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Chinas Wirtschaftswachstum bleibt hinter Erwartungen zurück

Das Wichtigste in Kürze:

Chinas Wirtschaftswachstum verlangsamt sich im zweiten Quartal auf 4,3 Prozent, trotz starker Industrie- und Exportzahlen. Während die internationale Nachfrage nach Halbleitern und Autos floriert, bleibt der Binnenmarkt unter Druck. Die Regierung setzt auf Künstliche Intelligenz zur Stärkung des Wachstums.

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Die chinesische Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal um 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und blieb damit unter den Erwartungen von 4,5 Prozent. Das nationale Statistikamt in Peking verzeichnete das schwächste Wachstum seit Ende 2022. Im ersten Quartal hatte die Wirtschaftsleistung noch um 5,0 Prozent zugelegt, über das erste Halbjahr insgesamt ergibt sich ein Wachstum von 4,7 Prozent.

Industrieproduktion und Außenhandel mit robuster Entwicklung

Die industrielle Produktion stieg im ersten Halbjahr um 5,4 Prozent, im Juni allein um 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Besonders gefragt waren international Produkte aus den Bereichen Halbleiter, Computertechnik und Automobilindustrie. Die Exporte legten im Juni um 27 Prozent zu, die Importe stiegen um 36 Prozent.

Schwacher Binnenkonsum und Immobilienkrise belasten Wachstum

Während Industrie und Außenhandel robust bleiben, zeigt sich der Binnenmarkt schwach. Der Immobiliensektor verzeichnete drastische Einbußen: Investitionen brachen um 18 Prozent ein. Diese Entwicklung beeinträchtigt das Vertrauen der Haushalte und drückt die Kaufbereitschaft.

Externe Faktoren als Wachstumsbremse

Mao Shengyong vom Statistikamt führte Konflikte im Nahen Osten sowie verlangsamtes globales Wirtschaftswachstum als Ursachen für den Rückgang an. Innerhalb Chinas war besonders die Petrochemie-Branche betroffen, während andere Sektoren sich stabil entwickelten.

Regierungsziel von 5 Prozent Jahreswachstum unter Druck

Ministerpräsident Li Qiang forderte stärkere Unterstützung der nationalen Ökonomie und weitere Schritte zur Belebung der Binnennachfrage. Die Regierung strebt für das Gesamtjahr ein Wachstum zwischen 4,5 und 5,0 Prozent an. Erste politische Maßnahmen gegen den Wohnungsbestandsüberhang zeigen laut Statistikamt bereits Wirkung.


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