Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau verzeichnet einen anhaltenden Rückgang der Inlandsaufträge. Im August sanken die Bestellungen insgesamt um 5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, wobei die Auslandsbestellungen mit minus 6 Prozent stärker betroffen waren als die Inlandsbestellungen. Der VDMA-Chefvolkswirt Johannes Gernandt sieht darin ein Zeichen für den angeschlagenen Zustand des Wirtschaftsstandorts Deutschland.
Dreimonatszeitraum zeigt positive Auslandsentwicklung
Im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatszeitraum von Juni bis August ergibt sich ein differenziertes Bild: Die Auslandsaufträge stiegen um 11 Prozent, während die Inlandsbestellungen um 1 Prozent zurückgingen. Insgesamt erhöhten sich die Gesamtaufträge in diesem Zeitraum um 7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Jahresbilanz und Produktionsprognose
Für das Gesamtjahr bis einschließlich August registrierte der VDMA eine Zunahme der Bestellungen um 4 Prozent. Trotz dieser positiven Entwicklung bleiben viele Anlagen nicht voll ausgelastet. Der Verband hat seine Produktionsprognose für das laufende Jahr nach unten korrigiert und erwartet nun einen Rückgang um 2 Prozent.
Wachstum erst ab 2027 erwartet
Nach vier Jahren rückläufiger Entwicklung rechnet der VDMA erst ab dem Jahr 2027 wieder mit einem Wachstum in der Branche. Diese Prognose unterstreicht die Notwendigkeit struktureller Anpassungen im Maschinenbau sowie gesamtwirtschaftlicher Reformen zur Stärkung des Standorts Deutschland.
