Commerzbank Girokonto 2026: Kosten, Startprämie und Kontomodelle

08.10.29 Aufrufe0 Mal als hilfreich markiertZuletzt geprüft: 08.10.2026

Das Wichtigste in Kürze

Das Commerzbank GiroKonto kostet 2026 regulär 4,90 € im Monat. Die ersten drei Monate sind gebührenfrei, und ab 50.000 € Vermögen bei der Bank entfällt die Gebühr ganz. Dazu gibt es 100 € Startguthaben und 100 € für jede erfolgreiche Empfehlung. Hier erfährst du, was das Konto im Alltag wirklich kostet, welche Bedingungen für die Prämie gelten und wann sich KlassikKonto, Gemeinschaftskonto oder StartKonto besser rechnen. Außerdem geht es um Kontowechsel, Einlagensicherung und den Vergleich mit der Konzerntochter comdirect.

Paar sitzt zu Hause auf dem Sofa und erledigt gemeinsam Bankgeschäfte am Smartphone und Tablet

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Das Wichtigste in Kürze

  • Kosten auf einen Blick: Erfahre, warum das GiroKonto 4,90 € kostet und im ersten Jahr nur 44,10 € fällig werden.
  • Kontomodelle im Vergleich: Vergleiche GiroKonto, KlassikKonto, Gemeinschaftskonto und StartKonto nach Kosten und Karten.
  • Kostenlos ab 50.000 €: Verstehe, welche Guthaben zählen und warum die Bank die Befreiung jeden Monat neu prüft.
  • Startprämie und Bedingungen: Finde heraus, wie 100 € Startguthaben und 100 € Empfehlungsprämie zusammenkommen.
  • Zusatzkosten im Alltag: Überblick über 3,90 € am Schalter, Entgelte fremder Automatenbetreiber und 11,90 % Dispo.
  • Gemeinschaftskonto und Eröffnung: Erfahre, wie ihr zu zweit digital eröffnet und warum beide Inhaber gemeinsam haften.
  • StartKonto von 7 bis 27: Lerne, wie das StartKonto für Schüler, Azubis und Studierende bis einschließlich 27 Jahre kostenlos bleibt.
  • Kontowechsel nach ZKG: Erfahre, wie die gesetzliche Kontowechselhilfe Daueraufträge und Lastschriften umzieht.
  • Tagesgeld und Depot: Überblick über 2,25 % Aktionszins im Topzinskonto Plus und die Kosten des DirektDepots.
  • Einlagensicherung: Verstehe, wie 100.000 € gesetzliche Sicherung und freiwillige Sicherung dein Guthaben schützen.
  • Für wen es sich lohnt: Finde heraus, für welche Nutzertypen sich GiroKonto, KlassikKonto oder StartKonto rechnet.
Video: Commerzbank Girokonto 2026: Kosten, Startguthaben und Kontomodelle

Commerzbank Girokonto 2026 auf einen Blick: Was kostet es wirklich?

Das Commerzbank Girokonto kostet 2026 regulär 4,90 € im Monat. Die ersten drei Monate nach der Eröffnung sind gebührenfrei. Liegt dein Vermögen bei der Bank unter einer Kundennummer bei mindestens 50.000 €, zahlst du gar nichts. Das gilt für das digitale Standardmodell, das die Bank schlicht „GiroKonto“ nennt (Stand: Oktober 2026).

Wichtig für viele Wechselwillige: Du brauchst weder einen Gehaltseingang noch einen Mindestumsatz. Die Bank wirbt ausdrücklich mit „keine versteckten Bedingungen“. Das unterscheidet das Modell von Konten, die nur bei einem monatlichen Geldeingang von 700 € oder mehr kostenlos sind. Hier ist der Preis fix, egal wie viel Geld durchläuft.

Was das konkret im Jahr bedeutet

Rechnen wir es durch. Im ersten Jahr zahlst du nur für neun Monate, denn die Gebühr fällt erst ab dem vierten Monat an. Das macht 9 × 4,90 € = 44,10 €. Ab dem zweiten Jahr sind es zwölf volle Monate, also 58,80 €. Abgebucht wird die Gebühr jeweils mit dem nächsten Kontoabschluss.

Wer lieber in die Filiale geht, landet beim KlassikKonto. Es kostet 9,90 € im Monat und damit 118,80 € im Jahr. Dafür bekommst du mehr Karten, persönlichen Service und einen etwas günstigeren Dispozins. Ob sich das lohnt, klären wir weiter unten im Detail.

Zwei Wege führen zu 0 € Kontoführung: die Vermögensregel ab 50.000 € und das StartKonto, das für junge Kunden von 7 bis einschließlich 27 Jahren kostenlos ist.

Bist du selbstständig oder freiberuflich tätig, gehören geschäftliche Zahlungen nicht auf das private GiroKonto. Die Bank führt dafür eigene Modelle, etwa das Commerzbank Geschäftskonto Klassik oder Premium. Die Trennung macht Buchhaltung und Steuererklärung übersichtlicher.

Monatsentgelt ist nicht gleich Gesamtkosten

Ein Punkt wird oft übersehen: Ein Konto mit 0,00 € Monatsentgelt ist nicht automatisch kostenlos. Weitere Entgelte können dazukommen. Bei der Commerzbank sind das etwa 3,90 € für jede Bargeldein- oder -auszahlung am Schalter. An Automaten außerhalb der Cash Group kann zudem der Betreiber ein eigenes Entgelt verlangen. Wer diese Posten regelmäßig nutzt, zahlt am Ende deutlich mehr als die reine Kontoführung. Den Überblick über alle Nebenkosten findest du im Abschnitt zu den Zusatzkosten.

Jahreskosten der Commerzbank-Kontomodelle im Vergleich

0 €30 €60 €90 €120 €€ pro JahrGiroKonto, 1. JahrGiroKonto, 1. Jahr: 44,10 €44,10 €GiroKonto, ab 2. JahrGiroKonto, ab 2. Jahr: 58,80 €58,80 €KlassikKontoKlassikKonto: 118,80 €118,80 €GiroKonto ab 50.000 € VermögenGiroKonto ab 50.000 € Vermögen: 0 €0 €StartKonto (7 bis 27 Jahre)StartKonto (7 bis 27 Jahre): 0 €0 €
Reine Kontoführungsentgelte ohne Zusatzentgelte. 1. Jahr GiroKonto: 9 × 4,90 € wegen drei gebührenfreier Monate. Quelle: commerzbank.de, Stand: 08.10.2026.

Commerzbank - GiroKonto

Commerzbank - GiroKonto

Commerzbank - GiroKonto

Vorteile

  • 3 Monate ohne Kontoführungsgebühr
  • 100 € je erfolgreicher Weiterempfehlung
  • Girocard mit Visa-Funktion inklusive
  • Apple Pay, Google Pay, Echtzeitüberweisung

Nachteile

  • Danach 4,90 € Kontoführung pro Monat
  • Startguthaben nur bei Online-Eröffnung
  • 5 Buchungen ab 25 € pro Monat, 3 Monate
  • Nur ohne Commerzbank-Konto in 24 Monaten

Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Wir empfehlen, die spezifischen Bedingungen und Konditionen des Produktes zu prüfen.

Commerzbank - Gemeinschaftskonto

Commerzbank - Gemeinschaftskonto

Commerzbank - Gemeinschaftskonto

Vorteile

  • Ein Konto für gemeinsame Ausgaben
  • Online in wenigen Minuten eröffnet
  • Kostenlos Bargeld abheben
  • Digitales Banking plus Filialberatung

Nachteile

  • Kontoführung 4,90 € pro Monat
  • Startguthaben nur bei Online-Eröffnung
  • 5 Buchungen ab 25 € pro Monat, 3 Monate
  • Dispozins bei Überziehung variabel

Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Wir empfehlen, die spezifischen Bedingungen und Konditionen des Produktes zu prüfen.

Interaktiver Kontokosten-Rechner

Kontokosten-Rechner: Commerzbank GiroKonto vs. dein heutiges Konto

Trag ein, was dein heutiges Konto im Monat kostet. Der Rechner vergleicht die Summe über deinen Zeitraum mit dem GiroKonto oder StartKonto der Commerzbank, inklusive Gratismonaten und Startguthaben.

Kontomodell bei der Commerzbank
€ / Monat
pro Monat
Monate
Schnellstart

–

–

–

Kosten Commerzbank gesamt

–

Kosten heutiges Konto gesamt

–

Der Wechsel rechnet sich

–

Commerzbank pro Monat

–

Kumulierte Kontokosten je Monat

Commerzbank GiroKontoHeutiges KontoWechsel rechnet sich

Stand der Konditionen: 08.10.2026, laut commerzbank.de. Alle Angaben ohne Gewähr.

Commerzbank - GiroKonto

Commerzbank - GiroKonto

100 € Startguthaben bei Online-Eröffnung

Vorteile

3 Monate ohne Kontoführungsgebühr100 € je erfolgreicher WeiterempfehlungGirocard mit Visa-Funktion inklusiveApple Pay, Google Pay, Echtzeitüberweisung

Nachteile

  • Danach 4,90 € Kontoführung pro Monat
  • Startguthaben nur bei Online-Eröffnung
  • 5 Buchungen ab 25 € pro Monat, 3 Monate
  • Nur ohne Commerzbank-Konto in 24 Monaten
Commerzbank - StartKonto

Commerzbank - StartKonto

Kostenloses Konto für junge Leute

Vorteile

0,00 € Kontoführung im Monat50 € Startguthaben ab 18 (online)25 € Startprämie für 7- bis 17-JährigeGirocard mit Visa-Funktion inklusive

Nachteile

  • Nur für 7- bis 28-Jährige
  • Startguthaben an 3 Monate Nutzung gebunden
  • Keine Überziehung für Minderjährige
  • Prepaid-Kreditkarte erst ab 14 Jahren
Commerzbank - Topzinskonto Plus

Commerzbank - Topzinskonto Plus

2,25 % p.a. variabel für 12 Monate

Vorteile

Aktionszins für neues Geld bis 1 Mio. €Täglich verfügbar, keine feste LaufzeitOnline-Antrag in wenigen SchrittenReferenzkonto frei wählbar

Nachteile

  • Danach Standardzins, aktuell 0,75 % p.a.
  • Zinssatz variabel, Anpassung möglich
  • Nicht für Geld aus Commerzbank/comdirect
  • Aktionszins nur 12 Monate ab Eröffnung
Commerzbank - DirektDepot

Commerzbank - DirektDepot

Depotführung 0 € ab 1 Order im Quartal

Vorteile

Über 50.000 Aktien, ETFs und FondsSparpläne ab 25 € im Monat600 Fonds mit 50 % Rabatt auf AufschlagOnline-Eröffnung in unter 8 Minuten

Nachteile

  • Order: 4,90 € + 0,25 %, mind. 9,90 €
  • Sparplan: 2,50 € + 0,25 % je Ausführung
  • Sonst 0,175 % p.a., mind. 4,95 €/Quartal
  • Kursrisiko, Verluste sind möglich

Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Wir empfehlen, die spezifischen Bedingungen und Konditionen des Produktes zu prüfen.

Die Kontomodelle im Vergleich: GiroKonto, KlassikKonto, Gemeinschaftskonto und StartKonto

Die Commerzbank führt 2026 mehrere Kontomodelle für Privatkunden. Sie unterscheiden sich vor allem in drei Punkten: Preis, Kartenausstattung und Zielgruppe. Die folgende Tabelle zeigt die Eckdaten der vier Modelle, um die es in diesem Artikel geht. Daneben gibt es ein PremiumKonto für 12,90 € im Monat.

ModellKosten pro MonatStartguthabenKartenDispozins p. a.Zielgruppe
GiroKonto4,90 € (ab 50.000 € Vermögen: 0 €)100 €Girocard mit Visa-Funktion + virtuelle Debitkarte11,90 %Volljährige, private Nutzung
KlassikKonto9,90 €50 €2 Girocards + Mastercard Debit10,90 %Filialnutzer
Gemeinschaftskontoab 4,90 €100 €Girocard–Paare, WGs
StartKonto0 € von 7 bis einschließlich 27 Jahre, ab dem 28. Geburtstag automatisch 9,90 €25 € (Minderjährige, Aktion) / 50 € (ab 18, Studierende und Azubis)Girocard (0 €), Prepaid Junior Kreditkarte (14 bis 17 Jahre), Young Visa ab 18 mit Bonitätkein Dispo (Guthabenbasis)Schüler, Azubis und Studierende von 7 bis 27

GiroKonto: das digitale Standardmodell

Das GiroKonto ist für Leute gedacht, die ihre Bankgeschäfte per Commerzbank App und Online-Banking erledigen. Du bekommst eine Girocard mit Visa-Funktion. Damit zahlst du an deutschen Kassen über das Girocard-System und im Ausland oder online über Visa. Dazu kommt eine virtuelle Debitkarte, die direkt im Smartphone liegt. Apple Pay und Google Pay werden unterstützt.

Eine klassische Kreditkarte gehört nicht zum GiroKonto. Das ist wichtig, wenn du zum Beispiel Mietwagen buchen willst, denn viele Vermieter verlangen eine echte Kreditkarte für die Kaution. Der Dispozins liegt bei 11,90 % pro Jahr. Als Extras nennt die Bank Presale-Zugänge für Live-Konzerte und einen Kundensupport an sieben Tagen in der Woche.

Das GiroKonto ist ausschließlich für private Zwecke bestimmt. Für Selbstständige und Freiberufler, die private und geschäftliche Zahlungen sauber trennen wollen, gibt es ein eigenes Geschäftskonto bei der Commerzbank. So landen Betriebsausgaben und Einnahmen nicht zwischen Miete und Supermarkteinkauf.

KlassikKonto: mehr Service für 60 € mehr im Jahr

Das KlassikKonto kostet 5,00 € mehr im Monat, also 60 € mehr im Jahr. Dafür gibt es zwei Girocards, eine Mastercard Debit, Beratung in der Filiale und Service am Telefon. Der Dispozins liegt mit 10,90 % einen Prozentpunkt unter dem des GiroKontos. Das Startguthaben ist mit 50 € allerdings nur halb so hoch.

Gemeinschaftskonto und StartKonto

Das Gemeinschaftskonto kostet ab 4,90 € im Monat und bringt ebenfalls 100 € Startguthaben. Die 50.000-€-Regel gilt auch hier. Das StartKonto ist ein einziges Konto für junge Kunden von 7 bis einschließlich 27 Jahren. Für Schüler, Azubis und Studierende ist es kostenlos, es läuft auf Guthabenbasis und kostet ab dem 28. Geburtstag automatisch 9,90 € im Monat. Mehr dazu liest du im Abschnitt zum StartKonto.

Infografik: Welches Commerzbank-Konto passt zu welcher Lebensphase?

Vom ersten Taschengeldkonto bis zum Depot: Die Grafik ordnet die Commerzbank-Konten nach Lebensphase und zeigt Preise, Fristen und Bedingungen auf einen Blick.

Finalarm Infografik · interaktiv
Welches Commerzbank-Konto passt zu welcher Lebensphase?
Wähle oben deine Situation. Fährst du über eine Kachel oder einen Balken oder tippst darauf, siehst du die Bedingungen dahinter.
4,90 €
GiroKonto pro Monat
die ersten 3 Monate frei
100 €
Startguthaben GiroKonto
bei Online-Eröffnung
0 €
StartKonto bis 27 Jahre
ab 28 automatisch 9,90 €
2,25 %
Topzinskonto Plus
für max. 12 Monate auf Neugeld
Ansicht:

Dein eigenes Girokonto

Drei Kontomodelle mit festem Monatspreis.

Kontoführung pro Monat
GiroKonto
4,90 €
KlassikKonto
9,90 €
PremiumKonto
12,90 €
0 €
GiroKonto ab 50.000 € Vermögen
bis zu 200 €
Startguthaben plus Kunden-werben-Kunden
50 €
Startguthaben KlassikKonto und PremiumKonto
3,90 €
je beleghaftem Posten oder Filialvorgang
inklusive
Girocard, virtuelle Debitkarte, Apple Pay, Google Pay
Quellen: Konditionsseiten der Commerzbank für Privatkunden
Stand: 08.10.2026, laut commerzbank.de

Kostenlos ab 50.000 €: So funktioniert die Vermögensregel

Die Commerzbank verzichtet auf die Kontoführungsgebühr, wenn du genug Vermögen bei ihr hältst. Die Schwelle liegt bei 50.000 €. Entscheidend ist, was die Bank dabei mitzählt und wie oft sie prüft.

Welche Guthaben zählen

Gezählt wird alles, was unter deiner Kundennummer liegt. Dazu gehören:

  • Guthaben auf Girokonten
  • Guthaben auf Tagesgeldkonten
  • Festgeldanlagen
  • Sparkonten
  • der aktuelle Wert deines Depots

Ein Beispiel: Du hast 8.000 € auf dem Girokonto, 20.000 € auf dem Tagesgeld und ein Depot mit 25.000 € Kurswert. Zusammen sind das 53.000 €. Das Konto kostet dich in diesem Monat nichts.

Was nicht gegengerechnet wird

Negativsalden auf Girokonten zieht die Bank nicht ab. Das klingt erst einmal günstig für dich. Es bedeutet aber auch: Ein überzogenes Konto senkt dein gezähltes Vermögen nicht, es hilft dir aber auch nicht über die Schwelle. Kredite oder Baufinanzierungen spielen ebenfalls keine Rolle.

Die monatliche Prüfung

Die Bank prüft die Schwelle jeden Monat zum Monatsende. Die Befreiung gilt also nicht pauschal für das ganze Jahr. Fällt dein Depot an einem schwachen Börsentag am Monatsende unter die Grenze, zahlst du für diesen Monat 4,90 €. Liegst du im Folgemonat wieder darüber, entfällt die Gebühr erneut.

Gerade bei Depots mit hohem Aktienanteil kann der Wert stark schwanken. Wer knapp über 50.000 € liegt, sollte das einkalkulieren. Im schlimmsten Fall zahlst du in einem volatilen Jahr einige Monatsgebühren, im besten Fall keine.

Auch für das Gemeinschaftskonto

Die Regel gilt ebenso für das Gemeinschaftskonto. Damit gibt es bei der Commerzbank zwei Wege zum kostenlosen Konto:

  1. mindestens 50.000 € Vermögen unter einer Kundennummer
  2. das StartKonto für Schüler, Azubis und Studierende von 7 bis einschließlich 27 Jahren

Für alle anderen ist das GiroKonto ein Bezahlkonto mit festem Preis. 58,80 € im Jahr sind kein Schnäppchen, aber transparent kalkulierbar.

Startprämie: 100 € Startguthaben und Empfehlungsprämie – Bedingungen und Auszahlung

Beim GiroKonto bekommst du 100 € Startguthaben, wenn du online eröffnest und die Bedingungen erfüllst. Dazu kommen 100 € für jede erfolgreiche Weiterempfehlung. Die „bis zu 200 €“ erreichst du also nur, wenn du mindestens eine Person wirbst, die selbst ein Konto eröffnet. Ohne Empfehlung bleibt es bei 100 €.

Beim Gemeinschaftskonto gibt es ebenfalls 100 € Startguthaben. Beim KlassikKonto sind es 50 €. Die Bank nennt diese Konditionen mit Stand 08.10.2026, Aktionen können sich jederzeit ändern. Welche Banken derzeit ebenfalls Neukunden mit Geld locken, fasst unser Überblick zu den Wechselprämien für Girokonten 2026 zusammen.

Maximale Neukundenprämie je Kontomodell

0 €50 €100 €150 €200 €GiroKontoGiroKonto: 100 € Startguthaben100 €GiroKonto: plus 100 € Empfehlungsprämie+100 € = 200 €GemeinschaftskontoGemeinschaftskonto: 100 € Startguthaben100 €KlassikKontoKlassikKonto: 50 € Startguthaben50 €StartguthabenPrämie für 1 erfolgreiche Empfehlung
Prämienhöhen bei Online-Eröffnung. Die Empfehlungsprämie fällt je geworbenem Neukunden an. Quelle: commerzbank.de, Stand: 08.10.2026.

Die Bedingungen im Überblick

Damit das Startguthaben fließt, müssen mehrere Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Online-Eröffnung: Die Prämie gilt für den digitalen Antrag, nicht für die Eröffnung in der Filiale.
  • Neukundenstatus: Du darfst in den letzten 24 Monaten kein Commerzbank-Girokonto gehabt haben.
  • Aktive Nutzung: Drei Monate lang brauchst du pro Monat mindestens fünf Buchungen à 25 €.
  • Keine Eigenüberweisungen: Überträge zwischen eigenen Konten zählen nicht mit.
  • Werbeeinwilligung: Du willigst in Werbung per E-Mail und Telefon ein, und zwar für mindestens drei Monate.

Ein Gehaltseingang ist nicht nötig. Fünf Kartenzahlungen im Supermarkt, eine Lastschrift für den Handyvertrag oder eine Überweisung an den Vermieter reichen, solange jede Buchung mindestens 25 € beträgt. Wer das Konto als echtes Alltagskonto nutzt, schafft das meist nebenbei.

Auszahlung und Werbeeinwilligung

Die Aktionsseite der Bank verlangt selbst eine Einwilligung in Werbung per E-Mail und Telefon. Du kannst sie direkt bei der Kontoeröffnung oder innerhalb von drei Monaten danach erteilen, und sie muss mindestens drei Monate bestehen bleiben. Wer sie vorher widerruft, riskiert das Startguthaben.

Ausgezahlt wird das Startguthaben, nachdem der dreimonatige Nutzungszeitraum erfüllt ist, also drei Monate mit jeweils mindestens fünf Buchungen à 25 €. Den genauen Zeitpunkt der Gutschrift regeln die Teilnahmebedingungen. Prüfe deshalb vor dem Antrag die aktuelle Fassung, denn Aktionen werden regelmäßig angepasst.

💡 Tip

Richte gleich nach der Eröffnung zwei, drei Lastschriften über 25 € oder mehr ein, etwa für Strom, Handy oder Versicherung. Dann erreichst du die fünf Buchungen pro Monat zuverlässig, auch wenn du mal weniger mit Karte zahlst.

Zusatzkosten: Bargeld, Schalter, Ausland und Dispo

Die Kontoführung ist nur ein Teil der Rechnung. Wer viel Bargeld nutzt, oft im Ausland ist oder den Dispo in Anspruch nimmt, zahlt zusätzlich. Hier sind die wichtigsten Entgelte zum GiroKonto. Wie sich Kontoführungsentgelte bei deutschen Banken insgesamt entwickeln, zeigt unser Kontogebühren-Report 2026.

LeistungEntgelt
Beleghafte Überweisung oder Inlandsscheck3,90 € je Vorgang
Bargeld am Schalter (ein- oder auszahlen)3,90 € je Vorgang
Bargeld an Automaten der Cash Groupkostenlos
Bargeld an fremden Automatenmögliches Entgelt des Automatenbetreibers (Direktkundenentgelt), wird vor der Auszahlung angezeigt
Kartenzahlung und Bargeld in Fremdwährunglaut Preis- und Leistungsverzeichnis der Bank
Dispozins GiroKonto / KlassikKonto11,90 % / 10,90 % p. a.

Schalter und Papier

Alles, was du am Schalter oder auf Papier erledigst, kostet 3,90 €. Das betrifft beleghafte Überweisungen, Inlandsschecks sowie Ein- und Auszahlungen in der Filiale. Wer einmal pro Woche Bargeld am Schalter holt, zahlt dafür rund 200 € im Jahr. Das ist mehr als das Dreifache der Kontoführung.

Automaten: Cash Group oder fremder Betreiber

An Automaten der Cash Group hebst du mit der Girocard kostenlos ab. Zu diesem Verbund gehören neben der Commerzbank mehrere private Großbanken. An Automaten anderer Banken kann der Betreiber ein eigenes Entgelt verlangen, das sogenannte Direktkundenentgelt. Seine Höhe legt der jeweilige Betreiber fest. Der Automat zeigt es dir vor der Auszahlung an, du kannst den Vorgang an dieser Stelle noch abbrechen.

Ausland

Innerhalb des Euroraums zahlst du mit der Karte zu denselben Konditionen wie zu Hause. Für Kartenzahlungen und Abhebungen in Fremdwährung gelten die Entgelte aus dem Preis- und Leistungsverzeichnis der Bank. Schau dort vor einer Reise außerhalb des Euroraums nach.

Konkrete Prozentsätze nennt die Bank auf ihrer Website nur für die Young Visa Kreditkarte, die es zum StartKonto ab 18 Jahren gibt: 1,95 % vom Betrag, mindestens 5,98 €, für Bargeldabhebungen und 1,75 % für Zahlungen außerhalb des Euroraums. Diese Sätze gelten ausdrücklich für die Kreditkarte, nicht für die Girocard zum GiroKonto.

Dispo

Der Dispozins beträgt beim GiroKonto 11,90 % pro Jahr, beim KlassikKonto 10,90 %. Wer dauerhaft 1.000 € im Minus steht, zahlt beim GiroKonto rund 119 € Zinsen im Jahr. Beim KlassikKonto sind es rund 109 €. Die 10 € Unterschied gleichen die 60 € Mehrkosten des KlassikKontos also nicht aus. Ein Dispo ist ohnehin keine Dauerlösung. Für längere Finanzierungen ist ein Ratenkredit fast immer günstiger.

Gemeinschaftskonto und Eröffnung: Ablauf, Haftung und Voraussetzungen

Das Gemeinschaftskonto richtet sich an Paare und Wohngemeinschaften. Miete, Strom, Internet und Lebensmittel laufen über ein Konto, auf das alle Beteiligten zugreifen. Der Preis liegt bei ab 4,90 € im Monat, das Startguthaben bei 100 €. Ab 50.000 € Vermögen ist auch dieses Konto kostenlos.

So läuft die digitale Eröffnung zu zweit

  1. Einer von euch füllt den Online-Antrag aus und trägt die zweite Person ein.
  2. Beide Inhaber erhalten einen Link per E-Mail und stimmen der Eröffnung zu.
  3. Danach legitimiert sich jeder einzeln, entweder per Video-Ident oder per Post-Ident.

Erst wenn beide Schritte für beide Personen abgeschlossen sind, wird das Konto eröffnet. Plant also etwas Puffer ein, falls einer von euch unterwegs ist.

Grundsätzlich gibt es zwei Formen gemeinsamer Konten: Beim Oder-Konto darf jeder Inhaber allein verfügen, beim Und-Konto nur alle gemeinsam. Was das im Alltag für Überweisungen, Vollmachten und den Todesfall bedeutet, erklärt unser Ratgeber Gemeinschaftskonto: Oder-Konto oder Und-Konto.

Haftung: Beide stehen gerade

Für Kosten und Schulden auf dem Gemeinschaftskonto haften beide Inhaber gemeinsam. Das gilt auch, wenn nur einer das Konto überzogen hat. Die Bank kann sich also an dich halten, obwohl dein Mitbewohner den Dispo ausgereizt hat. Bei Paaren mag das unkritisch sein, in einer WG mit wechselnder Besetzung solltest du genau überlegen, mit wem du ein Konto teilst.

📌 Good to know

Beim Gemeinschaftskonto haftet jeder Inhaber für den gesamten Saldo, nicht nur für seinen Anteil. Wenn ihr euch trennt oder jemand auszieht, löst das Konto zeitnah auf oder lasst es umschreiben, statt es einfach weiterlaufen zu lassen.

Wer ein Konto eröffnen darf

Für das GiroKonto und das Gemeinschaftskonto gelten dieselben Grundregeln. Du musst volljährig sein, deinen Wohnsitz in Deutschland haben und hier unbeschränkt steuerpflichtig sein. Das Konto läuft auf eigene Rechnung und ist nur für private Zwecke gedacht. Freiberufler und Gewerbetreibende dürfen es nicht geschäftlich nutzen. Für sie gibt es eigene Geschäftskonten.

Wie schnell es geht

Der Online-Antrag dauert laut Bank rund sechs Minuten. Nach der Legitimation und der Aktivierung der photoTAN ist das Online-Banking nach ein bis zwei Werktagen nutzbar. Die physische Girocard kommt per Post und ist nach etwa einer Woche einsatzbereit. Bis dahin kannst du mit der virtuellen Debitkarte per Smartphone bezahlen.

StartKonto: kostenlos von 7 bis 27 Jahre

Für junge Kunden hat die Commerzbank ein einziges Konto: das StartKonto. Es begleitet Kinder ab 7 Jahren durch Schule, Ausbildung und Studium und bleibt bis einschließlich 27 Jahre ohne Kontoführungsentgelt. Ein separates Kinder- oder Jugendkonto gibt es daneben nicht, das StartKonto deckt die gesamte Altersspanne ab.

Wer das StartKonto kostenlos bekommt

Kostenlos ist das StartKonto für Schüler, Auszubildende und Studierende. Als Beleg dient ein Ausbildungsnachweis, etwa eine Schul-, Ausbildungs- oder Studienbescheinigung. Einen Mindestgeldeingang oder Umsatzvorgaben gibt es nicht. Die 0 € beziehen sich auf die beleglose Kontoführung, also alles, was du per App, Online-Banking oder Karte erledigst. Beleghafte Aufträge auf Papier kosten 2,50 € je Vorgang.

Mit dem 28. Geburtstag endet die kostenlose Phase. Ab dann kostet das Konto automatisch 9,90 € im Monat, also 118,80 € im Jahr. Beantragen musst du dafür nichts, die Umstellung passiert von selbst. Prüfe deshalb rechtzeitig vorher, ob ein günstigeres Modell wie das GiroKonto für 4,90 € im Monat zu deiner Nutzung passt.

Guthabenbasis: kein Dispo, feste Limits

Das StartKonto läuft ausschließlich auf Guthabenbasis. Einen Dispo gibt es nicht, du kannst das Konto also nicht überziehen. Für Minderjährige setzt die Bank zusätzlich Überweisungslimits: Bei Kindern von 7 bis 14 Jahren liegt die Grenze bei 30 €, bei Jugendlichen von 14 bis 18 Jahren bei 500 €. Das schützt vor teuren Fehlern und macht das Konto zu einem guten Lernfeld für den Umgang mit Geld.

Karten: von der Girocard bis zur Young Visa

Zum StartKonto gehört eine Girocard für 0 €. Jugendliche von 14 bis 17 Jahren können zusätzlich eine Prepaid Junior Kreditkarte bekommen, ebenfalls kostenlos. Sie funktioniert nur mit vorher aufgeladenem Guthaben, und zwar bis maximal 500 €. Ab 18 Jahren gibt es die Young Visa Kreditkarte für 0 €, sofern die Bonitätsprüfung positiv ausfällt.

Für die Young Visa nennt die Commerzbank konkrete Entgelte: 1,95 % vom Betrag, mindestens 5,98 €, für Bargeldabhebungen und 1,75 % für Zahlungen außerhalb des Euroraums. Wer mit der Karte 50 € Bargeld abhebt, zahlt den Mindestbetrag von 5,98 €, denn 1,95 % wären nur 0,98 €. Erst ab einer Abhebung von rund 307 € liegt der Prozentsatz über dem Mindestbetrag. Kleine Abhebungen mit der Kreditkarte sind damit vergleichsweise teuer.

Startprämie für junge Kunden

Auch beim StartKonto gibt es Startgeld, allerdings in anderer Höhe als beim GiroKonto. Minderjährige erhalten im Aktionszeitraum vom 01.09. bis 31.12. eine Startprämie von 25 €, ausgezahlt nach drei Monaten. Volljährige Studierende und Auszubildende bekommen 50 € Startguthaben. Wie andere Banken Konten für junge Leute gestalten, zeigt unser Studentenkonto-Vergleich mit allen Konditionen.

Eröffnung und Legitimation

Für Minderjährige eröffnen die Eltern das Konto als gesetzliche Vertreter. Die Legitimation läuft per VideoIdent oder PostIdent. Hat ein Kind noch keinen eigenen Ausweis, reicht die Geburtsurkunde. Ab 18 Jahren eröffnest du das StartKonto selbst und legst den Ausbildungsnachweis vor.

Kontowechsel: So nutzt du die gesetzliche Kontowechselhilfe

Viele bleiben bei ihrer alten Bank, weil der Wechsel nach Aufwand klingt. Dabei regelt das Zahlungskontengesetz (ZKG) seit 2016 eine Kontowechselhilfe, die jede Bank in Deutschland anbieten muss. Die Commerzbank setzt das als digitalen Kontowechselservice um. Was der Kontowechselservice nach dem ZKG bei jeder Bank leisten muss und wo seine Grenzen liegen, erklären wir in einem eigenen Ratgeber.

Was die Banken übernehmen müssen

Du erteilst der neuen Bank eine Ermächtigung. Dann laufen die Schritte nach festen Fristen ab:

  • Die neue Bank fordert innerhalb von zwei Geschäftstagen die nötigen Informationen bei deiner alten Bank an.
  • Die alte Bank liefert innerhalb von fünf Geschäftstagen eine Liste deiner Daueraufträge sowie der Lastschriften und wiederkehrenden Überweisungen.
  • Die neue Bank richtet die Daueraufträge innerhalb von fünf Geschäftstagen ein.
  • Auf Wunsch informiert die neue Bank deinen Arbeitgeber, Vermieter und andere Zahlungspartner über die neue IBAN.

Auf Wunsch schließt die alte Bank dein Konto und überweist das Restguthaben auf das neue Konto. Das Verfahren ist für dich kostenlos.

Worauf du achten solltest

Lass beide Konten ein bis zwei Monate parallel laufen. So fängst du Lastschriften ab, die nur quartalsweise oder jährlich kommen, etwa Kfz-Versicherung oder Rundfunkbeitrag. Ein kleiner Puffer auf dem alten Konto verhindert Rücklastschriften und Gebühren.

Für die Startprämie ist der Wechsel praktisch: Sobald Miete, Handy und Abos über das neue Konto laufen, kommen die fünf Buchungen à 25 € pro Monat von allein zusammen. Achte nur darauf, dass Überträge von deinem alten Konto nicht zählen.

Tagesgeld und Depot: Topzinskonto Plus und DirektDepot im Überblick

Neben dem Girokonto bietet die Commerzbank ein Tagesgeldkonto und ein Online-Depot an. Beide spielen auch für die 50.000-€-Regel eine Rolle, denn ihr Guthaben zählt zum Vermögen unter deiner Kundennummer. Die folgenden Angaben beschreiben die Konditionen neutral (Stand: 08.10.2026), sie sind keine Anlageempfehlung.

Topzinskonto Plus: 2,25 % für bis zu zwölf Monate

Das Topzinskonto Plus ist ein kostenloses Tagesgeldkonto. Neukunden erhalten derzeit einen variablen Zins von 2,25 % pro Jahr, und zwar für maximal zwölf Monate ab Eröffnung. Der Aktionszins gilt für Neugeld bis 1.000.000 €. Als Neugeld zählt Geld, das in den letzten sechs Monaten nicht bei der Commerzbank oder der comdirect lag. Nach Ablauf der Aktion gilt der Standardzins für Tagesgeld, derzeit 0,75 % pro Jahr.

Die Zinsen schreibt die Bank quartalsweise gut. Ein- und Auszahlungen laufen über ein Referenzkonto, das auch bei einer anderen Bank liegen kann, solange es ein SEPA-Konto ist. Für das Tagesgeld musst du also nicht zwingend das Girokonto der Commerzbank eröffnen. Weil der Satz variabel ist, kann die Bank ihn auch während der zwölf Monate anpassen.

Rechenbeispiel: 20.000 € Neugeld

Angenommen, du legst 20.000 € Neugeld an und der variable Satz bleibt zwölf Monate unverändert. Dann ergibt sich: 20.000 € × 2,25 % × 12/12 Monate = 450 € Zinsen vor Steuern. Der Zinseszins aus der quartalsweisen Gutschrift ist dabei nicht eingerechnet, er macht knapp 4 € aus. Im zweiten Jahr brächte derselbe Betrag zum aktuellen Standardzins von 0,75 % noch 20.000 € × 0,75 % = 150 €. Der Unterschied von 300 € zeigt, wie stark der Ertrag am Aktionszeitraum hängt.

Für Geschäftskunden gibt es ein eigenes Tagesgeld mit 2,75 % pro Jahr für vier Monate auf Neugeld bis 100.000 €. Es setzt ein Geschäftskonto bei der Commerzbank voraus. Wer als Selbstständiger Geld für Einkommen- und Umsatzsteuer beiseitelegt, findet die Details zur Steuerrücklage für Selbstständige in unserem Ratgeber zum Commerzbank Geschäftskonto.

DirektDepot: Depotführung und Sparpläne

Das DirektDepot ist das Online-Wertpapierdepot der Commerzbank. Laut Bank stehen über 50.000 Wertpapiere zur Auswahl. Die Depotführung kostet 0 €, wenn pro Quartal mindestens eine Order abgerechnet wird oder ein Sparplan läuft. Andernfalls berechnet die Bank 0,175 % des Depotwerts pro Jahr, mindestens 4,95 € pro Quartal.

Ein Beispiel: Für ein Depot mit 10.000 € ohne Order und ohne Sparplan wären rechnerisch 17,50 € im Jahr fällig, also rund 4,38 € pro Quartal. Weil das unter dem Mindestbetrag liegt, zahlst du 4,95 € pro Quartal, zusammen 19,80 € im Jahr. Erst ab rund 11.315 € Depotwert liegt das prozentuale Entgelt über dem Mindestbetrag.

Sparpläne sind ab 25 € im Monat möglich. Für ETF-Sparpläne berechnet die Bank 0,25 % vom Betrag plus 2,50 € je Ausführung. Bei einer Rate von 100 € sind das 0,25 € + 2,50 € = 2,75 € pro Ausführung, also 2,75 % der Sparrate. Bei 25 € im Monat sind es 0,06 € + 2,50 € = 2,56 €, gut 10 % der Rate. Der Fixbetrag fällt bei kleinen Raten also deutlich stärker ins Gewicht. Für Fonds-Sparpläne nennt die Bank einen um 50 % reduzierten Ausgabeaufschlag, für Aktien Kosten ab 1,5 %.

Derzeit läuft zudem eine Aktion: Ausgewählte ETF- und Fonds-Sparpläne sind drei Jahre lang ohne Kaufkosten. Für Kunden unter 30 Jahren gibt es das StartDepot. Es ist bis zu einem Depotwert von 20.000 € frei von Depotgebühren, Online-Orders erhalten 20 % Rabatt.

Zusammenspiel mit dem Girokonto

Für die Gebührenbefreiung zählt der Depotwert mit. Wer schon ein größeres Depot oder Tagesgeld bei der Commerzbank hält, kommt schneller über 50.000 €. Bedenke aber: Ein Depot schwankt. Die Bank prüft monatlich zum Monatsende, und ein Kursrutsch kann die Befreiung für einen Monat kosten. Ob du dein Geld bei einer Bank bündelst oder auf mehrere verteilst, ist eine Frage von Bequemlichkeit, Zinsniveau und Einlagensicherung.

📌 Good to know

Keine Anlage- oder Steuerberatung, keine Empfehlung. Wertpapiere können an Wert verlieren, bis hin zum Totalverlust. Du entscheidest eigenverantwortlich.

Einlagensicherung: Wie sicher ist dein Geld bei der Commerzbank?

Die Commerzbank ist eine der großen Privatbanken in Deutschland. Deine Einlagen sind über zwei Ebenen geschützt.

Gesetzliche Einlagensicherung

Die gesetzliche Einlagensicherung deckt in der Regel 100.000 € je Kunde und Institut. Das gilt für Guthaben auf Giro-, Tagesgeld-, Festgeld- und Sparkonten zusammen. In bestimmten Lebenssituationen, etwa nach dem Verkauf einer selbst genutzten Immobilie oder bei einer Erbschaft, sind vorübergehend höhere Beträge bis 500.000 € geschützt. Diese Sonderdeckung gilt für sechs Monate nach der Gutschrift.

Beim Gemeinschaftskonto wird das Guthaben den Inhabern anteilig zugerechnet. Bei zwei Personen ist das Konto damit faktisch bis 200.000 € gesetzlich gesichert, sofern keiner der beiden weiteres Guthaben bei der Bank hat.

Freiwillige Einlagensicherung

Zusätzlich ist die Commerzbank Mitglied einer freiwilligen Einlagensicherung der privaten Banken. Sie schützt Einlagen von Privatkunden weit über die gesetzlichen 100.000 € hinaus. Für die meisten Sparer ist das Thema damit praktisch abgedeckt.

Wertpapiere sind Sondervermögen

Aktien, Fonds und ETFs im Depot fallen nicht unter die Einlagensicherung. Das müssen sie auch nicht: Wertpapiere bleiben dein Eigentum und gelten als Sondervermögen. Geht eine Bank pleite, werden sie nicht Teil der Insolvenzmasse. Sie werden auf eine andere Bank übertragen. Das Kursrisiko trägst du aber selbst.

Für wen sich welches Commerzbank-Konto lohnt

Am Ende hängt die Wahl davon ab, wie du dein Konto nutzt. Fünf typische Profile helfen bei der Einordnung.

Digitale Alltagsnutzer

Du zahlst fast alles mit Karte oder Smartphone und hebst selten Bargeld ab? Dann passt das GiroKonto. Für 58,80 € im Jahr bekommst du ein Konto ohne Gehaltsbedingung, mit virtueller Debitkarte und Support an sieben Tagen. Im ersten Jahr liegt der Saldo dank 100 € Startguthaben sogar im Plus: 100 € Prämie minus 44,10 € Gebühren ergeben 55,90 € Vorteil.

Filialkunden

Du willst Beratung vor Ort, brauchst eine zweite Karte für den Partner oder zahlst Bargeld regelmäßig ein? Dann lohnt das KlassikKonto. Die 60 € Aufpreis im Jahr relativieren sich, wenn du dafür Schaltergebühren sparst oder die Mastercard Debit für Online-Käufe brauchst.

Vermögende Kunden

Liegen mindestens 50.000 € bei der Commerzbank, kostet das GiroKonto nichts. Wer ohnehin Depot und Tagesgeld bei der Bank führt, bekommt das Girokonto damit faktisch gratis dazu. Achte auf die monatliche Prüfung zum Monatsende.

Paare und WGs

Für gemeinsame Ausgaben ist das Gemeinschaftskonto bequem. Preis und Startguthaben entsprechen dem GiroKonto. Kläre aber vorher, wer was zahlt, denn beide haften für den gesamten Saldo.

Schüler, Azubis und Studierende

Zwischen 7 und 27 Jahren und in Schule, Ausbildung oder Studium? Dann ist das StartKonto die naheliegende Wahl, weil es bis einschließlich 27 Jahre kostenlos ist. Plane den 28. Geburtstag ein: Ab dann kostet es automatisch 9,90 € im Monat.

Weniger geeignet ist das GiroKonto für Selbstständige, die es geschäftlich nutzen wollen, und für alle, die eine echte Kreditkarte zum Konto erwarten. Wer häufig Bargeld braucht, sollte mögliche Entgelte fremder Automatenbetreiber einkalkulieren oder gezielt Automaten der Cash Group nutzen.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet das Commerzbank GiroKonto 2026?

Das GiroKonto kostet 4,90 € im Monat. Die ersten drei Monate sind gebührenfrei, im ersten Jahr zahlst du also 44,10 €. Liegen mindestens 50.000 € Vermögen unter deiner Kundennummer, entfällt die Gebühr komplett.

Gibt es das Commerzbank-Girokonto kostenlos?

Ja, in zwei Fällen: ab 50.000 € Vermögen unter einer Kundennummer und als StartKonto für Schüler, Azubis und Studierende von 7 bis einschließlich 27 Jahren. Ab dem 28. Geburtstag kostet das StartKonto automatisch 9,90 € im Monat. Zusatzentgelte wie Schaltergebühren können trotzdem anfallen.

Wie bekomme ich die Startprämie der Commerzbank?

Du eröffnest das Konto online und hattest in den letzten 24 Monaten kein Commerzbank-Girokonto. Danach brauchst du drei Monate lang mindestens fünf Buchungen à 25 € pro Monat. Eigenüberweisungen zählen dabei nicht. Außerdem verlangt die Bank eine Einwilligung in Werbung per E-Mail und Telefon für mindestens drei Monate.

Wie hoch ist die Startprämie beim Commerzbank GiroKonto?

Bei Online-Eröffnung gibt es 100 € Startguthaben. Dazu kommen 100 € für jede erfolgreiche Weiterempfehlung, daher wirbt die Bank mit „bis zu 200 €“. Ausgezahlt wird das Startguthaben nach dem erfüllten dreimonatigen Nutzungszeitraum. Die Bank nennt diese Konditionen mit Stand 08.10.2026, Aktionen können sich ändern.

Brauche ich einen Gehaltseingang für das GiroKonto?

Nein. Weder das Konto noch die Prämie setzen einen Gehaltseingang voraus. Für das Startguthaben zählen nur die fünf Buchungen à 25 € pro Monat über drei Monate, etwa Kartenzahlungen oder Lastschriften.

Wer haftet beim Gemeinschaftskonto für die Kosten?

Beide Inhaber haften gemeinsam für Gebühren und Schulden. Das gilt auch, wenn nur einer das Konto überzogen hat. Die Bank kann sich also an jeden der beiden Kontoinhaber wenden, und zwar für den gesamten Betrag.

Wie sicher ist mein Geld bei der Commerzbank?

Die gesetzliche Einlagensicherung schützt in der Regel 100.000 € je Kunde und Institut. Zusätzlich ist die Commerzbank Mitglied einer freiwilligen Einlagensicherung der privaten Banken, die deutlich höhere Beträge absichert.

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