Die deutsche Rüstungsindustrie kann die Arbeitsplatzverluste aus dem industriellen Strukturwandel nicht auffangen. Laut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) wechselten im vergangenen Jahr lediglich 1.100 Beschäftigte aus anderen Industriezweigen in die Rüstungsbranche – dreimal mehr als vor 2020, aber weit entfernt von den benötigten Kapazitäten. Zusätzlich fanden 1.400 Personen von außerhalb den Weg in diesen Sektor. Dem gegenüber stehen 23.000 Mitarbeiter, die aus der Industrie in öffentliche Verwaltung oder Sozialversicherung wechselten.
Monatlicher Stellenabbau: 15.000 Industriearbeitsplätze
Der industrielle Arbeitsmarkt verliert derzeit monatlich etwa 15.000 Stellen. Die Neuschaffung von Arbeitsplätzen bleibt deutlich hinter dem Bedarf zurück. Die IAB-Studie konstatiert einen kontinuierlichen Rückgang der Investitionen über mehrere Jahre hinweg. Neugründungen befinden sich auf einem historischen Tiefpunkt.
Strukturelle Belastungen der Wirtschaft
Mehrere Faktoren erschweren die industrielle Transformation:
- Energiekrisen belasten die Wirtschaft zusätzlich
- Anpassungen an neue Märkte und veränderte Handelsbeziehungen mit China und den USA stellen weitere Hürden dar
Die Dynamik im industriellen Bereich stagniert weitgehend. Eine erfolgreiche Transformation erfordert laut Studie eine umfassende wirtschaftliche Erneuerung.
Forderungen nach politischen Maßnahmen
Experten sehen dringenden Handlungsbedarf für politische Eingriffe. Weber betont die Notwendigkeit, den Arbeitsmarkt anzuregen und berufliche Fortschritte voranzutreiben. Die Studie fordert den Einsatz aller verfügbaren Instrumente für die Weiterentwicklung des Arbeitsmarktes.
Erforderliche Maßnahmen
- Einsatz von Flexibilität zur Anpassung an neue Gegebenheiten
- Konzentration auf Kompetenzentwicklung zur Förderung des Wandels innerhalb bestehender Tätigkeitsfelder sowie beim Übergang zu aufstrebenden Bereichen
