Die deutschen Kommunen nahmen 2025 mit 429,7 Millionen Euro die zweithöchste Hundesteuer-Summe aller Zeiten ein – nur 200.000 Euro unter dem Rekordwert von 2024. Gleichzeitig stiegen die Preise für Hunde- und Katzenfutter um 0,4 Prozent und damit deutlich langsamer als die allgemeine Inflation von 2,2 Prozent. Langfristig bleibt die Haustierhaltung jedoch eine wachsende finanzielle Belastung.
Hundesteuer-Einnahmen: Leichter Rückgang vom Rekordniveau
Mit 429,7 Millionen Euro erzielten die Kommunen 2025 nahezu das Vorjahresniveau. Das Statistische Bundesamt konnte nicht bestätigen, ob der minimale Rückgang auf eine geringere Anzahl gehaltener Hunde zurückzuführen ist. Die stark variierenden kommunalen Steuersätze – die teilweise nach Anzahl und Rasse der Tiere differenzieren – erschweren eine eindeutige Interpretation. Zum Vergleich: 2015 betrugen die Einnahmen erst 322 Millionen Euro, was einem Anstieg von rund 33 Prozent innerhalb eines Jahrzehnts entspricht.
Futterpreise: Kurzfristige Entspannung, langfristiger Kostendruck
Die Preise für Hunde- und Katzenfutter erhöhten sich 2025 um lediglich 0,4 Prozent – eine deutliche Verlangsamung gegenüber der allgemeinen Teuerungsrate. Diese kurzfristige Entlastung relativiert sich jedoch bei längerfristiger Betrachtung: Seit 2020 verteuerte sich Tierfutter um 35,8 Prozent, während die allgemeinen Verbraucherpreise im selben Zeitraum nur um 21,9 Prozent stiegen. Tierhalter tragen damit eine überproportionale Kostenlast.
Finanzielle Gesamtbelastung der Haustierhaltung
- Hundesteuer-Einnahmen auf historisch hohem Niveau trotz leichtem Rückgang
- Futterpreis-Inflation 2025 deutlich unter allgemeiner Teuerung
- Kumulierter Futterpreis-Anstieg seit 2020 übertrifft Gesamtinflation um 13,9 Prozentpunkte
- Kommunale Steuereinnahmen seit 2015 um ein Drittel gestiegen
Die Kombination aus stabilen Steuerbelastungen und langfristig überproportional steigenden Futterkosten macht die Haustierhaltung zu einem erheblichen Budgetposten in deutschen Haushalten.
