Risikohinweis: Wertpapiere können an Wert verlieren, ein Verlust des eingesetzten Geldes ist möglich. Die Übersicht vergleicht Kosten und ist keine Anlageberatung und keine Empfehlung.
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Direktbank. Order: 4,90 € + 0,25 %, mind. 9,90 €, max. 54,90 €.
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Filialbank-Direktdepot. Order: 4,90 € + 0,25 %, mind. 9,90 €.
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Online-Broker. Order: 0,14 %, mind. 5,80 €. Kein Sparplan.
Stand: 11.10.2026 · Konditionen von den Websites der Anbieter, geprüft am 11.10.2026.
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So sortieren wir
Standard sind die Kosten pro Jahr für dein Profil: Zahl der Orders × Ordergebühr für dein Ordervolumen, dazu zwölf Sparplanausführungen deiner Sparrate und die Depotführung. Gerechnet wird mit dem Ordermodell am Handelsplatz, den der Anbieter für seine Standardkosten nennt. Spreads, Fremdspesen, Börsenentgelte, Aktionen und Prämien sind nicht enthalten.
Bietet ein Anbieter keinen Sparplan an, steht er bei einer Sparrate über 0 € hinter den Anbietern, die dein Profil abdecken. Hängt die kostenlose Depotführung an Bedingungen, die dein Profil nicht erfüllt, steht „ab“ vor dem Betrag. Fehlen Kosten auf der Website des Anbieters, steht „–“ und der Anbieter am Ende.
Angebote mit und ohne Partnervertrag werden nach denselben Werten sortiert. Bei gleichen Kosten entscheidet der Name.
19 Angebote von 19 geprüften Anbietern. Kein vollständiger Marktüberblick. Auswahlkriterien: Broker und Banken mit Depot für Privatkunden in Deutschland, deren Preise im Preis- und Leistungsverzeichnis öffentlich stehen.
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Das Wichtigste in Kürze
Ein Depot-Vergleich entscheidet sich an vier Kostenblöcken: Depotführung, Ordergebühr, Sparplan und Handelsplatz. Dieser Ratgeber stellt Filialbank-, Direktbank- und Neobroker-Depot gegenüber, rechnet fünf Depotgrößen von 10.000 bis 500.000 Euro komplett durch und erklärt, was beim Depotübertrag, beim Verrechnungskonto und bei den Steuern im Depot wirklich zählt. Mit Basiszins 3,20 Prozent, Vorabpauschale-Tabelle und den Bedingungen hinter den Gratis-Depots.
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Das Wichtigste im Überblick
Themen in diesem Artikel:
- Die vier Kostenblöcke: Depotführung, Order, Sparplan und Spread bestimmen zusammen, was dein Depot kostet.
- Filialbank, Direktbank, Neobroker: Drei Depotmodelle mit sehr unterschiedlichem Leistungsumfang und Preisniveau im direkten Vergleich.
- 19 Depots im Überblick: Ordergebühr, Depotführung, Sparplan, Zins und Jahreskosten je Depot, Stand 11.10.2026.
- Preise nach dem PFOF-Verbot: Seit Juli 2026 dürfen Broker keine Zahlungen für die Orderweiterleitung mehr annehmen. Was sich ändert.
- Wann Depotführung kostenlos ist: Viele Gratis-Depots sind an Trades, Sparpläne oder Mindestguthaben gekoppelt und kosten sonst doch.
- Fünf Kostenszenarien gerechnet: Von 10.000 bis 500.000 Euro Depotwert: die Jahreskosten je Modell komplett durchgerechnet.
- Depotübertrag und Wechselprämien: Der Wechsel ist in Deutschland kostenfrei, dauert aber Wochen; manche Anbieter werben mit Prämien.
- Verrechnungskonto und Sicherheit: Zinsen auf den Cash-Puffer, Einlagensicherung bis 100.000 Euro und der Schutz deiner Wertpapiere als dein Eigentum.
- Steuern im Depot verstehen: Freistellungsauftrag, Vorabpauschale mit 3,20 Prozent Basiszins und die zwei Verlustverrechnungstöpfe.
- Junior-, Gemeinschafts- und Firmendepot: Wem das Geld gehört und wie es besteuert wird.
- Welches Depot zu dir passt: Vier Anlegertypen und wo bei ihnen die größten Kostenhebel liegen.
- So vergleichen wir: Welche Kosten wir rechnen, welche Depots drin sind und wann wir zuletzt geprüft haben.
- Weitere Inhalte: Beiträge zu angrenzenden Themen.
Consorsbank – Wertpapierdepot
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Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.
finanzen.net ZERO – Depot
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Consorsbank Wertpapierdepot: Konditionen direkt beim Anbieter ansehen
Depot-Vergleich 2026: Worauf es beim Depot wirklich ankommt
Ein Depot-Vergleich entscheidet sich 2026 an vier Kostenblöcken: der Depotführungsgebühr, der Ordergebühr, den Sparplankosten und den Handelsplatzentgelten. Neobroker verlangen für die reine Depotführung 0 Euro, Direktbanken meist ebenfalls nichts, aber häufig nur unter Bedingungen. Filialbanken berechnen sie oft abhängig vom Depotwert; unsere Modellrechnung setzt dafür 0,15 Prozent pro Jahr, mindestens 30 Euro an. Über ein Anlegerleben summiert sich diese Spanne zu vierstelligen Beträgen. Im 500.000-Euro-Szenario dieses Artikels trennen das günstigste und das teuerste Modell 3.138 Euro pro Jahr.
Depot und Verrechnungskonto sind zwei Dinge
Das Depot verwahrt deine Wertpapiere. Das Verrechnungskonto wickelt Geld ab: Käufe, Verkäufe, Dividenden, Steuerabzüge. Beide hängen zusammen, aber sie sind rechtlich unterschiedlich gestellt. Deine Aktien, ETFs und Fondsanteile bleiben dein Eigentum, auch wenn die Bank insolvent geht. Sondervermögen ist dagegen das Vermögen eines Fonds, das die Fondsgesellschaft getrennt von ihrem eigenen führen muss. Das Guthaben auf dem Verrechnungskonto dagegen ist eine Forderung gegen die Bank und fällt unter die Einlagensicherung. Die genauen Regelungen zur Einlagensicherung beim Broker schützen Anleger bis zu einer gesetzlich festgelegten Obergrenze.
Diese Unterscheidung wird in vielen Vergleichen übergangen. Sie ist aber der Grund, warum die Frage nach der Bonität des Anbieters bei einem reinen Buy-and-Hold-Depot eine andere Rolle spielt als bei einem Konto mit großem Cash-Bestand.
Warum die Ordergebühr allein irreführt
Die meisten Anbieter werben mit dem Preis pro Order. Das ist die falsche Leitgröße, wenn du selten handelst. Wer zwölfmal im Jahr eine Order aufgibt und ansonsten einen Sparplan laufen lässt, zahlt am meisten über Sparplangebühren und Depotführung. Wer dagegen große Einzelbeträge bewegt, spürt vor allem prozentuale Ordermodelle.
Entscheidend ist deshalb dein eigenes Profil: Depotwert, Anzahl der Orders, durchschnittliches Ordervolumen und Sparplanrate. Erst mit diesen vier Zahlen lässt sich sagen, welches Depot für dich das günstigste ist. Genau diese Rechnung machen wir weiter unten für fünf typische Depotgrößen auf. Wer tiefer in die einzelnen Gebührenarten einsteigen will, findet die Depotgebühren im Detail in einem eigenen Ratgeber.
Für ein Beispielprofil mit zwölf Orders à 1.000 Euro und 100 Euro Sparrate im Monat rechnet der Depot-Vergleich oben das für 19 Depots einzeln durch, und du kannst das Profil ändern: Ordergebühren, Sparplankosten und Depotführung zusammen, in Euro, Stand 11.10.2026.
Wie viel Geld Haushalte in Wertpapieren halten
Private Haushalte in Deutschland hielten Ende 2025 Anteile an Investmentfonds, also ETFs und andere Fonds, im Wert von 1.435,5 Milliarden Euro und börsennotierte Aktien im Wert von 702,6 Milliarden Euro. Zusammen sind das 21,6 Prozent ihres Geldvermögens, Ende 2015 waren es 15,2 Prozent. Beide Bestände sind in zehn Jahren auf gut das Zweieinhalbfache gewachsen.
Neues Geld fließt vor allem in Fonds. 2024 und 2025 kauften die Haushalte netto jeweils rund 97 Milliarden Euro an Fondsanteilen, bei einzelnen Aktien hielten sich Käufe und Verkäufe ungefähr die Waage. Deshalb stehen die Kosten für Sparpläne im Depot-Vergleich gleichrangig neben dem Preis einer einzelnen Order.
| Jahresende | Fondsanteile (Mrd. €) | Börsennotierte Aktien (Mrd. €) | Nettokäufe Fonds (Mrd. €) | Nettokäufe Aktien (Mrd. €) |
|---|---|---|---|---|
| 2015 | 563,5 | 279,2 | 36,2 | 12,0 |
| 2016 | 601,6 | 304,9 | 28,4 | 17,3 |
| 2017 | 670,7 | 345,2 | 49,7 | 10,3 |
| 2018 | 650,4 | 297,4 | 25,6 | 15,5 |
| 2019 | 769,0 | 375,2 | 37,4 | 14,5 |
| 2020 | 828,8 | 438,9 | 47,0 | 39,9 |
| 2021 | 1.035,7 | 563,3 | 110,2 | 25,1 |
| 2022 | 952,1 | 480,6 | 56,3 | 20,8 |
| 2023 | 1.067,9 | 543,8 | 37,5 | -2,4 |
| 2024 | 1.280,8 | 607,8 | 96,4 | -0,6 |
| 2025 | 1.435,5 | 702,6 | 97,8 | 0,2 |
Quelle: EZB/Deutsche Bundesbank, Vierteljährliche Sektorkonten (QSA), private Haushalte einschließlich Organisationen ohne Erwerbszweck, Bestände zum Jahresende und Transaktionen je Kalenderjahr; eigene Berechnung. Stand: 1. Quartal 2026.
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Depot-Vergleich: Kosten der Depots im Überblick
Im Depot-Vergleich kostet eine Order über 1.000 € je nach Anbieter zwischen 0,00 € und 10,90 €. Mit zwölf Orders à 1.000 € und einem Sparplan über 100 € im Monat liegen die Jahreskosten zwischen 0,00 € und 151,80 €, ohne Spreads und Fremdkosten. Mit deinem eigenen Profil rechnet der Depot-Vergleich oben. Stand: 11.10.2026.
Depotmodelle im Vergleich: Filialbank, Direktbank, Neobroker
Der deutsche Depotmarkt teilt sich in drei Lager. Sie unterscheiden sich nicht nur im Preis, sondern im gesamten Leistungsumfang. Wer nur auf die Kostenzeile schaut, wählt schnell ein Depot, das eine benötigte Funktion gar nicht anbietet. Selbst innerhalb einer Kategorie unterscheiden sich Ordermodelle und Börsenplätze deutlich; wer viel handelt, kann sie im Orderkosten-Rechner für Online-Broker gegenüberstellen.
| Kriterium | Filialbank-Depot | Direktbank-Depot | Neobroker-Depot |
|---|---|---|---|
| Depotführung | oft volumenabhängig, im Modell 0,15 % p. a., mind. 30 € | 0 €, teils an Trades oder Sparplan gekoppelt | 0 €, ohne Bedingungen |
| Ordergebühr | rund 1 % vom Volumen, mindestens 30 € | 4,90 € plus 0,25 % vom Volumen, 9,90 bis 69,90 € | 0 bis 1 € pro Order, unabhängig vom Volumen |
| Sparplan | rund 2,5 % der Rate | rund 1,5 % der Rate, viele ETFs kostenlos | meist 0 € ab 1 € Rate |
| Handelsplätze | börslich und außerbörslich, breite Auswahl | mehrere Regionalbörsen, Xetra, Direkthändler | häufig nur ein oder zwei Handelsplätze |
| Service | persönliche Beratung in der Filiale | Telefon, Chat, umfangreiche Hilfebereiche | App und E-Mail, kaum Telefonsupport |
| Zusatzdepots | Junior-, Gemeinschafts- und Firmendepot | Junior- und Gemeinschaftsdepot meist verfügbar | teilweise nur Einzeldepot |
| Passt zu | Anlegern mit Beratungsbedarf | Anlegern zwischen Kosten und Komfort | kostenbewussten Sparplan-Anlegern |
Filialbank: Annahmen unserer Modellrechnung, keine Preise einzelner Banken. Direktbank und Neobroker: typische Preismodelle laut Preisverzeichnissen der Anbieter, Stand 11.10.2026.
Filialbank: Beratung hat einen Preis
Sparkassen und Volksbanken bieten persönliche Beratung, ein breites Produktangebot und Zugang zu vielen Handelsplätzen. Dafür zahlst du eine jährliche Depotführungsgebühr und deutlich höhere Ordergebühren, die meist prozentual vom Volumen abhängen. Bei kleinen Ordern greift eine Mindestgebühr, in unserer Modellrechnung 30 Euro, bei großen Ordern schlägt der Prozentsatz voll durch.
Direktbank: der Mittelweg
ING, DKB, Comdirect und Consorsbank verzichten meist auf die Depotführungsgebühr, verlangen aber ein Grundentgelt plus einen Volumenanteil pro Order. Ein typisches Modell liegt bei 4,90 Euro plus 0,25 Prozent, gedeckelt zwischen 9,90 und 69,90 Euro. Dafür bekommst du mehr Handelsplätze, Telefonsupport, Junior- und Gemeinschaftsdepots und häufig ein Girokonto aus derselben Hand.
In den Preisverzeichnissen vom 11.10.2026 nutzen ING, comdirect und 1822direkt dieses Grundmodell mit Obergrenzen von 69,90 €, 59,90 € und 54,90 €; comdirect und 1822direkt verlangen mindestens 9,90 €. Die Consorsbank rechnet 4,95 € plus 0,25 %, mindestens 9,95 € und höchstens 69 €, zuzüglich Handelsplatzkosten. Die DKB nimmt bis 5.000 € Ordervolumen einen festen Preis von 10 €.
Neobroker: Fixpreis statt Prozent
Trade Republic, Scalable Capital, Finanzen.net Zero und Traders Place rechnen mit einem festen Betrag zwischen null und einem Euro pro Order. Der Preis ändert sich nicht, egal ob du für 500 oder für 50.000 Euro kaufst. Der Preis dafür ist ein schmaleres Handelsuniversum, oft nur ein oder zwei Handelsplätze und Support fast ausschließlich über App und E-Mail. Wie sich die Anbieter in dieser Gruppe unterscheiden, zeigt der Ratgeber zu Neobrokern im Vergleich. Die Konditionen von finanzen.net zero im Detail zeigt unser Testbericht zu finanzen.net zero. Die Bedienung erfolgt fast immer mobil, weshalb die Qualität der Banking-Apps im Vergleich ein wichtiges Kriterium ist.
Nicht jedes Neobroker-Depot erlaubt ein Gemeinschaftsdepot oder ein Depot für Kinder. Wenn du beides brauchst, scheiden einige Anbieter aus, bevor du überhaupt Preise vergleichst.
Der feste Orderpreis vieler Neobroker beruhte auch auf Zahlungen von Handelspartnern, die Geld dafür gaben, dass die Orders bei ihnen landeten. Seit dem 1. Juli 2026 ist das in Deutschland verboten. Wie die Anbieter ihre Preise seitdem gestalten, beschreibt der Abschnitt zum PFOF-Verbot; die Orderpreise vom 11.10.2026 stehen im Depot-Vergleich oben.
Preise nach dem PFOF-Verbot: Wie Broker seit Juli 2026 Geld verdienen
Seit dem 1. Juli 2026 dürfen Banken und Broker in Deutschland kein Geld mehr dafür annehmen, dass sie Kundenorders an einen bestimmten Handelsplatz weiterleiten. Diese Zahlungen, Payment for Order Flow oder kurz PFOF, waren für viele Neobroker eine wichtige Einnahme. Wie sie den Wegfall ausgleichen, unterscheidet sich von Anbieter zu Anbieter, und genau das verändert die Kosten im Depot-Vergleich.
Was genau verboten ist
Verboten ist jede Zahlung und jeder andere Vorteil eines Dritten, etwa eines Market Makers, für die Weiterleitung von Kundenaufträgen. Die Regel steht in Art. 39a der europäischen Finanzmarktverordnung MiFIR. Im grenzüberschreitenden Geschäft gilt sie seit dem 28. März 2024. Deutschland hatte für inländische Broker und Kunden eine Übergangsfrist bis zum 30. Juni 2026 genutzt.
Die BaFin hat am 22. Juli 2026 in einer Aufsichtsmitteilung beschrieben, wie sie das Verbot auslegt. Es gilt auch dann, wenn du den Handelsplatz selbst auswählst, und auch für Geschäfte außerhalb der Börse mit einem Eigenhändler. Unzulässig ist es außerdem, das Geld über das Verrechnungskonto des Kunden zu leiten und die Ordergebühr um denselben Betrag zu senken. Erlaubt bleiben Rabatte auf die Gebühren eines Handelsplatzes, wenn sie nach dessen öffentlicher Preisliste gewährt werden und allein dem Kunden zugutekommen.
Wie sich Preismodelle verändern können
Die BaFin nennt mehrere Wege, auf denen Broker die weggefallene Einnahme ersetzen können: höhere Gebühren pro Order, Tarife mit monatlicher Grundgebühr statt Abrechnung je Order, und Fondssparpläne, die nicht mehr ohne Ausgabeaufschlag angeboten werden. Andere Broker handeln selbst: Sie kaufen dir das Wertpapier als Market Maker oder systematischer Internalisierer auf eigene Rechnung ab oder verkaufen es dir. Das ist erlaubt, der Broker trägt dann aber das Kursrisiko und muss trotzdem den bestmöglichen Preis für dich erzielen.
Nicht vom Verbot erfasst sind Vertriebsvergütungen von Emittenten für Produkte, die es nur beim Hersteller zu kaufen gibt, etwa bestimmte Zertifikate. Dafür gelten die allgemeinen Regeln zu Zuwendungen, die der Anbieter in seiner Kosteninformation offenlegen muss.
Was du als Kunde prüfen kannst
Höhere Gebühren darf ein Broker nicht stillschweigend einführen. Er muss dich vorher informieren, und die Erhöhung wird nur mit deiner Zustimmung wirksam. Lehnst du ab, kann er den Depotvertrag in der Regel kündigen. Vor jeder Order muss er dir außerdem die Kosten nennen, einschließlich der Nebenkosten und des Ausführungsplatzes (§ 63 Abs. 7 Wertpapierhandelsgesetz).
Ein niedriger Orderpreis sagt seit dem Verbot noch weniger über die Gesamtkosten als vorher. Bei Geschäften mit dem Broker als Handelspartner steckt ein Teil der Kosten im Kurs, also in der Spanne zwischen Kauf- und Verkaufspreis. Bei einem angenommenen Spread von 0,10 Prozent sind das bei einer Order über 5.000 Euro 5 Euro, unabhängig von der ausgewiesenen Gebühr. Wie ein Anbieter abrechnet, steht in seinem Preis- und Leistungsverzeichnis und in der Kosteninformation vor jeder Order.
Quellen: BaFin, Was das PFOF-Verbot für Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet; BaFin, Aufsichtsmitteilung 05/2026 (WA) vom 22.07.2026; Art. 39a Verordnung (EU) Nr. 600/2014 (MiFIR), eingefügt durch Verordnung (EU) 2024/791; § 63 WpHG.
Passende Angebote
Depotführungsgebühren 2026: Wann das Depot wirklich kostenlos ist
Kostenlos ist nicht gleich kostenlos. Bei Neobrokern gilt die 0 Euro Depotführung bedingungslos. Bei vielen Direktbanken hängt sie an Aktivität. Wer ein Jahr lang nichts tut, zahlt plötzlich doch.
Typische Bedingungen für Gratis-Depots
Comdirect führt das Depot kostenlos, wenn du pro Quartal mindestens zwei Trades oder einen Sparplan ausführst. Erfüllst du das nicht, fallen 1,95 Euro pro Monat an, also 23,40 Euro im Jahr. Laut Preisverzeichnis gilt das nur noch für Depots, die bis zum 14.07.2026 eröffnet wurden; dort entfällt das Entgelt auch bei Nutzung eines Girokontos unter derselben Kundennummer. Für Depots ab dem 15.07.2026 ist die Depotführung ohne Bedingung kostenlos (Stand 11.10.2026). Andere Banken verzichten auf die Gebühr etwa bei Nutzung des Online-Postfachs oder ab einem Mindestguthaben.
Weitere geläufige Bedingungen sind ein Mindestdepotvolumen, ein aktives Girokonto beim selben Haus oder eine Altersgrenze für junge Anleger. Diese Klauseln stehen im Preis- und Leistungsverzeichnis, nicht auf der Werbeseite. Dort solltest du vor jeder Eröffnung nachsehen.
Volumenabhängige Modelle
Filialbanken koppeln die Depotführung häufig an den Depotwert. Ein prozentuales Modell klingt harmlos, wird mit wachsendem Vermögen aber teuer. Für die Rechnungen in diesem Artikel setzen wir 0,15 Prozent pro Jahr, mindestens 30 Euro an. Bei 100.000 Euro Depotwert sind das 150 Euro, bei 500.000 Euro bereits 750 Euro allein für die Verwahrung, ohne dass du eine einzige Order aufgegeben hättest.
Wie viele Depots ohne Bedingung kostenlos sind
Von den 19 Depots in unserem Vergleich verlangen 17 für Neukunden keine Depotführungsgebühr und knüpfen das an keine Bedingung. Beim Commerzbank DirektDepot ist die Depotführung nur kostenlos, wenn im abgelaufenen Quartal mindestens eine Order abgerechnet wurde, sonst kostet sie 0,175 % des Depotwerts im Jahr, mindestens 4,95 € je Quartal. Bei Traders Place nennt das Preisverzeichnis keine Depotgebühr. Bei comdirect und 1822direkt gelten für ältere Depots andere Regeln (Stand 11.10.2026, Preisverzeichnisse der Anbieter).
Bietet ein Broker einen Tarif mit monatlicher Grundgebühr an, in dem Orders oder Sparpläne günstiger werden, gehört die Grundgebühr wie eine Depotführungsgebühr in deine Jahresrechnung, damit Abo- und Einzelpreismodelle vergleichbar bleiben. Der Depot-Vergleich rechnet mit dem Basistarif ohne Grundgebühr.
Tip
Prüfe einmal im Jahr deinen Kontoauszug auf die Position Depotführungsentgelt. Viele Anleger übersehen, dass eine früher erfüllte Bedingung inzwischen nicht mehr greift, weil sie ihren Sparplan pausiert haben.
Was ein Depot pro Jahr kostet: Fünf Szenarien durchgerechnet
Damit die Zahlen vergleichbar bleiben, rechnen wir mit klaren Annahmen. Neobroker: 0 Euro Depotführung, 1 Euro pro Order, kostenlose Sparpläne. Direktbank: 0 Euro Depotführung, 4,90 Euro plus 0,25 Prozent pro Order mit Spanne 9,90 bis 69,90 Euro, 1,5 Prozent auf die Sparplanrate. Filialbank: 0,15 Prozent Depotführung mit 30 Euro Minimum, 1 Prozent pro Order mit 30 Euro Minimum, 2,5 Prozent auf die Sparplanrate.
| Depotwert | Handelsprofil | Neobroker | Direktbank | Filialbank | Differenz |
|---|---|---|---|---|---|
| 10.000 € | 200 € Sparplan pro Monat, 4 Orders à 1.000 € | 4 € | 76 € | 210 € | 206 € |
| 50.000 € | 500 € Sparplan pro Monat, 6 Orders à 2.500 € | 6 € | 157 € | 405 € | 399 € |
| 100.000 € | 500 € Sparplan pro Monat, 8 Orders à 5.000 € | 8 € | 229 € | 700 € | 692 € |
| 250.000 € | kein Sparplan, 12 Orders à 10.000 € | 12 € | 359 € | 1.575 € | 1.563 € |
| 500.000 € | kein Sparplan, 12 Orders à 20.000 € | 12 € | 659 € | 3.150 € | 3.138 € |
Jahreskosten nach Depotgröße und Depotmodell
Wie die 700 Euro im 100.000-Euro-Szenario zustande kommen
Ein Beispiel zum Nachrechnen. Bei 100.000 Euro Depotwert, 500 Euro Sparplanrate pro Monat und acht Orders zu je 5.000 Euro zahlt die Filialbank: 150 Euro Depotführung (0,15 Prozent von 100.000 Euro), 150 Euro Sparplangebühr (2,5 Prozent von 6.000 Euro Jahresrate) und 400 Euro Ordergebühren (achtmal 50 Euro). Macht 700 Euro.
Die Direktbank kommt im selben Profil auf 229 Euro: keine Depotführung, 90 Euro Sparplan und 139,20 Euro für acht Orders zu je 17,40 Euro. Der Neobroker liegt bei 8 Euro. Die Differenz zwischen teuerstem und günstigstem Modell beträgt 692 Euro pro Jahr.
Warum der Abstand mit dem Depot wächst
Bei 10.000 Euro Depotwert liegen 206 Euro zwischen Filialbank und Neobroker. Bei 500.000 Euro sind es 3.138 Euro. Der Grund ist einfach: Zwei der drei Kostenblöcke der Filialbank laufen prozentual. Die Depotführung wächst mit dem Vermögen, die Ordergebühr mit dem Ordervolumen. Beim Neobroker bleibt der Fixpreis unverändert, egal wie groß das Depot wird. Die Entscheidung zwischen Neobroker oder Filialbank hängt daher stark vom eigenen Anlageprofil und Servicebedarf ab.
Ein Zahlenpaar macht das greifbar. Eine Order über 1.000 Euro kostet beim Neobroker 1 Euro, bei der Direktbank 9,90 Euro und bei der Filialbank 30 Euro. Eine Order über 20.000 Euro kostet beim Neobroker weiterhin 1 Euro, bei der Direktbank 54,90 Euro und bei der Filialbank 200 Euro.
Echte Preise statt fünf Modellfälle
Die fünf Szenarien rechnen mit drei typischen Preismodellen, nicht mit einzelnen Anbietern. Der Depot-Vergleich oben setzt stattdessen die Preise jedes Anbieters aus dessen Preisverzeichnis ein. An einem Modell lässt sich zeigen, warum das Ordervolumen so stark zählt: Bei 4,90 Euro plus 0,25 Prozent, mindestens 9,90 und höchstens 69,90 Euro, zahlst du bis 2.000 Euro Ordervolumen die Mindestgebühr, und ab 26.000 Euro greift die Obergrenze.
Der Depot-Vergleich zeigt die Jahreskosten für dein Profil, voreingestellt sind zwölf Orders à 1.000 Euro und 100 Euro Sparrate im Monat. Spreads und Neukundenaktionen sind nicht eingerechnet.
Depotübertrag und Wechselprämien: So wechselst du das Depot
Ein Depotwechsel bedeutet nicht, dass du verkaufen musst. Beim Depotübertrag wandern die Positionen samt Anschaffungsdaten und Haltefristen zum neuen Anbieter. Steuerlich passiert dabei nichts, es entsteht kein Veräußerungsgewinn. Der Depotwechsel ohne Verkauf ist daher eine rein administrative Maßnahme, die keine steuerlichen Ereignisse auslöst.
Ablauf und Dauer
Zuerst eröffnest du das neue Depot. Dann füllst du das Übertragsformular aus, meist beim neuen Anbieter, der die Abwicklung mit der alten Bank übernimmt. Bei ausländischen Positionen kann es länger dauern, weil eine Lagerstelle im Ausland beteiligt ist. Die BaFin nennt drei Wochen als Orientierung und verlangt eine Information an den Kunden, wenn es länger dauert.
Die BaFin erwartet, dass ein Depotübertrag nach spätestens drei Wochen erledigt ist. Schafft das Institut die Frist nicht, muss es dir eine Zwischennachricht mit dem Grund schicken. Kommt binnen fünf weiterer Arbeitstage keine nachvollziehbare Nachricht, kannst du dich bei der Bank beschweren und danach bei der BaFin.
Während des Übertrags sind die betroffenen Papiere nicht handelbar. Wer eine Position kurzfristig verkaufen könnte, sollte den Wechsel also nicht in eine Phase legen, in der er handeln will.
Kosten und Prämien
Innerhalb Deutschlands ist der Depotübertrag für Privatkunden kostenfrei. Der Bundesgerichtshof hat Entgeltklauseln dafür 2004 für unwirksam erklärt, weil die Bank mit dem Übertrag nur ihre Pflicht zur Herausgabe der Wertpapiere erfüllt (Urteile vom 30.11.2004, XI ZR 200/03 und XI ZR 49/04). Eine Ausnahme sind echte Fremdkosten, die anfallen, wenn für ausländische Papiere die Lagerstelle gewechselt werden muss. Diese Beträge dürfen weitergereicht werden.
Weil Depotkunden lange bleiben, werben viele Anbieter mit Prämien. Im August 2026 warben unter anderem comdirect, Smartbroker, Traders Place und die TARGOBANK mit Bar-, ETF- oder Zinsprämien für den Depotübertrag, meist mit Mindestübertrag und Haltefrist.
Die Prämien von August 2026 sind ausgelaufen oder geändert. Am 11.10.2026 warben laut ihren Websites etwa comdirect mit bis zu 150 € Prämie (Aktion bis 01.11.2026), 1822direkt mit bis zu 300 € für Depoteröffnung, Sparplan und Trades und ING mit einem Gutschein über 25 € (Eröffnung bis 30.10.2026, mindestens 100 € investieren und drei Monate halten). Prämien rechnen wir nicht in die Jahreskosten ein. Ob eine Aktion noch läuft und an welche Haltefrist sie geknüpft ist, steht in den Bedingungen des Anbieters.
Was bei Prämien steuerlich passiert
Barprämien gelten als sonstige Einkünfte. Dafür gilt eine Freigrenze von 256 Euro pro Jahr, oberhalb davon wird der volle Betrag mit dem persönlichen Steuersatz belastet. Zinsaktionen dagegen sind Kapitalerträge und laufen über die Abgeltungsteuer. Rechne eine Prämie deshalb immer netto, bevor du sie gegen jährliche Kostenvorteile aufwiegst.
Tip
Löse das alte Depot erst auf, wenn alle Positionen angekommen sind und die Verlustverrechnungstöpfe geklärt sind. Eine Verlustbescheinigung musst du bis zum 15. Dezember des laufenden Jahres beantragen, sonst wandert der Verlustvortrag bei der alten Bank ins nächste Jahr.
Überträgst du das ganze Depot, ist die Bescheinigung nicht nötig. Die alte Bank teilt der neuen auf deinen Wunsch den noch nicht verrechneten Verlust mit (§ 43a Abs. 3 Satz 6 EStG). Die Bescheinigung bis 15. Dezember brauchst du, wenn du nur einen Teil überträgst oder Verluste über die Steuererklärung mit Gewinnen bei einer anderen Bank verrechnen willst.
Verrechnungskonto: Zinsen, Einlagensicherung und Cash-Puffer
Das Verrechnungskonto ist der unterschätzte Teil des Depots. Über es laufen alle Buchungen, und auf ihm liegt das Geld, das gerade nicht investiert ist. Genau dafür zahlen die Anbieter sehr unterschiedliche Zinsen.
Zinsen auf nicht investiertes Guthaben
Einige Neobroker verzinsen das Guthaben inzwischen deutlich. Scalable Capital nennt für sein separates Tagesgeld 2,60 Prozent pro Jahr, Trade Republic verzinst nicht investiertes Geld mit 2,50 Prozent. Bei Direktbanken liegen die Sätze auf dem Verrechnungskonto oder einem angeschlossenen Tagesgeldkonto niedriger, ohne Neukundenaktion zwischen 0,60 und 1,00 Prozent (Stand 11.10.2026, Websites der Anbieter).
Die Differenz ist größer, als viele denken. Wer dauerhaft 10.000 Euro als Puffer hält, bekommt bei 2,5 Prozent 250 Euro im Jahr und bei 0,75 Prozent nur 75 Euro, jeweils vor Steuern. Das sind 175 Euro Unterschied und damit mehr als die gesamte Depotführungsgebühr, um die viele Vergleiche kreisen.
Auf das Guthaben im Depot selbst zahlt in unserem Vergleich Trade Republic 2,50 % p. a. nach Aktivierung in der App. Bei der ING dient das Extra-Konto mit 0,75 % als Verrechnungskonto, bei 1822direkt kann es das Tagesgeldkonto mit 0,60 % sein. Scalable Capital (2,60 %), SMARTBROKER+ (2,25 % bis 100.000 €), Traders Place (2,00 %), Consorsbank und DKB (je 1,00 %) zahlen ihre Zinsen nur auf ein separates Tagesgeld- oder Zinskonto (Stand 11.10.2026, Websites der Anbieter). Seit dem 16. September 2026 liegt der Einlagesatz der EZB bei 2,50 %. Ob und wann ein Anbieter seinen Satz daran anpasst, entscheidet er selbst.
Einlagensicherung und Sondervermögen
Für Guthaben auf dem Verrechnungskonto gilt die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Kunde und Bank. Viele private und öffentliche Banken gehören zusätzlich einem freiwilligen Sicherungsfonds an, der über die gesetzliche Grenze hinaus entschädigen kann.
Auf den Schutz der freiwilligen Sicherungsfonds besteht kein Rechtsanspruch, darauf weist die BaFin ausdrücklich hin. Die Grenze legt der Fonds selbst fest. Einklagbar ist nur die gesetzliche Sicherung bis 100.000 Euro je Kunde und Bank. Welcher Sicherungseinrichtung deine Bank angehört, muss sie im Preisaushang angeben.
Die Wertpapiere selbst brauchen diesen Schutz nicht. Sie werden getrennt vom Bankvermögen verwahrt und bleiben in deinem Eigentum; „Sondervermögen“ ist genau genommen der Begriff für das Vermögen eines Fonds. Bei einer Insolvenz würden sie an dich herausgegeben oder auf ein anderes Institut übertragen.
Eigentum, Sondervermögen und Anlegerentschädigung
Für Wertpapiere im Depot gibt es drei Schutzebenen. Aktien, ETF-Anteile und Anleihen bleiben dein Eigentum; geht der Broker pleite, verlangst du sie heraus oder lässt sie auf ein anderes Depot übertragen. Das Vermögen eines ETF ist zusätzlich vom Vermögen der Fondsgesellschaft getrennt. Und fehlen Papiere, springt die Anlegerentschädigung ein.
Rechtlich verwahrt die Bank deine Papiere für dich, meist in Sammelverwahrung bei einer Wertpapiersammelbank (§ 5 Depotgesetz). Im Insolvenzfall gehören sie nicht zur Masse, du hast einen Anspruch auf Herausgabe (§ 47 Insolvenzordnung), solange sie nicht als Kreditsicherheit dienen. Der Begriff Sondervermögen gehört genau genommen zum Fonds: Die Fondsgesellschaft muss das Fondsvermögen getrennt von ihrem eigenen halten (§ 92 Kapitalanlagegesetzbuch), und eine unabhängige Verwahrstelle, meist eine Bank, bewahrt es auf und kontrolliert die Gesellschaft (§ 68 KAGB). Bei einer Pleite der Fondsgesellschaft bleibt der ETF also bestehen.
Die Anlegerentschädigung deckt den Fall, den das Eigentum allein nicht löst: Ein Institut hat Geld oder Wertpapiere unterschlagen und kann sie nicht mehr herausgeben. Dann ersetzt die gesetzliche Entschädigungseinrichtung 90 Prozent der Forderungen aus Wertpapiergeschäften, höchstens 20.000 Euro (§ 4 Anlegerentschädigungsgesetz). Bei Wertpapierinstituten ohne Einlagengeschäft ist das die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen. Kursverluste und falsche Beratung ersetzt sie nicht.
Für Geld auf dem Verrechnungskonto gilt dagegen die Einlagensicherung bis 100.000 Euro je Kunde und Bank (§ 8 Einlagensicherungsgesetz), sofern es auf einem Konto bei einer Bank liegt. Broker ohne eigene Banklizenz legen Kundengeld bei Partnerbanken an oder bieten Geldmarktfonds an, für die andere Regeln gelten. Wo das Guthaben liegt, steht in den Kundeninformationen des Anbieters.
Quellen: BaFin, Einlagensicherung und Anlegerentschädigung; § 4 AnlEntG, § 8 EinSiG, § 5 DepotG, § 47 InsO, § 92 KAGB, § 68 KAGB.
Good to know
Wenn du bei einer Bank sowohl Tagesgeld als auch ein Verrechnungskonto führst, zählen beide Guthaben zusammen auf die 100.000 Euro der gesetzlichen Sicherung. Die Grenze gilt pro Kunde und Institut, nicht pro Konto. Das gilt ebenso, wenn neben dem Depot ein Direktbank Girokonto beim selben Institut geführt wird.
Steuern im Depot: Freistellungsauftrag, Vorabpauschale, Verlusttöpfe
Auf Kapitalerträge fällt Abgeltungsteuer von 25 Prozent an, plus Solidaritätszuschlag ergibt das 26,375 Prozent. Kommt Kirchensteuer dazu, liegt die Gesamtbelastung bei 27,82 Prozent mit 8 Prozent Kirchensteuer in Bayern und Baden-Württemberg und bei 27,99 Prozent mit 9 Prozent in den übrigen 14 Bundesländern. Die Bank ruft das Kirchensteuerabzugsmerkmal automatisch ab und führt die Steuer direkt ab.
Freistellungsauftrag richtig verteilen
Der Sparerpauschbetrag liegt bei 1.000 Euro pro Person und 2.000 Euro bei Zusammenveranlagung. Er wirkt aber nur, wenn du der Bank einen Freistellungsauftrag erteilst. Ohne ihn zieht das Institut ab dem ersten Euro Steuer ein. Zurückholen kannst du das über die Steuererklärung, aber erst im Folgejahr.
Wichtig bei mehreren Depots: Der Pauschbetrag ist ein Gesamtbudget. Du kannst ihn auf mehrere Banken aufteilen, aber nicht mehrfach vergeben. Wer bei zwei Instituten je 1.000 Euro hinterlegt, fällt beim Bundeszentralamt für Steuern auf.
Vorabpauschale: der Basiszins 2026 macht sie spürbar
Thesaurierende Fonds schütten nicht aus. Damit der Fiskus trotzdem jährlich etwas bekommt, gibt es die Vorabpauschale. Der Basisertrag ergibt sich aus dem Fondswert am 1. Januar, multipliziert mit dem Basiszins und dem Faktor 0,7. Für 2026 liegt der Basiszins bei 3,20 Prozent nach 2,53 Prozent im Vorjahr. Der Basisertrag beträgt damit 2,24 Prozent des Depotwerts. Bei Aktienfonds bleiben davon 30 Prozent steuerfrei, bei Mischfonds 15 Prozent. Abgebucht wird im Januar des Folgejahres vom Verrechnungskonto.
| Depotwert am 1. Januar | Basisertrag (2,24 %) | Nach Teilfreistellung | Nach 1.000 € Freistellung | Steuer bei 26,375 % |
|---|---|---|---|---|
| 10.000 € | 224,00 € | 156,80 € | 0 € | 0,00 € |
| 25.000 € | 560,00 € | 392,00 € | 0 € | 0,00 € |
| 50.000 € | 1.120,00 € | 784,00 € | 0 € | 0,00 € |
| 100.000 € | 2.240,00 € | 1.568,00 € | 568,00 € | 149,81 € |
| 200.000 € | 4.480,00 € | 3.136,00 € | 2.136,00 € | 563,37 € |
| 500.000 € | 11.200,00 € | 7.840,00 € | 6.840,00 € | 1.804,05 € |
Steuer auf die Vorabpauschale 2026 nach Depotwert
Die entscheidende Schwelle liegt bei rund 63.800 Euro. Ab diesem Fondsvermögen übersteigt allein die Vorabpauschale den Sparerpauschbetrag eines Singles. Wer darunter bleibt und den Freistellungsauftrag gesetzt hat, zahlt dafür nichts. Wichtig ist trotzdem: Auf dem Verrechnungskonto muss im Januar Geld liegen, sonst bucht die Bank ins Soll oder verkauft im Zweifel Anteile.
Den Basiszins von 3,20 Prozent hat das Bundesfinanzministerium mit Schreiben vom 13. Januar 2026 bekannt gegeben. Die Vorabpauschale für 2026 gilt am 4. Januar 2027 als zugeflossen, deshalb bucht die Bank die Steuer Anfang Januar 2027 ab. Verliert der Fonds im Laufe des Jahres an Wert, fällt sie geringer aus oder ganz weg: Der Basisertrag ist auf den Wertzuwachs im Kalenderjahr plus Ausschüttungen begrenzt (§ 18 Abs. 1 Investmentsteuergesetz).
Zwei Verlustverrechnungstöpfe
Jede Bank führt zwei getrennte Töpfe. Im Aktientopf landen Verluste aus dem Verkauf einzelner Aktien. Sie lassen sich ausschließlich mit Gewinnen aus Aktienverkäufen verrechnen. Im allgemeinen Topf stehen alle übrigen Erträge und Verluste, also ETFs, Fonds, Zinsen und Dividenden. Innerhalb eines Kalenderjahres verrechnet die Bank automatisch, ein Überhang wird ins Folgejahr vorgetragen.
Die frühere Deckelung der Verlustverrechnung bei wertlos gewordenen Wertpapieren und Termingeschäften ist mit dem Jahressteuergesetz 2024 entfallen (§ 20 Abs. 6 EStG). Wie die Töpfe im Alltag wirken, zeigt der Ratgeber zur Verlustverrechnung im Depot.
Bei mehreren Depots verrechnet keine Bank über Institutsgrenzen hinweg. Das geht nur über die Steuererklärung, und dafür brauchst du eine Verlustbescheinigung, die du bis zum 15. Dezember beantragen musst.
Junior-Depot, Gemeinschaftsdepot und Firmendepot: Wem das Geld gehört
Ein Junior-Depot läuft auf den Namen des Kindes: Das Geld gehört dem Kind, die Eltern verwalten es bis zum 18. Geburtstag. Ein Gemeinschaftsdepot gehört zwei Personen gemeinsam, meist Ehe- oder Lebenspartnern. Ein Firmendepot führt ein Unternehmen, dort gilt nicht die Abgeltungsteuer der Privatanleger, sondern das Steuerrecht des Betriebs. Nicht jeder Anbieter führt alle drei Varianten.
Junior-Depot: eigenes Vermögen, eigene Freibeträge
Was Eltern oder Großeltern in ein Junior-Depot einzahlen, ist eine Schenkung an das Kind und lässt sich nicht einfach zurückholen. Dafür hat das Kind eigene Freibeträge. Mit einem Freistellungsauftrag, den die Eltern für das Kind erteilen, bleiben Kapitalerträge bis zum Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro im Jahr ohne Steuerabzug (§ 20 Abs. 9 EStG). Hat das Kind keine weiteren Einkünfte, stellt das Finanzamt auf Antrag eine Nichtveranlagungsbescheinigung aus. Dann zieht die Bank auch keine Steuer ab, solange die Erträge nach Abzug des Pauschbetrags unter dem Grundfreibetrag liegen, 2026 sind das 12.348 Euro (§ 32a EStG, § 44a EStG).
Mit dem 18. Geburtstag verfügt das Kind allein über das Depot. Von den 19 Depots in unserem Vergleich führen 12 ein Junior-Depot (Stand 11.10.2026).
Gemeinschaftsdepot: doppelte Sicherung fürs Guthaben
Zusammen veranlagte Ehepaare können einen gemeinsamen Freistellungsauftrag über 2.000 Euro erteilen. Für Geld auf dem gemeinsamen Verrechnungskonto hat jede Inhaberin und jeder Inhaber einen eigenen Anspruch aus der Einlagensicherung, bei zwei Personen also bis 200.000 Euro. Nicht jedes Neobroker-Depot gibt es als Gemeinschaftsdepot. Ob ein Anbieter eines führt, steht in seinen Produktunterlagen.
Firmendepot: Körperschaftsteuer statt Abgeltungsteuer
Legt eine GmbH oder UG Geld in Wertpapieren an, zahlt sie auf die Erträge Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer. Gewinne aus dem Verkauf von Aktien sind dabei zu 95 Prozent steuerfrei, Dividenden aus Beteiligungen unter 10 Prozent dagegen voll steuerpflichtig (§ 8b KStG). Bei Aktienfonds bleiben für Körperschaften 80 Prozent der Erträge steuerfrei (§ 20 Investmentsteuergesetz). Was am Ende übrig bleibt, hängt vom Hebesatz der Gemeinde und von der Bilanz ab; das gehört in die Steuerberatung. Unser Vergleich zeigt Depots für Privatpersonen, Firmendepots enthält er nicht.
Quellen: § 20 EStG, § 32a EStG, § 44a EStG, § 8b KStG, § 20 InvStG; BaFin, Einlagensicherung und Anlegerentschädigung.
Welches Depot zu welchem Anlegertyp passt
Aus den Zahlen ergeben sich klare Muster. Sie ersetzen keine individuelle Prüfung, aber sie zeigen, wo die Kostenhebel liegen.
Sparplan-Einsteiger mit kleinen Raten
Wer mit 50 bis 200 Euro im Monat startet, zahlt bei prozentualen Sparplangebühren am meisten drauf. 2,5 Prozent auf eine 100-Euro-Rate sind 2,50 Euro pro Ausführung, also 30 Euro im Jahr auf 1.200 Euro Anlagesumme. Ein Anbieter mit kostenlosen Sparplänen spart hier den größten Anteil. Wichtig ist zusätzlich eine niedrige Mindestrate, damit du flexibel bleibst. Solche Sparpläne ermöglichen oft den Kauf von Teilaktien im Sparplan, wodurch auch mit kleinen Raten in teure Aktien investiert werden kann.
Aktiver Anleger mit großen Einzelorders
Bei Ordervolumina ab 10.000 Euro entscheidet allein das Ordermodell. Der Unterschied zwischen einem Fixpreis von 1 Euro und einem Prozentmodell mit 1 Prozent beträgt bei zwölf Orders über je 20.000 Euro 2.388 Euro pro Jahr. Wer häufig große Beträge bewegt, sollte zudem auf den Handelsplatz achten, denn außerbörsliche Spreads können einen niedrigen Orderpreis wieder auffressen. Ob Xetra, gettex oder Tradegate der günstigere Handelsplatz ist, hängt dabei von der Ordergröße und dem Spread ab.
Großes Depot mit Beratungsbedarf
Bei 500.000 Euro Depotwert kostet das Filialbankmodell im Beispiel 3.150 Euro pro Jahr. Wenn du die Beratung tatsächlich nutzt, kann das gerechtfertigt sein. Wenn du sie nicht nutzt, zahlst du für eine Leistung, die du nicht abrufst. Eine Zwischenlösung ist ein zweites, günstiges Depot für den selbst verwalteten Teil des Vermögens.
Mehrere Depots parallel führen
Die Anzahl der Depots ist nicht begrenzt. Zwei Depots können sinnvoll sein, etwa um Altersvorsorge und spekulative Positionen zu trennen oder um die Zinsen zweier Verrechnungskonten zu nutzen. Der Preis dafür ist Verwaltungsaufwand: Freistellungsaufträge musst du aufteilen, Verlusttöpfe laufen getrennt, und die Steuererklärung wird aufwendiger. Ab drei Depots überwiegt der Aufwand für die meisten Privatanleger den Nutzen. Um den gestiegenen Aufwand zu bewältigen, helfen Programme bei der korrekten Angabe der Kapitalerträge, die ein Steuersoftware Vergleich auflistet.
Was du vor der Eröffnung prüfen solltest
Rechne dein eigenes Profil durch: Depotwert, Zahl der Orders, durchschnittliches Ordervolumen, Sparplanrate. Prüfe dann die Bedingungen für die kostenlose Depotführung, den Zinssatz auf dem Verrechnungskonto und die Verfügbarkeit der Depotarten, die du brauchst. Erst danach ist ein Preisvergleich aussagekräftig.
Für die Eröffnung brauchst du einen Ausweis zur Legitimation per Video, Online-Ausweis oder in der Postfiliale und deine steuerliche Identifikationsnummer, die die Bank erheben muss (§ 154 Abs. 2a Abgabenordnung). Außerdem fragt der Anbieter nach deinen Kenntnissen und Erfahrungen mit Wertpapieren. Das schreibt § 63 Abs. 10 Wertpapierhandelsgesetz vor, damit er prüfen kann, ob ein Produkt für dich angemessen ist. Den Ablauf Schritt für Schritt beschreibt der Ratgeber Depot eröffnen.
Good to know
Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Anlage- oder Steuerberatung und keine Empfehlung für ein bestimmtes Depot oder Wertpapier. Wertpapieranlagen sind mit Risiken verbunden, bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Geldes; Kurse schwanken, frühere Wertentwicklungen sagen nichts über künftige. Die Konditionen im Depot-Vergleich haben den Stand 11.10.2026 und können sich jederzeit ändern. Du entscheidest selbst; prüfe die Angaben vor einer Eröffnung im Preis- und Leistungsverzeichnis des Anbieters.
So vergleichen wir: Methodik des Depot-Vergleichs
Unser Depot-Vergleich stellt für jedes Depot die Jahreskosten eines Beispielprofils nebeneinander: Orders, Sparplanausführungen und Depotführung zusammen. Die Werte stammen aus den Preis- und Leistungsverzeichnissen der Anbieter, zuletzt geprüft am 11.10.2026. Sortiert wird nach den Jahreskosten für dein Profil, bei gleichen Kosten nach dem Namen; Provisionen beeinflussen weder Auswahl noch Reihenfolge.
Welche Kosten in die Jahreskosten eingehen
Für jedes Depot rechnen wir drei Posten: zwölf Orders à 1.000 € am genannten Handelsplatz im Basistarif, zwölf Sparplanausführungen à 100 € und die Depotführung. Wo der Anbieter Handelsplatzentgelte oder Börsengebühren beziffert, rechnen wir sie mit. Ist die Depotführung nur unter Bedingungen kostenlos, rechnen wir mit dem Fall ohne erfüllte Bedingung. Fehlt ein Posten im Preisverzeichnis, bleibt das Feld leer.
Nicht eingerechnet sind Spreads, weil sie sich von Order zu Order ändern und wir sie nicht verlässlich messen können, Neukundenprämien, befristete Aktionen und die Frage, ob ein Anbieter Partner von Finalarm ist. Zinsen aufs Guthaben stehen in einer eigenen Spalte, verrechnet werden sie nicht.
Wer aufgenommen wird
In den Vergleich kommen Depots, die du als Privatperson mit Wohnsitz in Deutschland online eröffnen kannst und deren Anbieter eine Erlaubnis in der EU hat. Das Preisverzeichnis muss öffentlich auf der Website stehen. Aktuell sind es 19 Depots. Filialbanken mit Beratung, regionale Sparkassen und Volksbanken sowie reine Fondsplattformen fehlen; ihre Kosten zeigt die Modellrechnung in den fünf Szenarien.
Partnerlinks sind im Vergleich mit * gekennzeichnet, alle anderen Anbieter verlinken wir neutral auf ihre Website. Wer Orderkosten bei häufigem Handeln mit vielen Börsenplätzen vergleichen will, findet einen eigenen Orderkosten-Rechner für Online-Broker.
Woher die Zahlen kommen
Zu jedem Wert speichern wir die Quelle, meist das Preis- und Leistungsverzeichnis als PDF, und das Prüfdatum. Zuletzt geprüft haben wir alle Werte am 11.10.2026. Seit dem Verbot der Zahlungen für die Orderweiterleitung im Juli 2026 ändern nach Beobachtung der BaFin einige Banken und Broker ihre Tarife; neue Preise übernehmen wir mit dem Datum, ab dem sie gelten. Marktdaten stammen von EZB, Bundesbank und BaFin.
Fehler und Korrekturen
Findest du einen Wert, der nicht mehr stimmt, schreib uns über die im Impressum genannte Adresse. Wir prüfen die Meldung gegen das Preisverzeichnis und korrigieren den Wert mit Datum.
Fachlich geprüft von Chanel Chokdee, Content & Marketing Managerin bei Finalarm, nach Studium und Stationen im Wirtschaftsjournalismus. Zuletzt geprüft am 11.10.2026.
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Häufig gestellte Fragen
Was kostet ein Depot wirklich pro Jahr?
Das hängt vom Modell ab. Bei 100.000 Euro Depotwert, acht Orders und einem Sparplan zahlst du in unserer Modellrechnung beim Neobroker rund 8 Euro, bei der Direktbank 229 Euro und bei der Filialbank 700 Euro pro Jahr. Für einzelne Depots zeigt es der Depot-Vergleich auf dieser Seite: Mit zwölf Orders à 1.000 Euro und 100 Euro Sparrate liegen die Jahreskosten zwischen 0,00 € und 151,80 €, ohne Spreads und Fremdkosten (Stand 11.10.2026).
Konditionen beim Anbieter ansehen
Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.
Ist ein Depotübertrag kostenlos und wie lange dauert er?
Innerhalb Deutschlands ist der Übertrag für Privatkunden kostenfrei; der Bundesgerichtshof hat Entgeltklauseln dafür 2004 für unwirksam erklärt. Bei ausländischen Papieren kann es länger dauern, weil eine Lagerstelle im Ausland beteiligt ist. Die BaFin erwartet, dass ein Übertrag nach spätestens drei Wochen erledigt ist; sonst muss die Bank eine Zwischennachricht mit dem Grund schicken.
Was passiert mit meinem Depot, wenn der Anbieter insolvent wird?
Deine Wertpapiere bleiben dein Eigentum und gehören nicht zur Insolvenzmasse. Du kannst sie herausverlangen oder auf ein anderes Depot übertragen lassen. Fehlen Papiere, etwa nach einer Unterschlagung, ersetzt die Anlegerentschädigung 90 Prozent, höchstens 20.000 Euro. Guthaben auf dem Verrechnungskonto schützt die Einlagensicherung bis 100.000 Euro.
Was ist die Vorabpauschale und ab wann trifft sie mich?
Die Vorabpauschale besteuert nicht ausgeschüttete Fondsgewinne jährlich vorab. Mit dem Basiszins von 3,20 Prozent laut BMF-Schreiben vom 13. Januar 2026 liegt der Basisertrag bei 2,24 Prozent. Spürbar wird sie ab rund 63.800 Euro Fondsvermögen; die Steuer für 2026 bucht die Bank Anfang Januar 2027 ab.
Kann ich mehrere Depots gleichzeitig führen?
Ja, die Anzahl ist nicht begrenzt. Beachte aber, dass Freistellungsauftrag und Verlustverrechnungstöpfe pro Bank gelten. Du musst den Pauschbetrag also auf die Institute aufteilen.
Worauf muss ich bei einer Wechselprämie für den Depotübertrag achten?
Prämien sind meist befristet und oft an Bedingungen wie eine Mindestanlage und eine Haltefrist gekoppelt. Barprämien zählen steuerlich als sonstige Einkünfte, für die eine Freigrenze von 256 Euro im Jahr gilt. Rechne die Prämie gegen die laufenden Kosten des neuen Depots über die gesamte Haltefrist.
Direkt beim Anbieter weitermachen
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Brauche ich für jedes Depot ein eigenes Verrechnungskonto?
Ja, jedes Depot ist fest mit einem Verrechnungskonto verknüpft. Es wickelt Käufe, Verkäufe, Dividenden und Steuerabzüge ab und hält nicht investiertes Guthaben zwischen zwei Transaktionen.
Wie verdienen Broker seit dem PFOF-Verbot Geld?
Seit dem 1. Juli 2026 dürfen Broker in Deutschland keine Zahlungen mehr dafür annehmen, dass sie Orders an einen bestimmten Handelsplatz leiten. Die BaFin nennt als mögliche Folgen höhere Ordergebühren, Tarife mit monatlicher Grundgebühr und Fondssparpläne mit Ausgabeaufschlag. Manche Broker handeln auch selbst als Market Maker. Wie ein Anbieter abrechnet, steht in seinem Preis- und Leistungsverzeichnis.
Was kostet eine Order über 1.000 Euro?
In unserem Depot-Vergleich kostet eine Order über 1.000 Euro im Basistarif am 11.10.2026 zwischen 0,00 € und 10,90 €. Dazu können Börsenentgelte und der Spread kommen. Prozentuale Modelle werden bei größeren Orders teurer, Festpreise bleiben gleich.
Was deckt die Anlegerentschädigung ab?
Sie greift, wenn ein Institut Geld oder Wertpapiere seiner Kunden nicht mehr herausgeben kann, etwa nach einer Unterschlagung. Ersetzt werden 90 Prozent der Forderungen aus Wertpapiergeschäften, höchstens 20.000 Euro (§ 4 Anlegerentschädigungsgesetz). Kursverluste und Beratungsfehler deckt sie nicht.
Nimmt die neue Bank beim Depotübertrag meine Verluste mit?
Ja, wenn du das ganze Depot überträgst. Die alte Bank meldet den noch nicht verrechneten Verlust auf deinen Wunsch an die neue (§ 43a Abs. 3 EStG). Bei einem Teilübertrag beantragst du bis 15. Dezember eine Verlustbescheinigung und verrechnest über die Steuererklärung.
Gibt es Zinsen auf das Guthaben im Depot?
Bei 9 von 19 Depots in unserem Vergleich gibt es Zinsen, bei den meisten aber nur auf einem separaten Tagesgeld- oder Zinskonto. Aufs Guthaben im Depot selbst zahlt Trade Republic 2,50 % p. a. (Stand 11.10.2026). Guthaben bei einer Bank ist bis 100.000 Euro gesetzlich gesichert.
Wie werden Erträge im Junior-Depot besteuert?
Das Depot gehört dem Kind, es hat eigene Freibeträge. Mit Freistellungsauftrag bleiben 1.000 Euro Kapitalerträge im Jahr ohne Steuerabzug. Hat das Kind keine weiteren Einkünfte, kann das Finanzamt eine Nichtveranlagungsbescheinigung ausstellen; dann bleiben Erträge bis zum Grundfreibetrag von 12.348 Euro (2026) zusätzlich ohne Abzug.
Wie ist der Depot-Vergleich sortiert?
Nach den Jahreskosten für dein Profil aus Ordergebühren, zwölf Sparplanausführungen und Depotführung; voreingestellt sind zwölf Orders à 1.000 Euro und 100 Euro Sparrate im Monat. Bei gleichen Kosten entscheidet der Name. Provisionen ändern nichts an den Angaben und an der Reihenfolge. Die Werte stammen aus den Preisverzeichnissen der Anbieter, zuletzt geprüft am 11.10.2026.
Darf mein Broker die Gebühren einfach erhöhen?
Nein. Er muss dich vorher informieren, und die Erhöhung wird nur wirksam, wenn du zustimmst. Lehnst du ab, kann der Broker den Depotvertrag in der Regel kündigen. Darauf weist die BaFin im Zusammenhang mit dem PFOF-Verbot hin.




















