Das Wichtigste in Kürze
- Definition und Kennzahlen: Erfahre, was EUR/USD bedeutet, wie die EZB den Referenzkurs ermittelt und wo der Kurs aktuell steht.
- Entwicklung seit 1999: Vergleiche die Veränderung des Euro Jahr für Jahr: von +20,4 % im Jahr 2003 bis −13,4 % im Jahr 2005.
- Kurse Jahr für Jahr: Sieh Jahreshoch, Jahrestief und Jahresschluss des Euro in US-Dollar für jedes Jahr seit 1999.
- Geschichte und Meilensteine: Entdecke die Wendepunkte vom Start bei 1,1789 Dollar über das Rekordhoch 2008 bis heute.
- Parität im Jahr 2022: Erfahre, warum der Euro 2022 an 47 Handelstagen weniger als einen Dollar wert war.
- Die größten Euro-Verluste: Vergleiche sechs Schwächephasen des Euro mit Verlusten zwischen 18,8 % und 30,0 %.
- Was den Kurs bewegt: Verstehe Zinsabstand zwischen EZB und Fed, Kaufkraft, Risikostimmung und Handelsströme anhand amtlicher Daten.
- Dollar in Euro umrechnen: Rechne Euro und Dollar mit dem EZB-Referenzkurs um und nutze die Tabelle für 1 bis 1.000 Euro.
- Was der Kurs bedeutet: Finde heraus, wie der Wechselkurs US-ETFs, Kartenzahlungen in Dollar und deine USA-Reise verteuert oder verbilligt.
- Wege in den Dollar: Überblick über Dollar-Konto, ungesicherte und währungsgesicherte ETFs, Devisenhandel und CFDs.
- Steuern auf Währungsgewinne: Erfahre, wann Währungsgewinne unter die Abgeltungsteuer fallen und wann die Jahresfrist nach § 23 EStG gilt.
- Risiken im Überblick: Verstehe Wechselkurs-, Zins- und Absicherungsrisiken, bevor du Geld in Dollar anlegst.
- Quellen und Methodik: Überblick über die amtlichen Datenquellen, den Datenstand und wie Finalarm die Kennzahlen berechnet.
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Was ist der Euro-Dollar-Kurs?
Der Euro-Dollar-Kurs gibt an, wie viele US-Dollar du für einen Euro bekommst. Am 2. Oktober 2026 lag der Referenzkurs der Europäischen Zentralbank (EZB) bei 1,1225 US-Dollar je Euro. Umgekehrt war ein US-Dollar damit 0,8909 Euro wert. Im Devisenhandel heißt das Währungspaar EUR/USD: Der Euro ist die Basiswährung, der Dollar die Kurs- oder Gegenwährung. Steigt der Kurs, wird der Euro teurer und der Dollar billiger. Fällt er, gilt das Gegenteil.
Diese Schreibweise heißt Mengennotierung: Sie nennt die Menge Fremdwährung, die ein Euro kostet. Seit der Einführung des Euro ist sie in Deutschland üblich. Die Preisnotierung dreht das Verhältnis um und gibt den Preis eines Dollar in Euro an. Beide Angaben enthalten dieselbe Information, sie sind nur Kehrwerte voneinander: 1 ÷ 1,1225 = 0,8909. Wenn Medien von einem „starken Euro“ sprechen, meinen sie einen hohen EUR/USD-Kurs.
Kein anderes Wechselkurspaar ist für deutsche Sparer und Unternehmen so wichtig. Der US-Dollar ist die wichtigste Reservewährung der Welt: Laut dem EZB-Bericht zur internationalen Rolle des Euro vom Juni 2026 hielten Zentralbanken Ende 2025 rund 57 % ihrer Devisenreserven in Dollar und 20,2 % in Euro. Der Euro war an rund 29 % aller weltweiten Devisengeschäfte beteiligt. Wie der Devisenmarkt grundsätzlich funktioniert, wer dort handelt und wie Kurse entstehen, erklärt unser Ratgeber zum Devisenmarkt. Hier geht es um das eine Paar, das du an jeder Börse, bei jeder USA-Reise und in jedem US-ETF spürst.
Der EZB-Referenzkurs
Der EZB-Referenzkurs ist der amtliche Euro-Dollar-Kurs. Die Zentralbanken des Eurosystems stimmen ihn an jedem Arbeitstag gegen 14:10 Uhr ab, die EZB veröffentlicht ihn gegen 16 Uhr, zusammen mit Referenzkursen für 28 weitere Währungen. Alle Zahlen in diesem Artikel beruhen auf diesen Referenzkursen seit dem 4. Januar 1999, als der erste Kurs bei 1,1789 US-Dollar lag. Der Chart unten zeigt dagegen den laufenden Marktkurs, der rund um die Uhr gehandelt wird.
Kursverlauf
Euro/US-Dollar im Chart
Kursverlauf verzögert · Chart: TradingView · Kursdaten ohne Gewähr, keine Anlageberatung.
Auf einen Blick
Euro-Dollar-Kurs: die wichtigsten Kennzahlen
EZB-Referenzkurs
1,1177 US-Dollar je Euro
am 07.10.2026; 1 US-Dollar = 0,8947 Euro
Allzeithoch
1,5990 US-Dollar
am 15.07.2008
Allzeittief
0,8252 US-Dollar
am 26.10.2000
Startkurs
1,1789 US-Dollar
erster Referenzkurs am 04.01.1999
Parität 2022
47 Handelstage unter 1 Dollar
zwischen 23.08. und 10.11.2022, Tief 0,9565 am 28.09.2022
Veränderung 1 Jahr
−4,2 %
07.10.2025: 1,1666
Veränderung 5 Jahre
−3,4 %
08.10.2021: 1,1569
Zinsabstand Fed zu EZB
1,25 bis 1,50 Prozentpunkte
Fed 3,75–4,00 % (seit 17.09.2026), EZB-Einlagensatz 2,50 % (seit 16.09.2026)
Stand 02.10.2026 · Quelle: EZB-Referenzkurse (Reihe EXR.D.USD.EUR.SP00.A), EZB-Leitzinsen, Federal Reserve (FOMC-Zielsatz)
📌 Good to know
Die EZB veröffentlicht ihre Referenzkurse ausdrücklich nur zur Information und rät davon ab, sie für Geschäfte zu verwenden. Banken, Kartenanbieter und Wechselstuben rechnen mit eigenen Kursen. Der Referenzkurs ist aber der neutrale Maßstab, an dem du jeden Wechselkurs messen kannst.
Wo steht der Euro-Dollar-Kurs aktuell?
Der Euro hat 2026 bisher gegenüber dem Dollar an Wert verloren. Am 2. Oktober 2026 lag der Referenzkurs bei 1,1225 US-Dollar, das sind 4,5 % weniger als zum Jahresende 2025 (1,1750). Das Jahreshoch 2026 erreichte der Euro am 28. Januar mit 1,1974 US-Dollar, der 2. Oktober war zugleich das bisherige Jahrestief. Auf Sicht von einem Jahr steht ebenfalls ein Minus von 4,5 % (2. Oktober 2025: 1,1754), auf Sicht von fünf Jahren eines von 3,2 % (1. Oktober 2021: 1,1600).
Das Vorjahr verlief umgekehrt: 2025 stieg der Euro um 13,1 %. Die EZB beschreibt in ihrem Bericht vom Juni 2026, dass sich der Euro 2025 und Anfang 2026 in mehreren Krisenmomenten wie eine sichere Fluchtwährung verhielt, etwa nach der Ankündigung von US-Zöllen am 2. April 2025. Seit Ausbruch des Krieges im Nahen Osten hat der Euro dagegen nachgegeben, nach Einschätzung der EZB auch wegen höherer Ölpreise, die den Euroraum als Energieimporteur belasten. Im September 2026 haben beide Notenbanken ihre Leitzinsen angehoben: die EZB den Einlagensatz ab dem 16. September auf 2,50 %, die US-Notenbank Federal Reserve ihre Zielspanne am 17. September auf 3,75 bis 4,00 %. Eine Prognose für den Kurs veröffentlicht Finalarm nicht.
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Euro-Dollar-Entwicklung seit 1999
Die Euro-Dollar-Entwicklung seit 1999 ist ein Auf und Ab ohne langfristigen Trend: Am 2. Oktober 2026 war der Euro mit 1,1225 US-Dollar nur 4,8 % weniger wert als bei seinem Start am 4. Januar 1999 (1,1789). Dazwischen liegen ein Absturz auf 0,8252 US-Dollar im Oktober 2000, ein Rekordhoch von 1,5990 US-Dollar im Juli 2008 und die Parität im Jahr 2022. Der Unterschied zwischen Tief und Hoch beträgt fast 94 %.
Im Verlauf unten kannst du zwischen einem, fünf und zehn Jahren und dem Gesamtzeitraum wechseln. Er zeigt die Referenzkurse der EZB, in den letzten Jahren als Tageswerte und davor als Monatsdurchschnitte, und wird automatisch mit jedem neuen Referenzkurs aktualisiert.
Verlauf
Euro in US-Dollar seit 1999
US-Dollar je Euro
Tageswerte der letzten Jahre, davor Monatsdurchschnitte seit Januar 1999 · zuletzt 07.10.2026: 1,1177
Stand 08.10.2026 · Quelle: Europäische Zentralbank (EZB), Euro-Referenzkurse
Veränderung Jahr für Jahr
In 12 der 26 Kalenderjahre von 2000 bis 2025 hat der Euro gegenüber dem Dollar zugelegt, in 14 Jahren verloren. Gemessen haben wir das am letzten Referenzkurs eines Jahres im Vergleich zum letzten Referenzkurs des Vorjahres. Die größten Gewinne gab es 2003 mit +20,4 % und 2002 mit +19,0 %, die größten Verluste 2005 mit −13,4 % und 2014 mit −12,0 %. Im Durchschnitt bewegte sich der Kurs pro Jahr um 8,2 % nach oben oder unten. Für eine Währung zweier großer Industrieländer ist das viel: Wer in Dollar anlegt, trägt damit ein Schwankungsrisiko, das in manchen Jahren so groß ist wie die Rendite eines Aktienindex.
Wertentwicklung
Euro-Dollar-Kurs: Rendite Jahr für Jahr
Letzte 5 Jahre zusammen (2021–2025): −4,2 % · Letzter EZB-Referenzkurs des Jahres im Vergleich zum Vorjahr; ein Plus heißt: Der Euro wurde teurer, Dollar-Anlagen verloren in Euro gerechnet
| Jahr | Veränderung des Euro gegenüber dem Dollar |
|---|---|
| 2016 | −3,2 % |
| 2017 | +13,8 % |
| 2018 | −4,5 % |
| 2019 | −1,9 % |
| 2020 | +9,2 % |
| 2021 | −7,7 % |
| 2022 | −5,8 % |
| 2023 | +3,6 % |
| 2024 | −6,0 % |
| 2025 | +13,1 % |
Stand 31.12.2025 · Quelle: EZB-Referenzkurse, eigene Berechnung
Die Tabelle liest du so: Ein positiver Wert heißt, dass der Euro am Jahresende mehr Dollar wert war als ein Jahr zuvor. Für dich als Anleger in Euro bedeutet ein positiver Wert, dass Dollar-Anlagen in Euro gerechnet weniger wert geworden sind, und zwar genau um diesen Effekt. Ein negativer Wert wirkt umgekehrt. 2025 etwa stieg der Euro um 13,1 %. Ein S&P-500-Anleger aus Deutschland erzielte deshalb statt +17,9 % in Dollar nur +4,2 % in Euro.
Euro-Dollar historisch: Hoch, Tief und Schluss jedes Jahres
Die Tabelle zeigt den Euro-Dollar-Kurs historisch für jedes Jahr seit 1999: den letzten Referenzkurs des Jahres, das Jahreshoch und Jahrestief mit Datum sowie den Jahresdurchschnitt aller Referenzkurse. Alle Werte stammen aus der EZB-Zeitreihe der täglichen Referenzkurse, insgesamt 7.106 Werte vom 4. Januar 1999 bis zum 2. Oktober 2026.
| Jahr | Jahresschluss | Jahreshoch | Jahrestief | Durchschnitt | Veränderung |
|---|---|---|---|---|---|
| 1999 | 1,0046 | 1,1790 (05.01.1999) | 1,0015 (03.12.1999) | 1,0658 | – |
| 2000 | 0,9305 | 1,0388 (06.01.2000) | 0,8252 (26.10.2000) | 0,9236 | −7,4 % |
| 2001 | 0,8813 | 0,9545 (05.01.2001) | 0,8384 (06.07.2001) | 0,8956 | −5,3 % |
| 2002 | 1,0487 | 1,0487 (31.12.2002) | 0,8578 (28.01.2002) | 0,9456 | +19,0 % |
| 2003 | 1,2630 | 1,2630 (31.12.2003) | 1,0377 (08.01.2003) | 1,1312 | +20,4 % |
| 2004 | 1,3621 | 1,3633 (28.12.2004) | 1,1802 (14.05.2004) | 1,2439 | +7,8 % |
| 2005 | 1,1797 | 1,3507 (03.01.2005) | 1,1667 (15.11.2005) | 1,2441 | −13,4 % |
| 2006 | 1,3170 | 1,3331 (05.12.2006) | 1,1826 (02.01.2006) | 1,2556 | +11,6 % |
| 2007 | 1,4721 | 1,4874 (27.11.2007) | 1,2893 (12.01.2007) | 1,3705 | +11,8 % |
| 2008 | 1,3917 | 1,5990 (15.07.2008) | 1,2460 (27.10.2008) | 1,4708 | −5,5 % |
| 2009 | 1,4406 | 1,5120 (03.12.2009) | 1,2555 (04.03.2009) | 1,3948 | +3,5 % |
| 2010 | 1,3362 | 1,4563 (13.01.2010) | 1,1942 (08.06.2010) | 1,3257 | −7,2 % |
| 2011 | 1,2939 | 1,4882 (04.05.2011) | 1,2889 (29.12.2011) | 1,3920 | −3,2 % |
| 2012 | 1,3194 | 1,3454 (28.02.2012) | 1,2089 (24.07.2012) | 1,2848 | +2,0 % |
| 2013 | 1,3791 | 1,3814 (27.12.2013) | 1,2768 (27.03.2013) | 1,3281 | +4,5 % |
| 2014 | 1,2141 | 1,3953 (08.05.2014) | 1,2141 (31.12.2014) | 1,3285 | −12,0 % |
| 2015 | 1,0887 | 1,2043 (02.01.2015) | 1,0552 (13.04.2015) | 1,1095 | −10,3 % |
| 2016 | 1,0541 | 1,1569 (03.05.2016) | 1,0364 (20.12.2016) | 1,1069 | −3,2 % |
| 2017 | 1,1993 | 1,2060 (08.09.2017) | 1,0385 (03.01.2017) | 1,1297 | +13,8 % |
| 2018 | 1,1450 | 1,2493 (15.02.2018) | 1,1261 (13.11.2018) | 1,1810 | −4,5 % |
| 2019 | 1,1234 | 1,1535 (10.01.2019) | 1,0889 (30.09.2019) | 1,1195 | −1,9 % |
| 2020 | 1,2271 | 1,2281 (30.12.2020) | 1,0707 (20.03.2020) | 1,1422 | +9,2 % |
| 2021 | 1,1326 | 1,2338 (06.01.2021) | 1,1206 (24.11.2021) | 1,1827 | −7,7 % |
| 2022 | 1,0666 | 1,1464 (04.02.2022) | 0,9565 (28.09.2022) | 1,0530 | −5,8 % |
| 2023 | 1,1050 | 1,1255 (18.07.2023) | 1,0469 (03.10.2023) | 1,0813 | +3,6 % |
| 2024 | 1,0389 | 1,1196 (30.09.2024) | 1,0389 (31.12.2024) | 1,0824 | −6,0 % |
| 2025 | 1,1750 | 1,1837 (17.09.2025) | 1,0198 (13.01.2025) | 1,1300 | +13,1 % |
| 2026 (bis 02.10.) | 1,1225 | 1,1974 (28.01.2026) | 1,1225 (02.10.2026) | 1,1607 | −4,5 % |
Auffällig sind die Jahre mit großer Spanne zwischen Hoch und Tief. 2008 lagen 35 Cent zwischen dem Rekord im Juli (1,5990) und dem Tief im Oktober (1,2460), in nur drei Monaten. 2022 reichte die Spanne von 1,1464 im Februar bis 0,9565 im September. Ruhig war dagegen 2019: Hoch und Tief lagen nur 6,5 Cent auseinander. Der Jahresdurchschnitt ist für viele praktische Fragen der bessere Wert als der Jahresschluss, etwa wenn du die Kosten einer Reise oder Dollar-Einnahmen über ein ganzes Jahr einordnen willst.
Geschichte des Euro-Dollar-Kurses: vom Start bis heute
Die Geschichte des Euro-Dollar-Kurses beginnt am 4. Januar 1999 mit einem Referenzkurs von 1,1789 US-Dollar. Seitdem hat der Euro vier große Phasen durchlaufen: einen schwachen Start bis 2000, einen langen Aufstieg bis zum Rekord 2008, eine Abwärtsbewegung über die Euro-Schuldenkrise bis zur Parität 2022 und seitdem eine Erholung.
1999 bis 2002: der schwache Start
Der Euro startete als Buchgeld, die Scheine und Münzen kamen erst am 1. Januar 2002. In knapp 22 Monaten verlor er 30 % und fiel am 26. Oktober 2000 auf 0,8252 US-Dollar, den bis heute tiefsten Referenzkurs. In diese Zeit fiel der größte Zinsabstand der gesamten Euro-Geschichte: Vom 24. August 1999 bis zum 8. Juni 2000 lag der US-Leitzins 3,75 Prozentpunkte über dem EZB-Einlagensatz. Die EZB griff am 22. September 2000 gemeinsam mit der US-Notenbank und der Bank of Japan am Devisenmarkt ein und kaufte im November 2000 noch dreimal allein Euro. Laut EZB-Statistik summierten sich ihre Euro-Käufe gegen Dollar im Jahr 2000 auf 7,23 Milliarden Euro.
2002 bis 2008: der lange Aufstieg
Ab 2002 drehte der Trend. Die Fed senkte ihren Leitzins nach dem Platzen der Dotcom-Blase bis Juni 2003 auf 1,00 %, und der Euro stieg 2002 um 19,0 % und 2003 um 20,4 %. Am 23. Mai 2003 erreichte er erstmals wieder seinen Startkurs. Den Rekord von 1,5990 US-Dollar markierte er am 15. Juli 2008. Zu diesem Zeitpunkt lag der EZB-Einlagensatz mit 3,25 % über dem US-Leitzins von 2,00 %, also genau umgekehrt zum Jahr 2000.
2008 bis 2022: Finanzkrise, Schuldenkrise, Nullzins
Mit der Finanzkrise kippte die Bewegung. Investoren suchten Sicherheit im Dollar, und der Euro fiel bis zum 27. Oktober 2008 auf 1,2460. Danach prägte die Euro-Schuldenkrise den Kurs: Zweifel an der Zahlungsfähigkeit Griechenlands und anderer Euroländer drückten ihn im Juni 2010 auf 1,1942 und im Juli 2012 auf 1,2089. Am 26. Juli 2012 sagte EZB-Präsident Mario Draghi, die EZB werde innerhalb ihres Mandats alles Nötige tun, um den Euro zu erhalten. Der Kurs stabilisierte sich. Ab Juni 2014 führte die EZB einen negativen Einlagensatz ein, im Januar 2015 kündigte sie umfangreiche Anleihekäufe an, während die Fed ihre Zinsen ab Dezember 2015 wieder anhob. Der Euro fiel im April 2015 auf 1,0552. 2022 rutschte er unter die Parität (eigener Abschnitt unten).
Seit 2023: Erholung mit Schwankungen
Nach dem Tief von 0,9565 US-Dollar im September 2022 erholte sich der Euro schrittweise, 2023 um 3,6 %, während er 2024 wieder 6,0 % verlor. 2025 legte er um 13,1 % zu und schloss das Jahr bei 1,1750. Am 28. Januar 2026 erreichte er mit 1,1974 den höchsten Stand seit Juni 2021. Seine Höchststände aus den Jahren 2008, 2011 oder 2014 hat er seit der Finanzkrise nicht wieder erreicht.
Geschichte
Meilensteine des Euro-Dollar-Kurses
Start des Euro 1,1789 $
Am 4. Januar 1999 veröffentlicht die EZB den ersten Referenzkurs. Der Euro startet als Buchgeld.
Allzeittief 0,8252 $
Am 26. Oktober 2000 fällt der Euro auf seinen tiefsten Referenzkurs. Die EZB stützt ihn im September gemeinsam mit anderen Notenbanken und im November allein durch Euro-Käufe.
Euro-Bargeld 1,0487 $ Jahresende
Am 1. Januar 2002 kommen Scheine und Münzen. Der Euro steigt im Jahresverlauf um 19,0 % und überwindet im Dezember endgültig die Parität.
Rekordhoch und Finanzkrise 1,5990 $
Am 15. Juli 2008 erreicht der Euro sein Allzeithoch. Bis zum 27. Oktober fällt er in der Finanzkrise auf 1,2460.
Euro-Schuldenkrise 1,1942 $
Zweifel an der Zahlungsfähigkeit Griechenlands drücken den Euro bis zum 8. Juni 2010 auf 1,1942.
„Whatever it takes“ 1,2089 $
Am 26. Juli 2012 sichert EZB-Präsident Mario Draghi zu, im Rahmen des Mandats alles Nötige zum Erhalt des Euro zu tun. Zwei Tage zuvor lag der Kurs bei 1,2089.
Negativzins und Anleihekäufe 1,0552 $
Die EZB senkt den Einlagensatz ab Juni 2014 unter null und kündigt im Januar 2015 umfangreiche Anleihekäufe an. Der Euro fällt am 13. April 2015 auf 1,0552.
Corona-Schock 1,0707 $
Die Fed senkt ihren Leitzins am 16. März 2020 auf 0 bis 0,25 %. Der Euro fällt am 20. März auf 1,0707 und steigt bis Jahresende auf 1,2271.
Parität 0,9565 $
Die Fed erhöht die Zinsen schneller als die EZB. Der Euro liegt an 47 Handelstagen unter einem Dollar, am 28. September bei 0,9565.
Zölle und Euro-Stärke 1,1750 $ Jahresende
Nach der Ankündigung von US-Zöllen am 2. April 2025 wertet der Euro laut EZB wie eine Fluchtwährung auf. Er steigt im Jahr um 13,1 %.
Zinswende nach oben 1,1225 $
Jahreshoch am 28. Januar mit 1,1974. Im September heben EZB und Fed ihre Leitzinsen an, der Euro fällt bis zum 2. Oktober auf 1,1225.
Quelle: EZB (Referenzkurse, Leitzinsen, Devisenmarktinterventionen, Bericht zur internationalen Rolle des Euro 2026), Federal Reserve
Euro-Dollar-Parität 2022: Was damals passiert ist
Parität bedeutet, dass ein Euro genau einen US-Dollar wert ist. Im Jahr 2022 erreichte der Euro-Dollar-Kurs diese Marke zum ersten Mal seit Ende 2002. Gemessen an den EZB-Referenzkursen lag der Euro am 14. Juli 2022 mit 1,0005 US-Dollar knapp darüber. Am 23. August 2022 notierte er mit 0,9927 erstmals darunter. Bis zum 10. November 2022 lag der Referenzkurs an 47 Handelstagen unter einem Dollar. Den tiefsten Wert erreichte er am 28. September 2022 mit 0,9565 US-Dollar. Am 11. November 2022 sprang er auf 1,0308 und blieb seitdem über der Parität.
Ausschlaggebend war vor allem das unterschiedliche Tempo der Notenbanken. Die Fed hob ihre Zielspanne ab März 2022 in sieben Schritten von 0 bis 0,25 % auf 4,25 bis 4,50 % im Dezember an, viermal in Folge um jeweils 0,75 Prozentpunkte. Die EZB begann erst am 27. Juli 2022 und hob den Einlagensatz bis zum Jahresende von −0,50 % auf 2,00 %. Im Jahresdurchschnitt 2022 lag der Zinsabstand bei 1,78 Prozentpunkten, Ende September bei 2,50 Prozentpunkten. Dazu kamen der Krieg in der Ukraine und die Energiekrise, die den Euroraum als großen Energieimporteur stärker trafen als die USA.
Für die Euro-Geschichte war die Parität eher ein Symbol als ein Ausnahmezustand: Vom 27. Januar 2000 bis zum 5. Dezember 2002 lag der Euro an 706 von 764 Handelstagen unter einem Dollar, also fast drei Jahre lang und deutlich tiefer als 2022. Die Suchanfrage „Euro-Dollar-Parität“ zeigt aber, wie sehr die Marke im Gedächtnis geblieben ist.
Die größten Euro-Verluste gegenüber dem Dollar
Der größte Kursverlust des Euro gegenüber dem Dollar war der Fehlstart 1999 und 2000 mit 30,0 % vom Hoch am 5. Januar 1999 bis zum Tief am 26. Oktober 2000. Es ist zugleich die einzige große Schwächephase, nach der der Euro sein altes Hoch wieder erreicht hat, nach 31 Monaten im Mai 2003. Alle späteren Rückschläge begannen auf einem Niveau, das der Euro seitdem nicht wieder gesehen hat.
Krisen
Wie tief der Euro-Dollar-Kurs fiel und wie lange die Erholung dauerte
| Krise | Hoch → Tief | Verlust | Zurück auf altem Hoch nach |
|---|---|---|---|
| Fehlstart 1999/2000 | 01/1999 → 10/2000 | −30,0 % | 31 Monate |
| Finanzkrise 2008 | 07/2008 → 10/2008 | −22,1 % | noch nicht erreicht |
| Griechenland-Krise 2010 | 12/2009 → 06/2010 | −21,0 % | noch nicht erreicht |
| Euro-Schuldenkrise 2011/12 | 05/2011 → 07/2012 | −18,8 % | noch nicht erreicht |
| Negativzins und Anleihekäufe | 05/2014 → 04/2015 | −24,4 % | noch nicht erreicht |
| Zinswende und Energiekrise | 01/2021 → 09/2022 | −22,5 % | noch nicht erreicht |
Gemessen vom höchsten Referenzkurs vor der Schwächephase bis zum tiefsten danach. Nur der Rückgang 1999/2000 wurde wieder aufgeholt (Mai 2003); die späteren Ausgangsniveaus hat der Euro bis heute nicht wieder erreicht.
Quelle: EZB-Referenzkurse, eigene Berechnung
Die Tabelle misst jeweils vom höchsten Referenzkurs vor einer Schwächephase bis zum tiefsten Kurs danach. Die Verluste liegen zwischen 18,8 % und 30,0 %. Zusammengenommen fiel der Euro vom Rekordhoch am 15. Juli 2008 bis zum Tief am 28. September 2022 um 40,2 %. Für Anleger in Dollar war das ein Rückenwind: Jede dieser Phasen hat US-Anlagen in Euro gerechnet aufgewertet. Für Unternehmen, die in Dollar einkaufen, und für Urlauber in den USA wirkten dieselben Phasen dagegen wie eine Preiserhöhung.
Anders als bei einem Aktienindex gibt es bei einem Wechselkurs keinen eingebauten Aufwärtstrend. Aktien wachsen mit den Gewinnen der Unternehmen, ein Wechselkurs ist dagegen das Verhältnis zweier Währungen. Wenn der Euro verliert, gewinnt der Dollar. Ob ein Kurs „hoch“ oder „niedrig“ ist, lässt sich deshalb nur im Vergleich mit einem Maßstab sagen, etwa der Kaufkraft (siehe nächster Abschnitt).
Was den Euro-Dollar-Kurs bewegt
Den Euro-Dollar-Kurs bewegen vor allem vier Kräfte: der Zinsabstand zwischen den Notenbanken, die Kaufkraft beider Währungen, die Risikostimmung an den Finanzmärkten und die Handelsströme zwischen beiden Wirtschaftsräumen. Keiner dieser Faktoren erklärt den Kurs allein, und ihr Gewicht wechselt von Jahr zu Jahr.
1. Zinsabstand zwischen EZB und Fed
Der Zinsabstand ist der Unterschied zwischen den Leitzinsen der beiden Notenbanken. Er bestimmt, wie viel ein Anleger für kurzfristig geparktes Geld in Dollar mehr oder weniger bekommt als in Euro. Liegen die US-Zinsen deutlich höher, fließt Kapital eher in den Dollar und stützt ihn. Steigen die Zinsen im Euroraum schneller, stärkt das tendenziell den Euro. Für den Vergleich nutzen wir zwei amtliche Reihen: den Einlagesatz der EZB, über den sie ihre Geldpolitik seit März 2024 ausdrücklich steuert, und den Zielsatz für Tagesgeld (Federal Funds Rate) der Federal Reserve, seit Dezember 2008 die Obergrenze der Zielspanne.
Leitzinsen von Fed und EZB und der Euro-Dollar-Kurs seit 1999
Der Chart zeigt drei Muster. Erstens: Die beiden Extreme des Euro fallen mit extremen Zinsabständen zusammen. Das Allzeittief im Oktober 2000 kam nach der längsten Phase mit dem größten Abstand zugunsten des Dollar, 3,75 Prozentpunkte. Das Allzeithoch im Juli 2008 fiel in eine Zeit, in der die EZB mit 3,25 % mehr zahlte als die Fed mit 2,00 %. Den größten Abstand zugunsten des Euro gab es vom 29. Oktober bis 11. November 2008 mit 2,25 Prozentpunkten. Zweitens: Wenn eine Notenbank schneller handelt, bewegt sich der Kurs, wie 2022, als die Fed gut vier Monate vor der EZB mit Zinserhöhungen begann. Drittens: Der Zinsabstand allein reicht nicht. 2025 lag er im Durchschnitt bei 2,11 Prozentpunkten zugunsten des Dollar, trotzdem stieg der Euro um 13,1 %.
Aktuell liegt der Abstand bei 1,25 bis 1,50 Prozentpunkten: Die Fed-Zielspanne beträgt seit dem 17. September 2026 3,75 bis 4,00 %, der EZB-Einlagensatz seit dem 16. September 2026 2,50 %. Für die Märkte zählen dabei weniger die heutigen Zinsen als die erwarteten. Deshalb bewegen schon Aussagen von Notenbankern, Inflationszahlen und Arbeitsmarktdaten den Kurs, oft innerhalb von Minuten nach der Veröffentlichung. Der EZB-Einlagensatz lag seit 1999 zwischen 4,00 % (September 2023 bis Juni 2024) und −0,50 % (September 2019 bis Juli 2022). Was die Phase mit Strafzinsen für Sparer bedeutet hat, beschreibt unser Beitrag zu Negativzinsen.
2. Kaufkraft und Inflation
Kaufkraftparität bedeutet, dass ein Wechselkurs auf lange Sicht dorthin tendiert, wo ein Warenkorb in beiden Ländern gleich viel kostet. Das Statistische Bundesamt (Destatis) beziffert das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner Deutschlands für 2025 mit 60.439 US-Dollar zu laufenden Preisen und mit 74.004 internationalen Dollar nach Kaufkraft. Daraus folgt, dass das Preisniveau in Deutschland, gemessen an der gesamten Wirtschaftsleistung, rund 18 % unter dem der USA lag. Rechnerisch entspricht das einer Kaufkraftparität von etwa 1,38 US-Dollar je Euro, während der Marktkurs 2025 im Durchschnitt bei 1,1300 lag. Nach diesem Maßstab war der Euro also eher unterbewertet. Wichtig: Kaufkraftparitäten wirken über Jahre, nicht über Wochen, und sie sind eine Schätzung, kein Zielkurs.
Die Inflation verschiebt dieses Verhältnis laufend. Steigen die Preise in den USA schneller als in Deutschland, verliert der Dollar an Kaufkraft, und auf Dauer müsste der Euro steigen. Laut Destatis stiegen die Verbraucherpreise 2024 in den USA um 2,9 %, in Deutschland um 2,3 %. Der Unterschied ist klein. Er erklärt Trends über Jahrzehnte, aber keine Kurssprünge innerhalb eines Jahres.
3. Risikostimmung und sichere Häfen
In Krisen fließt Geld traditionell in den Dollar, weil er die wichtigste Reservewährung ist und US-Staatsanleihen als besonders sicher gelten. Das ließ sich 2008 und im März 2020 beobachten, als der Euro auf 1,0707 fiel. 2025 lief es anders: Nach der Ankündigung von US-Zöllen am 2. April 2025 wertete laut EZB der Euro zusammen mit dem Schweizer Franken und dem japanischen Yen auf, während der Dollar nachgab und die Renditen von US-Staatsanleihen stiegen. Die EZB nennt diese Kombination für eine Krisenphase untypisch. Ob sich daraus ein dauerhaft neues Muster ergibt, ist offen.
4. Handelsströme und Leistungsbilanz
Wer Waren aus dem Euroraum kauft, braucht Euro. Deutschland exportierte 2025 laut Destatis Waren im Wert von 146,2 Milliarden Euro in die USA und importierte Waren für 94,3 Milliarden Euro. Der Exportüberschuss sank von 69,6 auf 51,9 Milliarden Euro, die Exporte gingen wegen der US-Zollpolitik um 9,4 % zurück. Die USA fielen damit hinter China auf Platz zwei der wichtigsten Handelspartner. Umgekehrt beeinflusst der Kurs den Handel: Ein starker Euro macht deutsche Waren in den USA teurer und US-Importe in Deutschland billiger.
Dollar in Euro umrechnen: Rechner und Tabelle
Um Euro in Dollar umzurechnen, multiplizierst du den Euro-Betrag mit dem Kurs. Für 100 Euro bekamst du am 2. Oktober 2026 zum EZB-Referenzkurs 112,25 US-Dollar (100 × 1,1225). Um Dollar in Euro umzurechnen, teilst du den Dollar-Betrag durch den Kurs: 100 US-Dollar entsprachen 89,09 Euro (100 ÷ 1,1225). Der Rechner nutzt automatisch den jeweils neuesten Referenzkurs.
Umrechner
Euro in Dollar umrechnen
EZB-Referenzkurs vom 07.10.2026: 1 € = 1,1177 $ · 1 $ = 0,8947 €
Referenzkurs der EZB (Mittelkurs, gegen 14:10 Uhr MEZ). Banken und Kartenanbieter rechnen mit eigenen Kursen und Aufschlägen.
Stand 07.10.2026 · Quelle: Europäische Zentralbank (EZB), Euro-Referenzkurse
Umrechnungstabelle Euro in Dollar
Die Tabelle rechnet feste Beträge zum Referenzkurs vom 2. Oktober 2026 um. Zum Vergleich stehen daneben dieselben Beträge zum Rekordhoch von 2008 und zum Tief von 2022. So siehst du, wie stark der Wert deines Geldes in den USA schwanken kann.
| Betrag | Kurs am 07.10.2026 (1,1177) | Rekordhoch 15.07.2008 (1,5990) | Tief 28.09.2022 (0,9565) |
|---|---|---|---|
| 1 € | 1,12 $ | 1,60 $ | 0,96 $ |
| 10 € | 11,18 $ | 15,99 $ | 9,56 $ |
| 100 € | 111,77 $ | 159,90 $ | 95,65 $ |
| 1.000 € | 1.117,70 $ | 1.599,00 $ | 956,50 $ |
Umrechnungstabelle Dollar in Euro
| Betrag | Kurs am 07.10.2026 (1,1177) | Rekordhoch 15.07.2008 (1,5990) | Tief 28.09.2022 (0,9565) |
|---|---|---|---|
| 1 $ | 0,89 € | 0,63 € | 1,05 € |
| 10 $ | 8,91 € | 6,25 € | 10,45 € |
| 100 $ | 89,09 € | 62,54 € | 104,55 € |
| 1.000 $ | 890,87 € | 625,39 € | 1.045,48 € |
Beim Geldwechsel bekommst du den Referenzkurs nicht. Banken und Wechselstuben arbeiten mit einem Geldkurs und einem Briefkurs: Zum Briefkurs verkauft dir die Bank Dollar, zum Geldkurs kauft sie sie zurück. Die Spanne dazwischen ist ihre Marge und für Bargeld meist größer als für Kontobuchungen. Dazu können feste Gebühren kommen. Vergleiche deshalb den Euro-Betrag, der am Ende von deinem Konto abgeht, mit dem Ergebnis zum Referenzkurs. Die Differenz in Prozent sind deine tatsächlichen Wechselkosten.
Was der Euro-Dollar-Kurs für dich bedeutet
Der Euro-Dollar-Kurs wirkt sich für dich an drei Stellen aus: bei Geldanlagen in US-Werten, bei Zahlungen in Dollar und auf Reisen in die USA. Ein steigender Euro verbilligt Reisen und Einkäufe in Dollar, schmälert aber die Rendite von US-Anlagen. Ein fallender Euro wirkt umgekehrt.
US-ETFs: Rendite in Euro statt in Dollar
Ein ETF auf einen US-Index wie den S&P 500 hält Aktien, die in Dollar notieren. Auch wenn du den Fonds in Euro kaufst, hängt sein Wert in Euro an zwei Größen: an den Aktienkursen und am Wechselkurs. Die Rechnung lautet: Rendite in Euro = (1 + Rendite in Dollar) × (Kurs am Jahresanfang ÷ Kurs am Jahresende) − 1. 2025 brachte der S&P 500 mit Dividenden +17,9 % in Dollar. Weil der Euro im selben Jahr von 1,0389 auf 1,1750 stieg, blieben für einen Anleger in Euro nur +4,2 %. 2024 war es umgekehrt: +25,0 % in Dollar, aber +33,0 % in Euro, weil der Euro um 6,0 % fiel.
Über zehn Jahre gleicht sich der Effekt teilweise aus, aber nicht vollständig. Von 2016 bis 2025 erzielte der S&P 500 im Schnitt 14,8 % pro Jahr in Dollar und 14,0 % pro Jahr in Euro. Aus 10.000 Euro Anfang 2016 wurden rund 36.920 Euro. Eine währungsgesicherte Anteilsklasse schaltet den Wechselkurs weitgehend aus. Der Chart zeigt, was das in der Praxis bedeutet.
S&P 500: in Dollar, in Euro ungesichert und währungsgesichert
Die gesicherte Variante folgt der Dollar-Rendite abzüglich der Absicherungskosten, nicht der Euro-Rendite. Das schützt in Jahren mit steigendem Euro: 2025 brachte die gesicherte Anteilsklasse +15,2 % statt +4,2 %. In Jahren mit fallendem Euro verschenkt sie den Währungsgewinn: 2024 waren es +22,5 % statt +33,0 %, 2022 −20,9 % statt −13,0 %. Über die zehn Jahre 2016 bis 2025 kam die gesicherte Anteilsklasse auf 11,8 % pro Jahr, rund 3 Prozentpunkte weniger als die Dollar-Rendite. Mehr als die Hälfte davon erklärt die Absicherung selbst: Sie kostet ungefähr den Zinsabstand zwischen Dollar und Euro, und der lag in diesen zehn Jahren im Schnitt bei 1,66 Prozentpunkten. Dazu kommen die höhere Kostenquote (0,20 % statt 0,07 % bei der ungesicherten Variante desselben Anbieters) und US-Quellensteuern auf Dividenden, die in der Indexrendite mit Bruttodividenden nicht abgezogen sind.
📌 Good to know
Währungssicherung ist keine Gratis-Versicherung. Ein Fonds sichert den Dollar über Devisentermingeschäfte ab, meist monatlich. Der Preis dafür richtet sich nach dem Zinsabstand: Solange die Dollar-Zinsen höher sind als die Euro-Zinsen, kostet die Sicherung laufend Rendite, unabhängig davon, wie sich der Kurs entwickelt.
Kartenzahlung in Dollar
Zahlst du in den USA oder online in Dollar mit einer Debit- oder Kreditkarte, rechnet dein Kartenherausgeber den Betrag in Euro um. Dabei fallen zwei Kostenbestandteile an: der Umrechnungskurs des Kartennetzwerks oder der Bank und ein Fremdwährungsentgelt, auch Auslandseinsatzentgelt genannt. Das ist ein prozentualer Aufschlag auf den umgerechneten Betrag, den deine Bank im Preis- und Leistungsverzeichnis nennt. Manche Karten berechnen keinen Aufschlag, andere einen festen Prozentsatz. Ein Rechenbeispiel mit einem angenommenen Entgelt von 2 %: Ein Einkauf über 100 US-Dollar kostet zum Referenzkurs 89,09 Euro, mit Entgelt 90,87 Euro. Mehr Details zu Höhe und Berechnung findest du in unserem Ratgeber zum Auslandseinsatzentgelt.
Ein zweiter Punkt ist die dynamische Währungsumrechnung. Manche Kartenterminals und Geldautomaten im Ausland bieten an, sofort in Euro abzurechnen. Der Kurs stammt dann vom Händler oder Automatenbetreiber, nicht von deiner Bank. Für Zahlungen in Währungen der EU schreibt die EU-Verordnung 2019/518 vor, dass solche Umrechnungsentgelte als prozentualer Aufschlag auf den EZB-Referenzkurs angegeben werden. Für Zahlungen in US-Dollar gilt diese Pflicht nicht. Dort musst du selbst vergleichen, welcher Euro-Betrag angezeigt wird.
💡 Tip
Wenn ein Terminal in den USA dir die Wahl zwischen Dollar und Euro anbietet, rechne kurz nach: Teile den Dollar-Betrag durch den aktuellen Referenzkurs und vergleiche das Ergebnis mit dem angezeigten Euro-Betrag. Liegt der angezeigte Betrag deutlich darüber, ist der Kurs des Händlers schlechter als die Umrechnung deiner Bank plus Entgelt.
Reisen in die USA
Für Reisende bestimmt der Kurs direkt, was ein Urlaub in Euro kostet. Ein Hotelzimmer für 200 US-Dollar pro Nacht kostete zum Kurs vom 2. Oktober 2026 rund 178,17 Euro. Zum Rekordkurs vom Juli 2008 wären es 125,08 Euro gewesen, zum Tief im September 2022 dagegen 209,10 Euro. Bei einer zweiwöchigen Reise mit 3.000 US-Dollar Ausgaben macht allein der Unterschied zwischen dem Kurs von Ende 2024 (1,0389) und Ende 2025 (1,1750) rund 335 Euro aus. Dazu kommt das allgemeine Preisniveau: Laut Destatis lagen die Preise in Deutschland, gemessen an der Wirtschaftsleistung, 2025 rund 18 % unter denen der USA. Viele Dinge sind in den USA also auch bei einem starken Euro teurer als zu Hause.
Ob du Dollar vor der Reise tauschst oder vor Ort mit Karte zahlst, ist vor allem eine Frage der Kosten und der Sicherheit, weniger des Timings. Den „richtigen“ Zeitpunkt zum Tauschen kennt niemand. Wer das Risiko streuen will, tauscht größere Beträge in mehreren Teilen zu unterschiedlichen Zeitpunkten.
So lässt sich in den US-Dollar investieren
In den US-Dollar investierst du entweder direkt, indem du Dollar hältst, oder indirekt über Anlagen, die in Dollar notieren. Bei jeder dieser Formen hängt dein Ergebnis in Euro am Wechselkurs. Umgekehrt kannst du bei US-Aktien das Währungsrisiko über gesicherte Fondsklassen weitgehend ausschalten. Die folgenden Wege sind neutral beschrieben und keine Empfehlung.
Dollar halten: Konto und Bargeld
Viele Banken und Broker bieten Fremdwährungskonten an, auf denen du Dollar halten kannst. Ob das Guthaben verzinst wird und welche Gebühren beim Tausch anfallen, unterscheidet sich stark. Ein Dollar-Konto ist eine reine Wette auf den Wechselkurs plus den Dollar-Zins: Steigt der Euro, verliert das Guthaben in Euro gerechnet an Wert.
Anleihen und Aktien in Dollar
US-Staatsanleihen, Unternehmensanleihen und US-Aktien sind Dollar-Anlagen. Ihr Ertrag in Euro setzt sich immer aus dem Ertrag in Dollar und der Wechselkursveränderung zusammen. Bei Anleihen mit niedrigen Renditen kann der Wechselkurs den Ertrag schnell übersteigen, in beide Richtungen. Für breit gestreute Aktienanlagen sind ETFs der verbreitete Weg, etwa ein S&P-500-ETF, ein Welt-ETF mit hohem US-Anteil oder ein USA-Fonds.
Ungesichert oder währungsgesichert
Viele Fondsanbieter legen denselben Index in zwei Varianten auf. Die ungesicherte Variante nimmt den Wechselkurs voll mit, die gesicherte („EUR Hedged“) sichert den Dollar regelmäßig gegen den Euro ab. Wie der Abschnitt oben zeigt, ist die Sicherung kein Vorteil an sich: Sie tauscht das Währungsrisiko gegen laufende Absicherungskosten. Die Tabelle zeigt zwei S&P-500-ETFs desselben Anbieters in beiden Varianten.
| ETF | ISIN | TER | Replikation | Währungssicherung | Fondsvolumen (Stand) |
|---|---|---|---|---|---|
| iShares Core S&P 500 UCITS ETF (Acc) | IE00B5BMR087 | 0,07 % | physisch | nein, Wechselkurs wirkt voll | 159,1 Mrd. USD (02.10.2026) |
| iShares S&P 500 EUR Hedged UCITS ETF (Acc) | IE00B3ZW0K18 | 0,20 % | physisch | ja, monatlich in Euro abgesichert | 8,9 Mrd. EUR (31.08.2026) |
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Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Wir empfehlen, die spezifischen Bedingungen und Konditionen des Produktes zu prüfen.
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Die Angaben stammen von den Produktseiten und dem Factsheet des Anbieters. Daneben gibt es weitere Anbieter mit gesicherten Anteilsklassen auf den S&P 500, den MSCI World und andere Indizes. Die Auswahl in der Tabelle ist keine Empfehlung.
Devisenhandel, Optionsscheine und CFDs
Wer direkt auf den Kurs EUR/USD setzen will, findet dafür Hebelprodukte: Optionsscheine und Knock-out-Zertifikate von Banken sowie Differenzkontrakte (CFDs) bei Online-Brokern. Diese Produkte vervielfachen Gewinne und Verluste. Bei Hebelprodukten auf Devisen reicht schon eine Kursbewegung von einem Prozent, um bei hohem Hebel einen großen Teil des Einsatzes zu verlieren. CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Zwischen 74 % und 89 % der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel, je nach Anbieter. Du solltest überlegen, ob du verstehst, wie CFDs funktionieren, und ob du es dir leisten kannst, das hohe Risiko einzugehen, dein Geld zu verlieren. Die europäische Wertpapieraufsicht hat für Privatanleger deshalb Hebelgrenzen festgelegt, für die wichtigen Währungspaare maximal 30:1 (ESMA).
Steuern auf Währungsgewinne in Deutschland
Wie Währungsgewinne besteuert werden, hängt davon ab, ob du die Währung selbst hältst oder eine Wertpapieranlage in Dollar. Bei Wertpapieren steckt der Währungseffekt im Veräußerungsgewinn und fällt unter die Abgeltungsteuer. Bei Devisen selbst gelten die Regeln für private Veräußerungsgeschäfte.
Wertpapiere in Dollar: Abgeltungsteuer
Bei Aktien, Anleihen und Fonds rechnet die Bank Kauf- und Verkaufspreis jeweils zum Tageskurs in Euro um. Die Differenz ist der steuerpflichtige Gewinn, der Währungseffekt ist darin enthalten. Er unterliegt der Abgeltungsteuer von 25 % plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer (§ 32d EStG). Der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro, für zusammen veranlagte Paare 2.000 Euro, bleibt steuerfrei. Bei Aktien-ETFs sind 30 % der Erträge steuerfrei (Teilfreistellung nach § 20 InvStG), das gilt für gesicherte wie ungesicherte Anteilsklassen. Mehr zu Freibeträgen erklärt unser Ratgeber zur Abgeltungsteuer.
Devisen und Fremdwährungskonten: private Veräußerungsgeschäfte
Fremdwährungsbeträge gelten steuerlich als „andere Wirtschaftsgüter“. Tauschst du Dollar innerhalb eines Jahres nach dem Kauf mit Gewinn zurück in Euro, ist das ein privates Veräußerungsgeschäft nach § 23 EStG. Nach Ablauf eines Jahres ist der Gewinn steuerfrei. Das Gesetz schreibt für mehrere Käufe gleichartiger Fremdwährungsbeträge vor, dass die zuerst gekauften Beträge als zuerst verkauft gelten. Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften bleiben steuerfrei, wenn sie im Kalenderjahr insgesamt unter 1.000 Euro liegen. Das ist eine Freigrenze, kein Freibetrag: Ab 1.000 Euro ist der gesamte Gewinn steuerpflichtig. Für Wirtschaftsgüter, mit denen Einkünfte erzielt werden, sieht das Gesetz eine Frist von zehn Jahren vor. Ob das für ein verzinstes Dollar-Konto gilt, hängt vom Einzelfall ab und ist eine Frage für die Steuerberatung.
Zinsen auf Dollar-Guthaben sind Kapitalerträge und unterliegen der Abgeltungsteuer. Sie werden zum Kurs am Tag der Gutschrift in Euro umgerechnet. Gewinne aus Devisen-CFDs und Optionsscheinen sind ebenfalls Kapitalerträge.
Risiken bei Dollar-Anlagen
Das größte Risiko jeder Dollar-Anlage für Anleger in Euro ist der Wechselkurs selbst. Er kann in einem Jahr mehr bewegen als die Anlage: 2025 kostete der steigende Euro einen S&P-500-Anleger fast 14 Prozentpunkte Rendite. Wechselkurse lassen sich nicht verlässlich vorhersagen.
- Wechselkursrisiko: Seit 1999 schwankte der Euro zwischen 0,8252 und 1,5990 US-Dollar. Innerhalb eines einzigen Jahres lagen bis zu 35 Cent zwischen Hoch und Tief (2008).
- Zins- und Politikrisiko: Entscheidungen von EZB und Fed, aber auch Zölle, Wahlen oder Konflikte können den Kurs innerhalb von Stunden verschieben.
- Absicherungsrisiko: Währungsgesicherte Fonds verlieren laufend den Zinsabstand und können den Wechselkurs nie vollständig ausschalten, weil die Sicherung meist nur monatlich angepasst wird.
- Kostenrisiko: Tauschspannen, Fremdwährungsentgelte und Gebühren für Fremdwährungskonten mindern den Ertrag, besonders bei kleinen Beträgen.
- Hebelrisiko: Mit Devisen-CFDs, Knock-out-Zertifikaten und Optionsscheinen sind Verluste bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich.
Für langfristige Aktienanlagen gleichen sich Währungsgewinne und Währungsverluste über viele Jahre oft teilweise aus, wie der Zehnjahresvergleich oben zeigt. Garantiert ist das nicht. Der Euro stand im Oktober 2026 fast 30 % unter seinem Rekord von 2008 und zugleich 36 % über seinem Tief von 2000.
📌 Good to know
Dieser Artikel dient der Information und ist keine Anlageberatung oder Kaufempfehlung. Kurse schwanken, Verluste bis zum Totalverlust sind möglich. Die vergangene Entwicklung ist kein Indikator für künftige Ergebnisse.
Quellen und Methodik
Alle Kurse in diesem Artikel sind amtliche Referenzkurse der Europäischen Zentralbank, abgerufen am 4. Oktober 2026, Datenstand 2. Oktober 2026. Die Jahresveränderung vergleicht den letzten Referenzkurs eines Jahres mit dem letzten des Vorjahres. Hoch, Tief und Durchschnitt beziehen sich auf alle täglichen Referenzkurse eines Jahres, Intraday-Kurse des Devisenhandels sind nicht enthalten. Deshalb können Rekordwerte anderer Quellen, die auf Handelskursen beruhen, leicht abweichen. Den Zinsabstand berechnen wir als Obergrenze der Fed-Zielspanne minus EZB-Einlagensatz.
- EZB: Euro-Referenzkurse und EZB-Datenportal, Reihe EXR
- EZB: Leitzinsen seit 1999
- EZB: Rolle des Euro 2026
- EZB: Devisenmarktinterventionen
- Federal Reserve: Leitzinsentscheidungen und Archiv bis 2002
- Destatis: USA-Deutschland-Vergleich
- Destatis: Handelspartner 2025
- § 23 EStG, § 32d EStG, § 20 InvStG
Die Euro-Renditen des S&P 500 hat Finalarm mit den EZB-Jahresendkursen aus den Gesamtrenditen des Indexanbieters umgerechnet. Die Werte der währungsgesicherten Anteilsklasse und die ETF-Daten stammen vom Fondsanbieter. Die Kaufkraftparität ist eine eigene Rechnung aus den Destatis-Angaben zum Bruttoinlandsprodukt je Einwohner und dem EZB-Jahresdurchschnitt 2025.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel Dollar bekommt man für 100 €?
Zum EZB-Referenzkurs vom 2. Oktober 2026 (1,1225) bekommst du für 100 Euro 112,25 US-Dollar. Beim Tausch an Bankschalter, Wechselstube oder Geldautomat erhältst du weniger, weil Anbieter eine Spanne zwischen An- und Verkaufskurs und oft Gebühren berechnen. Den aktuellen Wert zeigt der Umrechner im Artikel.
Warum fällt der Dollar?
Der Dollar fällt gegenüber dem Euro meist dann, wenn der Zinsvorsprung der USA schrumpft, wenn Anleger Kapital aus den USA abziehen oder wenn die Wirtschaft im Euroraum besser läuft als erwartet. 2025 kam laut EZB hinzu, dass der Euro nach der Ankündigung von US-Zöllen am 2. April wie eine Fluchtwährung gesucht wurde, während der Dollar nachgab. Der Euro stieg 2025 um 13,1 %.
Ist der Dollar gerade stark oder schwach?
Das hängt vom Maßstab ab. Gegenüber dem Euro hat der Dollar 2026 bis zum 2. Oktober um 4,7 % zugelegt, denn der Euro fiel von 1,1750 auf 1,1225. Im langen Vergleich lag der Kurs rund 5 % unter dem Durchschnitt aller Referenzkurse seit 1999 (1,1817). Nach der Kaufkraftparität, die sich aus Destatis-Daten für 2025 ableiten lässt, war der Dollar eher hoch bewertet.
Ist es jetzt sinnvoll Dollar zu kaufen?
Das lässt sich nicht allgemein beantworten, und Finalarm gibt dazu keine Empfehlung. Sinnvoll ist ein Dollar-Kauf vor allem dann, wenn du Ausgaben in Dollar planst, etwa eine Reise. Als Geldanlage ist Dollar-Bargeld oder ein Dollar-Konto eine Wette auf den Wechselkurs. Von 2000 bis 2025 lag die jährliche Kursbewegung im Schnitt bei 8,2 % nach oben oder unten.
Wie ist die Prognose für den Wechselkurs Euro zu Dollar?
Finalarm veröffentlicht keine Kursprognosen. Wechselkurse hängen von Zinsentscheidungen, Inflation, Konjunktur und der Risikostimmung ab, und keiner dieser Faktoren lässt sich verlässlich vorhersagen. Bekannt ist der Ausgangspunkt: Im September 2026 haben EZB und Fed ihre Leitzinsen angehoben, der Zinsabstand liegt bei 1,25 bis 1,50 Prozentpunkten zugunsten des Dollar.
Welche Währung ist stärker, USD oder EUR?
Gemessen am Kurs ist der Euro mehr wert: Ein Euro kostete am 2. Oktober 2026 1,1225 US-Dollar. Daraus folgt aber nichts über die wirtschaftliche Stärke. Als Reservewährung ist der Dollar klar wichtiger: Zentralbanken hielten Ende 2025 laut EZB rund 57 % ihrer Devisenreserven in Dollar und 20,2 % in Euro.
Wann war der Euro weniger als einen Dollar wert?
Nach den EZB-Referenzkursen lag der Euro von Anfang 2000 bis Ende 2002 die meiste Zeit unter einem Dollar und 2022 an 47 Handelstagen zwischen dem 23. August und dem 10. November. Der tiefste Wert 2022 war 0,9565 am 28. September, der tiefste überhaupt 0,8252 am 26. Oktober 2000.
Wie hoch war der Euro-Dollar-Kurs am höchsten?
Den höchsten Referenzkurs erreichte der Euro am 15. Juli 2008 mit 1,5990 US-Dollar. Damals lag der EZB-Einlagensatz mit 3,25 % über dem US-Leitzins von 2,00 %. Seit der Finanzkrise hat der Euro dieses Niveau nicht wieder erreicht. Am 2. Oktober 2026 lag er 29,8 % darunter.
Welche Währung ist die sicherste der Welt?
Eine amtliche Rangliste gibt es nicht. Als klassische sichere Häfen in Krisen nennt die EZB den Schweizer Franken und den japanischen Yen. Der US-Dollar ist die wichtigste Reservewährung und galt lange als sicherer Hafen. 2025 verhielt sich laut EZB in mehreren Krisenmomenten auch der Euro so, während der Dollar nachgab.


















