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Maschinenbau warnt vor drohendem Gasmangel im Winter

25. August 2026, 16:56 Uhr473 AufrufeZuletzt geprüft: 19.09.2026

Das Wichtigste in Kürze

Im deutschen Maschinenbau wächst die Sorge vor möglichen Versorgungsengpässen im Winter aufgrund niedriger Gasspeicherstände. Der VDMA fordert von der Regierung und den Versorgern, rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen. Trotz hoher Gaspreise und geopolitischer Spannungen sieht das Wirtschaftsministerium derzeit keine akute Gasmangellage.

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) warnt vor möglichen Versorgungsengpässen im kommenden Winter. Die deutschen Gasspeicher sind derzeit nur zu rund 50 Prozent gefüllt – der niedrigste Stand für diese Jahreszeit seit 2011. Im Vorjahr lag der Füllstand zur gleichen Zeit bei 67 Prozent. VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann sieht Versorger, Großhandel und Regierung in der Verantwortung für die Versorgungssicherheit.

Gasspeicherstände auf Tiefststand seit 2011

Nach Angaben des Gasspeicher-Verbands Ines weisen die deutschen Gasspeicher den niedrigsten Füllstand für diese Jahreszeit seit 2011 auf. Die aktuelle Befüllung von etwa 50 Prozent liegt deutlich unter dem Vorjahreswert von 67 Prozent. Die langsame Befüllung der Speicher könnte laut VDMA zu Versorgungsengpässen im Winter führen.

Hohe Gaspreise bremsen Einkauf

Die Gaspreise liegen in diesem Sommer ungewöhnlich hoch. Dies führt dazu, dass Händler weniger Gas einkaufen als üblich, um es im Winter weiterzuverkaufen. Für den Maschinen- und Anlagenbau stellt dies eine erhebliche Bedrohung dar, da Erdgas in zahlreichen kritischen Produktionsprozessen benötigt wird. Sowohl ein physischer Gasmangel als auch stark steigende Preise würden die Branche belasten.

Bundeswirtschaftsministerium setzt auf Privatwirtschaft

Das Bundeswirtschaftsministerium sieht primär die Privatwirtschaft sowie Gasunternehmen und Händler in der Pflicht, ausreichend Vorsorge für den Winter zu treffen. Gleichzeitig entwickelt das Ministerium Handlungsoptionen für den Fall einer Verschlechterung der Lage. Eine unmittelbare Gefahr einer Gasmangellage im kommenden Winter sieht das Ministerium derzeit nicht. Die Situation erfordert jedoch kontinuierliche Aufmerksamkeit von staatlicher und wirtschaftlicher Seite.

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