Die Baupreise in Deutschland sind im August 2026 um 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Dieser Anstieg bei herkömmlichen Wohngebäuden erreicht damit das höchste Niveau seit drei Jahren und übertrifft die allgemeine Verbraucherpreisinflation von 2,9 Prozent deutlich.
Preisentwicklung bei Wohngebäuden
Innerhalb von drei Monaten kletterten die Baupreise um weitere 1,0 Prozent. Besonders stark verteuerten sich Dacharbeiten mit einem Jahresanstieg von 7,6 Prozent. Zimmer- und Holzbauarbeiten legten um 7,2 Prozent zu. Mauer- und Betonarbeiten verzeichneten moderate Zuwächse von 4,2 Prozent beziehungsweise 4,3 Prozent.
Instandhaltung und Innenausbau
Instandhaltungsmaßnahmen an Wohngebäuden verteuerten sich um 6,0 Prozent im Jahresvergleich. Im Bereich des Innenausbaus treiben insbesondere Elektro- und Heizanlagen die Kosten nach oben.
Gewerbebau und Infrastruktur
Die Preissteigerungen beschränken sich nicht auf den Wohnungsbau. Im Straßenbau stiegen die Preise um 6,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bürogebäude verteuerten sich um 5,7 Prozent.
Kostenvergleich nach Gebäudetyp
| Gebäudetyp | Preisanstieg (Jahresvergleich) |
|---|---|
| Wohngebäude | 5,5 Prozent |
| Straßenbau | 6,9 Prozent |
| Bürogebäude | 5,7 Prozent |
| Instandhaltung Wohngebäude | 6,0 Prozent |
Die überdurchschnittliche Preisentwicklung stellt sowohl private als auch öffentliche Bauträger vor finanzielle Herausforderungen.
