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Digitalzahlen auf dem Vormarsch: Deutschland schließt auf, trotz Vorliebe für Bargeld

27. September 2026, 19:08 Uhr6 AufrufeZuletzt geprüft: 27.09.2026

Das Wichtigste in Kürze

Deutschland holt beim digitalen Bezahlen auf, bleibt aber im internationalen Vergleich zurück. Eine Studie der Boston Consulting Group zeigt, dass die Zahl elektronischer Zahlungen bis 2025 stark wächst. Trotzdem dominiert Bargeld weiterhin den Alltag vieler Deutscher, während Kartenzahlungen zunehmen.

Deutschland verzeichnet beim digitalen Bezahlen deutliche Fortschritte, liegt aber weiterhin unter dem EU-Durchschnitt. Laut einer Studie der Boston Consulting Group wurden 2025 durchschnittlich 300 elektronische Zahlungen pro Person in Deutschland durchgeführt. Das Wachstum von 10 Prozent übertrifft den EU-Durchschnitt von 8 Prozent.

Elektronische Zahlungen: Deutschland unter EU-Durchschnitt

Der Wert von 300 elektronischen Zahlungen pro Kopf liegt deutlich unter dem EU-Durchschnitt von etwa 400 Transaktionen. Die nordischen Spitzenreiter Norwegen, Dänemark, Schweden und Finnland erreichen ungefähr 700 elektronische Zahlungen pro Person. Die Analyse umfasst alle elektronischen Bezahlmethoden wie Kartenzahlungen und schließt Bargeld oder Schecks aus.

Kartenzahlungen: Starkes Wachstum in Deutschland

Bei den Kartenzahlungen zeigt sich ein ausgeprägter Aufwärtstrend. Im Jahr 2025 gab es in Deutschland durchschnittlich 196 Kartentransaktionen pro Kopf. Die Anzahl der Kartenzahlungen stieg um 11,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr – ein Wachstum, das deutlich über den Raten in anderen Teilen Europas oder Nordamerikas liegt. Markus Ampenberger, Experte für Zahlungsverkehr bei BCG und Co-Autor der Studie, betont: „Obwohl sich Deutschland beim digitalen Bezahlen verbessert hat, bleibt das Bargeld weiterhin ein fester Bestandteil des Alltags.“

Bargeld behält wichtige Rolle im Zahlungsverkehr

Trotz der Digitalisierung bleibt Bargeld in Deutschland beliebt. Nach Angaben der Bundesbank zahlten im Jahr 2025 mehr Menschen digital als mit Bargeld. Besonders ältere Menschen sowie Personen ohne digitale Erfahrung greifen jedoch weiterhin häufig zu Münzen und Scheinen.