Die Auslastung öffentlicher Ladesäulen für Elektrofahrzeuge in Deutschland steigt deutlich an. Vattenfall verzeichnete seit Jahresbeginn rund zwei Drittel mehr geladenen Strom an seinen Ladesäulen als im gesamten Vorjahr. EWE berichtet von einer um dreißig Prozent höheren Auslastung im Vergleich zum Vorjahr. Betreiber führen diese Entwicklung auf gestiegene Kraftstoffpreise und den Ausbau der Ladeinfrastruktur zurück.
Betreiber melden wachsende Nachfrage
EnBW, der größte Anbieter von Ladepunkten in Deutschland, bewertet die Nutzungsentwicklung als positiv, nennt jedoch keine konkreten Zahlen. Das Unternehmen verweist auf den bestehenden Wettbewerb. Eon als zweitgrößter Betreiber beobachtet eine grundsätzlich steigende Nutzung der öffentlichen Ladeinfrastruktur und führt dies hauptsächlich auf die wachsende Verbreitung von Elektroautos zurück.
Aral, Teil des BP-Konzerns, meldet ebenfalls eine zunehmende Auslastung der Schnellladesäulen. Das Unternehmen sieht den Aufschwung der Elektromobilität in Deutschland als Hauptgrund, insbesondere den Anstieg bei Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen.
Gleichzeitige Belegung bei zwölf Prozent
Trotz steigender Nutzung bleibt die gleichzeitige Belegung öffentlicher Ladepunkte niedrig. Laut E-Mobilitätsmonitor des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft waren im Jahr 2025 durchschnittlich nur zwölf Prozent aller öffentlichen Ladepunkte gleichzeitig belegt. Der BDEW schlussfolgert daraus, dass das Angebot an Ladestationen derzeit noch deutlich über dem Hochlauf vollelektrischer Pkw liegt.
Eine Ladesäule kann mehrere Ladepunkte bereitstellen, wobei an jedem Punkt jeweils nur ein Fahrzeug gleichzeitig laden kann. Diese Unterscheidung ist für die Bewertung der tatsächlichen Kapazitätsauslastung relevant.
