Das Wichtigste in Kürze
- Konditionen im Überblick: Vier Laufzeiten, 2,90 bis 3,40 %, 100 bis 500.000 €, gleiche Zinsen für alle.
- Zinsertrag je Laufzeit: Was 10.000 € und 50.000 € nach 3 bis 12 Monaten vor Steuern bringen.
- Anlage über das Tagesgeld: Erst Tagesgeldkonto eröffnen, dann Festgeld im Banking anlegen.
- Was am Laufzeitende passiert: Automatische Auflösung aufs Tagesgeld, keine Wiederanlage.
- Kündigung und vorzeitige Auflösung: Nur mit Zustimmung der Bank gegen Entschädigung, Sonderfall Auslandsumzug.
- Festgeld oder Willkommenszins: Rechenbeispiele für Neu- und Bestandskunden und eine Zinstreppe.
- Sparbrief bei der Bank of Scotland: Warum du stattdessen beim Festgeld landest.
- Einlagensicherung bis 100.000 €: Gesetzlicher Schutz über die EdB, Tages- und Festgeld zusammen.
Bank of Scotland – Festgeldkonto

Bank of Scotland – Festgeldkonto
Vorteile
- Laufzeiten 3, 6, 9 oder 12 Monate
- Anlage von 100 € bis 500.000 €
- Eröffnung online direkt im Banking
- Einlagensicherung EdB bis 100.000 €
Nachteile
- Maximale Laufzeit 12 Monate
- Tagesgeldkonto als Basis erforderlich
- Ab 500.000 € Rückweisung möglich
- Zinssätze für Neuanlagen freibleibend
Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.
Bank of Scotland – Tagesgeldkonto

Bank of Scotland – Tagesgeldkonto
Vorteile
- Willkommens-Zins bis 100.000 € Guthaben
- Täglich verfügbar, keine Mindesteinlage
- Kostenlose Kontoführung
- Einlagensicherung EdB bis 100.000 €
Nachteile
- Nur für Neukunden mit Wohnsitz in DE
- Danach variabel, derzeit 1,25 % p.a.
- Vorzeitiges Ende bei EZB-Zins unter 1,5 %
- Legitimation und Einzahlung in 5 Tagen
Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.
Bank of Scotland Festgeld im Überblick: Konditionen 2026
Das Festgeld der Bank of Scotland ist schnell erklärt: Es gibt vier Laufzeiten zwischen drei Monaten und einem Jahr, die Zinsen liegen laut Preis- und Leistungsverzeichnis bei 2,90 % p. a. für 3 Monate, 3,10 % für 6 Monate, 3,20 % für 9 Monate und 3,40 % für 12 Monate. Du legst zwischen 100 € und 500.000 € an, und Neu- und Bestandskunden bekommen dasselbe Angebot. Stand der Konditionen: 08.10.2026.
Eine Besonderheit prägt das ganze Produkt: Das Festgeld läuft immer über ein Tagesgeldkonto bei derselben Bank. Von dort wird der Anlagebetrag abgebucht, und dorthin fließen am Ende Kapital und Zinsen zurück. Wer noch kein Tagesgeldkonto hat, eröffnet zuerst dieses Konto und legt danach im Onlinebanking das Festgeld an.
Wer hinter dem Angebot steht
„Bank of Scotland“ ist eine Geschäftsbezeichnung der Lloyds Bank GmbH mit Sitz in Berlin, eingetragen beim Amtsgericht Charlottenburg. Dein Vertragspartner ist also eine deutsche GmbH und keine Zweigniederlassung einer britischen Bank. Als Aufsicht nennt die Bank in ihrem Impressum die BaFin. Wie sich die Bank mit ihren übrigen Produkten aufstellt, ordnet der Überblick zu Bank of Scotland Erfahrungen ein. Neben Tagesgeld und Festgeld bietet sie einen Ratenkredit und einen Autokredit an. Girokonto, Kreditkarte und Depot führt sie nicht.
Was ein Festgeld rechtlich ist
Ein Festgeld ist eine Termineinlage. Du überlässt der Bank einen bestimmten Betrag für einen vorher vereinbarten Zeitraum, und sie zahlt dir dafür einen Zins, der für diese Laufzeit feststeht. Steigen oder sinken die Zinsen am Markt in dieser Zeit, ändert das an deinem Vertrag nichts. Das Festgeldkonto dient nur der Anlage. Du überweist nicht davon, und es lassen sich keine Lastschriften darauf ziehen. Genau diese Bindung ist der Grund, warum der Zins höher liegt als beim regulären Tagesgeld.
Laufzeiten, Beträge und Kosten
Die Auswahl ist bewusst schmal. Es gibt genau vier Laufzeiten: 3, 6, 9 und 12 Monate. Längere Laufzeiten über ein Jahr hinaus bietet die Bank nicht an. Wer Geld zwei, drei oder fünf Jahre zu einem festen Zins binden will, findet bei der Bank of Scotland kein passendes Produkt.
Der Mindestbetrag liegt bei 100 €, der Höchstbetrag bei 500.000 €. Damit eignet sich das Festgeld auch für kleinere Beträge, etwa einen Teil einer Steuerrückzahlung oder eines Bonus. Eröffnung und Führung des Tagesgeldkontos sind laut Preis- und Leistungsverzeichnis kostenfrei, ebenso Auszahlungen aufs Referenzkonto, der Freistellungsauftrag und die Steuerbescheinigung.
Wie fest sind die Zinsen?
Die Zinssätze sind „freibleibend“. Die Bank überprüft sie regelmäßig und kann sie für neue Anlagen jederzeit anpassen. Für dich bedeutet das: Der Zins, den du am Tag der Anlage bekommst, bleibt bis zum Laufzeitende gleich. Ein Festgeld, das du einen Monat später anlegst, kann einen anderen Zins tragen. Alle Zahlen in diesem Artikel beziehen sich deshalb auf den genannten Stand. Wie sich die Zinsen der Bank im Zeitverlauf entwickelt haben, zeigt der Beitrag Bank of Scotland Zinsen und Zinsentwicklung.
Bank of Scotland Festgeld: Zinssatz je Laufzeit
Auffällig ist der geringe Abstand zwischen den Laufzeiten. Vom kürzesten zum längsten Festgeld steigt der Zins um 0,50 Prozentpunkte. Bei 10.000 € über ein Jahr entspricht ein halber Prozentpunkt rund 50 € Zinsen. Ob dir diese 50 € die längere Bindung wert sind, hängt davon ab, wie sicher du das Geld in den kommenden Monaten nicht brauchst.
Bank of Scotland - Festgeldkonto
3,40 % p.a. bei 12 Monaten
Vorteile
Nachteile
- Maximale Laufzeit 12 Monate
- Tagesgeldkonto als Basis erforderlich
- Ab 500.000 € Rückweisung möglich
- Zinssätze für Neuanlagen freibleibend
Bank of Scotland - Tagesgeldkonto
3,00 % p.a. für 12 Monate
Vorteile
Nachteile
- Nur für Neukunden mit Wohnsitz in DE
- Danach variabel, derzeit 1,25 % p.a.
- Vorzeitiges Ende bei EZB-Zins unter 1,5 %
- Legitimation und Einzahlung in 5 Tagen
Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.
Bank of Scotland Festgeld Zinsen: was 10.000 € je Laufzeit bringen
Prozentangaben bleiben abstrakt, Euro-Beträge nicht. Die folgende Tabelle zeigt eine eigene, vereinfachte Beispielrechnung vor Steuern. Der Jahreszins wird dabei anteilig auf die Laufzeit umgelegt, also Zins mal Betrag mal Laufzeit in Monaten geteilt durch zwölf.
| Laufzeit | Zins p. a. | Zinsertrag bei 10.000 € | Zinsertrag bei 50.000 € |
|---|---|---|---|
| 3 Monate | 2,90 % | 72,50 € | 362,50 € |
| 6 Monate | 3,10 % | 155,00 € | 775,00 € |
| 9 Monate | 3,20 % | 240,00 € | 1.200,00 € |
| 12 Monate | 3,40 % | 340,00 € | 1.700,00 € |
Die Tabelle zeigt einen Effekt, der oft übersehen wird. Ein 3-Monats-Festgeld bringt nicht ein Viertel des Jahresertrags von 340 €, also 85 €, sondern nur 72,50 €. Der Grund ist der niedrigere Jahreszins der kurzen Laufzeit. Wer viermal hintereinander drei Monate anlegt, kommt nur dann auf den gleichen Ertrag wie mit einem Jahresfestgeld, wenn die Zinsen bei jeder Neuanlage steigen. Garantiert ist das nicht.
Das Festgeld für 1 Jahr
Die längste Laufzeit ist zugleich die mit dem höchsten Zins. 3,40 % p. a. auf 10.000 € ergeben nach zwölf Monaten rund 340 € vor Steuern, auf 50.000 € rund 1.700 €. Gegenüber dem regulären Tagesgeldzins von 1,25 % p. a. sind das 2,15 Prozentpunkte mehr, bei 10.000 € also etwa 215 € im Jahr. Der Preis dafür ist die Bindung. Zwölf Monate lang liegt das Geld fest, und eine vorzeitige Auflösung hängt von der Zustimmung der Bank ab. Wie sich kurze und lange Laufzeiten grundsätzlich gegeneinander abwägen lassen, beschreibt der Ratgeber Festgeld-Zinsen und Laufzeitstrategien.
Taggenaue Berechnung
Die Bank rechnet nicht in glatten Monaten, sondern taggenau nach der Methode actual/actual: Gezählt werden die tatsächlichen Kalendertage der Anlage, als Jahresbasis dienen 365 Tage, im Schaltjahr 366. Deshalb weicht deine Gutschrift um einige Cent bis wenige Euro von der vereinfachten Rechnung ab.
Ein Beispiel: Ein 3-Monats-Festgeld vom 1. Oktober bis 1. Januar läuft 92 Tage, eines vom 1. Februar bis 1. Mai nur 89 Tage. Bei 10.000 € und 2,90 % ergibt das rund 73,10 € gegenüber rund 70,71 €. Der Unterschied von knapp 2,40 € spielt für die Entscheidung kaum eine Rolle, erklärt aber, warum die Gutschrift nicht exakt der Tabelle entspricht.
Kein Zinseszins innerhalb einer Anlage
Die Zinsen werden bei Laufzeitende gutgeschrieben, und zwar aufs Tagesgeldkonto. Da keine Laufzeit länger als ein Jahr ist, entsteht innerhalb eines einzelnen Festgelds kein Zinseszins. Willst du den Effekt nutzen, legst du Kapital und Zinsen nach der Fälligkeit selbst neu an. Eine automatische Wiederanlage bietet die Bank nicht an.
Steuern auf die Festgeldzinsen
Zinsen sind Einkünfte aus Kapitalvermögen. Die Bank führt darauf Abgeltungsteuer von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer ab. Steuerfrei bleiben Kapitalerträge bis zum Sparerpauschbetrag von 1.000 € pro Person und Jahr, bei zusammen veranlagten Paaren 2.000 €. Damit die Bank ihn berücksichtigt, brauchst du einen Freistellungsauftrag. Auch eine Nichtveranlagungsbescheinigung berücksichtigt die Bank. Beides ist laut Preis- und Leistungsverzeichnis kostenfrei. Das ist eine allgemeine Information und keine Steuerberatung.
Tipp
Lege den Freistellungsauftrag am besten gleich nach der Eröffnung des Tagesgeldkontos an. Er gilt für Tagesgeld und Festgeld bei derselben Bank. Ohne ihn behält die Bank bei 340 € Zinsen rund 90 € Abgeltungsteuer und Solidaritätszuschlag ein, die du erst über die Steuererklärung zurückholst.
Interaktiver Festgeldrechner
Was bringt dein Festgeld bei der Bank of Scotland, taggenau gerechnet?
Wähle Betrag, Anlagedatum und Laufzeit. Der Rechner zeigt den Zinsertrag nach actual/actual, vergleicht mit dem Tagesgeld und rechnet auf Wunsch eine Zinstreppe über alle vier Laufzeiten.
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Fälligkeit
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Vereinfachte Rechnung
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Tagesgeld im selben Zeitraum
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Festgeld gegenüber Tagesgeld
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Zinsertrag vor Steuern
Rechenweg taggenau nach actual/actual: Betrag × Zins × Tage / 365 (im Schaltjahr 366). Zinsen fest für die Laufzeit: 2,90 % (3 Monate), 3,10 % (6), 3,20 % (9), 3,40 % (12), gleich für Neu- und Bestandskunden. Vereinfacht Betrag × Zins × Monate / 12. Tagesgeld-Vergleich mit 3,00 % bis 100.000 € bzw. 1,25 %.
Stand der Konditionen: 08.10.2026, laut bankofscotland.de (Preis- und Leistungsverzeichnis). Zinsen für Tagesgeld sind variabel. Beispielrechnung vor Steuern, kein Angebot der Bank. Alle Angaben ohne Gewähr.
Bank of Scotland Festgeldanlage: erst das Tagesgeldkonto, dann das Festgeld
Ohne Tagesgeldkonto gibt es bei der Bank of Scotland kein Festgeld. Das Tagesgeldkonto ist das Verrechnungskonto: Der Anlagebetrag muss vorher dort liegen, wird von dort abgebucht, und bei Laufzeitende landen Kapital und Zinsen wieder dort. Einen direkten Weg vom Girokonto ins Festgeld gibt es nicht.
Wer ein Konto eröffnen kann
Die Voraussetzungen gelten für das Tagesgeldkonto und damit auch für das Festgeld. Du brauchst:
- ein Mindestalter von 18 Jahren,
- ein Konto im eigenen Namen zur privaten Nutzung,
- einen Wohnsitz in Deutschland und ein Girokonto in Deutschland als Referenzkonto,
- eine deutsche Mobilfunknummer,
- eine E-Mail-Adresse.
Gemeinschaftskonten, Konten für Minderjährige und Konten zugunsten Dritter, etwa für eine Mietkaution, führt die Bank nicht. Ein Festgeld für Paare läuft deshalb immer auf eine Person. Es handelt sich um ein reines Onlinekonto ohne Filialen. Alle Details zum Tagesgeldkonto selbst, vom Willkommenszins bis zur Zinsgutschrift, findest du im Beitrag Bank of Scotland Tagesgeld.
Schritt 1: Tagesgeldkonto online beantragen
Du füllst den Onlineantrag aus und legitimierst dich anschließend per VideoIdent oder PostIdent. Für Neukunden mit Willkommenszins ist dabei eine Frist wichtig: Die Legitimation sollte innerhalb von fünf Kalendertagen erfolgen, sonst verkürzt sich die Zeit, in der der Willkommenszins gilt.
Schritt 2: Geld vom Referenzkonto überweisen
Sobald das Konto eröffnet ist, überweist du den gewünschten Betrag von deinem Girokonto auf das Tagesgeldkonto. Plane dabei einen kleinen Vorlauf ein, denn das Festgeld kann erst angelegt werden, wenn das Geld tatsächlich auf dem Tagesgeld gutgeschrieben ist.
Schritt 3: Festgeld im Banking anlegen
Im Onlinebanking wählst du Betrag und Laufzeit. Die Bank bucht den Anlagebetrag am selben oder am nächsten Bankarbeitstag vom Tagesgeldkonto ab. Bis dahin muss das Tagesgeld ausreichend gedeckt sein. Ab der Abbuchung läuft das Festgeld mit dem Zins, der am Anlagetag gilt.
Was sich nach der Anlage ändert
Das Geld ist ab diesem Moment nicht mehr frei verfügbar. Auf dem Tagesgeldkonto bleibt nur, was du nicht festgelegt hast. Das ist bei Neukunden mit Willkommenszins relevant, denn der Betrag im Festgeld nimmt nicht mehr am Willkommenszins teil. Wie sich das rechnet, zeigt der Abschnitt zu Festgeld und Willkommenszins weiter unten.
Infografik: Wie das Geld ins Festgeld und zurück fließt
Der Weg vom Referenzkonto über das Tagesgeld ins Festgeld, was jede Laufzeit bringt, wann du vorher an dein Geld kommst und wie Tagesgeld und Festgeld im Vergleich abschneiden.
Vom Referenzkonto ins Festgeld und zurück
Ohne Tagesgeldkonto gibt es kein Festgeld.
Laut Bedingungen Festgeld (Stand 01.07.2026) und Produktseiten der Bank, geprüft am 08.10.2026.
Stand: 08.10.2026, laut bankofscotland.de
Laufzeitende: automatische Auflösung ohne Wiederanlage
Am Ende der Laufzeit löst die Bank das Festgeld automatisch auf. Kapital und Zinsen werden auf dein Tagesgeldkonto gebucht. Du musst nichts beantragen und keine Frist beachten. Eine Option zur automatischen Wiederanlage, also eine Verlängerung um dieselbe Laufzeit, gibt es laut Bedingungen nicht.
Vor- und Nachteile dieser Regel
Der Vorteil: Du rutschst nie ungewollt in eine neue Laufzeit, womöglich zu einem niedrigeren Zins, und dein Geld ist zum Fälligkeitstag wieder verfügbar. Der Nachteil: Wenn du nichts tust, liegt das Geld anschließend auf dem Tagesgeld. Bestandskunden erhalten dort aktuell den regulären Zins von 1,25 % p. a.
Ein Rechenbeispiel: Bleiben 10.000 € nach der Fälligkeit einen Monat ungenutzt auf dem Tagesgeld, statt direkt wieder für zwölf Monate zu 3,40 % angelegt zu werden, entgehen dir rund 18 € Zinsen. Bei größeren Beträgen wächst dieser Betrag entsprechend. Es lohnt sich daher, das Fälligkeitsdatum im Kalender zu notieren.
Neu anlegen zu dann gültigen Zinsen
Willst du nach Ablauf weiter fest anlegen, eröffnest du im Banking ein neues Festgeld. Es gilt der Zins, der zu diesem Zeitpunkt im Preis- und Leistungsverzeichnis steht. Der kann höher oder niedriger sein als bei deiner ersten Anlage. Eine Zinsgarantie über die Laufzeit hinaus gibt es nicht.
Kündigung und vorzeitige Auflösung: komme ich vor Laufzeitende an mein Geld?
Die kurze Antwort: nur eingeschränkt. Die Bedingungen für das Festgeld der Bank of Scotland (Stand 01.07.2026) schließen eine ordentliche Kündigung vor Laufzeitende aus. Das ist bei Festgeld üblich, denn die Bank plant mit deinem Geld für den vereinbarten Zeitraum und zahlt dafür den höheren Zins.
| Situation | Was die Bedingungen vorsehen |
|---|---|
| Laufzeit endet | Automatische Auflösung, Kapital und Zinsen gehen aufs Tagesgeldkonto, keine Wiederanlage |
| Du willst vorher an dein Geld | Keine ordentliche Kündigung; vorzeitige Auflösung nur mit Zustimmung der Bank gegen Entschädigung nach billigem Ermessen |
| Umzug ins Ausland | Außerordentliche Kündigung möglich (Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt außerhalb Deutschlands) |
| Anderer wichtiger Grund | Außerordentliches Kündigungsrecht nach allgemeinem Recht bleibt bestehen, die Hürde ist hoch |
Vorzeitige Auflösung nur mit Zustimmung der Bank
Brauchst du das Geld trotzdem früher, kannst du die Bank um eine vorzeitige Auflösung bitten. Einen Anspruch darauf hast du nicht. Stimmt die Bank zu, verlangt sie eine Entschädigung, deren Höhe sie nach billigem Ermessen festlegt. Diesen Maßstab regelt § 315 BGB zur Leistungsbestimmung nach billigem Ermessen. Feste Sätze für diese Entschädigung veröffentlicht die Bank nicht. Frag deshalb vorher schriftlich nach, welchen Betrag die Bank ansetzt, und entscheide erst dann.
Außerordentliche Kündigung
Einen Fall nennen die Bedingungen ausdrücklich: Verlegst du deinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt ins Ausland, kann das Festgeld außerordentlich gekündigt werden. Das passt zur Logik des Kontos, das einen Wohnsitz in Deutschland voraussetzt.
Daneben bleibt das allgemeine Recht zur Kündigung aus wichtigem Grund bestehen, das § 314 BGB für Dauerschuldverhältnisse regelt. Ein wichtiger Grund liegt nur vor, wenn dir das Festhalten am Vertrag bis zum Laufzeitende nicht zuzumuten ist. Ein höherer Zins an anderer Stelle oder eine geplante Anschaffung reichen dafür nicht.
Was du daraus für die Laufzeitwahl ableiten kannst
Weil der Weg aus dem Festgeld eng ist, gehört die Laufzeitwahl an den Anfang. Bist du unsicher, ob du das Geld in den nächsten Monaten brauchst, kannst du den Betrag auf mehrere kürzere Festgelder verteilen. Du verzichtest dann auf bis zu 0,50 Prozentpunkte Zins, hast aber früher wieder Zugriff auf einen Teil des Geldes.
Bevor du festlegst
Lege nur Geld fest an, auf das du bis zum Laufzeitende sicher verzichten kannst. Eine Reserve für unerwartete Ausgaben bleibt auf dem Tagesgeld, denn eine vorzeitige Auflösung des Festgelds hängt von der Zustimmung der Bank ab und kostet eine Entschädigung.
Festgeld oder Tagesgeld-Willkommenszins: Rechenbeispiele
Bei der Bank of Scotland liegen Tagesgeld und Festgeld direkt nebeneinander. Die Frage ist also nicht, ob du ein Tagesgeldkonto hast, sondern wie viel Geld du dort lässt und wie viel du festlegst. Die Antwort hängt vor allem davon ab, ob du den Willkommenszins für Neukunden bekommst. Eine allgemeine Einordnung beider Sparformen bietet der Beitrag Tagesgeld oder Festgeld: welche Sparform zu dir passt.
| Merkmal | Tagesgeld | Festgeld |
|---|---|---|
| Zins | 1,25 % p. a. variabel; Neukunden 3,00 % p. a. Willkommenszins für max. 12 Monate bis 100.000 € | 2,90 bis 3,40 % p. a., fest für die Laufzeit |
| Laufzeit | keine, täglich verfügbar | 3, 6, 9 oder 12 Monate |
| Anlagebetrag | ab 0,01 €, keine Mindesteinlage | 100 € bis 500.000 € |
| Zinsgutschrift | jährlich zum 31.12. bzw. bei Kontoschließung | bei Laufzeitende bzw. jährlich |
| Verfügbarkeit | jederzeit aufs Referenzkonto | keine ordentliche Kündigung vor Laufzeitende |
| Wer bekommt den Zins? | Willkommenszins nur für Neukunden | gleiches Angebot für Neu- und Bestandskunden |
| Kosten | Eröffnung, Führung, Schließung kostenfrei | kostenfrei, läuft über das Tagesgeldkonto |
Bestandskunden: der Abstand zum regulären Tagesgeld
Ohne Willkommenszins gilt auf dem Tagesgeld der reguläre Zins von 1,25 % p. a. Selbst das kürzeste Festgeld liegt mit 2,90 % um 1,65 Prozentpunkte darüber, das Jahresfestgeld mit 3,40 % um 2,15 Prozentpunkte. Auf 10.000 € über zwölf Monate sind das rund 125 € auf dem Tagesgeld gegenüber rund 340 € im Festgeld. Bestandskunden erhalten beim Festgeld dieselben Zinsen wie Neukunden.
Neukunden: Willkommenszins von 3,00 %
Neukunden erhalten auf dem Tagesgeld einen Willkommenszins von 3,00 % p. a. für höchstens zwölf Monate und auf Guthaben bis 100.000 €. Was darüber hinausgeht, verzinst die Bank mit dem regulären Zins. Als Neukunde gilt, wer in Deutschland wohnt und in den letzten sechs Monaten kein aktives oder zur Kündigung vorgemerktes Tagesgeldkonto bei der Bank hatte.
Das verändert die Rechnung. Jeder Euro, den du ins Festgeld umschichtest, nimmt nicht mehr am Willkommenszins teil. Für 10.000 € ergibt sich folgendes Bild:
- 3 Monate: Festgeld zu 2,90 % bringt rund 72,50 €, das Tagesgeld zu 3,00 % rund 75 €. Hier liegt das Tagesgeld vorn und bleibt täglich verfügbar.
- 6 Monate: Festgeld zu 3,10 % bringt rund 155 €, das Tagesgeld rund 150 €, sofern der Willkommenszins die ganze Zeit gilt.
- 12 Monate: Festgeld zu 3,40 % bringt rund 340 €, das Tagesgeld bei vollen zwölf Monaten Willkommenszins rund 300 €.
Die Unterschiede sind klein. Für Neukunden geht es deshalb weniger um ein paar Euro als um zwei andere Fragen: Wie wichtig ist dir die tägliche Verfügbarkeit? Und wie hoch schätzt du das Risiko ein, dass der Willkommenszins vorzeitig endet?
Good to know
Der Willkommenszins kann vor Ablauf der zwölf Monate enden: Fällt der Einlagenzins der Europäischen Zentralbank unter 1,50 % p. a., darf die Bank ihn beenden, wirksam 30 Kalendertage nach ihrer Mitteilung. Der Festgeldzins dagegen steht für die gesamte gewählte Laufzeit fest.
Beträge über 100.000 €
Ein Sonderfall sind größere Guthaben. Der Willkommenszins gilt nur bis 100.000 €, der Rest erhält 1,25 % p. a. Liegen etwa 130.000 € auf dem Tagesgeld, bringen die oberen 30.000 € nur den regulären Zins. Für diesen Teil fällt der Abstand zum Festgeld mit 1,65 bis 2,15 Prozentpunkten deutlich größer aus als beim Willkommenszins. Beachte bei solchen Summen aber die Grenze der Einlagensicherung, die im letzten Abschnitt erklärt wird.
Zinstreppe über die vier Laufzeiten
Eine Zinstreppe verteilt einen Betrag auf mehrere Laufzeiten. Bei der Bank of Scotland bietet sich die Aufteilung auf die vier Stufen an: je ein Viertel auf 3, 6, 9 und 12 Monate. Mit 10.000 €, also 2.500 € je Stufe, ergibt die erste Runde rund 18,13 €, 38,75 €, 60,00 € und 85,00 € Zinsen, zusammen rund 201,88 € vor Steuern.
Das ist weniger als ein Jahresfestgeld über den vollen Betrag, weil drei der vier Tranchen kürzer laufen. Der Sinn der Treppe liegt woanders: Alle drei Monate wird ein Teil frei, und du entscheidest neu, ob du ihn wieder anlegst oder anders nutzt. Wer jede fällige Tranche erneut für zwölf Monate anlegt, kommt nach dem ersten Jahr auf einen Rhythmus, in dem vierteljährlich Geld frei wird und alle Tranchen den Jahreszins tragen, sofern die Zinsen dann noch auf diesem Niveau liegen.
Zinsertrag auf 10.000 € in zwölf Monaten vor Steuern
Bank of Scotland Sparbrief: gibt es nicht, das Festgeld ist das Gegenstück
Wer nach einem Sparbrief der Bank of Scotland sucht, wird auf der Website der Bank nicht fündig. Im Sparbereich führt sie Tagesgeld und Festgeld. Ein Produkt unter dem Namen Sparbrief, Sparzertifikat oder Sparkassenbrief gehört nicht zum Angebot.
Was ein Sparbrief üblicherweise ist
Ein Sparbrief ist wie das Festgeld eine Geldanlage mit festem Zins und fester Laufzeit. Häufig laufen Sparbriefe mehrere Jahre, und je nach Vertragsform werden die Zinsen jährlich ausgezahlt, angesammelt oder vorab vom Ausgabepreis abgezogen. Eine vorzeitige Kündigung ist in der Regel ebenfalls ausgeschlossen. Die Unterschiede der Vertragsformen erklärt der Ratgeber Sparbrief: Vertragsformen und Zinszahlung.
Was das Festgeld der Bank of Scotland stattdessen bietet
Inhaltlich deckt das Festgeld der Bank of Scotland die Idee eines Sparbriefs ab, allerdings nur für kurze Zeiträume bis zu einem Jahr. Fester Zins, feste Laufzeit, keine ordentliche Kündigung: Diese Merkmale teilen beide Produkte. Der Unterschied liegt in der Laufzeit. Wer eine Anlage über mehrere Jahre sucht, findet bei dieser Bank kein Produkt, sondern kann höchstens nach jedem Jahr neu anlegen, zu dem dann gültigen Zins. Wie sich Festgeldzinsen am Markt insgesamt entwickeln, fasst der Überblick Festgeld-Angebote 2026 zusammen.
Einlagensicherung: wie dein Festgeld bei der Bank of Scotland geschützt ist
Der Name lässt an Großbritannien denken, für die Absicherung zählt aber der rechtliche Sitz. Die Lloyds Bank GmbH ist ein deutsches Kreditinstitut und Mitglied der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB). Das ist die gesetzliche Einlagensicherung für private Banken in Deutschland.
100.000 € je Einleger, Tagesgeld und Festgeld zusammen
Die gesetzliche Sicherung deckt Einlagen bis 100.000 € pro Einleger und Kreditinstitut, so steht es im Einlagensicherungsgesetz (§ 8 EinSiG). Die Grenze gilt für alle Einlagen bei der Bank zusammen. Tagesgeld und sämtliche Festgelder werden addiert. Liegen 30.000 € auf dem Tagesgeld und 80.000 € in zwei Festgeldern, hast du 110.000 € angelegt, gesetzlich gesichert sind davon 100.000 €.
Im Entschädigungsfall erstattet die EdB innerhalb von sieben Arbeitstagen, und zwar in Euro. So steht es im Informationsbogen für den Einleger, den die Bank bereitstellt. Mehr zur Absicherung und zur Einordnung der Bank liest du im Beitrag Bank of Scotland Einlagensicherung und Seriosität.
Was das für hohe Beträge bedeutet
Die Bank nimmt bis zu 500.000 € ins Festgeld, gesetzlich gesichert sind aber 100.000 €. Bei Beträgen in dieser Größenordnung lohnt der Blick auf die Summe aller Guthaben bei der Bank. Denk dabei auch an die Zinsen: Wer knapp unter 100.000 € anlegt, kann mit den gutgeschriebenen Zinsen am Ende über der Grenze liegen.
Was vor dem Abschluss zu prüfen ist
- den aktuellen Zins je Laufzeit im Preis- und Leistungsverzeichnis,
- ob du das Geld bis zum Laufzeitende sicher nicht brauchst,
- ob du als Neukunde den Willkommenszins auf dem Tagesgeld bekommst und wie lange er noch läuft,
- die Summe aller Einlagen bei der Bank im Verhältnis zur Sicherungsgrenze,
- ob ein Freistellungsauftrag eingerichtet ist.
Eine Einordnung aller Produkte der Bank, vom Tagesgeld bis zu den Krediten, findest du in unseren Bank of Scotland Erfahrungen.
Wichtiger Hinweis
Dieser Artikel informiert neutral über das Festgeld der Bank of Scotland. Er ist keine Anlage- oder Steuerberatung und keine Empfehlung. Die Zinssätze sind freibleibend und können sich für neue Anlagen jederzeit ändern. Du entscheidest eigenverantwortlich, ob und wie viel du anlegst.
Häufig gestellte Fragen
Welche Zinsen zahlt die Bank of Scotland auf Festgeld?
Laut Preis- und Leistungsverzeichnis (Stand 07.10.2026) 2,90 % p. a. für 3 Monate, 3,10 % für 6 Monate, 3,20 % für 9 Monate und 3,40 % für 12 Monate. Der Zins gilt fest für die gewählte Laufzeit.
Brauche ich für das Festgeld ein Tagesgeldkonto?
Ja. Das Tagesgeldkonto der Bank of Scotland ist das Verrechnungskonto. Der Anlagebetrag wird von dort abgebucht, und Kapital und Zinsen gehen bei Laufzeitende dorthin zurück.
Verlängert sich das Festgeld automatisch?
Nein. Bei Laufzeitende wird das Festgeld automatisch aufgelöst und auf das Tagesgeldkonto ausgezahlt. Eine Wiederanlage-Option gibt es nicht, ein neues Festgeld legst du selbst an.
Kann ich das Festgeld vorzeitig kündigen?
Eine ordentliche Kündigung ist ausgeschlossen. Eine vorzeitige Auflösung ist nur mit Zustimmung der Bank gegen eine Entschädigung möglich. Bei einem Umzug ins Ausland besteht ein außerordentliches Kündigungsrecht.
Bekommen Bestandskunden beim Festgeld andere Zinsen?
Nein. Das Festgeld hat für Neu- und Bestandskunden dasselbe Angebot. Nur der Willkommenszins auf dem Tagesgeld ist Neukunden vorbehalten.
Bietet die Bank of Scotland Festgeld über ein Jahr an?
Nein. Die längste Laufzeit beträgt zwölf Monate. Einen Sparbrief oder Festgeld mit mehrjähriger Laufzeit führt die Bank nicht.
Wie ist das Festgeld abgesichert?
Über die gesetzliche Einlagensicherung der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken bis 100.000 € je Einleger. Tagesgeld und Festgeld bei der Bank werden dabei zusammengerechnet.





