Der Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler verzeichnet eine deutlich höhere Nachfrage nach Altersteilzeit als geplant. Statt der erwarteten 1.300 Mitarbeiter haben bereits 1.800 Beschäftigte, die vor 1972 geboren wurden, das im August gestartete Programm angenommen. Parallel beschleunigt sich der freiwillige Stellenabbau erheblich.
Altersteilzeitprogramm: 1.800 Teilnehmer statt 1.300
Das Altersteilzeitangebot von Schaeffler übertrifft die Erwartungen der Unternehmensführung um 500 Teilnehmer. Die Resonanz auf das Programm liegt damit rund 38 Prozent über der ursprünglichen Prognose. Anspruchsberechtigt sind Mitarbeiter mit Geburtsjahr vor 1972.
Stellenabbau: 3.715 von 4.700 Positionen bereits reduziert
Das 2024 gestartete Programm zum freiwilligen Abbau von Arbeitsplätzen zeigt deutliche Fortschritte. Bis zum 30. September 2026 wurden bereits 3.715 der geplanten 4.700 Stellen abgebaut. Für die verbleibenden 985 Positionen liegen verbindliche Vereinbarungen mit den betroffenen Mitarbeitern vor.
Zielerreichung ein Jahr früher
Nach aktuellen Prognosen wird Schaeffler die angestrebte Reduzierung der Belegschaft bereits Ende 2028 erreichen. Ursprünglich war das Ziel für Ende 2029 angesetzt. Die beschleunigte Umsetzung verkürzt den Restrukturierungsprozess um ein volles Jahr.
Finanzielle Auswirkungen: 84 Millionen Euro Rückstellungen aufgelöst
Für die Restrukturierungsmaßnahmen hatte Schaeffler Rückstellungen in Höhe von rund 500 Millionen Euro gebildet. Aufgrund des schnelleren Fortschritts kann das Unternehmen nun 84 Millionen Euro dieser Rückstellungen auflösen, was zusätzliche finanzielle Flexibilität schafft.
