Das Wichtigste in Kürze
- Definition und Kennzahlen: Erfahre, wie der DAX die 40 größten deutschen Börsenkonzerne bündelt und was ein Punkt bedeutet.
- Rendite Jahr für Jahr: Vergleiche die Jahresrenditen seit 2000 und rechne aus, was aus deinem Geld geworden wäre.
- Alle 40 DAX-Unternehmen: Sieh jedes Mitglied mit Gewicht und Branche und warum fünf Werte fast die Hälfte ausmachen.
- Aufnahme und Abstieg: Verstehe Fast Entry, Fast Exit, die Gewinnregel und die Termine der Indexüberprüfung.
- Berechnung und Kappung: Lerne die Indexformel kennen und warum keine Aktie mehr als 15 % wiegen darf.
- Reform 2021: DAX 40: Erfahre, was sich mit der größten Reform seit 1988 geändert hat und wer neu dazukam.
- Geschichte seit 1988: Entdecke die Meilensteine vom Start mit 1.163,52 Punkten bis zum Rekord im August 2026.
- Krisen und Erholung: Sieh, wie tief der DAX in neun Krisen fiel und wie viele Monate die Erholung dauerte.
- Performance- vs. Kursindex: Finde heraus, warum aus 10.000 Euro mit Dividenden gut doppelt so viel wurde wie ohne.
- Wie deutsch ist der DAX?: Erfahre aus den Geschäftsberichten, wie viel Umsatz die DAX-Konzerne im Ausland machen.
- Dividenden der DAX-Konzerne: Vergleiche die größten Dividendenzahler im DAX mit Betrag je Aktie und Ausschüttungssumme.
- MDAX, SDAX und TecDAX: Ordne den DAX in seine Indexfamilie ein und erfahre, was die Nebenwerte-Indizes messen.
- Wege ins Investment: Überblick über ETF, Sparplan, Zertifikat und CFD sowie zwei große DAX-ETFs im Vergleich.
- Steuern in Deutschland: Erfahre, wie Abgeltungsteuer, Teilfreistellung und Vorabpauschale bei DAX-ETFs wirken.
- Risiken im Überblick: Verstehe Klumpen-, Branchen- und Konjunkturrisiko, bevor du in deutsche Aktien investierst.
- Quellen und Methodik: Überblick über die Datenquellen, den Stand der Zahlen und wie Finalarm gerechnet hat.
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Was ist der DAX?
Der DAX ist der Leitindex der deutschen Börse: Er bildet die Wertentwicklung der 40 größten Unternehmen ab, die im Regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse notiert sind und Mindestanforderungen an Qualität und Profitabilität erfüllen. Gemessen wird die Größe am Börsenwert der frei handelbaren Aktien, dem Streubesitz. Der Name ist die Abkürzung für Deutscher Aktienindex. Die DAX-Werte gelten als Blue Chips, also als die großen Standardwerte des deutschen Aktienmarkts. Berechnet wird er von STOXX, dem Indexanbieter der Gruppe Deutsche Börse.
Ende August 2026 waren die 40 DAX-Unternehmen laut Factsheet des Indexanbieters zusammen 2.141,5 Milliarden Euro wert, davon 1.791,7 Milliarden Euro im Streubesitz. Nach Angaben der Deutschen Börse deckt der DAX rund 80 % des Börsenwerts der börsennotierten Aktiengesellschaften in Deutschland ab. Er ist damit Stimmungsbarometer für die deutsche Wirtschaft, Vergleichsmaßstab (Benchmark) für Fondsmanager und Basiswert für ETFs, Futures, Optionen und Zertifikate.
Am 30. September 2026 schloss der DAX bei 25.199,19 Punkten, seit Jahresbeginn ein Plus von 2,9 %. Den bisherigen Rekordschluss erreichte er am 28. August 2026 mit 26.569,99 Punkten. Wie sich der DAX in die Indexlandschaft einordnet, zeigt unser Überblick zum Börsenindex.
Was ist ein Punkt beim DAX?
Ein Punkt ist keine Währung, sondern eine Rechengröße. Der DAX startete mit einer Basis von 1.000 Punkten am 30. Dezember 1987. Ein Stand von 25.199 Punkten bedeutet, dass der Index seither auf gut das 25-Fache gestiegen ist, mit wieder angelegten Dividenden. Steigt der DAX um 252 Punkte, entspricht das bei diesem Stand einem Plus von 1 %. Deshalb sind Prozentangaben aussagekräftiger als Punkte: Beim Tief im März 2003 mit 2.202,96 Punkten hätten 500 Punkte ein Plus von knapp 23 % bedeutet, heute sind es rund 2 %.
Wann wird der DAX berechnet?
Der DAX wird an jedem Handelstag während der Xetra-Handelszeit von 9:00 bis 17:30 Uhr laufend aus den Xetra-Kursen berechnet. Die erste Berechnung startet, sobald alle 40 Aktien einen Eröffnungskurs haben, spätestens um 9:06 Uhr. Seit Juni 1999 nutzt die Deutsche Börse ausschließlich Xetra-Kurse. Außerhalb dieser Zeit berechnet STOXX den L/E-DAX im Minutentakt aus den Preisen der Börse Frankfurt. Er zeigt, wie sich der Markt am Morgen und am Abend bewegt, ist aber nicht der offizielle DAX-Schlusskurs. Am Wochenende und an Feiertagen ohne Xetra-Handel gibt es keinen DAX-Stand.
Kursverlauf
DAX im Chart
Kursverlauf verzögert · Chart: TradingView · Kursdaten ohne Gewähr, keine Anlageberatung.
Auf einen Blick
DAX: die wichtigsten Kennzahlen
Live-Kurs verzögert, Daten: TradingView
Anzahl Werte
40 Unternehmen
Seit 20.09.2021, vorher 30
Gewichtung
Börsenwert des Streubesitzes
Höchstens 15 % je Aktie (Kappung)
Start
1. Juli 1988
Basis 1.000 Punkte am 30.12.1987
Indexart
Performanceindex
Dividenden werden reinvestiert; Kursindex: DAXK
Marktkapitalisierung
2.141,5 Mrd. Euro
davon Streubesitz 1.791,7 Mrd. Euro (31.08.2026)
Rekordhoch (Schlusskurs)
26.569,99 Punkte
am 28.08.2026; Datenstand 30.09.2026
Überprüfung
quartalsweise
Fast Entry/Exit jedes Quartal, reguläre Regeln im März und September
ISIN / WKN
DE0008469008 / 846900
Dividendenrendite
2,1 %
letzte 12 Monate, laut Factsheet (31.08.2026)
Stand 30.09.2026 · Quelle: STOXX Ltd., Factsheet DAX (31.08.2026), DAX Equity Index Methodology Guide (August 2026), Tagesschlusskurse
📌 Good to know
Der DAX ist ein Performanceindex: Dividenden fließen rechnerisch wieder in den Index. Die meisten großen Indizes der Welt, etwa der Dow Jones oder der S&P 500, werden als Kursindex gemeldet. Ein DAX-Stand ist deshalb nicht direkt mit Punkteständen anderer Indizes vergleichbar. Den Kursindex ohne Dividenden gibt es auch, er heißt DAXK oder Kurs-DAX.
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DAX Rendite und Entwicklung: Jahr für Jahr
Der DAX hat von 2016 bis 2025 eine durchschnittliche Rendite von 8,6 % pro Jahr erzielt, mit wieder angelegten Dividenden. Aus 10.000 Euro Anfang 2016 wurden bis Ende 2025 rund 22.800 Euro. Seit 2000 fällt der Schnitt deutlich niedriger aus: Von 2000 bis 2025 waren es 5,0 % pro Jahr, weil die Verluste nach dem Dotcom-Crash und in der Finanzkrise in diesen Zeitraum fallen. Seit der Basis Ende 1987 kommt der DAX auf 8,8 % pro Jahr.
Die Jahresrenditen streuen stark. Seit 2000 gab es sieben Verlustjahre: 2000, 2001, 2002, 2008, 2011, 2018 und 2022. Das schlechteste Jahr war 2002 mit −44,0 %, das beste 2003 mit +37,2 %. Die drei Jahre 2023 bis 2025 waren mit +20,3 %, +18,9 % und +23,0 % die stärkste Serie seit 2005 bis 2007. Laut Factsheet lag die Schwankungsbreite, gemessen als annualisierte Volatilität, über fünf Jahre bei 17,3 % (Stand 31.08.2026).
Wertentwicklung
DAX: Rendite Jahr für Jahr
Letzte 5 Jahre zusammen (2021–2025): +78,5 % · mit reinvestierten Dividenden, in Euro
| Jahr | Rendite (Performanceindex) |
|---|---|
| 2016 | +6,9 % |
| 2017 | +12,5 % |
| 2018 | −18,3 % |
| 2019 | +25,5 % |
| 2020 | +3,6 % |
| 2021 | +15,8 % |
| 2022 | −12,4 % |
| 2023 | +20,3 % |
| 2024 | +18,9 % |
| 2025 | +23,0 % |
Stand 30.12.2025 · Quelle: STOXX Ltd., Jahresendstände DAX (Performanceindex); Berechnung Finalarm
Die Tabelle zeigt den DAX als Performanceindex. Weil der DAX in Euro berechnet wird, gibt es für Anleger aus Deutschland keinen Wechselkurseffekt. Das ist ein Unterschied zu US-Indizes wie dem S&P 500, bei denen die Rendite in Euro je nach Dollarkurs um mehrere Prozentpunkte von der Dollar-Rendite abweicht.
Wo steht der DAX aktuell?
Der DAX lag am 30. September 2026 bei 25.199,19 Punkten und damit 5,2 % unter seinem Rekordschluss vom 28. August 2026. Das bisherige Jahrestief 2026 war der 27. März mit 22.300,75 Punkten. Die Marke von 25.000 Punkten überschritt der DAX erstmals am 7. Januar 2026, die von 26.000 Punkten am 3. August 2026, jeweils auf Schlusskursbasis. Bekannt ist, wovon die weitere Entwicklung abhängt, nicht aber, wie sie ausfällt: Gewinne der Konzerne, Zinsen der Europäischen Zentralbank, Weltkonjunktur und Handelspolitik. Finalarm veröffentlicht dazu keine Prognose.
Was wäre aus deinem Geld geworden?
Im Renditerechner wählst du ein Startjahr ab 2000 und gibst einen Einmalbetrag oder eine monatliche Sparrate ein. Er rechnet mit den Jahresrenditen aus der Tabelle, also mit Dividenden, aber ohne Kosten und Steuern. Ein ETF erzielt nach Kosten etwas weniger als der Index.
Rechner
Was wäre aus deinem Geld im DAX geworden?
Eingezahlt
–
Wert Ende 2025
–
Wertzuwachs
–
Rendite pro Jahr (Einmalbetrag)
–
Vereinfachte Rechnung mit den Jahresrenditen oben (Rendite (Performanceindex)), ohne Kosten, Steuern und Wechselkurs. Sparraten werden gleichmäßig über das Jahr angenommen. Die vergangene Entwicklung ist kein Indikator für künftige Ergebnisse. Keine Anlageberatung.
Stand 30.12.2025 · Quelle: STOXX Ltd., Jahresendstände DAX (Performanceindex); Berechnung Finalarm
Die Bewertung ist ein Faktor, den Durchschnittsrenditen verdecken. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) des DAX lag laut Factsheet auf Basis der vergangenen zwölf Monate bei 19,6 und auf Basis der erwarteten Gewinne bei 16,9 (Stand 31.08.2026). Ein KGV von 19,6 bedeutet, dass Anleger für einen Euro Jahresgewinn knapp 20 Euro bezahlen. Zum Vergleich: Das KGV des S&P 500 lag Ende März 2026 bei 24,9.
DAX Unternehmen: alle 40 Werte mit Gewichtung
Die größten Unternehmen im DAX sind Siemens, SAP und Allianz: Zusammen kamen sie am 1. Oktober 2026 auf 31,8 % des Index. Die fünf größten Werte mit Siemens Energy und Airbus wogen 45,4 %, die zehn größten 65,5 %. Die 20 kleinsten Mitglieder teilen sich dagegen nur 13,4 %, das kleinste Mitglied Scout24 kommt auf 0,27 %.
Zusammensetzung
Alle 40 DAX-Unternehmen mit Gewichtung
Gewichtung nach Branchen
| # | Unternehmen | Branche | Gewicht |
|---|---|---|---|
| 1 | Siemens | Industrie | 11,67 % |
| 2 | SAP | Technologie | 10,98 % |
| 3 | Allianz | Versicherungen | 9,17 % |
| 4 | Siemens Energy | Energie | 7,18 % |
| 5 | Airbus | Industrie | 6,39 % |
| 6 | Deutsche Telekom | Telekommunikation | 5,28 % |
| 7 | Infineon | Technologie | 4,54 % |
| 8 | Munich Re | Versicherungen | 3,70 % |
| 9 | Deutsche Bank | Banken | 3,47 % |
| 10 | Deutsche Börse | Finanzdienstleistungen | 3,13 % |
| 11 | DHL Group | Industrie | 3,08 % |
| 12 | Bayer | Gesundheit | 2,61 % |
| 13 | Rheinmetall | Industrie | 2,59 % |
| 14 | BASF | Chemie | 2,58 % |
| 15 | RWE | Versorger | 2,40 % |
| 16 | E.ON | Versorger | 2,20 % |
| 17 | Mercedes-Benz Group | Automobile | 1,69 % |
| 18 | adidas | Konsumgüter | 1,50 % |
| 19 | Daimler Truck | Industrie | 1,26 % |
| 20 | MTU Aero Engines | Industrie | 1,16 % |
| 21 | BMW | Automobile | 1,07 % |
| 22 | Heidelberg Materials | Bau und Baustoffe | 1,07 % |
| 23 | Fresenius | Gesundheit | 1,05 % |
| 24 | Merck | Gesundheit | 1,02 % |
| 25 | Commerzbank | Banken | 0,92 % |
| 26 | Hannover Rück | Versicherungen | 0,88 % |
| 27 | Volkswagen (Vz.) | Automobile | 0,82 % |
| 28 | Siemens Healthineers | Gesundheit | 0,82 % |
| 29 | Vonovia | Immobilien | 0,71 % |
| 30 | Symrise | Chemie | 0,70 % |
| 31 | Henkel (Vz.) | Körperpflege und Haushalt | 0,64 % |
| 32 | GEA Group | Industrie | 0,58 % |
| 33 | Fresenius Medical Care | Gesundheit | 0,47 % |
| 34 | Qiagen | Gesundheit | 0,46 % |
| 35 | Continental | Automobile | 0,43 % |
| 36 | Hochtief | Bau und Baustoffe | 0,40 % |
| 37 | Brenntag | Chemie | 0,40 % |
| 38 | Beiersdorf | Körperpflege und Haushalt | 0,39 % |
| 39 | Zalando | Handel | 0,29 % |
| 40 | Scout24 | Technologie | 0,27 % |
Gewichte laut Bestandsliste des Xtrackers DAX UCITS ETF, der alle 40 Aktien hält; die offiziellen Indexgewichte können leicht abweichen. (Vz.) = Vorzugsaktie.
Stand 01.10.2026 · Quelle: DWS, Bestandsliste Xtrackers DAX UCITS ETF 1C (vollständige physische Replikation); Branchen nach ICB-Supersektoren
Die Branchenverteilung zeigt, wie stark der DAX auf Industrie ausgerichtet ist. Siemens, Airbus, DHL Group, Rheinmetall, Daimler Truck, MTU Aero Engines und GEA bringen es zusammen auf 26,7 %. Technologie mit SAP, Infineon und Scout24 folgt mit 15,8 %, Versicherungen mit Allianz, Munich Re und Hannover Rück mit 13,8 %. Die Autobauer Mercedes-Benz Group, BMW und Volkswagen sowie der Zulieferer Continental, lange das Aushängeschild des DAX, wiegen zusammen nur noch 4,0 %. Die Branchen haben wir nach den Supersektoren der Klassifikation ICB zugeordnet, die auch der Indexanbieter in seinem Factsheet verwendet.
Die Gewichte stammen aus der Bestandsliste des Xtrackers DAX UCITS ETF, der alle 40 Aktien physisch hält, Stand 1. Oktober 2026. Sie verschieben sich täglich mit den Kursen. Laut Factsheet des Indexanbieters war das größte Mitglied Ende August 209,6 Milliarden Euro im Streubesitz wert, das kleinste 5,9 Milliarden. Der Median lag bei 20,7 Milliarden Euro.
Wie viele Unternehmen sind im DAX?
Im DAX sind genau 40 Unternehmen, die Zahl ist fest. Fällt ein Unternehmen heraus, rückt sofort ein anderes nach. Von 1988 bis September 2021 waren es 30, deshalb liest du oft noch „DAX 30“. Elf Unternehmen sind laut Deutscher Börse seit dem Start 1988 ununterbrochen dabei: Allianz, BASF, Bayer, BMW, Daimler (heute Mercedes-Benz Group), Deutsche Bank, E.ON (früher Veba und Viag), Henkel, RWE, Siemens und Volkswagen. Von den Gründungsmitgliedern verschwanden Namen wie Hoechst, Mannesmann, Dresdner Bank und Nixdorf ganz von der Börse.
Wie kommt ein Unternehmen in den DAX?
Ein Unternehmen kommt in den DAX, wenn es beim Börsenwert seines Streubesitzes unter die Top 40 der zugelassenen Kandidaten rückt und zusätzlich zwei Jahre in Folge ein positives EBITDA nachweist. Die Regeln stehen im „DAX Equity Index Methodology Guide“ von STOXX (Stand August 2026). Voraussetzung sind zunächst Basiskriterien, die jede Aktie erfüllen muss:
| Kriterium | Anforderung laut Indexleitfaden |
|---|---|
| Börsensegment | Notierung im Regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse und fortlaufender Handel auf Xetra |
| Streubesitz | mindestens 10 % der Aktien frei handelbar |
| Sitz | Rechtssitz in der EU oder EFTA oder operativer Hauptsitz in Deutschland |
| Berichte | testierter Jahresfinanzbericht, Halbjahresbericht und Quartalsmitteilungen, fristgerecht veröffentlicht |
| Profitabilität | positives EBITDA in den beiden letzten Geschäftsjahren (nur für Neuaufnahmen in den DAX) |
| Liquidität | für Neulinge mindestens 1 Mrd. Euro Orderbuchumsatz in zwölf Monaten oder 20 % Umschlagshäufigkeit; bestehende Mitglieder 0,8 Mrd. Euro oder 10 % |
Das EBITDA ist das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Die Umschlagshäufigkeit gibt an, welcher Anteil der frei handelbaren Aktien binnen eines Jahres den Besitzer wechselt. Wer die Basiskriterien erfüllt, kommt auf die monatliche Rangliste, die sogenannte Selection List. Maßgeblich ist der Börsenwert des Streubesitzes, die Free-Float-Marktkapitalisierung, berechnet mit dem durchschnittlichen Kurs der letzten 20 Handelstage. Die Quartalsmitteilungen müssen inhaltlich den Folgepflichten des Prime Standard entsprechen, unabhängig davon, in welchem Segment des Regulierten Markts ein Unternehmen notiert.
Fast Entry, Fast Exit und reguläre Überprüfung
Die Zusammensetzung des DAX wird vierteljährlich überprüft. Dabei gelten vier Regeln, die nacheinander angewendet werden:
| Regel | Wann | Bedingung |
|---|---|---|
| Fast Exit | März, Juni, September, Dezember | Ein Mitglied fällt auf Rang 61 oder schlechter und wird ersetzt. |
| Fast Entry | März, Juni, September, Dezember | Ein Nicht-Mitglied erreicht Rang 33 oder besser und wird aufgenommen, das kleinste Mitglied fliegt heraus. |
| Regular Exit | März und September | Ein Mitglied fällt auf Rang 54 oder schlechter, wenn ein Kandidat auf Rang 47 oder besser bereitsteht. |
| Regular Entry | März und September | Ein Nicht-Mitglied erreicht Rang 40 oder besser und ersetzt ein Mitglied, das schlechter als Rang 47 liegt. |
Die Abstände zwischen den Rängen sind ein Puffer. Ein Unternehmen auf Rang 41 steigt nicht automatisch auf, und ein Mitglied auf Rang 45 muss nicht gehen. So bleibt die Zusammensetzung stabil, und Indexfonds müssen nicht bei jeder Kursschwankung umschichten. Die Entscheidungen veröffentlicht STOXX am dritten Handelstag im März, Juni, September und Dezember nach 22 Uhr. Wirksam werden sie zum nächsten Handelstag nach dem dritten Freitag des Monats. Außerdem kann ein Unternehmen jederzeit herausfallen, etwa nach einer Übernahme, einer Insolvenz oder wenn es Pflichtberichte nicht rechtzeitig veröffentlicht.
Wie wird der DAX berechnet?
Der DAX wird nach der Laspeyres-Formel berechnet und nach Marktkapitalisierung gewichtet: Jede Aktie zählt mit dem Börsenwert ihres Streubesitzes, also Kurs mal Aktienzahl mal Streubesitzfaktor, begrenzt durch einen Kappungsfaktor. Die Summe dieser Werte wird durch eine feste Rechengröße geteilt, den Divisor:
Indexstand = Summe aus (Kurs × Aktienzahl × Streubesitzfaktor × Kappungsfaktor) ÷ Divisor
Der Streubesitzfaktor (Free Float) ist der Anteil der Aktien, der frei an der Börse gehandelt wird. Pakete von Großaktionären wie Familien, Stiftungen oder dem Staat zählen nicht mit. Der Divisor sorgt dafür, dass Aktiensplits, Kapitalerhöhungen oder ein Wechsel der Mitglieder den Indexstand nicht springen lassen: STOXX passt ihn bei jedem solchen Ereignis an. Beim Performanceindex wird der Divisor auch bei jeder Dividende angepasst, sodass der Kursabschlag am Tag nach der Hauptversammlung den Index nicht drückt. Genau das ist der Unterschied zum Kursindex.
Die Kappungsgrenze: höchstens 15 % je Aktie
Die Kappungsgrenze im DAX liegt bei 15 %: Kein Unternehmen darf bei der vierteljährlichen Indexüberprüfung mehr wiegen. Liegt ein Wert darüber, senkt ein Kappungsfaktor sein Gewicht auf 15 %, und das überschüssige Gewicht verteilt sich auf die übrigen Mitglieder. Steigt eine Aktie zwischen zwei Überprüfungen auf über 20 %, wird sie außerplanmäßig wieder auf 15 % gekappt. Bis Anfang 2024 lag die Grenze bei 10 %. Nach einer Marktkonsultation im Herbst 2023 hob STOXX sie mit der Indexüberprüfung im März 2024 auf 15 % an, wirksam ab dem 18. März 2024. Laut STOXX hatte die 10-%-Grenze in den zehn Jahren davor im DAX zu 38 Kappungen geführt, bei 15 % wäre kein Unternehmen gekappt worden. Die neue Grenze gilt auch für MDAX, SDAX und TecDAX.
Was das Gewicht praktisch bedeutet
Siemens wiegt mit 11,7 % fast so viel wie die 20 kleinsten Mitglieder zusammen, die auf 13,4 % kommen. Steigt die Siemens-Aktie um 10 %, steigt der DAX allein dadurch um rund 1,2 %, bei 25.000 Punkten also um knapp 300 Punkte. Steigt Scout24 mit 0,27 % Gewicht um 10 %, bewegt sich der DAX um 0,03 %, das sind rund 7 Punkte. An Tagen mit starken Bewegungen bei Siemens, SAP oder Allianz erklärt oft schon ein Wert einen großen Teil der DAX-Veränderung. Wie stark der Markt Schwankungen erwartet, misst übrigens der VDAX, der aus Optionspreisen auf den DAX berechnet wird.
Von DAX 30 zu DAX 40: die Reform 2021
Seit dem 20. September 2021 umfasst der DAX 40 statt 30 Werte. Es war die größte Reform seit dem Start 1988. Angekündigt hatte sie der Indexanbieter im November 2020 nach einer Marktkonsultation, an der sich laut STOXX mehr als 600 Investoren, Banken, Unternehmen und Verbände beteiligten. Auslöser der Debatte war unter anderem der Bilanzskandal um Wirecard, das 2020 als DAX-Mitglied Insolvenz anmeldete. Ziel war laut STOXX, den Leitindex breiter zu streuen, die Qualitätsanforderungen an die Mitglieder zu verschärfen und die Regeln an internationale Standards anzupassen.
| Was sich änderte | Vor der Reform | Nach der Reform |
|---|---|---|
| Anzahl Werte | 30 | 40 (MDAX von 60 auf 50 verkleinert) |
| Profitabilität | keine Anforderung | positives EBITDA in den zwei letzten Geschäftsjahren für Neuaufnahmen (gilt seit Dezember 2020) |
| Auswahlbasis | Börsenwert und Börsenumsatz | nur Börsenwert des Streubesitzes, dazu Mindestliquidität |
| Reguläre Überprüfung | jährlich | halbjährlich im März und September |
| Berichtspflichten | Prime-Standard-Pflichten | testierte Jahres- und Quartalsberichte, sonst Ausschluss nach 30 Tagen; Prüfungsausschuss im Aufsichtsrat |
Zehn Unternehmen stiegen am 20. September 2021 aus dem MDAX auf: Airbus, Zalando, Siemens Healthineers, Symrise, HelloFresh, Sartorius, Porsche Automobil Holding, Brenntag, Puma und Qiagen. Fünf Jahre später sind davon laut Bestandsliste vom 1. Oktober 2026 noch sechs im DAX: Airbus, Zalando, Siemens Healthineers, Symrise, Brenntag und Qiagen. Die Fluktuation zeigt, dass die Regeln wirken: Wer an Börsenwert verliert, steigt ab. Die Erweiterung hat den DAX breiter gemacht, an der Konzentration aber wenig geändert: Die zehn größten Werte wiegen heute 65,5 %.
DAX Historie: von 1.163 Punkten zum Rekord
Der DAX wurde am 1. Juli 1988 zum ersten Mal veröffentlicht, mit einem Stand von 1.163,52 Punkten. Die Basis von 1.000 Punkten legten die Initiatoren auf den 30. Dezember 1987. Entwickelt wurde er von der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Wertpapierbörsen, der Frankfurter Wertpapierbörse und der Börsen-Zeitung. Als Erfinder gilt laut Deutscher Börse Frank Mella, damals Redakteur der Börsen-Zeitung. Der Kursindex setzt den Index der Börsen-Zeitung fort, dessen Rückrechnung bis 1959 reicht. Anfangs wurde der DAX alle 60 Sekunden berechnet, ein Fortschritt gegenüber den Indizes, die in Frankfurt bis dahin nur einmal täglich nach Handelsschluss entstanden.
Geschichte
Vom Börsen-Zeitungs-Index zum DAX 40: Meilensteine
Die Basis 1.000
Der 30. Dezember 1987 wird als Basistag mit 1.000 Punkten festgelegt.
Erste Veröffentlichung 1.163,52
Am 1. Juli 1988 erscheint der DAX erstmals, berechnet alle 60 Sekunden. Als Erfinder gilt Frank Mella von der Börsen-Zeitung.
Größter Tagesverlust
Am 16. Oktober 1989 fällt der DAX um 12,8 %, bis heute der größte Tagesverlust.
Nur noch Xetra
Ab Juni 1999 wird der DAX ausschließlich aus Kursen des elektronischen Handelssystems Xetra berechnet.
Hoch vor dem Dotcom-Crash 8.064,97
Am 7. März 2000 schließt der DAX bei 8.064,97 Punkten. Bis März 2003 verliert er 72,7 %.
Größter Tagesgewinn
Am 13. Oktober 2008, mitten in der Finanzkrise, steigt der DAX um 11,4 %.
Erstmals über 10.000 10.008,63
Am 9. Juni 2014 schließt der DAX erstmals über 10.000 Punkten.
DAX 40
Am 20. September 2021 wächst der DAX von 30 auf 40 Werte. Neue Mitglieder brauchen positives EBITDA.
Kappung 15 % und 20.000 Punkte 20.016,75
Ab 18. März 2024 darf eine Aktie bis zu 15 % wiegen. Am 3. Dezember 2024 schließt der DAX erstmals über 20.000 Punkten.
25.000 Punkte und Rekord 26.569,99
Erster Schluss über 25.000 Punkten am 7. Januar 2026, Rekordschluss am 28. August 2026.
Quelle: Deutsche Börse AG; STOXX Ltd. (Schlusskurse, Methodik)
Die Punktemarken lagen zuletzt dicht beieinander. Über 10.000 Punkte schloss der DAX erstmals am 9. Juni 2014, über 15.000 Punkte am 30. März 2021, über 20.000 Punkte am 3. Dezember 2024 und über 25.000 Punkte am 7. Januar 2026. Dazwischen lagen schwere Rückschläge: Das alte Hoch vom März 2000 übertraf der DAX auf Schlusskursbasis erst im Juni 2007, kurz bevor die Finanzkrise ihn erneut halbierte. Den größten Tagesverlust erlitt der DAX am 16. Oktober 1989 mit −12,8 %, den größten Tagesgewinn am 13. Oktober 2008 mit +11,4 %.
Krisen und Erholung: Wie tief fiel der DAX?
Der tiefste Einbruch seit dem Start war das Platzen der Dotcom-Blase: Vom Hoch am 7. März 2000 bis zum Tief am 12. März 2003 verlor der DAX 72,7 % und brauchte danach 51 Monate, bis er das alte Hoch im Juni 2007 wieder übertraf. In der Finanzkrise fiel er vom Juli 2007 bis März 2009 um 54,8 %, die Erholung dauerte 50 Monate bis Mai 2013.
Krisen
Wie tief der DAX fiel und wie lange die Erholung dauerte
| Krise | Hoch → Tief | Verlust | Zurück auf altem Hoch nach |
|---|---|---|---|
| Golfkrise | 03/1990 → 01/1991 | −32,8 % | 33 Monate |
| Asienkrise | 07/1997 → 10/1997 | −18,7 % | 4 Monate |
| Russlandkrise | 07/1998 → 10/1998 | −36,7 % | 14 Monate |
| Dotcom-Crash | 03/2000 → 03/2003 | −72,7 % | 51 Monate |
| Finanzkrise | 07/2007 → 03/2009 | −54,8 % | 50 Monate |
| China-Sorgen 2015/16 | 04/2015 → 02/2016 | −29,3 % | 14 Monate |
| Ausverkauf 2018 | 01/2018 → 12/2018 | −23,4 % | 13 Monate |
| Corona-Crash | 02/2020 → 03/2020 | −38,8 % | 9 Monate |
| Ukraine-Krieg und Zinswende | 01/2022 → 09/2022 | −26,4 % | 8 Monate |
Performanceindex mit Dividenden, Schlusskurse. Verlust vom Hoch zum Tief; Monate vom Tief bis zum ersten Schlusskurs über dem alten Hoch. Rückgänge unter 18 % sind nicht aufgeführt.
Quelle: STOXX Ltd., Tagesschlusskurse DAX (Performanceindex); Berechnung Finalarm
Die Tabelle zeigt zwei Muster. Erstens: Schnelle Abstürze wurden oft schnell aufgeholt. Der Corona-Crash kostete im Februar und März 2020 binnen eines Monats 38,8 %, im Dezember 2020 stand der DAX schon wieder auf Rekordniveau. Zweitens: Krisen, in denen Gewinne und Bewertungen dauerhaft schrumpfen, dauern lange. Nach dem Dotcom-Crash und der Finanzkrise vergingen jeweils mehr als vier Jahre.
Die Werte gelten für den Performanceindex, also mit Dividenden. Beim Kursindex dauerten die Erholungen deutlich länger, weil die Ausschüttungen fehlen: Der Kurs-DAX übertraf sein Hoch vom März 2000 erst im April 2015, nach 145 Monaten. Kleinere Rückgänge unter 18 % fehlen in der Tabelle. Dazu gehört der Zollschock im Frühjahr 2025, als der DAX vom 6. März bis zum 9. April 16,0 % verlor und im Mai 2025 bereits neue Rekorde erreichte.
DAX Performanceindex vs. Kursindex: was die Dividenden ausmachen
Mit Dividenden ist aus 10.000 Euro, Ende 1999 in den DAX investiert, bis Ende 2025 ein Wert von rund 35.200 Euro geworden, ohne Dividenden nur rund 17.000 Euro. Das zeigt der Vergleich von DAX und Kurs-DAX, die beide aus denselben 40 Aktien bestehen. Der einzige Unterschied: Der DAX legt jede Dividende rechnerisch wieder an, der Kurs-DAX lässt sie weg. Über 26 Jahre waren das 5,0 % pro Jahr gegenüber 2,0 %.
Aus 10.000 Euro Ende 1999 wurden … mit und ohne Dividenden
Die Lücke wächst mit der Zeit, weil die wieder angelegten Dividenden selbst Erträge bringen. Im Jahr der Finanzkrise 2008 lagen beide Linien noch nah beieinander, bei 6.913 Euro gegenüber 5.623 Euro. Danach öffnete sich die Schere Jahr für Jahr. Pro Jahr trugen die Dividenden seit 2000 zwischen 0,9 und 5,4 Prozentpunkten zur Rendite bei, in den letzten zehn Jahren rund 3 Prozentpunkte. Am höchsten war der Beitrag 2009: Die Kurse lagen nach dem Crash niedrig, die Ausschüttungen im Verhältnis dazu hoch.
Was die Dividenden pro Jahr beitragen
| Zeitraum | DAX (mit Dividenden) pro Jahr | Kurs-DAX pro Jahr | Dividendenbeitrag |
|---|---|---|---|
| 2000 bis 2025 (26 Jahre) | 5,0 % | 2,0 % | 2,9 Prozentpunkte |
| 2006 bis 2025 (20 Jahre) | 7,8 % | 4,6 % | 3,2 Prozentpunkte |
| 2016 bis 2025 (10 Jahre) | 8,6 % | 5,5 % | 3,1 Prozentpunkte |
| 2021 bis 2025 (5 Jahre) | 12,3 % | 9,1 % | 3,2 Prozentpunkte |
Für dich als Anleger bedeutet das: Wer DAX-Renditen mit dem Dow Jones oder dem S&P 500 vergleicht, muss gleiche Indexarten vergleichen. Der übliche DAX-Stand enthält Dividenden, die Punktestände der US-Indizes nicht. Und ein ausschüttender DAX-ETF bildet zwar den Performanceindex ab, zahlt die Dividenden aber aus, statt sie anzulegen. Deine Rendite entspricht dann nur dann dem DAX, wenn du die Ausschüttungen selbst wieder investierst. Die Dividenden fließen außerdem nicht steuerfrei: Auf deutsche Dividenden fällt schon auf Ebene des Fonds Steuer an. Der Indexanbieter berechnet deshalb zusätzlich einen DAX Net Return, der die Dividenden nach Quellensteuer anlegt. Ihn nennt etwa der iShares Core DAX als Vergleichsmaßstab.
Wie deutsch ist der DAX? Der Auslandsumsatz der DAX-Konzerne
Der DAX ist deutlich weniger deutsch, als sein Name vermuten lässt: Gewichtet nach ihrem Indexanteil erzielen die 37 DAX-Unternehmen, für die Zahlen vorliegen und die zusammen 84 % des Index ausmachen, 80 % ihres Umsatzes außerhalb Deutschlands. 24 von 37 Konzernen machen mehr als 80 % ihres Geschäfts im Ausland. Spitzenreiter sind Fresenius Medical Care (97,5 %), Hochtief (97,3 %) und Merck (95,2 %). Finalarm hat dafür die Geschäftsberichte der Unternehmen für das letzte abgeschlossene Geschäftsjahr ausgewertet. Grundlage ist die Umsatzaufteilung nach Regionen, in der Konzerne nach den internationalen Rechnungslegungsregeln IFRS den Umsatz mit ihrem Sitzland gesondert ausweisen müssen.
Anteil des Umsatzes außerhalb Deutschlands
Am stärksten auf Deutschland ausgerichtet sind Scout24, Vonovia, Commerzbank und E.ON: Ihr Auslandsanteil liegt bei 4,2 %, 12,0 %, 33,5 % und 48,3 %. Nur vier der 37 Unternehmen erzielen weniger als die Hälfte ihres Umsatzes im Ausland. Das hat Folgen für die Einordnung: Ein steigender DAX sagt wenig über die deutsche Binnenkonjunktur. Er spiegelt vor allem, wie es den Konzernen in den USA, in China und im übrigen Europa geht, und wie sich dort Zölle und Wechselkurse entwickeln.
Die Zahlen sind nicht vollständig vergleichbar. Die meisten Unternehmen ordnen den Umsatz dem Sitz des Kunden zu. Einige, darunter DHL Group, Henkel, Brenntag, Beiersdorf, Heidelberg Materials und Scout24, ordnen ihn dem Sitz der verkaufenden Konzerngesellschaft zu, was den Inlandsanteil eher erhöht. Banken und Versicherer weisen Erträge oder Versicherungsumsatz statt Umsatzerlöse aus. Siemens, Siemens Energy, Infineon und Siemens Healthineers haben ein Geschäftsjahr, das am 30. September endet. Ohne Deutschland-Angabe in der Regionalaufteilung und deshalb nicht in der Grafik: Allianz, Airbus, Qiagen. Die vollständige Liste mit Umsatz und Inlandsanteil zeigt die Tabelle.
| Unternehmen | Konzernumsatz | Anteil Deutschland | Anteil Ausland | Geschäftsjahr |
|---|---|---|---|---|
| Fresenius Medical Care | 19,6 Mrd. € | 2,5 % | 97,5 % | 2025 |
| Hochtief | 38,2 Mrd. € | 2,7 % | 97,3 % | 2025 |
| Merck | 21,1 Mrd. € | 4,8 % | 95,2 % | 2025 |
| Siemens Healthineers | 23,4 Mrd. € | 5,2 % | 94,8 % | 2024/25 |
| Hannover Rück | 26,8 Mrd. € | 5,6 % | 94,4 % | 2025 |
| Bayer | 45,6 Mrd. € | 5,7 % | 94,3 % | 2025 |
| adidas | 24,8 Mrd. € | 6,3 % | 93,7 % | 2025 |
| Brenntag | 15,2 Mrd. € | 7,1 % | 92,9 % | 2025 |
| Symrise | 4,9 Mrd. € | 7,5 % | 92,5 % | 2025 |
| GEA Group | 5,5 Mrd. € | 8,7 % | 91,3 % | 2025 |
| Heidelberg Materials | 21,5 Mrd. € | 9,0 % | 91,0 % | 2025 |
| MTU Aero Engines | 8,8 Mrd. € | 9,6 % | 90,4 % | 2025 |
| Siemens Energy | 39,1 Mrd. € | 9,7 % | 90,3 % | 2024/25 |
| BASF | 59,7 Mrd. € | 9,7 % | 90,3 % | 2025 |
| Infineon | 14,7 Mrd. € | 9,8 % | 90,2 % | 2024/25 |
| Henkel (Vz.) | 20,5 Mrd. € | 11,7 % | 88,3 % | 2025 |
| Beiersdorf | 9,9 Mrd. € | 13,3 % | 86,7 % | 2025 |
| Daimler Truck | 45,5 Mrd. € | 13,6 % | 86,4 % | 2025 |
| BMW | 133,5 Mrd. € | 13,9 % | 86,1 % | 2025 |
| Continental | 19,7 Mrd. € | 14,3 % | 85,7 % | 2025 |
| Siemens | 78,9 Mrd. € | 14,8 % | 85,2 % | 2024/25 |
| SAP | 36,8 Mrd. € | 15,8 % | 84,2 % | 2025 |
| Mercedes-Benz Group | 132,2 Mrd. € | 15,8 % | 84,2 % | 2025 |
| Volkswagen (Vz.) | 321,9 Mrd. € | 19,5 % | 80,5 % | 2025 |
| Deutsche Börse | 6,5 Mrd. € | 20,1 % | 79,9 % | 2025 |
| Deutsche Telekom | 119,1 Mrd. € | 22,0 % | 78,0 % | 2025 |
| DHL Group | 82,9 Mrd. € | 26,6 % | 73,4 % | 2025 |
| Munich Re | 60,4 Mrd. € | 26,8 % | 73,2 % | 2025 |
| Zalando | 12,3 Mrd. € | 29,8 % | 70,2 % | 2025 |
| RWE | 17,6 Mrd. € | 34,0 % | 66,0 % | 2025 |
| Rheinmetall | 9,9 Mrd. € | 38,0 % | 62,0 % | 2025 |
| Deutsche Bank | 32,1 Mrd. € | 38,1 % | 61,9 % | 2025 |
| Fresenius | 22,6 Mrd. € | 40,2 % | 59,8 % | 2025 |
| E.ON | 78,7 Mrd. € | 51,7 % | 48,3 % | 2025 |
| Commerzbank | 12,2 Mrd. € | 66,5 % | 33,5 % | 2025 |
| Vonovia | 5,3 Mrd. € | 88,0 % | 12,0 % | 2025 |
| Scout24 | 0,6 Mrd. € | 95,8 % | 4,2 % | 2025 |
💡 Tip
Wer mit einem DAX-ETF die deutsche Binnenwirtschaft abbilden möchte, sollte den Auslandsanteil kennen: Über den Index bist du vor allem an der Weltkonjunktur beteiligt, nur eben über Konzerne mit Sitz in Deutschland. Umgekehrt streut ein DAX-ETF über die Umsätze seiner Konzerne viel breiter, als die 40 Namen vermuten lassen.
Wer zahlt die höchste Dividende im DAX?
Die höchste Dividendensumme im DAX zahlte für das Geschäftsjahr 2025 Allianz mit 6,50 Milliarden Euro, gefolgt von Deutsche Telekom (4,82 Mrd. €) und Siemens (4,16 Mrd. €). Die höchste Dividende je Aktie hat Munich Re mit 24,00 Euro. Beide Ranglisten sagen etwas anderes: Die Summe zeigt, wie viel Geld ein Konzern an alle Aktionäre ausschüttet, der Betrag je Aktie hängt dagegen vor allem von der Zahl der Aktien ab. Für dich als Anleger zählt die Dividendenrendite, also die Dividende im Verhältnis zum Aktienkurs. Für den gesamten DAX lag sie laut Factsheet des Indexanbieters bei 2,1 % (letzte zwölf Monate, Stand 31.08.2026).
Die Tabelle zeigt die zwölf DAX-Unternehmen mit der höchsten Ausschüttungssumme für das Geschäftsjahr 2025. Die Dividenden wurden 2026 nach der jeweiligen Hauptversammlung gezahlt; Siemens, Siemens Energy, Infineon und Siemens Healthineers zahlen für ihr Geschäftsjahr bis 30. September 2025 bereits im Februar oder März 2026.
| Unternehmen | Dividende je Aktie (GJ 2025) | Vorjahr | Veränderung | Ausschüttung gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Allianz | 17,10 € | 15,40 € | +11,0 % | 6,50 Mrd. € |
| Deutsche Telekom | 1,00 € | 0,90 € | +11,1 % | 4,82 Mrd. € |
| Siemens | 5,35 € | 5,20 € | +2,9 % | 4,16 Mrd. € |
| Mercedes-Benz Group | 3,50 € | 4,30 € | −18,6 % | 3,32 Mrd. € |
| Munich Re | 24,00 € | 20,00 € | +20,0 % | 3,05 Mrd. € |
| SAP | 2,50 € | 2,35 € | +6,4 % | 2,88 Mrd. € |
| BMW | 4,40 € | 4,30 € | +2,3 % | 2,65 Mrd. € |
| Volkswagen (Vz.) | 5,26 € | 6,36 € | −17,3 % | 2,62 Mrd. € |
| DHL Group | 1,90 € | 1,85 € | +2,7 % | 2,12 Mrd. € |
| BASF | 2,25 € | 2,25 € | ±0,0 % | 1,99 Mrd. € |
| Deutsche Bank | 1,00 € | 0,68 € | +47,1 % | 1,88 Mrd. € |
| Hannover Rück | 12,50 € | 9,00 € | +38,9 % | 1,51 Mrd. € |
Dividende je Aktie laut Hauptversammlungsbeschluss bzw. Dividendenbekanntmachung, Ausschüttung gesamt laut Unternehmen (bei Allianz, Volkswagen und DHL Group der Gewinnverwendungsvorschlag). Volkswagen und Henkel: Vorzugsaktie, die im DAX enthalten ist. Hannover Rück: Vorjahr einschließlich 2,00 € Sonderdividende, seit 2025 ist sie in der regulären Dividende enthalten. Quelle: Geschäftsberichte, Hauptversammlungsunterlagen und Dividendenbekanntmachungen der Unternehmen, Stand 04.10.2026.
Zusammen schütten diese zwölf Konzerne 37,5 Milliarden Euro aus. Von 38 DAX-Unternehmen mit Dividende in beiden Jahren erhöhten 29 ihre Dividende je Aktie, gekürzt haben Mercedes-Benz Group, Volkswagen (Vz.) und Brenntag. Keine Dividende zahlt Zalando, das seine Gewinne im Unternehmen behält. Eine hohe Ausschüttung ist kein Qualitätsmerkmal für sich: Sie kann auch bedeuten, dass ein Unternehmen wenig in Wachstum investiert oder dass der Aktienkurs gefallen ist. Im DAX-Performanceindex fließen alle Dividenden automatisch wieder in den Index, wie stark das die Rendite erhöht, zeigt der Abschnitt zum Kursindex.
Die DAX-Familie: MDAX, SDAX und TecDAX
Der DAX ist der Leitindex einer ganzen Indexfamilie, deren Mitglieder nach denselben Regeln ausgewählt werden. Unterhalb des DAX folgen der MDAX mit 50 und der SDAX mit 70 Werten. Der TecDAX läuft quer dazu und enthält die 30 größten Technologiewerte, auch wenn sie zugleich im DAX sind.
| Index | Anzahl Werte | Was er misst | Basis |
|---|---|---|---|
| DAX | 40 | die größten Werte, die zwei Jahre positives EBITDA nachweisen | 1.000 Punkte am 30.12.1987 |
| MDAX | 50 | die nächstgrößeren Werte nach dem DAX sowie große Werte, die an der Gewinnregel scheitern | 1.000 Punkte am 30.12.1987 |
| SDAX | 70 | die Werte nach dem MDAX | 1.000 Punkte am 30.12.1987 |
| TecDAX | 30 | die größten Werte der Technologiebranche, unabhängig von der Zugehörigkeit zu DAX oder MDAX | 1.000 Punkte am 30.12.1997 |
Zusammen bilden DAX, MDAX und SDAX die 160 Werte des DAX All Cap. Wer mehr über die mittelgroßen Werte wissen will, findet Aufbau und Branchen im Artikel zum MDAX. Mit dem breiten Weltmarkt vergleichen kannst du den DAX über den MSCI World ETF, in dem deutsche Aktien nur einen kleinen Anteil haben. Aufbau und Gewichtung der US-Leitindizes erklären die Artikel zum Dow Jones und zum Nasdaq Composite.
So lässt sich in den DAX investieren
Der übliche Weg für Privatanleger ist ein DAX-ETF, der alle 40 Aktien nach ihrem Indexgewicht hält, gekauft als Einmalanlage oder Sparplan über ein Wertpapierdepot. Den DAX selbst kannst du nicht als Aktie kaufen, er ist eine Rechengröße. Daneben gibt es Zertifikate, Futures und CFDs. Die Wege unterscheiden sich in Kosten, Risiko und Komplexität:
- ETF: börsengehandelter Fonds, Sondervermögen und damit vor einer Pleite der Fondsgesellschaft geschützt. DAX-ETFs gibt es thesaurierend und ausschüttend.
- Sparplan: regelmäßige Käufe eines ETFs ab kleinen Beträgen, Kosten je nach Depotanbieter.
- Einzelaktien: Du kaufst ausgewählte DAX-Werte direkt. Das ist kein Indexinvestment und konzentriert das Risiko auf wenige Unternehmen.
- Index-Zertifikat: Schuldverschreibung einer Bank. Fällt der Emittent aus, droht ein Totalverlust, auch wenn der DAX steigt.
- Futures und Optionen: An der Terminbörse Eurex gehandelte Kontrakte auf den DAX, mit Hebel und Nachschusspflicht. Mehr dazu im Ratgeber zu Index-Futures.
- CFD: Differenzkontrakt mit Hebel. CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Zwischen 74 % und 89 % der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel (anbieterspezifische Angaben).
Die folgenden ETFs bilden den DAX vollständig physisch ab, kaufen also alle 40 Aktien. Die Auswahl zeigt zwei große Fonds mit unterschiedlichen Kosten und ist keine Empfehlung:
| ETF | ISIN | TER | Replikation | Ertrag | Fondsvolumen |
|---|---|---|---|---|---|
| iShares Core DAX UCITS ETF (DE) | DE0005933931 | 0,16 % | physisch | thesaurierend | 8,51 Mrd. EUR (02.10.2026) |
| Xtrackers DAX UCITS ETF 1C | LU0274211480 | 0,09 % | physisch, vollständig | thesaurierend | 6,99 Mrd. EUR, Teilfonds (01.10.2026) |
Scalable Capital - ETF-Sparplan

Scalable Capital - ETF-Sparplan
Vorteile
- Gebührenfreie Depotführung
- Geringe Kosten
- Großes Sparplan Angebot
- Große Auswahl
Nachteile
- Keine aut. Wiederanlage
- Keine Anleihen
- Kein Trailing
- Keine Neuemissionen
Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Wir empfehlen, die spezifischen Bedingungen und Konditionen des Produktes zu prüfen.
SMARTBROKER – ETF kaufen

SMARTBROKER – ETF kaufen
Vorteile
- Gratis Handel über Gettex (ab 500 €)
- 30+ Handelsplätze & 10.800+ Sparpläne
- 1,75 % Zinsen aufs Verrechnungskonto
Nachteile
- Keine Filialen – dafür günstiger
- Kein 24/7-Support – dafür schlanke Kosten
- Kein Demokonto – dafür echter Handel ab 1 €
Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Wir empfehlen, die spezifischen Bedingungen und Konditionen des Produktes zu prüfen.
Die TER (Total Expense Ratio) sind die laufenden Kosten pro Jahr, mehr dazu im Ratgeber zur Gesamtkostenquote TER. Wichtig für den Vergleich ist, an welchem Index sich ein Fonds misst: Der iShares Core DAX nennt den DAX Net Return als Vergleichsmaßstab, weil auch der Fonds auf Dividenden Steuern zahlt. Thesaurierende Fonds legen die Dividenden wieder an, ausschüttende zahlen sie meist ein- bis zweimal im Jahr aus. Einen Überblick über Depotanbieter findest du auf unserer Seite zu Brokern.
DAX-ETF-Sparplan
Ein Sparplan ist ein Dauerauftrag für Wertpapiere: Du legst Betrag und Rhythmus fest, die Bank kauft zum Ausführungstermin ETF-Anteile, bei kleinen Beträgen auch Bruchteile. Weil du zu wechselnden Kursen kaufst, bekommst du bei niedrigen Kursen mehr Anteile und bei hohen weniger. Dieser Durchschnittskosteneffekt glättet den Einstiegskurs, schützt aber nicht vor Verlusten. Im Rechner oben siehst du, was eine monatliche Sparrate seit einem gewählten Startjahr ergeben hätte. Ausführungskosten und Mindestraten unterscheiden sich je nach Depotanbieter.
Steuern auf DAX-ETFs in Deutschland
Erträge aus DAX-ETFs sind in Deutschland steuerpflichtig: Gewinne und Ausschüttungen unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 % plus 5,5 % Solidaritätszuschlag darauf und gegebenenfalls Kirchensteuer, zusammen also mindestens 26,375 %. Weil DAX-ETFs Aktienfonds sind, bleiben 30 % der Erträge steuerfrei (Teilfreistellung nach § 20 Investmentsteuergesetz). Die Teilfreistellung gleicht aus, dass der Fonds auf die Dividenden deutscher Unternehmen bereits Steuern zahlt.
- Sparer-Pauschbetrag: 1.000 € Kapitalerträge pro Jahr sind steuerfrei, bei zusammen veranlagten Paaren 2.000 €. Dafür brauchst du einen Freistellungsauftrag bei deiner Bank.
- Vorabpauschale: Bei thesaurierenden Fonds wird jedes Jahr ein fiktiver Mindestertrag besteuert. Grundlage ist der Basiszins, den das Bundesfinanzministerium für 2026 mit 3,20 % bekannt gegeben hat. Davon zählen 70 %, also 2,24 % des Fondswerts zu Jahresbeginn, höchstens aber der tatsächliche Wertzuwachs. Ausschüttungen im Jahr werden angerechnet.
- Verkauf: Beim Verkauf wird der Gewinn versteuert, bereits versteuerte Vorabpauschalen werden abgezogen.
- Direktanlage: Hältst du DAX-Aktien direkt, gibt es keine Teilfreistellung. Die Bank behält auf die Dividende 26,375 % ein, sofern dein Pauschbetrag ausgeschöpft ist.
Ein Beispiel für die Vorabpauschale: Liegt dein thesaurierender DAX-ETF Anfang 2026 bei 10.000 € und steigt im Jahr um mehr als 224 €, beträgt die Vorabpauschale 224 €. Nach 30 % Teilfreistellung sind 156,80 € steuerpflichtig. Ist dein Pauschbetrag aufgebraucht, zahlst du 41,36 € Steuern ohne Kirchensteuer. Die Steuer wird Anfang 2027 fällig.
Risiken einer Anlage im DAX
Die größten Risiken des DAX sind Kursverluste von mehr als 50 % in schweren Krisen, die Konzentration auf wenige Großkonzerne und die Abhängigkeit von Industrie und Weltkonjunktur.
- Marktrisiko: Nach dem Dotcom-Crash verlor der DAX 72,7 %, in der Finanzkrise 54,8 %. Die Erholung dauerte jeweils mehr als vier Jahre.
- Klumpenrisiko: Fünf Unternehmen machen 45,4 % des Index aus, Siemens allein 11,7 %. Rückschläge bei Siemens, SAP oder Allianz treffen den ganzen Index.
- Branchenrisiko: Mehr als ein Viertel entfällt auf Industrie, dazu kommen Autos und Chemie. Zyklische Branchen reagieren stark auf Konjunktur, Energiepreise und Zölle.
- Länder- und Weltmarktrisiko: Alle Unternehmen haben ihren Sitz in Deutschland oder der EU, ihre Umsätze entstehen aber überwiegend im Ausland. Handelskonflikte und Wechselkurse wirken über die Gewinne.
- Produktrisiken: Abweichungen zwischen ETF und Index (Tracking Difference), Emittentenrisiko bei Zertifikaten, Hebelrisiko bei Futures und CFDs.
Wie stark ein Index pro Risikoeinheit rentiert, misst die Sharpe Ratio. Laut Factsheet lag sie beim DAX über fünf Jahre bei 0,5 (Stand 31.08.2026).
📌 Good to know
Dieser Artikel dient der Information und ist keine Anlageberatung oder Kaufempfehlung. Kurse schwanken, Verluste bis zum Totalverlust sind möglich. Die vergangene Entwicklung ist kein Indikator für künftige Ergebnisse.
Quellen und Methodik
Autor und Prüfung: Chanel Chokdee, Finalarm-Redaktion. Inhalt und Zahlen zuletzt fachlich geprüft am 4. Oktober 2026; Indexmitglieder und Gewichte werden nach jeder Indexüberprüfung aktualisiert.
Alle Indexdaten stammen vom Indexanbieter STOXX Ltd. (Gruppe Deutsche Börse): Tagesschlusskurse von DAX (Performanceindex, ISIN DE0008469008) und Kurs-DAX (DAXK, ISIN DE0008467440), Factsheet DAX mit Stand 31.08.2026, „DAX Equity Index Methodology Guide“ (August 2026) und „DAX Equity Index Calculation Guide“ (Juli 2025). Jahresrenditen hat Finalarm aus den Jahresendständen berechnet und mit veröffentlichten Jahreswerten abgeglichen. Daten zur Geschichte stammen von der Deutschen Börse. Die Gewichte der 40 Mitglieder stammen aus der Bestandsliste des Xtrackers DAX UCITS ETF vom 01.10.2026, Auslandsumsätze und Dividenden aus den Geschäftsberichten und Hauptversammlungsunterlagen der Unternehmen. ETF-Daten von den Fondsanbietern.
Methodik: Krisen sind als Verlust vom Schlusskurs-Hoch zum Schlusskurs-Tief berechnet, die Erholungsdauer als Monate vom Tief bis zum ersten Schlusskurs über dem alten Hoch. Rückgänge unter 18 % sind nicht aufgeführt. Der Auslandsanteil ist 100 % minus dem Umsatzanteil, den die Unternehmen für Deutschland ausweisen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der DAX einfach erklärt?
Der DAX ist der wichtigste deutsche Aktienindex. Er bildet die Entwicklung der 40 größten Unternehmen ab, die an der Frankfurter Wertpapierbörse im Regulierten Markt notiert sind, gewichtet nach dem Börsenwert ihrer frei handelbaren Aktien. Er wird seit dem 1. Juli 1988 berechnet, heute von STOXX.
Wer ist alles im DAX drin?
Im DAX sind 40 Unternehmen. Die größten waren am 1. Oktober 2026 Siemens (11,7 %), SAP (11,0 %), Allianz (9,2 %), Siemens Energy (7,2 %) und Airbus (6,4 %). Die vollständige Liste mit Gewicht und Branche steht in der Tabelle oben im Abschnitt zu den DAX-Unternehmen.
Kann man den DAX als Aktie kaufen?
Nein. Der DAX ist eine Rechengröße, keine Aktie. Du kannst ihn über einen ETF nachbilden, der alle 40 Aktien hält, oder über Zertifikate, Futures und CFDs auf den Index. Die laufenden Kosten großer DAX-ETFs lagen im Oktober 2026 zwischen 0,09 % und 0,16 % pro Jahr.
Wie kann man den DAX Kindern einfach erklären?
Stell dir eine Liste der 40 größten Firmen Deutschlands vor, die an der Börse gehandelt werden. Der DAX ist eine einzige Zahl, die zeigt, ob diese Firmen zusammen gerade mehr oder weniger wert sind als vorher. Steigt die Zahl, sind die Firmen im Schnitt mehr wert geworden.
Ist es gut, wenn der DAX hoch ist?
Ein hoher DAX bedeutet, dass die großen deutschen Unternehmen an der Börse hoch bewertet sind. Für Anleger, die schon investiert sind, ist das ein Gewinn. Über die Lage der Gesamtwirtschaft sagt er nur bedingt etwas, weil die DAX-Konzerne den Großteil ihres Umsatzes im Ausland erzielen.
Wer zahlt die höchste Dividende im DAX?
Die höchste Ausschüttungssumme für das Geschäftsjahr 2025 zahlte Allianz mit 6,50 Milliarden Euro, vor Deutsche Telekom und Siemens. Die höchste Dividende je Aktie hatte Munich Re mit 24,00 Euro. Die durchschnittliche Dividendenrendite des DAX lag Ende August 2026 laut Indexanbieter bei 2,1 %.
Wie ist die Prognose für den DAX?
Finalarm veröffentlicht keine Kursprognosen. Die Entwicklung hängt unter anderem von den Gewinnen der Konzerne, den Zinsen der EZB, der Weltkonjunktur und der Handelspolitik ab. Das KGV des DAX lag Ende August 2026 bei 19,6 auf Basis der vergangenen und bei 16,9 auf Basis der erwarteten Gewinne.
Ist es sinnvoll, jetzt in den DAX zu investieren?
Das hängt von deinem Anlageziel, deinem Zeithorizont und deinem übrigen Depot ab und lässt sich nicht allgemein beantworten. Der DAX streut über 40 Großkonzerne, ist aber auf wenige große Werte und auf zyklische Branchen konzentriert. Dieser Artikel ist keine Anlageberatung.
Was ist der Unterschied zwischen DAX und DAX 40?
Es gibt keinen. DAX 40 ist eine verbreitete Bezeichnung seit der Erweiterung am 20. September 2021, als die Zahl der Werte von 30 auf 40 stieg. Der offizielle Name des Index lautet weiterhin DAX.
Wie viel Rendite bringt der DAX im Durchschnitt pro Jahr?
Mit Dividenden waren es von 2016 bis 2025 durchschnittlich 8,6 % pro Jahr, von 2000 bis 2025 5,0 % pro Jahr. Ohne Dividenden, also im Kurs-DAX, lagen die Werte bei 5,5 % und 2,0 %, jeweils vor Kosten und Steuern.















