Das Wichtigste in Kürze
- Euro oder Landeswährung bezahlen: Was gilt am Terminal?: Die Wahl legt fest, wer umrechnet und welcher Kurs gilt.
- Was ist Dynamic Currency Conversion?: DCC ist eine Währungsumrechnung des Zahlungsempfängers, die er samt Kurs und Entgelten offenlegen muss.
- Wann stellt sich die Frage: Euroraum oder Nicht-Euro-Länder?: Nur in Ländern ohne Euro gibt es zwei Beträge zur Auswahl.
- Welche Kosten hat deine Kreditkarte in Landeswährung?: Ein Beispiel-Preisverzeichnis zeigt Fremdwährungsgebühr, Kurs und Bargeldentgelt.
- Wie hoch sind die Aufschläge bei der Umrechnung in Euro?: Das Gesetz verlangt Offenlegung statt einer festen Zahl, das Rechenbeispiel zeigt die Schwelle.
- Wann kann Euro die passende Wahl sein: Wie vergleichst du den Kurs?: Der EZB-Referenzkurs liefert den Vergleichswert für die Gegenrechnung.
- Euro oder Landeswährung am Geldautomaten im Ausland?: Am Automaten kommen zum Kurs Bargeldentgelt und Betreiberentgelt hinzu.
- Soll ich online in Euro oder Fremdwährung zahlen?: Im Webshop gelten dieselbe Rechnung und dieselbe Offenlegung.
- Gilt die Währungsfrage auch beim mobilen Bezahlen?: Apple Pay und Google Pay ändern den Bezahlweg, die Karte dahinter bleibt.
- Ist es besser, mit EC-Karte oder Kreditkarte im Ausland zu bezahlen?: Akzeptanz und zwei Preisverzeichnisse entscheiden, nicht der Kartentyp allein.
- Warum funktioniert die Kreditkarte im Ausland nicht?: Sperre, Limit, Freischaltung und Kartennetz sind die ersten Prüfpunkte.
- Wie prüfst du den Beleg und reklamierst eine Zahlung?: Der Beleg zeigt die Umrechnung, § 676b BGB setzt die Frist von 13 Monaten.
- Welche Regeln sorgen für Transparenz bei der Umrechnung?: EGBGB, BGB und EU-Vorschriften legen Offenlegung und Grenzen fest.
Stand: Oktober 2026. Die Konditionen stammen aus einem Preis- und Leistungsverzeichnis, die Rechtsangaben aus BGB und EGBGB, die Kurse von der EZB.
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Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.
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Euro oder Landeswährung bezahlen: Was gilt am Terminal?
Beim Bezahlen in Euro oder Landeswährung entscheidest du, wer umrechnet: Wählst du die Landeswährung, rechnet deine Bank nach den Kartenbedingungen um, wählst du Euro, rechnet die Stelle am Terminal.
Die Frage taucht auf, wenn du in einem Land ohne Euro mit deiner Kreditkarte zahlst. Das Display zeigt zwei Beträge, und du hast oft nur wenige Sekunden. Der Eurobetrag wirkt vertraut, er sagt aber noch nichts über den Kurs dahinter.
Prüfe zuerst, was beide Wege kosten. Bei der Landeswährung gilt der Kurs, den dein Kartenvertrag festlegt, und das Entgelt aus deinem Preisverzeichnis; beides kannst du vorher nachlesen. Bei der Umrechnung am Terminal stehen Kurs und Entgelte auf dem Display.
Der Eurobetrag ist ein Angebot, das du prüfen kannst. Wie du es gegenrechnest, zeigt dieser Beitrag weiter unten mit Kursen vom 30. Oktober 2026.
- Auslandseinsatzentgelt einer Beispielkarte: 1,95 % für Verfügungen, die nicht in Euro laufen (Stand: Oktober 2026)
- Offenlegung am Terminal: Entgelte und Wechselkurs nach Art. 248 § 17 EGBGB
- EZB-Referenzkurse vom 30.10.2026: 0,9194 Franken, 4,4038 Zloty, 0,83380 Pfund je Euro
- Frist für Einwände: 13 Monate nach dem Tag der Belastung, § 676b BGB
Was bedeutet die Frage auf dem Kartenterminal?
Hinter dem Display stehen zwei Wege für denselben Einkauf. Beim ersten rechnet deine Bank den Betrag in Landeswährung nach den Kartenbedingungen um. Beim zweiten nimmst du die Umrechnung an, die dir der Zahlungsempfänger vor der Zahlung anbietet.
Wie eine Zahlung technisch läuft, erklärt der Beitrag Bezahlen mit Kreditkarte. Für die Währungsfrage reicht ein Satz: Du bestätigst mit deiner Auswahl den Betrag und damit auch den Kurs, der in ihm steckt.
Welche Formulierungen stehen auf dem Display?
Die Wortwahl unterscheidet sich von Gerät zu Gerät. Mal steht dort „Mit Umrechnung“, mal „Ohne Umrechnung“, mal sind es zwei Währungskürzel nebeneinander. Lies deshalb die Währung neben dem Betrag und nicht nur den Text auf der Taste.
*Es gelten Bedingungen. Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes oder des Versicherungsproduktes entnehmen.
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Was ist Dynamic Currency Conversion?
Dynamic Currency Conversion, kurz DCC, ist eine Währungsumrechnung, die dir der Zahlungsempfänger vor der Zahlung anbietet; er muss dabei alle Entgelte und den Wechselkurs offenlegen.
Im Gesetz fällt der englische Begriff nicht. Art. 248 § 17 EGBGB spricht von einer Währungsumrechnung, die der Zahlungsempfänger vor der Auslösung des Zahlungsvorgangs anbietet. Gemeint ist genau die Auswahl am Terminal.
Bei der Landeswährung gilt der Kurs aus deinem Vertrag. Bei DCC gilt der Kurs, den der Zahlungsempfänger offenlegt. Die Pflicht erfasst alle verbundenen Entgelte und den zugrunde gelegten Wechselkurs, und sie gilt bei Zahlungen in einer anderen Währung als Euro.
Wer bietet die Umrechnung an?
Art. 248 § 17 EGBGB nennt den Zahlungsempfänger, im Laden also den Händler. Für Bargeldabhebungsdienste verweist § 675d Abs. 5 BGB auf dieselbe Unterrichtung und knüpft Entgelte daran, dass ihre volle Höhe vorher bekannt gemacht wurde.
- Landeswährung
- Die Währung des Landes, in dem du zahlst, etwa Zloty in Polen oder Pfund in Großbritannien.
- Umrechnungskurs
- Der Kurs, mit dem aus dem Betrag in Landeswährung ein Eurobetrag wird.
- Referenzkurs
- Der von der Europäischen Zentralbank veröffentlichte Euro-Kurs, der nur zur Information dient.
- Auslandseinsatzentgelt
- Das Entgelt des Kartenherausgebers für Verfügungen, die nicht in Euro laufen; oft auch Fremdwährungsgebühr genannt.
Wann stellt sich die Frage: Euroraum oder Nicht-Euro-Länder?
Die Frage nach Euro oder Landeswährung stellt sich in Nicht-Euro-Ländern wie Polen, der Schweiz oder Großbritannien, denn nur dort unterscheidet sich die Währung an der Kasse vom Euro.
Im Euroraum, auch Eurozone genannt, gibt es nichts umzurechnen: Die Kasse rechnet in Euro ab, deine Karte ebenfalls. Für Zahlungen in Euro gilt zudem eine EU-Regel. Banken dürfen dafür in der gesamten EU nicht mehr berechnen als für gleichwertige nationale Transaktionen. Das erfasst auch Debit- und Kreditkartenzahlungen.
Anders sieht es bei einer anderen EU-Währung als dem Euro aus. Hier kann der Kartenaussteller laut EU-Kommission weiterhin Umtauschgebühren berechnen. Eine Reise innerhalb der EU schließt die Währungsfrage also nicht aus.
Die Tabelle zeigt drei häufige Fälle. Sie nennt die Referenzkurse vom 30. Oktober 2026 und den Kurs, den die Beispielkarte laut Preisverzeichnis zugrunde legt.
| Land | Landeswährung | EZB-Referenzkurs je Euro | Kurs der Beispielkarte |
|---|---|---|---|
| Polen | Zloty | 4,4038 | Euro-Referenzkurs der EZB, wenn der Zahlungsdienstleister im EWR sitzt |
| Schweiz | Schweizer Franken | 0,9194 | Franken steht in der PLV-Liste der EWR-Währungen; zusätzlich zählt der Sitz des Zahlungsdienstleisters |
| Großbritannien | Pfund Sterling | 0,83380 | Kurs des eingeschalteten Unternehmens (Mastercard) bei Zahlungsdienstleistern außerhalb des EWR |
Sieh in deinem eigenen Preisverzeichnis nach, ob es dieselbe Unterscheidung kennt. Andere Herausgeber können andere Kurse festlegen. Vor einer Reise reicht ein Blick auf den Abschnitt zur Fremdwährungsumrechnung, denn dort steht der Kurs, den du am Terminal nicht mehr sehen wirst.
Sollte ich in Franken oder Euro bezahlen?
In Franken läuft der Betrag über deine Bank, in Euro über die Umrechnung am Terminal. Am EZB-Referenzkurs vom 30. Oktober 2026 entspricht ein Euro 0,9194 Franken. Mit diesem Wert prüfst du den angebotenen Eurobetrag, bevor du ihn bestätigst.
Welche Kosten hat deine Kreditkarte in Landeswährung?
Die Kosten deiner Kreditkarte in Landeswährung setzen sich aus dem Umrechnungskurs des Vertrags und einer möglichen Fremdwährungsgebühr zusammen, die auch Auslandseinsatzentgelt heißt.
Ein konkretes Beispiel liefert das Preis- und Leistungsverzeichnis der Miles & More Kreditkarten, Herausgeberin ist die Deutsche Bank AG. Es nennt für Verfügungen in Euro 0,00 Euro und für sonstige Verfügungen 1,95 % Auslandseinsatzentgelt (Stand: Oktober 2026). Andere Karten nennen andere Sätze.
Die Tabelle stellt beide Wege für diese Beispielkarte gegenüber. Sie zeigt auch, an welcher Stelle eine Frage offen bleibt: Ob ein am Terminal umgerechneter Umsatz als Verfügung in Euro zählt, klärst du beim Herausgeber.
| Posten | Zahlung in Landeswährung | Umrechnung am Terminal in Euro |
|---|---|---|
| Wer rechnet um? | Deutsche Bank AG als Herausgeberin | Zahlungsempfänger oder Anbieter vor Ort |
| Welcher Kurs gilt? | Laut PLV EZB-Referenzkurs oder Kurs von Mastercard | Offengelegter Kurs des Anbieters |
| Entgelt des Herausgebers | 1,95 % Auslandseinsatzentgelt | Für Verfügungen in Euro nennt das PLV 0,00 €; Einordnung beim Herausgeber klären |
| Wo stehen die Angaben? | Im Preisverzeichnis der Karte | In den offengelegten Entgelten und im Kurs |
Entgelte je Vorgang am Beispiel einer Kreditkarte
Was unterscheidet Wechselkurs und Fremdwährungsgebühr?
Der Wechselkurs bestimmt, wie viele Euro ein Betrag in Fremdwährung ergibt. Die Fremdwährungsgebühr kommt danach als Prozentsatz obendrauf. Eine Karte mit niedrigem Entgelt kann also einen anderen Kurs nutzen als eine mit höherem, deshalb gehören beide Angaben in deinen Vergleich.
Rechtlich ist das Entgelt Vertragssache. Nach § 675f BGB schuldet der Karteninhaber das vereinbarte Entgelt. Der Kartenaussteller muss dich laut EU-Kommission in den Geschäftsbedingungen und auf einer leicht zugänglichen Plattform wie Kunden-Website oder Banking-App informieren.
Zählt der Fremdwährungsumsatz auch für Punkte oder Meilen?
Das regeln die Bedingungen des jeweiligen Programms. Die privaten Karten aus dem Beispiel nennen eine Meile pro 2 Euro Kartenumsatz, überall dort, wo Mastercard akzeptiert wird. Ob ein Entgelt mitzählt, ist damit nicht gesagt; das klärst du beim Anbieter deiner Kreditkarte.
Wann kann Euro die passende Wahl sein: Wie vergleichst du den Kurs?
Die Übersicht fasst zusammen, was der Beitrag zur Wahl zwischen Euro und Landeswährung zeigt: Entgelte der Beispielkarte, die Gegenrechnung mit dem EZB-Referenzkurs und die Frist für Einwände.
Was die Beispielkarte je Vorgang kostet
Prozentsätze bezogen auf den Betrag des Vorgangs.
Quelle: Preis- und Leistungsverzeichnis Lufthansa Miles & More Credit Card, Stand Oktober 2026.
Stand: 30.10.2026
Wie hoch sind die Aufschläge bei der Umrechnung in Euro?
Die Aufschläge bei der Umrechnung in Euro nennt Art. 248 § 17 EGBGB nicht als festen Prozentsatz; er verlangt die Offenlegung von Entgelten und Kurs, daraus rechnest du den Aufschlag selbst aus.
Rechne den konkreten Aufschlag in Prozent aus. Du teilst den angebotenen Eurobetrag durch den Eurobetrag zum Referenzkurs, ziehst 1 ab und nimmst das Ergebnis mal 100.
Rechenbeispiel: Restaurantrechnung über 500 Zloty
Das Beispiel nimmt eine Rechnung in Polen, den EZB-Referenzkurs vom 30. Oktober 2026 und die Beispielkarte mit 1,95 % Auslandseinsatzentgelt. Es ermittelt die Schwelle, an der beide Wege gleich viel kosten. Die Beträge sind gerundet, und der Kurs am Tag deiner Zahlung wird abweichen.
| Schritt | Rechnung | Ergebnis |
|---|---|---|
| Betrag zum Referenzkurs | 500 Zloty geteilt durch 4,4038 | 113,54 € |
| Auslandseinsatzentgelt | 1,95 % von 113,54 € | 2,21 € |
| Summe in Landeswährung | 113,54 € plus 2,21 € | 115,75 € |
Der Vergleichswert gilt nur unter einer Voraussetzung: Auf den angebotenen Eurobetrag fallen weder beim Anbieter noch bei deinem Herausgeber weitere Entgelte an. Das klärst du vorab mit dem Herausgeber. Trifft das zu, liegt die Schwelle bei 115,75 Euro: Die Differenz zum Angebot zeigt, welcher Weg in diesem Beispiel mehr kostet.
Bei einer Karte mit anderem Satz verschiebt sich die Schwelle. Setze dazu deinen eigenen Prozentsatz in die zweite Zeile ein. Nennt dein Vertrag keinen Fremdwährungsposten, streichst du die Zeile, und die Schwelle liegt beim Betrag zum Kurs deines Herausgebers.
Warum zählt die Gegenrechnung bei großen Beträgen?
Ein prozentualer Aufschlag wächst mit dem Betrag. Prüfe darum vor allem große Summen, denn dort ist die Differenz in Euro am höchsten.
Wann kann Euro die passende Wahl sein: Wie vergleichst du den Kurs?
Euro kann die passende Wahl sein, wenn der Betrag samt aller Entgelte unter dem liegt, was dich die Landeswährung mit Kurs und Entgelt kostet; als Maßstab dient der EZB-Referenzkurs.
Die Europäische Zentralbank aktualisiert ihre Referenzkurse üblicherweise gegen 16:00 Uhr MEZ an jedem Arbeitstag, ausgenommen TARGET-Schließtage. Sie veröffentlicht sie nur zu Informationszwecken. Der Wert taugt also als neutraler Maßstab, ist aber kein Kurs, den dir ein Händler schuldet.
Vier Schritte reichen für die Gegenrechnung am Terminal:
- Kurs merken: Notiere vor der Reise den Referenzkurs für dein Reiseland, zum Beispiel 4,4038 Zloty je Euro.
- Entgelt nachsehen: Suche im Preisverzeichnis deiner Karte den Satz für Zahlungen, die nicht in Euro laufen.
- Betrag umrechnen: Teile den Preis durch den Kurs und addiere dein Entgelt.
- Angebot vergleichen: Halte das Ergebnis gegen den Eurobetrag auf dem Display und rechne dort genannte Entgelte mit ein.
Bereite die Gegenrechnung vor der Reise vor, denn am Terminal bleibt dafür wenig Zeit. Ein Überschlag zeigt dir, auf welcher Seite deines Vergleichswerts das Angebot liegt.
Gibt es Fälle, in denen der Kurs nicht zu prüfen ist?
Das kommt vor, wenn das Terminal keine Auswahl anzeigt oder der Kurs erst auf dem Beleg steht. Bevor du den Vorgang auslöst, kannst du nachfragen und um die Zahlung in Landeswährung bitten. Bietet die Kasse das nicht an, hilft der Blick auf den Beleg im Anschluss.
Euro oder Landeswährung am Geldautomaten im Ausland?
Am Geldautomaten im Ausland läuft die Wahl zwischen Euro und Landeswährung genauso wie am Terminal, nur kommen beim Abheben von Bargeld das Entgelt deiner Bank und eine mögliche Fremdgebühr des Betreibers hinzu.
Die Frage heißt am Automaten oft „Mit Umrechnung“ oder „Ohne Umrechnung“. Bestätigst du die Umrechnung, nimmst du das Angebot des Betreibers an. Lehnst du sie ab, hebst du in Landeswährung ab, und dein Herausgeber rechnet nach seinen Bedingungen um.
Für die Beispielkarte nennt das Preisverzeichnis diese Posten (Stand: Oktober 2026):
- Abhebung in Euro innerhalb des EWR: 2,00 %, mindestens 5,00 Euro, seitens der Deutschen Bank.
- Abhebung außerhalb des EWR oder in Fremdwährung: 2,00 %, mindestens 5,00 Euro, zuzüglich 1,95 %.
- Fremdgebühr des Automaten: In der Regel erhebt der Betreiber ein direktes Kundenentgelt, das mit dem Abhebungsbetrag belastet wird.
- Tageslimit: 1.000 Euro im Bargeldservice, sofern nichts anderes vereinbart ist.
Für Inhaber einer Gold-Karte entfällt das Transaktionsentgelt für die ersten zwei Bargeldabhebungen im Kalenderjahr an Geldautomaten außerhalb Deutschlands. Die Blue Credit Card nennt das Verzeichnis dabei nicht. Zu Auslandseinsatzentgelt und Betreiberentgelt trifft diese Regel keine Aussage.
Was muss der Automat vorher anzeigen?
Entgelte eines Bargeldabhebungsdienstes musst du nach § 675d Abs. 5 BGB nur zahlen, wenn ihre volle Höhe vor der Auslösung bekannt gemacht wurde. Außerhalb des EWR greifen die Ausnahmen aus Abs. 6. Lies das Display deshalb bis zum Ende, bevor du bestätigst.
Wie funktioniert das Abheben in London?
In London hebst du an Geldautomaten Pfund ab, die dein Kartennetz annehmen. Großbritannien zählt für das Beispiel-Verzeichnis zum Fall außerhalb des EWR, also gilt dort der Satz für Fremdwährungen. Der EZB-Referenzkurs lag am 30. Oktober 2026 bei 0,83380 Pfund je Euro.
Soll ich online in Euro oder Fremdwährung zahlen?
Online in Euro oder Fremdwährung zu zahlen ist dieselbe Entscheidung wie an der Kasse: Der Webshop bietet dir die Umrechnung an, oder du zahlst in Fremdwährung und deine Bank rechnet um.
Zeigt ein Shop beim Bezahlen beide Preise an, rechne den Fremdwährungspreis mit dem Referenzkurs um, addiere dein Entgelt und vergleiche.
Auch der Webshop muss die Kosten nennen. Laut EU-Kommission müssen Kartenaussteller, Bank, Händler oder Website auf Gebühren hinweisen, bevor du dem Kauf zustimmst. Wie die Zahlung im Netz abläuft, beschreibt der Beitrag Mit Kreditkarte bezahlen im Internet.
Was gilt, wenn der Shop im Ausland sitzt, aber in Euro abrechnet?
Dann läuft der Umsatz aus Sicht deiner Karte in Euro. Die Beispielkarte nennt für Verfügungen in Euro 0,00 Euro. Ob dein Herausgeber zusätzlich nach dem Sitz des Händlers unterscheidet, steht in seinem Preisverzeichnis. Prüfe deshalb die Zeile zu Euro-Umsätzen außerhalb des EWR.
Eine virtuelle Karte ändert an dieser Rechnung nichts, solange sie zum selben Vertrag gehört. Mehr zu dieser Kartenform steht unter Virtuelle Prepaid Kreditkarte. Bei Prepaid-Karten hilft der Blick in die eigenen Bedingungen zur Umrechnung.
Gilt die Währungsfrage auch beim mobilen Bezahlen?
Die Währungsfrage gilt auch beim mobilen Bezahlen, denn hinter Apple Pay oder Google Pay steht deine Karte; Terminal und Kartenvertrag bestimmen weiter, wer umrechnet und was es kostet.
Kontaktlos mit dem Smartphone zu zahlen spart das Einstecken der Karte, nicht die Auswahl am Display. Erscheint die Frage, gilt dieselbe Gegenrechnung. Erscheint sie nicht, sieh dir den Beleg an oder prüfe die Umsatzanzeige in der App.
Die Miles & More Karten nennen dafür eine virtuelle Karte, die nach erfolgreicher Antragsprüfung im Kreditkarten-Banking bereitsteht und für Online-Zahlungen, Apple Pay oder Google Pay genutzt werden kann. Ob deine Karte das unterstützt, sagt dir dein Herausgeber.
Ist es besser, mit EC-Karte oder Kreditkarte im Ausland zu bezahlen?
Ob EC-Karte oder Kreditkarte im Ausland besser passt, entscheiden die Akzeptanz am Reiseziel und die Preisverzeichnisse beider Karten; die Frage nach Euro oder Landeswährung stellt sich bei beiden.
Kläre für deine Karte zum Girokonto, ob sie eine Girocard, im Alltag oft EC-Karte genannt, oder eine Debitkarte ist. Prüfe für beide Karten, wann ein Umsatz belastet wird und welches Entgelt dein Preisverzeichnis nennt.
Vergleiche beide Karten für dieselbe Reise, mit gleicher Währung und gleichem Betrag. Wie die Deutschen unterwegs zahlen, zeigen die Statistiken zum Bezahlen im Urlaub. Ein Länderbeispiel liefert Mit EC-Karte in Schweden bezahlen.
Kann ich mit meiner normalen EC-Karte im Ausland bezahlen?
Das hängt vom Netz deiner Girocard ab. Sieh auf der Karte nach, welches Logo des Kartennetzes sie trägt, und frage deine Bank nach dem Einsatz am Reiseziel. Was das Bezahlen kostet, steht im Preisverzeichnis deines Girokontos.
Warum Kreditkarte statt EC-Karte?
Das klärst du mit drei Prüffragen: Wie hoch ist der Verfügungsrahmen deiner Kreditkarte? Wie ist die Akzeptanz am Reiseziel? Verlangt ein Anbieter eine Kaution, und welche Karte nimmt er dafür an?
Was ist im Ausland besser, Visa oder Mastercard?
Das Netz allein beantwortet das nicht. Für die Akzeptanz zählt, welche Logos dein Reiseziel annimmt, für den Wechselkurs dein Vertrag. Das Beispiel-Verzeichnis nutzt bei Zahlungen außerhalb des EWR den Kurs von Mastercard, innerhalb des EWR den Referenzkurs. Visa-Karten regeln das in ihren eigenen Bedingungen.
Warum funktioniert die Kreditkarte im Ausland nicht?
Funktioniert die Kreditkarte im Ausland nicht, kommen Sperre, Limit, Kartennetz oder Einstellungen als Ursache infrage; den genauen Grund kennt deine Bank.
Wenn eine Karte im Ausland nicht funktioniert, hilft eine feste Reihenfolge. Sie gilt für Visa wie für Mastercard und erspart dir Hektik an der Kasse. Prüfe diese Punkte:
- Sperre: Hat deine Bank die Karte gestoppt, oder ist eine Länderbeschränkung aktiv?
- Limit: Ist der Verfügungsrahmen ausgeschöpft oder das Tageslimit erreicht? Die Beispielkarte nennt 1.000 Euro am Tag im Bargeldservice.
- Freischaltung: Wurde die Karte für das Reiseland freigeschaltet, falls deine Bank das verlangt?
- Netz: Zeigt das Terminal das Logo deiner Karte?
Bei den Karten aus dem Beispiel gilt die Akzeptanz weltweit überall dort, wo Mastercard angenommen wird. Fehlt das Logo am Terminal, wechselst du die Karte oder die Kasse. Ist die Karte dagegen verloren oder gestohlen, musst du das nach § 675l BGB unverzüglich anzeigen.
Wie prüfst du den Beleg und reklamierst eine Zahlung?
Den Beleg prüfst du auf Währung, Betrag und Kurs; eine fehlerhafte Zahlung reklamierst du unverzüglich bei deinem Kartenherausgeber, spätestens 13 Monate nach dem Tag der Belastung.
Behalte den Beleg bis zur Abrechnung. Steht darauf ein Eurobetrag, obwohl du die Landeswährung gewählt hast, wurde vermutlich umgerechnet. Sprich die Kasse sofort darauf an und frage, ob sie die Buchung rückgängig machen kann. Vergleiche danach Beleg und Abrechnung.
Kann ich eine Zahlung in Euro nachträglich reklamieren?
Das hängt vom Einzelfall ab. § 676b BGB nennt nicht autorisierte und fehlerhaft ausgeführte Zahlungsvorgänge. Ob deine Zahlung dazu zählt, klärst du mit deinem Kartenherausgeber; halte dafür Beleg und Abrechnung bereit.
Einen nicht autorisierten oder fehlerhaft ausgeführten Vorgang meldest du unverzüglich nach Feststellung. Ansprüche sind nach § 676b BGB ausgeschlossen, wenn du deinen Zahlungsdienstleister nicht spätestens 13 Monate nach dem Tag der Belastung unterrichtest.
War bei der Autorisierung der genaue Betrag nicht angegeben und übersteigt er das zu Erwartende, kommt zudem § 675x BGB in Betracht. Diesen Erstattungsanspruch musst du innerhalb von acht Wochen ab der Belastung geltend machen.
An wen wendest du dich bei einem Streit?
Erste Stelle ist dein Kartenherausgeber. Die Deutsche Bank AG nimmt am Streitbeilegungsverfahren des Ombudsmanns der privaten Banken teil. Als Aufsicht nennt ihr Verzeichnis die Europäische Zentralbank, die BaFin und die Deutsche Bundesbank. Andere Herausgeber nennen ihre Stellen im eigenen Preisverzeichnis.
Welche Regeln sorgen für Transparenz bei der Umrechnung?
Für Transparenz bei der Umrechnung sorgt vor allem Art. 248 § 17 EGBGB: Bietet der Zahlungsempfänger eine Währungsumrechnung an, muss er alle Entgelte und den zugrunde gelegten Wechselkurs offenlegen.
Die Pflicht gilt für Zahlungen in einer anderen Währung als Euro und vor der Auslösung des Zahlungsvorgangs. Die Entscheidung bleibt bei dir, und die Zahlen dafür stehen auf dem Display.
- Entgelte für die Karte selbst: Händler oder Banken dürfen in der EU keine Zusatzentgelte berechnen, nur weil eine bestimmte Karte benutzt wird. Für Drei-Parteien-Karten und Geschäftskarten gilt das nicht.
- Verordnung (EU) 2015/751: Ist ihr Kapitel II anwendbar, ist eine Vereinbarung über ein Entgelt für die Kartennutzung nach § 270a BGB unwirksam.
- Euro-Zahlungen: Banken dürfen dafür in der EU nicht mehr berechnen als für gleichwertige nationale Transaktionen.
- Andere EU-Währungen: Umtauschgebühren bleiben möglich, müssen aber vor der Zustimmung genannt werden.
Die Bank aus dem Beispiel verweist bei den Bargeldauszahlungen in Fremdwährung außerdem auf die EU-Preisverordnung. Achte beim Lesen darauf, ob dein Preisverzeichnis nach EWR und übrigem Ausland trennt, denn davon hängen Kurs und Satz ab.
Merksatz für die Reise
Zwei Zahlen gehören vor der Abreise in dein Handy: der Referenzkurs des Reiselands und der Fremdwährungssatz deiner Kreditkarte. Mit beiden rechnest du das Angebot am Terminal gegen.
Häufig gestellte Fragen
Sollte ich mit meiner Kreditkarte in Euro oder Franken bezahlen?
In Franken rechnet deine Bank nach dem Kartenvertrag um, in Euro der Anbieter am Terminal. Rechne den Frankenbetrag mit dem Referenzkurs um, am 30. Oktober 2026 lag er bei 0,9194 Franken je Euro, und addiere dein Fremdwährungsentgelt. Das Ergebnis ist dein Vergleichswert, sofern auf den Eurobetrag keine weiteren Entgelte anfallen. Kurs und Entgelte des Angebots stehen vor der Bestätigung auf dem Display, dein Entgelt im Preisverzeichnis.
Kann ich mit meiner normalen EC-Karte im Ausland bezahlen?
Das hängt vom Netz deiner Girocard und von den Einstellungen bei deiner Bank ab. Das Logo des Kartennetzes auf der Karte zeigt das Netz. Frage vor der Reise nach, ob deine Karte am Reiseziel läuft und ob eine Länderbeschränkung aktiv ist. Die Frage nach Euro oder Landeswährung kann auch bei der Girocard auf dem Display erscheinen.
Warum Kreditkarte statt EC-Karte?
Die Antwort hängt von deinen beiden Karten ab, deshalb helfen Prüffragen: Welche Akzeptanz hat jede Karte am Reiseziel? Welche Entgelte und welchen Kurs nennt das jeweilige Preisverzeichnis? Wie hoch ist der Verfügungsrahmen der Kreditkarte? Verlangt ein Anbieter eine Kaution, fragst du ihn vorab, welche Karte er annimmt. Die Antworten stehen in deinen Bedingungen.
Welche Gebühren fallen beim Abheben von Bargeld im Ausland mit einer Visa-Karte an?
Die Gebühren nennt das Preisverzeichnis deiner Visa-Karte, feste Sätze für alle Karten gibt es nicht. Infrage kommen drei Posten: das Entgelt des Herausgebers, ein Satz für die Fremdwährung und ein mögliches Entgelt des Automatenbetreibers. Als Vergleichswert nennt eine Mastercard-Beispielkarte 2,00 Prozent, mindestens 5,00 Euro, zuzüglich 1,95 Prozent in Fremdwährung (Stand: Oktober 2026).
Angebote im Überblick
*Es gelten Bedingungen. Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes oder des Versicherungsproduktes entnehmen.
Was ist besser im Ausland, Visa oder Mastercard?
Pauschal lässt sich das nicht sagen, denn das Netz regelt nicht deine Kosten. Für die Akzeptanz zählen die Logos am Reiseziel, für Wechselkurs und Entgelte dein Kartenvertrag. Prüfe also das Preisverzeichnis deiner Karte statt des Logos. Wer zwei Karten aus beiden Netzen mitnimmt, hat eine Reserve, falls ein Terminal eine der beiden nicht annimmt.
Warum funktioniert die Visa Karte im Ausland nicht?
Als Ursache kommen eine Sperre durch die Bank, ein erreichtes Limit, eine fehlende Freischaltung für das Reiseland oder ein Terminal ohne passendes Logo infrage. Sieh zuerst in der App nach, ob eine Länderbeschränkung aktiv ist, und prüfe deinen Verfügungsrahmen. Den genauen Ablehnungsgrund kennt dein Herausgeber, der Kundenservice kann ihn dir nennen. Nimm die Telefonnummer deshalb auf die Reise mit.
Was kostet das Bezahlen mit EC-Karte im Ausland?
Das steht im Preisverzeichnis deines Girokontos, denn jede Bank legt ihre Entgelte selbst fest. Prüfe dort den Posten für Zahlungen in Fremdwährung. Bei Zahlungen in Euro innerhalb der EU dürfen Banken nicht mehr berechnen als für gleichwertige nationale Transaktionen. Bei Umrechnungsangeboten am Terminal zeigt das Display Kurs und Entgelte vor der Bestätigung.
Wo kann ich in London Geld abheben?
In London hebst du an Geldautomaten ab, die das Netz deiner Karte annehmen; das Logo am Automaten zeigt dir das. Ausgezahlt werden Pfund Sterling. Der Referenzkurs lag am 30. Oktober 2026 bei 0,83380 Pfund je Euro. Über eine angebotene Umrechnung in Euro entscheidest du nach der Gegenrechnung, und vor der Bestätigung liest du die Entgelte des Betreibers auf dem Display.
Kann ich mit meiner Mastercard im Ausland bezahlen?
Mit deiner Mastercard kannst du dort bezahlen, wo das Mastercard-Logo akzeptiert wird; die Beispielkarten aus diesem Beitrag nennen das weltweit. Die Kosten bestimmt dein Vertrag. Das Beispiel-Verzeichnis nennt 1,95 Prozent Auslandseinsatzentgelt für Verfügungen, die nicht in Euro laufen (Stand: Oktober 2026). Andere Herausgeber nennen eigene Sätze, deshalb gehört ein Blick in dein Preisverzeichnis zur Reisevorbereitung.
Ist es besser, mit EC-Karte oder Kreditkarte im Ausland zu bezahlen?
Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Vergleiche beide Karten für dieselbe Reise: Welche wird am Reiseziel akzeptiert, welchen Kurs nutzt sie, welches Entgelt nennt das Preisverzeichnis? Beide unterliegen derselben Haftungsregel aus dem BGB. Nimmst du beide mit, trifft ein Ausfall nicht die ganze Reisekasse. Die Wahl zwischen Euro und Landeswährung bleibt bei jeder Karte dieselbe Rechnung.
Warum funktioniert Mastercard im Ausland nicht?
Als Ursache kommen eine Sperre, ein Limit oder eine Einstellung im Kartenkonto infrage. Prüfe die App, deinen Verfügungsrahmen und das Logo am Terminal. Die Beispielkarte nennt beim Bargeld 1.000 Euro Tageslimit, sofern nichts anderes vereinbart ist. Hilft das nicht, klärt der Kundenservice deines Herausgebers den Grund, und eine zweite Karte überbrückt die Zeit.
Soll ich online in Euro oder Fremdwährung zahlen?
Rechne den Preis in Fremdwährung mit einem aktuellen Kurs um, addiere dein Fremdwährungsentgelt und vergleiche das Ergebnis mit dem Eurobetrag im Shop. Dieser Vergleich trägt nur, wenn auf den Eurobetrag keine weiteren Entgelte anfallen. Der Händler muss auf Gebühren hinweisen, bevor du dem Kauf zustimmst. Dein Entgelt steht im Preisverzeichnis der Karte.
Kann ich eine Zahlung in Euro nachträglich reklamieren?
Ob das geht, hängt vom Einzelfall ab und ist mit deinem Herausgeber zu klären. Einen nicht autorisierten oder fehlerhaft ausgeführten Zahlungsvorgang meldest du ihm unverzüglich nach Feststellung. Spätestens 13 Monate nach dem Tag der Belastung sind Ansprüche nach § 676b BGB ausgeschlossen. Sprich die Kasse direkt an, solange du noch dort bist.




















