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Europas dringender Handlungsbedarf angesichts des Kapitals

27. September 2026, 19:08 Uhr5 AufrufeZuletzt geprüft: 27.09.2026

Das Wichtigste in Kürze

Internationale Investoren sehen Europa als attraktivsten Investitionsstandort, mit Deutschland an der Spitze. Eine Umfrage zeigt, dass politische Stabilität und Innovationskraft gelobt werden, während bürokratische Hürden kritisiert werden. Deutsche-Bank-Vorstand Alexander von zur Mühlen betont die Notwendigkeit von Reformen und Offenheit gegenüber dem Ausland.

Internationale Investoren bewerten Europa als attraktivste Region für Investitionen weltweit. Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar im Auftrag der Deutschen Bank unter 1.200 Führungskräften aus 13 Märkten außerhalb Europas zeigt: 67 Prozent der befragten Unternehmen haben bereits in Europa investiert, die übrigen planen Investitionen innerhalb der nächsten fünf Jahre. Deutschland nimmt innerhalb Europas die Spitzenposition ein.

Umfrageergebnisse: 1.200 Führungskräfte aus 13 Märkten

Das Meinungsforschungsinstitut Kantar befragte zwischen Juli und August Entscheidungsträger aus Unternehmen außerhalb Europas. Alexander von zur Mühlen, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank und verantwortlich für die Regionen Asien-Pazifik, Naher Osten sowie Afrika, beobachtet: Das positive Bild von Deutschland und Europa steigt mit zunehmender geografischer Entfernung der Investoren.

Kritikpunkte: Kostenstrukturen und Genehmigungsverfahren

Trotz der hohen Attraktivität nennen die befragten Unternehmen konkrete Schwachstellen. Von zur Mühlen formuliert: Die größte Bremse für Europa ist Europa selbst. Die Fragmentierung verhindert die optimale Nutzung der Binnenmarkt-Vorteile.

  • Kritik: Hohe Kostenstrukturen
  • Kritik: Langsame Genehmigungsverfahren
  • Kritik: Hürden im grenzüberschreitenden Geschäftsumfeld
  • Lob: Politische Stabilität
  • Lob: Innovationskraft

Reformdruck und politische Entwicklungen

Von zur Mühlen sieht durch jüngste Landtagswahlen wachsenden Druck zu Reformen. Er betont, dass Populismus keinerlei Probleme löse. Deutschland und Europa müssten nach außen Offenheit demonstrieren und gleichzeitig intern den Reformdruck erhöhen, um die vorhandenen strukturellen Hemmnisse abzubauen und die Attraktivität für internationale Investoren weiter zu steigern.