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Trotz staatlicher Anreize: Geringes Interesse an Depoteröffnungen

1. Oktober 2026, 13:50 Uhr9 AufrufeZuletzt geprüft: 01.10.2026

Das Wichtigste in Kürze

In wenigen Wochen startet das staatlich geförderte Altersvorsorgedepot in Deutschland, doch viele wissen noch wenig darüber. Eine Umfrage zeigt: Ein Großteil der Befragten fühlt sich schlecht informiert. Erfahre mehr über die Chancen und Herausforderungen dieses neuen Instruments zur privaten Altersvorsorge.

Eine Umfrage von YouGov im Auftrag der Commerzbank und Comdirect zeigt geringes Interesse am neuen staatlich geförderten Altersvorsorgedepot in Deutschland. Von 1.517 Befragten wusste mehr als ein Drittel nichts oder nur wenig über das Angebot. Von den 935 Teilnehmern, die zwischen dem 30. Juli und 3. August 2026 bereits vom Altersvorsorgedepot gehört hatten, fühlten sich 56 Prozent schlecht informiert.

Staatliche Förderung: Bis zu 540 Euro Zulage pro Jahr

Das Altersvorsorgedepot ermöglicht Anlagen in ETFs, Aktienfonds und Anleihen mit staatlicher Unterstützung. Der Staat gewährt eine Zulage von bis zu 540 Euro pro Jahr. Zusätzlich erhalten Sparer pro Kind eine Förderung von bis zu 300 Euro. Kapitalerträge bleiben während der Ansparphase steuerfrei.

Mangelnde Wertpapiererfahrung als Hürde

38 Prozent der Befragten gaben an, keine Erfahrung mit Wertpapieranlagen zu haben. Thomas Schaufler von der Commerzbank bezeichnet das Altersvorsorgedepot dennoch als historische Gelegenheit, durch die Millionen Menschen erstmals mit dem Aktienmarkt in Berührung kommen werden.

Geringe Bereitschaft zur Depoteröffnung 2027

Nur 16 Prozent der Befragten halten es für sehr wahrscheinlich, im Jahr 2027 ein Altersvorsorgedepot zu eröffnen. Weitere 22 Prozent bewerten dies als eher wahrscheinlich. Die Mehrheit bleibt unentschlossen oder hält eine Depoteröffnung für unwahrscheinlich. Schaufler sieht umfassende Aufklärung als Schlüssel zum Erfolg der Initiative.