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Importpreise verzeichnen höchsten Anstieg seit Ende 2022

1. Oktober 2026, 13:50 Uhr8 AufrufeZuletzt geprüft: 01.10.2026

Das Wichtigste in Kürze

Die Importpreise in Deutschland sind im August unerwartet stark gestiegen, vor allem durch den Iran-Krieg beeinflusst. Mit einem Anstieg von 8,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr und explodierenden Energiepreisen wird auch die Inflation weiter angeheizt. Experten hatten weniger erwartet, doch nun drohen Rekordwerte bei Diesel und Benzin.

Die Importpreise in Deutschland sind im August 2024 gegenüber dem Vorjahr um 8,3 Prozent gestiegen. Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden verzeichnete damit den höchsten Anstieg seit Dezember 2022. Wirtschaftsexperten hatten lediglich mit einem Plus von 8 Prozent gerechnet.

Energiepreise als Haupttreiber des Anstiegs

Einen erheblichen Einfluss auf die Entwicklung hatten die Energiepreise. Diese stiegen um 43,0 Prozent im Jahresvergleich. Auch Vorleistungsgüter verteuerten sich deutlich um 11,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, während der Anstieg gegenüber Juli bei 0,6 Prozent lag.

Auswirkungen auf Verbraucherpreise und Geldpolitik

Die steigenden Einfuhrkosten wirken sich tendenziell auf die Verbraucherpreise aus. Diese Entwicklung ist für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank von Bedeutung, da steigende Rohstoffpreise zu einer höheren Inflationsrate führen können. Das Statistische Bundesamt wird weitere Daten zur Inflationsentwicklung veröffentlichen.

Inflationserwartungen für Deutschland

Sollten die Energiepreise weiter steigen, könnte die Inflationsrate in Deutschland die Marke von 3,0 Prozent überschreiten. Ein solches Niveau wurde zuletzt Ende 2023 erreicht.