Fidelity Erfahrungen 2026: Wealth Expert und FondsdepotPlus, Kosten und Ablauf im Überblick

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Das Wichtigste in Kürze

Wealth Expert: sieben Portfolios, Ø 1,11 % Kosten p. a. FondsdepotPlus: Fonds von über 300 Gesellschaften, Sparplan ab 25 Euro. Stand: Oktober 2026.

Fidelity Erfahrungen 2026: Wealth Expert und FondsdepotPlus, Kosten und Ablauf im Überblick

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Das Wichtigste in Kürze

  • Fidelity im Überblick: Die Depots führt die FIL Fondsbank GmbH in Kronberg im Taunus, beaufsichtigt von der BaFin.
  • Wealth Expert (Vermögensverwaltung): Sieben Portfolios, Start ab 500 Euro Einmalbetrag und 50 Euro monatlicher Sparrate.
  • FondsdepotPlus im Detail: Fonds und ETFs von mehr als 300 Gesellschaften, Depotführung 0,25 Prozent mit Mindest- und Höchstbetrag.
  • Fidelity-Fonds und Fondsauswahl: Wie sich Technologie-, Europa- und Asienfonds über Basisinformationsblatt und Prospekt einordnen lassen.
  • Kosten bei Fidelity: Wealth Expert kommt laut Anbieter auf durchschnittlich 1,11 Prozent pro Jahr inklusive Fondskosten.
  • Anlage eröffnen: Ablauf der Depoteröffnung, Mindestbeträge und Sparplan ab 25 Euro im FondsdepotPlus.
  • Login, App und Kundenservice: Abrechnungen landen im Online-Postfach, telefonischer Service Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr.
  • Fidelity kündigen: Auszahlung durch Verkauf der Fondsanteile oder Übertrag der Anteile auf ein anderes Depot.
  • Wie sicher ist Fidelity?: Fondsvermögen ist Sondervermögen, Bareinlagen sind bis 100.000 Euro gesetzlich gesichert.
  • Merkmale der Angebote: Merkmale, die zu einer delegierten Vermögensverwaltung oder zu einem selbst gesteuerten Fondsdepot passen.
  • Alternativen kurz eingeordnet: Andere Robo-Advisor, Neobroker und klassische Direktbanken im Funktionsvergleich.
  • Häufige Detailfragen: VL-Sparplan, Auszahlplan, Kinderdepot, Ombudsmann und Prämie beim Depotübertrag.

Hinweis: Mit * markierte Links und die Angebotskacheln sind Werbelinks. So finanzieren wir uns

Fidelity – Wealth Expert

Fidelity - Wealth Expert

Fidelity – Wealth Expert

Vorteile

  • Einstieg ab 500 € Anlagebetrag
  • Sieben Portfolios je nach Risikoprofil
  • Tägliche Überwachung, autom. Rebalancing
  • Keine Mindestanlagedauer

Gut zu wissen

  • Kapitalverlust möglich
  • Jährliche Kostenpauschale inkl. Depot
  • Zusätzlich laufende Fondskosten
  • Depot bei der FIL Fondsbank GmbH

Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.

Fidelity – FondsdepotPlus

Fidelity - FondsdepotPlus

Fidelity – FondsdepotPlus

Vorteile

  • Fonds und ETFs von über 300 Gesellschaften
  • Spar- und Auszahlpläne kostenlos
  • Kein Ausgabeaufschlag bei den meisten Fonds
  • Ab 20.000 € Depotwert keine Depotgebühr

Gut zu wissen

  • Kapitalverlust möglich
  • Sonst 0,25 % p. a., mind. 25 €, max. 45 €
  • Order offline (Fax, Post): 8 €
  • Guthabenzins Abwicklungskonto 0,00 %

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Werbehinweis: Für Abschlüsse über diese Angebote erhalten wir ggf. eine Provision. So finanzieren wir uns

Fidelity im Überblick: Unternehmen, BaFin-Erlaubnis und Depotbank

Hinter den Privatkundenangeboten von Fidelity in Deutschland stehen zwei Gesellschaften mit Sitz an derselben Adresse: Kastanienhöhe 1, 61476 Kronberg im Taunus. Die FIL Fondsbank GmbH (kurz FFB) ist laut Impressum für die Informationen an Fidelity-Anleger und an Kunden der Vermögensverwaltung Fidelity Wealth Expert zuständig. Sie ist beim Amtsgericht Königstein unter HRB 8336 eingetragen und wird von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) beaufsichtigt.

Die zweite Gesellschaft, die FIL Investment Services GmbH (FIS), ist ebenfalls beim Amtsgericht Königstein im Taunus im Handelsregister eingetragen. Sie liefert Informationen für Vertriebspartner, Anleger und Presse. Für Kunden von Wealth Expert ist die FIL Fondsbank die maßgebliche Adresse, denn bei ihr wird laut Produktseite das Depot geführt.

Was die FIL Fondsbank als Depotbank macht

Der Name beschreibt den Schwerpunkt: Eine Fondsbank verwahrt in erster Linie Anteile an Investmentfonds. Laut Produktseite von Wealth Expert wird das Depot bei der FIL Fondsbank GmbH geführt, die von der BaFin beaufsichtigt wird. Für das FondsdepotPlus nennen die ausgewerteten Produktseiten die depotführende Stelle nicht ausdrücklich; sie ergibt sich aus den Vertragsunterlagen, die du vor Abschluss erhältst.

Weil die FFB eine Bank mit Sitz in Deutschland ist, gelten für sie das Kreditwesengesetz, das Wertpapierhandelsgesetz und die deutschen Regeln zur Einlagensicherung. Beschwerden kannst du an den Ombudsmann der privaten Banken richten, die Kundenbeschwerdestelle beim Bundesverband deutscher Banken e.V. Den Registereintrag kannst du im gemeinsamen Registerportal der Länder nachvollziehen, die Erlaubnis in der Unternehmensdatenbank der BaFin.

Zwei Wege zur Geldanlage bei Fidelity

Fidelity bietet Privatkunden in Deutschland im Kern zwei Zugänge. Wealth Expert ist eine Vermögensverwaltung: Du wählst eines von sieben Portfolios, Fidelity übernimmt Auswahl, Überwachung und Umschichtung der Fonds. Das FondsdepotPlus ist ein klassisches Fondsdepot: Du entscheidest selbst, welche Fonds und ETFs du kaufst, und trägst die Verantwortung für die Zusammenstellung.

Die beiden Produkte unterscheiden sich weniger in der Verwahrung als in der Frage, wer die Anlageentscheidungen trifft und wie die Kosten berechnet werden. Bei Wealth Expert zahlst du eine prozentuale Leistungspauschale, die Depot- und Transaktionskosten einschließt. Im FondsdepotPlus fallen ein Depotführungsentgelt und Entgelte je Kauf oder Verkauf an, dafür entfällt die Managementpauschale. Die folgenden Abschnitte ordnen beide Modelle mit den Konditionen ein, die Fidelity auf seinen Produktseiten nennt (Stand: Oktober 2026).

📌 Good to know

Keine Anlageberatung: Diese Seite fasst öffentlich zugängliche Konditionen zusammen und ist keine Anlageempfehlung. Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen, Verluste bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals sind möglich.

Fidelity – Wealth Expert

Vermögensverwaltung ab 500 €

Vorteile

  • Einstieg ab 500 € Anlagebetrag
  • Sieben Portfolios je nach Risikoprofil
  • Tägliche Überwachung, autom. Rebalancing
  • Keine Mindestanlagedauer

Gut zu wissen

  • Kapitalverlust möglich
  • Jährliche Kostenpauschale inkl. Depot
  • Zusätzlich laufende Fondskosten
  • Depot bei der FIL Fondsbank GmbH

Fidelity – FondsdepotPlus

Fondsdepot: 2 € je Online-Order

Vorteile

  • Fonds und ETFs von über 300 Gesellschaften
  • Spar- und Auszahlpläne kostenlos
  • Kein Ausgabeaufschlag bei den meisten Fonds
  • Ab 20.000 € Depotwert keine Depotgebühr

Gut zu wissen

  • Kapitalverlust möglich
  • Sonst 0,25 % p. a., mind. 25 €, max. 45 €
  • Order offline (Fax, Post): 8 €
  • Guthabenzins Abwicklungskonto 0,00 %

Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.

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Wealth Expert (Vermögensverwaltung)

Fidelity Wealth Expert ist eine Finanzportfolioverwaltung: Du erteilst Fidelity ein Mandat, innerhalb einer vereinbarten Anlagestrategie Fonds zu kaufen, zu verkaufen und umzuschichten, ohne dass du jede einzelne Transaktion freigibst. Grundlage ist eines von sieben Portfolios.

Rechtlicher Rahmen: die Geeignetheitsprüfung

Das Wertpapierhandelsgesetz verpflichtet jeden Anbieter einer Finanzportfolioverwaltung, vor Annahme eines Mandats zu prüfen, ob die Strategie zum Kunden passt. Abgefragt werden in einer solchen Geeignetheitsprüfung typischerweise Anlageziel, Anlagehorizont, finanzielle Verhältnisse, Kenntnisse und Erfahrungen sowie die Fähigkeit, Verluste zu tragen. Wie Fidelity die Fragen im Einzelnen gestaltet und den sieben Portfolios zuordnet, beschreiben die ausgewerteten Produktseiten nicht. Die gesetzliche Prüfung ersetzt keine eigene Überlegung zu Notgroschen, Schulden und anderen Vermögenswerten.

Ändert sich deine Lebenssituation, kannst du die Strategie anpassen. Laut Fidelity ist der Wechsel in ein anderes Portfolio jederzeit kostenfrei möglich, ebenso eine Anpassung des Sparplans. Bei einem Portfoliowechsel werden in der Regel Fondsanteile verkauft und andere gekauft. Das kann Kursgewinne realisieren und damit Abgeltungsteuer auslösen, auch wenn das Geld das Depot nie verlässt.

Risikoüberwachung und Rebalancing

Nach Angaben des Anbieters überwacht Fidelity die Portfolios täglich und gleicht sie automatisch wieder an die Zielgewichtung an. Dieses Rebalancing ist der eigentliche Kern einer Vermögensverwaltung. Steigen etwa Aktienmärkte stark, wächst der Aktienanteil über die Zielmarke hinaus, und das Risiko des Portfolios nimmt zu. Beim Rebalancing werden Gewinner teilweise verkauft und schwächere Bausteine aufgestockt, bis die ursprüngliche Mischung wiederhergestellt ist.

Das Verfahren begrenzt die Abweichung vom gewählten Risikoprofil, garantiert aber keine Mindestrendite und schützt nicht vor Verlusten in fallenden Märkten. In einem breiten Kursrückgang verlieren auch ausgewogen gemischte Portfolios an Wert, nur in der Regel weniger stark als ein reines Aktienportfolio.

Einstieg, Laufzeit und Kinderdepot

Die Vermögensverwaltung startet laut Produktseite ab einem Festbetrag von 500 Euro und einer monatlichen Sparrate von 50 Euro. Eine Mindestanlagedauer oder Bindungsfrist gibt es nach Angaben von Fidelity nicht. Du kannst also Geld entnehmen oder das Mandat beenden, ohne eine Frist abzuwarten; der Erlös hängt dann vom Kurswert am Verkaufstag ab.

Für Kinder lässt sich ein eigenes Wealth-Expert-Depot bis zum 17. Geburtstag eröffnen. Fidelity verlangt dafür einen Nachweis der Elternschaft. Rechtlich gehört das Vermögen in einem Kinderdepot dem Kind, nicht den Eltern. Wer das Geld später selbst nutzen möchte, sollte die Schenkung an das Kind vorher bewusst durchdenken, denn sie lässt sich nicht einfach rückgängig machen.

📌 Good to know

Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Das gilt für alle sieben Wealth-Expert-Portfolios ebenso wie für einzelne Fonds im FondsdepotPlus. Eine Vermögensverwaltung kann Verluste nicht ausschließen.

FondsdepotPlus

Das FondsdepotPlus ist das selbst gesteuerte Fondsdepot von Fidelity. Hier wählst du aus Fonds und ETFs von mehr als 300 Gesellschaften, kaufst per Einmalanlage oder Sparplan und entscheidest selbst über Umschichtungen. Auswahl und Überwachung der Positionen liegen bei dir; ein Rebalancing wie bei Wealth Expert ist im Depot nicht Teil der Leistung.

Fidelity – FondsdepotPlusFondsdepot: 2 € je Online-OrderZum Angebot

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Das Fidelity-Fondsdepot und seine Entgelte

Für die Depotführung berechnet Fidelity 0,25 Prozent vom durchschnittlichen Depotwert pro Jahr, mindestens 25 Euro und höchstens 45 Euro je angefangenem Kalenderjahr (Stand: Oktober 2026). Die Untergrenze greift bei kleineren Depots: Bei einem durchschnittlichen Depotwert von 10.000 Euro ergibt der Prozentsatz genau 25 Euro, darunter bleibt es bei den 25 Euro. Die Obergrenze von 45 Euro deckelt das Entgelt bei mittleren Depots.

Liegt das durchschnittliche Depotvolumen im Kalenderjahr bei mindestens 20.000 Euro, berechnet Fidelity laut Produktseite kein Depotführungsentgelt. Maßgeblich ist der Durchschnitt über das ganze Jahr, nicht der Stand an einem Stichtag. Wer im Herbst eine größere Summe einzahlt, erreicht den Jahresdurchschnitt deshalb unter Umständen erst im Folgejahr.

Kauf und Verkauf von Fonds und ETFs kosten online 2 Euro und offline 8 Euro je Auftrag. Keine Transaktionsentgelte nennt Fidelity für Ausschüttungen, Wiederanlagen, Spar- und Auszahlpläne sowie vermögenswirksame Leistungen. Abrechnungen stellt Fidelity ins Postfach, ein postalischer Versand ist laut Produktseite nicht möglich.

Fidelity-Fonds ohne Ausgabeaufschlag kaufen

Der Ausgabeaufschlag ist bei aktiv gemanagten Fonds die klassische Einstiegsgebühr, die beim Kauf auf den Anteilspreis aufgeschlagen wird. Im FondsdepotPlus gewährt Fidelity einen Rabatt von 100 % auf Ausgabeaufschläge. Ausgenommen sind Fonds und ETFs mit abweichender Kostenregelung. Vor einem Kauf gibt deshalb der Blick ins Preisverzeichnis Klarheit, ebenso die Kosteninformation zur konkreten Order, die dir vor Auftragserteilung angezeigt werden muss.

Der Rabatt betrifft nur den einmaligen Aufschlag. Die laufenden Kosten eines Fonds, also Verwaltungsvergütung und weitere Fondskosten, werden weiterhin im Fonds verrechnet und mindern die Wertentwicklung. Sie stehen im Basisinformationsblatt des jeweiligen Fonds und sind bei aktiv gemanagten Fonds häufig deutlich höher als bei breit gestreuten Indexfonds.

Der Fidelity Fonds-Sparplan

Ein Sparplan im FondsdepotPlus ist ab 25 Euro möglich. Für Spar- und Auszahlpläne berechnet Fidelity kein Ausführungsentgelt. Einmalige Einzahlungen beginnen bei 500 Euro, Folgezahlungen bei 50 Euro.

Bei schwankenden Kursen kauft eine feste Sparrate in schwachen Phasen mehr und in starken Phasen weniger Anteile. Dieser Durchschnittskosteneffekt glättet den Einstiegszeitpunkt, verbessert aber nicht automatisch das Ergebnis gegenüber einer Einmalanlage. Er nimmt dir vor allem die Entscheidung ab, wann der richtige Moment für den Kauf ist.

Fidelity-Fonds und Fondsauswahl

Wer nach Fidelity Fonds sucht, landet bei zwei unterschiedlichen Fragen: welche Fonds unter dem Namen Fidelity angeboten werden und welche Fonds sich im FondsdepotPlus kaufen lassen. Für das Depot nennt Fidelity eine Auswahl an Fonds und ETFs von mehr als 300 Gesellschaften (Stand: Oktober 2026). Die Auswahl ist also nicht auf Produkte mit dem eigenen Namen beschränkt. Strategie, Risiko und laufende Kosten eines einzelnen Fonds stehen im jeweiligen Basisinformationsblatt und im Verkaufsprospekt; diese Seite beschreibt keine Einzelfonds.

Fidelity-Fonds-Übersicht: Wie sich Fonds einordnen lassen

Eine Fonds-Übersicht gliedert die Palette üblicherweise nach Anlageklasse: Aktienfonds, Rentenfonds, Mischfonds und Geldmarktfonds. Innerhalb der Aktienfonds folgt die Einteilung nach Region, etwa Welt, Europa, Deutschland oder Asien, und nach Branche, etwa Technologie oder Gesundheit. Eine dritte Achse ist die Ertragsverwendung: Ausschüttende Fonds zahlen Erträge aus, thesaurierende legen sie im Fonds wieder an. Die vierte Achse trennt aktiv gemanagte Fonds, deren Management Titel nach eigener Analyse auswählt, von Indexfonds, die einen Index nachbilden.

Welche dieser Kategorien zusammenpassen, hängt vom Zweck im Depot ab. Ein breit gestreuter Weltaktienfonds kann als Basis dienen, Regional- und Branchenfonds setzen Schwerpunkte und erhöhen die Abhängigkeit von einzelnen Märkten. Die Kategorie allein sagt noch nichts über Kosten und Risiko des einzelnen Produkts.

Technologie-Fonds: Konzentration auf eine Branche

Wer nach einem Fidelity Technologie-Fonds oder einem Global-Technology-Fonds sucht, interessiert sich für einen Branchenfonds. Technologiefonds konzentrieren sich auf Unternehmen aus Bereichen wie Software, Halbleiter und IT-Dienstleistungen. Diese Konzentration macht die Wertentwicklung stärker von einem einzigen Wirtschaftszweig abhängig als bei einem breit gestreuten Aktienfonds. Bewertungsrückgänge im Technologiesektor treffen einen Branchenfonds deshalb voll. Anlageziel, Anlagegrenzen und Risikoindikator stehen im Basisinformationsblatt des jeweiligen Fonds.

Wie sich Branchenfonds und Branchen-ETFs grundsätzlich verhalten, beschreibt unser Ratgeber zu Sektor-ETFs. Die Mechanik ist dieselbe: höhere Konzentration, höhere Schwankungsbreite, stärkere Abhängigkeit von Konjunkturzyklen und Zinsen.

Europa- und Deutschland-Fonds

Suchanfragen wie Fidelity European Growth oder Fidelity Europe Growth zielen auf Aktienfonds mit Schwerpunkt Europa, ein Fidelity-Deutschland-Fonds auf einen noch engeren regionalen Fokus. Regionalfonds bündeln Aktien aus einem Wirtschaftsraum und tragen damit dessen Konjunktur-, Zins- und Währungsrisiken. Viele Fonds werden in mehreren Anteilsklassen angeboten, die sich in Währung, Ertragsverwendung und Kostenstruktur unterscheiden können. Vor dem Kauf zählt deshalb die Wertpapierkennnummer der konkreten Anteilsklasse, nicht allein der Fondsname.

Asien-, China- und ASEAN-Fonds

Regionalfonds für Asien, China oder die ASEAN-Staaten bündeln Aktien aus Märkten, die anderen Regeln folgen als europäische Börsen. Zu den Risiken gehören Währungsschwankungen, politische Eingriffe, Kapitalverkehrskontrollen und eine teils geringere Markttiefe. Ein China-Fonds ist deshalb ein Baustein mit eigener Risikostruktur, kein Ersatz für eine weltweite Streuung. Breit gestreute Alternativen beschreibt der Ratgeber zu Welt-ETFs.

Gleicher Name, andere Gesellschaft: Hinweis zum Magellan-Fonds

Unter dem Namen Fidelity treten in verschiedenen Ländern unterschiedliche Gesellschaften auf. Wer nach einem Fidelity Magellan Fonds oder allgemein nach Fidelity Investments Fonds sucht, kann vor einem Kauf über ein deutsches Depot zwei Punkte prüfen: ob für das konkrete Produkt eine Vertriebszulassung in Deutschland besteht und ob ein deutschsprachiges Basisinformationsblatt vorliegt. Ohne Basisinformationsblatt dürfen Banken in der EU einen Fonds in der Regel nicht an Privatanleger verkaufen.

ETFs und aktiv gemanagte Fonds

Das FondsdepotPlus umfasst laut Produktseite Fonds und ETFs. Ein ETF bildet einen Index nach und verzichtet auf eine eigene Titelauswahl; ein aktiv gemanagter Fonds versucht, durch Auswahl und Gewichtung vom Markt abzuweichen. Ob ein aktiv gemanagter Fonds seine in der Regel höheren laufenden Kosten durch eine bessere Wertentwicklung wieder einspielt, lässt sich vorab nicht sagen. Ergänzende Ratgeber findest du zu Dividenden-ETFs und zu Small Cap ETFs.

Fonds-Finder, Fonds des Monats und Fonds-Bewertungen einordnen

Den einen Fidelity-Fonds, der für alle Anleger passt, gibt es nicht, weil Fonds unterschiedliche Aufgaben im Depot erfüllen. Fondsfinder, Ranglisten, Fonds des Monats und Sterne-Bewertungen sortieren nach vergangener Wertentwicklung oder nach Methoden der jeweiligen Ratingagentur. Eine Fonds-Bewertung oder ein Fonds-Test beschreibt immer die Vergangenheit. Belastbarer für die eigene Einordnung sind drei Dokumente: das Basisinformationsblatt mit dem Gesamtrisikoindikator auf einer siebenstufigen Skala und den Kosten, der Verkaufsprospekt mit Anlagegrenzen und der Jahresbericht mit den tatsächlichen Positionen.

Erfahrungen anderer Anleger mit Fidelity-Fonds beziehen sich meist auf eine bestimmte Phase am Markt. Wer einen Fonds in einer Hausse gekauft hat, berichtet anders als jemand, der kurz vor einem Einbruch eingestiegen ist. Für die eigene Entscheidung sind Anlageziel, Zeithorizont und Kosten aussagekräftiger als einzelne Erfahrungsberichte, zumal die Entwicklung eines Fonds in der Vergangenheit kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse ist.

Fidelity-Fonds bei der Bank oder im FondsdepotPlus: Was die Kosten unterscheidet

Wo du einen Fonds kaufst, beeinflusst die Einstiegskosten, nicht aber die laufenden Kosten im Fonds. Beim Kauf über eine Bank oder ein Fondsdepot wird regulär ein Ausgabeaufschlag fällig, sofern der Fonds einen vorsieht. Im FondsdepotPlus gewährt Fidelity einen Rabatt von 100 % auf Ausgabeaufschläge, ausgenommen Fonds und ETFs mit abweichender Kostenregelung; eine Online-Order kostet dort 2 Euro. An der Börse fällt statt des Ausgabeaufschlags der Spread zwischen Kauf- und Verkaufskurs an, dazu die Ordergebühr des jeweiligen Anbieters. Die laufenden Kosten laut Basisinformationsblatt bleiben auf jedem Kaufweg dieselben.

Kosten bei Fidelity: Servicegebühr, ETF-Kosten und Rechenbeispiel (Stand: Oktober 2026)

Die Kosten bei Fidelity hängen davon ab, ob du die Vermögensverwaltung Wealth Expert oder das selbst gesteuerte FondsdepotPlus nutzt. Bei Wealth Expert gibt Fidelity durchschnittliche Gesamtkosten von 1,11 Prozent pro Jahr an, zusammengesetzt aus der Leistungspauschale und den Kosten der eingesetzten Fonds. Im FondsdepotPlus zahlst du Depotführung und Transaktionsentgelte, die Kosten der gekauften Fonds kommen hinzu.

Leistungspauschale bei Wealth Expert

Die Leistungspauschale beträgt laut Produktseite 0,55 Prozent pro Jahr für Management und Verwaltung. Sie wird anteilig pro Monat berechnet und direkt vom Depot abgebucht. Depot- und Transaktionskosten sind darin enthalten. Fidelity weist zugleich darauf hin, dass sich die Kostenpauschale nach der Höhe der Anlagesumme richtet. Wer eine größere Summe anlegen möchte, findet die gültige Staffel im Vertragsangebot vor Abschluss.

Fondskosten (TER) innerhalb der Portfolios

Hinzu kommen die Produktkosten der eingesetzten Fonds und ETFs, im Durchschnitt 0,56 Prozent pro Jahr. Diese Kosten werden nicht separat abgebucht, sondern innerhalb der Fonds berechnet und mindern deren Anteilspreis. Die genaue Höhe hängt von der Zusammensetzung des gewählten Portfolios ab: Ein Portfolio mit höherem Anteil aktiv gemanagter Bausteine kann über dem Durchschnitt liegen, eines mit mehr Indexfonds darunter.

Rechenbeispiel: 10.000 Euro bei Wealth Expert

Bei einem Depotwert von 10.000 Euro ergeben die durchschnittlichen Gesamtkosten von 1,11 Prozent rund 111 Euro pro Jahr. Ein Teil davon wird als Leistungspauschale monatlich vom Depot abgebucht, der andere Teil steckt in den Anteilspreisen der Fonds.

Weil die Kosten prozentual berechnet werden, wachsen sie mit dem Depotwert. In Jahren mit Kursverlusten sinken sie in Euro, bleiben aber als Prozentsatz gleich. Für den Vergleich mit anderen Vermögensverwaltern zählt deshalb immer die Gesamtkostenquote inklusive Fondskosten, nicht allein die Servicegebühr.

Kostenbestandteile bei Fidelity in Prozent pro Jahr

Wealth Expert LeistungspauschaleWealth Expert Leistungspauschale: 0,55 %0,55 %Wealth Expert Fondskosten (Ø)Wealth Expert Fondskosten: 0,56 %0,56 %Wealth Expert gesamt (Ø)Wealth Expert gesamt: 1,11 %1,11 %FondsdepotPlus DepotführungFondsdepotPlus Depotführung: 0,25 %0,25 % (ohne Fondskosten)
Quelle: fidelity.de, Produktseiten Wealth Expert und FondsdepotPlus, Stand: Oktober 2026. FondsdepotPlus: Depotführung mit Mindest- und Höchstbetrag, Kosten der gekauften Fonds kommen hinzu.

Kosten im FondsdepotPlus

Im FondsdepotPlus besteht die Kostenrechnung aus mehreren Bausteinen. Die Depotführung kostet 0,25 Prozent vom durchschnittlichen Depotwert, mindestens 25 Euro und höchstens 45 Euro pro angefangenem Kalenderjahr. Jeder Kauf oder Verkauf kostet online 2 Euro und offline 8 Euro. Spar- und Auszahlpläne, Ausschüttungen und Wiederanlagen lösen kein Transaktionsentgelt aus. Dazu kommen die laufenden Kosten der Fonds, die du selbst auswählst; sie stehen im Basisinformationsblatt jedes Fonds.

KostenpositionWealth ExpertFondsdepotPlus
Servicegebühr / Leistungspauschale0,55 % p. a., inkl. Depot- und Transaktionskosten, nach Anlagesumme gestaffeltkeine Managementpauschale
Fondskosten (TER)Ø 0,56 % p. a., je nach Portfolioje nach gewähltem Fonds laut Basisinformationsblatt
GesamtkostenØ 1,11 % p. a. (111 € bei 10.000 €)Depotführung plus Fondskosten plus Orderentgelte
Depotführungin der Pauschale enthalten0,25 % p. a., mind. 25 €, max. 45 €; ab Ø 20.000 € Depotvolumen entfällt sie
Kauf/Verkaufin der Pauschale enthalten2 € online, 8 € offline
Ausgabeaufschlag–100 % Rabatt, ausgenommen Fonds/ETFs mit abweichender Kostenregelung
Spar-/Auszahlplan-Ausführung–0 €
Portfoliowechseljederzeit kostenfrei–
Stand: Oktober 2026, Quelle: fidelity.de

Rechenbeispiel FondsdepotPlus

Ein FondsdepotPlus mit einem durchschnittlichen Depotwert von 10.000 Euro kostet in der Depotführung 0,25 Prozent, also 25 Euro im Jahr. Ein Sparplan verursacht kein Ausführungsentgelt; eine zusätzliche Online-Order kostet 2 Euro. Mit diesen Entgelten ist die Rechnung aber nicht vollständig: Die laufenden Kosten der gewählten Fonds kommen hinzu und können je nach Produkt ein Vielfaches der Depotführung ausmachen. Ab einem durchschnittlichen Depotvolumen von 20.000 Euro im Kalenderjahr verzichtet Fidelity auf das Depotführungsentgelt.

Anlage bei Fidelity eröffnen: Ablauf, Mindestbetrag und Sparplan

Die Eröffnung eines Depots bei Fidelity läuft online über die Produktseiten auf fidelity.de. Für Wealth Expert und für das FondsdepotPlus durchläufst du jeweils einen eigenen Antragsprozess, weil die Verträge unterschiedliche Leistungen regeln.

Gesetzliche Grundschritte jeder Depoteröffnung

Jede Depoteröffnung bei einer Bank in Deutschland folgt denselben gesetzlichen Grundschritten. Am Anfang stehen persönliche Daten, steuerliche Ansässigkeit und eine Bankverbindung für Ein- und Auszahlungen. Für eine Vermögensverwaltung wie Wealth Expert schreibt das Wertpapierhandelsgesetz eine Geeignetheitsprüfung vor. Bei einem selbst gesteuerten Depot ohne Beratung fragt eine Bank in der Regel Kenntnisse und Erfahrungen mit Wertpapieren ab, die sogenannte Angemessenheitsprüfung.

Außerdem verpflichtet das Geldwäschegesetz jede Bank, die Identität neuer Kunden zu prüfen, üblicherweise per Video-Ident oder einem vergleichbaren Online-Verfahren. Wie die einzelnen Schritte bei Fidelity im Detail aussehen, zeigt der Antragsprozess auf der jeweiligen Produktseite. Erst danach legst du Einmalbetrag und Sparplan fest, mit den Mindestbeträgen aus der folgenden Tabelle.

Mindestbeträge im Überblick

MerkmalWealth ExpertFondsdepotPlus
Einmalbetragab 500 €ab 500 €
Folgezahlungen–ab 50 €
Sparplanab 50 € monatlichab 25 €
Auszahlplan–ab 5.000 € Anlagesumme, Auszahlungen ab 50 € monatlich
Mindestlaufzeitkeine Mindestanlagedauer oder Bindungsfrist–
KinderDepoteröffnung bis zum 17. Geburtstag, Nachweis der ElternschaftFondsdepotJunior für Minderjährige
Vermögenswirksame Leistungen–VL-Sparplan mit 12 € p. a. Depotführung
Stand: Oktober 2026, Quelle: fidelity.de

Sparplan einrichten und anpassen

Bei Wealth Expert fließt die monatliche Rate von mindestens 50 Euro in das gewählte Portfolio. Im FondsdepotPlus beginnt ein Sparplan bei 25 Euro, für die Ausführung berechnet Fidelity kein Entgelt. Laut Fidelity sind Anpassungen des Sparplans bei Wealth Expert jederzeit kostenfrei möglich, ebenso der Wechsel in ein anderes Portfolio.

Eine Kontrolle ist dennoch sinnvoll: Steigt das Einkommen, wächst die Sparrate nicht automatisch mit. Umgekehrt sollte der Sparplan nie so hoch sein, dass für ungeplante Ausgaben kein Puffer auf dem Konto bleibt, denn ein Verkauf in einer Schwächephase kann Verluste festschreiben.

Login, App und Kundenservice: So erreichst du Fidelity

Den Fidelity Fonds Login erreichst du über die Website fidelity.de. Weil Fidelity Abrechnungen im FondsdepotPlus ins Postfach stellt und einen postalischen Versand nicht anbietet, ist der Online-Zugang für dieses Depot faktisch Pflicht. Für Fragen zu Zugang oder Passwort nennt Fidelity eigene Rufnummern für Privatkunden und für Kunden von Wealth Expert.

Abrechnungen im Postfach

Laut Preisangaben zum FondsdepotPlus kostet der Versand von Abrechnungen ins Postfach 0 Euro, ein postalischer Versand ist nicht möglich. Wer einen Kauf, Verkauf oder Sparplan nachvollziehen möchte, findet die Abrechnung deshalb nur online. Eine eigene Ablage der PDF-Dateien hält die Unterlagen auch nach einem späteren Depotwechsel oder für die Steuererklärung greifbar.

Telefon und E-Mail

Privatkunden erreichen Fidelity telefonisch unter 06173 509-1923, montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr. Kunden von Wealth Expert haben eine eigene Rufnummer: 069 / 77060 220, ebenfalls Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr. Schriftliche Anfragen gehen an info@fidelity-direkt.de.

App und mobiler Zugang

Ob und mit welchem Funktionsumfang eine eigene App für dein Produkt verfügbar ist, weist Fidelity auf den Produktseiten aus. Unabhängig davon lässt sich der Kundenbereich im Browser des Smartphones öffnen. Für Online-Banking-Zugänge gilt die europäische Pflicht zur starken Kundenauthentifizierung: Neben dem Passwort brauchst du einen zweiten Faktor, etwa ein registriertes Gerät.

Fidelity kündigen: Auszahlung und Depotübertrag

Wer bei Fidelity aussteigen möchte, hat zwei Wege: Die Fondsanteile werden verkauft und der Erlös auf dein Referenzkonto überwiesen, oder die Anteile werden unverkauft auf ein Depot bei einer anderen Bank übertragen. Fidelity nennt auf den ausgewerteten Produktseiten keine eigenen Kündigungsfristen oder Übertragungsentgelte; maßgeblich sind die Vertragsbedingungen und das Preisverzeichnis, die du vor Vertragsschluss erhältst.

Wealth Expert beenden

Für Wealth Expert gibt es nach Angaben von Fidelity keine Mindestanlagedauer und keine Bindungsfrist. Du kannst das Mandat also beenden, ohne eine Frist abzuwarten. In der Praxis bedeutet die Kündigung einer Vermögensverwaltung, dass der Verwalter keine Umschichtungen mehr vornimmt und die Bestände entweder verkauft oder dir zur eigenen Verwahrung überlässt. Der Erlös hängt vom Anteilspreis am Ausführungstag ab und kann unter dem eingezahlten Betrag liegen.

Auszahlung beim FondsdepotPlus

Im FondsdepotPlus verkaufst du die Anteile per Auftrag selbst; online kostet ein Verkauf 2 Euro, offline 8 Euro. Fondsanteile werden in der Regel zum nächsten ermittelten Rücknahmepreis abgerechnet, das Geld kommt danach auf dein Referenzkonto. Auf realisierte Gewinne fällt Abgeltungsteuer an; eine inländische Depotbank behält sie direkt ein, soweit kein Freistellungsauftrag oder Verlustverrechnungstopf dagegensteht.

Depotübertrag zu einer anderen Bank

Beim Depotübertrag gibst du den Auftrag bei der neuen Bank, die die Anteile bei Fidelity anfordert. Die Anschaffungsdaten wandern mit, damit die neue Bank später den Gewinn korrekt versteuern kann. Umgekehrt zahlt Fidelity beim Übertrag in das FondsdepotPlus laut Produktseite eine Prämie von bis zu 5.000 Euro, abhängig von der Höhe der übertragenen Anlagen. Die Bedingungen der Prämie stehen auf der Produktseite; die Höhe im Einzelfall richtet sich nach dem übertragenen Volumen.

Wie sicher ist Fidelity? Sondervermögen, Depotbank und Anlagerisiken

Bei Fidelity musst du zwei Risiken trennen: das Risiko, dass die Bank ausfällt, und das Risiko, dass die Fonds an Wert verlieren. Gegen das erste schützen gesetzliche Konstruktionen, gegen das zweite schützt nichts außer Streuung, Zeit und einer passenden Risikostufe.

Fondsvermögen als Sondervermögen

Investmentfonds sind Sondervermögen. Das Geld der Anleger steht rechtlich getrennt vom Vermögen der Fondsgesellschaft und der Depotbank. Laut Fidelity wäre das in Fonds investierte Vermögen bei einer Insolvenz der FIL Fondsbank GmbH nicht betroffen, die Fonds könnten auf ein anderes Depot übertragen werden. Das Kapitalanlagegesetzbuch regelt diese Trennung für in Deutschland aufgelegte Fonds; für EU-Fonds gelten gleichwertige Vorschriften des jeweiligen Herkunftslandes.

Einlagensicherung für Bargeld

Bareinlagen, also Geld, das nicht in Fonds investiert ist, schützt die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro je Kunde. Die FIL Fondsbank ist laut Wealth-Expert-Produktseite zusätzlich freiwilliges Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e.V., der Einlagen bis 3 Millionen Euro je Kunde schützt. Die Einlagensicherung gilt nur für Guthaben in Geld, nicht für Fondsanteile oder andere Wertpapiere.

Anlegerentschädigung als dritte Ebene

Für den seltenen Fall, dass eine Bank pflichtwidrig Wertpapiere nicht zurückgeben kann, etwa nach Betrug oder Fehlbuchungen, besteht ein Anspruch gegen die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH. Dieser ist auf 90 % des Wertes der betroffenen Wertpapiere begrenzt, höchstens auf den Gegenwert von 20.000 Euro. Kursverluste deckt diese Entschädigung nicht ab.

Anlagerisiken, die bleiben

Weder Sondervermögen noch Einlagensicherung schützen vor Marktrisiken. Aktienfonds können in Krisen deutlich fallen, Rentenfonds verlieren bei steigenden Zinsen an Wert, Fonds in Fremdwährung schwanken mit dem Wechselkurs. Bei Branchen- und Regionalfonds kommt das Konzentrationsrisiko hinzu. Verluste bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals sind bei Wertpapieren grundsätzlich möglich, auch wenn ein breit gestreuter Fonds dieses Extrem selten erreicht. Rechtsgrundlagen findest du im Kapitalanlagegesetzbuch.

SchutzebeneWas geschützt istUmfang laut Fidelity
SondervermögenFondsanteilebei Insolvenz der FIL Fondsbank nicht betroffen, Übertrag auf anderes Depot möglich
Gesetzliche EinlagensicherungBargeldbis 100.000 € je Kunde
Einlagensicherungsfonds (freiwillig)Bargeldbis 3 Millionen € je Kunde
Entschädigungseinrichtung deutscher Bankennicht herausgegebene Wertpapiere90 % des Wertes, max. 20.000 €
Stand: Oktober 2026, Quelle: fidelity.de

Für wen die Angebote von Fidelity gedacht sind: Merkmale im Überblick

Die beiden Fidelity-Angebote unterscheiden sich darin, wer die Anlageentscheidungen trifft. Bei Wealth Expert liegen Auswahl, tägliche Risikoüberwachung und Rebalancing beim Verwalter, innerhalb des gewählten Portfolios. Im FondsdepotPlus triffst du alle Kauf- und Verkaufsentscheidungen selbst.

Merkmale von Wealth Expert

Wealth Expert startet mit 500 Euro Festbetrag und einer Sparrate ab 50 Euro im Monat, ohne Mindestanlagedauer oder Bindungsfrist. Die durchschnittlichen Gesamtkosten von 1,11 Prozent pro Jahr setzen sich aus der Leistungspauschale für Management und Verwaltung, die Depot- und Transaktionskosten einschließt, und den Kosten der eingesetzten Fonds zusammen. Ein Wechsel in ein anderes Portfolio ist jederzeit kostenfrei möglich.

Merkmale des FondsdepotPlus

Im FondsdepotPlus wählst du aus Fonds und ETFs von mehr als 300 Gesellschaften. Auf Ausgabeaufschläge gewährt Fidelity 100 % Rabatt, ausgenommen Fonds und ETFs mit abweichender Kostenregelung. Erreicht das durchschnittliche Depotvolumen im Kalenderjahr mindestens 20.000 Euro, berechnet Fidelity nach eigenen Angaben kein Depotführungsentgelt. Jede Online-Order kostet 2 Euro, Sparpläne lösen kein Ausführungsentgelt aus.

Abgrenzung: Was die Produktseiten nicht nennen

Die ausgewerteten Produktseiten nennen für das FondsdepotPlus Fonds und ETFs. Einzelaktien, Anleihen oder Derivate führen sie nicht auf. Für ETF-Käufe über die Börse gelten bei anderen Anbietern eigene Ordermodelle mit Börsenplatzentgelten und Spreads, die sich nicht direkt mit dem Fondskauf über eine Fondsplattform vergleichen lassen.

Alternativen kurz eingeordnet

Neben Fidelity bieten in Deutschland Banken, Neobroker und spezialisierte Vermögensverwalter digitale Geldanlage an. Die Modelle unterscheiden sich vor allem in drei Punkten: wer die Anlageentscheidung trifft, ob Fonds über die Fondsgesellschaft oder über die Börse gekauft werden, und wie sich die Gesamtkosten zusammensetzen.

Robo-Advisor und digitale Vermögensverwaltung

Andere Robo-Advisor arbeiten meist mit reinen ETF-Portfolios und einer prozentualen Servicegebühr. Für den Vergleich zählt die Gesamtkostenquote inklusive Fondskosten, die Zahl der Risikostufen und die Art des Rebalancings. Einen Überblick über Anbieter und ihre Gebührenmodelle gibt unser Robo-Advisor-Vergleich 2026.

Neobroker mit Sparplänen

Neobroker wie Scalable Capital verbinden ein Depot für Aktien, ETFs und Fonds mit günstigen Ordermodellen und optionaler Vermögensverwaltung. Konditionen und Modelle fasst der Beitrag zu den Scalable Capital Erfahrungen zusammen. Wer sich für Spezialprodukte interessiert, findet zudem einen Leitfaden zu Futures ETFs.

Häufige Detailfragen zu Fidelity

Neben den Kernprodukten gibt es bei Fidelity einige Sonderfälle, die in der Praxis häufig auftauchen: Steuerabwicklung, vermögenswirksame Leistungen, Depots für Kinder, Auszahlpläne und Beschwerden.

Wie versteuert Fidelity Erträge?

Kapitalerträge unterliegen in Deutschland der Abgeltungsteuer von 25 Prozent nach § 32d EStG, dazu kommen Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Für das Wealth-Expert-Depot bei der FIL Fondsbank mit Sitz in Kronberg im Taunus gilt das Verfahren für inländische Depotbanken: Die Bank behält die Steuer ein und führt sie an das Finanzamt ab. Mit einem Freistellungsauftrag bleiben Erträge bis zum Sparer-Pauschbetrag steuerfrei. Bei Aktienfonds gilt eine Teilfreistellung, die einen Teil der Erträge steuerfrei stellt.

Thesaurierende Fonds schütten keine Erträge aus, unterliegen aber der Vorabpauschale. Sie wird Anfang des Jahres für das Vorjahr berechnet und vom Referenzkonto eingezogen, soweit kein Freistellungsauftrag reicht. Wie Berechnung und Abbuchung genau funktionieren, erklärt der Beitrag zur Vorabpauschale bei Fonds und ETFs 2026.

Vermögenswirksame Leistungen im VL-Sparplan

Vermögenswirksame Leistungen des Arbeitgebers kannst du in einen VL-Sparplan bei Fidelity lenken. Die Depotführung für den VL-Sparplan kostet 12 Euro pro Jahr. VL-Anlagen lösen laut Preisverzeichnis kein Transaktionsentgelt aus. Für VL-Verträge gilt eine gesetzliche Sperrfrist, während der eine Auszahlung die staatliche Förderung gefährden kann.

FondsdepotJunior für Minderjährige

Für Minderjährige gibt es das FondsdepotJunior. Die erste Belastung mit dem Depotentgelt erfolgt nach Angaben von Fidelity erst nach Vollendung des 18. Lebensjahres beziehungsweise im Folgejahr. Bis dahin bleibt das Depot also ohne laufendes Depotentgelt, die Fondskosten fallen dennoch an. Mit der Volljährigkeit verfügt das Kind selbst über das Depot.

Auszahlplan für regelmäßige Entnahmen

Ein Auszahlplan ist ab einer Anlagesumme von 5.000 Euro möglich, mit monatlichen Auszahlungen ab 50 Euro. Die Fondsbank verkauft dafür regelmäßig Anteile und überweist den Erlös. Weil Anteile auch in schwachen Marktphasen verkauft werden, kann das Kapital schneller schrumpfen als geplant.

Beschwerden und Schlichtung

Bei Streitfällen, die du direkt mit Fidelity nicht lösen kannst, ist der Ombudsmann der privaten Banken zuständig. Die Kundenbeschwerdestelle sitzt beim Bundesverband deutscher Banken e.V. Das Verfahren ist für Verbraucher in der Regel ohne Kostenrisiko. Informationen bietet der Ombudsmann der privaten Banken.

Häufig gestellte Fragen

Q

Ist Fidelity seriös?

Die Depots von Fidelity führt die FIL Fondsbank GmbH mit Sitz in Kronberg im Taunus. Sie ist beim Amtsgericht Königstein unter HRB 8336 eingetragen und wird von der BaFin beaufsichtigt. Beschwerden kannst du an den Ombudsmann der privaten Banken richten. Die Regulierung sagt allerdings nichts über die Wertentwicklung der Fonds aus, denn Kursverluste bleiben bei jeder Geldanlage in Wertpapieren möglich.

Q

Was kostet Fidelity?

Bei Wealth Expert nennt Fidelity eine Leistungspauschale von 0,55 Prozent pro Jahr inklusive Depot- und Transaktionskosten sowie durchschnittliche Fondskosten von 0,56 Prozent, zusammen 1,11 Prozent. Im FondsdepotPlus kostet die Depotführung 0,25 Prozent vom durchschnittlichen Depotwert, mindestens 25 Euro und höchstens 45 Euro im Jahr. Online-Orders kosten 2 Euro, dazu kommen die Kosten der gewählten Fonds (Stand: Oktober 2026).

Q

Wie hoch ist die Mindestanlage bei Fidelity?

Die Vermögensverwaltung Wealth Expert beginnt laut Produktseite mit einem Festbetrag von 500 Euro und einer monatlichen Sparrate von 50 Euro. Im FondsdepotPlus sind Einmalzahlungen ab 500 Euro und Folgezahlungen ab 50 Euro möglich, ein Sparplan startet dort bereits bei 25 Euro. Für einen Auszahlplan setzt Fidelity eine Anlagesumme von 5.000 Euro voraus.

Q

Was passiert mit meinem Geld, wenn Fidelity insolvent wird?

Fondsanteile sind Sondervermögen und stehen rechtlich getrennt vom Vermögen der Bank. Laut Fidelity wäre das in Fonds investierte Vermögen bei einer Insolvenz der FIL Fondsbank nicht betroffen, die Anteile könnten auf ein anderes Depot übertragen werden. Bargeld schützt die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro je Kunde, dazu kommt der freiwillige Einlagensicherungsfonds der privaten Banken.

Q

Kann ich bei Fidelity jederzeit Geld auszahlen lassen?

Für Wealth Expert gibt es nach Angaben von Fidelity keine Mindestanlagedauer und keine Bindungsfrist. Im FondsdepotPlus kannst du Anteile per Auftrag verkaufen, online für 2 Euro je Order. Der Erlös richtet sich nach dem Anteilspreis am Ausführungstag und kann unter dem eingezahlten Betrag liegen. Auf realisierte Gewinne fällt Abgeltungsteuer an.

Q

Wie kündige ich bei Fidelity?

Du kannst die Fondsanteile verkaufen und den Erlös auf dein Referenzkonto überweisen lassen oder die Anteile per Depotübertrag zu einer anderen Bank verlegen. Den Übertrag beantragst du bei der neuen Bank. Fidelity nennt auf den ausgewerteten Produktseiten keine eigenen Kündigungsfristen, maßgeblich sind die Vertragsbedingungen. Bei Wealth Expert besteht laut Anbieter keine Bindungsfrist.

Q

Wie eröffne ich ein Depot bei Fidelity?

Die Eröffnung läuft online über fidelity.de. Du gibst persönliche Daten, steuerliche Angaben und dein Referenzkonto an. Für die Vermögensverwaltung schreibt das Wertpapierhandelsgesetz eine Geeignetheitsprüfung vor; Wealth Expert bietet sieben Portfolios. Danach musst du dich nach dem Geldwäschegesetz legitimieren, anschließend legst du Einmalbetrag und Sparplan fest.

Q

Wie sicher ist mein Geld bei Fidelity?

Gegen einen Ausfall der Bank schützen drei Ebenen: Fondsanteile als Sondervermögen, die Einlagensicherung für Bargeld bis 100.000 Euro je Kunde und die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken für nicht herausgegebene Wertpapiere mit 90 % des Wertes, höchstens 20.000 Euro. Gegen Kursverluste schützt keine dieser Ebenen. Verluste bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals sind möglich.

Q

Wie werden Erträge bei Fidelity versteuert?

Kapitalerträge unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 Prozent, dazu Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Die FIL Fondsbank, bei der das Wealth-Expert-Depot geführt wird, sitzt in Deutschland und behält die Steuer als inländische Depotbank ein. Mit einem Freistellungsauftrag bleiben Erträge bis zum Sparer-Pauschbetrag steuerfrei. Bei thesaurierenden Fonds wird jährlich die Vorabpauschale berechnet und eingezogen.

Q

Wie kann ich bei Fidelity kündigen?

Für Wealth Expert genügt die Beendigung des Mandats, weil es laut Fidelity keine Mindestanlagedauer gibt. Im FondsdepotPlus verkaufst du die Anteile selbst oder lässt sie zu einer anderen Bank übertragen. Bei einem Übertrag wandern die Anschaffungsdaten mit, damit die neue Bank Gewinne später korrekt versteuern kann. Beim Übertrag ins FondsdepotPlus zahlt Fidelity umgekehrt eine Prämie von bis zu 5.000 Euro, abhängig von der Höhe der übertragenen Anlagen.

Q

Gibt es einen Sparplan bei Fidelity?

Ja, beide Produkte arbeiten mit Sparplänen. Bei Wealth Expert beträgt die monatliche Sparrate mindestens 50 Euro und fließt in das gewählte Portfolio. Im FondsdepotPlus ist ein Sparplan ab 25 Euro möglich, für die Ausführung berechnet Fidelity kein Entgelt. Laut Fidelity sind Anpassungen des Sparplans bei Wealth Expert jederzeit kostenfrei möglich, ebenso ein Wechsel in ein anderes Portfolio.

Q

Ist Fidelity reguliert?

Ja. Die FIL Fondsbank GmbH ist eine Bank mit Sitz in Deutschland und untersteht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Für sie gelten Kreditwesengesetz und Wertpapierhandelsgesetz. Die FIL Investment Services GmbH ist beim Amtsgericht Königstein im Taunus eingetragen und für Informationen an Vertriebspartner, Anleger und Presse zuständig. Die Fonds selbst unterliegen zusätzlich der Aufsicht ihres jeweiligen Herkunftslandes.

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