Eine Studie des Gebäudedienstleisters Techem zeigt, dass 40 Prozent der Mehrfamilienhäuser in Deutschland bereits ohne Umbau für Niedertemperatur-Heizsysteme wie Wärmepumpen geeignet sind. Bei einem Heizkörperaustausch steigt dieser Anteil auf 80 Prozent. Die Untersuchung basiert auf der Analyse von Wärmedaten aus 1,1 Millionen Wohnungen.
Technische Eignung steigt mit gezielten Maßnahmen
Ohne bauliche Veränderungen können 40 Prozent der Mehrfamilienhäuser Wärmepumpen einsetzen. Ein Austausch der Heizkörper erhöht die Eignung auf 80 Prozent. Mit der Installation spezieller Niedertemperaturheizkörper mit Gebläse liegt die Quote bei rund 90 Prozent. Die verbleibenden 10 Prozent erfordern umfassendere Maßnahmen wie Fußbodenheizungen, Flächenheizsysteme oder zusätzliche Dämmarbeiten.
Wärmepumpen verzeichnen niedrigste Heizkosten
Mehrfamilienhäuser mit Wärmepumpen wiesen 2025 die niedrigsten Heizkosten aller untersuchten Systeme auf. Seit 2021 bleiben die Verbrauchskosten für Wärmepumpen weitgehend stabil, während konventionelle Heizsysteme deutliche Kostensteigerungen verzeichneten. Der Kostenvorteil resultiert auch aus dem häufigen Einsatz von Wärmepumpen in gut gedämmten Gebäuden.
Vergleich der Heizkosten pro Quadratmeter
Die durchschnittlichen Raumheizungskosten pro Quadratmeter in Mehrfamilienhäusern im Jahr 2025:
| Heizsystem | Kosten pro m² |
|---|---|
| Wärmepumpe | 8,80 Euro |
| Holzpellets | 9,36 Euro |
| Ölheizung | 12,97 Euro |
Die Daten stammen aus dem Techem Atlas für Energie, Wärme und Wasser.
