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Berlin-Hannover: Zugfahrt dauert bis Ende 2027 um 80 Minuten länger

12. September 2026, 17:24 Uhr28 AufrufeZuletzt geprüft: 12.09.2026

Das Wichtigste in Kürze

Ab Oktober müssen Reisende zwischen Nordrhein-Westfalen und Berlin mit längeren Fahrzeiten rechnen. Aufgrund der Generalsanierung der Strecke Berlin-Lehrte werden Fernzüge über Braunschweig und Magdeburg umgeleitet, was zu einer Verlängerung der Fahrtzeit um 80 Minuten führt. Die Sanierung soll bis Dezember 2027 abgeschlossen sein.

Die Deutsche Bahn leitet ab dem 2. Oktober 2025 für rund 14 Monate alle Fernzüge zwischen Berlin und Nordrhein-Westfalen über Braunschweig und Magdeburg um. Die Fahrzeit verlängert sich dadurch um 80 Minuten. Grund ist die Generalsanierung der 227 Kilometer langen Strecke zwischen Berlin und Lehrte, die bis Dezember 2027 vollständig gesperrt wird.

Sanierungsarbeiten auf der Berlin-Lehrte-Strecke

Zwischen Oktober 2025 und Dezember 2027 erneuert die Bahn auf der Strecke Berlin-Lehrte Weichen, Gleise und Oberleitungen. Ziel ist die langfristige Verbesserung der Zuverlässigkeit auf diesem stark frequentierten Abschnitt. Während der Arbeiten verkehren pro Richtung drei Fernzüge im Zwei-Stunden-Intervall über die Umleitungsstrecke.

Verzögerung bei der Stammbahn-Elektrifizierung

Die Elektrifizierung der parallel zur Schnellfahrstrecke verlaufenden Stammbahn als Ausweichroute verzögert sich um ein Jahr. Statt im Dezember 2026 wird sie nun erst im Dezember 2027 abgeschlossen. Ursprünglich sollte ab dem 13. Dezember 2025 zumindest ein Teil der Fernzüge eingleisig über diese Strecke direkt zwischen Berlin und Hannover verkehren. Die Bahn prüft derzeit verschiedene Optionen für mögliche Haltestellen in Stendal und Wolfsburg.

Ersatzverkehre und Güterverkehr

Die Deutsche Bahn verspricht ein verlässliches Grundangebot im Nah- und Fernverkehr. Wo keine Züge fahren können, richtet das Unternehmen Ersatzverkehre per Bus ein. Züge sollen möglichst nah an die gesperrten Streckenabschnitte herangeführt werden, bevor alternative Transportmittel zum Einsatz kommen.

Im Güterverkehr erfolgt ebenfalls eine Umleitung über Braunschweig und Magdeburg. Ab Ende Januar 2027 steht eine zweite Umleitungsstrecke über Halle-Eichenberg zur Verfügung, die derzeit modernisiert wird. Die Bahn plant bis Mitte der 2030er-Jahre mehr als 40 hochfrequentierte Korridore grundlegend zu sanieren.