Ab diesem Freitag beginnt eine 14-monatige Sperrung der Bahnstrecke zwischen Berlin und Hannover wegen umfassender Sanierungsarbeiten. Züge werden über Braunschweig und Magdeburg umgeleitet, was die Reisezeit um rund 80 Minuten verlängert. Die Verbindung Berlin-Düsseldorf dauert dadurch mindestens fünfeinhalb Stunden.
Auswirkungen auf Fern- und Regionalverkehr
Neben dem Personenfernverkehr ist auch der Güterverkehr von der Umleitung betroffen. Im Regionalverkehr hält die Deutsche Bahn ein Grundangebot aufrecht, Fahrgäste müssen auf Teilstrecken jedoch auf Ersatzbusse ausweichen – beispielsweise zwischen Stendal und Wolfsburg. Ab Ende Januar 2027 soll eine zweite Umleitungsroute über die Strecke Halle (Saale)-Eichenberg verfügbar sein, die derzeit ebenfalls saniert wird.
Verzögerung bei Elektrifizierung verlängert Umleitungen
Ursprünglich war geplant, dass Fernzüge ab Mitte Dezember 2026 wieder über die parallel verlaufende Stammstrecke fahren können. Durch Verzögerungen bei der Elektrifizierung dieses Abschnitts verschiebt sich die Wiederinbetriebnahme jedoch um ein Jahr bis Ende 2027. Damit bleiben die Umleitungen für das gesamte kommende Jahr bestehen.
Umfang der Sanierungsarbeiten
Laut Wolfgang Weinhold von DB InfraGo umfasst das Projekt die Erneuerung von Gleisen, Weichen, Oberleitungen, Stellwerken und Bahnhöfen. Besonders aufwendig sind die Arbeiten rund um Stendal: Dort müssen über 50 Kilometer Betonfahrbahn erneuert werden – zehntausende Tonnen Betonplatten werden herausgerissen und neu verlegt.
- Bis Dezember 2027: Erneuerung hunderter Kilometer Gleise
- Lärmschutzwände: Modernisierung oder Ersatz
- Stendal: Über 50 Kilometer Betonfahrbahn-Erneuerung
Die Maßnahmen zielen auf eine Steigerung von Qualität und Zuverlässigkeit einer der wichtigsten Ost-West-Bahnverbindungen Deutschlands ab.
