Das Bundesverkehrsministerium stellt bis 2030 rund 1,7 Milliarden Euro für die Aufrüstung von Zügen mit dem digitalen Zugleitsystem ETCS bereit. Zusätzlich fließen 482 Millionen Euro in den Ausbau der Fahrzeuge für den Digitalen Knoten Stuttgart. Mit einer neuen Förderrichtlinie sollen Serienausrüstungen mit bis zu 60 Prozent und Erstausrüstungen mit bis zu 90 Prozent bezuschusst werden.
European Train Control System: Digitale Steuerung statt optischer Signale
Das ETCS regelt Zugabstände digital und erhöht dadurch die Kapazität auf bestehenden Strecken. Die Technologie macht herkömmliche optische Signalanlagen überflüssig und bildet einen zentralen Bestandteil der Digitalisierung der deutschen Schieneninfrastruktur. Für eine funktionierende Kommunikation zwischen Infrastruktur und Zügen müssen die Fahrzeuge mit entsprechender Technik ausgestattet werden.
Förderrichtlinie: Bis zu 90 Prozent Zuschuss für Erstausrüstungen
Die Fahrzeugausstattung gilt als bedeutende Herausforderung im Digitalisierungsprozess. Das Bundesverkehrsministerium begegnet diesem Problem mit gestaffelten Fördersätzen:
- Serienausrüstungen: bis zu 60 Prozent Förderung
- First-of-Class-Ausrüstungen bei erstmals ausgerüsteten Fahrzeugtyp-Varianten: bis zu 90 Prozent Förderung
- Anträge können bei der Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen eingereicht werden
Digitaler Knoten Stuttgart: 482 Millionen Euro für Fahrzeugausbau
Für den Digitalen Knoten Stuttgart stellt der Bund zusätzlich 482 Millionen Euro bereit. Diese Mittel sind speziell für die Ausstattung der Fahrzeuge vorgesehen, die in diesem Bereich eingesetzt werden. Die Förderrichtlinie soll sicherstellen, dass alle relevanten Akteure Zugang zu den notwendigen Ressourcen erhalten und der Digitalisierungsprozess beschleunigt wird.
