Das Wichtigste in Kürze
- Was ist das Auslandseinsatzentgelt?: Der Posten ist ein vereinbartes Entgelt des Kartenherausgebers für Umsätze in Fremdwährung.
- Wann wird Auslandseinsatzentgelt berechnet?: Entscheidend ist die Währung des Umsatzes, nicht das Reiseland.
- Wie hoch ist das Auslandseinsatzentgelt?: Die Höhe steht im Preis- und Leistungsverzeichnis, das Gesetz nennt keinen Satz.
- Was kostet es, mit der Kreditkarte im Ausland zu bezahlen?: Vertragssatz, Wechselkurs und Jahresgebühr ergeben zusammen die Kosten.
- Was kostet der Einsatz der EC-Karte im Ausland?: Maßgeblich sind die Konditionen des Girokontos, bei Problemen die Einstellungen der Karte.
- Ist es besser, mit EC-Karte oder Kreditkarte im Ausland zu bezahlen?: Der Vergleich gelingt nur über beide Preisverzeichnisse für dieselbe Reise.
- Welche Gebühren fallen beim Geldabheben im Ausland an?: Herausgeber und Automatenbetreiber können jeweils ein eigenes Entgelt verlangen.
- Was ist dynamische Währungsumrechnung und sollte man sie ablehnen?: Der Zahlungsempfänger muss Entgelte und Kurs seines Angebots offenlegen.
- Welchen Wechselkurs bekommst du beim Karteneinsatz?: EZB-Referenzkurse vom 30. Oktober 2026 dienen als Vergleichsmaßstab.
- Rechenbeispiel: Was kostet das Auslandseinsatzentgelt auf einer Reise?: Eine Formel in fünf Schritten überschlägt die Kosten mit dem Satz deines Vertrags.
- Kreditkarte ohne Auslandseinsatzentgelt: Worauf kommt es an?: Das Preisverzeichnis zeigt, ob ein Posten fehlt und welche anderen bleiben.
- Wie kannst du das Auslandseinsatzentgelt vermeiden?: Vertrag, Moment der Zahlung und Zahl der Umsätze sind die Stellschrauben.
- Welche Transparenzpflichten gelten für Entgelte im Zahlungsverkehr?: BGB und EGBGB regeln Vereinbarung, Offenlegung und Beweislast.
Stand: Oktober 2026
bunq – Konto für Reisen
bunq – Konto für Reisen
Vorteile
- Unbegrenztes ZeroFX ab Core-Tarif
- Reiseversicherung im Elite-Tarif
- eSIM-Datenpakete in der App
- Pro/Elite: 6 Abhebungen pro Monat frei
Nachteile
- Free: ZeroFX nur bis 1.000 € pro Jahr
- Danach 1,5 % Gebühr im Free-Tarif
- Elite kostet 18,99 € im Monat
- Free: 2,99 € je Abhebung am Automaten
Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.
Consors Finanz – Mastercard
Consors Finanz – Mastercard
Vorteile
- Verfügungsrahmen bis zu 5.000 €
- Bis zu 90 Tage zinsfrei zahlen
- Keine Fremdwährungsgebühr
- CashClick aufs Girokonto gebührenfrei
Nachteile
- Ratenzahlung: Sollzins 19,13 % p. a.
- Effektiver Jahreszins 20,90 %
- Abheben unter 300 €: 3,95 € je Vorgang
- Verfügungsrahmen abhängig von Bonität
Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.
bunq Konto für Reisen: Konditionen direkt beim Anbieter ansehen
Was ist das Auslandseinsatzentgelt?
Das Auslandseinsatzentgelt ist ein Entgelt, das ein Kartenherausgeber für Zahlungen oder Abhebungen in Fremdwährung vereinbaren kann, meist als Prozentsatz vom umgerechneten Betrag.
Du begegnest dem Posten vor allem auf der Abrechnung deiner Kreditkarte: Neben dem Umsatz in Euro steht dort eine zweite, kleinere Zeile. Sie gehört zum Kartenvertrag, nicht zum Händler, und hat mit dem Preis im Geschäft nichts zu tun.
Rechtlich beginnt alles bei § 675f Abs. 5 BGB: Wer einen Zahlungsdienst nutzt, muss das dafür vereinbarte Entgelt entrichten. Maßstab ist also dein Vertrag samt Preisverzeichnis, nicht ein gesetzlicher Tarif.
Welche Bezeichnungen meinen dasselbe?
Die Bezeichnung wechselt von Haus zu Haus. Auslandseinsatzgebühr, Fremdwährungsgebühr und Auslandsentgelt tauchen als Synonym auf, im Englischen heißt der Posten meist „foreign transaction fee“. Welcher Begriff in deinem Vertrag steht, entscheidet nur, wonach du im Dokument suchst.
- Auslandseinsatzentgelt
- Vertraglich vereinbartes Entgelt des Kartenherausgebers für Umsätze in Fremdwährung.
- Fremdwährung
- Jede Währung außer der, in der dein Kartenkonto geführt wird, hier also alles außer Euro.
- Dynamische Währungsumrechnung (DCC)
- Angebot des Zahlungsempfängers, schon an der Kasse oder am Geldautomaten in Euro umzurechnen.
- Automatenbetreiber
- Betreiber des Geldautomaten, der als Dritter ein eigenes Entgelt verlangen kann.
Was ist der Unterschied zwischen Auslandseinsatzentgelt und Wechselkurs?
Der Wechselkurs bestimmt, wie viele Euro ein Fremdwährungsbetrag ergibt. Das Auslandseinsatzentgelt kommt als eigener Preis für die Kartennutzung obendrauf. Beide Größen wirken unabhängig voneinander, deshalb sagt der eine Wert nichts über den anderen aus.
Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.
Passt die Karte zu mir?
1/2Wofür willst du die Karte vor allem nutzen?
2/2Wie viel Jahresgebühr ist für dich in Ordnung?
Das passt zu deiner Auswahl

Meilen sammeln mit jedem Umsatz
Blue: 5,50 € pro Monat (66 € im Jahr)
Wann wird Auslandseinsatzentgelt berechnet?
Auslandseinsatzentgelt wird berechnet, wenn dein Vertrag es für Umsätze in Fremdwährung vorsieht, die Währung des Umsatzes zählt also mehr als das Reiseland.
Der Name führt in die Irre, denn das Wort „Ausland“ beschreibt nur den typischen Fall. Für die Abrechnung ist entscheidend, in welcher Währung ein Umsatz abgerechnet wird. Eine Hotelrechnung in Schweizer Franken ist der klassische Auslöser, eine Rechnung in Euro nicht.
Fällt das Auslandseinsatzentgelt in der Eurozone an?
Eine Zahlung in Euro ist keine Fremdwährungszahlung, der Umrechnungsschritt entfällt. Innerhalb der Eurozone fehlt dem Begriff damit sein Anknüpfungspunkt. Andere Posten, etwa für Abhebungen, kann dein Preisverzeichnis trotzdem enthalten, deshalb gehört der Blick in das Dokument auch zur Vorbereitung einer Reise nach Italien oder Spanien.
Gilt das Entgelt auch in EU-Ländern ohne Euro?
EU-Mitgliedschaft und Euro sind zwei verschiedene Dinge. In Schweden zahlst du in Kronen, in Polen in Złoty. Beide Länder liegen außerhalb der Eurozone, ein Umsatz in Landeswährung ist für deinen Kartenvertrag also ein Fremdwährungsumsatz.
Die Grenze verläuft damit nicht entlang der EU-Außengrenze. Wer nur auf „Europa“ schaut, plant falsch: Maßgeblich bleibt, welche Währung auf dem Beleg steht und wie dein Herausgeber diesen Fall im Preisverzeichnis beschreibt.
Was gilt für Onlinekäufe und Abos in Fremdwährung?
Auch von zu Hause aus kann ein Umsatz in Fremdwährung entstehen, etwa wenn ein Shop in US-Dollar oder Pfund Sterling abrechnet. Gesetzlich ist jeder Vorgang ein Zahlungsvorgang, unabhängig von der Rechtsbeziehung zum Händler. Ob dein Vertrag dafür ein Entgelt vorsieht, klärt die Formulierung im Preisverzeichnis.
Wie hoch ist das Auslandseinsatzentgelt?
Die Höhe des Auslandseinsatzentgelts legt das Gesetz nicht fest, sie ergibt sich aus dem Preis- und Leistungsverzeichnis deines Kartenherausgebers (Stand: Oktober 2026).
Deshalb nennt dieser Beitrag keinen Marktwert in Prozent. Jeder Satz gilt nur für einen bestimmten Vertrag und kann sich ändern. Die verbindliche Zahl für deine Karte findest du in den Dokumenten deines Herausgebers.
Wie liest du den Posten im Preisverzeichnis?
Das Entgelt kann prozentual oder als fester Betrag beschrieben sein, teils mit Mindestbetrag je Umsatz. Für die Prüfung genügen vier Fragen:
- Prozentsatz: Welcher Satz gilt, und bezieht er sich auf den umgerechneten Betrag in Euro?
- Mindestbetrag: Gibt es je Umsatz eine Untergrenze, die kleine Zahlungen spürbar macht?
- Geltungsbereich: Nennt das Dokument Fremdwährung, Länder außerhalb der Eurozone oder beides?
- Umsatzart: Gilt derselbe Satz für Kartenzahlung und für Bargeldabhebung?
Woraus setzen sich die Kosten eines Auslandsumsatzes zusammen?
Das Auslandseinsatzentgelt ist nur ein Baustein. Die folgende Übersicht trennt die Posten danach, wer sie erhebt und wo sie geregelt sind, denn daraus folgt, an welcher Stelle du sie prüfen kannst.
| Posten | Wer erhebt ihn | Wo du ihn prüfst | Rechtlicher Anker |
|---|---|---|---|
| Auslandseinsatzentgelt | Kartenherausgeber | Preis- und Leistungsverzeichnis | § 675f Abs. 5 BGB: vereinbartes Entgelt |
| Entgelt für die Bargeldabhebung | Kartenherausgeber | Preis- und Leistungsverzeichnis | § 675f Abs. 4 und 5 BGB: Abhebung ist Zahlungsvorgang |
| Entgelt am Geldautomaten | Automatenbetreiber als Dritter | Anzeige vor der Auslösung | § 675d Abs. 5 BGB: volle Höhe vorab |
| Währungsumrechnung an der Kasse (DCC) | Zahlungsempfänger | Anzeige am Terminal oder Automaten | Art. 248 § 17 Abs. 1 EGBGB: Entgelte und Kurs offenlegen |
| Entgelt für ein Zahlungsinstrument | Zahlungsempfänger | Mitteilung vor der Zahlung | Art. 248 § 17 Abs. 2 EGBGB |
| Jahresgebühr der Karte | Kartenherausgeber | Preis- und Leistungsverzeichnis | § 675f Abs. 5 BGB: vereinbartes Entgelt |
| Stand: Oktober 2026. Rechtsgrundlagen laut gesetze-im-internet.de, geprüft am 30. Oktober 2026. | |||
Auslandseinsatzentgelt auf einen Blick
Das Gesetz nennt keinen Satz: Das Auslandseinsatzentgelt steht im Preis- und Leistungsverzeichnis deiner Karte. Die Übersicht fasst zusammen, was der Artikel dazu sagt (Stand: Oktober 2026).
Wer berechnet was?
Beim Karteneinsatz in Fremdwährung können mehrere Stellen ein eigenes Entgelt verlangen.
Quelle: Artikel, Rechtsgrundlagen laut gesetze-im-internet.de, Stand: Oktober 2026.
Stand: 30.10.2026
Passende Angebote
Was kostet es, mit der Kreditkarte im Ausland zu bezahlen?
Mit der Kreditkarte im Ausland zu bezahlen kostet so viel, wie dein Vertrag für Fremdwährungsumsätze vorsieht, plus den Effekt des Wechselkurses, den dein Herausgeber anwendet.
Bei einer Zahlung im Geschäft sind mehrere Stellen beteiligt: Händler, sein Zahlungsdienstleister und dein Kartenherausgeber. Nach § 675q Abs. 3 BGB trägt jede Seite die Entgelte ihres eigenen Dienstleisters, sofern beide im Europäischen Wirtschaftsraum sitzen.
Für dich heißt das: Maßgeblich ist vor allem dein eigener Kartenvertrag. Ob das Auslandseinsatzentgelt als eigene Zeile erscheint oder im umgerechneten Betrag steckt, siehst du an einem früheren Auslandsumsatz auf der Abrechnung deiner Kreditkarte.
Wie viele Gebühren zahlt man im Ausland mit Kartenzahlung?
Eine allgemeingültige Summe gibt es nicht, weil jede Karte eigene Sätze hat. Rechne getrennt: den Prozentsatz deines Vertrags, den angewandten Wechselkurs und, falls du es annimmst, das Angebot einer Umrechnung am Terminal. Erst die Summe dieser Posten zeigt den Preis der Zahlung.
Welche Rolle spielt die Jahresgebühr?
Die Jahresgebühr ist ein eigener Posten für die Karte selbst, soweit dein Vertrag sie vorsieht. Sinnvoll ist deshalb die Rechnung über ein ganzes Jahr: Jahresgebühr plus erwartete Fremdwährungsumsätze mal Prozentsatz. Wer selten verreist, kommt zu einem anderen Ergebnis als jemand mit vielen Reisen außerhalb der Eurozone.
Welche Fragen klärst du zur Kreditkarte vor der Reise?
Einige Punkte stehen nur in den Kartenbedingungen deines Herausgebers. Dieser Beitrag trifft dazu keine Aussage, die für jede Karte gälte. Diese Fragen kannst du vorab klären:
- Abrechnung: Zu welchem Tag und in welcher Währung erscheint ein Umsatz auf der Kartenabrechnung?
- Kaution: Wie wird eine vorübergehende Kartenreservierung im Hotel oder beim Mietwagen abgerechnet?
- Rückbuchung: Wie wird eine Gutschrift in Fremdwährung umgerechnet?
- Punkte: Zählen Fremdwährungsumsätze für ein Bonusprogramm der Karte, falls es eines gibt?
Was kostet der Einsatz der EC-Karte im Ausland?
Der Einsatz der EC-Karte im Ausland kostet, was das Preisverzeichnis deines Girokontos für Zahlungen und Abhebungen in Fremdwährung ausweist.
Die Girocard, im Alltag oft EC-Karte genannt, hängt am Girokonto. Für die Antwort auf „Was kostet das Bezahlen mit EC-Karte im Ausland?“ zählt also das Dokument deiner Hausbank. Der Posten kann prozentual, als Festbetrag oder als Kombination beschrieben sein.
Die gesetzliche Grundlage ist dieselbe wie bei der Kreditkarte: Geschuldet ist das vereinbarte Entgelt. Auch Bargeld fällt darunter, denn § 675f Abs. 4 BGB zählt die Abhebung eines Geldbetrags ausdrücklich zu den Zahlungsvorgängen.
Wie viel Gebühren bei EC-Kartenzahlung?
Die Höhe bestimmt deine Bank. Suche im Preisverzeichnis nach Abschnitten zu Karten, Auslandseinsatz oder Fremdwährung. Prüfe, ob Zahlung und Abhebung getrennt aufgeführt sind und ob ein Mindestbetrag genannt ist, denn bei kleinen Beträgen kann er stärker wiegen als der Prozentsatz.
Warum geht meine Debitkarte im Ausland nicht?
Für eine abgelehnte Karte kommen mehrere Ursachen infrage, die nur deine Bank im Einzelfall klären kann. Bevor du abreist, helfen diese Fragen an den Herausgeber:
- Freischaltung: Musst du die Karte für das Reiseland oder für Regionen außerhalb Europas freischalten, etwa in der App?
- Geoblocking: Ist für deine Karte eine Länderbeschränkung als Sicherheitseinstellung aktiv?
- Sperre: Kann ein ungewöhnlicher Umsatz eine vorübergehende Sperre auslösen, und wie hebst du sie auf?
- Akzeptanz: Akzeptiert das Terminal das Netz, in dem deine Karte läuft?
- Limit: Reicht das Tages- oder Wochenlimit für den geplanten Betrag?
Ist es besser, mit EC-Karte oder Kreditkarte im Ausland zu bezahlen?
Ob EC-Karte oder Kreditkarte im Ausland weniger kostet, lässt sich nicht pauschal sagen, denn der Vergleich hängt von beiden Preisverzeichnissen und deinem Reiseziel ab.
Vergleiche beide Karten für dieselbe Reise: gleiche Währung, gleicher Betrag, gleiche Zahl an Umsätzen. Erst dann wird sichtbar, ob ein niedriger Prozentsatz durch einen Mindestbetrag aufgezehrt wird. Die Bezeichnung auf der Karte verrät darüber wenig, entscheidend ist der Vertrag.
Auch die Kartenart allein beantwortet die Kostenfrage nicht. Die Tabelle nennt deshalb je Kartenart eine Frage an das Preisverzeichnis und eine Frage an den Herausgeber, nicht deren Antworten.
| Kartenart | Frage an das Preisverzeichnis | Frage an den Herausgeber |
|---|---|---|
| Kreditkarte | Nennt das Dokument ein Entgelt für Umsätze in Fremdwährung, für Bargeld oder eine Jahresgebühr? | Gilt derselbe Satz für Zahlung und Abhebung? |
| Charge-Karte | Nennt das Dokument ein Entgelt für Umsätze in Fremdwährung oder eine Jahresgebühr? | Wann und in welcher Währung wird ein Umsatz eingezogen? |
| Girocard (EC-Karte) | Nennt das Dokument ein Entgelt je Zahlung oder Abhebung in Fremdwährung? | Für welche Länder ist die Karte freigeschaltet? |
| Debitkarte | Nennt das Dokument ein Entgelt für Umsätze in Fremdwährung oder für Bargeld? | Wie schnell wird ein Umsatz vom Konto gebucht, und zu welchem Kurs? |
| Prepaid-Karte | Nennt das Dokument ein Entgelt für Aufladung, Fremdwährung oder Bargeld? | Zu welchem Zeitpunkt wird ein genanntes Entgelt fällig? |
| Stand: Oktober 2026. Die Tabelle nennt Prüffragen, keine Konditionen einzelner Karten oder Kartenarten. | ||
Welche Gebühren fallen beim Geldabheben im Ausland an?
Beim Geldabheben im Ausland können zwei Entgelte zusammenkommen: das deines Kartenherausgebers laut Vertrag und das des Automatenbetreibers, das vor der Auslösung genannt werden muss.
Die Bargeldabhebung am Geldautomaten ist rechtlich ein Zahlungsvorgang. Dein Herausgeber berechnet also, was vereinbart ist. Zusätzlich kann ein Auslandseinsatzentgelt anfallen, falls das Preisverzeichnis es auf Abhebungen in Fremdwährung erstreckt.
Wie viel Gebühren nimmt ein ATM?
Ein allgemeiner Betrag lässt sich nicht nennen. Verlässlich ist die Anzeige am Geldautomaten. Nach § 675d Abs. 5 BGB musst du Entgelte eines Bargeldabhebungsdienstes nur zahlen, wenn ihre volle Höhe vor der Auslösung des Zahlungsvorgangs bekannt gemacht wurde.
Lies die Meldung deshalb, bevor du bestätigst. Mit dem Abbruch an dieser Stelle hast du noch nichts ausgelöst und kannst einen anderen Automaten versuchen.
Welche ATMs sind kostenlos?
Eine verlässliche Liste kostenloser Geldautomaten kann dieser Beitrag nicht bieten. Prüfen kannst du nur den einzelnen Automaten über seine Anzeige. Dazu kommt die Seite deines Herausgebers, der Abhebungen nach eigenem Preisverzeichnis abrechnet.
Was gilt außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums?
Hier wird der Schutz dünner. Nach § 675d Abs. 6 BGB greifen die Unterrichtungspflichten für Bestandteile eines Zahlungsvorgangs außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums nicht, wenn der Vorgang in der Währung eines Staates außerhalb des EWR läuft und einer der dort genannten Fälle vorliegt.
In den USA oder der Türkei bleibt die Anzeige am Automaten daher dein wichtigster Anhaltspunkt. Der Beleg gehört bis zur nächsten Abrechnung in die Reisekasse.
Was ist dynamische Währungsumrechnung und sollte man sie ablehnen?
Dynamische Währungsumrechnung (DCC) ist das Angebot, schon am Terminal oder Geldautomaten in Euro statt Landeswährung abzurechnen, zu einem Kurs, den der Anbieter offenlegen muss.
Die Szene ist typisch: Das Terminal fragt, ob du in Euro oder in Landeswährung zahlen willst. Euro wirkt vertraut, doch die Frage entscheidet darüber, wer umrechnet. Wählst du Euro, rechnet die Gegenseite. Wählst du die Landeswährung, rechnet dein Kartenherausgeber.
Was muss dir das Terminal zeigen?
Nach Art. 248 § 17 Abs. 1 EGBGB muss der Zahlungsempfänger, der vor der Auslösung eine Währungsumrechnung anbietet, alle damit verbundenen Entgelte und den zugrunde gelegten Wechselkurs offenlegen. Diese Transparenz ist die Grundlage deiner Entscheidung.
Wie vergleichst du beide Wege?
Ob du das Angebot ablehnen solltest, zeigt eine kurze Gegenrechnung. Der angezeigte Eurobetrag steht der Alternative gegenüber: Fremdwährungsbetrag, umgerechnet zu deinem Kartenkurs, plus Auslandseinsatzentgelt. Liegt dein Kurs nicht vor, liefert der EZB-Referenzkurs einen groben Orientierungswert.
Ob dein Herausgeber auf einen so umgerechneten Euro-Umsatz noch etwas berechnet, steht in den Bedingungen deiner Karte. Lies dort nach, falls du das Angebot häufiger siehst.
Zwei Begriffe, zwei Dinge
Auslandseinsatzentgelt und dynamische Währungsumrechnung werden oft verwechselt. Das erste steht im Vertrag mit deinem Herausgeber, das zweite ist ein Angebot des Zahlungsempfängers im Moment der Zahlung.
Welchen Wechselkurs bekommst du beim Karteneinsatz?
Den Wechselkurs beim Karteneinsatz bestimmt dein Herausgeber oder, bei angenommener DCC, der Zahlungsempfänger; EZB-Referenzkurse dienen dir nur als Vergleichsmaßstab.
Die Europäische Zentralbank aktualisiert die Referenzkurse normalerweise gegen 16:00 Uhr MEZ an jedem Arbeitstag außer an TARGET-Schließtagen. Sie dienen laut EZB nur Informationszwecken, von der Verwendung für Transaktionen rät sie dringend ab. Dein Kartenkurs kann also davon abweichen.
Als Maßstab sind sie trotzdem nützlich. Du siehst damit, in welcher Größenordnung ein Betrag liegen sollte, und erkennst grobe Ausreißer auf der Abrechnung oder am Terminal.
EZB-Referenzkurse: Einheiten Fremdwährung je 1 Euro
Beim Lesen hilft eine einfache Umkehr: Der Kurs nennt Fremdwährung je Euro. Wer einen Betrag in Kronen oder Lira durch den Kurs teilt, erhält den ungefähren Wert in Euro, noch vor jedem Entgelt.
Rechenbeispiel: Was kostet das Auslandseinsatzentgelt auf einer Reise?
Das Auslandseinsatzentgelt einer Reise ergibt sich aus der Summe aller Fremdwährungsumsätze in Euro mal dem Prozentsatz aus deinem Preisverzeichnis, zuzüglich etwaiger Mindestbeträge.
Die Faustregel ist einfache Prozentrechnung: Auf je 100 Euro Umsatz entspricht jeder Prozentpunkt einem Euro. Mit dem Satz deines Vertrags lässt sich der Posten damit im Kopf überschlagen. Das gilt für einen Urlaub genauso wie für ein Auslandssemester mit Ausgaben über mehrere Monate.
- Umsätze schätzen: Notiere die geplanten Ausgaben in Landeswährung, getrennt nach Zahlungen und Abhebungen.
- In Euro umrechnen: Teile die Summe durch den aktuellen Kurs, zum Beispiel 10,9780 Schwedische Kronen je Euro.
- Prozentsatz anwenden: Multipliziere den Eurobetrag mit dem Satz aus deinem Preisverzeichnis.
- Mindestbetrag prüfen: Vergleiche bei kleinen Zahlungen das Ergebnis je Umsatz mit einem etwaigen Mindestbetrag.
- Dritte ergänzen: Addiere Entgelte von Automatenbetreibern, die du vor Ort bestätigt hast.
Warum zählt die Zahl der Umsätze?
Ein Prozentsatz wächst mit dem Betrag, ein Mindestbetrag mit der Zahl der Umsätze. Viele kleine Zahlungen am Tag belasten eine Karte mit Untergrenze deshalb anders als eine große Rechnung am Ende der Reise. Prüfe diesen Punkt besonders für einen Aufenthalt von einem Monat oder länger.
Zum Abgleich nach der Reise eignet sich die Kartenabrechnung. So siehst du, ob deine Schätzung gepasst hat und welche Umsätze den größten Anteil hatten. Für den Überschlag vorab gibt es zusätzlich den Auslandsgebühren-Rechner für deine Kreditkarte.
Kreditkarte ohne Auslandseinsatzentgelt: Worauf kommt es an?
Eine Kreditkarte ohne Auslandseinsatzentgelt erkennst du am Preis- und Leistungsverzeichnis, das für Fremdwährungsumsätze keinen Satz ausweist; die übrigen Posten der Karte prüfst du trotzdem einzeln.
Aktuelle Karten mit den zugehörigen Konditionen stehen im finalarm-Überblick zu Kreditkarten ohne Auslandseinsatzentgelt. Dieser Beitrag erklärt die Mechanik, damit du jedes Angebot selbst einordnen kannst.
Welche Kreditkarten haben kein Auslandseinsatzentgelt?
Das lässt sich nur für die jeweils aktuelle Fassung eines Preisverzeichnisses beantworten. Achte auf die genaue Formulierung und auf das Datum des Dokuments. Für den Vergleich zählen außerdem die Posten neben dem Auslandseinsatz, also Jahresgebühr, Bargeld und die Kursregel.
Wörter wie „gebührenfrei“ oder „kostenlos“ sagen für sich genommen wenig. Entscheidend ist, welcher Posten gemeint ist. Ein Abschnitt des Preisverzeichnisses kann null ausweisen, während der nächste ein Entgelt nennt.
Worauf achtest du bei einer Prepaid-Karte?
Prüfe bei einer Prepaid-Kreditkarte zusätzlich die Aufladung, denn dort können eigene Posten stehen. Die Regel bleibt dieselbe: Geschuldet ist, was vereinbart wurde. Das Wort „Prepaid“ sagt noch nichts über das Entgelt in Fremdwährung.
Für deinen Vergleich
Nimm für zwei Karten dieselbe geplante Reise, trage alle Posten in eine Liste ein und rechne das Jahresergebnis aus.
Wie kannst du das Auslandseinsatzentgelt vermeiden?
Das Auslandseinsatzentgelt vermeiden kannst du, indem du Karten nach ihrem Preisverzeichnis wählst, auf Reisen bewusst in Landeswährung entscheidest und Umsätze nach Bedarf bündelst.
Keine dieser Maßnahmen wirkt für jede Karte gleich. Sie setzen an den Stellen an, die du selbst beeinflusst: Vertrag, Moment der Zahlung und Zahl der Umsätze. Diese Reihenfolge ist auch die Reihenfolge der Vorbereitung.
Was kannst du vor der Reise tun?
- Dokument lesen: Lade das aktuelle Preis- und Leistungsverzeichnis jeder Karte herunter, die du mitnimmst.
- Währungen prüfen: Stelle fest, ob dein Ziel außerhalb der Eurozone liegt, auch innerhalb der EU.
- Zweitkarte einplanen: Nimm wenn möglich eine zweite Karte mit, falls ein Terminal die erste ablehnt.
- Freischaltung klären: Prüfe Einstellungen zu Ländern und Limits in der App deines Herausgebers.
Was kannst du auf der Reise tun?
- Landeswährung wählen: Vergleiche das DCC-Angebot und entscheide bewusst, statt reflexartig Euro zu drücken.
- Anzeige lesen: Bestätige am Geldautomaten erst, nachdem du das genannte Entgelt gesehen hast.
- Abhebungen bündeln: Hebe nach Bedarf seltener höhere Beträge ab, falls dein Vertrag je Vorgang berechnet.
- Belege aufbewahren: Behalte Quittungen, bis die Kartenabrechnung geprüft ist.
Was gehört noch in die Reiseplanung?
Kartenkosten sind nur ein Teil des Reisebudgets. Mit der Europäischen Krankenversicherungskarte hast du in einem anderen EU-Land dieselben Rechte wie Versicherte dort, ohne sie musst du eventuell erst zahlen und zu Hause eine Rückerstattung beantragen. Notfallrettung und Rückführung ins Heimatland deckt sie nicht.
Eine Auslandskrankenversicherung schließt du vor der Abreise ab. Bei HanseMerkur geht das jederzeit vor Reiseantritt; Details laut Tarifbedingungen stehen im Überblick HanseMerkur Erfahrungen 2026. MAXCARE führt zwei Tarife, Single und Familie, siehe MAXCARE Erfahrungen 2026.
Welche Transparenzpflichten gelten für Entgelte im Zahlungsverkehr?
Für Entgelte im Zahlungsverkehr gilt in Deutschland: Geschuldet ist das Vereinbarte, und Dritte müssen ihre Entgelte vor der Auslösung des Zahlungsvorgangs offenlegen; die Transparenzpflichten stehen in BGB und EGBGB.
Die Vorschriften zu Zahlungsdiensten bilden zusammen ein einfaches Raster: Wer etwas kostet, muss es vorher sagen. Der Überblick zeigt, welche Pflicht an welcher Stelle gilt.
- Entgelt: Geschuldet ist das für den Zahlungsdienst vereinbarte Entgelt (§ 675f Abs. 5 BGB).
- Nebenpflichten: Ein Entgelt setzt voraus, dass es zugelassen und vereinbart ist; es muss angemessen und an den tatsächlichen Kosten ausgerichtet sein.
- Beweislast: Ist die ordnungsgemäße Unterrichtung streitig, trägt der Zahlungsdienstleister die Beweislast (§ 675d Abs. 3 BGB).
- Ungekürzte Übermittlung: Zahlungsdienstleister und zwischengeschaltete Stellen müssen den Zahlungsbetrag ungekürzt weiterleiten (§ 675q Abs. 1 BGB).
- Kostenteilung: Sitzen beide Zahlungsdienstleister im EWR, trägt jede Seite die Entgelte des eigenen Dienstleisters (§ 675q Abs. 3 BGB).
- Dritte: Wer als Dritter ein Entgelt für ein Zahlungsinstrument verlangt, teilt es vor der Auslösung mit (Art. 248 § 18 EGBGB).
Was gilt für Händler an der Kasse?
Verlangt der Zahlungsempfänger ein Entgelt für ein bestimmtes Zahlungsinstrument oder bietet er eine Ermäßigung an, muss er das vor der Auslösung mitteilen. Das Recht, eine Ermäßigung anzubieten, darf ein Zahlungsdiensterahmenvertrag nicht ausschließen. Händler dürfen dich also zu einer Zahlungsart lenken, aber nicht im Unklaren lassen.
Alle genannten Pflichten stammen aus dem deutschen Recht. An Terminals und Automaten außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums prüfst du Anzeige und Beleg deshalb selbst.
Wer ist dein Ansprechpartner?
Für das Auslandseinsatzentgelt ist das dein Kartenherausgeber, denn dort liegt der Vertrag. Wenn du wissen willst, wer dahintersteht: Die BaFin macht angezeigte Informationen im Zahlungsinstituts-Register und im E-Geld-Instituts-Register öffentlich zugänglich. Fragen zu einem konkreten Posten stellst du am besten schriftlich, damit die Antwort dokumentiert ist.
Hinweis zur Einordnung
Diese Übersicht ist eine Zusammenstellung prüfbarer Rechtsgrundlagen und ersetzt keine Rechtsberatung. Konditionen einzelner Karten gelten nur laut aktuellem Preisverzeichnis des Herausgebers.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Auslandseinsatzentgelt?
Das Auslandseinsatzentgelt ist ein Entgelt, das dein Kartenherausgeber für Umsätze in Fremdwährung vereinbaren kann. Grundlage ist § 675f Abs. 5 BGB, nach dem das vereinbarte Entgelt geschuldet ist. Andere Bezeichnungen sind Auslandseinsatzgebühr oder Fremdwährungsgebühr. Die genaue Höhe steht im Preis- und Leistungsverzeichnis deiner Karte, nicht im Gesetz.
Wann wird Auslandseinsatzentgelt berechnet?
Berechnet wird es, sobald dein Vertrag für einen Umsatz in Fremdwährung ein Entgelt vorsieht. Das betrifft typischerweise Zahlungen außerhalb der Eurozone, also auch in EU-Ländern wie Schweden oder Polen. Entscheidend ist die Währung auf dem Beleg. Auch Onlinekäufe in fremder Währung können darunterfallen, das klärt dein Preisverzeichnis.
Was kostet der Einsatz der EC-Karte im Ausland?
Das hängt von den Konditionen deines Girokontos ab, denn dort sind die Entgelte der Girocard geregelt. Suche im Preisverzeichnis nach Auslandseinsatz oder Fremdwährung und prüfe, ob Zahlung und Abhebung getrennt genannt sind. Am Geldautomaten kann zusätzlich der Automatenbetreiber ein Entgelt verlangen, das er vorher anzeigen muss.
Konditionen beim Anbieter ansehen
Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.
*Es gelten Bedingungen. Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes oder des Versicherungsproduktes entnehmen.
Was kostet es, mit der Kreditkarte im Ausland zu bezahlen?
Die Kosten setzen sich aus dem Satz für Fremdwährungsumsätze laut Vertrag und dem Wechselkurs deines Herausgebers zusammen. In Euro abgerechnete Zahlungen brauchen keine Umrechnung. Eine Jahresgebühr kommt als eigener Posten hinzu, soweit der Vertrag sie vorsieht. Ein allgemeiner Prozentsatz lässt sich nicht nennen, die Höhe steht in deinem Preisverzeichnis.
Wie viele Gebühren zahlt man im Ausland mit Kartenzahlung?
Das lässt sich nur für deine konkrete Karte beantworten. Maßgeblich sind der Prozentsatz im Preisverzeichnis, ein etwaiger Mindestbetrag je Umsatz und der angewandte Wechselkurs. Nimmst du am Terminal eine Umrechnung in Euro an, gelten dafür die offengelegten Entgelte und der genannte Kurs des Zahlungsempfängers. Die Abrechnung zeigt danach die Posten.
Ist es besser, mit EC-Karte oder Kreditkarte im Ausland zu bezahlen?
Pauschal lässt sich das nicht sagen, weil beide Karten unterschiedliche Preisverzeichnisse haben. Vergleiche Girocard und Kreditkarte für dieselbe Reise mit gleicher Währung, gleichem Betrag und gleicher Zahl an Umsätzen. Rechne dabei auch Jahresgebühr und Bargeld ein. Das Ergebnis gilt nur für diese Reise und den aktuellen Stand der Dokumente.
Wie viel Gebühren bei EC-Kartenzahlung?
Die Höhe legt deine Bank im Preisverzeichnis des Girokontos fest. Für Zahlungen in Euro und für Zahlungen in Fremdwährung können unterschiedliche Regeln stehen. Prüfe Prozentsatz, Festbetrag und Mindestbetrag getrennt. Ein Entgelt des Händlers für die Kartenzahlung müsste dieser dir vor der Auslösung des Zahlungsvorgangs mitteilen, das regelt Art. 248 § 17 EGBGB.
Warum geht meine Debitkarte im Ausland nicht?
Mögliche Gründe sind eine fehlende Freischaltung für das Land, eine Länderbeschränkung als Sicherheitseinstellung, eine vorübergehende Sperre, ein erreichtes Limit oder fehlende Akzeptanz am Terminal. Welcher Grund vorliegt, kann nur deine Bank sagen. Prüfe die Einstellungen in der App und frage beim Herausgeber nach, am besten schon vor der Abreise.
Wie viel Gebühren nimmt ein ATM?
Einen einheitlichen Betrag kann dieser Beitrag nicht nennen. Nach § 675d Abs. 5 BGB musst du Entgelte eines Bargeldabhebungsdienstes nur zahlen, wenn ihre volle Höhe vor der Auslösung bekannt gemacht wurde. Lies die Anzeige also vor der Bestätigung. Dazu kommt, was dein Kartenherausgeber laut Vertrag für die Abhebung berechnet.
Welche ATMs sind kostenlos?
Eine verlässliche Liste kostenloser Geldautomaten kann dieser Beitrag nicht bieten. Ob ein Automat etwas verlangt, zeigt seine Anzeige vor der Bestätigung. Auch dann kann dein Kartenherausgeber laut Preisverzeichnis ein eigenes Entgelt berechnen. Beide Seiten solltest du deshalb getrennt prüfen, bevor du am Automaten Bargeld abhebst und den Vorgang bestätigst.
Welche Gebühren fallen beim Geldabheben an einem ATM im Ausland an?
Zwei Entgelte können zusammenkommen: das deines Kartenherausgebers für die Bargeldabhebung und das des Automatenbetreibers. In Fremdwährung kann zusätzlich das Auslandseinsatzentgelt laut Preisverzeichnis anfallen. Das Entgelt des Betreibers muss vorab vollständig angezeigt werden. Außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums können diese Unterrichtungspflichten in bestimmten Fällen nicht greifen.
Fällt das Auslandseinsatzentgelt in der Eurozone an?
Das Auslandseinsatzentgelt knüpft an Umsätze in Fremdwährung an. In der Eurozone wird in Euro abgerechnet, eine Umrechnung findet nicht statt. Andere Posten, etwa für Bargeldabhebungen, kann dein Preisverzeichnis dennoch enthalten. Bist du unsicher, nimm die Formulierung deines Vertrags als Maßstab, denn sie bestimmt, welche Umsätze tatsächlich erfasst sind.
Welche Kreditkarten haben kein Auslandseinsatzentgelt?
Das zeigt nur die aktuelle Fassung des jeweiligen Preis- und Leistungsverzeichnisses, denn Konditionen ändern sich. Eine Liste aktueller Karten steht im finalarm-Überblick zu Kreditkarten ohne Auslandseinsatzentgelt. Prüfe neben dem Auslandseinsatz auch Jahresgebühr, Bargeldposten und Kursregel, damit dein Vergleich vollständig ist und nicht nur einen einzelnen Posten abbildet.
Wo finde ich das Auslandseinsatzentgelt meiner Kreditkarte?
Du findest es im Preis- und Leistungsverzeichnis deiner Kreditkarte, oft auch unter den Bezeichnungen Fremdwährungsgebühr oder Auslandsentgelt. Das Dokument stellt dein Herausgeber bereit. Ein zweiter Weg führt über frühere Abrechnungen mit Auslandsumsätzen: Dort siehst du, wie der Posten ausgewiesen wurde. Bei Unklarheiten fragst du direkt beim Herausgeber nach.
Was ist dynamische Währungsumrechnung und sollte man sie ablehnen?
Dynamische Währungsumrechnung ist das Angebot, schon an der Kasse in Euro statt Landeswährung abzurechnen. Der Zahlungsempfänger muss dabei alle Entgelte und den Wechselkurs offenlegen. Ob du ablehnst, zeigt die Gegenrechnung: angezeigter Eurobetrag gegen Fremdwährungsbetrag zum Kartenkurs plus Auslandseinsatzentgelt. So triffst du die Entscheidung anhand von Zahlen.





















