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KI revolutioniert Bewerbungsprozesse

16. Oktober 2026, 10:00 Uhr8 AufrufeZuletzt geprüft: 16.10.2026

Das Wichtigste in Kürze

Erfahre, wie Künstliche Intelligenz die Bewerbungsprozesse verändert: Laut einer Umfrage von Indeed verlieren klassische Anschreiben an Bedeutung, während KI-generierte Unterlagen zum Ausschluss führen können. Gleichzeitig nutzen Unternehmen vermehrt automatisierte Verfahren zur Bewältigung der Bewerbungsflut.

Künstliche Intelligenz verändert die Bewerbungspraxis in deutschen Unternehmen grundlegend. Eine Umfrage der Jobplattform Indeed unter 300 Personalentscheidern zeigt: 56 Prozent verzeichnen mehr Bewerbungen pro Stelle als im Vorjahr, während traditionelle Anschreiben an Aussagekraft verlieren. Gleichzeitig setzen 42 Prozent der Befragten Software oder KI zur Vorauswahl ein – teilweise ohne menschliche Kontrolle.

Bewerbungsvolumen steigt durch KI-Nutzung

Die Zahl der Bewerbungen pro ausgeschriebener Stelle nimmt deutlich zu: 56 Prozent der befragten Personalverantwortlichen melden einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr, davon sprechen 21 Prozent von einem signifikanten Zuwachs. Nach Einschätzung der Befragten wird etwa ein Drittel aller eingehenden Bewerbungsschreiben mittlerweile mithilfe von KI-Technologien erstellt.

Diese Entwicklung beeinflusst die Bewertung von Bewerbungsunterlagen erheblich. 54 Prozent der Entscheider empfinden Anschreiben als weniger aussagekräftig als früher. Weitere Bestandteile verlieren ebenfalls an Bedeutung:

  • Lebenslauf-Formulierungen: 46 Prozent
  • Schriftliche Antworten in Formularen: 43 Prozent
  • Zu Hause bearbeitete Aufgaben: 33 Prozent

Bemerkenswert: 41 Prozent der Personalverantwortlichen sortieren Bewerbungen aus, die offensichtlich vollständig durch KI erstellt wurden.

Automatisierte Vorauswahl ohne manuelle Prüfung

Die zeitlichen Ressourcen für die Bewerbungsprüfung sind begrenzt: 35 Prozent der Befragten nehmen sich höchstens eine Minute für den ersten Blick auf eine Bewerbung. 42 Prozent setzen offiziell Software oder KI zur Vorauswahl und Sortierung der Unterlagen ein, teilweise ohne menschliches Eingreifen bei den Entscheidungen.

Besonders problematisch: Von den Befragten, die technische Hilfsmittel zur Vorsortierung nutzen, geben 11 Prozent an, dass automatisch aussortierte Unterlagen vor einer Absage nicht mehr manuell überprüft werden. Die Umfrage des Marktforschungsunternehmens Censuswide erfasst die Einschätzungen von 300 Fachleuten aus dem Bereich Human Resources und ist aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl nicht repräsentativ für den gesamten deutschen Arbeitsmarkt.

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