Die Verkaufszahlen mobiler Klimageräte in Deutschland sind im ersten Halbjahr 2024 stark gestiegen. Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens NIQ wurden 387.100 Geräte verkauft, was einem Zuwachs von 219.000 Einheiten oder 130 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Besonders der Juni verzeichnete mit 290.200 verkauften Geräten einen Anstieg um 121 Prozent.
Verkaufsentwicklung nach Monaten
Im Mai wurden 79.700 Klimageräte verkauft, was einer Steigerung um 56.100 Einheiten oder 238 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Der Juni setzte diesen Trend mit 290.200 verkauften Einheiten fort, ein Plus von 159.100 Geräten. Nach NIQ-Angaben stellen die Juni-Zahlen sowie die Halbjahreswerte die höchsten seit Beginn der Erfassung im Jahr 2023 dar.
Erfasste Gerätekategorien und Preisentwicklung
Die Analyse umfasst mobile Klimaanlagen mit Abluftschlauch sowie tragbare Split-Geräte mit Innen- und Außeneinheit. Fest installierte Split-Anlagen waren nicht Teil der Erhebung. Der durchschnittliche Verkaufspreis lag im Juni bei 354 Euro pro Gerät, verglichen mit 342 Euro im Vorjahr.
Mobile Split-Klimaanlagen gewinnen an Bedeutung und machten im ersten Halbjahr 16,5 Prozent des Gesamtabsatzes aus. Diese leistungsstärkeren Modelle können ohne professionelle Montage durch Fachbetriebe installiert werden, da keine kältemittelführenden Leitungen verbunden werden müssen.
Eigenschaften mobiler Klimageräte
Laut Julia Kalkowski, Expertin für technische Konsumgüter bei NIQ, bieten mobile Klimageräte mehrere Vorteile:
- Schnelle Verfügbarkeit ohne feste Installation
- Flexible Einsatzmöglichkeiten
- Relativ geringe Anschaffungskosten
Als nachteilig erweisen sich jedoch Effizienzprobleme sowie Komforteinschränkungen im Vergleich zu fest installierten Systemen.
