Die führenden US-Banken haben im zweiten Quartal deutlich höhere Gewinne erzielt als erwartet. JPMorgan Chase verzeichnete mit 21,2 Milliarden US-Dollar den höchsten Quartalsgewinn ihrer Geschichte, getrieben durch einen Sonderertrag von 4,6 Milliarden Dollar aus dem Tausch von Visa-Anteilen. Auch Goldman Sachs, Citigroup, Wells Fargo und Bank of America profitierten von starken Einnahmen im Wertpapierhandel und Zinsgeschäft.
JPMorgan Chase: Rekordgewinn durch Visa-Transaktion
JPMorgan Chase steigerte den Quartalsüberschuss um 41 Prozent auf 21,2 Milliarden US-Dollar. Ein wesentlicher Treiber war der Tausch langjähriger Visa-Beteiligungen gegen andere Aktientypen des Zahlungsdienstleisters, der einen Sondergewinn von 4,6 Milliarden Dollar einbrachte. Selbst ohne diesen einmaligen Effekt übertraf die Bank die Analystenerwartungen in nahezu allen Geschäftsfeldern.
CEO Jamie Dimon hob hervor, dass der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in bestimmten Bereichen zu Einsparungen von bis zu 40 Prozent der Arbeitsplätze geführt habe.
Goldman Sachs: Wertpapierhandel treibt Erträge
Goldman Sachs erzielte einen Gewinn von 6,6 Milliarden Dollar, was einer Steigerung von 78 Prozent entspricht. Die Gesamterträge kletterten um 39 Prozent auf 20,3 Milliarden Dollar. Besonders stark entwickelte sich der Aktienhandel mit einem Plus von über 70 Prozent. Im Anleihen-, Währungs- und Rohstoffhandel verzeichnete die Bank ein Wachstum von fast einem Drittel. Die Gebühreneinnahmen aus Beratungsleistungen bei Börsengängen stiegen um mehr als die Hälfte.
Citigroup: Sparkurs steigert Profitabilität
Citigroup unter CEO Jane Fraser erhöhte die Erträge um 14 Prozent auf 24,8 Milliarden Dollar. Der Aktienhandel brachte 45 Prozent mehr Einnahmen als im Vorjahr. Bei gleichzeitig moderatem Kostenanstieg von nur fünf Prozent verbesserte sich die Profitabilität deutlich. Der strikte Sparkurs der Bank zeigte damit messbare Wirkung in der Ergebnisrechnung.
