ING App: Funktionen, Einrichtung und Sicherheit im Überblick 2026

Das Wichtigste in Kürze:

Die ING App heißt seit Ende 2024 offiziell „ING Deutschland“ und vereint Banking und Brokerage in einer einzigen App. Über 6 Millionen aktive Nutzer verwalten damit Girokonto, Depot und Sparkonten. Dieser Artikel erklärt alle Funktionen, zeigt die Einrichtung Schritt für Schritt und beleuchtet die Sicherheitsarchitektur hinter der App.

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Was die ING App kann: Funktionsumfang auf einen Blick

Die ING App ist seit Ende 2024 offiziell unter dem Namen „ING Deutschland“ bekannt – vorher hieß sie „Banking to go“. Der Namenswechsel ist kein Zufall: Die App ist heute weit mehr als ein einfaches Banking-Tool. Sie vereint Girokonto, Depot, Sparkonto und Kreditverwaltung in einer einzigen Anwendung, ohne dass du eine separate Trading-App brauchst. Das unterscheidet sie von vielen Wettbewerbern, die Banking und Brokerage in getrennten Apps führen.

Im Bereich Girokonto und Zahlungsverkehr bietet die App alles, was du im Alltag brauchst. Du siehst alle deine ING-Produkte auf einen Blick, kannst Umsätze durchsuchen, filtern und mit Notizen versehen. Für Überweisungen stehen fünf verschiedene Wege zur Verfügung: Standard-SEPA, Echtzeit-Überweisung, Fotoüberweisung mit automatischer IBAN-Erkennung per Kamera, QR-Code-Überweisung und Überweisungen per gespeicherter Vorlage. Daueraufträge und Terminüberweisungen lassen sich direkt in der App einrichten, ändern und löschen.

Mobiles Bezahlen funktioniert über Apple Pay und Google Pay. Deine VISA Card kannst du direkt in der App aktivieren, ohne auf eine physische Karte warten zu müssen. Besonders praktisch: Mit der Funktion „ING Bargeld“ zahlst du an teilnehmenden Ladenkassen Geld ein oder hebst es ab – ganz ohne deine physische Karte. Für Geldtransfers unter Freunden gibt es den integrierten P2P-Dienst Wero, mit dem du Geld in Echtzeit senden und empfangen kannst. Push-Benachrichtigungen informieren dich sofort bei jeder Abbuchung oder Gutschrift, wenn du das möchtest.

Im Bereich Wertpapierhandel ist die App erstaunlich vollständig ausgestattet. Du kannst Aktien, ETFs, Fonds, Anleihen, Zertifikate, Hebelprodukte und sogar Krypto-ETNs kaufen und verkaufen. Echtzeit-Kurse und interaktive Charts helfen dir bei der Entscheidung. Noch nicht ausgeführte Aufträge verwaltest du im Ordermanager. ETF- und Aktiensparpläne lassen sich direkt in der App einrichten und anpassen. Über 900 ETFs sind sparplanfähig, viele davon ohne Ausführungsgebühr – ein echter Wettbewerbsvorteil.

Die Kartenverwaltung ist ebenfalls vollständig integriert. Du kannst Karten jederzeit sperren, eine Ersatzkarte bestellen, deine Girocard-PIN anfordern und Tages- sowie Wochenlimits flexibel anpassen. Die digitale Postbox liefert Kontoauszüge, Steuerbescheinigungen und Banknachrichten direkt ins Smartphone. Ein Darkmode ist verfügbar. Was fehlt: Multibanking (also die Verwaltung von Konten anderer Banken) und ein integriertes Haushaltsbuch. Wer diese Funktionen braucht, greift zu Drittanbieter-Apps wie Finanzguru oder Finanzblick als Ergänzung.

📌 Good to know

Börseninformationen und Watchlisten kannst du auch ohne ING-Kundenkonto einsehen. Ein kostenloses Benutzerkonto reicht dafür aus – praktisch, wenn du die App erst testen möchtest, bevor du Kunde wirst.

ING App einrichten: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Die Einrichtung der ING App ist in wenigen Minuten erledigt, wenn du die nötigen Zugangsdaten griffbereit hast. Der Prozess ist klar strukturiert und funktioniert auf Android-Geräten ab Version 9 sowie auf iPhones ab iOS 15. Für den vollen Funktionsumfang und eine längere Nutzungsdauer empfiehlt sich iOS 16 oder Android 11. Die App ist kostenlos im Apple App Store und im Google Play Store erhältlich.

Schritt 1: App herunterladen und öffnen

Lade die App „ING Deutschland“ aus dem jeweiligen Store herunter. Nach dem ersten Öffnen tippst du auf „Login“ und wirst durch die Einrichtung geführt. Achte darauf, dass du die offizielle App der ING Deutschland lädst – nicht eine Drittanbieter-App mit ähnlichem Namen.

Schritt 2: mobilePIN festlegen

Als erstes legst du deine mobilePIN fest. Das ist eine selbstgewählte, fünfstellige PIN. Sie schützt den Zugang zur App und wird auch zur Freigabe von Überweisungen und anderen Aufträgen verwendet. Wähle eine PIN, die du dir gut merken kannst, aber nicht leicht zu erraten ist – also keine Geburtstage oder einfachen Zahlenfolgen wie 12345.

Schritt 3: Biometrie optional aktivieren

Nach der PIN-Vergabe kannst du Face ID, Touch ID oder den Fingerabdruckscanner deines Android-Geräts als alternative oder ergänzende Login-Methode aktivieren. Das ist optional, aber empfehlenswert: Biometrie ist schneller als die PIN-Eingabe und mindestens genauso sicher.

Schritt 4: Erste Anmeldung mit Zugangsdaten

Für die erste Anmeldung brauchst du deine Zugangsnummer – das sind die letzten zehn Stellen deiner IBAN oder deine Depotnummer – sowie deine Internetbanking-PIN. Alternativ funktioniert auch die Kombination aus Benutzername und Passwort, falls du diese bereits eingerichtet hast.

Schritt 5: Gerät aktivieren

Damit die App weiß, dass dieses Gerät dir gehört, ist eine Geräteaktivierung nötig. Dafür stehen vier Methoden zur Auswahl: ein Einmalpasswort per SMS, das Scannen deines Personalausweises oder Reisepasses (EU, UK, Norwegen und Schweiz werden unterstützt), die Online-Ausweisfunktion (eID) mit sechsstelliger eID-PIN oder fünfstelliger Einmal-PIN, oder die Freigabe über ein bereits registriertes altes Gerät. Letzteres ist die schnellste Methode, wenn du noch ein funktionierendes Gerät hast.

Gerätewechsel: So geht’s richtig

Beim Wechsel auf ein neues Smartphone lädst du die App erneut herunter und durchläufst die Einrichtungsschritte. Anschließend meldest du das alte Gerät unter „Service → Login und Sicherheit → Gerät entfernen oder umbenennen“ ab. Wichtig: Deinstalliere die App auf dem alten Gerät erst, nachdem du das neue Gerät erfolgreich eingerichtet hast. Du kannst die App auf bis zu drei Geräten gleichzeitig nutzen – praktisch, wenn du Smartphone und Tablet parallel verwendest.

💡 Tip

Wenn du die App neu installierst, ohne das Gerät vorher aus der Geräteverwaltung zu entfernen, ist eine erneute Aktivierung per SMS, Ausweisscan oder eID nötig. Plane das ein, bevor du dein altes Gerät zurückgibst oder verkaufst.

Sicherheitsarchitektur der ING App: So schützt die Bank deine Daten

Sicherheit ist bei einer Banking-App kein Nice-to-have, sondern das Fundament. Die ING setzt dabei auf mehrere ineinandergreifende Schutzebenen, die zusammen ein robustes System ergeben. Verstehen, wie dieses System funktioniert, hilft dir auch dabei, selbst sicherer mit der App umzugehen.

Die erste Schutzebene ist die mobilePIN. Diese fünfstellige, selbstgewählte PIN ist Pflicht – ohne sie kommst du nicht in die App und kannst keine Aufträge freigeben. Sie ist der Basisschutz für den Fall, dass jemand dein entsperrtes Smartphone in die Hand bekommt. Ergänzend oder alternativ kannst du biometrische Verfahren nutzen: Face ID auf dem iPhone, Touch ID auf älteren Apple-Geräten oder den Fingerabdruckscanner auf Android-Smartphones. Biometrie ist nicht nur bequemer, sondern auch schwerer zu kompromittieren als eine PIN, die jemand beim Eintippen beobachten könnte.

Die zweite Schutzebene ist die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA). Bei der ING fungiert die App selbst als Freigabeverfahren für Transaktionen und Online-Banking-Logins. Das nennt sich Ein-App-Prinzip: Du brauchst keine separate App für die Transaktionsbestätigung. Das ist ein Unterschied zu Sparkassen, die ein Zwei-App-Verfahren nutzen – dort gibt es eine separate S-pushTAN-App für die 2FA, was das Prinzip der Kanaltrennung stärker betont. Beide Ansätze haben ihre Berechtigung; das Ein-App-Prinzip der ING ist bequemer, während das Zwei-Kanal-Prinzip theoretisch einen zusätzlichen Schutz bietet, falls ein Gerät kompromittiert wird.

Die dritte Schutzebene ist die kryptografische Gerätebindung. Die App ist durch kryptografische Verfahren an das registrierte Gerät gebunden. Das bedeutet: Selbst wenn jemand deine Login-Daten kennt, kann er sich ohne das physisch registrierte Gerät nicht einloggen. Diese Bindung schützt vor unberechtigtem Zugriff und vor Manipulation der App-Daten.

Alle Daten werden bei der Übertragung verschlüsselt – die ING setzt auf TLS-Verschlüsselung (Transport Layer Security), den aktuellen Standard für sichere Datenübertragung im Internet. Zusätzlich gilt das Prinzip der Datensparsamkeit: Es werden nur die Daten erhoben, die für den Betrieb der App tatsächlich notwendig sind.

Bei Geräteverlust ist ein Fernzurücksetzen der App jederzeit möglich. Das bedeutet: Wenn dein Smartphone gestohlen wird oder verloren geht, kannst du die App-Registrierung remote löschen, sodass niemand mit dem gefundenen Gerät auf dein Konto zugreifen kann. Anschließend richtest du die App auf einem neuen Gerät neu ein.

Besonders aktiv ist die ING beim Thema Phishing-Schutz. Das Unternehmen überwacht kontinuierlich das Internet auf gefälschte Websites und Apps, die die ING-Marke missbrauchen. In Zusammenarbeit mit internationalen Behörden werden solche Fakes schnell entfernt. Kunden werden aktiv über aktuelle Betrugsmaschen informiert. Studien zeigen übrigens: Banking-Apps gelten als mindestens so sicher wie Online-Banking am Desktop – oft sogar sicherer, weil biometrische Authentifizierung und Echtzeit-Benachrichtigungen Betrug schneller sichtbar machen.

Kosten im Überblick: Girokonto, Depot und Ordergebühren

Die App selbst kostet nichts – weder Download noch Nutzung fallen mit einer Gebühr an. Die relevanten Kosten entstehen durch die Produkte dahinter: Girokonto, Depot und einzelne Transaktionen. Hier lohnt sich ein genauer Blick, denn die Konditionen sind je nach Nutzungsprofil sehr unterschiedlich.

Girokonto: Wann ist es kostenlos?

Das ING Girokonto ist kostenlos, wenn du jeden Monat mindestens 1.000 Euro Geldeingang auf dem Konto hast – das ist der offizielle Wert aus dem Preis- und Leistungsverzeichnis. Für Kontoinhaber unter 28 Jahren entfällt diese Bedingung komplett: Das Konto ist ohne weitere Voraussetzungen kostenlos. Wer den Schwellenwert von 1.000 Euro nicht erreicht, zahlt 4,90 Euro pro Monat. Die nachhaltige Kontovariante „Girokonto Future“ kostet 1,00 Euro monatlich zusätzlich. Eine optionale Girocard lässt sich für 0,99 Euro pro Monat hinzubuchen; die VISA Debitkarte ist standardmäßig kostenlos inklusive.

Bargeld abheben ist an Visa-Geldautomaten in Deutschland und im Euro-Raum ab einem Betrag von 50 Euro gebührenfrei. Im Nicht-Euro-Ausland fällt ein Auslandseinsatzentgelt von 1,99 Prozent auf den EZB-Referenzkurs an – das gilt sowohl für Abhebungen als auch für Kartenzahlungen in Fremdwährung. Bargeld einzahlen über die App-Funktion an Ladenkassen kostet 1,5 Prozent des Einzahlungsbetrags. Das tägliche Abhebungslimit je Karte liegt bei 1.000 Euro. SEPA-Überweisungen, Echtzeitüberweisungen, Daueraufträge und Terminüberweisungen sind online und mobil kostenlos.

Depot: Kostenstruktur beim Wertpapierhandel

Die Depotführung ist kostenlos und ohne Bedingungen – kein Mindestumsatz, keine Mindesteinlage. Das Verrechnungskonto (ein Tagesgeldkonto) ist ebenfalls kostenlos und wird verzinst. ETF-Sparpläne werden ohne Ausführungsgebühr abgewickelt; der Mindest-Sparplanbetrag liegt bei 1 Euro. Über 900 ETFs sind sparplanfähig. Für Kunden unter 28 Jahren gibt es das Direkt-Depot Young mit reduzierten Ordergebühren.

Beim Direkthandel gilt folgende Gebührenstruktur: 4,90 Euro Grundgebühr plus 0,25 Prozent des Kurswerts, maximal 69,90 Euro. Die folgende Tabelle zeigt, was eine Order je nach Anlagebetrag kostet:

Anlagebetrag Grundgebühr Prozentualer Anteil Gesamtgebühr
100 € 4,90 € 0,25 € ca. 5,15 €
500 € 4,90 € 1,25 € ca. 6,15 €
1.000 € 4,90 € 2,50 € ca. 7,40 €
5.000 € 4,90 € 12,50 € ca. 17,40 €
20.000 € 4,90 € 50,00 € ca. 54,90 €
≥ 25.960 € 4,90 € ≥ 64,90 € 69,90 € (Deckel)

Ab einem Kurswert von rund 25.960 Euro greift die Deckelung bei 69,90 Euro – für große Einzelorders ist das ein echter Vorteil gegenüber rein prozentualen Gebührenmodellen. ETF-Sparpläne kosten dagegen gar nichts in der Ausführung, was sie für den langfristigen Vermögensaufbau besonders attraktiv macht. Unabhängige Finanzvergleiche bewerten die ING-Depotkosten als „sehr niedrig“ im Marktvergleich.

ING App in Zahlen: Nutzerbasis und Store-Bewertungen

Zahlen sagen mehr als Werbeversprechen. Die ING Deutschland ist mit rund 8,0 Millionen Kunden die größte Direktbank des Landes. Von diesen 8 Millionen nutzen über 6 Millionen aktiv die App – das entspricht rund 75 Prozent der Gesamtkundschaft. Etwa 1,0 Million Kunden haben ein Direkt-Depot und handeln Wertpapiere über die App. Diese Zahlen zeigen: Die App ist nicht nur ein Zusatzangebot, sondern der primäre Kanal für die meisten ING-Kunden.

Die Nutzerzufriedenheit spiegelt sich in den Store-Bewertungen wider. Im Apple App Store hält die App konstant eine Bewertung von 4,8 von 5 Sternen – sowohl im Januar 2023 mit über 699.000 Bewertungen als auch im Oktober 2023 mit über 455.000 Bewertungen. Im Google Play Store liegt die Bewertung bei 4,6 von 5 Sternen (Stand Oktober 2023). Diese Kontinuität über verschiedene Zeitpunkte hinweg deutet auf stabile Nutzerzufriedenheit hin, nicht auf einen einmaligen Ausreißer.

ING App: Store-Bewertungen und Nutzerbasis

0 2 4 6 8 4,8 iOS Jan. 2023 4,8 iOS Okt. 2023 4,6 Android Okt. 2023 8,0 Mio. Gesamt- kunden 6,0 Mio. App- Nutzer Store-Bewertung (Sterne) Nutzerbasis (Mio.)

Was diese Zahlen für dich bedeuten: Eine App mit über 6 Millionen aktiven Nutzern und konstant hohen Bewertungen wird intensiv weiterentwickelt. Bugs werden schnell gemeldet und behoben. Neue Funktionen kommen regelmäßig. Das ist ein struktureller Vorteil gegenüber kleineren Anbietern, die weniger Ressourcen in die App-Entwicklung stecken können. Unabhängige Finanzvergleiche bestätigen die niedrigen Depotkosten der ING – ein Faktor, der bei langfristigen Anlegern besonders ins Gewicht fällt.

Häufige Probleme und Lösungen: Was tun, wenn die ING App nicht funktioniert?

Auch eine gut bewertete App kann gelegentlich Probleme machen. Meistens liegt es nicht an der App selbst, sondern an veralteter Software oder einer schlechten Internetverbindung. Hier ist ein strukturierter Lösungsweg, der in den meisten Fällen hilft.

Schritt 1: App aktualisieren

Der häufigste Grund für Fehler ist eine veraltete App-Version. Öffne den App Store oder Google Play Store und prüfe, ob ein Update verfügbar ist. ING veröffentlicht regelmäßig Updates mit Bugfixes und neuen Funktionen. Viele Probleme lösen sich nach einem Update von selbst.

Schritt 2: Betriebssystem aktualisieren

Die ING App benötigt mindestens iOS 15 oder Android 9. Wenn dein Betriebssystem älter ist, kann die App instabil laufen oder bestimmte Funktionen verweigern. Prüfe in den Geräteeinstellungen, ob ein System-Update verfügbar ist. Empfohlen sind iOS 16 oder Android 11 für den vollen Funktionsumfang.

Schritt 3: Gerät neu starten

Ein einfacher Neustart des Smartphones löst überraschend viele App-Probleme. Speicher wird freigegeben, Hintergrundprozesse werden beendet, und die App startet mit einer sauberen Umgebung neu. Das klingt banal, hilft aber in vielen Fällen.

Schritt 4: App deinstallieren und neu installieren

Wenn die App trotzdem nicht funktioniert, deinstalliere sie und installiere sie neu. Wichtig: Entferne das Gerät vorher NICHT aus der Geräteverwaltung in der App. Wenn du das Gerät vorher abmeldest, musst du die vollständige Aktivierung per SMS, Ausweisscan oder eID erneut durchlaufen. Wenn du das Gerät in der Verwaltung lässt und nur die App neu installierst, reicht in der Regel die mobilePIN zur Wiederherstellung.

Schritt 5: Internetverbindung prüfen

Prüfe, ob dein WLAN oder mobiles Datennetz funktioniert. Manchmal hilft es, zwischen WLAN und mobilem Netz zu wechseln. Öffentliche WLAN-Netzwerke können manchmal Banking-Apps blockieren – in dem Fall nutze lieber das mobile Datennetz.

Geräteverlust: Was jetzt?

Wenn dein Smartphone verloren geht oder gestohlen wird, kannst du die App-Registrierung remote zurücksetzen lassen. Kontaktiere dafür den ING-Support über Telefon. Anschließend richtest du die App auf einem neuen Gerät neu ein und durchläufst die Aktivierung erneut. Der ING-Support ist über die Postbox in der App, per Telefon und über den Chat erreichbar.

📌 Good to know

Wenn du die App auf einem neuen Gerät einrichtest und noch Zugriff auf das alte Gerät hast, ist die Aktivierung am schnellsten: Das alte Gerät bestätigt die Einrichtung des neuen in Sekunden – kein SMS-Code, kein Ausweisscan nötig.

ING App vs. Konkurrenz: Stärken, Schwächen und Alternativen

Kein Produkt ist perfekt, und die ING App ist keine Ausnahme. Ein ehrlicher Vergleich mit der Konkurrenz zeigt, wo die App glänzt und wo sie Lücken lässt.

Stärke: Banking und Brokerage in einer App

Der größte Vorteil der ING App ist die Kombination aus Banking und Brokerage in einer einzigen Anwendung. Wettbewerber wie die DKB oder Comdirect betreiben teils getrennte App-Strukturen für Banking und Depot. Das bedeutet für dich: Zwei Apps installieren, zwei Apps pflegen, zwischen zwei Apps wechseln. Bei der ING reicht eine App für alles – Girokonto, Depot, Sparkonto, Kreditverwaltung, Kartensperrung, Postbox.

Stärke: Kostenstruktur

ETF-Sparpläne ohne Ausführungsgebühr, kostenlose Depotführung ohne Bedingungen, Mindest-Sparplanbetrag von 1 Euro – das ist eine Kombination, die im Marktvergleich sehr wettbewerbsfähig ist. Viele traditionelle Banken verlangen Depotgebühren oder Sparplan-Ausführungsentgelte. Für langfristige Anleger summieren sich diese Unterschiede über Jahre zu erheblichen Beträgen.

Stärke: Sicherheitsarchitektur

Das Ein-App-Prinzip der ING – die App selbst als 2FA-Freigabeinstrument – ist bequemer als das Zwei-App-Verfahren der Sparkassen. Ob das sicherheitstechnisch besser oder schlechter ist, hängt vom Bedrohungsmodell ab. Für die meisten Privatnutzer ist das Ein-App-Prinzip ausreichend sicher und deutlich komfortabler.

Schwäche: Kein Multibanking

Die ING App zeigt nur ING-eigene Konten und Depots. Wer Konten bei mehreren Banken hat, muss zwischen verschiedenen Apps wechseln. Apps wie Finanzguru oder Finanzblick schließen diese Lücke: Sie aggregieren Konten verschiedener Banken in einer Übersicht und bieten zusätzlich ein Haushaltsbuch. Diese Drittanbieter-Apps lassen sich gut als Ergänzung zur ING App nutzen.

Schwäche: Kein integriertes Haushaltsbuch

Wer seine Ausgaben kategorisieren und budgetieren möchte, findet in der ING App keine entsprechende Funktion. Die Umsatzübersicht mit Suchfunktion und Notizfunktion ist ein Anfang, aber kein vollwertiges Haushaltsbuch. Hier sind spezialisierte Apps klar im Vorteil.

Schwäche: Auslandseinsatzentgelt

Das Auslandseinsatzentgelt von 1,99 Prozent im Nicht-Euro-Ausland ist ein Nachteil gegenüber Anbietern wie N26 oder Wise, die Fremdwährungszahlungen günstiger oder kostenlos anbieten. Wer häufig außerhalb der Eurozone reist oder einkauft, sollte das in seine Entscheidung einbeziehen.

Unterm Strich ist die ING App eine der stärksten Banking-Apps auf dem deutschen Markt – besonders für Nutzer, die sowohl ein Girokonto als auch ein Depot führen wollen. Die Schwächen bei Multibanking und Haushaltsbuch lassen sich mit Drittanbieter-Apps gut kompensieren.

Häufig gestellte Fragen

Ist die ING App kostenlos?

Ja, die App ist kostenlos herunterladbar und kostenlos nutzbar. Das Girokonto ist bei monatlichem Geldeingang ab 1.000 Euro oder für Kunden unter 28 Jahren ebenfalls kostenlos. Das Depot wird ohne Depotgebühren geführt. Transaktionskosten fallen nur beim Wertpapierhandel an.

Auf wie vielen Geräten kann ich die ING App gleichzeitig nutzen?

Du kannst die ING App auf bis zu drei Geräten gleichzeitig registrieren und nutzen. Das ist praktisch, wenn du Smartphone und Tablet parallel verwenden möchtest. Jedes Gerät muss separat aktiviert werden.

Was ist die mobilePIN und wozu brauche ich sie?

Die mobilePIN ist eine selbstgewählte, fünfstellige PIN. Sie schützt den App-Zugang und wird zur Freigabe von Überweisungen und anderen Aufträgen verwendet. Optional kannst du Face ID oder Fingerabdruck als schnellere Alternative einrichten.

Was kostet eine Wertpapierorder über die ING App?

Im Direkthandel gilt: 4,90 Euro Grundgebühr plus 0,25 Prozent des Kurswerts, maximal 69,90 Euro. Eine Order über 1.000 Euro kostet also rund 7,40 Euro. ETF-Sparpläne werden dagegen ohne Ausführungsgebühr abgewickelt.

Wie sicher ist die ING App?

Die App nutzt kryptografische Gerätebindung, TLS-Datenverschlüsselung, eine fünfstellige mobilePIN, optionale Biometrie und die App selbst als 2FA-Freigabeinstrument. Bei Geräteverlust ist ein Fernzurücksetzen möglich. ING überwacht aktiv Phishing-Versuche.

Kann ich über die ING App Bargeld ohne physische Karte abheben?

Ja. Mit der Funktion „ING Bargeld“ kannst du an teilnehmenden Ladenkassen Bargeld ein- und auszahlen – nur mit der App, ohne physische Karte. Für Einzahlungen fällt ein Entgelt von 1,5 Prozent des Einzahlungsbetrags an.

Was fehlt der ING App im Vergleich zu anderen Banking-Apps?

Multibanking (Verwaltung von Konten anderer Banken) und ein integriertes Haushaltsbuch sind nicht vorhanden. Diese Funktionen lassen sich mit Drittanbieter-Apps wie Finanzguru oder Finanzblick gut ergänzen.


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