Das Wichtigste in Kürze
- Definition und Kennzahlen: Erfahre, wie der Index die 100 größten Nasdaq-Werte ohne Finanzsektor bündelt und was ihn ausmacht.
- Rendite Jahr für Jahr: Vergleiche die Jahresrenditen seit 2000 und rechne aus, was aus deiner Sparrate geworden wäre.
- Unternehmen und Branchen: Sieh die 20 größten Werte mit Gewicht und warum Technologie mehr als zwei Drittel ausmacht.
- Aufnahmeregeln im Detail: Verstehe die Regeln: Nasdaq-Notierung, kein Finanzwert, Liquidität und die Auswahl im Dezember.
- Gewichtung und Obergrenzen: Lerne, wie die Kappungsgrenzen von 24 % und 48 % wirken und wann ein Sonder-Rebalancing kommt.
- Unterschied zum Composite: Vergleiche 101 ausgewählte Aktien mit den rund 3.400 Werten des Nasdaq Composite.
- Nasdaq 100 vs. S&P 500: Vergleiche Rendite, Schwankung, Krisenverluste und Überschneidung der beiden US-Indizes.
- Geschichte seit 1985: Entdecke die Meilensteine vom Start 1985 bis zum Rekordschluss bei 30.807,93 Punkten.
- Krisen und Erholung: Erfahre, wie tief der Index in sechs Krisen fiel und wie viele Monate die Erholung dauerte.
- Dotcom-Crash im Detail: Verfolge im Chart, warum der Index 15 Jahre bis zum alten Hoch brauchte, in Euro fast 17.
- Nasdaq 100 in Euro: Finde heraus, warum 2025 aus +21,0 % in Dollar für Euro-Anleger nur +7,0 % wurden.
- Wege ins Investment: Überblick über ETF, Sparplan, Zertifikat und CFD sowie fünf ETFs mit ISIN, TER und Volumen.
- Steuern in Deutschland: Erfahre, wie Abgeltungsteuer, 30 % Teilfreistellung und Vorabpauschale bei Nasdaq-ETFs wirken.
- Risiken im Überblick: Verstehe Klumpen-, Bewertungs- und Währungsrisiko, bevor du in den Technologie-Index investierst.
- Quellen und Methodik: Überblick über Datenquellen, Stand der Zahlen und wie Finalarm die Euro-Renditen berechnet.
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Was ist der Nasdaq 100?
Der Nasdaq 100 ist ein Aktienindex, der die 100 größten an der US-Börse Nasdaq notierten Unternehmen außerhalb des Finanzsektors abbildet, gewichtet nach einer modifizierten Marktkapitalisierung. Banken, Versicherungen und Investmentgesellschaften sind ausgeschlossen. Berechnet wird der Index seit dem 31. Januar 1985 von Nasdaq, Inc., dem Betreiber der gleichnamigen Börse. Er gilt als wichtigster Maßstab für große Technologie- und Wachstumswerte.
Ende September 2026 enthielt der Index 101 Aktien von 100 Unternehmen, weil Alphabet mit A- und C-Aktie vertreten ist. Der Indexmarktwert aller Mitglieder lag am 30. September 2026 bei rund 42,6 Billionen US-Dollar. Der Schlusskurs betrug an diesem Tag 30.408,50 Punkte, seit Jahresbeginn ein Plus von 20,4 % ohne Dividenden. Den bisherigen Rekordschluss erreichte der Index am 2. Oktober 2026 mit 30.807,93 Punkten.
Anders als der Name vermuten lässt, sind nicht nur US-Unternehmen dabei. Entscheidend ist die Hauptnotierung an der Nasdaq. Deshalb gehören auch der niederländische Chipmaschinenbauer ASML, der britische Chipentwickler Arm, der chinesische Onlinehändler PDD, MercadoLibre aus Lateinamerika oder Shopify aus Kanada zum Index. Wie sich der Nasdaq 100 in die Landschaft der Börsenbarometer einordnet, zeigt unser Überblick zum Börsenindex.
Kursindex und Total-Return-Index
Der Indexstand in den Nachrichten (Kürzel NDX) ist ein Kursindex: Er misst nur die Kursveränderung. Daneben berechnet Nasdaq den Nasdaq-100 Total Return Index (XNDX), der Dividenden rechnerisch wieder anlegt. Weil viele Technologiekonzerne wenig ausschütten, ist der Unterschied kleiner als bei anderen Indizes: 2025 stieg der Kursindex um 20,2 %, der Total-Return-Index um 21,0 %. Beim S&P 500 betrug der Abstand im selben Jahr 1,5 Prozentpunkte. Alle Jahresrenditen in diesem Artikel sind, wo nicht anders angegeben, Gesamtrenditen mit Dividenden.
Kursverlauf
Nasdaq 100 im Chart
Kursverlauf verzögert · Chart: TradingView · Kursdaten ohne Gewähr, keine Anlageberatung.
Auf einen Blick
Nasdaq 100: die wichtigsten Kennzahlen
Live-Kurs verzögert, Daten: TradingView
Anzahl Werte
101 Aktien von 100 Unternehmen
Alphabet ist mit A- und C-Aktie vertreten.
Gewichtung
modifizierte Marktkapitalisierung
Obergrenzen für große Werte, Prüfung vierteljährlich
Start
31. Januar 1985
Basiswert 125 Punkte
Indexmarktwert
42,6 Bio. US-Dollar
am 30.09.2026
Anteil der 10 größten Werte
46,8 %
Größter Wert: Nvidia mit 8,4 % (Stand 01.10.2026)
Rekordhoch (Schlusskurs)
30.807,93 Punkte
am 02.10.2026; Datenstand 30.09.2026
Überprüfung
jährlich im Dezember
dazu Anpassungen im März, Juni und September
Stand 30.09.2026 · Quelle: Nasdaq Global Indexes (Indexdaten, Factsheet 30.06.2026, Methodik April 2026); BlackRock iShares (Bestandsliste 01.10.2026)
📌 Good to know
Der Chart zeigt einen CFD-Referenzkurs des Anbieters Forex.com, der dem Index sehr eng folgt, aber nicht der offizielle Indexstand ist. Den offiziellen Schlusskurs stellt Nasdaq nach US-Handelsschluss fest, also nach 22 Uhr deutscher Zeit; Korrekturen sind bis 17:15 Uhr New Yorker Zeit möglich.
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Nasdaq 100 Rendite: Wertentwicklung seit 2000
Der Nasdaq 100 hat von 2016 bis 2025 eine durchschnittliche Rendite von 19,7 % pro Jahr in US-Dollar erzielt, mit Dividenden gerechnet. Aus 10.000 US-Dollar Anfang 2016 wurden bis Ende 2025 rund 60.380 US-Dollar. Der S&P 500 kam im selben Zeitraum auf 14,8 % pro Jahr. Über einen längeren Zeitraum schrumpft der Vorsprung fast vollständig: Von 2000 bis 2025 brachte der Nasdaq 100 8,5 % pro Jahr, der S&P 500 8,1 %. Der Grund ist der Dotcom-Crash, der den Index bis Ende 2002 um mehr als drei Viertel schrumpfen ließ.
Die Jahresrenditen schwanken stärker als bei breiten Indizes. Seit 2000 gab es fünf Verlustjahre: 2000, 2001, 2002, 2008 und 2022. Das beste Jahr war 2023 mit +55,1 %, das schwächste 2008 mit −41,6 %. Die Schwankungsbreite, gemessen als annualisierte Volatilität, lag laut Nasdaq-Factsheet über zehn Jahre bei 22,6 % (Stand 30.06.2026). Für den S&P 500 weist S&P Dow Jones Indices 15,4 % aus (Stand 30.09.2026). Ein Minus von 20 % in einem Jahr liegt beim Nasdaq 100 also im normalen Schwankungsbereich.
Wertentwicklung
Nasdaq 100: Rendite Jahr für Jahr
Letzte 5 Jahre zusammen (2021–2025): +103,8 % · Gesamtrendite (Nasdaq-100 Total Return, XNDX); Euro-Spalte mit EZB-Jahresendkursen umgerechnet
| Jahr | Rendite in USD (mit Dividenden) | in Euro gerechnet |
|---|---|---|
| 2016 | +7,3 % | +10,8 % |
| 2017 | +33,0 % | +16,9 % |
| 2018 | +0,0 % | +4,8 % |
| 2019 | +39,5 % | +42,1 % |
| 2020 | +48,9 % | +36,3 % |
| 2021 | +27,5 % | +38,1 % |
| 2022 | −32,4 % | −28,2 % |
| 2023 | +55,1 % | +49,7 % |
| 2024 | +25,9 % | +33,9 % |
| 2025 | +21,0 % | +7,0 % |
Stand 31.12.2025 · Quelle: Nasdaq Global Indexes (Nasdaq-100 Total Return Index, Schlusskurse); Wechselkurse: EZB
Die Spalte „in Euro gerechnet“ zeigt, was ein Anleger aus Deutschland tatsächlich erzielt hätte. Sie weicht in einzelnen Jahren um mehr als zehn Prozentpunkte ab, weil sich der Wechselkurs zwischen Euro und Dollar verschiebt. Den Effekt erklären wir im Abschnitt Nasdaq 100 in Euro.
Wie hoch ist die durchschnittliche Rendite pro Jahr?
Die durchschnittliche jährliche Rendite des Nasdaq 100 hängt stark vom Startjahr ab. Die folgende Tabelle zeigt die geometrische Durchschnittsrendite (also den Zinseszins-Effekt eingerechnet) für drei Zeiträume, jeweils mit Dividenden und vor Kosten und Steuern:
| Zeitraum | Nasdaq 100 pro Jahr | S&P 500 pro Jahr | Aus 10.000 $ wurden (Nasdaq 100) |
|---|---|---|---|
| 2021 bis 2025 (5 Jahre) | 15,3 % | 14,4 % | 20.380 $ |
| 2016 bis 2025 (10 Jahre) | 19,7 % | 14,8 % | 60.380 $ |
| 2000 bis 2025 (26 Jahre) | 8,5 % | 8,1 % | 82.780 $ |
| 2003 bis 2025 (23 Jahre, Start nach dem Crash) | 16,1 % | 11,4 % | 311.250 $ |
Der Vergleich der Startjahre zeigt den Kern des Nasdaq-Risikos: Wer Anfang 2000 eingestiegen ist, lag nach 26 Jahren kaum vor dem S&P 500. Wer Anfang 2003 nach dem Tief eingestiegen ist, hat seinen Einsatz mehr als verdreißigfacht. Welches Startjahr sich im Nachhinein als günstig erweist, weiß beim Kauf niemand.
Wo steht der Nasdaq 100 aktuell?
Der Nasdaq 100 schloss am 2. Oktober 2026 bei 30.807,93 Punkten, einem neuen Rekord. Das Jahrestief 2026 lag am 30. März bei 22.953,38 Punkten, 12,1 % unter dem damaligen Hoch vom 29. Oktober 2025. Die erste Marke über 30.000 Punkten erreichte der Index am 26. Mai 2026. Den laufenden Kurs zeigt der Chart oben. Wovon die weitere Entwicklung abhängt, ist bekannt, wie sie ausfällt, nicht: Entscheidend sind die Gewinne der großen Technologiekonzerne, die Zinsen der US-Notenbank Federal Reserve, die Bewertung und für Anleger in Euro der Wechselkurs. Finalarm veröffentlicht dazu keine Prognose.
Was wäre aus deinem Geld geworden?
Im Renditerechner wählst du ein Startjahr ab 2000 und gibst einen Einmalbetrag oder eine monatliche Sparrate ein. Er rechnet mit den Jahresrenditen aus der Tabelle in US-Dollar, ohne Kosten, Steuern und Wechselkurs.
Rechner
Was wäre aus deinem Geld im Nasdaq 100 geworden?
Eingezahlt
–
Wert Ende 2025
–
Wertzuwachs
–
Rendite pro Jahr (Einmalbetrag)
–
Vereinfachte Rechnung mit den Jahresrenditen oben (Rendite in USD (mit Dividenden)), ohne Kosten, Steuern und Wechselkurs. Sparraten werden gleichmäßig über das Jahr angenommen. Die vergangene Entwicklung ist kein Indikator für künftige Ergebnisse. Keine Anlageberatung.
Stand 31.12.2025 · Quelle: Nasdaq Global Indexes (Nasdaq-100 Total Return Index, Schlusskurse); Wechselkurse: EZB
Die Bewertung ist ein Faktor, den Durchschnittsrenditen verdecken. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) des iShares NASDAQ 100 UCITS ETF, der den Index vollständig nachbildet, lag laut Anbieter am 2. Oktober 2026 bei 36,0. Anleger zahlten also 36 US-Dollar für einen Dollar Jahresgewinn der enthaltenen Unternehmen. Ein hohes KGV sagt nichts über den nächsten Monat, zeigt aber, wie viel künftiges Wachstum bereits im Kurs steckt.
Nasdaq 100 Unternehmen: Zusammensetzung und Branchen
Die größten Unternehmen im Nasdaq 100 sind Nvidia, Apple und Microsoft: Zusammen kamen sie Anfang Oktober 2026 auf 21,5 % des Index. Die zehn größten Werte machten laut Bestandsliste des iShares NASDAQ 100 UCITS ETF am 1. Oktober 2026 46,8 % aus, die 20 größten 66,9 %. Die übrigen 81 Aktien teilen sich also nur ein Drittel des Gewichts.
Zusammensetzung
Die 20 größten Werte im Nasdaq 100
Gewichtung nach Branchen
| # | Unternehmen | Sektor | Gewicht |
|---|---|---|---|
| 1 | Nvidia | Informationstechnologie | 8,42 % |
| 2 | Apple | Informationstechnologie | 7,30 % |
| 3 | Microsoft | Informationstechnologie | 5,76 % |
| 4 | Micron Technology | Informationstechnologie | 5,18 % |
| 5 | Advanced Micro Devices | Informationstechnologie | 4,20 % |
| 6 | Amazon | Nicht-Basiskonsumgüter | 4,05 % |
| 7 | Meta Platforms | Kommunikationsdienste | 3,26 % |
| 8 | Alphabet (A-Aktie) | Kommunikationsdienste | 3,01 % |
| 9 | Tesla | Nicht-Basiskonsumgüter | 2,82 % |
| 10 | Alphabet (C-Aktie) | Kommunikationsdienste | 2,80 % |
| 11 | SpaceX (Space Exploration Technologies) | Kommunikationsdienste | 2,65 % |
| 12 | Intel | Informationstechnologie | 2,64 % |
| 13 | Broadcom | Informationstechnologie | 2,47 % |
| 14 | Walmart | Basiskonsumgüter | 2,12 % |
| 15 | Palantir Technologies | Informationstechnologie | 1,83 % |
| 16 | Cisco Systems | Informationstechnologie | 1,79 % |
| 17 | Lam Research | Informationstechnologie | 1,78 % |
| 18 | Applied Materials | Informationstechnologie | 1,76 % |
| 19 | Costco Wholesale | Basiskonsumgüter | 1,70 % |
| 20 | Palo Alto Networks | Informationstechnologie | 1,35 % |
Gewichte laut Bestandsliste des iShares NASDAQ 100 UCITS ETF, der den Index physisch vollständig nachbildet; die offiziellen Indexgewichte können leicht abweichen. Sektoren nach der Einteilung des Fondsanbieters (GICS).
Stand 01.10.2026 · Quelle: BlackRock, Bestandsliste iShares NASDAQ 100 UCITS ETF (Acc); Indexmitglieder: Nasdaq Global Indexes
Für die Zusammensetzung nach Branchen nutzt Nasdaq den Industry Classification Benchmark (ICB) von FTSE Russell. Nach dem Factsheet vom 30. Juni 2026 entfielen 68,5 % auf Technologie (47 Aktien), 16,4 % auf Nicht-Basiskonsumgüter (16), 3,6 % auf Gesundheit (9), 3,5 % auf Telekommunikation (4) und 3,1 % auf Industrie (12). Basiskonsumgüter, Grundstoffe, Versorger und Energie kamen zusammen auf knapp 5 %. Finanzwerte: 0 %.
Wichtig für die Einordnung: Im ICB zählen auch Alphabet und Meta zur Technologie. Fondsanbieter verwenden meist den Global Industry Classification Standard (GICS), in dem diese Konzerne zu den Kommunikationsdiensten gehören. Nach GICS kam der Nasdaq 100 laut iShares am 2. Oktober 2026 auf 60,2 % Informationstechnologie, 14,9 % Kommunikationsdienste und 10,1 % Nicht-Basiskonsumgüter. Dort tauchen auch 0,2 % „Finanzwesen“ auf, obwohl der Index Finanzwerte ausschließt: Einzelne Unternehmen, etwa Zahlungsdienstleister, ordnet GICS anders ein als der ICB, nach dem Nasdaq auswählt.
Neue Namen, alte Namen
Die Zusammensetzung ändert sich stärker als bei vielen anderen Indizes. Unter den 20 größten Werten finden sich Anfang Oktober 2026 Unternehmen, die erst seit kurzem dabei sind: Palantir kam laut Nasdaq 2024 in den Index, und der Raumfahrtkonzern SpaceX steht bereits auf Platz 11. Möglich macht das die Regel zur beschleunigten Aufnahme sehr großer Neulinge („Fast Entry“), die wir im nächsten Abschnitt erklären. Gleichzeitig sind sechs Gründungsmitglieder von 1985 nach Angaben von Nasdaq noch heute dabei, darunter Apple, Intel und Costco.
Der Walmart-Konzern zeigt eine weitere Besonderheit: Er gehört zum Nasdaq 100, weil er seine Aktie an die Nasdaq verlegt hat. Ein Wechsel des Börsenplatzes kann ein Unternehmen also in den Index bringen oder herausnehmen, unabhängig von seinem Geschäft.
Wie kommen Unternehmen in den Nasdaq 100?
Über die Aufnahme entscheidet eine feste Rangliste nach Börsenwert, die Nasdaq einmal im Jahr im Dezember neu aufstellt. Grundlage ist die Methodik des Nasdaq-100 Index (Stand April 2026). Anders als beim S&P 500 gibt es kein Komitee, das über Gewinne oder Branchenmix urteilt. Ein Unternehmen muss diese Bedingungen erfüllen:
| Kriterium | Anforderung laut Methodik (April 2026) |
|---|---|
| Börsenplatz | Hauptnotierung an einer Nasdaq-Börse in den USA (ohne Nasdaq Capital Market) |
| Branche | kein Finanzunternehmen nach dem Industry Classification Benchmark (ICB); Immobilienunternehmen nur, wenn sie kein REIT sind |
| Wertpapierart | Stammaktien, Tracking Stocks und ADRs; ausgeschlossen sind REITs, SPACs und „when-issued“-Papiere |
| Börsenwert | keine Mindestgröße; entscheidend ist der Rang nach voller Marktkapitalisierung |
| Liquidität | durchschnittlicher Handelsumsatz von mindestens 5 Mio. US-Dollar pro Tag über drei Monate |
| Börsenhistorie | in der Regel drei volle Kalendermonate Handel; Ausnahme „Fast Entry“ für sehr große Neulinge |
| Sonstiges | keine Insolvenz, keine laufende Übernahme oder geplante Einstellung der Börsennotierung |
Die Auswahl im Dezember
Bei der jährlichen Rekonstitution rangiert Nasdaq alle geeigneten Unternehmen nach ihrem Börsenwert am letzten Handelstag im November. Die Auswahl folgt vier Schritten: Zuerst kommen die 75 größten Unternehmen in den Index. Dann bleiben alle bisherigen Mitglieder, die unter den Top 100 liegen. Bisherige Mitglieder auf den Rängen 101 bis 125 dürfen ebenfalls bleiben, wenn sie beim letzten Mal unter den Top 100 waren. Freie Plätze füllen Neulinge aus den Top 100 in der Reihenfolge ihres Rangs. Die Änderungen gelten ab dem ersten Handelstag nach dem dritten Freitag im Dezember.
Diese Puffer-Regel verhindert, dass Unternehmen nahe der Grenze jedes Jahr hinein- und hinausrutschen. Das senkt die Umschichtungen der Indexfonds und damit deren Kosten. Im März, Juni und September prüft Nasdaq zusätzlich: Fällt ein Mitglied unter Rang 125, fliegt es heraus und wird ersetzt.
Fast Entry für große Börsengänge
Ein Neuling, dessen Börsenwert unter die 40 größten Mitglieder reichen würde, kann beschleunigt aufgenommen werden. Bei einem Börsengang bewertet Nasdaq ihn am siebten Handelstag und nimmt ihn in der Regel nach 15 Handelstagen auf, ohne dass ein anderes Mitglied weichen muss. Die Zahl der Werte kann dadurch vorübergehend über 100 steigen. Ohne diese Regel müssten Indexanleger bei einem sehr großen Börsengang bis zur nächsten Dezember-Überprüfung warten.
Wie wird der Nasdaq 100 berechnet und gewichtet?
Der Nasdaq 100 wird nach einer modifizierten Marktkapitalisierung gewichtet: Grundsätzlich zählt jede Aktie mit ihrem Börsenwert, große Werte werden aber gedeckelt. Für die Gewichtung zählen nur die an der Börse gehandelten Aktiengattungen. Bei Unternehmen mit geringem Streubesitz wird die Aktienzahl höchstens mit dem Dreifachen der frei handelbaren Aktien angesetzt. Ein Index-Divisor sorgt wie bei anderen Indizes dafür, dass Kapitalmaßnahmen und Mitgliederwechsel den Indexstand nicht springen lassen.
Die Obergrenzen im Detail
Die Methodik kennt zwei Ebenen von Deckeln. Auf Unternehmensebene gilt: Wiegt ein Unternehmen mehr als 24 %, wird es auf 20 % gesenkt. Und alle Unternehmen mit mehr als 4,5 % Gewicht dürfen zusammen nicht über 48 % kommen, sonst wird diese Gruppe auf 40 % zurückgeführt. Bei der Dezember-Überprüfung gelten zusätzlich Grenzen je Aktie: Liegt eine Aktie über 15 %, wird sie auf 14 % gesenkt. Erreichen die fünf größten Aktien zusammen 40 %, werden sie auf 38,5 % zurückgeführt, und alle übrigen dürfen dann höchstens 4,4 % wiegen.
Ein Beispiel mit den Gewichten vom 1. Oktober 2026: Über 4,5 % lagen Nvidia (8,42 %), Apple (7,30 %), Microsoft (5,76 %), Micron (5,18 %) und Alphabet mit beiden Aktien zusammen (5,81 %). Zusammen sind das 32,5 %, also deutlich unter der 48-%-Schwelle. Ein Sonder-Rebalancing war damit nicht ausgelöst. Steigen diese fünf Konzerne kräftig weiter oder rücken weitere über 4,5 %, kann sich das ändern.
Was ein Sonder-Rebalancing bedeutet
Wird eine der beiden Unternehmensgrenzen zum Handelsschluss überschritten, kann Nasdaq ein Sonder-Rebalancing außerhalb des Kalenders ansetzen. So geschah es im Juli 2023: Vor dem Stichtag kamen Microsoft, Apple, Nvidia, Amazon, Meta, Tesla und Alphabet zusammen auf rund 55 % des Index, ab dem 24. Juli 2023 nur noch auf rund 40 %. Mitglieder wurden dabei nicht ausgetauscht, nur die Gewichte verschoben. Nach Angaben von Nasdaq war es erst das dritte Sonder-Rebalancing in der Geschichte des Index.
📌 Good to know
Die Deckel verändern die Rendite: Steigen die größten Werte besonders stark, bremst die Kappung den Index etwas, weil Gewicht zu kleineren Mitgliedern umgeschichtet wird. Fallen die Großen, wirkt sie umgekehrt. Auf lange Sicht macht der Nasdaq 100 deshalb nicht exakt dieselbe Rendite wie ein ungedeckelter Index derselben 100 Aktien.
Die regulären Termine sind die dritten Freitage im März, Juni, September und Dezember. Wirksam werden die Änderungen zur Eröffnung des folgenden Handelstags. Indexfonds wie der QQQ und europäische UCITS-ETFs passen ihre Bestände zu diesen Stichtagen an. Neuaufnahmen und Streichungen gibt Nasdaq vorher bekannt, bei der Dezember-Überprüfung nach Handelsschluss am sechsten Handelstag vor dem Stichtag.
Nasdaq 100 und Nasdaq Composite: der Unterschied
Der Nasdaq 100 ist eine Auswahl der 100 größten Nicht-Finanzwerte, der Nasdaq Composite umfasst dagegen fast alle an der Nasdaq notierten Aktien, einschließlich Banken und kleiner Unternehmen. Wenn in Nachrichten „die Nasdaq“ steigt oder fällt, ist meist der Composite gemeint. Für ETFs ist dagegen fast immer der Nasdaq 100 die Grundlage.
| Merkmal | Nasdaq 100 | Nasdaq Composite |
|---|---|---|
| Anzahl Werte (30.09.2026) | 101 Aktien von 100 Unternehmen | 3.396 Aktien |
| Finanzwerte | ausgeschlossen | enthalten |
| Auswahl | Rangliste nach Börsenwert, jährlich im Dezember | alle geeigneten Nasdaq-Aktien |
| Gewichtung | modifizierte Marktkapitalisierung mit Obergrenzen | Marktkapitalisierung |
| Indexmarktwert (30.09.2026) | 42,6 Bio. US-Dollar | 47,1 Bio. US-Dollar |
| Start | 31. Januar 1985 | 5. Februar 1971 |
Die Zahlen zeigen, wie ähnlich sich beide Indizes trotz des Größenunterschieds sind: Die 101 Aktien des Nasdaq 100 bringen gemessen am Indexmarktwert rund neun Zehntel des Composite auf die Waage. Die übrigen fast 3.300 Werte spielen für die Wertentwicklung deshalb nur eine Nebenrolle. Ausführlich erklären wir den breiteren Index im Beitrag über den Nasdaq Composite.
Nasdaq 100 vs. S&P 500: Rendite, Risiko, Überschneidung
Der Nasdaq 100 ist konzentrierter, technologielastiger und schwankungsreicher als der S&P 500, hat aber seit 2016 deutlich mehr Rendite gebracht. Über 26 Jahre seit 2000 liegen beide fast gleichauf. Welcher Index „besser“ ist, hängt deshalb vom Zeitraum und von deiner Risikobereitschaft ab, nicht von einem allgemeinen Urteil.
| Merkmal | Nasdaq 100 | S&P 500 |
|---|---|---|
| Anzahl Aktien | 101 | 503 |
| Auswahl | Nasdaq-Notierung, Rang nach Börsenwert | Sitz USA, Komitee, Gewinnregel |
| Finanzwerte | ausgeschlossen | enthalten (11,4 %) |
| Ausländische Unternehmen | zugelassen (z. B. ASML, Arm) | nein, nur Sitz USA |
| Informationstechnologie (GICS) | 60,2 % (02.10.2026) | 40,0 % (01.10.2026) |
| Anteil der 10 größten Werte | 46,8 % (01.10.2026) | 39,1 % (30.09.2026) |
| Rendite pro Jahr 2016 bis 2025 | 19,7 % | 14,8 % |
| Rendite pro Jahr 2000 bis 2025 | 8,5 % | 8,1 % |
| Schlechtestes Jahr seit 2000 | −41,6 % (2008) | −37,0 % (2008) |
| Rendite 2022 | −32,4 % | −18,1 % |
| Größter Verlust seit 2000 (Kursindex) | −82,9 % (Dotcom-Crash) | −56,8 % (Finanzkrise) |
| Volatilität über 10 Jahre | 22,6 % (30.06.2026) | 15,4 % (30.09.2026) |
Renditen mit Dividenden in US-Dollar. Die Volatilitätswerte stammen aus den Factsheets der Indexanbieter mit unterschiedlichen Stichtagen und sind deshalb nur als Größenordnung vergleichbar.
Wie stark überschneiden sich die beiden Indizes?
Stark: Von den 101 Aktien des Nasdaq 100 waren am 1. Oktober 2026 86 auch im S&P 500 enthalten. Diese Überschneidung machte laut Bestandsliste des SPDR S&P 500 ETF Trust 55,8 % des S&P 500 aus. Wer beide Indizes im Depot hält, besitzt Nvidia, Apple, Microsoft und Co. also doppelt. Nur 15 Nasdaq-100-Werte fehlen im S&P 500, vor allem ausländische Unternehmen wie ASML, Arm, PDD, Shopify, MercadoLibre und Thomson Reuters sowie SpaceX.
Aus 10.000 US-Dollar Anfang 2000 wurden …
Der Chart erzählt eine Geschichte in drei Akten. Erstens: Nach dem Absturz bis 2002 lag ein Nasdaq-Depot fast zwei Jahrzehnte hinter dem S&P 500. Erst Ende 2020 hatte es ihn überholt. Zweitens: 2022 fiel es mit −32,4 % erneut zurück. Drittens: Seit 2023 liegt der Nasdaq 100 wieder vorn, Ende 2025 mit 82.780 gegenüber 75.400 US-Dollar. Der Nasdaq 100 lag in 16 von 26 Jahren vor dem S&P 500, in allen fünf eigenen Verlustjahren dahinter. Ausführlich zum breiteren Index: unser Artikel zum S&P 500.
Geschichte des Nasdaq 100: von 1985 bis zum Allzeithoch
Der Nasdaq 100 startete am 31. Januar 1985 als Index der 100 größten Nicht-Finanzwerte der Nasdaq, mit einem Basiswert von 125 Punkten. Die Nasdaq selbst war damals ein junger, elektronischer Handelsplatz: Ihr breiter Index, der Nasdaq Composite, wird seit Februar 1971 berechnet. Der Nasdaq 100 sollte die größten Werte dieses Marktes ohne Banken und Versicherungen bündeln.
Den Weg zum Massenprodukt ebnete eine Umstellung 1998: Nasdaq führte die modifizierte Gewichtung ein, um den Index als Grundlage eines ETFs nutzbar zu machen. Am 10. März 1999 startete der ETF mit dem Kürzel QQQ. Nach Angaben von Nasdaq lag das Vermögen aller börsengehandelten Produkte auf den Index Anfang 2025 bei über 500 Milliarden US-Dollar. Außerdem werden an der CME in Chicago Index-Futures auf den Nasdaq 100 gehandelt.
Geschichte
Vom Technologie-Index zum Weltmaßstab: Meilensteine des Nasdaq 100
Start mit 100 Werten
Am 31. Januar 1985 startet Nasdaq den Index mit 100 der größten an der Nasdaq notierten Unternehmen außerhalb des Finanzsektors.
Modifizierte Gewichtung
Im November 1998 stellt Nasdaq auf eine modifizierte Marktkapitalisierung um, damit der Index als Basis für einen ETF taugt. Der Technologieanteil sinkt von 70 % auf 56 %.
Der erste Nasdaq-100-ETF
Am 10. März 1999 startet der ETF mit dem Kürzel QQQ, damals an der American Stock Exchange.
Hoch der Dotcom-Blase 4.704,73
Am 27. März 2000 schließt der Index bei 4.704,73 Punkten. Danach beginnt der tiefste Absturz seiner Geschichte.
Tiefpunkt nach dem Crash 804,65
Am 7. Oktober 2002 schließt der Index bei 804,65 Punkten, 82,9 % unter dem Hoch von 2000.
Altes Hoch zurückerobert 4.719,05
Am 3. November 2015 schließt der Index erstmals über dem Rekord vom März 2000, gut 15,5 Jahre später.
Erstmals über 10.000 Punkte 10.094,26
Am 10. Juni 2020 schließt der Index erstmals über 10.000 Punkten, drei Monate nach dem Corona-Tief.
Sonder-Neugewichtung
Zum 24. Juli 2023 senkt Nasdaq das Gewicht der sieben größten Werte von rund 55 % auf 40 %. Es ist erst das dritte Sonder-Rebalancing der Indexgeschichte.
20.000 Punkte 20.011,89
Am 2. Juli 2024 schließt der Index erstmals über 20.000 Punkten.
30.000 Punkte und Allzeithoch 30.807,93
Erster Schlusskurs über 30.000 Punkten am 26. Mai 2026, Rekordschluss am 2. Oktober 2026.
Quelle: Nasdaq, Inc. (Pressemitteilungen, Indexdaten)
Die Abstände zwischen den runden Marken zeigen das Tempo der letzten Jahre: Für den Weg von 10.000 auf 20.000 Punkte brauchte der Index vier Jahre (Juni 2020 bis Juli 2024), für den von 20.000 auf 30.000 knapp zwei (bis Mai 2026). Dazwischen lagen aber auch ein Einbruch von 35,6 % im Jahr 2022 und einer von 22,9 % im Frühjahr 2025.
Krisen und Erholung: Wie tief fiel der Nasdaq 100?
Der tiefste Einbruch in der Geschichte des Nasdaq 100 war der Dotcom-Crash: Vom Hoch am 27. März 2000 bis zum Tief am 7. Oktober 2002 verlor der Index 82,9 %. Danach vergingen 157 Monate, bis er im November 2015 das alte Hoch übertraf. In jeder späteren Krise erholte er sich schneller.
Krisen
Wie tief der Nasdaq 100 fiel und wie lange die Erholung dauerte
| Krise | Hoch → Tief | Verlust | Zurück auf altem Hoch nach |
|---|---|---|---|
| Dotcom-Crash | 03/2000 → 10/2002 | −82,9 % | 157 Monate |
| Finanzkrise | 10/2007 → 11/2008 | −53,7 % | 26 Monate |
| Ausverkauf Ende 2018 | 08/2018 → 12/2018 | −23,0 % | 4 Monate |
| Corona-Crash | 02/2020 → 03/2020 | −28,0 % | 3 Monate |
| Zinswende 2022 | 11/2021 → 12/2022 | −35,6 % | 12 Monate |
| Zollschock 2025 | 02/2025 → 04/2025 | −22,9 % | 2 Monate |
Kursindex ohne Dividenden, Schlusskurse. Verlust vom Hoch zum Tief; Monate vom Tief bis zum ersten Schlusskurs über dem alten Hoch.
Quelle: Nasdaq Global Indexes, Schlusskurse des Nasdaq 100 (Kursindex); eigene Berechnung
Die Tabelle zeigt zwei Muster. Erstens fallen die Verluste meist höher aus als beim S&P 500, etwa in der Zinswende 2022 mit 35,6 % gegenüber 25,4 % oder im Dotcom-Crash mit 82,9 % gegenüber 49,1 %. Die Finanzkrise war die Ausnahme: Hier verlor der Nasdaq 100 53,7 %, der S&P 500 56,8 %, und der Nasdaq 100 war nach 26 statt 48 Monaten zurück. Zweitens hängt die Dauer der Erholung davon ab, ob nur die Stimmung kippt oder ob Bewertungen dauerhaft schrumpfen. Der Corona-Crash war nach drei Monaten aufgeholt, nach dem Dotcom-Crash dauerte es mehr als 13 Jahre ab dem Tief.
Warum stürzt der Nasdaq 100 stärker ab?
Drei Eigenschaften verstärken Kursrückgänge. Erstens die Konzentration: Wenn zehn Werte fast die Hälfte ausmachen, kann ein Rückschlag bei wenigen Konzernen den ganzen Index bewegen. Zweitens die Zinsempfindlichkeit: Wachstumsunternehmen erwirtschaften einen großen Teil ihres Wertes in ferner Zukunft. Steigen die Zinsen, sinkt der heutige Wert dieser künftigen Gewinne stärker als bei Unternehmen mit hohen laufenden Erträgen. Das erklärt 2022, als die Federal Reserve die Leitzinsen in schnellen Schritten anhob. Drittens die Bewertung: Ein KGV von 36 lässt weniger Puffer für Enttäuschungen als eines von 20.
Dotcom-Crash: 15 Jahre bis zum alten Hoch
Nach dem Dotcom-Crash brauchte der Nasdaq 100 als Kursindex 15 Jahre und sieben Monate, um sein Hoch vom 27. März 2000 wieder zu übertreffen. Mit wiederangelegten Dividenden waren es 14 Jahre und sieben Monate, für Anleger in Euro beim Kursindex sogar 16 Jahre und zehn Monate. Finalarm hat dafür die täglichen Schlusskurse von Nasdaq mit den Referenzkursen der Europäischen Zentralbank verrechnet.
Abstand des Nasdaq 100 zum Hoch vom März 2000
Der Chart zeigt den Verlauf Monat für Monat. Im September 2002 lag der Index am Monatsende 82,3 % unter dem Hoch. Bis Oktober 2007 hatte er sich auf knapp die Hälfte des Rekords hochgearbeitet, dann warf ihn die Finanzkrise im November 2008 erneut auf rund −78 % zurück. Ab 2009 ging es mit Unterbrechungen aufwärts. Die drei Linien liegen bis zur Erholung eng zusammen, weil Dividenden und Wechselkurs über diese Zeit wenig bewegen. Am Ende entscheiden sie aber über ein bis zwei Jahre Wartezeit.
| Krise und Rechenweg | Verlust Hoch bis Tief | Zurück über dem alten Hoch | Dauer ab dem Hoch |
|---|---|---|---|
| Dotcom, Kursindex in US-Dollar | −82,9 % | 03.11.2015 | 15 Jahre, 7 Monate |
| Dotcom, mit Dividenden in US-Dollar | −82,9 % | 26.11.2014 | 14 Jahre, 7 Monate |
| Dotcom, mit Dividenden in Euro | −83,0 % | 20.11.2015 | 15 Jahre, 7 Monate |
| Dotcom, Kursindex in Euro | −83,1 % | 07.02.2017 | 16 Jahre, 10 Monate |
| 2022, Kursindex in US-Dollar | −35,6 % | 15.12.2023 | 2 Jahre |
| 2022, mit Dividenden in US-Dollar | −35,0 % | 12.12.2023 | 1 Jahr, 11 Monate |
| 2022, Kursindex in Euro | −31,7 % | 14.11.2023 | 1 Jahr, 11 Monate |
Zum Vergleich: Der S&P 500 verlor im Dotcom-Crash 49,1 % und stand im Mai 2007 wieder auf Rekordniveau, gut sieben Jahre nach seinem Hoch. Beim Nasdaq 100 war es mehr als doppelt so lang.
2022: der gleiche Mechanismus, ein anderes Ende
2022 begann ähnlich wie 2000: hohe Bewertungen, steigende Zinsen, ein schneller Absturz von 35,6 % bis Ende Dezember. Das Ende war ein anderes. Nach gut einem Jahr stand der Index wieder auf Rekordniveau. Der Unterschied liegt in den Gewinnen. Im Jahr 2000 waren viele Indexmitglieder junge Internetfirmen mit geringen oder keinen Gewinnen. 2022 waren die größten Werte hochprofitable Konzerne, deren Gewinne weiterwuchsen, während die Bewertung sank. Für Euro-Anleger fiel der Rückgang 2022 mit 31,7 % milder aus, weil der Dollar im selben Jahr zulegte.
Was ein Sparplan im Crash bewirkt hätte
Ein monatlicher Sparplan verkürzt die Durststrecke deutlich. Finalarm hat gerechnet: Wer ab Ende März 2000, also direkt am Hoch, jeden Monat 100 US-Dollar in den Nasdaq 100 mit Dividenden investiert hätte, lag im September 2002 mit 3.100 eingezahlten Dollar bei einem Depotwert von rund 1.520 Dollar, also gut 50 % im Minus. Schon im Januar 2004 war das Depot aber wieder mehr wert als die Summe der Einzahlungen, weil die Raten im Tief viele günstige Anteile gekauft hatten. Ende Oktober 2015, als der Kursindex noch knapp unter seinem alten Hoch stand, standen 18.800 eingezahlten Dollar rund 50.800 Dollar Depotwert gegenüber.
Die Rechnung kennt keine Kosten, Steuern und Wechselkurse und nutzt Monatsendkurse. Sie zeigt das Prinzip, garantiert aber nichts: In der Finanzkrise lag derselbe Sparplan Ende 2008 und Anfang 2009 erneut im Minus. Ein Sparplan verteilt den Einstieg über die Zeit, er schützt nicht vor Verlusten.
Nasdaq 100 in Euro: Was bei Anlegern in Deutschland ankommt
In Euro gerechnet hat der Nasdaq 100 von 2016 bis 2025 18,8 % pro Jahr gebracht, knapp einen Prozentpunkt weniger als in Dollar (19,7 %). Aus 10.000 € wurden rund 55.940 €. Der Grund für die Abweichung ist der Wechselkurs: Ein ETF auf den Nasdaq 100 hält Aktien in US-Dollar. Steigt der Euro, sind diese Dollar weniger Euro wert, fällt der Euro, gewinnst du zusätzlich. Finalarm hat jede Jahresrendite mit den Referenzkursen der Europäischen Zentralbank (EZB) zum Jahresende umgerechnet.
Die Formel lautet: Rendite in Euro = (1 + Rendite in Dollar) × (Kurs Vorjahresende ÷ Kurs Jahresende) − 1, wobei der Kurs angibt, wie viele Dollar ein Euro kostet. Ein Beispiel für 2025: Der Index brachte 21,0 % in Dollar. Der Euro stieg aber von 1,0389 auf 1,1750 Dollar, also um 13,1 %. In Euro blieben 1,210 × 1,0389 ÷ 1,1750 − 1 = 7,0 %.
Jahresrendite des Nasdaq 100: in US-Dollar und in Euro gerechnet
In einzelnen Jahren ist der Wechselkurs wichtiger als die Indexrendite. 2014 brachte der Nasdaq 100 in Dollar 19,4 %, in Euro aber 35,6 %, weil der Euro von 1,3791 auf 1,2141 Dollar fiel. 2020 war es umgekehrt: 48,9 % in Dollar, 36,3 % in Euro. Über lange Zeiträume gleichen sich solche Ausschläge teilweise aus, aber nicht vollständig.
| Zeitraum | in US-Dollar pro Jahr | in Euro pro Jahr | 10.000 Anfangskapital am Ende |
|---|---|---|---|
| 2016 bis 2025 (10 Jahre) | 19,7 % | 18,8 % | 60.380 $ bzw. 55.940 € |
| 2021 bis 2025 (5 Jahre) | 15,3 % | 16,3 % | 20.380 $ bzw. 21.280 € |
| 2000 bis 2025 (26 Jahre) | 8,5 % | 7,8 % | 82.780 $ bzw. 70.780 € |
Auch 2026 wirkt der Effekt, diesmal zugunsten der Euro-Anleger: Bis Ende September stieg der Kursindex um 20,4 % in Dollar. Weil der Euro im selben Zeitraum von 1,1750 auf 1,1355 Dollar nachgab, waren es in Euro gerechnet rund 24,6 %, jeweils ohne Dividenden. Hintergründe zum Wechselkurs stehen im Artikel zum Devisenmarkt.
Verlauf
Euro in US-Dollar seit 2016
US-Dollar je Euro
Tageswerte der letzten Jahre, davor Monatsdurchschnitte seit Januar 1999 · zuletzt 07.10.2026: 1,12
Stand 08.10.2026 · Quelle: Europäische Zentralbank (EZB), Euro-Referenzkurse
💡 Tip
Für den Nasdaq 100 gibt es währungsgesicherte Anteilsklassen mit dem Zusatz „EUR Hedged“, etwa beim iShares NASDAQ 100 UCITS ETF. Sie gleichen Wechselkursschwankungen weitgehend aus. Die Absicherung kostet aber laufend Geld, weil sich ihre Kosten nach dem Zinsunterschied zwischen Dollar und Euro richten, und die TER liegt beim iShares-Fonds mit 0,33 % etwas höher als bei der ungesicherten Klasse mit 0,30 %.
So lässt sich in den Nasdaq 100 investieren
Der übliche Weg für Privatanleger ist ein Nasdaq-100-ETF, gekauft als Einmalanlage oder Sparplan über ein Wertpapierdepot. Daneben gibt es Zertifikate, Futures und CFDs. Die Wege unterscheiden sich in Kosten, Risiko und Komplexität:
- ETF: börsengehandelter Fonds, Sondervermögen und damit vor einer Pleite der Fondsgesellschaft geschützt. In Europa sind Nasdaq-100-ETFs als UCITS-Fonds meist in Irland, teils in Deutschland aufgelegt.
- Sparplan: regelmäßige Käufe eines ETFs ab kleinen Beträgen, Kosten je nach Depotanbieter.
- Index-Zertifikat: Schuldverschreibung einer Bank. Fällt der Emittent aus, droht ein Totalverlust, auch wenn der Index steigt.
- Futures: Terminkontrakte mit Hebel und Nachschusspflicht, vor allem für Profis und Absicherungsgeschäfte.
- CFD: Differenzkontrakt mit Hebel. CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Zwischen 74 % und 89 % der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel (anbieterspezifische Angaben).
Der US-ETF QQQ ist für Privatanleger in der EU in der Regel nicht kaufbar, weil für ihn kein Basisinformationsblatt nach EU-Recht vorliegt. Die folgenden UCITS-ETFs bilden den Nasdaq 100 ab. Die Auswahl zeigt Fonds verschiedener Anbieter mit unterschiedlicher Bauweise und ist keine Empfehlung:
| ETF | ISIN | TER | Replikation | Ertrag | Fondsvolumen |
|---|---|---|---|---|---|
| iShares NASDAQ 100 UCITS ETF (Acc) | IE00B53SZB19 | 0,30 % | physisch | thesaurierend | 31,7 Mrd. USD, alle Anteilsklassen (02.10.2026) |
| iShares NASDAQ 100 UCITS ETF EUR Hedged (Acc) | IE00BYVQ9F29 | 0,33 % | physisch, währungsgesichert | thesaurierend | Anteilsklasse desselben Fonds (31,7 Mrd. USD) |
| iShares NASDAQ-100 UCITS ETF (DE) | DE000A0F5UF5 | 0,30 % | physisch | ausschüttend | 6,5 Mrd. USD (02.10.2026) |
| Xtrackers NASDAQ 100 UCITS ETF 1C | IE00BMFKG444 | 0,20 % | physisch | thesaurierend | 2,5 Mrd. EUR (01.10.2026) |
| iShares NASDAQ 100 Swap UCITS ETF | IE0001ZFMLN7 | 0,20 % | synthetisch (Swap) | thesaurierend | 2,2 Mrd. USD (02.10.2026) |
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Die TER (Total Expense Ratio) sind die laufenden Kosten pro Jahr, mehr dazu im Ratgeber zur Gesamtkostenquote TER. Bei Xtrackers heißt sie Pauschalgebühr. Physisch heißt, der Fonds kauft die Aktien selbst. Synthetisch heißt, er erhält die Indexrendite über einen Tauschvertrag (Swap) mit einer Bank und hält dafür andere Wertpapiere als Sicherheit. Thesaurierende Fonds legen Dividenden wieder an, ausschüttende zahlen sie aus. Der iShares NASDAQ-100 UCITS ETF (DE) ist in Deutschland aufgelegt, die übrigen in Irland.
Worauf es bei der Auswahl ankommt
Die Frage nach dem „besten“ Nasdaq-100-ETF lässt sich nicht pauschal beantworten. Vergleichbare Kriterien sind die TER, die Tracking Difference (die tatsächliche Abweichung der Fondsrendite vom Index über ein Jahr, nach allen Kosten), das Fondsvolumen, die Ertragsverwendung und die Frage, ob du Währungsschwankungen absichern willst. Die TER der Fonds in der Tabelle reicht von 0,20 % bis 0,33 % pro Jahr und liegt damit über den Kosten großer S&P-500-ETFs. Wie du ETFs auf den breiteren US-Index auswählst, zeigt unser Ratgeber zum S&P 500 ETF.
ETF-Sparplan auf den Nasdaq 100
Ein Sparplan ist ein Dauerauftrag für Wertpapiere: Du legst Betrag und Rhythmus fest, die Bank kauft zum Ausführungstermin ETF-Anteile, bei kleinen Beträgen auch Bruchteile. Weil du zu wechselnden Kursen kaufst, bekommst du bei niedrigen Kursen mehr Anteile, bei hohen weniger. Wie stark dieser Durchschnittskosteneffekt beim Nasdaq 100 wirkt, zeigt die Sparplan-Rechnung im Abschnitt zum Dotcom-Crash. Ausführungskosten, Mindestraten und die Auswahl sparplanfähiger ETFs unterscheiden sich je nach Depotanbieter.
Futures, Optionen und Hebelprodukte
Auf den Nasdaq 100 gibt es Futures an der CME, Optionen sowie Hebelzertifikate und gehebelte ETFs. Futures sind Terminkontrakte mit Sicherheitsleistung und Nachschusspflicht. Knock-out-Produkte verfallen wertlos oder mit geringem Restwert, wenn eine Schwelle berührt wird. Gehebelte ETFs stellen ihren Hebel täglich neu ein. Bei einem schwankungsreichen Index wie dem Nasdaq 100 weicht ihre Rendite über längere Zeiträume deshalb besonders deutlich vom Vielfachen der Indexrendite ab. Diese Instrumente sind für kurzfristige Strategien und Absicherung gebaut, nicht für den langfristigen Vermögensaufbau.
Steuern auf Nasdaq-100-ETFs in Deutschland
Gewinne und Ausschüttungen aus Nasdaq-100-ETFs sind in Deutschland steuerpflichtig: Es gilt die Abgeltungsteuer von 25 % plus 5,5 % Solidaritätszuschlag darauf und gegebenenfalls Kirchensteuer, zusammen also mindestens 26,375 %. Weil die Fonds fast vollständig in Aktien investieren, sind sie Aktienfonds, und 30 % der Erträge bleiben steuerfrei (Teilfreistellung nach § 20 Investmentsteuergesetz). Das gilt für Fonds aus Irland und Deutschland gleichermaßen.
- Sparer-Pauschbetrag: 1.000 € Kapitalerträge pro Jahr sind steuerfrei, bei zusammen veranlagten Paaren 2.000 €. Dafür brauchst du einen Freistellungsauftrag bei deiner Bank.
- Vorabpauschale: Bei thesaurierenden Fonds wird jedes Jahr ein fiktiver Mindestertrag besteuert. Grundlage ist der Basiszins, den das Bundesfinanzministerium für 2026 mit 3,20 % bekannt gegeben hat. Davon zählen 70 %, also 2,24 % des Fondswerts zu Jahresbeginn, höchstens aber der tatsächliche Wertzuwachs. Ausschüttungen des Jahres werden angerechnet. Die Steuer wird Anfang 2027 fällig.
- Verkauf: Beim Verkauf wird der Gewinn versteuert, bereits versteuerte Vorabpauschalen werden abgezogen.
Ein Rechenbeispiel: Liegt dein thesaurierender Nasdaq-100-ETF Anfang 2026 bei 10.000 € und steigt im Jahr um mehr als 224 €, beträgt die Vorabpauschale 224 €. Nach 30 % Teilfreistellung sind 156,80 € steuerpflichtig. Ist dein Pauschbetrag aufgebraucht, zahlst du 41,36 € Steuern (ohne Kirchensteuer). Weil die Unternehmen im Nasdaq 100 wenig ausschütten, unterscheiden sich thesaurierende und ausschüttende Fonds steuerlich weniger als bei dividendenstarken Indizes. Die US-Quellensteuer auf Dividenden fällt auf Ebene des Fonds an und ist im Fondsergebnis bereits enthalten.
Risiken einer Anlage im Nasdaq 100
Die größten Risiken des Nasdaq 100 sind Kursverluste von mehr als 80 % in schweren Krisen, die starke Konzentration auf Technologie und wenige Konzerne, die hohe Bewertung und das Wechselkursrisiko für Anleger in Euro.
- Marktrisiko: Im Dotcom-Crash verlor der Index 82,9 %, die Erholung dauerte mehr als 15 Jahre. 2022 waren es 35,6 %.
- Klumpenrisiko: 46,8 % entfallen auf zehn Werte, nach ICB 68,5 % auf eine Branche. Rückschläge bei Nvidia, Apple oder Microsoft treffen den ganzen Index.
- Branchenrisiko: Finanzwerte fehlen vollständig, Energie, Versorger und Rohstoffe spielen kaum eine Rolle. Der Index streut deutlich weniger über Branchen als der S&P 500 oder der MSCI World.
- Zins- und Bewertungsrisiko: Mit einem KGV von 36 (Fonds, Stand 02.10.2026) reagiert der Index empfindlich auf steigende Zinsen und enttäuschte Gewinnerwartungen.
- Währungsrisiko: 2025 hat der Wechselkurs Euro-Anlegern 14 Prozentpunkte Rendite gekostet, 2014 hat er 16 Prozentpunkte gebracht.
- Produktrisiken: Abweichungen zwischen ETF und Index (Tracking Difference), Gegenparteirisiko bei Swap-ETFs, Emittentenrisiko bei Zertifikaten, Hebelrisiko bei Futures und CFDs.
Die Schwankungen des US-Aktienmarkts misst der Volatilitätsindex VIX. Er bezieht sich auf den S&P 500, steigt in Stressphasen aber meist zeitgleich mit fallenden Kursen im Nasdaq 100.
📌 Good to know
Dieser Artikel dient der Information und ist keine Anlageberatung oder Kaufempfehlung. Kurse schwanken, Verluste bis zum Totalverlust sind möglich. Die vergangene Entwicklung ist kein Indikator für künftige Ergebnisse.
Quellen und Methodik
Alle Zahlen stammen von den Indexanbietern selbst, von Fondsanbietern für ihre eigenen Produkte oder von amtlichen Stellen; Stand ist jeweils angegeben, Indexstände vom 30. September und 2. Oktober 2026. Indexdaten: Nasdaq Global Indexes (tägliche Schlusskurse von Nasdaq 100, Nasdaq-100 Total Return und Nasdaq Composite, Factsheets vom 30.06.2026, Methodik des Nasdaq-100 Index vom April 2026, Pressemitteilungen von Nasdaq, Inc.). Gewichte und Sektoren der größten Werte: Bestandsliste des iShares NASDAQ 100 UCITS ETF von BlackRock. Vergleichswerte zum S&P 500: S&P Dow Jones Indices, Berkshire Hathaway (Jahresrenditen 2000 bis 2016) und State Street Global Advisors (Bestandsliste SPDR S&P 500 ETF Trust). ETF-Daten von den Fondsanbietern.
Methodik der Euro-Renditen: Jahresrendite in Dollar, kombiniert mit der Veränderung des EZB-Referenzkurses vom letzten Handelstag des Vorjahres zum letzten Handelstag des Jahres. Für die Krisenanalyse in Euro hat Finalarm jeden Tagesschlusskurs durch den EZB-Referenzkurs desselben Tages geteilt. Der EZB-Kurs wird um 14:15 Uhr festgestellt, der Indexschluss um 16 Uhr New Yorker Zeit, daraus entstehen kleine Abweichungen zu Fondsrenditen in Euro. Krisen: Verlust vom höchsten zum tiefsten Schlusskurs, Erholung als erster Schlusskurs über dem alten Hoch.
Häufig gestellte Fragen
Was genau ist der Nasdaq 100?
Der Nasdaq 100 ist ein Aktienindex der 100 größten an der US-Börse Nasdaq notierten Unternehmen außerhalb des Finanzsektors, gewichtet nach einer modifizierten Marktkapitalisierung mit Obergrenzen für große Werte. Er wird seit dem 31. Januar 1985 von Nasdaq berechnet und enthielt Ende September 2026 101 Aktien von 100 Unternehmen.
Welche Firmen sind im Nasdaq 100?
Die größten Werte waren am 1. Oktober 2026 Nvidia (8,4 %), Apple (7,3 %), Microsoft (5,8 %), Micron (5,2 %), AMD (4,2 %), Amazon (4,1 %), Meta, Alphabet und Tesla. Die zehn größten Werte kamen zusammen auf 46,8 %. Neben US-Konzernen sind auch ausländische Unternehmen wie ASML, Arm oder PDD enthalten, Banken und Versicherungen dagegen nicht.
Ist Tesla im Nasdaq?
Ja. Tesla gehört zum Nasdaq 100 und stand am 1. Oktober 2026 mit einem Gewicht von 2,8 % auf Platz 9. Damit ist Tesla auch im Nasdaq Composite enthalten, der alle Nasdaq-Aktien umfasst.
Wie hoch ist die durchschnittliche jährliche Rendite der Nasdaq 100?
Mit Dividenden waren es von 2016 bis 2025 durchschnittlich 19,7 % pro Jahr in US-Dollar und 18,8 % in Euro. Von 2000 bis 2025 lag der Wert bei 8,5 % in Dollar und 7,8 % in Euro, weil der Dotcom-Crash in diesen Zeitraum fällt.
Wie hoch war die Rendite der Nasdaq 100 in den letzten 10 Jahren?
Von Anfang 2016 bis Ende 2025 wurden aus 10.000 US-Dollar mit wiederangelegten Dividenden rund 60.380 US-Dollar, ein Plus von 504 %. In Euro gerechnet wurden aus 10.000 € rund 55.940 €, jeweils vor Kosten und Steuern.
Was ist besser, Nasdaq 100 oder S&P 500?
Das lässt sich nicht allgemein beantworten. Von 2016 bis 2025 brachte der Nasdaq 100 19,7 % pro Jahr, der S&P 500 14,8 %. Von 2000 bis 2025 lagen beide mit 8,5 % und 8,1 % fast gleichauf, weil der Nasdaq 100 im Dotcom-Crash 82,9 % verlor. Er ist konzentrierter und schwankt stärker, 86 seiner 101 Aktien stecken auch im S&P 500.
Warum stürzt der Nasdaq 100 ab?
Starke Kursrückgänge entstehen beim Nasdaq 100 meist durch eine Mischung aus hoher Bewertung, steigenden Zinsen und Enttäuschungen bei wenigen großen Konzernen, die fast die Hälfte des Index ausmachen. Beispiele sind der Dotcom-Crash 2000 bis 2002 mit −82,9 % und die Zinswende 2022 mit −35,6 %.
Hat der Nasdaq 100 Zukunft?
Finalarm veröffentlicht keine Kursprognosen. Die Entwicklung hängt von den Gewinnen der großen Technologiekonzerne, den Zinsen der Federal Reserve, der Bewertung und für Euro-Anleger vom Wechselkurs ab. Das KGV des Index-ETFs von iShares lag am 2. Oktober 2026 bei 36, deutlich über dem breiter Indizes.
Welcher Nasdaq 100-ETF ist der beste?
Einen besten ETF für alle gibt es nicht. Vergleichbar sind TER, Tracking Difference, Fondsvolumen, Ertragsverwendung und Währungsabsicherung. Die TER großer Nasdaq-100-ETFs lag im Oktober 2026 zwischen 0,20 % und 0,33 % pro Jahr. Dieser Artikel ist keine Anlageberatung.
Was ist der Unterschied zwischen Nasdaq 100 und Nasdaq Composite?
Der Nasdaq 100 enthält nur die 100 größten Nicht-Finanzwerte der Nasdaq, der Composite rund 3.400 Aktien einschließlich Banken. Gemessen am Indexmarktwert machen die Nasdaq-100-Werte rund neun Zehntel des Composite aus, deshalb verlaufen beide Indizes ähnlich.















