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Rekordvermögen der Haushalte ungleich verteilt

30. September 2026, 14:08 Uhr6 AufrufeZuletzt geprüft: 30.09.2026

Das Wichtigste in Kürze

Die globalen Geldvermögen privater Haushalte sind auf einem Rekordhoch, angetrieben von boomenden Börsen. Laut Allianz stieg das Vermögen 2025 um 8,6 Prozent auf 268,4 Billionen Euro. Doch trotz des Wachstums bleibt die Verteilung ungleich: Die reichsten zehn Prozent besitzen den Großteil des Vermögens.

Das weltweite Brutto-Geldvermögen privater Haushalte ist im vergangenen Jahr um 8,6 Prozent auf 268,4 Billionen Euro gestiegen. Die Allianz führt diesen Anstieg in ihrer 17. Ausgabe des Global Wealth Report auf die Entwicklung der Kapitalmärkte zurück: Vier von fünf Euro des Vermögenszuwachses in den untersuchten 57 Ländern gehen auf Wertsteigerungen von Aktien und anderen Wertpapieren zurück. Für das laufende Jahr prognostizieren die Ökonomen des Versicherers einen weiteren Zuwachs von 9 Prozent.

USA dominieren globales Vermögenswachstum

Auf die USA entfielen 51,4 Prozent des weltweiten Wachstums der Finanzvermögen. Nordamerikanische Haushalte haben 60,7 Prozent ihres gesamten Geldvermögens in Wertpapieren angelegt. Diese hohe Aktienquote erklärt den überproportionalen Anteil am globalen Vermögenszuwachs.

Deutsche Anleger mit niedriger Wertpapierquote

In Deutschland erreichten Wertpapierinvestitionen erstmals einen Anteil von 37,1 Prozent am Geldvermögen und überholten damit klassische Sparformen wie Tages- und Festgeldkonten. Dieser Wert liegt jedoch deutlich unter dem internationalen Durchschnitt von 46,9 Prozent. Das Brutto-Geldvermögen deutscher Haushalte stieg im vergangenen Jahr um 4,9 Prozent auf 9,9 Billionen Euro und blieb damit unter dem globalen Durchschnitt von 8,6 Prozent.

Inflation mindert reale Vermögenszuwächse

Allianz-Chefvolkswirt Ludovic Subran weist auf die Bedeutung der Inflationsrate hin: Seit 2019 ist das nominale Geldvermögen weltweit um 50 Prozent gestiegen. Inflationsbereinigt beträgt der Anstieg jedoch nur 23 Prozent. Die unterschiedliche Entwicklung zwischen nominalen und realen Vermögenswerten zeigt die Auswirkungen der Teuerung auf die tatsächliche Kaufkraft der Haushalte.