Das Wichtigste im Überblick
Themen in diesem Artikel:
- Profil des Neobrokers: Berliner Anbieter mit Vollbanklizenz, App-Steuerung und verzinstem Verrechnungskonto.
- Alle Gebühren 2026: 1 Euro pro Order, null Euro Depotführung, null Euro für jede Sparplanausführung.
- Jahreskosten konkret gerechnet: Was dich zwölf, 24 oder 50 Einzelorders pro Jahr tatsächlich kosten.
- Handelbares Angebot: Rund 12.400 Aktien und ETFs, über 5.300 Sparpläne, Anleihen und Krypto.
- Sicherheit und Aufsicht: Einlagensicherung bis 100.000 Euro und Wertpapiere als geschütztes Sondervermögen.
- Schwächen im Alltag: Beschwerdezahlen, fehlende Telefonhotline und Störungen in volatilen Marktphasen.
- Vergleich mit Wettbewerbern: Wie sich Scalable Capital und eToro bei Kosten und Zinsen schlagen.
- Passende Anlegertypen: Für welche Strategien der Broker taugt und wo er an Grenzen stößt.
Trade Republic im Kurzprofil
Trade Republic startete 2015 in Berlin und hat den deutschen Brokermarkt anschließend gründlich umgepflügt. Der Kern des Modells: Der Handel läuft über eine Smartphone-App, ergänzt durch eine Weboberfläche. Klassische Filialen, Berater oder Papierformulare gibt es nicht. Genau daraus entsteht die Kostenstruktur, die den Anbieter bekannt gemacht hat.
Seit Dezember 2023 hält das Unternehmen eine Vollbanklizenz der BaFin und firmiert als Trade Republic Bank GmbH. Damit steht es unter Aufsicht der BaFin und der Europäischen Zentralbank. Das ist mehr als eine Formalie. Eine Vollbanklizenz erlaubt dem Anbieter, Kundeneinlagen selbst zu halten und Bankprodukte anzubieten, und sie unterwirft ihn schärferen Kapital- und Meldepflichten als eine reine Wertpapierfirma.
Vom externen Handelsplatz zur eigenen Ausführung
Lange lief praktisch jede Order über die LS Exchange, den außerbörslichen Handelsplatz von Lang & Schwarz. Das war einer der meistdiskutierten Punkte in Foren und Testberichten, weil Anleger keine Wahl hatten. Seit Juli 2026 wickelt Trade Republic Orders über eine eigene, von der BaFin autorisierte Infrastruktur ab.
Daraus sind zwei Modelle entstanden. Im Standardmodell „Best Price“ zahlst du 1 Euro pro Handelsgeschäft. Der Broker führt die Order automatisch zum besten verfügbaren Kurs unter den relevanten Börsen aus und agiert dabei selbst als Gegenpartei. Sein Ertrag steckt in der Geld-Brief-Spanne. Im Modell „Direct Price“ wählst du den Handelsplatz aus rund 30 Börsen selbst und zahlst dafür 2 Euro pro Trade. Für die meisten Privatanleger mit ETF-Fokus ändert das wenig. Wer aber gezielt an einem Referenzmarkt kaufen möchte, hat diese Option jetzt.
Konto und Karte gehören dazu
Zum Depot gehört ein Verrechnungskonto, das sich wie ein Girokonto nutzen lässt, inklusive Visa-Karte. Nicht investiertes Guthaben wird verzinst. Aktuell liegt der Satz bei 2,25 Prozent pro Jahr. Dieser Zins ist variabel und wurde bereits mehrfach angepasst. In der Hochzinsphase zahlten Neobroker zeitweise rund 4,00 Prozent. Wer den Zinssatz als Hauptargument für ein Konto nimmt, sollte einkalkulieren, dass er sich jederzeit ändern kann.
Was Trade Republic 2026 kostet
Die Preisliste ist kurz, und das ist die eigentliche Stärke. Trade Republic verzichtet vollständig auf eigene Orderprovisionen. Was du zahlst, ist eine Fremdkostenpauschale von 1 Euro pro Handelsgeschäft. Sie ist unabhängig vom Ordervolumen. Eine Order über 200 Euro kostet genauso viel wie eine über 20.000 Euro. Eine Mindestordergröße gibt es nicht.
Wird deine Order in mehreren Teilen ausgeführt, fällt die Pauschale trotzdem nur einmal pro Handelstag an. Das ist ein Detail, das bei anderen Brokern schon zu unangenehmen Abrechnungen geführt hat.
| Kostenposition | Preis 2026 | Anmerkung |
|---|---|---|
| Depoteröffnung und Depotführung | 0,00 Euro | keine Grundgebühr, keine Inaktivitätsgebühr |
| Order Best Price (Standard) | 1,00 Euro | pro Handelsgeschäft, volumenunabhängig |
| Order Direct Price | 2,00 Euro | Handelsplatz frei wählbar aus rund 30 Börsen |
| Sparplanausführung Aktien, ETFs, Krypto | 0,00 Euro | Mindestrate 1 Euro, Maximalrate 10.000 Euro |
| Ein- und Auszahlungen | 0,00 Euro | über das Verrechnungskonto |
| Anmeldung zur Hauptversammlung | 25,00 Euro | nur bei tatsächlicher Nutzung |
| Freiwilliges Steuer-Reporting | 25,00 Euro | Standardabrechnung bleibt kostenlos |
| Saldenbestätigung | 25,00 Euro | freiwillige Zusatzleistung |
| Eintragung von Namensaktien | 2,00 Euro | je Vorgang |
Warum Sparpläne komplett gratis bleiben
Der Sparplan ist der Bereich, in dem das Preismodell am deutlichsten wird. Jede Ausführung kostet null Euro, unabhängig davon, wie oft du sparst und wie hoch die Rate ist. Ein Sparplan über 50 Euro monatlich verursacht also exakt dieselben Gebühren wie einer über 2.000 Euro, nämlich keine. Bei prozentualen Sparplangebühren, wie sie manche Banken mit 1,5 Prozent je Ausführung berechnen, wären es bei 2.000 Euro Rate dagegen 30 Euro pro Monat.
Auch der Sparplankauf von Aktien und ETFs bis zu einem Volumen von 5.000 Euro bleibt gebührenfrei. Für die meisten Anleger ist das eine theoretische Grenze, für Anleger mit größeren Einmalbeträgen aber ein echter Hebel: Wer eine Erbschaft oder Abfindung gestaffelt investieren will, kann das über Sparplanausführungen tun und spart sich die Ordergebühren komplett.
Die Kosten, die nicht auf der Rechnung stehen
Eine ehrliche Kostenbetrachtung endet nicht bei der Pauschale. Beim Handel entsteht immer eine Geld-Brief-Spanne, also die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs. Bei großen, liquiden ETFs lag dieser Spread typischerweise zwischen 0,05 und 0,15 Prozent. Bei einer Order über 5.000 Euro sind das rechnerisch 2,50 bis 7,50 Euro, also deutlich mehr als die sichtbare Gebühr von 1 Euro.
Dieser Punkt gilt für praktisch jeden Broker mit außerbörslicher Ausführung und ist kein Sonderfall. Wichtig ist die Konsequenz für dich: Handle möglichst zu Zeiten, in denen die Heimatbörse des Wertpapiers geöffnet ist. Dann sind die Spreads am engsten. Bei europäischen ETFs heißt das grob 9 bis 17:30 Uhr.
Tip: Führe größere Käufe nicht abends oder am Wochenende aus. Außerhalb der regulären Börsenzeiten weiten sich die Spreads spürbar, und diese versteckten Kosten übersteigen die 1-Euro-Pauschale schnell um ein Vielfaches.
Jahreskosten im Realitäts-Check
Die spannende Frage lautet nicht, was eine einzelne Order kostet, sondern was ein Anlagejahr kostet. Weil die Depotführung null Euro kostet und Sparpläne gratis ausgeführt werden, hängt die Rechnung ausschließlich an der Zahl deiner Einzelorders.
Jahreskosten bei Trade Republic nach Anzahl der Einzelorders
Die Rechnung ist bewusst simpel, weil das Preismodell simpel ist. Ein Anleger, der einen ETF-Sparplan über 300 Euro monatlich laufen lässt und sonst nichts tut, zahlt im Jahr null Euro an Gebühren. Bei zwölf zusätzlichen Einzelkäufen sind es 12 Euro. Selbst bei 50 Orders im Jahr bleibt es bei 50 Euro. Zum Vergleich: Eine klassische Filialbank verlangt für eine einzelne Order oft mehr als diesen Jahresbetrag.
Interessant wird der Vergleich mit Flatrate-Modellen. Ein Broker, der 4,99 Euro Monatsgebühr verlangt und dafür Trades ab 250 Euro kostenfrei stellt, kommt auf 59,88 Euro im Jahr. Rechnerisch entspricht das knapp fünf Trade-Republic-Orders pro Monat. Wer also im Schnitt weniger als fünfmal monatlich handelt, fährt mit dem Einzelpreis günstiger. Wer regelmäßig darüber liegt, spart mit der Flatrate.
Eine ausführliche Gegenüberstellung der Ausführungspreise verschiedener Anbieter findest du im Kostenvergleich der Sparplan-Anbieter.
Produktangebot: Was du handeln kannst
Die Auswahl hat sich in den vergangenen Jahren stark verbreitert. Zu Beginn war Trade Republic ein reiner Aktien- und ETF-Broker, heute deckt die App mehrere Anlageklassen ab.
Handelbar sind derzeit rund 12.400 Aktien und ETFs. Für den langfristigen Vermögensaufbau relevanter ist die Sparplanauswahl: über 2.600 ETF-Sparpläne und über 2.700 Aktien-Sparpläne, zusammen also mehr als 5.300 sparplanfähige Wertpapiere. Alle werden ohne Ausführungsgebühr bespart. Die Mindestrate liegt bei 1 Euro, die Obergrenze bei 10.000 Euro pro Ausführung.
Anleihen, Derivate und Krypto
Über 600 Staats- und Unternehmensanleihen stehen zur Verfügung, und zwar mit einer Besonderheit: Sie sind ab 1 Euro Stückelung handelbar. Im klassischen Anleihenmarkt liegen Mindeststückelungen häufig bei 1.000 oder 100.000 Euro, was Privatanleger faktisch ausschließt. Hier wird eine Anlageklasse zugänglich, die vorher institutionell dominiert war.
Dazu kommen rund 300.000 Derivate, also Optionsscheine, Knock-outs und Faktor-Zertifikate. Diese Produkte sind Hebelinstrumente mit hohem Verlustrisiko und richten sich an erfahrene Anleger. Ergänzt wird das Angebot durch über 50 Kryptowährungen, die sich ebenfalls als Sparplan besparen lassen.
Good to know: Die Zahl der handelbaren Titel sagt wenig über die Qualität eines Depots aus. Für einen breit gestreuten Vermögensaufbau reichen in der Praxis ein bis drei ETFs. Entscheidend ist eher, ob genau die Titel verfügbar sind, die deine Strategie braucht.
Sicherheit und Regulierung
Die häufigste Frage in Foren lautet, ob das Geld bei einem so günstigen Anbieter überhaupt sicher liegt. Die Antwort erfordert eine Unterscheidung zwischen Bargeld und Wertpapieren, denn beide sind unterschiedlich geschützt.
Guthaben auf dem Verrechnungskonto fällt unter die gesetzliche Einlagensicherung. Geschützt sind bis zu 100.000 Euro pro Kunde. Die Kundengelder liegen auf Treuhandsammelkonten bei Partnerbanken. Zu diesen Partnern zählen Citibank Europe plc, Crédit Agricole CIB, die Deutsche Bank AG, HSBC Continental Europe S.A., J.P. Morgan SE, Natixis CIB und SEB AB. Der Schutz greift jeweils über die Sicherung der kontoführenden Partnerbank.
Wertpapiere sind kein Teil der Insolvenzmasse
Für die Aktien und ETFs in deinem Depot gilt eine andere und für dich bessere Regel. Sie unterliegen nicht der Einlagensicherung, weil sie sie gar nicht brauchen. Wertpapiere bleiben dein Eigentum und werden treuhänderisch verwahrt, in in- und ausländischen Wertpapiersammelbanken. Im Insolvenzfall fallen sie nicht in die Masse, sondern werden herausgegeben oder auf ein anderes Depot übertragen.
Das ist der wichtigste Punkt für alle, die sich vor einer Broker-Pleite fürchten. Ein 100.000-Euro-Depot ist nicht zu 100.000 Euro versichert, es ist schlicht deins. Nur nicht investiertes Bargeld hängt an der Einlagensicherung. Wer größere Summen zwischenparkt, sollte deshalb überlegen, Beträge oberhalb der Sicherungsgrenze zu verteilen oder zügiger anzulegen.
Kritikpunkte und Grenzen
Das schlanke Modell hat einen Preis, und er wird nicht in Euro bezahlt. Der Kundenservice ist der mit Abstand häufigste Kritikpunkt. Der Verbraucherzentrale Bundesverband zählte bis Ende Oktober 2025 rund 350 Beschwerdefälle zu dem Anbieter. Das waren 75 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
Der Grund liegt in der Struktur. Bei Fragen landest du zunächst bei einem KI-Chatbot in der App. Einfache Anliegen löst der automatisiert, komplexere Fälle übernehmen Mitarbeiter, allerdings ohne dass du direkt Kontakt aufnehmen könntest. Eine Telefonhotline gibt es nicht. Solange nichts schiefgeht, fällt das nicht auf. Wenn eine Order hängt, eine Steuerbuchung falsch aussieht oder ein Depotübertrag stockt, wird es zäh. Für das Frühjahr 2026 hat das Unternehmen neue Support-Optionen angekündigt.
Diese Zahl braucht allerdings Kontext. Der Anbieter zählt in Deutschland mehrere Millionen Kundinnen und Kunden. 350 Beschwerdefälle bei einem Verbraucherverband sind gemessen daran ein kleiner Anteil, und die Zahl erfasst nur Fälle, die überhaupt bis zu einer Verbraucherzentrale eskaliert sind. Aussagekräftig ist weniger der absolute Wert als die Richtung: ein Plus von 75 Prozent in einem Jahr, während das Unternehmen gleichzeitig neue Produkte ausrollt.
Störungen in genau den falschen Momenten
Der zweite Kritikpunkt betrifft die technische Stabilität. Im April 2026 kam es während turbulenter Börsenphasen zu Störungen in der App. Die Finanzaufsicht befasste sich mit den Ausfällen. Das Muster ist bekannt und gilt für die gesamte Neobroker-Branche: Ausgerechnet wenn viele Nutzer gleichzeitig handeln wollen, steigt die Last am stärksten.
Praktisch bedeutet das: Wenn deine Strategie darauf beruht, in einem Crash schnell reagieren zu können, ist eine App-only-Lösung ein Klumpenrisiko. Für Sparplan-Anleger, die ohnehin nichts tun sollten, wenn die Kurse fallen, ist es dagegen kaum relevant.
Weitere Einschränkungen
Drittens bleibt die Ausführung im Standardmodell außerbörslich. Du bekommst einen Preis vom Broker, nicht das Orderbuch einer Referenzbörse. Wer das nicht will, zahlt im Direct-Price-Modell 2 Euro und wählt selbst. Viertens ist der Funktionsumfang bewusst reduziert. Tiefe Analysewerkzeuge, umfangreiche Ordertypen oder Research-Berichte findest du hier nicht. Fünftens läuft die Steuerabrechnung zwar automatisch, weil Trade Republic als deutsche Bank Kapitalertragsteuer abführt. Bei Sonderfällen wie ausländischen Dividenden oder Verlustverrechnung solltest du die Abrechnungen dennoch prüfen.
Trade Republic im Vergleich zu Scalable Capital und eToro
Ein Broker lässt sich nur im Wettbewerbsumfeld bewerten. Die drei bekanntesten Anbieter im deutschsprachigen Raum verfolgen unterschiedliche Preismodelle, was den direkten Vergleich interessant macht.
| Merkmal | Trade Republic | Scalable Capital (Free) | eToro |
|---|---|---|---|
| Depotführung | 0,00 Euro | 0,00 Euro (Prime+: 4,99 Euro/Monat) | 0,00 Euro |
| Order Aktien und ETFs | 1,00 Euro pauschal | 0,99 Euro (Xetra 3,99 Euro plus 0,01 Prozent) | Aktienhandel gebührenpflichtig |
| ETF-Sparpläne | über 2.600, alle 0,00 Euro | über 2.700, alle 0,00 Euro | über 700, 0,00 Euro |
| Mindestsparrate | 1 Euro | 1 Euro | 25 Euro |
| Maximale Sparrate | 10.000 Euro | 5.000 Euro | keine Angabe |
| Zinsen auf Guthaben | 2,25 Prozent p. a. | variabel 2,50 Prozent | 3,55 Prozent für in Deutschland registrierte Konten |
| Einlagensicherung | 100.000 Euro | 100.000 Euro plus freiwillig mind. 750.000 Euro | bis 100.000 Euro möglich |
| Währungsumrechnung | entfällt im Euro-Handel | entfällt im Euro-Handel | 0,75 Prozent |
Bei den Ordergebühren trennt die Anbieter fast nichts. 1,00 Euro gegen 0,99 Euro ist kein Argument. Relevanter sind die Randbedingungen. Scalable bietet mit dem Prime+-Modell für 4,99 Euro monatlich eine Flatrate für Trades ab 250 Euro, was ab etwa fünf Orders im Monat rechnerisch aufgeht. Trade Republic hat dagegen den höheren Sparraten-Deckel von 10.000 Euro und punktet bei Anlegern, die größere Einmalbeträge über Sparpläne einsteuern.
Beim Zins liegt eToro mit 3,55 Prozent für in Deutschland registrierte Konten vorn, verlangt aber eine Mindestsparrate von 25 Euro und 0,75 Prozent für Währungsumrechnungen. Wer dort in Dollar notierte Titel kauft, zahlt diesen Aufschlag mit. Eine breitere Übersicht über das Anbieterfeld liefert der große Neobroker-Vergleich. Eine detaillierte Zwei-Wege-Analyse findest du im direkten Duell der beiden Marktführer.
Über das Trio hinaus zeigt der Markt eine große Spreizung bei den Zinsen. Manche Anbieter zahlen null Prozent auf das Verrechnungskonto, andere liegen bei 3,50 Prozent. Bei 10.000 Euro Cash-Bestand sind das 350 Euro Unterschied im Jahr, also ein Vielfaches dessen, was die Ordergebühren je ausmachen werden.
Für wen sich Trade Republic eignet
Die Konditionen sprechen eine deutliche Sprache, wenn man sie auf Anlegertypen überträgt. Zu Trade Republic passt am besten, wer langfristig und regelmäßig investiert. Ein oder zwei ETF-Sparpläne, ein paar Einzelkäufe im Jahr, ansonsten Ruhe: Für dieses Profil ist ein Kostenniveau von null bis 20 Euro jährlich schwer zu unterbieten. Auch für den Einstieg mit kleinen Beträgen taugt das Modell, weil die Mindestrate bei 1 Euro liegt und keine Fixkosten anfallen.
Weniger gut passt der Anbieter zu drei Gruppen. Vieltrader mit mehr als fünf Orders im Monat rechnen bei Flatrate-Modellen günstiger. Anleger, die Wert auf Börsenhandel an einem Referenzmarkt legen, zahlen entweder den Aufpreis für Direct Price oder sind woanders besser aufgehoben. Und wer bei Problemen jemanden am Telefon braucht, wird mit einem Chatbot-Support nicht glücklich.
Was du vor der Eröffnung prüfen solltest
Prüfe erstens, ob deine Wunsch-ETFs sparplanfähig sind. Zweitens, wie hoch dein durchschnittlicher Cash-Bestand ist, denn beim Zins liegen zwischen den Anbietern mehrere Prozentpunkte. Drittens, ob du einen Depotübertrag planst, und wie der Anbieter damit umgeht. Und viertens, ob dein Anlagestil überhaupt viele Einzelorders erfordert.
Wichtiger Risikohinweis: Dieser Artikel ist ein sachlicher Erfahrungsbericht und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Geldanlagen in Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen und können zu Verlusten bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen. Vergangene Wertentwicklungen erlauben keine Rückschlüsse auf künftige Ergebnisse. Alle genannten Konditionen entsprechen dem Stand August 2026 und können sich jederzeit ändern. Prüfe vor einer Anlageentscheidung stets die aktuellen Angaben des Anbieters und beziehe deine persönliche Situation ein.
Häufig gestellte Fragen
Ist Trade Republic sicher?
Der Anbieter hält seit Dezember 2023 eine BaFin-Vollbanklizenz und steht unter Aufsicht von BaFin und Europäischer Zentralbank. Guthaben ist bis 100.000 Euro pro Kunde gesetzlich geschützt, Wertpapiere bleiben dein Eigentum.
Was kostet Trade Republic im Jahr wirklich?
Wer ausschließlich Sparpläne bespart, zahlt null Euro. Jede Einzelorder kostet 1 Euro im Standardmodell. Bei zwölf Orders im Jahr sind es 12 Euro, bei 50 Orders 50 Euro. Die Depotführung bleibt immer kostenlos.
Was passiert mit meinen Wertpapieren bei einer Insolvenz?
Wertpapiere gehören dir und werden nur treuhänderisch verwahrt. Sie fallen nicht in die Insolvenzmasse und unterliegen deshalb auch nicht der Einlagensicherung. Nur nicht investiertes Bargeld ist über die Sicherung geschützt.
Wie erreiche ich den Kundenservice ohne Telefonnummer?
Der Support läuft über einen KI-Chatbot in der App. Komplexere Anliegen übernehmen Mitarbeiter, allerdings ohne direkten Rückkanal. Genau das ist der häufigste Kritikpunkt. Neue Support-Optionen wurden für das Frühjahr 2026 angekündigt.
Was unterscheidet Best Price von Direct Price?
Best Price kostet 1 Euro. Der Broker sucht automatisch den besten verfügbaren Kurs. Direct Price kostet 2 Euro und lässt dich den Handelsplatz aus rund 30 Börsen selbst auswählen. Beide Modelle stehen seit Juli 2026 zur Verfügung.
Für wen lohnt sich Trade Republic nicht?
Für Vieltrader mit mehr als fünf Orders im Monat, für Anleger mit Fokus auf Börsenhandel an Referenzmärkten und für alle, die bei Problemen eine telefonische Ansprechperson erwarten. Für diese Profile passen andere Modelle besser.



