chipTAN-Verfahren: Sicheres Online-Banking erklärt

Das Wichtigste in Kürze:

Das chipTAN-Verfahren gilt als eines der sichersten Authentifizierungsverfahren im Online-Banking. Mithilfe eines TAN-Generators und der Bankkarte werden Transaktionen durch einmalige Transaktionsnummern autorisiert.

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Themen in diesem Artikel:

Was ist chipTAN?

Das chipTAN-Verfahren zählt zu den sichersten Methoden für Online-Banking in Deutschland. Mit einem speziellen TAN-Generator und deiner Bankkarte autorisierst du Transaktionen durch einmalige Transaktionsnummern, die höchsten Schutz vor Betrugsversuchen bieten. Dieses bewährte System kombiniert physische Sicherheit mit modernster Verschlüsselungstechnologie und macht dein Banking nahezu unangreifbar für Cyberkriminelle.

Definition und Grundprinzip

Das chipTAN-Verfahren ist ein hochsicheres Authentifizierungsverfahren für Online-Banking, das von der deutschen Kreditwirtschaft entwickelt wurde. Es basiert auf der intelligenten Kombination aus deiner Bankkarte und einem speziellen TAN-Generator, um für jede Transaktion eine einmalige Transaktionsnummer zu erstellen.

Der Begriff chipTAN leitet sich von dem integrierten Chip in deiner Bankkarte ab, der mit dem Generator kommuniziert. Dieses Verfahren nutzt eine Zwei-Faktor-Authentifizierung: Du benötigst sowohl etwas, was du besitzt (Karte und Generator), als auch etwas, was du weißt (deine PIN). Diese Kombination macht unbefugte Zugriffe praktisch unmöglich.

Die deutsche Kreditwirtschaft hat chipTAN als Antwort auf steigende Sicherheitsanforderungen entwickelt. Es löste die unsichereren iTAN-Listen ab und bietet deutlich höheren Schutz vor modernen Betrugsversuchen. Das Verfahren funktioniert vollständig offline und ist daher unabhängig von Internetverbindungen oder Mobilfunkempfang.

Unterschied zu anderen TAN-Verfahren

Im Vergleich zu anderen TAN-Verfahren bietet chipTAN entscheidende Vorteile. Während mTAN über SMS anfällig für SIM-Swapping-Angriffe ist, arbeitet chipTAN komplett offline. Die früher verwendeten iTAN-Listen konnten durch Phishing-Angriffe kompromittiert werden, da sie vorab generierte Nummern enthielten.

Moderne Alternativen wie pushTAN oder photoTAN benötigen ein Smartphone und sind von dessen Funktionalität abhängig. chipTAN hingegen funktioniert mit einem eigenständigen, spezialisierten Gerät, das ausschließlich für Banking-Zwecke konzipiert wurde. Dies reduziert die Angriffsfläche erheblich.

Das Sicherheitsniveau von chipTAN wird von Banken und Sicherheitsexperten als besonders hoch eingestuft. Es erfüllt alle Anforderungen der europäischen Zahlungsdienstrichtlinie PSD2 und gilt als eines der sichersten verfügbaren Verfahren für Online-Banking Sicherheit.

📌 Good to know

chipTAN ist nicht bei allen Banken verfügbar. Manche Institute setzen auf neuere Verfahren wie photoTAN oder pushTAN. Informiere dich vorab bei deiner Bank über die verfügbaren Optionen.

Wie funktioniert chipTAN?

Der TAN-Generator

Der TAN-Generator ist ein kompaktes Gerät von etwa der Größe eines Taschenrechners. Er verfügt über einen integrierten Kartenleser, in den du deine Bankkarte einsteckst, sowie ein übersichtliches Display und eine kleine Tastatur für die Eingabe deiner PIN. Das Gerät wird mit handelsüblichen Batterien betrieben, die je nach Nutzung mehrere Jahre halten.

Die technische Ausstattung umfasst einen speziellen optischen Sensor, der Flickercodes vom Bildschirm lesen kann. Dieser Sensor ist so konzipiert, dass er ausschließlich die verschlüsselten Daten deiner Bank erkennt. Ein integrierter Prozessor verarbeitet die Informationen und erstellt daraus die einmalige TAN für deine Transaktion.

Moderne TAN-Generatoren sind robust gebaut und für den dauerhaften Einsatz konzipiert. Sie funktionieren unabhängig von externen Geräten oder Internetverbindungen und können problemlos transportiert werden. Die Stromversorgung ist so effizient gestaltet, dass auch bei regelmäßiger Nutzung selten ein Batteriewechsel erforderlich wird.

Schritt-für-Schritt-Ablauf

Der Ablauf einer chipTAN-Transaktion ist standardisiert und folgt immer demselben Muster. Zunächst gibst du deine Überweisungsdaten im Online-Banking deiner Bank ein und bestätigst die Transaktion. Daraufhin erscheint auf deinem Bildschirm eine spezielle Grafik, der sogenannte Flickercode.

Anschließend steckst du deine Bankkarte in den TAN-Generator und gibst deine PIN ein. Das Gerät fordert dich dann auf, es vor den Flickercode zu halten. Der optische Sensor liest die verschlüsselten Informationen aus und zeigt nach wenigen Sekunden eine sechsstellige TAN auf dem Display an.

Diese TAN gibst du in das entsprechende Feld im Online-Banking ein und bestätigst damit die Transaktion. Der gesamte Vorgang dauert normalerweise nur wenige Minuten und bietet dabei maximale Sicherheit. Nach erfolgreicher Eingabe wird die Überweisung von deiner Bank ausgeführt.

Technische Grundlagen

Der Flickercode besteht aus schnell wechselnden schwarzen und weißen Balken, die für das menschliche Auge wie ein Flackern erscheinen. Diese optischen Signale enthalten verschlüsselte Transaktionsdaten wie Empfängerkonto, Betrag und weitere relevante Informationen. Der TAN-Generator dekodiert diese Daten mithilfe komplexer kryptographischer Algorithmen.

Die Verschlüsselung erfolgt nach höchsten Sicherheitsstandards. Jede Transaktion erhält eine eindeutige Kennung, und die generierten TANs sind nur für wenige Minuten gültig. Dies macht Replay-Angriffe unmöglich, bei denen Kriminelle abgefangene TANs später missbrauchen könnten.

Der Chip auf deiner Bankkarte spielt eine zentrale Rolle im Sicherheitskonzept. Er enthält geheime kryptographische Schlüssel, die gemeinsam mit den Transaktionsdaten zur TAN-Berechnung verwendet werden. Diese Schlüssel können nicht ausgelesen oder kopiert werden und machen jede Karte einzigartig.

chipTAN comfort und chipTAN manuell

chipTAN comfort (optisch)

chipTAN comfort stellt die komfortabelste Variante des Verfahrens dar. Bei dieser Methode liest der TAN-Generator automatisch alle relevanten Transaktionsdaten aus dem Flickercode aus. Das Display zeigt dir anschließend die wichtigsten Überweisungsdetails wie Empfängerkonto und Betrag zur Kontrolle an. Dies ermöglicht dir eine zusätzliche Sicherheitsprüfung direkt am Generator.

Die optische Datenübertragung erfolgt innerhalb weniger Sekunden und ist sehr zuverlässig. Du musst lediglich den Generator vor den Bildschirm halten und warten, bis die Datenübertragung abgeschlossen ist. Ein akustisches Signal oder eine Displayanzeige informiert dich über den erfolgreichen Abschluss des Auslesevorgangs.

Diese Variante bietet den höchsten Schutz vor Manipulationsversuchen, da alle Transaktionsdaten automatisch abgeglichen werden. Sollten die angezeigten Daten nicht mit deiner beabsichtigten Überweisung übereinstimmen, kannst du den Vorgang sofort abbrechen. Das macht Phishing-Angriffe praktisch wirkungslos.

chipTAN manuell

Das manuelle chipTAN-Verfahren funktioniert ohne optische Datenübertragung. Stattdessen gibst du die Transaktionsdaten wie Empfängerkonto und Betrag manuell über die Tastatur des Generators ein. Diese Methode ist besonders nützlich, wenn technische Probleme mit der optischen Übertragung auftreten oder der Bildschirm nicht richtig dargestellt wird.

Die manuelle Eingabe erfordert mehr Zeit und Aufmerksamkeit, bietet aber dennoch ein hohes Sicherheitsniveau. Du musst dabei besonders sorgfältig vorgehen, um Eingabefehler zu vermeiden. Der Generator erstellt auch bei dieser Variante eine einmalige TAN, die an die eingegebenen Transaktionsdaten gekoppelt ist.

Viele Nutzer schätzen die manuelle Option als Backup-Lösung. Sie funktioniert unabhängig von der Qualität der Bildschirmdarstellung und kann auch bei älteren Computern oder mobilen Geräten zuverlässig eingesetzt werden. Allerdings ist die Bedienung etwas umständlicher und anfälliger für Bedienungsfehler.

💡 Tip

Teste beide Varianten bei deiner ersten Nutzung mit einer kleinen Testüberweisung. So findest du heraus, welche Methode für dich am besten funktioniert und kannst dich mit der Bedienung vertraut machen.

Sicherheitsaspekte des chipTAN-Verfahrens

Sicherheitsvorteile

Die Zwei-Faktor-Authentifizierung von chipTAN kombiniert drei Sicherheitselemente optimal miteinander: Wissen (PIN), Besitz (Karte und Generator) und Inhärenz (eindeutige Kartendaten). Diese Kombination macht unbefugte Transaktionen praktisch unmöglich, da Angreifer gleichzeitig Zugang zu allen drei Komponenten benötigen würden.

Ein entscheidender Vorteil liegt in der Offline-Funktionalität des Systems. Da der TAN-Generator keine Internetverbindung benötigt, können Cyberkriminelle das Gerät nicht über das Netz angreifen. Dies macht chipTAN immun gegen viele moderne Angriffsmethoden wie Man-in-the-Browser-Attacken oder Remote-Access-Trojaner.

Die Einmaligkeit jeder TAN verhindert effektiv Wiederverwendungsangriffe. Selbst wenn Kriminelle eine TAN abfangen könnten, wäre sie bereits nach wenigen Minuten ungültig. Zudem sind die TANs transaktionsspezifisch generiert und können nicht für andere Überweisungen missbraucht werden.

Das Verfahren schützt auch vor Phishing-Attacken, da die TAN nur in Verbindung mit den korrekten Transaktionsdaten gültig ist. Gefälschte Banking-Websites können keine gültigen TANs generieren, da ihnen die notwendigen kryptographischen Schlüssel fehlen.

Schutz vor Angriffen

chipTAN bietet besonderen Schutz vor sogenannten Man-in-the-Middle-Angriffen, bei denen Kriminelle versuchen, sich zwischen dich und deine Bank zu schalten. Da die TAN-Generierung offline erfolgt und die Transaktionsdaten verschlüsselt übertragen werden, können Angreifer die Kommunikation nicht manipulieren.

Trojanersoftware auf deinem Computer kann dem chipTAN-Verfahren nichts anhaben. Selbst wenn Schadsoftware deine Eingaben überwacht oder Bildschirminhalte manipuliert, bleibt der TAN-Generator davon unberührt. Er arbeitet als isoliertes System und kann von externer Software nicht beeinflusst werden.

Bei der comfort-Variante erhältst du zusätzlichen Schutz durch die Anzeige der Transaktionsdaten auf dem Generator-Display. Selbst wenn dein Computer kompromittiert ist und falsche Daten anzeigt, erkennst du Abweichungen sofort am Generator. Dies macht auch sophistizierte Angriffe mit gefälschten Überweisungsdaten wirkungslos.

Die transaktionsbezogene TAN-Generierung stellt sicher, dass jede TAN nur für die spezifische Überweisung gültig ist, für die sie erstellt wurde. Änderungen an Empfängerdaten oder Betrag machen die TAN automatisch ungültig.

Mögliche Schwachstellen

Die größte potenzielle Schwachstelle liegt im gleichzeitigen Verlust von Bankkarte und TAN-Generator. In diesem Fall könnten Finder oder Diebe bei Kenntnis deiner PIN theoretisch Transaktionen durchführen. Deshalb empfehlen Sicherheitsexperten die getrennte Aufbewahrung beider Komponenten.

Bei der manuellen Variante besteht ein geringes Risiko von Manipulation durch Social Engineering. Kriminelle könnten versuchen, dich telefonisch zur Eingabe falscher Daten zu bewegen. Moderne Betrüger nutzen dabei oft gefälschte Notfälle oder angebliche Sicherheitschecks als Vorwand.

Die Abhängigkeit von funktionierender Hardware kann in seltenen Fällen problematisch werden. Defekte Generatoren oder entladene Batterien können dich temporär vom Online-Banking ausschließen. Viele Banken bieten deshalb Notfall-Alternativen oder Ersatzgeräte an.

Ein gewisses Restrisiko besteht durch menschliche Faktoren. Unaufmerksame Nutzer könnten TANs an Betrüger weitergeben oder die angezeigten Transaktionsdaten nicht ausreichend prüfen. Sicherheitsbewusstsein und aufmerksame Nutzung bleiben daher wichtige Faktoren für den Schutz.

Praktische Anwendung und Handhabung

Erste Schritte mit chipTAN

Den TAN-Generator erhältst du normalerweise direkt von deiner Bank, entweder kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr. Nach dem Erhalt musst du das Gerät zunächst in deinem Online-Banking aktivieren. Dazu loggst du dich wie gewohnt ein und suchst den Menüpunkt für TAN-Verfahren oder Sicherheitseinstellungen.

Die Aktivierung erfolgt meist durch Eingabe einer Seriennummer oder eines Aktivierungscodes, der dem Generator beiliegt. Einige Banken verlangen zusätzlich eine Test-TAN, um sicherzustellen, dass das Gerät korrekt funktioniert. Dieser Vorgang dauert normalerweise nur wenige Minuten und muss nur einmal durchgeführt werden.

Für die erste Nutzung empfiehlt sich eine Testüberweisung mit einem kleinen Betrag auf ein eigenes Konto. So kannst du dich mit dem Ablauf vertraut machen, ohne Risiken einzugehen. Teste dabei sowohl die comfort-Variante als auch die manuelle Eingabe, um beide Optionen zu beherrschen.

Die sachgerechte Aufbewahrung von Karte und Generator ist entscheidend für die Sicherheit. Bewahre beide Komponenten getrennt auf und notiere die PIN niemals zusammen mit der Karte. Viele Nutzer verwenden einen kleinen Tresor für den Generator oder bewahren ihn an einem sicheren Ort in der Wohnung auf.

Häufige Probleme und Lösungen

Wenn der Flickercode nicht erkannt wird, liegt das meist an ungünstigen Lichtverhältnissen oder der falschen Positionierung des Generators. Halte das Gerät im rechten Winkel vor den Bildschirm und sorge für gleichmäßige Beleuchtung ohne Reflexionen. Auch die Bildschirmhelligkeit kann die Erkennung beeinträchtigen.

Bei wiederholten falschen TAN-Eingaben sperren manche Banken das Verfahren temporär. In diesem Fall hilft oft ein Anruf bei der Hotline oder die Nutzung der manuellen Variante als Alternative. Kontrolliere dabei immer die korrekte Eingabe der Transaktionsdaten am Generator.

Leere Batterien erkennst du meist an einem schwachen Display oder fehlenden Reaktionen des Geräts. Die meisten Generatoren verwenden Standard-Batterien (AAA oder AA), die in jedem Supermarkt erhältlich sind. Ein Batteriewechsel ist unkompliziert und in wenigen Minuten erledigt.

Beschädigte oder entmagnetisierte Bankkarten können Kommunikationsprobleme verursachen. Bei häufigen Fehlern solltest du eine neue Karte bei deiner Bank bestellen. Bis zum Erhalt kannst du meist die manuelle Eingabe nutzen oder auf alternative TAN-Verfahren zurückgreifen.

Best Practices

Die getrennte Aufbewahrung von Bankkarte und Generator ist die wichtigste Sicherheitsregel. Verwende verschiedene Orte und trage niemals beide Gegenstände zusammen mit dir. Viele Experten empfehlen, den Generator zu Hause zu lassen und nur für geplante Online-Banking-Sitzungen zu verwenden.

Überprüfe bei jeder Transaktion sorgfältig die angezeigten Daten am Generator-Display. Achte besonders auf Empfängerkonto und Betrag, da diese am häufigsten Ziel von Manipulationsversuchen sind. Bei Unstimmigkeiten brich den Vorgang sofort ab und kontaktiere deine Bank.

Ein Ersatzgenerator kann bei Verlust oder Defekt sehr nützlich sein. Manche Banken bieten Zweitgeräte zu günstigen Konditionen an. Alternativ funktionieren oft auch Generatoren anderer Banken, sofern sie denselben Standard unterstützen. Informiere dich bei deiner Bank über Kompatibilität und Aktivierungsmöglichkeiten.

Bei einem Kartenwechsel vergiss nicht, den neuen Chip auch für den TAN-Generator zu aktivieren. Meist ist dazu eine erneute Registrierung im Online-Banking erforderlich. Teste die Funktion nach der Aktivierung mit einer kleinen Transaktion, um spätere Probleme zu vermeiden.

Vorteile und Nachteile von chipTAN

Vorteile des chipTAN-Verfahrens

Das sehr hohe Sicherheitsniveau macht chipTAN zur ersten Wahl für sicherheitsbewusste Banking-Kunden. Die Kombination aus physischer und digitaler Sicherheit bietet einen nahezu unüberwindbaren Schutz vor den meisten Betrugsversuchen. Sicherheitsexperten stufen es als eines der vertrauenswürdigsten Verfahren ein.

Im Gegensatz zu smartphone-basierten Lösungen benötigt chipTAN kein Mobiltelefon. Dies macht es besonders attraktiv für Nutzer, die ihr Smartphone nicht für Banking verwenden möchten oder die Sicherheitsrisiken von Apps vermeiden wollen. Ältere Kunden schätzen besonders die Unabhängigkeit von moderner Smartphone-Technologie.

Die Funktionalität ohne Mobilfunkempfang ist ein weiterer wichtiger Vorteil. In ländlichen Gebieten oder Kellern, wo das Handynetz schwach ist, arbeitet chipTAN zuverlässig. Auch im Ausland entstehen keine zusätzlichen Kosten für SMS oder Datenverbindungen.

Die geringen laufenden Kosten machen chipTAN langfristig wirtschaftlich. Nach der einmaligen Anschaffung entstehen nur gelegentlich Kosten für Batterien. Im Vergleich zu SMS-TAN fallen keine wiederkehrenden Gebühren an, was bei häufiger Nutzung zu erheblichen Ersparnissen führt.

Nachteile und Einschränkungen

Das zusätzliche Gerät bedeutet einen Mehraufwand in der Handhabung. Du musst immer daran denken, den Generator griffbereit zu haben, wenn du Banking-Geschäfte erledigen möchtest. Dies kann besonders bei spontanen Überweisungen oder unterwegs unpraktisch sein.

Die Anschaffungskosten für den Generator können je nach Bank zwischen 10 und 40 Euro betragen. Während manche Institute das Gerät kostenlos bereitstellen, verlangen andere eine einmalige Gebühr. Im Vergleich zu kostenlosen App-Lösungen ist dies ein finanzieller Nachteil.

Die geringere Mobilität im Vergleich zu Smartphone-Apps schränkt die Flexibilität ein. Während du dein Handy meist ohnehin bei dir trägst, musst du den TAN-Generator bewusst mitnehmen. Dies macht spontanes Online-Banking unterwegs schwieriger.

Der regelmäßige Batteriewechsel alle ein bis drei Jahre ist zwar unkompliziert, aber trotzdem ein zusätzlicher Wartungsaufwand. Entladene Batterien können zu ungünstigen Zeitpunkten auftreten und dich temporär vom Banking ausschließen. Die etwas umständlichere Bedienung im Vergleich zu modernen App-Lösungen empfinden manche Nutzer als altmodisch.

Kosten und Verfügbarkeit

Anschaffung eines TAN-Generators

Die Preisspanne für TAN-Generatoren liegt normalerweise zwischen 15 und 35 Euro. Einfache Modelle für die manuelle Eingabe sind günstiger, während Geräte mit optischem Sensor für chipTAN comfort etwas mehr kosten. Die Preisunterschiede resultieren aus verschiedenen Ausstattungsmerkmalen und Herstellern.

Viele Banken stellen ihren Kunden den ersten Generator kostenlos zur Verfügung, besonders bei Kontoeröffnung oder als Teil eines Premium-Kontomodells. Direktbanken handhaben dies oft großzügiger als traditionelle Filialbanken. Erkundige dich vor der Bestellung nach kostenlosen Alternativen.

Im freien Handel sind TAN-Generatoren in Elektronikgeschäften und online erhältlich. Dabei musst du auf die Kompatibilität mit deiner Bank achten, da nicht alle Geräte mit allen Instituten funktionieren. Die meisten deutschen Banken verwenden jedoch denselben Standard, was die Auswahl vereinfacht.

Die Kompatibilität verschiedener Geräte ist meist gegeben, wenn sie dem SECODER-Standard entsprechen. Hochwertige Generatoren renommierter Hersteller funktionieren normalerweise mit allen deutschen Banken. Bei Unsicherheiten hilft eine Nachfrage bei der Bank-Hotline.

Laufende Kosten

Die Gebührenstrukturen unterscheiden sich erheblich zwischen den Banken. Während viele Institute chipTAN kostenlos anbieten, verlangen andere monatliche oder jährliche Gebühren zwischen 1 und 5 Euro. Premium-Konten schließen meist alle TAN-Verfahren kostenfrei ein.

Im Vergleich zu anderen TAN-Verfahren schneidet chipTAN oft günstig ab. SMS-TAN kostet bei vielen Banken zwischen 10 und 30 Cent pro Transaktion, was bei häufiger Nutzung deutlich teurer wird. App-basierte Verfahren sind meist kostenlos, setzen aber ein geeignetes Smartphone voraus.

Die Kosten für Ersatzbatterien sind minimal und betragen nur wenige Euro alle ein bis drei Jahre. Hochwertige Alkaline-Batterien halten bei normaler Nutzung sehr lange. Der Batteriewechsel ist einfach durchzuführen und erfordert keine technischen Kenntnisse.

Bei Verlust oder Defekt des Generators können Ersatzkosten zwischen 15 und 40 Euro entstehen. Manche Banken bieten Kulanzregelungen oder günstigere Ersatzgeräte für Bestandskunden. Eine Versicherung für den Generator ist meist nicht notwendig, da die Kosten überschaubar sind.

Alternativen zum chipTAN-Verfahren

Moderne TAN-Verfahren im Vergleich

photoTAN funktioniert ähnlich wie chipTAN comfort, nutzt aber farbige QR-Codes statt Flickercodes. Ein spezieller Scanner oder eine Smartphone-App liest die verschlüsselten Transaktionsdaten aus. Das Verfahren bietet ähnlich hohe Sicherheit, ist aber bei der Übertragung noch zuverlässiger als die optische Erkennung von Flickercodes.

pushTAN über Smartphone-Apps gewinnt zunehmend an Beliebtheit. Die TAN wird direkt an eine Banking-App gesendet, wo du sie bestätigen kannst. Dieses Verfahren ist sehr benutzerfreundlich und ermöglicht mobiles Banking ohne zusätzliche Geräte. Allerdings setzt es ein aktuelles Smartphone und Vertrauen in die App-Sicherheit voraus.

Das klassische mTAN per SMS ist weiterhin verfügbar, gilt aber als weniger sicher. SIM-Swapping-Angriffe und das Abfangen von SMS durch Kriminelle sind dokumentierte Risiken. Trotzdem nutzen viele Kunden dieses Verfahren wegen seiner Einfachheit und weil kein zusätzliches Gerät erforderlich ist.

App-basierte Authentifizierung entwickelt sich zum Standard bei vielen Banken. Moderne Banking-Apps integrieren verschiedene TAN-Verfahren und bieten zusätzliche Sicherheitsfeatures wie Biometrie oder Push-Benachrichtigungen. Der FIDO-Standard und biometrische Verfahren versprechen zukünftig noch einfachere und sicherere Authentifizierung.

Wann welches Verfahren sinnvoll ist

Für sicherheitsbewusste Nutzer ohne Smartphone bleibt chipTAN die beste Wahl. Es bietet maximale Sicherheit und Unabhängigkeit von moderner Smartphone-Technologie. Besonders ältere Kunden oder Personen mit Datenschutzbedenken schätzen die Kontrolle über ein eigenständiges Gerät.

Bei häufigem mobilem Banking sind Smartphone-basierte Lösungen praktischer. pushTAN oder App-TAN ermöglichen schnelle Transaktionen unterwegs, ohne zusätzliche Geräte mitführen zu müssen. Das Sicherheitsniveau ist bei aktuellen Smartphones mit aktueller Software ebenfalls sehr hoch.

Das Sicherheitsbedürfnis versus Komfort bestimmt oft die Wahl. Während chipTAN maximale Sicherheit bietet, sind App-Lösungen komfortabler. Viele Banken ermöglichen die parallele Nutzung mehrerer Verfahren, sodass du je nach Situation flexibel wählen kannst.

Die technischen Voraussetzungen spielen eine wichtige Rolle bei der Entscheidung. chipTAN benötigt nur eine Bankkarte und funktionsfähige Batterien, während moderne Alternativen aktuelle Smartphones oder stabile Internetverbindungen voraussetzen. In ländlichen Gebieten kann chipTAN daher vorteilhafter sein.

Häufig gestellte Fragen

Q

Wie sicher ist chipTAN wirklich?

chipTAN gilt als eines der sichersten TAN-Verfahren und nutzt Zwei-Faktor-Authentifizierung mit Offline-Komponenten für maximalen Schutz.

Q

Was kostet ein chipTAN-Generator?

TAN-Generatoren kosten zwischen 15-35 Euro, viele Banken stellen sie kostenlos zur Verfügung oder bieten sie günstig an.

Q

Kann ich chipTAN ohne Smartphone nutzen?

Ja, chipTAN funktioniert vollständig unabhängig von Smartphone oder Mobilfunk und benötigt nur Bankkarte und TAN-Generator.

Q

Wie lange hält die Batterie im TAN-Generator?

Die Batterien halten bei normaler Nutzung zwischen einem und drei Jahren, abhängig von Nutzungsfrequenz und Batteriequalität.

Q

Funktioniert chipTAN auch im Ausland?

Ja, chipTAN funktioniert weltweit ohne zusätzliche Kosten, da es keine Internetverbindung oder Mobilfunk benötigt.

Q

Kann ich mehrere TAN-Generatoren gleichzeitig nutzen?

Ja, viele Banken ermöglichen die Registrierung mehrerer Geräte für mehr Flexibilität und als Backup-Lösung.


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