Zuerst zeigen wir die Angebote unserer Partner (Werbung*). Mit „Alle Angebote“ oder einem Filter siehst du den gesamten Vergleich.
Kostenlos: ab 700 € monatlichem Geldeingang oder unter 30 Jahren.
Kontoführung ohne Bedingung kostenlos.
Kostenlos: ab 700 € Geldeingang pro Monat.
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Kontoführung ohne Bedingung kostenlos. Keine girocard.
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Kostenlos: eine Bedingung pro Monat: 700 € Geldeingang oder 3 Zahlungen mit Apple Pay/Google Pay oder 1 Wertpapiertransaktion/Sparplanausführung.
Kostenlos: ab 500 € Geldeingang pro Monat oder unter 30 Jahren.
Kontoführung ohne Bedingung kostenlos. Keine girocard. Weitere Entgelte möglich.
Kostenlos: Aktivkund:in: am Monatsende mindestens 3.000 € kumuliertes Guthaben über alle Money-, Invest- und Crypto-Konten ODER mindestens 1.000 € Kartenumsatz mit Vivid Card im Vormonat (ohne Bargeldabhebungen und bargeldähnliche Transaktionen). Keine girocard. Weitere Entgelte möglich.
Kostenlos: unter 21 Jahre ODER mindestens 500 € Geldeingang pro Monat; dann Pay-what-you-want 0 bis 4,90 € pro Monat. Keine girocard.
Kontoführung 3,95 € im Monat.
Kostenlos: bei Vermögenswerten ab 50.000 € im Kalendermonat (Regel des GiroKontos).
Kostenlos: bei Vermögenswerten ab 50.000 € im Kalendermonat.
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Kontoführung 5,90 € im Monat.
Kontoführung 3,99 € im Monat. Keine girocard.
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Kostenlos: ab 3.000 € bargeldlosem Geldeingang im Kalendermonat.
Stand: 11.10.2026 · Konditionen von den Websites der Anbieter, geprüft am 11.10.2026.
Fachlich geprüft von Chanel
So sortieren wir
Standard sind die Kosten pro Jahr für dein Profil: zwölfmal die Kontoführungsgebühr, die bei deinem Geldeingang gilt, plus Abhebungen über die freien Abhebungen der Bank hinaus und die Auslandsnutzung. Altersbefreiungen, Wechselprämien, Dispozinsen und Kreditkarten rechnen wir nicht ein; sie stehen in den Details.
Auslandsnutzung „ab und zu“ heißt: im Jahr 2 Abhebungen in Euro außerhalb Deutschlands, 1.000 € Kartenzahlungen und 2 Abhebungen à 200 € in fremder Währung. „Häufig“ heißt 6 Euro-Abhebungen, 5.000 € Kartenzahlungen und 6 Abhebungen à 200 € in fremder Währung. „Mit girocard“ zeigt nur Konten mit girocard und rechnet deren Jahresentgelt ein.
Nennt eine Bank einen Posten nicht oder hängt er von Bedingungen ab, die wir nicht aus deinem Profil ableiten können, steht „ab“ vor dem Betrag; solche Konten stehen hinter Konten mit gleicher Summe. Angebote mit und ohne Partnervertrag werden nach denselben Werten sortiert.
25 Angebote von 21 geprüften Banken. Kein vollständiger Marktüberblick. Auswahlkriterien: Girokonten für Privatpersonen mit Wohnsitz in Deutschland, die bundesweit eröffnet werden können und deren Preise öffentlich auf der Website der Bank stehen.
Werbehinweis: Mit * markierte Links sind Werbelinks. Kommt darüber ein Abschluss zustande, erhält Finalarm eine Provision. Links „Zur Bank“ sind keine Werbelinks. So finanzieren wir uns
Das Wichtigste in Kürze
Ein Girokonto kostet je nach Modell und Nutzung sehr unterschiedlich viel: Laut BaFin-Kontenvergleich liegt die Kontoführung im Mittel bei 6,40 € im Monat, bei Direktbanken entscheidet meist der Mindestgeldeingang. Der Vergleich rechnet für 25 geprüfte Konten die Kosten pro Jahr für dein Profil aus und stellt Bedingungen, Karten, Dispozinsen und Prämien nebeneinander, Stand 11.10.2026.
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Das Wichtigste im Überblick
Themen in diesem Artikel:
- Kosten im Jahr 2026: Laut BaFin-Daten kostet die Kontoführung im Mittel 6,40 € im Monat, dazu Karten und Dispo.
- Bedingungen für Gratis-Konten: Nur 30 von 4.920 gemeldeten Kontomodellen sind ohne jede Bedingung gebührenfrei.
- Gebühren bei gerissener Bedingung: Wer die Schwelle verfehlt, zahlt je nach Bank bis zu 58,80 Euro im Jahr.
- Karten, Bargeld, Ausland: Was girocard, Fremdabhebung und Fremdwährung neben der Grundgebühr kosten.
- Jahreskosten berechnen: Rechne Grundgebühr, Karten, Bargeld und Dispo für dein Konto auf ein Jahr hoch.
- Filialbank, Direktbank, Neobank: Die drei Anbietertypen unterscheiden sich bei Karten, Bargeld und Dispo deutlich.
- Einlagensicherung: Wer dein Guthaben bis 100.000 € schützt, auch bei Neobanken mit Sitz im Ausland.
- Dispozinsen als Kostenfalle: Haushalte zahlten im August 2026 im Schnitt 9,46 % für den Dispo (Bundesbank).
- Prämien und Kontowechsel: Bis zu 200 Euro Prämie, der Wechsel dauert höchstens zwölf Geschäftstage.
- Deine Rechte: Entgeltinformation, Fristen beim Kontowechsel, Basiskonto und Zustimmung zu Gebühren.
- Konto nach Nutzerprofil: Welches Kontomodell passt, hängt vom Geldeingang und der Bargeldnutzung ab.
- So vergleichen wir: Wie wir vergleichen, welche Banken drin sind und wann wir zuletzt geprüft haben.
- Weitere Inhalte: Weitere Ratgeber zu kostenlosen Konten, Studenten-, Jugend- und Rentnerkonten im Überblick.
UmweltBank – Girokonto
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Vorteile
- Holz-Kreditkarte und girocard inklusive
- Kreditkarte: Euro-Bargeld EU/EWR gratis
- Kostenloser Kontowechselservice
- Mobil bezahlen mit Apple & Android
Nachteile
- Ab dem 2. Jahr 4,90 € pro Monat
- Kreditkarte ab 2. Jahr ab 19 € p. a.
- girocard ab 2027: 9 € pro Jahr
- girocard am Geldautomaten kostenpflichtig
Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.
Consorsbank – Girokonto mit Visa Card Debit
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Vorteile
- 0 € Kontoführung ab 700 € Geldeingang
- Kostenloses Konto für alle unter 31 Jahren
- Im EWR gebührenfrei in Euro bezahlen
- Im EWR ab 50 € kostenlos Geld abheben
Nachteile
- Sonst 4 € Kontoführung pro Monat
- Abheben unter 50 € kostet 1,95 €
- Fremdwährung: 2,10 % des Betrags
- Dispozins 9,90 % p. a. (variabel)
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Was ein Girokonto 2026 wirklich kostet
Von den 26 Girokonten, die wir am 11.10.2026 auf den Websites der Banken geprüft haben, sind 6 ohne jede Bedingung kostenlos, die übrigen nur mit Mindestgeldeingang oder bis zu einer Altersgrenze. Was dein Konto im Jahr kostet, entscheiden Bedingung, girocard, Abhebungen und Dispo. Über alle Banken in Deutschland liegt die mittlere Kontoführung bei 6,40 € im Monat (BaFin-Kontenvergleich).
Der Girokonto-Vergleich 2026 zeigt ein klares Bild: Ein gutes Girokonto kostet dich bei einer Direktbank zwischen 0 und rund 60 Euro pro Jahr — und der Unterschied hängt fast nie an der Qualität der Bank, sondern an einer einzigen Bedingung. Die Direktbanken in unserem Vergleich verlangen einen monatlichen Mindestgeldeingang zwischen 500 und 1.000 Euro (Stand 11.10.2026). Erfüllst du ihn, ist die Kontoführung gratis. Verfehlst du ihn, werden 3,90 bis 4,90 Euro im Monat fällig. Daneben entscheiden Girocard-Gebühren, Dispozinsen, die laut BaFin-Kontenvergleich zwischen 2,64 und 16,09 Prozent liegen, sowie die Zahl der kostenlosen Bargeldabhebungen darüber, was dein Konto am Jahresende tatsächlich kostet.
Wie groß die Unterschiede im Alltag ausfallen, zeigt schon der Blick auf die laufenden Gebühren — dem Posten, den fast jeder unterschätzt.
Die Spanne am deutschen Markt ist groß. Üblich sind monatliche Kontoführungsgebühren laut BaFin-Kontenvergleich bei Kontomodellen für Erwachsene: Ein Viertel kostet höchstens 3,95 €, die Hälfte höchstens 6,40 €, drei Viertel höchstens 9,95 €. Unter den kostenpflichtigen Modellen verlangt jedes zehnte 13,95 € oder mehr, das sind mehr als 165 € im Jahr gegenüber einem Konto ohne Grundgebühr (Meldestand 11.10.2026).
Wie viele Konten im teuren Bereich liegen, zeigt der Kontenvergleich der BaFin: Ein Viertel der Kontomodelle für Erwachsene kostet knapp 10 € im Monat und mehr, rund jedes siebte 12 € und mehr (Meldestand 11.10.2026). Neben den Gebühren stellten früher auch Negativzinsen auf dem Girokonto eine Belastung dar.
Warum die Gebühren so weit auseinanderliegen
Filialbanken finanzieren ein Netz aus Geschäftsstellen, Beratern und eigenen Geldautomaten. Diese Kosten landen in der Kontoführungsgebühr. Direktbanken und Neobanken haben keine Filialen und geben den Kostenvorteil in Form kostenloser Kontomodelle weiter. Wie groß der Abstand ist, zeigen die BaFin-Daten: Bei Sparkassen liegt die mittlere Kontoführung bei 7,00 € im Monat, bei Volks-, Raiffeisen-, Sparda- und PSD-Banken bei 5,95 €, bei den übrigen Anbietern bei 4,90 € (Kontomodelle für Erwachsene, Meldestand 11.10.2026). Der Kostenvorteil von Online-Anbietern wirkt sich auch auf die Zinsen aus, was der Vergleich von Online-Sparkonto und Filialsparkonto verdeutlicht. Dieser Kostenvorteil gilt ebenso für den Wertpapierhandel, wie der Vergleich zwischen Neobroker und Filialbank zeigt.
Die versteckten Posten neben der Grundgebühr
Die monatliche Gebühr ist nur ein Teil der Rechnung. Dazu kommen drei Posten, die im Kleingedruckten stehen. Erstens die Girocard, früher EC-Karte: Sie ist längst nicht mehr überall inklusive: Laut BaFin-Kontenvergleich ist sie bei 57 % der Kontomodelle im Preis enthalten, sonst kostet sie im Mittel 12 € im Jahr. Zweitens Gebühren für Bargeldabhebungen außerhalb des eigenen Automatennetzes, die je nach Bank und Automatenbetreiber für jede Abhebung anfallen. Drittens Entgelte für beleghafte Überweisungen am Schalter, die bei einigen Filialbanken pro Vorgang berechnet werden. Gerade auf Reisen sind diese Gebühren relevant, weshalb die Konditionen für Auslandseinsätze ein zentrales Thema im Reisekreditkarten-Vergleich 2026 sind. Ein Kreditkarten-Rechner hilft dabei, die Gesamtkosten verschiedener Modelle transparent zu machen.
Ein Rechenbeispiel mit den Mittelwerten aus dem BaFin-Kontenvergleich steht im Abschnitt Jahreskosten nach Nutzungsprofil. Wie sich die Belastung über verschiedene Bankengruppen verteilt, zeigt der Kontogebühren-Report 2026 im Detail.
Was die amtlichen Daten über Kontogebühren zeigen
Seit September 2024 müssen alle Banken in Deutschland ihre Girokonten an die BaFin melden, die sie seit Januar 2025 im Kontenvergleich veröffentlicht. Am 9. Oktober 2026 standen dort 6.587 Kontomodelle von 1.092 Anbietern, davon 1.667 Basiskonten. Wir haben den Datensatz ausgewertet. Für die 3.789 Modelle, die sich an Erwachsene richten, gilt: Die Hälfte kostet höchstens 6,40 € im Monat, ein Viertel liegt bei knapp 10 € und mehr, rund jedes siebte bei 12 € und mehr.
Ohne Grundgebühr kommen nur 15,3 % dieser Modelle aus, und bei fast allen hängt das an einer Bedingung. Wer die verfehlt, zahlt den regulären Preis. Die girocard ist bei 57 % der Modelle, die sie anbieten, im Preis enthalten; wo sie extra kostet, sind es im Mittel 12 € im Jahr.
Die Spanne „0 bis rund 60 Euro im Jahr“ am Anfang dieses Abschnitts beschreibt also die Direktbanken mit Mindestgeldeingang, nicht den Markt. Bei Filialbanken mit Kontopaket ist der Monatspreis der größte Posten, bei Direktbanken entscheidet die Frage, ob du die Bedingung jeden Monat erfüllst.
Quelle: BaFin-Kontenvergleich (Vergleichswebsite nach § 16 Zahlungskontengesetz), Meldestand 11.10.2026, eigene Auswertung. Die Banken melden ihre Daten selbst, die BaFin prüft sie nicht. Gezählt sind Kontomodelle, nicht Kunden. Bei Konten mit Bedingung ist der Preis bei erfüllter Bedingung gemeldet.
Fachlich geprüft von Chanel Chokdee, Content & Marketing Managerin bei Finalarm. Konditionen zuletzt geprüft am 11.10.2026.
Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.
Kostenlose Kontoführung: Diese Bedingungen stellen die Banken
Ein kostenloses Girokonto ist fast immer an eine Bedingung geknüpft: einen monatlichen Geldeingang, meist zwischen 500 und 1.000 €, oder eine Altersgrenze. Ohne jede Bedingung gebührenfrei sind laut BaFin-Kontenvergleich nur 30 von 4.920 gemeldeten Kontomodellen (ohne Basiskonten). 17 davon gehören zu Direkt- und Neobanken sowie Zahlungsdiensten, 13 zu einzelnen regionalen Banken.
Der Begriff „kostenloses Girokonto“ ist rechtlich nicht geschützt. Jede Bank darf ihn verwenden, solange die Grundgebühr unter irgendeiner Konstellation entfällt. Eine strenge Definition nennt vier Kriterien, die ein Konto erfüllen muss, um wirklich kostenlos zu sein: keine monatliche Grundgebühr, kein Mindestgeldeingang, eine kostenlose Girocard und keine Gebühren für Überweisungen.
Nach diesem Maßstab schrumpft das Angebot erheblich. Die meisten Konten ohne Grundgebühr knüpfen die Gebührenfreiheit an Voraussetzungen. Besondere Bedingungen gelten oft für das Girokonto für Rentner, da dort eine Rente statt eines Gehalts eingeht.
Wirklich kostenlos, und was trotzdem kostet
Der amtliche Datensatz der BaFin enthält alle Kontomodelle aller Anbieter, auch regionaler Banken. Danach sind 30 Modelle ohne Grundgebühr und ohne jede Bedingung. Darunter sind auch ein Kinderkonto, ein Konto mit Einzelpreisen je Buchung und neun Konten, für die keine gesetzliche Einlagensicherung gemeldet ist, meist von E-Geld- und Zahlungsinstituten. Von den 26 Konten, die wir am 11.10.2026 auf den Bankseiten geprüft haben, erfüllen sechs dieses Kriterium: das C24 Smartkonto, N26 Standard, das Openbank BestGiro, das Girokonto von Trade Republic, Revolut Standard und bunq Free.
„Ohne Grundgebühr“ heißt nicht „ohne Kosten“. Bei den bedingungslos kostenlosen Konten bezahlst du oft an anderer Stelle: für die physische Karte, für Abhebungen nach den ersten Freiabhebungen im Monat, für Bargeldeinzahlungen über den Handel oder für Zahlungen in Fremdwährung. Wer Gehalt aufs Konto bekommt und den Mindestgeldeingang sicher erreicht, fährt mit einem Konto mit Bedingung deshalb oft genauso günstig.
Prüfe vor der Eröffnung, was genau als Geldeingang zählt. Manche Banken rechnen jede Gutschrift, andere nur Gehalt, Rente oder Sozialleistungen, wieder andere schließen Überweisungen von eigenen Konten bei derselben Bank aus. Die Definition steht im Preis- und Leistungsverzeichnis. Ein Dauerauftrag vom Zweitkonto ist nur dann ein sicherer Weg, wenn die Bank ihn dort ausdrücklich zulässt.
Der Mindestgeldeingang ist die häufigste Hürde
Bei den Direktbanken in unserem Vergleich liegt die Schwelle zwischen 500 und 1.000 Euro monatlichem Geldeingang, die Postbank verlangt für ihr Giro extra plus 3.000 Euro (Stand 11.10.2026). Für Vollzeitbeschäftigte ist das kein Thema, für Teilzeitkräfte, Studierende ohne BAföG oder Selbstständige mit schwankenden Einnahmen dagegen schon. Die Schwelle jedes Kontos und die Gebühr, die bei Nichterfüllung greift, stehen im Girokonto-Vergleich oben unter „Details“; mit deinem Geldeingang rechnet er die Jahreskosten direkt aus.
Alternativbedingungen statt Gehaltseingang
Einige Banken bieten Ausweichwege an, wenn der Geldeingang nicht reicht. Bei comdirect bleibt das Konto auch dann kostenlos, wenn du monatlich drei Zahlungen mit Apple Pay oder Google Pay auslöst oder einen Wertpapier-Trade beziehungsweise eine Sparplanausführung durchführst. In den ersten sechs Monaten nach Eröffnung ist das Konto ohnehin frei (laut comdirect-FAQ; im Preis- und Leistungsverzeichnis nicht genannt, Stand 11.10.2026). Fast alle Direktbanken befreien zudem junge Kunden pauschal: unter 28, 30 oder 31 Jahren entfällt die Gebühr unabhängig vom Eingang; bei comdirect gilt das unter 28 nur mit Ausbildungsstatus. Für die Nutzung eines solchen Wertpapierdepots fallen eigene Kosten an, die der Vergleich der Depotgebühren darstellt.
Tip: Bei der DKB zählt jede Gutschrift zum Geldeingang, ausgenommen Zinsen, Rücklastschriften, Stornos und Wertpapierumsätze; maßgeblich ist der Buchungstag. Eine Überweisung vom eigenen Zweitkonto wird dort nicht ausgeschlossen. Bei der Postbank zählen dagegen nur Überweisungen, keine Umbuchungen innerhalb des Deutsche-Bank-Konzerns. Prüfe die Regel im Preis- und Leistungsverzeichnis deiner Bank (Stand 11.10.2026).
So viel zahlst du, wenn die Bedingung reißt
Verfehlst du die Bedingung, kostet ein Direktbank-Konto zwischen 3,90 € (norisbank) und 4,90 € (ING, comdirect, 1822direkt) im Monat, Stand 11.10.2026. Aufs Jahr gerechnet ist das weniger als bei vielen Filialbanken, aber mehr als bei einem Konto ohne Bedingung. Teurer als die Grundgebühr wird es meist erst durch girocard, Fremdabhebungen und Dispozinsen.
Der interessante Vergleich ist nicht der Idealfall, in dem alle Konten null Euro kosten. Aussagekräftig wird es, wenn du die Bedingung einmal nicht erfüllst — bei einem Jobwechsel, in der Elternzeit oder nach dem Renteneintritt. Dann greift die reguläre Monatsgebühr, und die Unterschiede werden sichtbar. Die Jahreskosten ergeben sich schlicht aus zwölf Monatsgebühren. Die Verwaltung des Kontos und die Kostenkontrolle erfolgen dabei über Banking-Apps mit unterschiedlichem Funktionsumfang.
Kontoführungsgebühr pro Jahr, wenn die Bedingung nicht erfüllt ist
Zwischen dem günstigsten und dem teuersten bedingten Konto liegen 12 Euro pro Jahr — das ist wenig. Der eigentliche Sprung liegt zwischen den bedingten und den bedingungslosen Konten: 58,80 Euro gegenüber null. Wer regelmäßig unter die Schwelle rutscht, fährt mit einem bedingungslos kostenlosen Konto deutlich besser, auch wenn dessen Leistungsumfang schmaler ausfällt.
Die Girocard verschiebt das Ranking
Ein Detail relativiert das Bild. Das Santander BestGiro Online kostete keine Kontoführung, verlangte für die Girocard aber ein Jahresentgelt. Damit lag es effektiv nicht bei null. Santander heißt in Deutschland jetzt Openbank. Für das BestGiro, das seit dem 2. Juni 2026 beantragt wurde, ist die girocard kostenlos. Ältere Konten können andere Konditionen haben. Stand: 11.10.2026. Bei der Consorsbank sind Visa-Karte und Girocard dagegen kostenlos. Wenn du auf die Girocard verzichten kannst — viele Neobanken bieten sie gar nicht erst an —, spielt der Posten keine Rolle. Zahlst du dagegen regelmäßig beim Bäcker oder Arzt, wo Debitkarten internationaler Systeme seltener akzeptiert werden, solltest du die Karte einrechnen. Der Verzicht auf die Girocard ist typisch für neue Anbieter, die sich auf ein digitales Kerngeschäft fokussieren, wie es auch im Neobroker-Vergleich deutlich wird.
Karten, Bargeld und Ausland: die Nebenkosten im Girokonto-Vergleich
Neben der Grundgebühr entscheiden drei Posten über die Kosten eines Girokontos: die Karten, das Bargeld und Zahlungen außerhalb des Euroraums. Die girocard ist bei gut der Hälfte der Kontomodelle im Preis enthalten, sonst kostet sie im Mittel 12 € im Jahr. Abhebungen außerhalb des eigenen Netzes und Fremdwährung rechnen viele Banken einzeln ab.
girocard, Debitkarte, Kreditkarte
Fast jeder in Deutschland besitzt eine Debitkarte (98 %), 90 % haben eine girocard. Das zeigt die Studie der Bundesbank zum Zahlungsverhalten 2025. Visa- und Mastercard-Debitkarten holen vor allem bei Jüngeren auf. Für dein Konto heißt das: Viele Direkt- und Neobanken geben die Debitkarte kostenlos aus und verlangen für die girocard ein Entgelt, Filialbanken machen es oft umgekehrt. Brauchst du die girocard, etwa beim Arzt oder im Laden um die Ecke, rechne ihr Jahresentgelt in die Kosten ein.
Eine echte Kreditkarte mit Zahlungsziel ist bei Girokonten selten kostenlos. Bei vielen Banken ist sie ein Zusatzprodukt mit eigenem Jahrespreis und eigener Bonitätsprüfung. Wie sich Konto und Kreditkarte zusammen rechnen, zeigt der Vergleich Girokonto mit Kreditkarte.
Bargeld: Netze, Freiabhebungen und Einzahlen
Bargeld bleibt wichtig: 2025 wurden 45 % aller Alltagszahlungen bar bezahlt, das waren 23 % des Umsatzes. Über 80 % des Bargelds holen sich die Menschen am Geldautomaten. Gleichzeitig sagen 29 % der Befragten, es sei in den letzten zwei Jahren aufwendiger geworden, einen Automaten zu erreichen.
Kostenlos abheben kannst du meist an den Automaten der eigenen Bank oder ihres Verbunds, bei Sparkassen und Volksbanken jeweils im eigenen Netz, bei Privatbanken in Verbünden wie der Cash Group oder dem CashPool. Direktbanken erlauben oft kostenlose Abhebungen mit der Debitkarte an fremden Automaten ab einem Mindestbetrag. Neobanken zählen Freiabhebungen pro Monat und berechnen danach jede weitere. Bargeld einzahlen ist bei Filialbanken am Schalter oder Automaten möglich, bei vielen Direkt- und Neobanken nur über Partner im Handel und gegen Entgelt.
Im Ausland zahlen und abheben
Innerhalb der EU dürfen Zahlungen in Euro nicht mehr kosten als die gleiche Zahlung im Inland (Verordnung (EU) 2021/1230). Teuer wird es außerhalb des Euroraums. Dort verlangen viele Banken ein Fremdwährungsentgelt von 1 bis gut 2 % des Betrags, bei Abhebungen oft dazu einen festen Betrag. Einige Direkt- und Neobanken verzichten bei Kartenzahlungen ganz darauf. Seit der Verordnung (EU) 2019/518 müssen Banken die Gesamtkosten der Währungsumrechnung als prozentualen Aufschlag auf den Referenzkurs der EZB ausweisen. Daran kannst du Angebote direkt vergleichen. Lehnt am Automaten im Ausland die Umrechnung durch den Automatenbetreiber ab und lass in Landeswährung belasten: Dann rechnet deine Bank, und ihr Aufschlag steht im Preisverzeichnis.
Mobil bezahlen
Mobile Zahlungen machen inzwischen 10 % aller Transaktionen aus, 36 % der Menschen haben schon mit Smartphone oder Uhr bezahlt. Apple Pay nutzen 41 % der Mobilzahlenden, danach folgen Google Pay und die Apps der Banken. Von den 19 Banken, deren Konten wir am 11.10.2026 geprüft haben, nennen 18 Apple Pay; Trade Republic macht auf der Website keine Angabe. Google Pay nennen PSD Bank Nürnberg, Haspa, Berliner Volksbank und Trade Republic nicht.
Quellen: Deutsche Bundesbank, Zahlungsverhalten in Deutschland 2025 (Stand Juli 2026); BaFin-Kontenvergleich, Meldestand 11.10.2026, eigene Auswertung; Verordnung (EU) 2021/1230 und Verordnung (EU) 2019/518 (EUR-Lex).
Passende Angebote
Jahreskosten nach Nutzungsprofil: So rechnest du dein Girokonto durch
Die Jahreskosten eines Girokontos sind die Summe aus zwölf Monatsgebühren, den Kartenentgelten, den Entgelten für Abhebungen und Auslandseinsatz und den Dispozinsen. Welches Konto am wenigsten kostet, hängt deshalb von deinem Geldeingang, deinem Bargeldbedarf und deinem Dispo ab, nicht von der Bank allein.
Ein Rechenbeispiel mit Durchschnittswerten
Ein Konto zum mittleren Preis aus dem BaFin-Kontenvergleich kostet 6,40 € im Monat, also 76,80 € im Jahr. Kostet die girocard extra, kommen im Mittel 12 € dazu: 88,80 €. Steht dein Konto ein Jahr lang mit 1.000 € im Minus, zahlst du beim Durchschnittszins von 9,46 % weitere 94,60 € Zinsen. Der Dispo ist dann der größte Posten, größer als die Kontoführung.
Umgekehrt kostet ein Direktbank-Konto mit erfülltem Mindestgeldeingang und kostenloser Debitkarte unter Umständen gar nichts. Rutschst du aber in zwei von zwölf Monaten unter die Schwelle, zahlst du für diese Monate den regulären Preis. Plane deshalb mit dem Monat, in dem am wenigsten eingeht, nicht mit dem Durchschnitt.
So rechnest du selbst
Nimm deine letzte Entgeltaufstellung zur Hand, die dir deine Bank jedes Jahr schicken muss. Darin steht, was du tatsächlich gezahlt hast. Für ein neues Konto addierst du zwölf Monatsgebühren (mit oder ohne erfüllte Bedingung), das Jahresentgelt der Karten, die du brauchst, die Entgelte für Abhebungen außerhalb des kostenlosen Netzes und die Dispozinsen. Prämien zählst du getrennt, weil sie einmalig sind.
Entgelte für beleghafte Überweisungen, Kontoauszüge per Post oder Ersatzkarten kommen je nach Bank dazu. Wie viel du an Zinsen für eine bestimmte Überziehung zahlst, rechnet der Dispo-Rechner taggenau.
Filialbank, Direktbank oder Neobank: Wer passt zu dir
Filialbanken verlangen meist eine Grundgebühr und bieten dafür Schalter, Beratung und Bargeldeinzahlung. Direktbanken sind mit Mindestgeldeingang kostenlos und führen Dispo, Depot und Kreditkarte. Neobanken sind oft ohne Bedingung gratis, berechnen aber Abhebungen, Einzahlungen und Zusatzkarten einzeln. Welcher Typ passt, entscheiden dein Geldeingang und dein Bargeldbedarf.
Hinter den Gebührenunterschieden stehen drei grundlegend verschiedene Geschäftsmodelle. Sie unterscheiden sich nicht nur im Preis, sondern in dem, was du im Alltag tatsächlich bekommst.
| Kriterium | Filialbank | Direktbank | Neobank |
|---|---|---|---|
| Kontoführung | im Mittel 5,95 bis 7,00 € / Monat (BaFin) | 0 € ab 500 bis 1.000 € Geldeingang | 0 € ohne Bedingung |
| Girocard | meist gegen Jahresgebühr | häufig kostenlos inklusive | oft gar nicht verfügbar |
| Debitkarte | optional, teils kostenpflichtig | Visa oder Mastercard Debit inklusive | Standard, digital sofort nutzbar |
| Bargeld abheben | eigenes Automatennetz und Schalter | Cashgroup oder Cashpool | begrenzte Freiabhebungen, danach Gebühr |
| Bargeld einzahlen | am Schalter und Automaten | an Partnerautomaten | nur über Einzelhandelslösungen, meist mit Entgelt |
| Apple Pay und Google Pay | überwiegend, teils verzögert eingeführt | durchgängig | durchgängig, oft mit Zusatzfunktionen |
| Dispokredit | ja, Zinsen tendenziell höher | ja | teils nicht angeboten |
| Beratung | persönlich vor Ort | Telefon, Chat, App | ausschließlich App und Chat |
Wofür die Filialbank noch taugt
Der Schalter bleibt relevant, wenn du regelmäßig Bargeld einzahlst. Handwerksbetriebe, Vereinskassen oder Menschen, die ihr Haushaltsgeld bar verwalten, stoßen bei Neobanken schnell an Grenzen — dort läuft die Einzahlung über Partner im Einzelhandel und kostet je nach Anbieter ein Entgelt, etwa 1,5 Prozent des Betrags bei N26 und Tomorrow oder 2,5 Prozent oberhalb von 100 Euro im Monat bei bunq (Stand 11.10.2026). Auch bei komplexeren Anliegen wie einer Kontovollmacht, einer Nachlassabwicklung oder einem Immobilienkredit ist die persönliche Beratung ein echter Vorteil.
Wo Direktbanken den Mittelweg besetzen
Direktbanken bieten den vollen Funktionsumfang einer klassischen Bank — Dispo, Wertpapierdepot, Gemeinschaftskonto, Kreditkarte — ohne Filialkosten. Für die meisten Angestellten mit regelmäßigem Gehaltseingang ist das die wirtschaftlich vernünftigste Wahl. Wenn du Konto und Karte in einem Paket suchst, lohnt der Blick auf die Kombination von Girokonto mit Kreditkarte, weil dort Karten- und Kontogebühren zusammen bewertet werden. Viele Direktbanken ermöglichen neben dem Depot auch eine digitale Vermögensverwaltung, wie der Robo-Advisor-Vergleich zeigt. Für Zahlungen in Fremdwährungen führen einige Institute auch ein spezielles Devisenkonto.
Good to know: Die Einlagensicherung greift bei allen drei Banktypen gleichermaßen, solange die Bank einer gesetzlichen Sicherung im Europäischen Wirtschaftsraum angehört. Geschützt sind 100.000 Euro pro Kunde und Institut. Bei Neobanken mit ausländischer Banklizenz greift die Sicherung des jeweiligen Sitzlandes — der Schutzbetrag bleibt identisch, die abwickelnde Stelle ist eine andere. Die gesetzliche Einlagensicherung schützt ebenso das Guthaben auf Verrechnungskonten von Brokern, wie ein Broker-Vergleich zeigt. Mehr dazu unten.
Einlagensicherung beim Girokonto: Was bei einer Bankpleite gilt
Guthaben auf dem Girokonto ist bis 100.000 € je Kunde und Bank gesetzlich geschützt, in jedem Land der EU. Zuständig ist das Sicherungssystem des Landes, in dem die Bank ihren Sitz hat. Bei deutschen Banken zahlt die Entschädigungseinrichtung spätestens sieben Arbeitstage nach dem Entschädigungsfall, bei Neobanken mit Sitz im Ausland das System dort.
Wer sichert welche Bank
Im BaFin-Kontenvergleich sind 4.860 der 4.920 Kontomodelle (ohne Basiskonten) über ein deutsches Sicherungssystem geschützt. Die übrigen gehören zu Banken mit Sitz in anderen EU-Staaten, etwa Litauen (Revolut) oder den Niederlanden (bunq). Für dich ändert das am Betrag nichts, wohl aber am Ablauf: Im Ernstfall zahlt das ausländische System, und die Kommunikation läuft über die deutsche Zweigniederlassung oder direkt mit dem Sicherungssystem. Welches System zuständig ist, steht im Informationsbogen für den Einleger, den jede Bank vor Vertragsschluss aushändigen muss.
Sparkassen und Volksbanken schützen ihre Kundinnen und Kunden zusätzlich über die Institutssicherung ihrer Gruppe, viele private Banken über einen freiwilligen Einlagensicherungsfonds. Die gesetzliche Grenze von 100.000 € gilt unabhängig davon.
Hohe Beträge auf dem Girokonto
Geht vorübergehend viel Geld ein, etwa aus einem Hausverkauf, einer Abfindung oder einem Erbe, sind bis zu 500.000 € für sechs Monate nach der Gutschrift geschützt (§ 8 Abs. 2 Einlagensicherungsgesetz). Danach gilt wieder die Grenze von 100.000 € je Bank. Bei einem Gemeinschaftskonto steht jedem Kontoinhaber der eigene Schutz zu. Wer dauerhaft mehr hält, verteilt das Geld auf mehrere Banken.
Quellen: Einlagensicherungsgesetz (EinSiG) §§ 8, 14 (gesetze-im-internet.de); BaFin-Kontenvergleich, Meldestand 11.10.2026, eigene Auswertung.
Der Dispo als größter Kostenfaktor
Der Dispo kostete private Haushalte in Deutschland im August 2026 im Schnitt 9,46 % Zinsen im Jahr (Bundesbank). In den Preislisten der Banken liegt der mittlere Satz höher, bei 11,76 %, und 42 % der Kontomodelle verlangen 12 % oder mehr. Wer regelmäßig überzieht, vergleicht deshalb zuerst den Dispozins und erst dann die Kontoführung.
Wer den Dispokredit nutzt, zahlt dafür oft mehr als für zehn Jahre Kontoführung. Im August 2026 zahlten private Haushalte laut Bundesbank im Schnitt 9,46 Prozent Zinsen für die Kontoüberziehung. Die Spanne in den Preislisten reicht laut BaFin-Kontenvergleich von 2,64 bis 16,09 Prozent pro Jahr — ein Unterschied, der bei identischer Überziehung den Zinsbetrag mehr als verdoppelt.
Die Spitzenwerte finden sich bei regionalen Instituten. Im BaFin-Kontenvergleich verlangen 134 Kontomodelle 14 % oder mehr (Meldestand 11.10.2026).
Was der Dispo laut Bundesbank wirklich kostet
Amtlich misst die Bundesbank, was Haushalte für Überziehungskredite tatsächlich zahlen: im März 2026 waren es im Schnitt 9,32 %, im August 9,46 %. Die Preislisten liegen höher. Im BaFin-Kontenvergleich verlangt die Hälfte der Kontomodelle mindestens 11,76 % für den eingeräumten Dispo, für eine Überziehung über den Rahmen hinaus (geduldete Überziehung) im Mittel 13,00 %.
Der Unterschied hat einen einfachen Grund. Die Bundesbank gewichtet nach Volumen, also danach, wie viel Geld zu welchem Zins tatsächlich im Minus steht. Große Banken mit vielen Kunden und niedrigeren Sätzen zählen dort stärker. Der BaFin-Datensatz zählt jedes Kontomodell einmal, auch das einer kleinen Bank mit hohem Satz.
Der Dispo hängt an der EZB, mit Aufschlag. Von Dezember 2021 bis Mai 2024 hob die EZB ihren Einlagesatz um 4,50 Prozentpunkte an, der durchschnittliche Dispo stieg im selben Zeitraum um 4,30 Punkte auf 11,23 %. Seitdem hat die EZB um 1,75 Punkte gesenkt, der Dispo fiel um 1,77 Punkte. Der Abstand zwischen beiden lag in diesen fünf Jahren immer zwischen 6,5 und 7,8 Prozentpunkten. Nach der Zinserhöhung der EZB vom 16. September 2026 auf 2,50 % dürfte der Dispo eher steigen als fallen. Den Septemberwert veröffentlicht die Bundesbank Anfang November.
Seit 2016 müssen Banken dich beraten, wenn du dein Konto dauerhaft und erheblich überziehst (§ 504a BGB). Spätestens dann lohnt der Vergleich mit einem Ratenkredit, dessen Zins meist unter dem Dispo liegt.
Quellen: EZB/Deutsche Bundesbank, MFI-Zinsstatistik, Überziehungskredite an private Haushalte, Deutschland (MIR.M.DE.B.A2Z1.A.R.A.2250.EUR.N), August 2026 vorläufig; EZB-Leitzinsen; BaFin-Kontenvergleich, Meldestand 11.10.2026, eigene Auswertung.
Was der Dispo konkret kostet
Ein Rechenbeispiel macht die Größenordnung greifbar. Wer 2.000 Euro drei Monate lang durchgehend im Dispo stehen lässt, zahlt beim Bundesbank-Durchschnitt von 9,46 Prozent (August 2026) 47,30 Euro Zinsen. Das entspricht ungefähr der Jahresgebühr eines bedingten Girokontos — für drei Monate Überziehung. Bleiben 1.000 Euro ein volles Jahr im Minus, sind es 94,60 Euro. Wie sich unterschiedliche Zinssätze und Überziehungsbeträge auf die Gesamtkosten auswirken, lässt sich mit einem Dispo-Rechner für 2026 individuell ermitteln.
Daraus folgt eine klare Reihenfolge bei der Kontoauswahl: Wenn du den Dispo regelmäßig nutzt, ist der Zinssatz wichtiger als die Kontoführungsgebühr. Ein Konto mit 4,90 Euro Monatsgebühr und 7 Prozent Dispozins ist günstiger als ein gebührenfreies Konto mit 15 Prozent, sobald du im Schnitt mehr als etwa 735 Euro überziehst. Nutzt du den Dispo dagegen nie, ist der Zinssatz irrelevant.
Neobanken und der fehlende Dispo
Ein Teil der App-Banken bietet gar keinen klassischen Dispositionskredit an. Das ist kein Nachteil, sondern eine bewusste Produktentscheidung — es verhindert schleichende Verschuldung. Wer eine Überziehungsmöglichkeit als Puffer braucht, sollte das vor der Eröffnung prüfen, weil die Umstellung später einen erneuten Kontowechsel bedeutet. Wie sich Guthabenverzinsung und Kontogebühr zusammen rechnen, zeigt die Übersicht der Girokonten zum Sparen. Für die reine Geldanlage eignen sich jedoch klassische Sparkonten oft besser als ein verzinstes Girokonto. Welche Zinsen dabei möglich sind, zeigt ein aktueller Tagesgeld-Vergleich.
Wechselprämien 2026 und der Kontowechsel in 12 Tagen
Mit der gesetzlichen Kontenwechselhilfe ist dein Girokonto in höchstens zwölf Geschäftstagen umgezogen: zwei Tage für die Anfrage der neuen Bank, fünf für die alte, fünf für die Einrichtung. Prämien gibt es zusätzlich, am 11.10.2026 bis zu 200 €, immer mit Bedingungen wie Geldeingang, Kartenzahlungen oder einem Stichtag.
Banken werben aktiv um Neukunden, und zwar mit Bargeld. Die Prämien lagen am 11.10.2026 bei bis zu 200 Euro. Sie sind ausnahmslos an Bedingungen geknüpft — üblich sind ein Mindestgeldeingang über mehrere Monate, eine bestimmte Zahl an Kartentransaktionen oder die Nutzung des Kontowechselservice.
Welche Prämien noch laufen
Mehrere Direktbanken werben derzeit gar nicht mehr mit einer Girokonto-Prämie, andere haben Stichtage gesetzt oder die Prämie an ein zweites Produkt gekoppelt. So sieht es am 9. Oktober 2026 auf den Websites der Banken aus:
| Bank | Prämie | Kernbedingung | gültig bis |
|---|---|---|---|
| 1822direkt* | 200 € | Konto mit monatlichem Geldeingang eröffnen, girocard einsetzen; Details nennt die Bank nicht | – |
| Berliner Volksbank | 200 € | Online-Eröffnung des Modells „Girokonto“, kein Konto in den letzten 24 Monaten | 31.10.2026 |
| comdirect | bis 150 € | Cashback 5 % auf Einkäufe mit der Visa-Debitkarte, höchstens 50 € im Monat, 3 Monate | Eröffnung bis 18.10.2026 |
| norisbank | 120 € | Top-Girokonto zusammen mit Top-Zinskonto online abschließen | – |
| Commerzbank* | 100 € | Startguthaben: kein Commerzbank-Girokonto in den letzten 24 Monaten, Online-Eröffnung, aktive Nutzung über 3 Monate | – |
| Haspa | 75 € | Kunden werben Kunden (HaspaJoker), für beide Seiten | 30.11.2026 |
| ING, DKB, Postbank, Consorsbank, C24 | keine | auf den Girokonto-Seiten keine Eröffnungsprämie genannt | – |
Quelle: Websites der Banken, geprüft am 11.10.2026. * Partnerlink im Vergleich: Bei Abschluss erhalten wir eine Provision.
Rechne eine Prämie immer gegen die Jahreskosten. 100 € einmalig gleichen eine Kontoführung von 4,90 € im Monat nicht einmal zwei Jahre lang aus (58,80 € im Jahr). Prämien, die an Kartenumsatz oder Cashback hängen, zahlen sich nur aus, wenn du die Karte ohnehin so oft nutzt. Und prüfe, ob du als Neukunde giltst: Viele Banken schließen aus, wer in den letzten Monaten schon ein Konto bei ihnen hatte.
Prämien können sich kurzfristig ändern. Eine Prämie sollte nie das alleinige Kriterium sein: 200 Euro einmalig gleichen eine dauerhafte Jahresgebühr von 58,80 Euro nur gut drei Jahre lang aus. Welche Angebote gerade laufen, hält die Übersicht zu den Girokonto-Wechselprämien 2026 fest.
Der Kontowechselservice ist dein gesetzliches Recht
Seit dem 18. September 2016 sind alle deutschen Banken durch das Zahlungskontengesetz verpflichtet, dich beim Kontowechsel zu unterstützen. Kostenlos sein müssen der Zugang zu deinen Daueraufträgen und Lastschriften, die Übermittlung der Listen und die Schließung des alten Kontos (§ 26 Abs. 3 ZKG). Für weitere Leistungen darf eine Bank nur ein vereinbartes, angemessenes und an ihren Kosten ausgerichtetes Entgelt verlangen. Die meisten Banken in unserem Vergleich bieten einen kostenlosen digitalen Wechselservice an (Stand 11.10.2026).
Der Ablauf ist mit klaren Fristen geregelt, die sich auf maximal zwölf Geschäftstage summieren:
- 2 Geschäftstage: Die neue Bank fordert nach Erhalt deiner Ermächtigung die Daten bei der alten Bank an (§ 22 ZKG).
- 5 Geschäftstage: Die alte Bank übermittelt die Liste der Daueraufträge, die Lastschriftmandate und alle eingehenden Überweisungen der letzten 13 Monate (§ 23 ZKG).
- 5 Geschäftstage: Die neue Bank richtet die Daueraufträge ein, akzeptiert die Lastschriften und informiert die Zahlungsempfänger und Zahler (§ 24 ZKG).
In der Praxis geht es oft schneller als die gesetzliche Höchstfrist. Wichtig: Der Anspruch gilt ausschließlich für Verbraucher-Girokonten. Geschäftskonten, Sparbücher und Wertpapierdepots musst du selbst umziehen. Für Wertpapiere ist stattdessen ein Depotwechsel ohne Verkauf der Anteile erforderlich.
Was du beim Wechsel selbst prüfen solltest
Lass das alte Konto zwei bis drei Monate parallel laufen, bevor du es schließt. So fallen Lastschriften auf, die nicht in den 13-Monats-Zeitraum fielen — etwa jährliche Versicherungsbeiträge oder Mitgliedsbeiträge. Prüfe außerdem, ob ein bestehender Dispo beim neuen Konto in gleicher Höhe eingeräumt wird, und ob Freistellungsaufträge oder ein Pfändungsschutz übertragen werden müssen.
Deine Rechte als Kontoinhaber: Entgeltinformation, Kontowechsel, Basiskonto
Das Zahlungskontengesetz gibt dir vier Werkzeuge: eine Entgeltinformation vor der Kontoeröffnung, jedes Jahr eine Aufstellung aller gezahlten Entgelte, eine gesetzlich geregelte Kontenwechselhilfe und den Anspruch auf ein Basiskonto. Dazu kommt: Neue oder höhere Gebühren gelten nur, wenn du ihnen ausdrücklich zustimmst. Schweigen reicht nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs nicht.
Entgeltinformation und Entgeltaufstellung
Vor Vertragsschluss muss dir die Bank eine Entgeltinformation geben, ein standardisiertes Blatt mit den Preisen der wichtigsten Dienste (§ 5 ZKG). Einmal im Jahr und bei Kündigung bekommst du eine Entgeltaufstellung mit allem, was du tatsächlich gezahlt hast, inklusive Dispozinsen (§ 10 ZKG). Die Aufstellung ist der schnellste Weg, dein bisheriges Konto mit einem neuen zu vergleichen.
Kontenwechselhilfe: Fristen und was kostenlos sein muss
Beim Kontowechsel fordert die neue Bank innerhalb von zwei Geschäftstagen nach deiner Ermächtigung die Daten bei der alten Bank an (§ 22 ZKG). Die alte Bank schickt binnen fünf Geschäftstagen die Daueraufträge, Lastschriftmandate und die Zahlungseingänge der letzten 13 Monate (§ 23 ZKG). Die neue Bank richtet dann innerhalb von fünf Geschäftstagen alles ein und informiert Zahler und Zahlungsempfänger (§ 24 ZKG).
Ganz kostenlos ist der Wechsel gesetzlich nicht. Ohne Entgelt bleiben müssen der Zugang zu deinen Daueraufträgen und Lastschriften, die Übermittlung der Listen und die Schließung des alten Kontos (§ 26 Abs. 3 ZKG). Für andere Leistungen darf eine Bank nur dann etwas verlangen, wenn es vereinbart, angemessen und an ihren tatsächlichen Kosten ausgerichtet ist. Die Pflicht gilt für Konten bei Banken in Deutschland in derselben Währung; bei einer Bank im Ausland ziehst du selbst um.
Basiskonto für alle
Jeder Verbraucher mit rechtmäßigem Aufenthalt in der EU hat Anspruch auf ein Basiskonto, auch ohne festen Wohnsitz und unabhängig von der Schufa (§ 31 ZKG). Die Bank muss den Vertrag innerhalb von zehn Geschäftstagen anbieten. Das Entgelt muss angemessen sein (§ 41 ZKG). Im BaFin-Kontenvergleich kosten Basiskonten im Mittel 5,95 € im Monat, also kaum weniger als normale Konten, und nur 6,8 % sind kostenlos. Ein Entgelt, das die Zusatzkosten nur auf Basiskonto-Kunden abwälzt, ist unwirksam (Bundesgerichtshof, Urteil vom 30.06.2020, XI ZR 119/19). Mehr dazu im Beitrag zum Basiskonto.
Gebührenerhöhung nur mit deiner Zustimmung
Lange galt Schweigen als Zustimmung: Widersprach man einer neuen Gebühr nicht binnen zwei Monaten, galt sie. Der Bundesgerichtshof hat diese Klausel am 27.04.2021 für unwirksam erklärt (XI ZR 26/20). Seitdem müssen Banken für neue oder höhere Entgelte deine ausdrückliche Zustimmung einholen. Lehnst du ab, darf die Bank kündigen, mit einer Frist von mindestens zwei Monaten. Das ist der Moment, das Konto mit dem Vergleich oben gegenzurechnen.
Quellen: Zahlungskontengesetz §§ 5, 10, 16, 20–26, 31, 41 (gesetze-im-internet.de); Bundesgerichtshof, Urteile vom 30.06.2020 (XI ZR 119/19) und 27.04.2021 (XI ZR 26/20) (bundesgerichtshof.de); BaFin-Kontenvergleich, Meldestand 11.10.2026.
Welches Girokonto zu welchem Nutzerprofil passt
Welches Girokonto passt, entscheidet dein Geldeingang mehr als die Bank. Mit regelmäßigem Gehalt über 1.000 € ist fast jedes Direktbank-Konto kostenlos. Bei schwankendem oder niedrigem Eingang zählt ein Konto ohne Bedingung. Wer viel Bargeld nutzt oder einzahlt, fährt mit einer Filiale oder einem großen Automatennetz besser, auch wenn das etwas kostet.
Eine allgemeingültige Rangliste hilft wenig, weil sich die Kosten je nach Nutzung völlig unterschiedlich verteilen. Sinnvoller ist die Zuordnung nach Lebenssituation.
Angestellte mit festem Gehaltseingang
Wer monatlich mehr als 1.000 Euro netto erhält, erfüllt jede gängige Bedingung mühelos. Für dieses Profil ist ein Direktbank-Konto die naheliegende Wahl: kostenlose Kontoführung, Girocard und Debitkarte inklusive, voller Funktionsumfang. Entscheidungskriterium sind dann die Nebenkosten — Girocard-Gebühr, Fremdabhebungen und Dispozins.
Teilzeit, Elternzeit oder schwankendes Einkommen
Sobald der monatliche Eingang unter 700 Euro fallen kann, wird ein bedingtes Konto zur Kostenfalle. Hier lohnt ein bedingungslos kostenloses Konto, auch wenn du dafür auf die Girocard oder auf unbegrenzte Freiabhebungen verzichtest. Alternativ funktioniert der Dauerauftrag-Trick bei Banken, die Eigenüberweisungen als Geldeingang anerkennen.
Studierende und unter 28-Jährige
Für diese Gruppe ist die Gebührenfrage meist entschärft, weil fast alle Direktbanken junge Kunden pauschal befreien — je nach Institut bis 28, 30 oder 31 Jahre. Wichtig ist der Blick auf das Datum, an dem die Befreiung endet: Danach greift automatisch die reguläre Gebühr, wenn kein ausreichender Geldeingang vorliegt. Für Minderjährige gibt es spezielle Angebote, deren Leistungen und Grenzen der Jugendkonto Vergleich 2026 aufzeigt. Für Studierende gelten dabei oft besondere Konditionen, wie der Studentenkonto-Vergleich 2026 zeigt.
Rentnerinnen und Rentner
Die Rentenzahlung zählt bei allen Banken als Geldeingang. Liegt sie über der jeweiligen Schwelle, gelten dieselben Konditionen wie für Berufstätige. Relevanter ist hier oft die Bargeldversorgung: Wer regelmäßig am Schalter abhebt oder einzahlt, fährt mit einer Filialbank trotz Gebühr bequemer.
Bargeldnutzer und Zweitkonten
Wer viel bar zahlt, sollte auf die Zahl der kostenlosen Abhebungen achten. Die Spannen sind groß: Manche Konten ohne Bedingung erlauben zwei bis vier kostenlose Abhebungen pro Monat und berechnen danach 2,00 Euro je Vorgang (N26 Standard, C24 Smartkonto), andere geben Beträge ab 50 Euro (ING, DKB) oder ab 100 Euro (Trade Republic) gebührenfrei aus (Stand 11.10.2026). Für ein Zweitkonto zum Sortieren von Miete, Versicherungen und Fixkosten ist ein bedingungslos kostenloses Konto die einzig sinnvolle Wahl, weil dort naturgemäß kein Gehalt eingeht.
Zweitkonto und mehrere Konten
Mehrere Girokonten sind längst normal. 2025 nutzten 61 % der Menschen in Deutschland ein Girokonto, 29 % zwei und 9 % drei oder mehr, so die Bundesbank-Studie zum Zahlungsverhalten. Der Anteil mit mehr als einem Konto ist gegenüber 2023 deutlich gestiegen. Typisch ist ein Gehaltskonto bei einer Direktbank oder Filialbank und ein zweites Konto ohne Bedingung für Fixkosten, Reisen oder gemeinsame Ausgaben.
Für das Zweitkonto gilt eine einfache Regel: Es muss ohne Geldeingang kostenlos sein, sonst kostet es jeden Monat Gebühr. Solche Konten stehen im Abschnitt zur kostenlosen Kontoführung. Ein zweites Konto ist kein Kredit. Ob die Eröffnung bei einer Auskunftei gespeichert ist und was dort über dich steht, zeigt dir die kostenlose Datenkopie nach Art. 15 DSGVO.
Quelle: Deutsche Bundesbank, Zahlungsverhalten in Deutschland 2025 (Stand Juli 2026).
So vergleichen wir: Methodik des Girokonto-Vergleichs
Unser Girokonto-Vergleich stellt die Posten nebeneinander, die ein Konto im Jahr kostet: Grundgebühr und Bedingung, Karten, Bargeld, Ausland und Dispo. Die Konditionen von 26 Konten bei 19 Banken haben wir am 11.10.2026 auf den Websites der Banken geprüft. Provisionen ändern an den Angaben nichts, Banken ohne Partnervertrag stehen gleichberechtigt daneben.
Wie wir die Kosten rechnen
Maßgeblich sind die Jahreskosten in Euro: zwölf Monatsgebühren mit oder ohne erfüllte Bedingung, die Jahresentgelte für girocard und Kreditkarte, die Entgelte für Abhebungen außerhalb des kostenlosen Netzes, das Fremdwährungsentgelt und die Dispozinsen. Wie du das für dein Konto rechnest, zeigt der Abschnitt Jahreskosten nach Nutzungsprofil. Prämien rechnen wir nicht ein.
Was nicht in die Kosten eingeht: Prämien, Provisionen, Kundenbewertungen, Testurteile und die Frage, ob eine Bank Partner von Finalarm ist. Prämien stehen in einer eigenen Tabelle, weil sie einmalig sind und an Bedingungen hängen.
Wer aufgenommen wird
In die Liste kommen Girokonten für Privatpersonen mit Wohnsitz in Deutschland, die bundesweit online oder in der Filiale eröffnet werden können. Die Bank braucht eine Erlaubnis in der EU und gehört einem gesetzlichen Einlagensicherungssystem an. Ihre Preise müssen öffentlich auf der eigenen Website stehen, im Preis- und Leistungsverzeichnis oder in der Entgeltinformation, die jede Bank nach § 5 Zahlungskontengesetz bereitstellen muss. Sparkassen und Volksbanken haben je Institut eigene Preise; wir zeigen sie als Beispiele, nicht vollständig.
Geprüft haben wir 21 Banken; 19 davon mit 26 Konten erfüllen die Kriterien, zwei österreichische Angebote nicht. Den vollständigen amtlichen Überblick über alle Kontomodelle in Deutschland bietet der Kontenvergleich der BaFin. Dort melden die Banken ihre Daten selbst, die BaFin prüft sie nicht.
Woher die Zahlen kommen
Konditionen lesen wir auf den Websites der Banken ab und speichern zu jedem Wert die Quelle und das Prüfdatum. Marktdaten übernehmen wir von der BaFin (Kontenvergleich), der Bundesbank und der EZB (Zinsstatistik, Studie zum Zahlungsverhalten). Zuletzt geprüft haben wir alle Konditionen am 11.10.2026. Prämien stehen mit ihrem Enddatum in der Tabelle.
Fehler und Korrekturen
Findest du einen Wert, der nicht mehr stimmt, schreib uns über die im Impressum genannte Adresse. Wir prüfen die Meldung gegen die Bankwebsite, korrigieren den Wert und vermerken die Änderung mit Datum auf dieser Seite.
Fachlich geprüft von Chanel Chokdee, Content & Marketing Managerin bei Finalarm, nach Studium und Stationen im Wirtschaftsjournalismus. Zuletzt geprüft am 11.10.2026.
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Häufig gestellte Fragen
Welches Girokonto ist wirklich kostenlos ohne Bedingungen?
Laut BaFin-Kontenvergleich sind 30 von 4.920 Kontomodellen ohne Grundgebühr und ohne jede Bedingung (Meldestand 11.10.2026), darunter Modelle von C24, N26, Trade Republic, BBVA und Openbank (ehemals Santander). Sie verlangen keinen Mindestgeldeingang, bieten dafür aber oft keine Girocard. Einige dieser Anbieter sind auch im Online-Broker-Vergleich vertreten, da sie ebenfalls Wertpapierdepots führen. In unserer Prüfung vom 11.10.2026 erfüllen sechs Konten das Kriterium: C24 Smartkonto, N26 Standard, Openbank BestGiro, Trade Republic, Revolut Standard und bunq Free.
Angebote im Überblick
Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.
Wie hoch ist der Mindestgeldeingang beim Girokonto üblicherweise?
Bei den Direktbanken in unserem Vergleich liegt die Schwelle zwischen 500 und 1.000 Euro monatlich: Die Norisbank verlangt 500 Euro, DKB, Consorsbank, comdirect und 1822direkt jeweils 700 Euro, die ING 1.000 Euro pro Monat; die Postbank verlangt für ihr Giro extra plus 3.000 €. Stand: 11.10.2026.
Was kostet ein Girokonto im Durchschnitt pro Jahr?
Laut BaFin-Kontenvergleich kostet die Kontoführung bei Erwachsenen-Kontomodellen im Mittel 6,40 € im Monat, also 76,80 € im Jahr, ohne Karten und Dispo.
Wie lange dauert der Kontowechsel und was kostet er?
Der gesetzliche Kontowechselservice dauert höchstens zwölf Geschäftstage. Kostenlos sein müssen dabei der Zugang zu Daueraufträgen und Lastschriften, die Übermittlung der Listen und die Schließung des alten Kontos (§ 26 Abs. 3 ZKG); für weitere Leistungen darf eine Bank nur ein vereinbartes, angemessenes Entgelt verlangen. Ebenfalls gesetzlich geregelt ist der Anspruch auf ein Girokonto für jeden Bürger.
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Zählt eine Eigenüberweisung als Geldeingang?
Das hängt von der Bank ab. Bei der DKB zählt jeder Geldeingang, auch die Überweisung von einem eigenen Zweitkonto. Andere Institute verlangen ausdrücklich einen Gehalts-, Renten- oder BAföG-Eingang. Bei der DKB zählen Zinsen, Rücklastschriften, Stornos und Wertpapierumsätze nicht mit; bei der Postbank zählen Umbuchungen innerhalb des Deutsche-Bank-Konzerns nicht. Die PSD Bank Nürnberg verlangt für ihr GiroDirekt einen regelmäßigen Gehalts- oder Renteneingang.
Wie teuer ist der Dispo wirklich?
Private Haushalte zahlten im August 2026 im Schnitt 9,46 Prozent (Bundesbank). In den Preislisten reicht der Dispozins von 2,64 bis 16,09 Prozent, im Mittel 11,76 Prozent (BaFin-Kontenvergleich). 2.000 Euro über drei Monate im Dispo kosten beim Bundesbank-Durchschnitt etwa 47,30 Euro Zinsen.
Welche Bank hat keine Kontoführungsgebühren?
Ohne Kontoführungsgebühr und ohne jede Bedingung sind laut BaFin-Kontenvergleich nur 30 von 4.920 Kontomodellen, darunter das C24 Smartkonto, N26 Standard, das Openbank BestGiro, das Girokonto von Trade Republic, Revolut Standard und bunq Free (Meldestand 11.10.2026). Viele weitere Banken verlangen nichts, solange monatlich ein bestimmter Betrag eingeht. Von den 26 Konten, die wir am 11.10.2026 geprüft haben, sind sechs ohne Bedingung kostenlos.
Welche Bank ist die beste für ein Girokonto?
Eine Bank, die für alle die beste ist, gibt es nicht. Entscheidend sind dein Geldeingang, ob du eine girocard brauchst, wie oft du Bargeld abhebst und ob du den Dispo nutzt. Mit festem Gehalt über 1.000 € ist fast jedes Direktbank-Konto kostenlos, bei wenig Geldeingang zählt ein Konto ohne Bedingung. Rechne Grundgebühr, girocard, Abhebungen und Dispo für ein Jahr zusammen, wie im Abschnitt zu den Jahreskosten beschrieben.
Gibt es bei Sparkasse oder Volksbank ein kostenloses Girokonto?
Ja, aber selten und meist mit Bedingung. Im BaFin-Kontenvergleich haben 128 von 327 Sparkassen und 235 von 595 Genossenschaftsbanken mindestens ein Kontomodell für Erwachsene ohne Grundgebühr. Über alle Modelle liegt die mittlere Kontoführung bei Sparkassen bei 7,00 €, bei Volks-, Raiffeisen-, Sparda- und PSD-Banken bei 5,95 € im Monat. Jedes Institut setzt eigene Preise, frag deine Entgeltinformation an.
Sind zwei Girokonten schlecht für die Schufa?
Ein zweites Girokonto ist kein Kredit. 38 % der Menschen in Deutschland nutzen zwei oder mehr Girokonten, so die Bundesbank-Studie zum Zahlungsverhalten 2025. Ein Dispo ist dagegen ein Kreditrahmen, den eine Bank vor der Einräumung prüft. Was eine Auskunftei über dich speichert, zeigt dir die kostenlose Datenkopie nach Art. 15 DSGVO.
Darf meine Bank die Kontoführungsgebühr einfach erhöhen?
Nein. Der Bundesgerichtshof hat am 27.04.2021 entschieden, dass Schweigen keine Zustimmung zu neuen oder höheren Entgelten ist (XI ZR 26/20). Die Bank braucht deine ausdrückliche Zustimmung. Lehnst du ab, kann sie das Konto mit mindestens zwei Monaten Frist kündigen. Nutze die Zeit für einen Vergleich und die gesetzliche Kontenwechselhilfe.
Was kostet ein Basiskonto?
Ein Basiskonto kostet im Mittel 5,95 € im Monat, nur 6,8 % der 1.667 Basiskonten im BaFin-Kontenvergleich sind kostenlos (Meldestand 11.10.2026). Das Entgelt muss angemessen sein (§ 41 Zahlungskontengesetz). Eine Bank darf die Mehrkosten nicht allein auf Basiskonto-Kunden abwälzen, entschied der Bundesgerichtshof 2020 (XI ZR 119/19). Den Anspruch auf ein Basiskonto hat jeder mit rechtmäßigem Aufenthalt in der EU.
Wie sicher ist mein Geld auf dem Girokonto einer Neobank?
Bei Neobanken mit Banklizenz in der EU ist Guthaben bis 100.000 € je Kunde gesetzlich geschützt, wie bei jeder deutschen Bank. Zuständig ist das Sicherungssystem im Sitzland, bei Revolut Litauen, bei bunq die Niederlande. Anbieter, die nur E-Geld-Institut sind, fallen nicht unter die Einlagensicherung. Welches System gilt, steht im Informationsbogen für den Einleger.
Was kostet Bargeld abheben im Ausland?
Im Euroraum darf eine Abhebung in Euro nicht mehr kosten als die gleiche Abhebung in Deutschland bei deiner Bank. Außerhalb des Euroraums verlangen viele Banken ein Fremdwährungsentgelt, oft 1 bis gut 2 % des Betrags, einige Direkt- und Neobanken nichts, dazu manchmal einen festen Betrag je Abhebung. Lehne am Automaten die Umrechnung durch den Betreiber ab. Die Entgelte stehen im Preis- und Leistungsverzeichnis deiner Bank.
Wie viele Girokonten vergleicht ihr?
Geprüft haben wir am 11.10.2026 26 Konten bei 19 Banken; die Vergleichstabelle auf dieser Seite zeigt acht davon. Aufgenommen werden Girokonten für Privatpersonen mit Wohnsitz in Deutschland, die bundesweit eröffnet werden können und deren Preise öffentlich auf der Bankwebsite stehen. Das ist kein vollständiger Marktüberblick, den bietet der Kontenvergleich der BaFin mit 6.587 Modellen. Stand der Konditionen: 11.10.2026.




















