Bitcoin kaufen mit Kreditkarte: Kosten, Fallstricke und Alternativen

03.09.206 Aufrufe0 Mal als hilfreich markiertZuletzt geprüft: 20.09.2026

Das Wichtigste in Kürze

Der Bitcoin-Kauf per Kreditkarte geht schnell, kostet aber je nach Anbieter rund 1,5 bis 3,75 Prozent. Dazu droht die Cash-Advance-Falle deiner Bank mit Sofortzinsen. Wir zeigen dir die echten Kosten, die MiCA-Einschränkung ab Juli 2026, die Steuer-Basics und warum SEPA meist die bessere Wahl ist.

Artikel anhören
0:00

-0:00

Das Wichtigste in Kürze

Hinweis: Mit * markierte Links und die Angebotskacheln sind Werbelinks. So finanzieren wir uns

finanzen.net ZERO – Kryptohandel

finanzen.net ZERO - Kryptohandel

finanzen.net ZERO – Kryptohandel

Vorteile

  • Verwahrung bei Tangany in Deutschland
  • Wallet ohne Verwahrgebühr
  • Bruchstücke ab 1 € kaufbar
  • Krypto und Wertpapiere in einem Depot

Nachteile

  • 1 % Provision je Order plus Spread
  • 1 € Mindermengenzuschlag unter 500 €
  • Keine Übertragung auf externe Wallets
  • Hohe Schwankungen, Totalverlust möglich

Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.

eToro

eToro

eToro

Vorteile

  • Kontoeröffnung kostenlos
  • Demokonto mit 100.000 $ virtuell
  • CopyTrader-Funktion
  • Kryptowährungen handelbar

Nachteile

  • Spreads fallen an (u. a. CFD, Krypto)
  • Aktien: 1 oder 2 $ Provision je Order
  • 5 $ Gebühr bei Auszahlung vom USD-Konto

Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.

Werbehinweis: Für Abschlüsse über diese Angebote erhalten wir ggf. eine Provision. So finanzieren wir uns

So funktioniert der Bitcoin-Kauf mit Kreditkarte

Bitcoin kaufen mit Kreditkarte ist in Deutschland problemlos möglich. Nahezu jede regulierte Krypto-Handelsplattform akzeptiert Visa und Mastercard, oft ergänzt um Apple Pay und Google Pay. Der große Reiz liegt in der Geschwindigkeit: Anders als bei einer klassischen Überweisung landet dein Kapital in Sekunden auf der Plattform, und der Kauf ist praktisch sofort ausgeführt. Genau diese Bequemlichkeit lassen sich die Anbieter allerdings bezahlen, weshalb du den Ablauf und die Kosten kennen solltest, bevor du das erste Mal deine Karte hinterlegst.

Ein anonymes Bitcoin gibt es dabei nicht. Jede seriöse Plattform verlangt vor dem ersten Kauf eine Identitätsprüfung, das sogenannte KYC-Verfahren (Know Your Customer). In der Regel geschieht das per VideoIdent oder Ausweis-Scan. Erst nach der Verifizierung kannst du eine Zahlungsmethode hinterlegen und mit dem Handel starten. Auch die Karte selbst muss eine Bedingung erfüllen: Ohne aktiviertes 3D-Secure-Verfahren lehnen die meisten EU-Börsen die Zahlung ab.

Der 3D-Secure-Ablauf ist dabei kein Selbstzweck, sondern die entscheidende Sicherheitshürde. Nachdem du den Kaufbetrag auf der Plattform bestätigt hast, leitet die Börse die Zahlung an deine Bank weiter, die daraufhin eine Freigabe anfordert. Du bestätigst diese in der Regel per Push-Nachricht in der Banking-App oder per biometrischer Freigabe. Erst nach dieser zweiten Bestätigung wird die Transaktion ausgeführt. Fehlt das Verfahren oder bricht es ab, scheitert der Kauf trotz gedeckter Karte. Dieser zweistufige Prozess ist ein zentraler Bestandteil davon, wie das Bezahlen mit Kreditkarte heute abgesichert wird.

Der Ablauf in sieben Schritten

In der Praxis wählst du zuerst eine regulierte, MiCA-lizenzierte Plattform und prüfst deren Seriosität über die Unternehmensdatenbank der Finanzaufsicht. Danach eröffnest du ein Konto und durchläufst die KYC-Verifizierung. Ein oft übersprungener, aber entscheidender Schritt folgt noch vor dem Kauf: Wirf einen Blick in das Preis- und Leistungsverzeichnis deiner Kreditkarte und suche gezielt nach Stichworten wie „Krypto“, „Glücksspiel“ oder „Bargeldauszahlung“. Diese ersten Schritte sind fundamental für alle, die neu in das Thema einsteigen und Krypto kaufen möchten. Um diese Abläufe risikofrei zu üben, eignet sich zunächst ein Krypto-Demokonto.

Anschließend hinterlegst du die Karte mit aktiviertem 3D Secure, gibst die Zahlung über deine Banking-App frei und wählst den gewünschten Betrag. Bevor du bestätigst, zeigt dir die Plattform die anfallenden Gebühren und den Spread an. Nach dem Kauf lohnt sich ein Kontrollblick auf die Kreditkartenabrechnung, um zu sehen, ob deine Bank zusätzlich eine Bargeldgebühr berechnet hat. Wer sein Bitcoin langfristig halten möchte, überträgt es danach auf eine eigene Wallet und archiviert den Kaufbeleg für die Steuer. Die genaue Ausgestaltung der Gebühren unterscheidet sich je nach Anbieter, wie die Erfahrungen mit XTB beispielhaft zeigen.

📌 Good to know

Kaufe niemals über Kontaktformulare oder auf Zuruf angeblicher „Berater“. Die Finanzaufsicht warnt laufend vor nahezu identischen Klon-Plattformen. Prüfe jeden Anbieter vorab in der offiziellen Unternehmensdatenbank der BaFin.

finanzen.net ZERO – Kryptohandel

59 Coins, 24/7 handelbar

Vorteile

  • Verwahrung bei Tangany in Deutschland
  • Wallet ohne Verwahrgebühr
  • Bruchstücke ab 1 € kaufbar
  • Krypto und Wertpapiere in einem Depot

Nachteile

  • 1 % Provision je Order plus Spread
  • 1 € Mindermengenzuschlag unter 500 €
  • Keine Übertragung auf externe Wallets
  • Hohe Schwankungen, Totalverlust möglich

eToro

Kostenloses Konto & Demokonto

Vorteile

  • Kontoeröffnung kostenlos
  • Demokonto mit 100.000 $ virtuell
  • CopyTrader-Funktion
  • Kryptowährungen handelbar
  • Smart Portfolios verfügbar

Nachteile

  • Spreads fallen an (u. a. CFD, Krypto)
  • Aktien: 1 oder 2 $ Provision je Order
  • 5 $ Gebühr bei Auszahlung vom USD-Konto

eToro – Krypto

Kryptowährungen handeln

Vorteile

  • Kontoeröffnung kostenlos
  • Demokonto mit 100.000 $ virtuell
  • CopyTrader-Funktion
  • Kryptowährungen handelbar
  • Smart Portfolios verfügbar

Nachteile

  • Spreads fallen an (u. a. CFD, Krypto)
  • Aktien: 1 oder 2 $ Provision je Order
  • 5 $ Gebühr bei Auszahlung vom USD-Konto

SMARTBROKER+ – Krypto

Kryptos 24/7 handelbar

Vorteile

  • Bitcoin, Ethereum, Solana und weitere
  • 24/7 handelbar, ab 0,01 €
  • Depot und Wallet kostenlos
  • 35 Krypto-ETPs als Sparplan ohne Gebühr

Nachteile

  • 0,90 % vom Kurswert zzgl. Auf-/Abschlag
  • Unter 500 €: 1 € Mindermengenzuschlag
  • Kryptos schwanken stark, Verlust möglich

Scalable Capital

Gebührenfreie Depotführung

Vorteile

  • 0 € Depotgebühren
  • Sparpläne ab 1 € ohne Gebühr
  • Über 8.000 Aktien handelbar
  • Mehr als 2.700 ETFs
  • Anleihen, Fonds, Derivate

Nachteile

  • FREE: 0,99 € je Trade (PRIME-ETFs ab 250 € 0 €)
  • PRIME+-Flatrate 4,99 € im Monat
  • Xetra und gettex 1,99 € je Trade

Consorsbank – Wertpapierdepot

0 € Sparplangebühr für ETFs

Vorteile

  • Alle ETF-Sparpläne ohne Sparplangebühr
  • Aktien-Sparpläne 12 Monate gebührenfrei
  • 0,95 € je Order über Tradegate im 1. Jahr
  • Kostenlose Depot- und Kontoführung

Nachteile

  • Jeweils zzgl. marktüblicher Spreads
  • Ab 2. Jahr: 4,95 € + 0,25 %, mind. 9,95 €
  • Aktien-Sparpläne ab Monat 13 kostenpflichtig
  • Angebot nur für volljährige Neukunden

Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.

Werbehinweis: Für Abschlüsse über diese Angebote erhalten wir ggf. eine Provision. So finanzieren wir uns

Kosten und Gebühren im Überblick

Die Kartengebühr ist der Preis für die Bequemlichkeit, und sie ist alles andere als klein. Je nach Anbieter bewegt sie sich typischerweise zwischen rund 1,5 und 3,75 Prozent pro Kauf. Bei einer Einzahlung von 1.000 Euro sind das je nach Plattform bis zu knapp 40 Euro, bevor du auch nur einen einzigen Satoshi besitzt. Zum Vergleich: Über eine SEPA-Überweisung fällt bei denselben Plattformen in der Regel gar keine Einzahlungsgebühr an.

Wichtig ist außerdem, dass die Kartengebühr nicht die einzige Kostenposition bleibt. Obendrauf kommen immer die normalen Handelsgebühren und der Spread der Plattform, meist zwischen etwa 0,1 und 2 Prozent. Die reine Prozentangabe auf der Werbeseite bildet also selten die tatsächlichen Gesamtkosten ab. Rechne für einen realistischen Vergleich Kartengebühr, Spread und Handelsgebühr zusammen. Die Höhe der Handelsgebühren und Spreads variiert stark, was ein Krypto-Börsen-Gebührenvergleich verdeutlicht.

Ein konkretes Beispiel macht den Unterschied greifbar. Zahlst du 1.000 Euro per Karte ein und die Plattform verlangt 3,5 Prozent, sind allein 35 Euro Kartengebühr fällig. Kommen ein Prozent Spread und Handelsgebühr hinzu, liegst du bei rund 45 Euro Kosten, bevor der Bitcoin überhaupt in deiner Wallet liegt. Dieselben 1.000 Euro über eine kostenlose SEPA-Überweisung eingezahlt kosten dich lediglich den Spread, also grob 10 Euro. Die Karte ist in diesem Rechenbeispiel also rund viermal so teuer wie der Standardweg.

Was die großen Plattformen typischerweise verlangen

Die folgende Übersicht zeigt marktübliche Größenordnungen. Konkrete Zahlen ändern sich je nach Anbieter und Aktion, sie sind daher als Orientierung zu verstehen und vor jedem Kauf in der App zu prüfen. Die Konditionen unterscheiden sich besonders bei den populären Anbietern, wie ein Neobroker-Vergleich zeigt.

Zahlungsweg Marktübliche Kosten
Kreditkarte Rund 1,5 bis 3,75 Prozent Kartengebühr, teils plus Fixbetrag pro Transaktion.
SEPA-Überweisung In der Regel kostenlos, dafür Wartezeit von Stunden bis Tagen.
Instant-SEPA Meist kostenlos oder günstig, Gutschrift in Sekunden.
Handelsgebühr/Spread Zusätzlich rund 0,1 bis 2 Prozent, unabhängig vom Zahlungsweg.

Ein weiterer Kostentreiber lauert nicht auf der Plattform, sondern bei deiner eigenen Bank. Genau diese versteckte Gebühr behandeln wir im nächsten Abschnitt, denn sie kann den Kartenkauf in Einzelfällen deutlich verteuern. Diese Gebühren für Käufer sind nicht zu verwechseln mit den Kosten der Kreditkartenakzeptanz für Händler.

Die Cash-Advance-Falle deiner Bank

Der wohl unangenehmste Fallstrick beim Bitcoin kaufen mit Kreditkarte hat nichts mit der Handelsplattform zu tun, sondern mit deinem Kartenherausgeber. Manche Banken stufen einen Kryptokauf nicht als normalen Einkauf ein, sondern als Bargeldabhebung oder „Quasi-Cash“. Die Folge sind zwei zusätzliche Kostenblöcke, die viele Käufer erst auf der Abrechnung entdecken. Welche Kosten und Gebühren bei einer echten Bargeldabhebung mit Kreditkarte anfallen, ist dabei im Preisverzeichnis geregelt.

Erstens berechnen solche Institute eine gesonderte Bargeldgebühr, marktüblich etwa 3 bis 4 Prozent des Betrags, oft mit einem Mindestbetrag von wenigen Euro. Zweitens, und das wiegt schwerer, entfällt bei einer Cash-Advance-Einstufung die zinsfreie Frist. Die Sollzinsen laufen also ab dem ersten Tag, typischerweise in einer Größenordnung von rund 15 bis 25 Prozent pro Jahr. Im ungünstigsten Fall summieren sich Plattformgebühr und Bankgebühr auf sieben bis acht Prozent Gesamtkosten, noch bevor der Bitcoin-Kurs sich überhaupt bewegt hat.

Auch hier hilft ein Rechenbeispiel. Kauft ein Anleger Bitcoin für 1.000 Euro und seine Bank berechnet eine Bargeldgebühr von drei Prozent, sind das 30 Euro extra, zusätzlich zur Plattformgebühr. Bleibt die Kartenrechnung dann einen Monat offen, laufen bei 20 Prozent Sollzins pro Jahr weitere rund 17 Euro Zinsen auf. Aus einem vermeintlich schnellen Kauf werden so schnell mehr als 80 Euro reine Nebenkosten. Manche Institute blockieren Krypto-Händler-MCCs sogar komplett, sodass die Zahlung von vornherein scheitert. Dieses Zinsrisiko lässt sich durch Kreditkarten mit Lastschrift vermeiden, da diese den Saldo automatisch ausgleichen. Eine Alternative zum teuren Einzelkauf ist ein Krypto-Sparplan, der auf regelmäßige, kleinere Beträge setzt.

Kreditkarte bedeutet geliehenes Geld

Über die reinen Gebühren hinaus steckt im Kartenkauf ein struktureller Fallstrick. Eine Kreditkarte ist im Kern ein kurzfristiger Kredit. Wer Bitcoin auf Kredit kauft, kombiniert das ohnehin hohe Kursrisiko der Kryptowährung mit einem Zinsrisiko. Fällt der Kurs und ist die Kartenrechnung noch nicht ausgeglichen, zahlst du Zinsen auf einen Verlust. Für Privatanleger ist dieser doppelte Hebel selten eine gute Idee. Wer Kryptowerte lieber ausgeben als halten möchte, findet einen anderen Ansatz in der Übersicht zu Krypto-Kreditkarten. Wie hoch dieses Zinsrisiko ausfällt, zeigt ein Vergleich der Kreditkarten-Zinsen. Dieser Umgang mit dem Kreditrahmen ist einer von mehreren Kreditkarten-Fehlern, die dich Geld kosten können.

Hinzu kommt: Bitcoin-Transaktionen sind irreversibel. Anders als bei einem geplatzten Online-Kauf schützt dich das Chargeback-Verfahren deiner Kreditkarte bei Krypto-Betrug praktisch nicht. Manche Banken blockieren Krypto-Händler von vornherein komplett, sodass die Zahlung trotz ausreichenden Guthabens scheitert. Weitere Grundlagen rund um Kryptowährungen findest du in unserem Bereich Krypto. Diese Eigenschaft der Irreversibilität war von Anfang an Teil des Konzepts, wie die Bitcoin-Geschichte zeigt.

💡 Tip

Prüfe vor dem ersten Kartenkauf das Preisverzeichnis deiner Bank auf die Stichworte „Krypto“, „Glücksspiel“ oder „Bargeldauszahlung“. Bucht deine Bank Kryptokäufe als normalen Umsatz, entfällt die Cash-Advance-Falle komplett.

Passende Angebote

eToroKostenloses Konto & DemokontoZum Angebot
SMARTBROKER+ – KryptoKryptos 24/7 handelbarZum Angebot
Scalable CapitalGebührenfreie DepotführungZum Angebot

Werbehinweis: Für Abschlüsse über diese Angebote erhalten wir ggf. eine Provision. So finanzieren wir uns

Regeln, Limits und Steuern

Rund um den Bitcoin-Kauf gilt in Deutschland und der EU ein enger regulatorischer Rahmen, der 2026 noch schärfer geworden ist. Mit der europäischen MiCA-Verordnung dürfen nur noch lizenzierte Anbieter regulierte Krypto-Dienstleistungen erbringen. Für dich bedeutet das konkret: Achte darauf, dass deine gewählte Handelsplattform MiCA-lizenziert ist. Nicht-lizenzierte Plattformen unterliegen ab dem 01.07.2026 in Deutschland deutlichen Einschränkungen und dürfen unter anderem keine Neukonten mehr wie bisher eröffnen. Diese Regulierung betrifft den direkten Handel ebenso wie indirekte Anlageprodukte, wie die Übersicht zu Bitcoin-ETFs & Krypto-ETNs zeigt. Diese Regulierung unterscheidet sich von den Regeln für die klassischen Börsenplätze in Deutschland.

Auch bei den Beträgen gibt es Grenzen. Für neue Nutzer setzen viele Plattformen Wochenlimits für Kartenkäufe, marktüblich in einer Größenordnung von einigen Tausend Euro pro Sieben-Tage-Fenster. Wie hoch dein persönliches Limit ausfällt, hängt meist von deiner KYC-Verifizierungsstufe ab. Je vollständiger deine Identitätsprüfung, desto höher in der Regel das Limit. Welche Krypto-Verifizierungsstufen und Limits es bei den Anbietern gibt, ist dabei unterschiedlich geregelt.

Steuer-Basics für Bitcoin-Gewinne

Steuerlich gilt Bitcoin als privates Veräußerungsgeschäft nach Paragraf 23 Einkommensteuergesetz. Verkaufst du deine Coins nach einer Haltefrist von mehr als einem Jahr, ist der Gewinn steuerfrei. Innerhalb dieser Frist greift eine Freigrenze von 1.000 Euro pro Jahr. Achtung: Es handelt sich um eine Freigrenze, nicht um einen Freibetrag. Liegst du auch nur einen Euro darüber, ist der gesamte Gewinn steuerpflichtig. Diese steuerliche Behandlung gilt ebenso für andere bekannte Kryptowerte, was beim Ethereum kaufen 2026 zu beachten ist. Um diese Regeln korrekt anzuwenden, helfen spezialisierte Programme, die unser Vergleich von Krypto-Steuer-Tools vorstellt. Für im Betriebsvermögen gehaltene Coins gelten abweichende Regeln, wie unser Ratgeber zum Krypto-Konto für Unternehmen zeigt. Andere steuerliche Regeln gelten hingegen, wenn man Krypto verschenken möchte.

Damit du die Haltefrist überhaupt nachweisen kannst, solltest du Kaufdatum und Kaufkurs sauber dokumentieren, idealerweise nach dem FIFO-Prinzip (First In, First Out). Dabei gilt der zuerst gekaufte Coin auch als der zuerst verkaufte, was die Berechnung der Ein-Jahres-Frist eindeutig macht. Ohne saubere Belege drohen beim Nachweis gegenüber dem Finanzamt Probleme, gerade wenn du über mehrere Käufe hinweg unterschiedliche Kurse hattest. Ein Hinweis zur Rechtslage: Der Haushaltsentwurf 2026 sieht eine Abschaffung der Haltefrist vor. Bis zu einer tatsächlichen Gesetzesänderung gilt jedoch die aktuelle Regelung. Wer breiter in Kryptowährungen einsteigen möchte, findet Grundlagen auch in unserem Beitrag zu Ethereum kaufen. Spezialisierte Programme helfen bei der Dokumentation für die Steuer, wie unser Steuersoftware-Vergleich zeigt.

Günstigere Alternativen und Fazit

Wenn Kartenkäufe mit rund 1,5 bis 3,75 Prozent zu Buche schlagen und im schlimmsten Fall eine Bankgebühr obendrauf kommt, stellt sich die Frage nach der günstigeren Alternative fast von selbst. Die Antwort lautet in den allermeisten Fällen: SEPA. Klassische SEPA-Überweisungen sind bei den großen regulierten Handelsplattformen in der Regel kostenlos. Der einzige Nachteil ist die Wartezeit, bis das Geld gutgeschrieben ist. Die genauen Konditionen für Ein- und Auszahlungen listet ein Online-Broker-Vergleich. Die Kosten für den eigentlichen Handel sind in einem Vergleich der Ordergebühren aufgeschlüsselt.

Genau diesen Nachteil räumt Instant-SEPA weitgehend aus. Die Echtzeitüberweisung schreibt dein Kapital innerhalb von Sekunden gut, meist ohne oder nur mit geringer Gebühr. Damit bekommst du fast die gleiche Geschwindigkeit wie beim Kartenkauf, ohne den saftigen Prozentaufschlag. Für die überwiegende Mehrheit der Anleger ist Instant-SEPA daher der sinnvollere Standardweg, um Bitcoin zu kaufen.

Wann die Kreditkarte trotzdem sinnvoll sein kann

Die Kreditkarte behält eine Berechtigung, wenn wirklich jede Sekunde zählt, etwa um einen kurzfristigen Kurs zu nutzen, und wenn deine Bank Kryptokäufe nachweislich als normalen Umsatz bucht. Nur dann fällt der teuerste Fallstrick, die Cash-Advance-Gebühr mit Sofortzinsen, weg. Voraussetzung bleibt in jedem Fall, dass du die Kartenrechnung sofort ausgleichst und nie auf Kredit spekulierst. Eine Kreditkarte mit Guthaben schließt eine Spekulation auf Kredit von vornherein technisch aus.

Das Fazit ist damit klar: Bitcoin kaufen mit Kreditkarte funktioniert schnell und unkompliziert, ist aber der teuerste gängige Weg. Prüfe die Plattformgebühr, das Preisverzeichnis deiner Bank und die MiCA-Lizenz des Anbieters. In den meisten Fällen sparst du mit Instant-SEPA bares Geld bei kaum spürbarem Zeitverlust. Behandle Bitcoin außerdem als Risikoanlage und investiere nur Kapital, dessen Verlust du verschmerzen kannst.

Weitere interessante Inhalte

Diese Beiträge behandeln angrenzende Themen und gehören nicht unmittelbar zum Text oben:

Häufig gestellte Fragen

Q

Kann ich Bitcoin in Deutschland mit Kreditkarte kaufen?

Ja. Nahezu jede regulierte Krypto-Handelsplattform akzeptiert Visa und Mastercard. Voraussetzung sind eine abgeschlossene KYC-Verifizierung und eine Karte mit aktiviertem 3D-Secure-Verfahren. Die Kartengebühr liegt marktüblich bei rund 1,5 bis 3,75 Prozent.

Q

Behandelt meine Bank den Bitcoin-Kauf als Bargeldabhebung?

Das hängt vom Institut ab. Manche Banken stufen Kryptokäufe als „Quasi-Cash“ ein und berechnen eine Bargeldgebühr von rund 3 bis 4 Prozent plus Sofortzinsen. Prüfe dein Preisverzeichnis auf die Stichworte Krypto, Glücksspiel oder Bargeldauszahlung. Bestimmte Kartenmodelle sind hingegen darauf ausgelegt, weltweit kostenlos Bargeld abheben zu können, was sie für Reisen attraktiv macht. Für den Einsatz auf Reisen ist zudem eine Kreditkarte ohne Auslandsentgelt relevant, um bei Zahlungen in Fremdwährung zu sparen. Neben den Bankgebühren sind auch die Kosten der Handelsplattform relevant, denn gebührenfreier Krypto-Handel hat oft versteckte Nachteile.

Q

Was ist günstiger: Kreditkarte oder SEPA-Überweisung?

SEPA ist deutlich günstiger. Klassische SEPA-Einzahlungen sind bei den großen Plattformen in der Regel kostenlos, während die Karte rund 1,5 bis 3,75 Prozent kostet. Instant-SEPA schreibt das Geld in Sekunden gut und ist daher meist die bessere Wahl. Welche Zahlungswege zur Verfügung stehen, zeigt der direkte Vergleich von Brokern wie JustTRADE und Smartbroker+.

Q

Ist der Bitcoin-Kauf mit Kreditkarte anonym?

Nein. Alle regulierten Anbieter verlangen vor dem ersten Kauf eine Identitätsprüfung per VideoIdent oder Ausweis-Scan. Ein anonymes Bitcoin gibt es bei seriösen, MiCA-lizenzierten Plattformen nicht, unabhängig vom gewählten Zahlungsweg.

Q

Muss ich Gewinne aus Bitcoin versteuern?

Nach einer Haltefrist von über einem Jahr ist der Gewinn steuerfrei (Paragraf 23 EStG). Innerhalb der Frist gilt eine Freigrenze von 1.000 Euro pro Jahr. Ein Euro darüber macht den gesamten Gewinn steuerpflichtig. Dokumentiere Kaufdatum und Kurs.

Indizes verzögertIndizes: TradingView