Das Wichtigste in Kürze
- Eingaben im Rechner: Fünf Angaben bestimmen den rechnerischen Bedarf, die Formel steht offen im Text.
- Einfluss von Alter, Laufzeit, Summe: Eintrittsalter, Laufzeit, Versicherungssumme, Rauchstatus und Beruf treiben den Beitrag.
- Beispielrechnungen: Bei 50.000 Euro Bruttojahreseinkommen ergibt die Faustregel 150.000 bis 250.000 Euro.
- Grenzen von Rechnern: Gesundheitsangaben, Risikozuschläge und das Verteuerungsrisiko kennt kein Online-Rechner.
- Was der Schutz leistet und wo er endet: Auszahlung, Bezugsberechtigung und die gesetzlichen Ausschlüsse nach dem VVG.
- Beiträge und Tarifbeispiele: Ein belegtes Beitragsbeispiel mit allen Annahmen und vier Tarife im Überblick.
- Abschluss, Gesundheitsfragen und Wartezeiten: Summengrenzen für vereinfachte Gesundheitsfragen und die Frist bei Selbsttötung.
- Kündigung, Fristen und Wechsel: Kündigungsrecht nach § 168 VVG, Nachversicherung und die Folgen eines Wechsels.
- Steuern und Erbschaftsteuer: Sonderausgaben bis 1.900 oder 2.800 Euro, Freibeträge bis 500.000 Euro.
- Hinterbliebenenrente und Vermögen: Welche Leistungen du im Rechner abziehen kannst und wo Lücken bleiben.
- Sterbegeld, Alternativen und Nachteile: Abgrenzung zu Sterbegeld, Kapitallebensversicherung und Berufsunfähigkeitsschutz.
Stand: Oktober 2026 · Alle Zahlen stammen aus Anbieterangaben und Gesetzestexten, geprüft am 29.10.2026.
Die Bayerische – Risikolebensversicherung
Die Bayerische – Risikolebensversicherung
Vorteile
- Garantierter Beitrag bleibt gleich
- Beiträge eventuell als Sonderausgaben absetzbar
- Tarif an Lebensveraenderungen anpassbar
- Bis zu 10.000 Euro Sterbegeld inklusive
Zu beachten
- Gesundheitsfragen beim Abschluss zu beantworten
- Abschluss nur zwischen 18 und 70 Jahren
- Vereinfachte Gesundheitsprüfung nur in bestimmten Fällen
Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.
DELA – Risikolebensversicherung
DELA – Risikolebensversicherung
Vorteile
- Einstieg mit 6 Gesundheitsfragen
- 100 % vorab bei 12 Mon. Lebenserwartung
- Monatlich kündbar
- Nachversicherung bei 10 Ereignissen
Nachteile
- Bei Ja-Antworten weitere Gesundheitsfragen
- Sofortschutz nur bei Unfall, bis 200.000 €
- Nachversicherung ohne Anlass nur in plus⁺
- Kinder- und Pflegebonus nur in plus⁺
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Die Bayerische Risikolebensversicherung: Konditionen direkt beim Anbieter ansehen
Eingaben im Rechner: Welche Angaben braucht die Bedarfsrechnung?
Der Rechner für die Risikolebensversicherung braucht fünf Eingaben: dein Jahresnettoeinkommen, die Zahl der Absicherungsjahre, offene Kredite, weitere Kosten sowie vorhandenes Vermögen und Leistungen, die im Todesfall bereits fließen.
Aus diesen Werten ergibt sich ein rechnerischer Bedarf, also die Versicherungssumme, die eine Einkommenslücke über die gewählte Zeit schließen würde. Ein Beitrag wird dabei nicht berechnet, denn dafür fehlen die Tarifdaten der Versicherer.
Wie berechnet sich die Versicherungssumme?
Die Versicherungssumme berechnet sich im Bedarfsrechner nach einer offenen Formel. Sie addiert das wegfallende Einkommen und die Verpflichtungen und zieht ab, was im Todesfall ohnehin vorhanden ist.
- Formel: Versicherungssumme = Jahresnettoeinkommen × Absicherungsjahre + offene Kredite + weitere Kosten − vorhandenes Vermögen und Leistungen
- Richtwert der Versicherer: das Drei- bis Fünffache des Bruttojahreseinkommens
- Ergebnis: rechnerischer Absicherungsbedarf in Euro und die passende Laufzeit in Jahren
- Nicht enthalten: Beitrag, Risikozuschlag, Gesundheitsprüfung
Was bedeuten die einzelnen Eingabefelder?
- Jahresnettoeinkommen: das Einkommen, das deiner Familie im Todesfall fehlen würde. Wer nur einen Teil ersetzen will, trägt den Anteil ein, den Partner und Kinder für den Alltag brauchen.
- Absicherungsjahre: die Zeit, bis die Kinder selbstständig sind oder der Partner die Lücke selbst tragen kann. Dieser Wert wird zugleich zur Laufzeit.
- Offene Kredite: die aktuelle Restschuld einer Baufinanzierung oder anderer Darlehen, die sonst die Hinterbliebenen bedienen müssten.
- Weitere Kosten: etwa Bestattung, Ausbildung der Kinder oder eine geplante Anschaffung.
- Vermögen und Leistungen: Ersparnisse, bestehende Lebensversicherungen und die Hinterbliebenenrente, soweit sie absehbar sind.
Faustregel: das Drei- bis Fünffache des Bruttojahreseinkommens
Als schnelle Gegenprobe nennt Die Bayerische auf ihrer Produktseite das Drei- bis Fünffache des Bruttojahreseinkommens als gängigen Richtwert. Die Faustregel taugt für eine erste Größenordnung, sie kennt aber weder deine Kredite noch dein Vermögen.
Weicht der Wert aus der Bedarfsformel stark von der Faustregel ab, hilft der Blick auf die Eingaben: Meist steckt eine hohe Restschuld oder ein großes Vermögen dahinter. Die Formel ist dann die genauere Grundlage.
Online-Rechner: Beitragsrechner der Versicherer und Bedarfsrechner
Ein Beitragsrechner auf der Website eines Versicherers rechnet etwas anderes als der Bedarfsrechner. Solche Online-Rechner der Versicherer geben einen Beitrag für die eigenen Tarife aus. Den Bedarf musst du dort bereits kennen und als Summe eintragen.
Der Bedarfsrechner beantwortet die vorgelagerte Frage: Welche Summe und welche Laufzeit passen zu deiner Lage? Mit diesem Ergebnis kannst du dann die Beitragsrechner der Anbieter füttern und Angebote vergleichen.
So nutzt du den Rechner Schritt für Schritt
- Einkommen eintragen: Jahresnettoeinkommen oder den Teil davon, den die Familie ersetzen müsste.
- Zeitraum festlegen: Absicherungsjahre bis zur Selbstständigkeit des jüngsten Kindes oder bis zur Tilgung des Kredits.
- Verpflichtungen ergänzen: Restschuld aus Darlehen und weitere Kosten wie Bestattung oder Ausbildung.
- Vorhandenes abziehen: Ersparnisse, bestehende Policen und erwartbare Hinterbliebenenrente.
- Ergebnis lesen: Der Rechner zeigt Summe und Laufzeit. Die Faustregel aus dem Text dient dir als Plausibilitätsprüfung.
Interaktiver Bedarfsrechner
Versicherungssumme für die Risikolebensversicherung berechnen
Trage Einkommen, Absicherungsdauer, Kredite, Kosten und Vermögen ein: Der Rechner zeigt die rechnerische Versicherungssumme und die passende Laufzeit. Die Formel steht unter dem Ergebnis.
Rechnerischer Bedarf
–
–
Laufzeit
–
Faustregel, 3-faches
–
Faustregel, 5-faches
–
Einordnung
–
Bedarf im Vergleich zur Faustregel
Beispielbeiträge der Anbieter (Stand: 29.10.2026)
Anbieter
Beispielbeitrag
Annahmen
DELA
schon ab 2,65 € mtl.
100.000 € Versicherungssumme, Eintrittsalter 30 Jahre, Erzieher/-in, Nichtraucher/-in seit mind. 10 Jahren, Laufzeit 10 Jahre
Die Bayerische
keine Beispielbeiträge veröffentlicht
Beitrag nur über den Tarifrechner des Anbieters
Bedarfsrechnung ohne Beitrag, Risikozuschlag und Gesundheitsprüfung. Beispielbeiträge nur als Anbieterangabe mit Stand. Keine Versicherungsberatung.
Die Bayerische – Risikolebensversicherung
Die Bayerische – Risikolebensversicherung
Vorteile
- Garantierter Beitrag bleibt gleich
- Beiträge eventuell als Sonderausgaben absetzbar
- Tarif an Lebensveraenderungen anpassbar
- Bis zu 10.000 Euro Sterbegeld inklusive
Zu beachten
- Gesundheitsfragen beim Abschluss zu beantworten
- Abschluss nur zwischen 18 und 70 Jahren
- Vereinfachte Gesundheitsprüfung nur in bestimmten Fällen
Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.
DELA – Risikolebensversicherung
DELA – Risikolebensversicherung
Vorteile
- Einstieg mit 6 Gesundheitsfragen
- 100 % vorab bei 12 Mon. Lebenserwartung
- Monatlich kündbar
- Nachversicherung bei 10 Ereignissen
Nachteile
- Bei Ja-Antworten weitere Gesundheitsfragen
- Sofortschutz nur bei Unfall, bis 200.000 €
- Nachversicherung ohne Anlass nur in plus⁺
- Kinder- und Pflegebonus nur in plus⁺
Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.
Einfluss von Alter, Laufzeit, Summe: Was treibt den Beitrag?
Der Beitrag einer Risikolebensversicherung fällt umso höher aus, je älter du bei Vertragsbeginn bist und je länger Laufzeit und Summe sind; dazu kommen Rauchstatus, Beruf, Hobbys und der Gesundheitszustand.
Alle drei Hauptfaktoren wirken über dieselbe Logik: Je wahrscheinlicher und je teurer ein Leistungsfall für den Versicherer ist, desto höher fällt der Beitrag aus. Wer jünger abschließt, zahlt deshalb pro Jahr weniger als jemand, der denselben Schutz später beantragt.
Welche Rolle hat das Eintrittsalter?
Das Eintrittsalter bestimmt den Ausgangspunkt der Kalkulation. Bei der Bayerischen liegt es laut Produktseite zwischen 18 und 70 Jahren, ein Hauptwohnsitz in Deutschland ist Voraussetzung. Ein höheres Alter verteuert jeden Vertragsjahrgang, weil das Sterberisiko mit dem Alter zunimmt.
Wie lang sollte die Laufzeit sein?
Die Laufzeit sollte so lang sein, wie jemand finanziell von dir abhängt oder ein Kredit offen ist. Das Endalter ergibt sich aus Eintrittsalter plus Laufzeit, und genau die letzten Jahre mit hohem Alter machen einen Vertrag teuer.
Zwei Ankerpunkte helfen: der Zeitpunkt, an dem das jüngste Kind selbstständig ist, und das Ende der Tilgung einer Baufinanzierung. Liegt beides weit auseinander, kann eine Kombination aus konstantem und fallendem Schutz die Gesamtkosten senken.
Raucher, Beruf und Gesundheit
Raucher zahlen in aller Regel deutlich mehr als Nichtraucher, weil Tarife den Rauchstatus als eigenes Merkmal führen. Auch der Beruf fließt ein: Das Beitragsbeispiel eines Anbieters ist ausdrücklich für eine Erzieherin oder einen Erzieher gerechnet. Vorerkrankungen können zu einem Risikozuschlag führen.
Konstante, fallende oder verbundene Versicherungssumme?
Der Verlauf der Summe verändert den Beitrag ebenso stark wie ihre Höhe. Eine konstante Summe bleibt über die ganze Laufzeit gleich und passt zur Familienabsicherung. Eine fallende Summe sinkt mit der Zeit und ist entsprechend günstiger.
- Konstant: gleiche Leistung vom ersten bis zum letzten Vertragsjahr.
- Linear fallend: Die Summe sinkt jedes Jahr um den gleichen Betrag.
- Annuitätisch fallend: Die Summe folgt der Restschuld eines Annuitätendarlehens aus Zins und Tilgung, sinkt also anfangs langsam und später schneller.
- Verbundene Leben: Ein Vertrag versichert zwei Personen und zahlt einmal, beim ersten Todesfall.
Beide Anbieter dieses Beitrags führen konstante, linear fallende und annuitätisch fallende Summen im Programm. Wie die Verlaufsform zur eigenen Lage passt, entscheidet der Zweck: Familie oder Kredit.
Beispielrechnungen: Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?
Die Versicherungssumme sollte nach dem Richtwert der Versicherer das Drei- bis Fünffache des Bruttojahreseinkommens betragen; bei 50.000 Euro brutto ergibt das 150.000 bis 250.000 Euro.
Das Beispiel stammt von der Produktseite eines Versicherers: ein Vater von zwei Kindern mit 50.000 Euro Bruttojahreseinkommen. Mit dem Faktor drei kommt er auf 150.000 Euro, mit dem Faktor fünf auf 250.000 Euro.
| Rechenweg | Faktor | Bruttojahreseinkommen | Versicherungssumme |
|---|---|---|---|
| Untere Grenze des Richtwerts | 3 | 50.000 € | 150.000 € |
| Obere Grenze des Richtwerts | 5 | 50.000 € | 250.000 € |
| Stand: Oktober 2026. Richtwert laut Anbieterangabe, Rechnung finalarm. | |||
Beispiel mit Bedarfsformel: Kinder, Kredit und Vermögen
Die Bedarfsformel verfeinert die Faustregel, weil sie deine eigenen Posten nutzt. Jeder Posten hat ein Vorzeichen, und erst die Summe aller Zeilen ergibt den Absicherungsbedarf.
| Posten | Wirkung | Woher der Wert kommt |
|---|---|---|
| Jahresnettoeinkommen × Absicherungsjahre | plus | Gehaltsabrechnung, Zeitraum bis zur Selbstständigkeit der Kinder |
| Offene Kredite | plus | Restschuld laut Tilgungsplan der Baufinanzierung |
| Weitere Kosten | plus | Bestattung, Ausbildung, geplante Anschaffungen |
| Vermögen und Leistungen | minus | Ersparnisse, bestehende Policen, Hinterbliebenenrente |
| Stand: Oktober 2026. Rechenlogik des finalarm-Bedarfsrechners, kein Anbieterwert. | ||
Für eine Familie mit Kindern dominiert meist der erste Posten, weil viele Jahre Einkommen zu ersetzen sind. Für ein Paar ohne Kinder mit Immobilie dominiert dagegen oft die Restschuld.
Beispiel Baufinanzierung: Restschuld absichern
Bei einem Immobilienkredit orientiert sich die Summe an der Restschuld des Darlehens. Weil die Restschuld mit jeder Rate sinkt, passt dazu eine annuitätisch fallende Summe, die dem Tilgungsplan folgt. Laufzeit und Tilgungsende sollten zusammenpassen.
Wer seinen Kredit später umschuldet, ändert auch die Restschuld und unter Umständen die Restlaufzeit. Der Rechner zum Umschulden eines Kredits zeigt die neue Tilgung, danach hilft ein Abgleich mit dem Verlauf der Versicherungssumme.
Für Familien mit Immobilie ist eine Aufteilung verbreitet: ein Vertrag mit fallender Summe für das Immobiliardarlehen und ein zweiter mit konstanter Summe für den Lebensunterhalt der Kinder.
📌 Good to know
Die Faustregel nutzt das Bruttoeinkommen, die Bedarfsformel das Nettoeinkommen. Wer beide Ergebnisse vergleicht, sollte diesen Unterschied im Kopf behalten. Eine große Abweichung ist kein Fehler, sondern ein Hinweis auf Kredite oder Vermögen.
Eingaben im Rechner: Welche Angaben braucht die Bedarfsrechnung?
Die wichtigsten Punkte aus dem Artikel kompakt: Formel, Faustregel und Anbieterangaben.
So ergibt sich die Versicherungssumme
5 Eingaben, eine offene Formel; ein Beitrag wird nicht berechnet.
Quelle: Bedarfsrechner im Artikel, Stand: Oktober 2026.
Stand: 30.10.2026
Grenzen von Rechnern: Was kann ein Online-Rechner nicht abbilden?
Die Grenzen von Rechnern liegen bei allem, was der Versicherer individuell prüft: Gesundheitszustand, Risikozuschläge, Beruf und Hobbys sowie die Frage, ob der angezeigte Beitrag über die Laufzeit stabil bleibt.
Ein Bedarfsrechner liefert eine Summe, keinen Preis. Ein Beitragsrechner liefert einen Preis, aber nur unter der Annahme, dass alle Gesundheitsfragen verneint werden. Der tatsächliche Beitrag steht erst nach der Antragsprüfung fest.
Gesundheitsangaben und Anzeigepflicht
Kein Rechner kennt deine Vorerkrankungen. Im Antrag gilt nach § 19 VVG eine Anzeigepflicht für alle Gefahrumstände, nach denen der Versicherer in Textform fragt. Verletzt du sie, kann der Versicherer zurücktreten oder kündigen.
Laut eigener Angabe nimmt DELA 83 % der Anträge zu normalen Konditionen an, also ohne Risikozuschlag; rund 2 % werden nicht angenommen. Die übrigen Anträge laufen über weitere Fragen und gegebenenfalls einen Risikozuschlag, den kein Rechner vorab ausweist.
Tarifbeitrag, Zahlbeitrag und Verteuerungsrisiko
Bei Tarifen mit Überschussbeteiligung zeigt der Rechner meist den Zahlbeitrag. Der Tarifbeitrag ist die vertragliche Obergrenze, die der Versicherer verlangen darf, wenn die Überschüsse sinken. Die Differenz beschreibt das Verteuerungsrisiko.
- Tarifbeitrag
- Vertraglich vereinbarter Höchstbeitrag eines Tarifs mit Überschussbeteiligung.
- Zahlbeitrag
- Der aktuell tatsächlich gezahlte Beitrag nach Verrechnung der Überschüsse.
- Überschussbeteiligung
- Weitergabe erwirtschafteter Überschüsse des Versicherers an die Versicherungsnehmer, nicht fest zugesagt.
- Verteuerungsrisiko
- Abstand zwischen Zahlbeitrag und Tarifbeitrag, also der mögliche Anstieg während der Laufzeit.
- Garantierter Beitrag
- Beitrag, der laut Vertrag über die gesamte Laufzeit gleich bleibt.
Beide Anbieter dieses Beitrags werben mit einem garantierten Beitrag über die gesamte Laufzeit. Bei solchen Tarifen fällt das Verteuerungsrisiko weg, die Details stehen in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB).
Fehlende Beispielbeiträge und anonyme Vorabprüfung
Nicht jeder Versicherer veröffentlicht Beispielbeiträge. Die Bayerische nennt auf ihrer Produktseite keine Beispielbeiträge, ein Preis entsteht nur über den eigenen Online-Rechner. Ein seriöser Preisvergleich braucht deshalb immer dieselben Eingaben bei jedem Anbieter.
Wer Vorerkrankungen hat, kann vorab eine anonyme Risikovoranfrage stellen. Ein Anbieter nennt dafür eine Rückmeldung innerhalb von 24 Stunden. Die Anfrage läuft anonym und vor einem formellen Antrag.
Inflation und veränderte Lebenslagen
Ein Rechner rechnet mit heutigen Werten. Über eine lange Laufzeit verliert eine feste Summe an Kaufkraft, und Lebensumstände ändern sich durch Heirat, Kinder oder eine Immobilie. Diese Lücke schließen Nachversicherungsoptionen, nicht der Rechner.
Was der Schutz leistet und wo er endet
Der Schutz einer Risikolebensversicherung leistet die vereinbarte Versicherungssumme, wenn die versicherte Person während der Laufzeit stirbt; er endet mit dem Vertragsende und bei den gesetzlichen Ausschlüssen.
Die Grundlagen zur Funktionsweise stehen ausführlich im Beitrag zur Funktionsweise der Risikolebensversicherung. Hier geht es um die Punkte, die für die Rechnung zählen.
Wie funktioniert eine Risikolebensversicherung?
Eine Risikolebensversicherung funktioniert als reiner Todesfallschutz auf Zeit. Du zahlst einen laufenden Beitrag, der Versicherer trägt dafür das Risiko, dass die versicherte Person während der Laufzeit stirbt. Ein Sparvorgang findet nicht statt.
Wann zahlt die Risikolebensversicherung?
Die Risikolebensversicherung zahlt im Todesfall der versicherten Person während der Laufzeit an die Begünstigte oder den Begünstigten. Bezugsberechtigt ist, wer im Vertrag eingetragen ist. Für den Leistungsantrag verlangen Versicherer in der Regel die Sterbeurkunde und den Versicherungsschein.
Manche Tarife sehen unter Bedingungen eine vorgezogene Leistung vor, laut Tarifbedingungen.
Wie kann ich die Auszahlung meiner Lebensversicherung berechnen?
Die Auszahlung einer Risikolebensversicherung entspricht der vereinbarten Versicherungssumme zum Todeszeitpunkt. Bei konstanter Summe ist das der Betrag aus dem Versicherungsschein. Bei fallender Summe gilt der Wert, den der Vertrag für das jeweilige Jahr vorsieht.
Zusatzbausteine können die Leistung erhöhen, etwa ein Kinderzusatzschutz oder eine Unfalltod-Leistung. Steuerlich ist die Auszahlung laut Anbieterangabe einkommensteuerfrei, Erbschaftsteuer kann jedoch anfallen.
Was passiert, wenn man nicht stirbt?
Überlebt die versicherte Person das Vertragsende, gibt es keine Auszahlung. Die Beiträge decken allein das Todesfallrisiko, ein Sparanteil fehlt. Mit dem Ablauf endet der Vertrag, und ein neuer Schutz erfordert in der Regel eine neue Gesundheitsprüfung.
Wann zahlt eine Risikolebensversicherung nicht?
Das Versicherungsvertragsgesetz nennt unter anderem diese Fälle ohne Leistung, die jeder Rechner unberücksichtigt lässt:
- Selbsttötung: Bei vorsätzlicher Selbsttötung vor Ablauf von drei Jahren nach Vertragsabschluss besteht keine Leistungspflicht (§ 161 VVG). Das gilt nicht bei einer krankhaften Störung, die die freie Willensbestimmung ausschließt.
- Tötung durch den Versicherungsnehmer: Führt der Versicherungsnehmer den Tod vorsätzlich und widerrechtlich herbei, ist der Versicherer leistungsfrei (§ 162 VVG).
- Verletzte Anzeigepflicht: Bei vorsätzlicher oder grob fahrlässiger Verletzung kann der Versicherer zurücktreten, sonst mit einer Frist von einem Monat kündigen (§ 19 VVG).
- Erstprämie nicht gezahlt: Ist die erste Prämie im Leistungsfall offen, kann der Versicherer leistungsfrei sein, sofern der Versicherungsnehmer das zu vertreten hat (§ 37 VVG).
Weitere Ausschlüsse, etwa für bestimmte Risiken, regeln die jeweiligen Tarifbedingungen. Sie stehen in den AVB, die der Versicherer nach § 7 VVG vor Vertragsschluss in Textform übermitteln muss.
Beiträge und Tarifbeispiele (Stand: Oktober 2026)
Beiträge und Tarifbeispiele gibt es nur selten mit vollständigen Annahmen; das belegte Beispiel lautet 2,65 Euro im Monat für 100.000 Euro Summe, Eintrittsalter 30, zehn Jahre Laufzeit.
Was kostet eine Risikolebensversicherung über 100.000 €?
DELA wirbt mit einem Beitrag ab 2,65 Euro monatlich. Laut Fußnote gilt der Betrag für 100.000 Euro Versicherungssumme, Eintrittsalter 30 Jahre, Beruf Erzieher/-in, Nichtraucher/-in seit mindestens 10 Jahren und eine Laufzeit von 10 Jahren.
Ändert sich nur eine dieser Annahmen, ändert sich der Beitrag. Ein höheres Alter, eine längere Laufzeit, ein anderer Beruf oder Rauchen verteuern den Schutz. Das Beispiel ist deshalb ein Rechenpunkt des Anbieters, kein Durchschnittspreis.
Wie hoch sind die Kosten für eine Risikolebensversicherung?
Die Kosten für eine Risikolebensversicherung hängen von Summe, Laufzeit, Eintrittsalter und Risikomerkmalen ab. Einen allgemeingültigen Monatsbeitrag gibt es nicht. Verlässlich ist nur ein Angebot mit deinen Daten und nach Prüfung der Gesundheitsangaben.
| Tarif | Anbieter | Summenverlauf | Nachversicherung | Zusatzleistungen laut Tarifbedingungen |
|---|---|---|---|---|
| aktiv Leben | DELA Lebensversicherungen | konstant, linear oder annuitätisch fallend. | bei zehn Ereignissen, etwa Geburt, Immobilienkauf, Heirat. | Option schwere Krankheiten bis 10 % der Summe. Option Pflege 25 % der Summe. |
| aktiv Leben plus+ | DELA Lebensversicherungen | konstant, linear oder annuitätisch fallend. | auch unabhängig von Ereignissen; Verlängerung der Laufzeit ohne neue Gesundheitsprüfung. | Zusatzschutz für Kinder plus+ enthalten. Optionen wie beim Basistarif. |
| IDEAL RisikoLeben Klassik | BY die Bayerische Vorsorge mit IDEAL Leben | konstant, linear oder annuitätisch fallend. | ereignisabhängig, etwa Heirat, Geburt, Immobilienerwerb. | Bausteine schwere Erkrankung, Pflegebedürftigkeit, Unfalltod. |
| IDEAL RisikoLeben Exklusiv | BY die Bayerische Vorsorge mit IDEAL Leben | auf die Absicherung der Familie ausgerichtet. | ereignisabhängig; zusätzlich ereignisunabhängig zweimal in den ersten fünf Jahren. | Sofortleistung bis 10.000 € gegen Sterbeurkunde. Bausteine wie Klassik. |
| Stand: Oktober 2026. Angaben laut Produktseiten der Anbieter, Details laut AVB. Beide Anbieter nennen einen garantierten Beitrag. | ||||
Die Zusatzoptionen des Basistarifs aktiv Leben sind nicht im Grundtarif enthalten, sondern werden zugewählt. Bei Herzinfarkt, Schlaganfall oder Krebs zahlt die Option für schwere Krankheiten laut Tarifbedingungen maximal 10 % der vereinbarten Summe sofort.
Der Kinderzusatzschutz plus+ erhöht die Summe um 25 %, höchstens um 100.000 Euro, wenn die versicherte Person innerhalb von 6 Monaten nach Geburt oder Adoption eines Kindes stirbt. Für alle Kinderfälle zusammen gelten höchstens 150.000 Euro je versicherter Person.
Bei der Bayerischen liegt die höchste Versicherungssumme laut FAQ bei 3 Millionen Euro. Weitere Details zu beiden Anbietern stehen in den Zusammenstellungen DELA Erfahrungen 2026 und Die Bayerische Erfahrungen 2026.
Abschluss, Gesundheitsfragen und Wartezeiten
Beim Abschluss beantwortest du Gesundheitsfragen, deren Umfang von Summe und Alter abhängt; eine allgemeine Wartezeit kennt die Risikolebensversicherung selten, wohl aber die gesetzliche Frist bei Selbsttötung.
Wie viele Gesundheitsfragen stellt der Antrag?
Ein Anbieter arbeitet mit sechs einfachen Gesundheitsfragen. Werden alle verneint, wird der Antrag laut Produktseite direkt in eine Police umgewandelt. Bei einem Ja folgen weitere Fragen zu Herz und Kreislauf, Stoffwechsel oder Psyche.
| Situation | Eintrittsalter jünger als 46 | Eintrittsalter ab 46 |
|---|---|---|
| Standardfall | bis 500.000 € | bis 300.000 € |
| Immobilien- oder Praxisfinanzierung in den letzten 6 Monaten | bis 600.000 € | bis 400.000 € |
| Stand: Oktober 2026. Angaben laut FAQ des Anbieters; bei Vorerkrankungen oder höheren Summen ärztliche Prüfung. | ||
Oberhalb dieser Grenzen oder bei Vorerkrankungen verlangt der Versicherer ärztliche Unterlagen. Das Ergebnis kann ein Risikozuschlag oder eine Ablehnung sein.
Bis zu welchem Alter kann ich eine Risikolebensversicherung abschließen?
Das Höchstalter beim Abschluss legt jeder Versicherer selbst fest. Bei der Bayerischen liegt das Eintrittsalter zwischen 18 und 70 Jahren. Zusätzlich begrenzen viele Tarife das Endalter, also das Alter bei Vertragsende.
Gibt es eine Wartezeit?
Eine allgemeine Wartezeit ist in der Risikolebensversicherung unüblich, der Schutz beginnt mit Vertragsbeginn und Zahlung der ersten Prämie. Gesetzlich gilt jedoch die Frist von drei Jahren bei Selbsttötung nach § 161 VVG.
Ein Anbieter nennt zusätzlich einen sofortigen Versicherungsschutz bei Unfall bis maximal 200.000 Euro, Details laut AVB. Längere Wartezeiten finden sich eher bei der Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitserklärung.
💡 Tip
Beantworte die Gesundheitsfragen vollständig und lege Arztberichte bereit. Unvollständige Angaben gefährden später die Auszahlung an deine Familie, und genau dieser Punkt entzieht sich jedem Rechner.
Kündigung, Fristen und Wechsel
Die Kündigung einer Risikolebensversicherung ist bei laufenden Prämien jederzeit zum Schluss der laufenden Versicherungsperiode möglich; ein Wechsel bedeutet neue Gesundheitsfragen und ein höheres Eintrittsalter.
Die Regel steht in § 168 VVG. Wie lang eine Versicherungsperiode ist, legt der Vertrag fest. Ein Anbieter wirbt mit einem monatlichen Kündigungsrecht und erstattet bei jährlicher Zahlweise und vorzeitiger Kündigung die gezahlten Beiträge zurück, laut AVB.
Sonderkündigung bei Beitragserhöhung
Erhöht der Versicherer die Prämie aufgrund einer Anpassungsklausel, ohne dass sich der Schutz ändert, kannst du nach § 40 VVG innerhalb eines Monats nach Zugang der Mitteilung kündigen. Fällt ein gefahrerhöhender Umstand weg, etwa ein früherer Risikozuschlag, erlaubt § 41 VVG eine Herabsetzung der Prämie.
Kann ich die Versicherungssumme nachträglich erhöhen?
Die Versicherungssumme lässt sich über eine Nachversicherungsgarantie erhöhen, ohne erneute Gesundheitsprüfung. Typische Anlässe sind Heirat, Geburt oder Adoption eines Kindes, Immobilienkauf und eine Einkommenserhöhung um mehr als 10 %.
- Ereignisabhängig: Ein Tarif nennt zehn Ereignisse als Anlass für die Nachversicherung.
- Ereignisunabhängig: Im Tarif aktiv Leben plus+ ist die Erhöhung laut Produktseite auch ohne Angabe von Gründen möglich.
- Begrenzt ereignisunabhängig: Der Tarif IDEAL RisikoLeben Exklusiv erlaubt das zweimal in den ersten fünf Jahren.
Eine Erhöhungsoption ist besonders für junge Familien interessant: Die Summe kann mit dem Bedarf wachsen, statt von Anfang an hoch angesetzt zu werden. Der Beitrag steigt dann anteilig.
Beitragsfreistellung und Anpassen statt Kündigen
Manche Tarife sehen eine Beitragsfreistellung vor, der Vertrag läuft dann mit reduzierter Summe weiter. Ob und in welcher Höhe das möglich ist, steht in den Tarifbedingungen.
Bevor du kündigst, kannst du prüfen, ob sich die Summe senken oder die Laufzeit anpassen lässt. Ein neuer Vertrag startet mit höherem Alter und neuen Gesundheitsfragen, was den Beitrag spürbar verändert. Wer wechselt, lässt den alten Vertrag üblicherweise laufen, bis der neue angenommen ist.
Steuern: Ist die Risikolebensversicherung absetzbar, und wann fällt Erbschaftsteuer an?
Die Risikolebensversicherung ist als sonstige Vorsorgeaufwendung absetzbar, im Rahmen der Höchstbeträge von 1.900 oder 2.800 Euro; die Auszahlung kann Erbschaftsteuer auslösen, wenn Freibeträge überschritten werden.
Nach § 10 Abs. 4 EStG lassen sich sonstige Vorsorgeaufwendungen bis 2.800 Euro im Jahr als Sonderausgaben abziehen. Wer Anspruch auf Erstattung von Krankheitskosten ohne eigene Aufwendungen hat, etwa viele Arbeitnehmer, ist auf 1.900 Euro begrenzt.
In denselben Rahmen fallen die Beiträge zur Basis-Kranken- und Pflegeversicherung. Oft ist der Höchstbetrag damit schon ausgeschöpft, der tatsächliche Steuervorteil ist deshalb individuell. Zu Krankenversicherungsbeiträgen im Alter gibt es einen eigenen Beitrag über die PKV für Rentner.
Erbschaftsteuer und Freibeträge
Die Auszahlung ist laut Anbieterangabe einkommensteuerfrei, kann aber der Erbschaftsteuer unterliegen. Entscheidend ist, wie nah die begünstigte Person der verstorbenen steht. Die Freibeträge regelt § 16 ErbStG.
Freibeträge der Erbschaftsteuer nach Verwandtschaft
Für Ehepartner liegt der Freibetrag bei 500.000 Euro. Bis zu diesem Freibetrag fällt keine Erbschaftsteuer an; ob eine Auszahlung darunter liegt, hängt von Summe und weiterem Erwerb ab. Unverheiratete Partner fallen in Steuerklasse III und haben nur 20.000 Euro Freibetrag, oberhalb davon wird die Auszahlung besteuert.
Wozu dient eine Risikolebensversicherung über Kreuz?
Eine Risikolebensversicherung über Kreuz soll die Erbschaftsteuer vermeiden. Jeder Partner schließt einen Vertrag auf das Leben des anderen ab und ist dort Versicherungsnehmer, Beitragszahler und Begünstigter zugleich.
Die Auszahlung fließt dann aus dem eigenen Vertrag zu und gilt nach verbreiteter Auslegung nicht als Erwerb von Todes wegen. Für unverheiratete Paare und Geschäftspartner ist diese Gestaltung deshalb verbreitet. Ob sie im Einzelfall trägt, klärt eine steuerliche Beratung.
Zahlt dagegen ein Partner die Beiträge für einen Vertrag, den der andere hält, kann das als Schenkung gewertet werden. Auch die Schenkungsteuer kennt dieselben Freibeträge nach Verwandtschaftsgrad.
Hinterbliebenenrente und Vermögen: Was zieht der Rechner ab?
Die Hinterbliebenenrente und vorhandenes Vermögen zieht der Rechner vom Bedarf ab, weil beides im Todesfall bereits fließt; die verbleibende Versorgungslücke ist die Summe, die eine Police schließen soll.
Viele Haushalte überschätzen die gesetzliche Absicherung. Die große Witwen- oder Witwerrente beträgt nach Ablauf des dritten Kalendermonats nach dem Tod 55 % der Rente des Verstorbenen als Ausgangswert, bevor eigenes Einkommen angerechnet wird (§ 67 SGB VI).
Welche Voraussetzungen gelten für die Witwenrente?
- Ehedauer: Hat die Ehe nicht mindestens ein Jahr gedauert, besteht in der Regel kein Anspruch (§ 46 Abs. 2a SGB VI).
- Große Witwenrente: setzt unter anderem die Erziehung eines Kindes unter 18, das vollendete 47. Lebensjahr oder Erwerbsminderung voraus.
- Kleine Witwenrente: wird längstens 24 Kalendermonate gezahlt.
- Unverheiratete Partner: erhalten keine Witwenrente, die Lücke fällt entsprechend größer aus.
Die genaue Höhe deiner Ansprüche steht in der Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung. Diesen Wert kannst du im Rechner als Leistung anrechnen, allerdings vorsichtig, weil Einkommen der Hinterbliebenen die Rente mindert.
Vermögen realistisch anrechnen
Als Vermögen zählt nur, was die Familie im Ernstfall tatsächlich nutzen kann. Tagesgeld und Depots sind schnell verfügbar, eine selbst bewohnte Immobilie dagegen nicht. Eine bestehende Lebensversicherung kannst du mit ihrer Todesfallleistung ansetzen.
Wer gesetzlich nicht versorgt ist, etwa Selbstständige ohne Rentenversicherung, rechnet ohne Rentenposten. Einen Überblick über weitere Policen bietet die Rubrik Versicherungen.
Sterbegeld oder Risikolebensversicherung: Was unterscheidet die Alternativen?
Sterbegeld und Risikolebensversicherung unterscheiden sich im Zweck: Sterbegeld deckt lebenslang die Bestattungskosten mit kleinen Summen, die Risikolebensversicherung ersetzt befristet Einkommen und Kredite mit hohen Summen.
Ein Beispiel zeigt den Größenunterschied. Ein Anbieter versichert Sterbegeld zwischen 3.000 Euro und 20.000 Euro, mit einem Beitrag ab 3,64 Euro monatlich für Alter 18 und 3.000 Euro Summe. Die Variante ohne Gesundheitserklärung hat eine Wartezeit von 24 Monaten, in der ein Unfalltod abgesichert ist.
Die Absicherung einer Familie oder eines Immobiliardarlehens erfordert Summen, die Sterbegeld mit dieser Obergrenze nicht abbildet. Für die Bestattung allein ist die Risikolebensversicherung nicht konzipiert. Beide Produkte können nebeneinander bestehen.
Weitere Alternativen im Überblick
- Kapitallebensversicherung: kombiniert Todesfallschutz mit einem Sparanteil und ist deshalb bei gleicher Summe teurer. Neben dem Garantiezins hängt die Rendite von Überschüssen ab.
- Restschuldversicherung: sichert nur einen bestimmten Kredit ab und ist meist an die Bank gekoppelt.
- Berufsunfähigkeitsversicherung: schützt vor dem Einkommensausfall zu Lebzeiten, ein Risiko, das die Risikolebensversicherung nicht abdeckt.
Was sind die Nachteile einer Risikolebensversicherung?
Die Nachteile einer Risikolebensversicherung liegen in ihrer Konstruktion. Überlebst du die Laufzeit, gibt es keine Auszahlung. Die Laufzeit ist befristet, und ein späterer Neuabschluss kostet mehr.
Hinzu kommen Gesundheitsfragen, die Vorerkrankte belasten, sowie mögliche Ausschlüsse. Eine zu niedrig gewählte Summe lässt sich nur über eine Nachversicherungsgarantie erhöhen. Wie Beitragsrechner in anderen Sparten vorgehen, zeigt der Beitrag PKV-Beitrag berechnen.
Die Aufsicht über Lebensversicherer in Deutschland führt die BaFin. Für den Fall einer Schieflage verwaltet die Protektor Lebensversicherungs-AG den gesetzlichen Sicherungsfonds der deutschen Lebensversicherer; die Zugehörigkeit eines einzelnen Anbieters ist damit nicht belegt und im Einzelfall zu prüfen.
Häufig gestellte Fragen
Wie hoch sollte die Versicherungssumme für eine Risikolebensversicherung sein?
Als Richtwert nennen Versicherer das Drei- bis Fünffache des Bruttojahreseinkommens. Bei 50.000 Euro brutto sind das 150.000 bis 250.000 Euro. Genauer ist die Bedarfsformel: Jahresnettoeinkommen mal Absicherungsjahre, plus offene Kredite und weitere Kosten, minus Vermögen und Leistungen wie die Hinterbliebenenrente. Liegt eine Baufinanzierung vor, kann die Restschuld den Bedarf deutlich erhöhen.
Wie berechnet sich die Versicherungssumme?
Die Versicherungssumme berechnet sich aus dem Einkommen, das deiner Familie fehlen würde, multipliziert mit den Jahren, die abgesichert werden sollen. Hinzu kommen offene Kredite und weitere Kosten wie Bestattung oder Ausbildung. Abgezogen werden Ersparnisse, bestehende Policen und die zu erwartende Hinterbliebenenrente. Das Ergebnis ist der rechnerische Bedarf, nicht der Beitrag.
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Was kostet eine Risikolebensversicherung über 100.000 €?
Ein belegtes Anbieterbeispiel nennt ab 2,65 Euro monatlich für 100.000 Euro Versicherungssumme, Eintrittsalter 30 Jahre, Beruf Erzieher/-in, Nichtraucher/-in seit mindestens 10 Jahren und 10 Jahre Laufzeit (Stand: Oktober 2026). Mit höherem Alter, längerer Laufzeit, anderem Beruf oder Rauchen steigt der Beitrag. Ein verbindlicher Preis entsteht erst nach Prüfung deiner Gesundheitsangaben.
Wann zahlt die Risikolebensversicherung?
Die Risikolebensversicherung zahlt, wenn die versicherte Person während der vereinbarten Laufzeit stirbt. Die Versicherungssumme geht an die im Vertrag eingetragene bezugsberechtigte Person. Für den Leistungsantrag verlangen Versicherer in der Regel Sterbeurkunde und Versicherungsschein. Manche Tarife sehen unter Bedingungen eine vorgezogene Leistung vor, laut Tarifbedingungen.
Wann zahlt eine Risikolebensversicherung nicht?
Keine Leistung gibt es nach dem Vertragsende und bei vorsätzlicher Selbsttötung innerhalb von drei Jahren nach Vertragsabschluss (§ 161 VVG). Auch wer als Versicherungsnehmer den Tod vorsätzlich herbeiführt, verliert den Anspruch (§ 162 VVG). Falsche Gesundheitsangaben erlauben Rücktritt oder Kündigung (§ 19 VVG). Weitere Ausschlüsse regeln die Tarifbedingungen.
Wie kann ich die Auszahlung meiner Lebensversicherung berechnen?
Bei einer Risikolebensversicherung entspricht die Auszahlung der vereinbarten Versicherungssumme zum Todeszeitpunkt. Bei konstanter Summe steht der Betrag im Versicherungsschein, bei fallender Summe gilt der Wert des jeweiligen Vertragsjahres. Zusatzbausteine können die Leistung erhöhen. Die Auszahlung ist laut Anbieterangabe einkommensteuerfrei, Erbschaftsteuer kann oberhalb der Freibeträge anfallen.
Was passiert mit der Risikolebensversicherung, wenn man nicht stirbt?
Erlebt die versicherte Person das Vertragsende, endet der Vertrag ohne Auszahlung. Die Beiträge haben in dieser Zeit allein das Todesfallrisiko gedeckt, einen Sparanteil gibt es nicht. Wer danach weiter Schutz braucht, schließt einen neuen Vertrag ab, mit höherem Eintrittsalter und neuen Gesundheitsfragen, oder nutzt eine vertraglich vereinbarte Verlängerungsoption.
Was ist besser, Sterbegeld oder Risikolebensversicherung?
Beide Produkte erfüllen unterschiedliche Zwecke. Sterbegeld deckt lebenslang kleine Summen für die Bestattung ab, bei einem Anbieter zwischen 3.000 und 20.000 Euro. Die Risikolebensversicherung sichert befristet hohe Summen für Familie oder Kredit ab. Welches Produkt passt, hängt davon ab, ob du Bestattungskosten oder ein wegfallendes Einkommen absichern willst.
Was sind die Nachteile einer Risikolebensversicherung?
Überlebst du die Laufzeit, gibt es keine Auszahlung. Der Schutz ist befristet, ein späterer Neuabschluss kostet wegen des höheren Alters mehr. Gesundheitsfragen können zu Risikozuschlägen oder Ablehnung führen. Tarife mit Überschussbeteiligung tragen ein Verteuerungsrisiko, und eine zu niedrige Summe lässt sich nur über eine Nachversicherungsgarantie anheben.
Ist die Risikolebensversicherung steuerlich absetzbar?
Beiträge zählen zu den sonstigen Vorsorgeaufwendungen und sind als Sonderausgaben absetzbar, bis 2.800 Euro im Jahr oder 1.900 Euro für Steuerpflichtige mit Anspruch auf Erstattung von Krankheitskosten ohne eigene Aufwendungen (§ 10 Abs. 4 EStG). Die Basis-Kranken- und Pflegeversicherung fällt in denselben Rahmen, sodass der Höchstbetrag oft schon ausgeschöpft ist.

















