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Portoerhöhung um 20 Prozent: Rekordsteigerung erwartet

13. Oktober 2026, 18:19 Uhr7 AufrufeZuletzt geprüft: 13.10.2026

Das Wichtigste in Kürze

Die Bundesnetzagentur plant eine deutliche Erhöhung des Briefportos in Deutschland. Ab Januar 2027 könnte das Porto um bis zu 20,35 Prozent steigen, was den Versand eines Standardbriefs auf etwa 1,14 Euro verteuern würde. Diese Anpassung spiegelt die steigenden Kosten wider und betrifft auch Pakete und Geschäftskunden-Sendungen.

Die Bundesnetzagentur hat in Bonn einen Plan veröffentlicht, der eine Portoerhöhung um 20,35 Prozent für die Jahre 2027 und 2028 vorsieht. Diese Steigerung würde den bisherigen Rekordwert von 10,48 Prozent aus dem Jahr 2025 nahezu verdoppeln. Die Deutsche Post hat in der Vergangenheit stets alle eingeräumten Spielräume für Preiserhöhungen voll ausgeschöpft.

Standardbrief: Porto könnte auf 1,14 Euro steigen

Das Porto für einen Standardbrief bis 20 Gramm beträgt derzeit 95 Cent. Bei gleichmäßiger Anwendung des Erhöhungsspielraums könnte der Preis ab Januar 2027 auf etwa 1,14 Euro steigen. Alternativ sind schrittweise Anpassungen in Fünf-Cent-Schritten möglich, sodass der Standardbrief zwischen 1,10 Euro und 1,15 Euro kosten könnte. Seit 2012, als ein Standardbrief noch 55 Cent kostete, hätte sich das Porto damit nahezu verdoppelt.

Europaweiter Preisvergleich

Im europäischen Vergleich zeigen sich deutliche Unterschiede bei den Portokosten:

  • Österreich: 1,00 Euro pro Standardbrief
  • Niederlande: 1,40 Euro pro Standardbrief
  • Deutschland (aktuell): 0,95 Euro pro Standardbrief

Entwicklung der Briefmengen

Der traditionelle Briefversand verzeichnet seit Jahren einen kontinuierlichen Rückgang. Während im Jahr 2022 noch 16,9 Milliarden Briefe verschickt wurden, sank diese Zahl binnen zwei Jahrzehnten auf unter neun Milliarden Sendungen. Unternehmen setzen zunehmend auf elektronische Kommunikationsmittel, wodurch der Trend zum Rückgang des klassischen Schriftverkehrs anhält.

Bisherige Preisentwicklung

Die durchschnittlichen Preisaufschläge der vergangenen Jahre verdeutlichen die beschleunigte Entwicklung: Im Jahr 2022 lag der Anstieg bei 4,6 Prozent, 2025 erreichte er bereits 10,48 Prozent. Die nun geplante Erhöhung von 20,35 Prozent stellt einen neuen Höchstwert dar.

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