualität: Stand Januar 2026. Regelmäßige Updates bei Änderungen von Gesetzen, Tarifen und Marktstandards. Keine Gewähr auf Vollständigkeit und Richtigkeit.

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Unabhängigkeit: Wir arbeiten mit verschiedenen Versicherungsanbietern und Vergleichsportalen zusammen. Unsere Inhalte sind davon unabhängig und orientieren sich ausschließlich an objektiven Kriterien.

Hinweis: Dieser Ratgeber ersetzt keine individuelle Finanzberatung. Bei komplexen Fragen (z. B. BU, PKV) empfehlen wir die Konsultation eines unabhängigen Versicherungsberaters.


Du brauchst Hilfe?

Wir sind da und helfen wir weiter. Vielleicht findest du deine Frage direkt unter unseren FAQ:

Welche Versicherungen sind Pflicht?

Gesetzlich verpflichtend: Krankenversicherung (GKV oder PKV), KFZ-Haftpflicht (bei Fahrzeugbesitz), Berufshaftpflicht (je nach Beruf: Ärzte, Anwälte, Steuerberater, Architekten). Faktisch verpflichtend: Wohngebäudeversicherung (bei Baufinanzierung fordert Bank diese).

Lohnt sich eine Selbstbeteiligung?

Ja, wenn: Du die SB-Höhe problemlos selbst tragen kannst, Du selten Schäden meldest, die Beitragsersparnis signifikant ist (mind. 20 %). Nein, wenn: Es um existenzielle Versicherungen geht (Haftpflicht) oder Du kein finanzielles Polster hast.

Was ist der Unterschied zwischen Zeitwert und Neuwert?

Zeitwert: Aktueller Wert unter Berücksichtigung von Alter und Abnutzung. Neuwert: Wiederbeschaffungswert eines gleichwertigen neuen Gegenstands. Beispiel: 5 Jahre alter Fernseher (Neupreis 1.000 €) – Zeitwert: 300 €, Neuwert: 1.000 €. Tipp: Bei Hausrat immer „Neuwertentschädigung“ wählen.

Was bedeutet „abstrakte Verweisung“ bei der BU?

Definition: Versicherer kann Dich auf einen anderen „zumutbaren“ Beruf verweisen, den Du theoretisch noch ausüben könntest. Beispiel: Handwerker mit Rückenproblemen wird als berufsunfähig eingestuft, könnte aber theoretisch als Pförtner arbeiten → Versicherer zahlt nicht. Wichtig: Moderne BU-Tarife verzichten auf abstrakte Verweisung.

Was sind Elementarschäden?

Definition: Naturereignisse, die nicht durch Standard-Versicherungen abgedeckt sind. Umfasst: Hochwasser, Überschwemmung, Starkregen, Rückstau, Erdbeben, Schneedruck, Lawinen, Erdsenkung, Erdrutsch. Wichtig: Muss extra versichert werden (Hausrat/Wohngebäude).

Wie viel sollte die Deckungssumme bei der Privathaftpflicht sein?

Empfehlung: Mindestens 10 Mio. € pauschal, besser 50 Mio. € pauschal. Warum? Ein schwerer Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten kann Forderungen von 5+ Mio. € verursachen. Preisunterschied: Nur 2-5 € mehr pro Jahr für höhere Deckung.

Lohnt sich eine Rechtsschutzversicherung?

Ja, wenn: Du Autofahrer bist (Verkehrsrechtsschutz), Arbeitnehmer bist (Arbeitsrechtsschutz), Mieter oder Vermieter bist (Mietrechtsschutz). Nein, wenn: Du selten Rechtsstreitigkeiten hast und Kosten selbst tragen kannst. Kosten vs. Nutzen: Jahresbeitrag 200-300 €, ein Gerichtsverfahren kann 2.000-10.000 € kosten.

Was ist der Unterschied zwischen BU und EU?

BU (Berufsunfähigkeit): Du kannst DEINEN konkreten Beruf nicht mehr ausüben. EU (Erwerbsunfähigkeit): Du kannst GAR KEINEN Beruf mehr ausüben (>= 3h/Tag). Wichtig: BU ist deutlich besser, aber teurer. EU greift nur bei sehr schweren Erkrankungen.

Kann ich meine Versicherung nach einem Schaden wechseln?

Ja: Sonderkündigungsrecht nach Schadensfall (30 Tage ab Regulierung). Gilt für beide Seiten (Du + Versicherer). Aber: Neuer Versicherer fragt nach Vorschäden → evtl. höhere Beiträge oder Ablehnung.

Lohnt sich eine Unfallversicherung zusätzlich zur BU?

Meist nein: BU deckt alle Ursachen ab (Krankheit, Unfall). Unfallversicherung zahlt nur bei Unfällen (15 % der BU-Fälle). Ausnahmen: BU nicht möglich (Vorerkrankungen), Kinder (BU für Kinder meist nicht sinnvoll), risikoreiches Hobby (Extremsport).