CoinShares: Der einfache Weg, von digitalen Währungen zu profitieren

Das Wichtigste in Kürze:

CoinShares ist einer der ältesten europäischen Krypto-Asset-Manager und legt physisch besicherte ETPs auf Bitcoin, Ethereum und weitere Coins auf. Wir erklären den Unterschied zwischen ETP, ETF und ETN, welche Gebühren anfallen, wie die MiCA-Regulierung greift und wie das Finanzamt Krypto-ETPs behandelt.

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Themen in diesem Artikel:

Wer ist CoinShares?

CoinShares ist ein europäischer Vermögensverwalter, der sich auf digitale Anlagegüter spezialisiert hat. Das Unternehmen wurde 2013 gegründet und zählt damit gemessen am jungen Alter der gesamten Krypto-Branche zu den etablierten Häusern. Der Stammsitz liegt auf der Kanalinsel Jersey; daneben unterhält CoinShares Standorte unter anderem in Frankreich, Schweden, Großbritannien und den USA.

Schon kurz nach der Gründung brachte das Unternehmen Produkte auf den Markt, die auf Kryptowährungen basieren, sich aber wie klassische Wertpapiere über die Börse handeln lassen. Damit richtet sich CoinShares an Anlegerinnen und Anleger, die an der Wertentwicklung von Bitcoin, Ethereum und anderen digitalen Assets teilhaben möchten, ohne die Coins selbst zu verwahren.

Ein früher Akteur am Markt

CoinShares gehört zu den Pionieren im Bereich digitaler Vermögenswerte. Bereits 2014 legte das Unternehmen einen der ersten regulierten Bitcoin-Fonds auf, der US-amerikanischen Vorgaben unterlag. 2015 folgte ein börsengehandeltes Krypto-Produkt, das eine offizielle Zulassung erhielt. Dieser Vorlauf hat dem Anbieter über die Jahre einen breiten Marktüberblick verschafft: CoinShares veröffentlicht einen eigenen Index sowie regelmäßige Marktanalysen, die in Finanzmedien häufig zitiert werden. Neben dem Produktgeschäft berät das Unternehmen auch institutionelle Kunden wie Banken und Finanzdienstleister bei der Verwaltung digitaler Assets.

Wichtig zur Einordnung: CoinShares ist selbst börsennotiert. Die eigene Aktie wird an der Börse gehandelt, ist aber strikt von den aufgelegten Krypto-Produkten zu trennen. Wer in ein CoinShares-ETP investiert, kauft also nicht automatisch Anteile am Unternehmen, sondern ein Wertpapier, dessen Kurs sich nach der zugrunde liegenden Kryptowährung richtet.

ETP, ETF, ETN: Wo liegt der Unterschied?

Rund um Krypto-Produkte fallen viele Kürzel, die leicht zu verwechseln sind. Der Oberbegriff lautet ETP, ausgeschrieben Exchange Traded Product. Damit ist jedes börsengehandelte Produkt gemeint, das einen Basiswert nachbildet, etwa einen Rohstoff, einen Index oder eben eine Kryptowährung. ETFs und ETNs sind Unterformen davon.

ETF gegen ETN

Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist rechtlich ein Sondervermögen. Das bedeutet: Das eingezahlte Geld ist im Fall einer Pleite des Anbieters geschützt, weil es getrennt vom Firmenvermögen verwahrt wird. ETFs müssen zudem ihr Kapital auf mehrere Werte streuen. Genau deshalb sind reine Bitcoin- oder Ethereum-ETFs in der Europäischen Union bislang kaum möglich: Ein Fonds, der nur einen einzigen Coin abbildet, erfüllt die Streuungsvorgaben nicht.

Für einzelne Kryptowährungen kommen in Europa daher meist ETNs zum Einsatz, also Exchange Traded Notes. Ein ETN ist juristisch eine Schuldverschreibung des Emittenten und kein Sondervermögen. Damit dieses Konstrukt trotzdem sicher ist, hinterlegen seriöse Anbieter die Produkte physisch: Für jedes ausgegebene ETP wird die entsprechende Menge der echten Kryptowährung gekauft und verwahrt. Die Krypto-Produkte von CoinShares sind auf diese Weise physisch besichert, es werden also tatsächlich Bitcoin, Ethereum und weitere Coins gehalten und nicht nur rechnerisch nachgebildet.

📌 Good to know

Physisch besichert bedeutet, dass der Anbieter die zugrunde liegenden Coins real einlagert, häufig in einer sogenannten Cold Storage bei spezialisierten Verwahrstellen. Das senkt das Gegenparteirisiko gegenüber rein synthetischen Produkten, hebt aber das grundsätzliche Kursrisiko der Kryptowährung nicht auf.

Welche Produkte und Gebühren gibt es?

Das Angebot von CoinShares umfasst mehrere physisch besicherte ETPs auf bekannte Kryptowährungen. Historisch bildeten die Produkte Coins wie Bitcoin, Ethereum, Litecoin und XRP ab; das konkrete Sortiment wird laufend angepasst und kann sich je nach Marktlage verändern. Über diese Wertpapiere kannst du an der Kursentwicklung der jeweiligen Kryptowährung teilnehmen, ohne selbst ein Wallet einrichten zu müssen.

Was ein Krypto-ETP kostet

Für die Verwaltung erheben Anbieter eine jährliche Gebühr, die anteilig auf Tagesbasis verrechnet wird. Diese Kosten sind in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Für sein europäisches Bitcoin-Flaggschiff hat CoinShares die Verwaltungsgebühr schrittweise reduziert: von 0,35 Prozent auf 0,25 Prozent Anfang 2025 und weiter auf 0,15 Prozent pro Jahr ab Februar 2026. Für andere Coins oder Produkte können die Sätze höher liegen, weshalb sich ein Blick in das jeweils aktuelle Produktdatenblatt lohnt.

Die Verwaltungsgebühr ist allerdings nicht der einzige Kostenblock. Hinzu kommen die Handelskosten deines Brokers sowie die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs, der sogenannte Spread. Je nach Broker fallen zusätzlich Depotgebühren an. Wer regelmäßig kleine Beträge investiert, sollte die Ordergebühren im Verhältnis zur Anlagesumme prüfen, da sie sonst die niedrige Verwaltungsgebühr überkompensieren können.

Produkte richtig vergleichen

Beim Vergleich verschiedener Krypto-ETPs hilft der Blick auf mehrere Kennzahlen zugleich. Die Verwaltungsgebühr ist nur ein Baustein; ebenso wichtig sind das verwaltete Vermögen und das tägliche Handelsvolumen eines Produkts. Ein hohes Volumen sorgt in der Regel für engere Spreads und damit für günstigere Kauf- und Verkaufskurse. Auch die Frage, wie und wo die Coins verwahrt werden, gehört in den Vergleich. Viele Broker bieten zudem Sparpläne auf Krypto-ETPs an, mit denen du automatisiert und in kleinen Raten investieren kannst. Das glättet den Einstiegskurs über die Zeit, ändert aber nichts am grundsätzlich hohen Schwankungsrisiko der Anlageklasse. Die genauen Konditionen unterscheiden sich stark von Broker zu Broker, weshalb sich ein direkter Vergleich vor der Depoteröffnung auszahlt.

Kostenart Worum es geht
Verwaltungsgebühr Jährlicher Satz des Anbieters, beim Bitcoin-Flaggschiff rund 0,15 Prozent, bei anderen Coins teils höher.
Ordergebühr Kosten deines Brokers pro Kauf oder Verkauf, je nach Anbieter fix oder prozentual.
Spread Differenz zwischen An- und Verkaufskurs an der Börse.
Depotgebühr Mögliche laufende Kosten für die Depotführung, bei vielen Brokern inzwischen kostenlos.

Regulierung und Handel an der Börse

CoinShares ist kein Handelsplatz. Du kannst dort weder ein Konto noch ein Depot eröffnen und keine Coins direkt kaufen. Stattdessen gibt das Unternehmen Wertpapiere heraus, die an regulierten Börsen gehandelt werden. Um an den Produkten teilzuhaben, brauchst du also immer einen Vermittler, der dir Zugang zum Börsenhandel verschafft, in der Regel deine Bank oder ein Krypto-Broker.

Für den Handel benötigst du ein Wertpapierdepot, das mit einem Verrechnungskonto verbunden ist. Über dieses Konto werden Käufe und Verkäufe abgewickelt. Da die ETPs an etablierten Handelsplätzen notiert sind, führen viele Broker sie im Angebot. Auch die Deutsche Börse hat CoinShares als Emittenten aufgenommen und mehrere Produkte über Xetra und die Börse Frankfurt zum Handel zugelassen, was die Verfügbarkeit für deutsche Anleger erleichtert.

Was MiCA verändert hat

Seit Ende 2024 gilt in der Europäischen Union die Verordnung MiCA (Markets in Crypto-Assets). Sie schafft erstmals einen einheitlichen Rechtsrahmen für Krypto-Dienstleister wie Handelsplattformen, Broker und Verwahrer. Die Vollanwendung begann am 30. Dezember 2024; Deutschland hat die Übergangsfrist verkürzt, sie endete zum 31. Dezember 2025. EU-weit läuft die letzte Übergangsregel am 1. Juli 2026 aus. Anbieter ohne die erforderliche Lizenz dürfen danach keine Kundinnen und Kunden in der EU mehr bedienen.

Für dich als Anleger bedeutet das mehr Transparenz und einen klareren Verbraucherschutz beim Umgang mit Krypto-Dienstleistern. MiCA regelt allerdings die Marktaufsicht und nicht die steuerliche Behandlung. Für börsengehandelte ETPs greifen ohnehin die etablierten Regeln des regulierten Wertpapierhandels, was das Konstrukt für viele nachvollziehbarer macht als einen direkten Kauf an einer unregulierten Handelsplattform.

💡 Tip

Prüfe vor dem Kauf, ob dein Broker das gewünschte Produkt an einem regulierten deutschen Handelsplatz wie Xetra anbietet. Der Handel über eine bekannte Börse spart dir die Suche nach möglicherweise unregulierten Plätzen und sorgt in der Regel für engere Spreads.

Steuern und Risiken bei Krypto-ETPs

ETPs nehmen dir die technische Verwahrung ab, doch das Kursrisiko der zugrunde liegenden Kryptowährung tragen sie eins zu eins mit. Digitale Assets sind eine sehr schwankungsanfällige Anlageklasse. Kursverluste von mehreren Dutzend Prozent innerhalb weniger Monate hat es in der Vergangenheit wiederholt gegeben; so verlor Bitcoin etwa zwischen Anfang 2022 und Anfang 2023 rund 40 Prozent gegenüber dem Euro. Ein physisch besichertes ETP ändert daran nichts. Es ist deshalb nicht ratsam, das gesamte freie Kapital in diese Anlageklasse zu stecken.

Wie das Finanzamt Krypto-ETPs behandelt

Die steuerliche Behandlung in Deutschland hängt entscheidend von der Ausgestaltung des Produkts ab. Physisch besicherte Krypto-ETPs, die dir einen Lieferanspruch auf die echten Coins einräumen, werden vom Finanzamt in der Regel wie eine Direktanlage in Kryptowährung behandelt. Das folgt der Linie des Bundesfinanzministeriums, das solche Produkte den privaten Veräußerungsgeschäften zuordnet.

Praktisch heißt das: Gewinne sind steuerfrei, wenn zwischen Kauf und Verkauf mehr als zwölf Monate liegen. Innerhalb dieser Haltefrist gilt seit 2024 eine Freigrenze von 1.000 Euro pro Jahr für private Veräußerungsgeschäfte. ETPs ohne Lieferanspruch werden dagegen eher wie klassische Wertpapiere besteuert, sodass auf die Gewinne Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer anfallen. Weil hier kein automatischer Steuerabzug wie bei vielen Kapitalerträgen greift, musst du Gewinne und Verluste in der Regel selbst in der Steuererklärung angeben. Bei Unsicherheit über die konkrete Produktstruktur lohnt der Blick ins Wertpapierprospekt oder die Rücksprache mit einer Steuerberatung.

Risiken einordnen

Ein ETP macht Kryptowährungen technisch zugänglicher, es macht sie aber nicht sicherer. Der Kurs eines Bitcoin- oder Ethereum-Produkts folgt der zugrunde liegenden Kryptowährung und kann binnen kurzer Zeit stark schwanken. Neben dem reinen Marktrisiko solltest du auch das Emittentenrisiko bedenken: Bei einer Schuldverschreibung bist du rechtlich vom Herausgeber abhängig, weshalb die physische Besicherung so wichtig ist. Fachleute raten in der Regel dazu, hochvolatile Anlagen nur als kleinen Baustein eines breit gestreuten Depots einzusetzen und nur Geld zu investieren, dessen möglichen Verlust du verkraften kannst. So bleibt die Chance auf Kursgewinne erhalten, ohne dass ein einzelner Rückschlag deine gesamte Vermögensplanung ins Wanken bringt.

📌 Good to know

Ob ein Produkt einen Lieferanspruch vorsieht, steht im Wertpapierprospekt. Dieses Detail entscheidet darüber, ob die zwölfmonatige Spekulationsfrist greift oder die Abgeltungsteuer. Eine pauschale Aussage für alle Krypto-ETPs gibt es nicht.

Häufig gestellte Fragen

Q

Was ist ein CoinShares Physical Bitcoin ETP?

Es ist ein börsengehandeltes Wertpapier, das die Kursentwicklung von Bitcoin abbildet und physisch mit echten Coins besichert ist. Du kannst so an der Wertentwicklung teilnehmen, ohne selbst ein Krypto-Wallet einrichten und verwalten zu müssen.

Q

Krypto-ETP oder eigenes Wallet: Was ist besser?

Geht es nur um die Kurschancen, macht es kaum einen Unterschied. Ein eigenes Wallet gibt dir mehr Flexibilität, etwa zum Bezahlen oder Übertragen, erfordert aber technisches Wissen und eine sorgfältige Sicherung. Ein ETP läuft dagegen bequem über dein bestehendes Depot.

Q

Wie werden die Coins hinter einem ETP gesichert?

Bei physisch besicherten Produkten hält der Anbieter die zugrunde liegenden Kryptowährungen tatsächlich vor, häufig in einer Cold Storage bei spezialisierten Verwahrstellen. Für jedes ausgegebene ETP wird also die entsprechende Menge an echten Coins hinterlegt.

Q

Sind Gewinne aus Krypto-ETPs steuerfrei?

Das hängt vom Produkt ab. ETPs mit Lieferanspruch werden meist wie eine Direktanlage behandelt, hier sind Gewinne nach zwölf Monaten Haltefrist steuerfrei. ETPs ohne Lieferanspruch unterliegen dagegen eher der Abgeltungsteuer. Prüfe im Zweifel den Prospekt oder frage eine Steuerberatung.


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