Zwischen Juni 2014 und Juni 2025 wurde das Wachstum der Beschäftigung in Deutschland überwiegend durch ausländische Arbeitskräfte gestützt. 43 Prozent des Beschäftigungsanstiegs entfallen auf Staatsbürger aus Drittstaaten, wovon etwa ein Drittel aus den acht wichtigsten Herkunftsländern von Asylbewerbern stammt. Ohne diese Zuwanderung wäre die Zahl der Erwerbstätigen bereits erheblich gesunken.
Verdopplung der Beschäftigung aus Hauptfluchtländern
In den letzten fünf Jahren hat sich die Anzahl sozialversicherungspflichtig Beschäftigter aus Hauptfluchtländern mehr als verdoppelt. Daniel Terzenbach, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit, führt diese Entwicklung auf eine erfolgreiche Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt zurück. Zu den bedeutenden Herkunftsländern zählen:
- Syrien
- Afghanistan
Terzenbach betont, dass diese Fortschritte das vorhandene Potenzial verdeutlichen und eine Investition in die Zukunft des deutschen Arbeitsmarktes darstellen.
Demografischer Rückgang ab 2026 erwartet
Andrea Nahles, Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, prognostiziert für 2026 einen Rückgang des Erwerbspotenzials um etwa 40.000 Personen. Dieser Rückgang wird durch den Eintritt geburtenstarker Jahrgänge ins Rentenalter verursacht. Zuwanderung allein kann die demografischen Herausforderungen nicht vollständig kompensieren.
