Die Deutsche Bank hat im zweiten Quartal ein Vorsteuerergebnis von 2,68 Milliarden Euro erzielt und damit nahezu das Niveau des Rekordjahres 2007 erreicht. Der Nettogewinn stieg um zehn Prozent auf 1,64 Milliarden Euro. Haupttreiber war die Investmentbanking-Sparte mit einem Ergebnis von 1,3 Milliarden Euro.
Investmentbanking-Sparte steigert Ergebnis um 60 Prozent
Das Investmentbanking erzielte im zweiten Quartal ein Ergebnis von 1,3 Milliarden Euro, was einem Anstieg von rund 60 Prozent entspricht und fast die Hälfte des gesamten Vorsteuergewinns ausmacht. Die Erträge dieser Sparte stiegen auf 3,2 Milliarden Euro, den höchsten Stand seit der Neuaufstellung des Geschäftsbereichs im Jahr 2019. Die Geschäfte mit Wertpapieren, Währungen und die Begleitung von Börsengängen trugen wesentlich zu diesem Erfolg bei.
Aktienrückkauf und Renditeziele
Aufgrund der positiven Ergebnisse plant die Deutsche Bank, zusätzlich 500 Millionen Euro für den Rückkauf eigener Aktien aufzuwenden. Konzernchef Christian Sewing zeigte sich zuversichtlich, die Ziele für 2028 übertreffen zu können. Die Eigenkapitalrendite lag im zweiten Quartal bei 11 Prozent. Sewing strebt langfristig eine Rendite von mehr als 13 Prozent an.
Kostenziele und Effizienzsteigerung
Die Deutsche Bank verfolgt das Ziel, bis 2028 weniger als 60 Cent pro erwirtschaftetem Euro auszugeben. Im ersten Halbjahr betrugen die Ausgaben noch fast 61 Cent. Sewing betonte, dass künstliche Intelligenz neue Möglichkeiten eröffnet, Mehrwert für Kunden zu schaffen und zusätzliche Einsparungen zu erzielen. Die Bank sieht sich trotz laufender Ermittlungen der Justiz auf Kurs, ihre Jahresziele zu erreichen.
