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Konsumflaute: Verbraucher setzen auf Sparen statt Einkaufen

27. September 2026, 19:08 Uhr4 AufrufeZuletzt geprüft: 27.09.2026

Das Wichtigste in Kürze

In Zeiten unsicherer geopolitischer Lage und hoher Energiepreise zeigt sich ein gedämpftes Konsumklima in Deutschland. Laut einer Studie von NIM und GfK steigen die Sparneigung und sinken die Einkommenserwartungen deutlich. Trotz dieser Zurückhaltung gibt es einen Lichtblick: Die Konjunkturerwartungen verbessern sich leicht.

Das Konsumklima in Deutschland hat im September einen deutlichen Rückschlag erlitten. Laut einer Untersuchung der Nürnberger Institute NIM und GfK ist die Bereitschaft der Verbraucher, Geld auszugeben, merklich gesunken. Gleichzeitig erreicht die Sparneigung Werte wie zuletzt während der Finanzkrise 2008.

Einkommenserwartungen auf Tiefstand seit April

Die Erwartungen hinsichtlich des Einkommens sind auf den niedrigsten Stand seit April gefallen. Rolf Bürkl, Experte von NIM für Konsumverhalten, erklärt: Eine große Anzahl von Haushalten geht davon aus, dass die hohen Energiepreise ihre Kaufkraft erheblich schmälern werden. Diese Einschätzung führt dazu, dass viele Menschen skeptischer in Bezug auf ihre finanziellen Aussichten für das kommende Jahr sind.

Sparneigung steigt auf Krisenniveau

Die Neigung zum Sparen hat stark zugenommen und erreicht Werte wie zuletzt während der Finanzkrise 2008. Die hohen Energiepreise verstärken die Unsicherheit unter den Verbrauchern erheblich. In Anbetracht der allgemeinen wirtschaftlichen Lage halten es viele Menschen für klug zu sparen.

Insbesondere in Haushalten mit besserer finanzieller Ausstattung zeigt sich eine ausgeprägtere Sparneigung. In diesen Haushalten besteht offensichtlich das Bestreben, die Verluste an Kaufkraft durch zusätzliche Ersparnisse auszugleichen – Verluste hervorgerufen durch die erhöhte Inflation.

Konjunkturerwartungen verbessern sich kontinuierlich

Trotz der gedämpften Konsumstimmung gibt es positive Signale: Die Erwartungen bezüglich des Wirtschaftswachstums haben sich fünf Monate in Folge verbessert. Dies könnte teilweise auf optimistischere Wachstumsprognosen seitens verschiedener Wirtschaftsinstitute zurückzuführen sein.

Für die Studie wurden im Auftrag der EU-Kommission zwischen dem 3. und 14. September 2000 Verbraucherinterviews durchgeführt.