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Hitze und Dürre führen zu Einbruch der Kartoffelernte

18. September 2026, 20:55 Uhr2 AufrufeZuletzt geprüft: 18.09.2026

Das Wichtigste in Kürze

Erlebe die alarmierenden Auswirkungen der Sommerhitze 2026 auf die Kartoffelernte in Nordwesteuropa. Eine aktuelle Analyse zeigt einen möglichen Verlust von 3,11 Millionen Tonnen Kartoffeln und erhebliche finanzielle Einbußen. Erfahre mehr über die Herausforderungen für Landwirte und steigende Preise.

Im Sommer 2026 haben Dürre und extreme Hitze die Kartoffelernte in Nordwesteuropa massiv beeinträchtigt. In Deutschland, Frankreich, Belgien und den Niederlanden werden laut der Energy and Climate Intelligence Unit rund 3,11 Millionen Tonnen weniger Kartoffeln geerntet als im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Der finanzielle Schaden wird auf 405 bis 622 Millionen Euro geschätzt.

Produktionsverluste nach Ländern

Deutschland verzeichnet mit 1,13 Millionen Tonnen den größten absoluten Ernteausfall unter den betroffenen Ländern. Die Ertragseinbußen erreichen in der Region bis zu 20 Prozent. Kartoffeln reagieren aufgrund ihres hohen Wasserbedarfs besonders empfindlich auf klimatische Extreme wie die anhaltende Trockenheit des Sommers 2026.

Preisentwicklung bei Kartoffeln

Die Ernteausfälle haben zu deutlichen Preissteigerungen geführt. Verarbeitungskartoffeln kosten derzeit etwa 240 Euro je Tonne. Speisekartoffeln lagen zu Saisonbeginn zwischen 270 und 280 Euro je Tonne. Im Vorjahr betrug der Preis noch rund 150 Euro je Tonne.

Klimawandel als Risikofaktor für Landwirtschaft

Tom Lancaster von der ECIU weist darauf hin, dass mit dem Herbstbeginn die Folgen der extremen Sommerbedingungen deutlich sichtbar werden. Landwirte sehen sich zunehmend mit den Auswirkungen des Klimawandels konfrontiert, die ihre Produktion und wirtschaftliche Situation erheblich belasten. Die Kartoffelernte 2026 ist noch nicht abgeschlossen, sodass die endgültigen Verluste noch höher ausfallen könnten.