Das Wichtigste in Kürze
- Die Kurzantwort: Erfahre, welche drei Wege zum SCHUFA-Score kostenlos sind und wann du doch Geld bezahlst.
- Alle Wege im Vergleich: Vergleiche Datenkopie, Account, bonify, BonitätsCheck und Abos nach Kosten, Dauer und Aktualität.
- Schritt für Schritt: Lerne, wie du dich per eID oder PIN-Brief identifizierst und die kostenlose Datenkopie gezielt anforderst.
- Kosten im Detail: Überblick, wann sich der BonitätsCheck oder ein meineSCHUFA-Abo lohnt und wann die kostenlosen Wege reichen.
- Der neue Score: Verstehe die Skala von 100 bis 999 Punkten, die zwölf Kriterien und die fünf Score-Klassen.
- Schadet die Abfrage?: Finde heraus, warum Selbstauskunft und Konditionsanfrage deinen Score nicht verschlechtern.
- Warum Werte abweichen: Erfahre, warum Banken teils noch alte Branchen-Scores nutzen.
- Falsche Einträge: Lerne, wie du fehlerhafte Daten nach Art. 16 und 17 DSGVO kostenlos berichtigen oder löschen lässt.
- Häufige Fragen: Überblick über die wichtigsten Antworten zu Kosten, Dauer, Häufigkeit und Vermieternachweis.
Bank of Scotland – Ratenkredit

Bank of Scotland – Ratenkredit
Vorteile
- Kreditbetrag von 3.000 € bis 50.000 €
- Laufzeit von 24 bis 84 Monaten
- Sondertilgung bis 20 % p. a. gebührenfrei
- Ein Monat Ratenpause pro Jahr inklusive
Nachteile
- Zinssatz individuell, bis 6,99 % eff.
- Nur Einzelpersonen, kein Mitantragsteller
- Digitaler Kontoblick ist Pflicht
- Mind. 6 Monate im Job (oder Azubi/Rente)
Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.
DKB – Girokonto

DKB – Girokonto
Vorteile
- Kostenlos bei 700 € Geldeingang
- Kostenlos bis 28 Jahre
- Visa Debitkarte ohne Jahresgebühr
- Weltweit zahlen mit Aktivstatus
Nachteile
- Sonst 4,50 € Kontoführung im Monat
- Girokarte kostet 0,99 € im Monat
- Dispozins 9,06 % bis 9,66 % p. a.
- Eröffnung per Video-Ident
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SCHUFA-Score abfragen: die Kurzantwort
Deinen SCHUFA-Score kannst du kostenlos abfragen, und zwar auf drei Wegen: über den SCHUFA-Account im Webportal oder in der App für iOS und Android, über bonify und über die Datenkopie nach Art. 15 DS-GVO. Alle drei kosten dich keinen Cent. Keiner davon verschlechtert deinen Score.
Geld zahlst du nur in zwei Fällen. Du brauchst einen Nachweis für Dritte, etwa für den Vermieter. Dafür gibt es den SCHUFA-BonitätsCheck, der einmalig kostenpflichtig ist. Oder du willst deinen Score tagesaktuell verfolgen. Dafür gibt es die meineSCHUFA-Abos mit monatlicher Zahlung. Die aktuellen Preise nennt der Anbieter.
Wie die SCHUFA grundsätzlich arbeitet, erklärt der Beitrag SCHUFA erklärt. Auch die Dauer ist überschaubar. Digital siehst du deinen Score sofort, sobald du dich identifiziert hast. Die Datenkopie per Post kommt in der Regel innerhalb von 7 Tagen. Spätestens nach einem Monat muss sie da sein, so verlangt es die DSGVO.
Wichtig für die Einordnung: Seit dem 17. März 2026 gilt ein neuer SCHUFA-Score. Er reicht von 100 bis 999 Punkten. Je höher der Wert, desto besser deine Bonität. Er setzt sich aus zwölf Kriterien zusammen, die erstmals öffentlich bekannt sind. Für jedes Kriterium gibt es Punkte, die einfach addiert werden. Du kannst deinen Score also selbst nachrechnen, ganz ohne Statistikkenntnisse.
Prozentwerte gibt es nicht mehr. Die SCHUFA hat sie „der Verständlichkeit halber“ abgeschafft. Auch die alten Branchen-Scores werden abgelöst. Zum ersten Mal sehen Verbraucher und Unternehmen denselben Wert. Früher bekam deine Bank andere Zahlen zu sehen als du selbst, und die waren für Laien kaum zu durchschauen.
Ein Haken bleibt: Die Umstellung läuft schrittweise. Zum Start nutzten erst rund 25 % der SCHUFA-Vertragspartner den neuen Score. Die alten Branchen-Scores sind also noch im Umlauf. Warum das wichtig ist, liest du weiter unten.
Kurz gesagt: Für die Kontrolle deiner eigenen Daten reicht immer ein kostenloser Weg. Bezahlen solltest du nur, wenn du einen konkreten Zweck hast, den die Gratis-Angebote nicht abdecken. In den folgenden Abschnitten erfährst du, welcher Weg zu deiner Situation passt, wie du ihn Schritt für Schritt gehst und wie du Fehler in deinen Daten loswirst.
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Infografik: SCHUFA-Score abfragen auf einen Blick
Die Grafik fasst die wichtigsten Punkte dieses Ratgebers zusammen. Alle Angaben stammen aus dem Text und den dort genannten Quellen (Verbraucherzentrale, ADAC, DSGVO), Stand 15.10.2026. Die Klassen und Punktzahlen nennt die SCHUFA.
Fünf Wege, drei davon kostenlos
Für die Kontrolle deiner eigenen Daten reicht immer ein kostenloser Weg. Bezahlt wird nur für einen Nachweis oder tagesaktuelles Monitoring.
Quelle: Abschnitt Alle Wege zum SCHUFA-Score in diesem Ratgeber; Verbraucherzentrale; ADAC; Art. 15 und Art. 12 DSGVO (eur-lex.europa.eu).
Stand: 15.10.2026
Alle Wege zum SCHUFA-Score im Vergleich
Es gibt fünf Wege an deinen Score. Sie unterscheiden sich bei Kosten, Tempo und Aktualität. Vor allem aber unterscheiden sie sich beim Zweck. Die Tabelle zeigt dir die Unterschiede auf einen Blick.
| Weg | Kosten | Dauer | Aktualität | Weitergabe an Dritte | Zweck |
|---|---|---|---|---|---|
| Datenkopie Art. 15 DS-GVO | kostenlos | ca. 7 Tage per Post, max. 1 Monat | Momentaufnahme | nein (sensible Daten) | vollständige Kontrolle: Herkunft, Empfänger, Score |
| SCHUFA-Account / App | kostenlos | sofort nach eID bzw. PIN-Brief | quartalsweise | nein | laufender Einblick, Score-Erklärtool |
| bonify | kostenlos | sofort nach Identifizierung | quartalsweise | nein | Basisscore, Zahlungsausfälle |
| BonitätsCheck | kostenpflichtig, einmalig | sofort (PDF) bzw. per Post | Stand bei Abruf | ja (Vermieter, Arbeitgeber) | Bonitätsnachweis ohne sensible Details |
| meineSCHUFA kompakt / plus / premium | kostenpflichtig, monatlich | sofort | tagesaktuell | BonitätsAuskunft inklusive | Monitoring, Identitätsschutz, Firmenauskünfte |
Datenkopie nach Art. 15 DS-GVO
Die Datenkopie ist dein gesetzliches Auskunftsrecht. Sie ist der gründlichste Weg. Sie zeigt dir, welche Daten über dich gespeichert sind und woher sie stammen. Außerdem siehst du, an wen die SCHUFA sie weitergegeben hat. Dazu kommen die Wahrscheinlichkeitswerte, die an Unternehmen übermittelt wurden.
Die Datenkopie ist eine Momentaufnahme. Sie enthält sensible Angaben wie deine Bankkonten und Kreditverträge. Deshalb ist sie nur für dich gedacht. Dem Vermieter oder Arbeitgeber gibst du sie besser nicht.
SCHUFA-Account und App
Seit dem Relaunch ist der SCHUFA-Account kostenlos und jederzeit digital erreichbar. Du nutzt ihn im Browser oder als App. Ein Dashboard zeigt deine persönlichen Daten, deinen aktuellen Score und alle Einflussfaktoren. Ein Erklärtool zeigt dir, wie sich dein Wert aus den zwölf Kriterien zusammensetzt. Die Daten werden quartalsweise aktualisiert.
bonify
bonify ist eine hundertprozentige Tochter der SCHUFA. Seit dem 17. März 2026 stellt sie den SCHUFA-Basisscore kostenlos bereit, per App oder Website. Dazu gibt es eine Übersicht deiner Zahlungsausfälle. Auch hier wird einmal pro Quartal aktualisiert.
BonitätsCheck
Der BonitätsCheck ist ein Nachweis für Dritte, etwa für Vermieter oder Arbeitgeber. Er ist kostenpflichtig und wird einmalig bezahlt; den aktuellen Preis nennt die SCHUFA. Bankkonten oder Kreditverträge stehen nicht darin. Du bekommst ihn sofort als PDF oder per Post mit Zertifikat.
meineSCHUFA kompakt, plus und premium
Die Abos liefern einen tagesaktuellen Score und Einblick in deine Daten in Echtzeit. Ändert sich etwas, meldet dich ein UpdateService per SMS oder E-Mail. In den höheren Stufen kommen Identitätsschutz und Auskünfte über Unternehmen dazu. Die digitale BonitätsAuskunft ist in allen drei Paketen enthalten.
Andere Auskunfteien nicht vergessen
Die SCHUFA ist nicht die einzige Auskunftei. Experian, CRIF und andere speichern ebenfalls Daten über Verbraucher. Auch dort bekommst du eine kostenlose Auskunft, meist „Selbstauskunft“ genannt. Wenn du einen Kredit oder Mobilfunkvertrag trotz guten SCHUFA-Scores nicht bekommst, lohnt sich der Blick dorthin.
So fragst du deinen Score Schritt für Schritt ab
Welcher Weg der richtige ist, hängt von deinem Ziel ab. Für einen schnellen Blick nimmst du den Account oder bonify. Für die volle Kontrolle forderst du die Datenkopie an. So gehst du jeweils vor.
Weg 1: SCHUFA-Account einrichten
- Registriere dich im SCHUFA-Webportal oder lade die SCHUFA-App für iOS oder Android herunter.
- Gib deine persönlichen Daten ein: Name, Geburtsdatum, aktuelle Adresse.
- Identifiziere dich. Mit der Online-Ausweisfunktion (eID) deines Personalausweises geht das sofort. Alternativ bestellst du einen PIN-Brief. Dann kommt die Postlaufzeit hinzu.
- Nach der Identifizierung siehst du dein Dashboard mit Score, Einflussfaktoren und gespeicherten Daten.
- Öffne das Erklärtool und prüfe, wie viele Punkte du in jedem der zwölf Kriterien bekommst.
Weg 2: Kostenlose Datenkopie anfordern
- Suche auf der SCHUFA-Website gezielt nach der kostenlosen Datenkopie nach Art. 15 DS-GVO.
- Fülle das Formular aus. Gib auch frühere Adressen der letzten Jahre an. So findet die SCHUFA alle Einträge, die zu dir gehören.
- Lege, falls verlangt, eine Kopie deines Ausweises bei.
- Warte auf die Post. In der Regel kommt die Datenkopie innerhalb von 7 Tagen.
Wie oft du die Datenkopie anfordern darfst, ist gesetzlich nicht begrenzt. Viele Ratgeber nennen „einmal pro Jahr“. Das ist falsch. Eine erneute Anfrage geht immer, wenn du davon ausgehst, dass sich deine Daten geändert haben. Empfehlenswert ist mindestens eine Anfrage pro Jahr. Eine weitere lohnt sich nach Umzug, Kreditabschluss oder einer erledigten Mahnung.
Weg 3: bonify nutzen
- Lege ein Konto bei bonify an, per App oder Website.
- Identifiziere dich.
- Sieh dir deinen Basisscore und die Übersicht deiner Zahlungsausfälle an.
Tip: Achte bei der Bestellung genau auf die Bezeichnung. Verbraucherschützer warnen seit Jahren davor, versehentlich ein kostenpflichtiges Produkt zu bestellen. Suche nach „Datenkopie“ oder „kostenlos“. Fragt das Formular nach Zahlungsdaten, bist du auf dem falschen Weg.
Wie lange dauert welcher Weg?
Die gesetzliche Höchstfrist für die Datenkopie liegt bei einem Monat. Das regelt Art. 12 Abs. 3 DSGVO. In der Praxis geht es meist schneller. Die folgende Übersicht zeigt dir Tempo und Aktualität je Weg.
| Weg | Dauer bis zum Ergebnis | Aktualität der Daten |
|---|---|---|
| SCHUFA-Account / App | sofort nach Identifizierung (bei PIN-Brief zuzüglich Postlaufzeit) | quartalsweise |
| bonify | sofort nach Identifizierung | quartalsweise |
| BonitätsCheck digital | sofort als PDF | Stand bei Abruf |
| Datenkopie per Post | in der Regel 7 Tage, höchstens 1 Monat (Art. 12 Abs. 3 DSGVO) | Momentaufnahme |
| meineSCHUFA-Abos | sofort | tagesaktuell |
Beachte den Unterschied zwischen Tempo und Aktualität. Der Account liefert dir zwar sofort einen Wert. Dieser Wert stammt aber aus der letzten Quartalsaktualisierung. Hast du vor drei Wochen eine offene Forderung beglichen, taucht das womöglich noch nicht auf.
Passende Angebote
Kosten: Wann sich ein kostenpflichtiges SCHUFA-Produkt lohnt
Die Grundregel ist einfach. Zum Prüfen deiner eigenen Daten reichen die kostenlosen Wege. Bezahlen solltest du nur für einen Zweck, den sie nicht erfüllen. Davon gibt es genau zwei.
Der Nachweis für den Vermieter
Viele Vermieter verlangen bei der Wohnungsbewerbung eine SCHUFA-Auskunft. Dafür ist der BonitätsCheck gedacht. Er ist einmalig kostenpflichtig; den aktuellen Preis samt Versandoptionen nennt die SCHUFA. Du bekommst ihn sofort als PDF oder per Post mit Zertifikat. Er bestätigt deine Bonität, ohne Konten oder Kreditverträge offenzulegen. Zur Wohnungsbewerbung gehört oft auch die Mietkaution, die du statt in bar zum Beispiel über ein Mietkautionskonto hinterlegen kannst.
Die kostenlose Datenkopie ist dafür ungeeignet. Sie zeigt jedes Girokonto, jede Kreditkarte und jeden laufenden Kredit. Diese Details gehen deinen Vermieter nichts an. Gib sie deshalb nicht weiter, auch wenn es Geld spart.
Die meineSCHUFA-Abos
Die drei Abos sind nach Angaben der SCHUFA kostenpflichtig und werden monatlich bezahlt. Sie haben eine Mindestlaufzeit. Prüfe deshalb vor dem Abschluss die Vertragsbedingungen: Preis pro Monat, Mindestlaufzeit, Kündigungsfrist und eine mögliche einmalige Aktivierungsgebühr. Rechne die Kosten über die gesamte Mindestlaufzeit, nicht nur den Monatspreis.
Die digitale BonitätsAuskunft ist nach Angaben der SCHUFA in allen Abos enthalten. Wer nur einmal eine Wohnung sucht und einen Nachweis braucht, kommt mit dem einmaligen BonitätsCheck meist besser weg als mit einem Abo. Das Abo rechnet sich eher, wenn du den Nachweis mehrfach brauchst oder dein Profil laufend beobachten willst.
Das premium-Abo bietet nach Angaben der SCHUFA zusätzlich Bonitätsdaten zu Unternehmen in Deutschland und weitere Zugänge. Das ist interessant, wenn du als Selbstständiger Geschäftspartner prüfen willst. Oder wenn du den Zugang mit Familienmitgliedern teilen möchtest.
Fazit zu den Kosten
Ein Abo lohnt sich nur in zwei Fällen. Du willst deinen Score tagesaktuell überwachen, etwa vor einer Baufinanzierung. Oder du legst Wert auf Identitätsschutz, weil du einen Datenmissbrauch befürchtest. Für alle anderen gilt: kostenlos prüfen, bei Bedarf einmalig den BonitätsCheck kaufen.
Der neue SCHUFA-Score: zwölf Kriterien, fünf Klassen
Wer seinen Score abfragt, will ihn auch verstehen. Das ist mit dem neuen Modell erstmals möglich. Jeder der zwölf Kriterien bringt eine bestimmte Punktzahl. Die Summe ist dein Score zwischen 100 und 999. Die Höchstpunktzahl eines Kriteriums verrät sein Gewicht.
Die zwölf Kriterien
- Zahlungsstörungen
- Alter des ältesten Bankvertrags
- Alter der ältesten Kreditkarte
- Alter der aktuellen Adresse
- Alter des jüngsten Rahmenkredits
- Anzahl Anfragen und Abschlüsse für Girokonten und Kreditkarten in den letzten 12 Monaten
- Anzahl Anfragen außerhalb des Bankenbereichs in den letzten 12 Monaten
- Aufgenommene Ratenkredite in den letzten 12 Monaten
- Längste Restlaufzeit aller Ratenkredite
- Kreditstatus
- Immobilienkredit
- Vorliegen einer Identitätsprüfung
Den stärksten Einfluss haben die Zahlungsstörungen. Hier geht es um überfällige Forderungen, Mahnungen und Negativmerkmale. Nach Angaben der SCHUFA reicht die Spanne von 100 bis 264 Punkten. Zwischen bester und schlechtester Stufe liegen also bis zu 164 Punkte. Für die Kriterien 2 bis 5 sind die Spannen ebenfalls bekannt. Das Diagramm zeigt sie im Vergleich. Die Punkte der Kriterien 6 bis 12 siehst du im Erklärtool deines Accounts.
Punktespannen der ersten fünf Score-Kriterien
Auffällig ist das Gewicht der Zeit. Drei der fünf Kriterien messen, wie alt etwas ist: dein ältester Bankvertrag, deine älteste Kreditkarte und deine aktuelle Adresse. Zusammen bringen sie bis zu 244 Punkte. Wer sein altes Girokonto behält und nicht ständig umzieht, wird belohnt. Wer dagegen alte Karten kündigt, verschenkt unter Umständen Punkte. Eröffnest du zusätzlich ein weiteres Girokonto, etwa bei 1822direkt, bleibt das Alter deines ältesten Kontos im Score erhalten.
Die fünf Score-Klassen
Die SCHUFA ordnet jeden Score einer von fünf Klassen zu: Hervorragend, Gut, Akzeptabel, Ausreichend und Ungenügend. Nach Angaben der SCHUFA beginnt „Hervorragend“ bei 776 Punkten und reicht bis 999. „Gut“ liegt bei 709 bis 775, „Akzeptabel“ bei 642 bis 708 und „Ausreichend“ bei 100 bis 641 Punkten. Solange eine Zahlungsstörung offen ist, berechnet die SCHUFA keinen Punktwert; das ist die Klasse „Ungenügend“. Dein Account zeigt die Klasse direkt neben deinem Wert.
| Klasse | Punktebereich | Einordnung |
|---|---|---|
| Hervorragend | 776–999 | beste Bonitätsklasse |
| Gut | 709–775 | solide Bonität |
| Akzeptabel | 642–708 | mittlere Bonität |
| Ausreichend | 100–641 | eingeschränkte Bonität |
| Ungenügend | kein Punktwert (offene Zahlungsstörung) | keine Berechnung |
Verschlechtert die Abfrage deinen Score?
Nein. Diese Sorge hält viele Menschen davon ab, ihre Daten zu prüfen, und sie ist unbegründet. Die Selbstauskunft wirkt sich nicht auf deinen Score aus. Das gilt für die Datenkopie, den SCHUFA-Account und bonify. Du kannst so oft hineinschauen, wie du willst.
Konditionsanfrage: neutral
Auch eine Konditionsanfrage ist harmlos. Du stellst sie, wenn du Kreditangebote vergleichst. Die SCHUFA speichert sie als „Anfrage Kreditkonditionen“. Nur du selbst siehst diesen Eintrag. Er bleibt 12 Monate gespeichert und fließt nicht in den Score ein. Achte beim Kreditvergleich deshalb darauf, dass die Bank ausdrücklich eine Konditionsanfrage stellt.
Echte Anfragen und Abschlüsse: zählen mit
Anders sieht es bei echten Anfragen und Abschlüssen aus. Mehrere Kriterien des neuen Scores erfassen sie direkt:
- Kriterium 6 zählt Anfragen und Abschlüsse für Girokonten und Kreditkarten in den letzten 12 Monaten.
- Kriterium 7 zählt Anfragen außerhalb des Bankenbereichs, etwa von Mobilfunkanbietern oder Onlinehändlern.
- Kriterium 8 erfasst aufgenommene Ratenkredite in den letzten 12 Monaten.
Wer innerhalb weniger Monate drei Kreditkarten beantragt, zwei Handyverträge abschließt und einen Ratenkredit aufnimmt, sammelt also Minuspunkte. Planst du eine größere Finanzierung, etwa für eine Immobilie, halte dich in den Monaten davor mit neuen Verträgen zurück.
Good to know: Lehnt ein Anbieter deinen Vertrag wegen des Scores ab, muss er erklären, wie der Score zustande kam. Frag zuerst beim Anbieter nach, ob und welches Scoring er genutzt hat. Mit dieser Information wendest du dich dann an die SCHUFA.
Warum deine Bank einen anderen Wert sehen kann
Du hast im Account 812 Punkte gesehen, und trotzdem lehnt dich deine Bank ab? Das kann an der Übergangsphase liegen. Der neue Score gilt seit dem 17. März 2026. Die Umstellung läuft aber schrittweise. Bis zum Abschluss sind alte Branchen-Scores noch im Umlauf. Zum Start nutzten erst rund 25 % der SCHUFA-Vertragspartner den neuen Score.
Was sich geändert hat
| Merkmal | Alter Score | Neuer Score (seit 17.03.2026) |
|---|---|---|
| Darstellung | Prozentwerte | 100 bis 999 Punkte |
| Varianten | verschiedene Branchen-Scores | ein Score für alle Branchen |
| Kriterien | nicht öffentlich | zwölf öffentlich bekannte Kriterien |
| Nachvollziehbarkeit | für Laien kaum möglich | Punkte addieren, selbst nachrechnen |
| Wer sieht was? | Unternehmen sahen andere Werte als Verbraucher | Verbraucher und Unternehmen sehen denselben Wert |
Der neue Score gilt für Banken, Sparkassen, Genossenschaftsbanken, Telekommunikation, Handel sowie Versandhandel und E-Commerce. Früher bekam jede dieser Branchen einen eigenen Wert. Eine Bank konnte dich also anders einschätzen als ein Mobilfunkanbieter, und du wusstest davon nichts.
Was du konkret tun kannst
Frag bei einer Ablehnung nach, welchen Score der Anbieter verwendet hat. Arbeitet er noch mit dem alten Branchen-Score, kann der Wert deutlich von deinem Account abweichen. Die Datenkopie nach Art. 15 DS-GVO hilft hier besonders. Sie zeigt dir die Wahrscheinlichkeitswerte, die tatsächlich an Unternehmen übermittelt wurden. Damit siehst du schwarz auf weiß, was die Bank über dich erfahren hat.
Bedenke auch den Zeitversatz. Account und bonify aktualisieren quartalsweise. Hat sich zwischenzeitlich etwas geändert, sieht die Bank bei ihrer Anfrage womöglich einen neueren Stand als du. Im Zweifel bringt die Datenkopie Klarheit. Und schließlich: Vielleicht lag es gar nicht an der SCHUFA. Banken fragen oft zusätzlich bei Experian oder CRIF an. Eine kostenlose Selbstauskunft dort schließt diese Lücke.
Falsche Einträge korrigieren lassen
Der wichtigste Grund für eine regelmäßige Abfrage sind Fehler. Sie kommen häufiger vor, als man denkt. Typische Beispiele sind verwechselte Personendaten, doppelte Meldungen oder Forderungen, die als „offen“ statt „bezahlt“ geführt werden. Bei den Zahlungsstörungen geht es um bis zu 164 Punkte Unterschied. Ein falscher Eintrag kann dich also von „Hervorragend“ weit nach unten ziehen.
Deine Rechte
Falsche Einträge müssen kostenlos berichtigt oder gelöscht werden. Die Rechtsgrundlage ist eindeutig:
- Art. 16 DSGVO gibt dir das Recht auf Berichtigung unrichtiger Daten.
- Art. 17 DSGVO gibt dir das Recht auf Löschung von Daten, die nicht mehr gespeichert werden dürfen.
So gehst du vor
- Prüfe deine Datenkopie oder deinen Account Zeile für Zeile. Achte auf Namen, Adressen, Konten, Kredite und Zahlungsstörungen.
- Markiere jeden Eintrag, der nicht stimmt.
- Sammle Belege: einen Kontoauszug mit der Zahlung oder eine Bestätigung des Gläubigers, dass die Forderung erledigt ist.
- Stelle den Antrag im SCHUFA-Service-Portal oder in der App unter „Hilfe & Kontakt“. Lade die Belege direkt hoch.
- Prüfe nach der Bearbeitung, ob die Korrektur im Account oder in einer neuen Datenkopie sichtbar ist.
Bei einer erledigten Forderung lohnt es sich, parallel den Gläubiger anzuschreiben. Er hat den Eintrag gemeldet und kann ihn auch berichtigen lassen. Bewahre alle Unterlagen auf, bis die Korrektur bestätigt ist.
Plane deine Abfrage strategisch. Prüfe deine Daten nicht erst, wenn der Mietvertrag oder die Baufinanzierung auf dem Spiel steht. Eine Korrektur braucht Zeit. Wer drei Monate vor einer großen Finanzierung die Datenkopie anfordert, hat genug Spielraum, um Fehler zu beheben.
Quellen, Stand und Weiterlesen
Rechtsgrundlagen: Art. 12, 15, 16 und 17 der Datenschutz-Grundverordnung (EUR-Lex). Produktfunktionen, Score-Kriterien und Klassengrenzen beruhen auf Angaben der SCHUFA, Stand Oktober 2026; sie können sich ändern. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechts- oder Finanzberatung.
Wenn dir ein Kredit angeboten wird, bei dem von der SCHUFA keine Rede ist, hilft der Beitrag Kredit ohne SCHUFA: Warnsignale erkennen. Warum und wann ein Kredit überhaupt sinnvoll ist, zeigt Kredit aufnehmen: Kosten und Alternativen.
Häufig gestellte Fragen
Wie kann ich meinen SCHUFA-Score kostenlos abfragen?
Es gibt drei kostenlose Wege: den SCHUFA-Account im Webportal oder in der App, bonify als SCHUFA-Tochter und die Datenkopie nach Art. 15 DS-GVO. Account und bonify zeigen den Score sofort nach der Identifizierung an.
Wie oft darf ich die kostenlose Datenkopie anfordern?
Die Zahl der Anfragen ist gesetzlich nicht begrenzt. Du kannst jederzeit erneut anfragen, wenn sich deine Daten vermutlich geändert haben. Empfehlenswert ist mindestens eine Datenkopie pro Jahr, den Account nutzt du jederzeit.
Wie lange dauert die SCHUFA-Auskunft?
Digital siehst du deinen Score sofort nach der Identifizierung per eID. Beim PIN-Brief kommt die Postlaufzeit hinzu. Die Datenkopie per Post kommt meist innerhalb von 7 Tagen, spätestens nach einem Monat.
Was kostet der SCHUFA-Nachweis für den Vermieter?
Der BonitätsCheck ist einmalig kostenpflichtig (aktuellen Preis nennt die SCHUFA), digital als PDF oder per Post mit Zertifikat. Er enthält keine Konten oder Kreditverträge. Die kostenlose Datenkopie solltest du dem Vermieter wegen dieser sensiblen Daten nicht geben.
Verschlechtert die Abfrage meinen SCHUFA-Score?
Nein. Selbstauskunft per Datenkopie, Account oder bonify hat keinen Einfluss. Auch Konditionsanfragen zählen nicht. Echte Anfragen und Abschlüsse für Konten, Kreditkarten und Kredite fließen dagegen über mehrere Kriterien ein.
Was ist ein guter SCHUFA-Score?
Der neue Score reicht von 100 bis 999 Punkten. Ab 776 Punkten gilt er als „Hervorragend“. Insgesamt gibt es fünf Klassen: Hervorragend, Gut, Akzeptabel, Ausreichend und Ungenügend.
Warum sieht meine Bank einen anderen Score als ich?
Die Umstellung läuft schrittweise. Bis zum Abschluss sind alte Branchen-Scores noch im Umlauf. Zum Start verwendeten erst rund 25 % der Vertragspartner den neuen Score. Die Datenkopie zeigt dir, welche Werte tatsächlich übermittelt wurden.





















