47 Prozent der Frauen machen sich große oder sehr große Sorgen um ihre Altersvorsorge, während es bei Männern nur 35 Prozent sind. Dies zeigt eine repräsentative Onlineumfrage des unabhängigen Geldratgebers Finanztip. Fast 45 Prozent der Frauen nennen mangelnde finanzielle Mittel als größte Hürde bei der Altersvorsorge.
Finanzieller Spielraum: Geschlechtsspezifische Unterschiede
26 Prozent der Frauen haben nach Abzug regelmäßiger Ausgaben monatlich weniger als 50 Euro oder nichts zum Sparen übrig. Bei Männern liegt dieser Anteil bei 17 Prozent. 36 Prozent der Männer geben an, dass ihr finanzieller Spielraum nicht ausreicht, um mehr für die Zukunft zu tun.
Lebenshaltungskosten und Einkommenssituation
51 Prozent der Frauen nennen steigende Lebenshaltungskosten als wesentlichen Einflussfaktor auf ihre finanzielle Situation. Weitere Belastungsfaktoren sind:
- Zu geringes Einkommen: 36 Prozent
- Schulden und Kredite: 22 Prozent
- Teilzeitarbeit: 15 Prozent der Frauen, 7 Prozent der Männer
Bedarf an Orientierung und Handlungsfreiheit
Viele Frauen wünschen sich bessere Unterstützung in finanziellen Belangen. 20 Prozent fordern verständliche Erklärungen, 17 Prozent einfach strukturierte Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Mirjam Mohr, Geschäftsführerin von Finanztip, betont, dass Frauen keine anderen Finanzprodukte benötigen, sondern klare Orientierungshilfen, die auf persönliche Bedürfnisse wie Elternzeit oder Teilzeitarbeit eingehen.
Für die Untersuchung befragte das Marktforschungsinstitut Innofact zwischen dem 16. und 31. Juli 2026 insgesamt 3.049 Personen, darunter etwa 2.000 Frauen und 1.041 Männer.
