Themen in diesem Artikel:
- Was ist ein Mikrokredit: Definition und Abgrenzung zu klassischen Kreditformen mit Kreditsummen bis 25.000 Euro
- Zielgruppen und Verwendung: Für wen sich Mikrokredite eignen und typische Einsatzbereiche
- Voraussetzungen: Erforderliche Unterlagen und Kriterien für die erfolgreiche Bewilligung
- Beantragung Schritt für Schritt: Praktischer Leitfaden durch den gesamten Antragsprozess
- Anbieter im Überblick: Verschiedene Finanzierungsquellen und deren Besonderheiten
- Konditionen und Kosten: Zinssätze, Gebühren und weitere wichtige Kostenaspekte
- Vor- und Nachteile: Ausgewogene Betrachtung der Mikrokredit-Finanzierung
- Alternativen: Andere Finanzierungsmöglichkeiten als Alternative zum Mikrokredit
Was ist ein Mikrokredit?
Ein Mikrokredit stellt für viele Menschen eine wichtige Finanzierungsmöglichkeit dar, wenn klassische Bankkredite schwer zugänglich sind. Diese besondere Kreditform ermöglicht es dir, auch bei schwierigerer Bonität oder als Selbstständige:r Zugang zu kleineren Kreditsummen zu erhalten. Besonders für Gründer:innen, Kleinunternehmer:innen und Privatpersonen mit speziellen Finanzierungsbedürfnissen bietet die Mikrofinanzierung flexible Lösungen.
Ein Mikrokredit ist eine spezielle Form der Finanzierung, die sich durch besonders kleine Kreditsummen und vereinfachte Vergabeprozesse auszeichnet. Diese Kreditart hat ihren Ursprung in der Entwicklungshilfe und wurde von dem Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus in Bangladesch entwickelt. In Deutschland dient sie heute als wichtige Alternative zu herkömmlichen Bankkrediten.
Definition und Merkmale
Mikrokredite zeichnen sich durch charakteristische Eigenschaften aus, die sie von anderen Kreditformen unterscheiden. Die Kreditsummen bewegen sich typischerweise zwischen 100 und 25.000 Euro, wobei die meisten Anbieter eine Obergrenze von 25.000 Euro festgelegt haben. Die Laufzeiten sind mit sechs Monaten bis zu fünf Jahren überschaubar gehalten.
Ein wesentliches Merkmal ist das vereinfachte Prüfverfahren. Während klassische Banken umfangreiche Bonitätsprüfungen durchführen, setzen Mikrofinanzinstitute oft auf alternative Bewertungsmethoden. Dies ermöglicht es auch Menschen mit eingeschränkter Kreditwürdigkeit, Zugang zu Finanzierungen zu erhalten.
Der administrative Aufwand ist bewusst gering gehalten. Du musst weniger Unterlagen vorlegen und kannst oft bereits nach wenigen Tagen über die Kreditsumme verfügen. Diese Geschwindigkeit macht Mikrokredite besonders attraktiv für kurzfristige Finanzierungsbedürfnisse.
Unterschied zu klassischen Krediten
Der wichtigste Unterschied liegt in der Kreditsumme. Während herkömmliche Bankkredite oft erst ab 2.500 Euro vergeben werden, beginnen Mikrokredite bereits bei 100 Euro. Diese niedrigen Beträge machen sie zu einer idealen Lösung für kleinere Finanzierungslücken.
Die Bonitätsprüfung erfolgt flexibler als bei traditionellen Kreditinstituten. Viele Mikrofinanzanbieter berücksichtigen auch weiche Faktoren wie die Geschäftsidee oder persönliche Umstände. Dies ermöglicht es Personen mit negativen SCHUFA-Einträgen oder unregelmäßigen Einkommen, dennoch eine Finanzierung zu erhalten.
Besonders hervorzuheben ist die schnelle Bearbeitungszeit. Während klassische Bankkredite oft Wochen in Anspruch nehmen, erhältst du bei Mikrokrediten meist innerhalb von 24 bis 72 Stunden eine Zusage oder Absage.
Für wen eignet sich ein Mikrokredit?
Mikrokredite richten sich an verschiedene Personengruppen, die aus unterschiedlichen Gründen keinen Zugang zu herkömmlichen Bankfinanzierungen haben. Die Flexibilität dieser Kreditform macht sie für diverse Lebenssituationen geeignet.
Selbstständige und Gründer
Besonders Existenzgründer:innen profitieren von Mikrokrediten, da sie oft noch keine ausreichende Geschäftshistorie vorweisen können. Klassische Banken lehnen Kreditanträge häufig ab, wenn kein Track-Record existiert. Mikrofinanzinstitute bewerten stattdessen die Geschäftsidee und das Potenzial des Unternehmens.
Typische Verwendungszwecke für Selbstständige umfassen das Startkapital für Existenzgründungen, die Anschaffung von Betriebsmitteln oder die Überbrückung finanzieller Engpässe. Viele Kleinunternehmer:innen nutzen diese Kredite auch für saisonale Schwankungen oder zur Vorfinanzierung von Aufträgen.
Die flexible Rückzahlung ermöglicht es dir, die Tilgung an deine Geschäftsentwicklung anzupassen. Viele Anbieter bieten tilgungsfreie Zeiten in den ersten Monaten an, um dir den Start zu erleichtern. Dies ist besonders wertvoll in der Gründungsphase, wenn die Einnahmen noch unregelmäßig fließen.
💡 Tip
Erstelle vor der Antragstellung einen detaillierten Businessplan, auch wenn er nicht immer gefordert wird. Ein durchdachtes Konzept erhöht deine Chancen auf eine Zusage und zeigt den Kreditgeber:innen deine Seriosität.
Privatpersonen
Auch Privatpersonen können von Mikrokrediten profitieren, insbesondere wenn sie kleinere Anschaffungen finanzieren möchten oder kurzfristige finanzielle Engpässe überbrücken müssen. Dies ist besonders relevant für Menschen, die bei herkömmlichen Banken aufgrund ihrer Bonität oder ihres Einkommens keine Kredite erhalten.
Typische Anwendungsfälle sind die Finanzierung von Haushaltsgeräten, Reparaturen oder unerwarteten Ausgaben. Viele Privatpersonen nutzen Mikrokredite auch als Überbrückungskredit bis zum nächsten Gehaltseingang oder als Alternative zum teuren Dispositionskredit.
Voraussetzungen für einen Mikrokredit
Die Voraussetzungen für einen Mikrokredit sind bewusst niedrig gehalten, um möglichst vielen Menschen Zugang zu Finanzierungen zu ermöglichen. Dennoch gibt es bestimmte Mindestanforderungen, die du erfüllen musst.
Formale Voraussetzungen
Du musst volljährig sein und einen festen Wohnsitz in Deutschland haben. Ein gültiges deutsches Bankkonto ist ebenfalls erforderlich, da die Auszahlung und Rückzahlung über dieses Konto abgewickelt wird. Diese Grundvoraussetzungen gelten für alle Anbieter von Mikrokrediten.
Ein regelmäßiges Einkommen oder bei Selbstständigen ein plausibler Geschäftsplan ist notwendig, um die Rückzahlungsfähigkeit zu belegen. Dabei sind die Anforderungen deutlich flexibler als bei klassischen Bankkrediten. Auch geringe Einkommen oder unregelmäßige Einnahmen können ausreichend sein.
Viele Anbieter akzeptieren verschiedene Einkommensarten. Neben Gehältern werden auch Renten, Sozialleistungen oder Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit berücksichtigt. Die Mindesteinkommensgrenze liegt meist zwischen 500 und 1.000 Euro monatlich.
Benötigte Unterlagen
Die Dokumentenanforderungen sind überschaubar gehalten. Du benötigst einen gültigen Personalausweis oder Reisepass zur Identitätsprüfung. Diese kann oft online über Videochat erfolgen, was den Prozess erheblich beschleunigt.
Einkommensnachweise der letzten zwei bis drei Monate sind erforderlich, wobei die Art der Nachweise je nach Anbieter variiert. Angestellte reichen Gehaltsabrechnungen ein, während Selbstständige oft vereinfachte Gewinn- und Verlustrechnungen oder Kontoauszüge vorlegen können.
Kontoauszüge der letzten ein bis drei Monate geben dem Kreditgeber einen Einblick in dein Zahlungsverhalten. Eine SCHUFA-Auskunft wird meist automatisch eingeholt, aber negative Einträge führen nicht automatisch zur Ablehnung.
📌 Good to know
Auch bei negativer SCHUFA kannst du einen Mikrokredit erhalten. Viele Anbieter bewerten die aktuelle finanzielle Situation höher als vergangene Probleme und prüfen vorrangig deine aktuelle Rückzahlungsfähigkeit.
Mikrokredit beantragen – Schritt für Schritt
Die Beantragung eines Mikrokredits ist deutlich unkomplizierter als bei herkömmlichen Bankkrediten. Mit der richtigen Vorbereitung kannst du den gesamten Prozess innerhalb weniger Tage abschließen.
Vorbereitung
Zunächst solltest du deinen Kreditbedarf genau ermitteln. Überlege dir, wofür du das Geld benötigst und welche Summe tatsächlich notwendig ist. Ein zu hoch angesetzter Kreditbetrag kann die Zusagechancen verringern und führt zu unnötigen Zinskosten.
Stelle alle erforderlichen Unterlagen zusammen, bevor du den Antrag stellst. Dies beschleunigt den Bearbeitungsprozess erheblich. Erstelle eine Kopie aller Dokumente für deine eigenen Unterlagen.
Ein Vergleich verschiedener Anbieter lohnt sich trotz des überschaubaren Marktes. Die Konditionen können erheblich variieren, insbesondere bei den Zinssätzen und zusätzlichen Gebühren. Nutze Online-Vergleichsportale oder kontaktiere mehrere Anbieter direkt.
Erstelle einen realistischen Rückzahlungsplan, der deine monatlichen Einnahmen und Ausgaben berücksichtigt. Dies hilft dir nicht nur bei der Antragstellung, sondern auch bei der späteren Budgetplanung.
Antragstellung
Die meisten Anbieter ermöglichen eine Online-Antragstellung, die rund um die Uhr verfügbar ist. Das Ausfüllen des Antrags dauert meist nur 10 bis 15 Minuten. Achte darauf, alle Angaben wahrheitsgemäß und vollständig zu machen, da falsche Angaben zur Ablehnung führen können.
Nach dem Ausfüllen des Online-Antrags lädst du die erforderlichen Dokumente hoch oder sendest sie per E-Mail. Viele Anbieter akzeptieren auch Smartphone-Fotos der Dokumente, was den Prozess weiter vereinfacht.
Die Identitätsprüfung erfolgt meist über VideoIdent oder PostIdent-Verfahren. Das VideoIdent-Verfahren ist schneller und kann sofort durchgeführt werden, während das PostIdent-Verfahren einen Besuch bei der Post erfordert.
Auszahlung und Rückzahlung
Nach erfolgreicher Prüfung erfolgt die Auszahlung meist innerhalb von 24 bis 48 Stunden auf dein angegebenes Bankkonto. Einige Anbieter bieten auch eine Express-Auszahlung gegen eine zusätzliche Gebühr an.
Die Rückzahlung erfolgt in der Regel durch monatliche Raten, die automatisch von deinem Konto abgebucht werden. Du solltest sicherstellen, dass dein Konto zum Abbuchungstermin ausreichend gedeckt ist, da sonst zusätzliche Kosten entstehen können.
Viele Anbieter ermöglichen eine vorzeitige Tilgung ohne zusätzliche Gebühren. Dies kann sinnvoll sein, wenn sich deine finanzielle Situation verbessert oder du unerwartete Einnahmen erzielst.
Anbieter von Mikrokrediten in Deutschland
Der deutsche Mikrofinanzmarkt umfasst verschiedene Arten von Anbietern, die unterschiedliche Schwerpunkte und Zielgruppen bedienen. Die Auswahl des richtigen Anbieters hängt von deinen individuellen Bedürfnissen ab.
Mikrofinanzinstitute
Das Deutsche Mikrofinanz Institut (DMI) ist der zentrale Dachverband der Mikrofinanzierung in Deutschland. Es koordiniert die Aktivitäten verschiedener regionaler Anbieter und entwickelt Standards für die Branche.
Regionale Mikrofinanzinstitutionen sind oft in bestimmten Bundesländern oder Regionen aktiv. Sie bieten den Vorteil der lokalen Präsenz und können individuelle Beratung vor Ort anbieten. Beispiele sind die Mikrofinanzierung in Baden-Württemberg oder Berlin-Brandenburg.
Spezialisierte Non-Profit-Organisationen fokussieren sich oft auf bestimmte Zielgruppen wie Migrant:innen oder Langzeitarbeitslose. Sie bieten neben der Finanzierung oft auch Beratung und Schulungen an.
EU-geförderte Programme wie der Mikrofinanzierungsfonds Deutschland werden durch öffentliche Mittel unterstützt und können daher besonders günstige Konditionen anbieten.
Online-Kreditplattformen
Digitale Kreditvermittler haben den Mikrofinanzmarkt revolutioniert und bieten vollständig digitale Antragsprozesse. Diese Plattformen zeichnen sich durch besonders schnelle Bearbeitung und 24/7-Verfügbarkeit aus.
Peer-to-Peer-Kreditplattformen verbinden private Anleger:innen direkt mit Kreditnehmer:innen. Diese Modelle können interessante Konditionen bieten, da die klassischen Bankenmargen entfallen.
Fintech-Unternehmen nutzen moderne Technologien für die Bonitätsprüfung und können dadurch auch unkonventionelle Einkommensquellen berücksichtigen. Sie sind oft besonders innovativ bei der Produktgestaltung.
Klassische Banken
Sparkassen und Volksbanken bieten zunehmend auch Mikrokredite an, oft im Rahmen ihrer regionalen Gründungsförderung. Sie kombinieren die Vorteile klassischer Bankberatung mit flexiblen Mikrofinanzprodukten.
Die KfW-Förderkredite sind zwar nicht direkt Mikrokredite, bieten aber ähnliche Vorteile für Gründer:innen und kleine Unternehmen. Sie zeichnen sich durch besonders günstige Zinssätze aus.
Konditionen und Kosten
Die Konditionen von Mikrokrediten variieren erheblich zwischen den verschiedenen Anbietern. Ein genauer Vergleich ist daher unerlässlich, um das beste Angebot zu finden.
Zinssätze
Die Zinssätze für Mikrokredite liegen typischerweise zwischen 5 und 15 Prozent pro Jahr, wobei die meisten Anbieter zwischen 8 und 12 Prozent verlangen. Diese höheren Zinsen im Vergleich zu Standardkrediten spiegeln das erhöhte Risiko und die aufwendigere Bearbeitung wider.
Die Verzinsung erfolgt meist bonitätsabhängig, das heißt, deine individuelle Kreditwürdigkeit beeinflusst den angebotenen Zinssatz. Selbst bei schwächerer Bonität erhältst du jedoch oft bessere Konditionen als bei einem Dispositionskredit.
Einige Anbieter arbeiten mit Festzinsen, während andere variable Zinssätze anbieten. Festzinsen bieten Planungssicherheit, während variable Zinsen bei sinkenden Marktzinsen Vorteile haben können.
Weitere Kosten
Neben den Zinsen können weitere Kosten anfallen, die du bei der Gesamtkalkulation berücksichtigen solltest. Bearbeitungsgebühren werden von einigen Anbietern erhoben, sind aber nicht bei allen üblich.
Vermittlungsprovisionen entstehen, wenn du einen Kreditvermittler nutzt. Diese können das Angebot verteuern, bieten aber den Vorteil eines umfassenden Marktvergleichs.
Manche Anbieter verlangen Kontoführungsgebühren oder Gebühren für die Bereitstellung von Kontoauszügen. Diese Posten sind meist gering, können aber bei längeren Laufzeiten ins Gewicht fallen.
Bei vorzeitiger Rückzahlung erheben einige Anbieter Vorfälligkeitsentschädigungen, während andere dies kostenlos ermöglichen. Diese Information solltest du vor Vertragsabschluss erfragen.
💡 Tip
Berechne immer den effektiven Jahreszins, der alle Kosten enthält, anstatt nur den Nominalzins zu betrachten. So erhältst du einen realistischen Vergleich zwischen verschiedenen Anbietern.
Vorteile und Nachteile
Wie jede Finanzierungsform haben auch Mikrokredite spezifische Vor- und Nachteile, die du bei deiner Entscheidung abwägen solltest.
Vorteile
Der wichtigste Vorteil ist die Zugänglichkeit auch bei schwacher Bonität. Während klassische Banken bei negativen SCHUFA-Einträgen oder unregelmäßigen Einkommen meist ablehnen, prüfen Mikrofinanzanbieter individueller und flexibler.
Die schnelle Bearbeitung ist besonders wertvoll, wenn du kurzfristig Geld benötigst. Oft erhältst du bereits am nächsten Tag eine Zusage und das Geld binnen 48 Stunden auf deinem Konto.
Flexible Verwendungsmöglichkeiten erlauben es dir, das Geld für verschiedene Zwecke einzusetzen, ohne dass du dies detailliert begründen musst. Dies ist besonders vorteilhaft für Selbstständige mit vielfältigen Finanzierungsbedürfnissen.
Die überschaubaren Kreditsummen reduzieren das Verschuldungsrisiko. Du kannst nicht in eine Überschuldungssituation geraten, wie sie bei hohen Kreditsummen möglich wäre.
Regelmäßige pünktliche Rückzahlungen können deine Bonität verbessern und dir den Zugang zu günstigeren Finanzierungen in der Zukunft eröffnen.
Nachteile
Die höheren Zinsen im Vergleich zu Standardkrediten sind der wesentliche Nachteil. Du zahlst für die Flexibilität und schnelle Verfügbarkeit einen Aufpreis.
Die begrenzten Kreditsummen können unzureichend sein, wenn du größere Investitionen finanzieren möchtest. Für umfangreiche Geschäftsausstattung oder größere Renovierungen reichen Mikrokredite oft nicht aus.
Zusätzliche Gebühren können das Angebot verteuern, insbesondere wenn du Vermittlungsdienste nutzt oder spezielle Services in Anspruch nimmst.
Die begrenzte Verfügbarkeit kann problematisch sein, da nicht alle Banken oder Regionen entsprechende Angebote haben. Besonders in ländlichen Gebieten ist die Auswahl oft eingeschränkt.
Alternativen zum Mikrokredit
Bevor du dich für einen Mikrokredit entscheidest, solltest du auch andere Finanzierungsmöglichkeiten prüfen, die möglicherweise bessere Konditionen oder mehr Flexibilität bieten.
Weitere Kreditformen
Der Dispositionskredit deines Girokontos kann für sehr kurzfristige Finanzierungsbedürfnisse eine Alternative sein. Allerdings sind die Zinsen meist noch höher als bei Mikrokrediten, weshalb diese Option nur für wenige Tage sinnvoll ist.
Ein klassischer Ratenkredit kann günstiger sein, wenn du eine bessere Bonität hast und eine höhere Kreditsumme benötigst. Die Mindestbeträge beginnen meist bei 1.000 bis 2.500 Euro.
Rahmenkredite bieten ähnliche Flexibilität wie Mikrokredite, aber mit meist günstigeren Zinsen. Du zahlst nur Zinsen auf den tatsächlich genutzten Betrag und kannst jederzeit teilweise oder komplett tilgen.
Privatdarlehen von Familie und Freunden sind oft die günstigste Option, da keine Zinsen anfallen müssen. Allerdings können sie persönliche Beziehungen belasten, wenn Rückzahlungsprobleme auftreten.
Förderungen und Zuschüsse
KfW-Gründerzuschüsse und -darlehen bieten für Existenzgründer:innen oft bessere Konditionen als Mikrokredite. Sie erfordern allerdings einen ausführlicheren Businessplan und längere Bearbeitungszeiten.
Regionale Förderprogramme der Bundesländer oder Kommunen können zinsgünstige Kredite oder sogar Zuschüsse bieten. Die Verfügbarkeit und Konditionen variieren stark je nach Region.
Crowdfunding ermöglicht es dir, dein Projekt durch viele kleine Beiträge zu finanzieren. Dies eignet sich besonders für innovative Geschäftsideen oder soziale Projekte, die eine breite Unterstützung finden.
Business Angels und Investoren können nicht nur Geld, sondern auch wertvolle Erfahrungen und Kontakte einbringen. Dafür musst du jedoch meist Unternehmensanteile abgeben.
Häufig gestellte Fragen
Wie hoch sind die Zinsen für einen Mikrokredit?
Die Zinssätze liegen typischerweise zwischen 5 und 15 Prozent pro Jahr, meist zwischen 8 und 12 Prozent, abhängig von der Bonität.
Kann ich einen Mikrokredit trotz negativer SCHUFA erhalten?
Ja, viele Mikrofinanzanbieter vergeben Kredite auch bei negativen SCHUFA-Einträgen, da sie die aktuelle Rückzahlungsfähigkeit höher bewerten als vergangene Probleme.
Wie schnell erhalte ich die Kreditsumme nach der Zusage?
Die Auszahlung erfolgt meist innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach der endgültigen Zusage auf das angegebene Bankkonto.
Welche Unterlagen benötige ich für einen Mikrokredit-Antrag?
Du benötigst einen Personalausweis, Einkommensnachweise der letzten 2-3 Monate, Kontoauszüge und gegebenenfalls einen Businessplan bei selbstständiger Tätigkeit.
Ist eine vorzeitige Rückzahlung des Mikrokredits möglich?
Viele Anbieter ermöglichen eine vorzeitige Tilgung ohne zusätzliche Gebühren, dies solltest du jedoch vor Vertragsabschluss gezielt erfragen und bestätigen lassen.
Für welche Zwecke kann ich einen Mikrokredit verwenden?
Mikrokredite können flexibel eingesetzt werden: für Existenzgründungen, Betriebsmittel, private Anschaffungen, Überbrückung finanzieller Engpässe oder unerwartete Ausgaben ohne Verwendungsnachweis.
Welche Laufzeiten haben Mikrokredite üblicherweise?
Die Laufzeiten bewegen sich typischerweise zwischen sechs Monaten und fünf Jahren, wobei kürzere Laufzeiten bei kleineren Beträgen üblich sind.



