Amazon Kreditkarte Limit erhöhen: So klappt es – und warum es oft scheitert (2026)

29.09.110 Aufrufe0 Mal als hilfreich markiertZuletzt geprüft: 07.10.2026

Das Wichtigste in Kürze

Das Limit der Amazon Visa Kreditkarte erhöhen klingt einfach – ist es aber oft nicht. Startlimit liegt bei 2.000 €, der Antrag läuft über openbankpay.com. Doch viele Kunden werden systematisch abgelehnt, selbst bei sehr gutem Einkommen. Dieser Artikel erklärt, wie der Prozess wirklich funktioniert, was die Schufa damit zu tun hat und welche Alternativen besser geeignet sind.

Amazon Kreditkarte Limit erhöhen: So klappt es – und warum es oft scheitert (2026)

Artikel anhören
0:00

-0:00

Das Wichtigste in Kürze

  • Startlimit & Struktur: Erfahre, warum du zunächst nur 210 € und nach Identitätsprüfung 2.000 € monatlichen Rahmen erhältst.
  • Antrag Schritt für Schritt: Finde heraus, wo du den Antrag stellst, welche Unterlagen nötig sind und was die verkürzte Antragsstrecke bedeutet.
  • Warum Erhöhungen scheitern: Verstehe, warum selbst Kunden mit 19.000 € Monatseinkommen kein höheres Limit als 2.000 € erhalten.
  • Schufa & Bonität: Lerne, wie jede Anfrage deinen Score beeinflusst und ab welchem Wert Chancen steigen.
  • Anbietervergleich mit Tabelle: Vergleiche Openbank, LBB-Vorgänger und Wettbewerber nach erreichbarem Limit und Flexibilität.
  • Limit-Vergleich als Chart: Überblick über de-facto-Obergrenzen aller relevanten Anbieter auf einen Blick.

American Express Platinum Card

American Express Platinum Card

American Express Platinum Card

Was kann die Karte?

  • 85.000 Membership Rewards® Punkte*
  • 200 € jährliches Online-Reiseguthaben*
  • Zugang zu über 1.550 Flughafen-Lounges
  • 150 € Restaurantguthaben*

Gebühren im Überblick

  • 60 € Monatsgebühr
  • 2 % Fremdwährungsgebühr
  • 4% Abhebegebühr

*Es gelten Bedingungen. Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes oder des Versicherungsproduktes entnehmen.

American Express Gold Card aus Metall

American Express Gold Card aus Metall

American Express Gold Card aus Metall

Was kann die Karte?

  • 50.000 Membership Rewards® Punkte*
  • Mobilitäts- und Shoppingguthaben
  • Teilnahme am Bonusprogramm Membership Rewards®
  • Umfassende Versicherungen

Gebühren im Überblick

  • 20 € Monatsgebühr
  • 2% Fremdwährungsgebühr
  • 4% Abhebegebühr

*Es gelten Bedingungen. Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes oder des Versicherungsproduktes entnehmen.

American Express Gold Card Rosé aus Metall

American Express Gold Card Rosé aus Metall

American Express Gold Card Rosé aus Metall

Was kann die Karte?

  • 50.000 Membership Rewards® Punkte*
  • Mobilitäts- und Shoppingguthaben
  • Teilnahme am Bonusprogramm Membership Rewards®
  • Umfassende Versicherungen

Gebühren im Überblick

  • 20 € Monatsgebühr
  • 2% Fremdwährungsgebühr
  • 4% Abhebegebühr

*Es gelten Bedingungen. Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes oder des Versicherungsproduktes entnehmen.

Startlimit, Standardlimit und Limitstruktur der Amazon Visa (Openbank)

Das Amazon Kreditkarte Limit erhöhen ist das Ziel vieler Karteninhaber – doch zuerst musst du verstehen, womit du überhaupt startest. Die Amazon Visa Kreditkarte wird seit September 2023 von Openbank herausgegeben, einer Tochtergesellschaft der Santander Bank. Die Abwicklung läuft über die Plattform Zinia. Das ist wichtig, weil viele Erfahrungsberichte noch die alte Karte betreffen.

Direkt nach der digitalen Vertragsunterzeichnung erhältst du ein vorläufiges Startlimit von 210 €. Dieses gilt ausschließlich für Einkäufe auf Amazon.de – du kannst damit also weder im stationären Handel noch bei anderen Online-Shops zahlen. Das klingt nach wenig, ist aber als Überbrückung bis zur Identitätsprüfung gedacht.

Sobald die Identitätsprüfung abgeschlossen ist, steigt das Limit auf das reguläre Startlimit von 2.000 €. Das ist der monatliche Verfügungsrahmen, nicht ein Jahresrahmen. Das bedeutet: Du kannst jeden Monat bis zu 2.000 € ausgeben, sofern du die Rechnung begleichst. Wichtig zu wissen: Das garantierte Mindestlimit bei Kartenausstellung liegt bei 1.500 €. Wer also eine schlechtere Bonität hat, bekommt möglicherweise nicht die vollen 2.000 €, aber mindestens 1.500 €.

Das endgültige Limit wird dir nach spätestens 14 Tagen mitgeteilt. In dieser Zeit prüft Openbank deine Bonität genauer. Manche Kunden berichten, dass sie bereits nach wenigen Tagen Bescheid bekommen – andere warten die vollen zwei Wochen.

Ein zentraler Unterschied zur Vorgängerkarte der Landesbank Berlin (LBB): Die LBB-Karte bot deutlich höhere Startlimits und war flexibler bei Erhöhungen. Mit der Übernahme durch Openbank im September 2023 hat sich die Limitpolitik spürbar verändert. Bestandskunden, die von der LBB-Karte gewechselt haben, berichten häufig von einer deutlichen Verschlechterung.

Das Limit der Openbank-Karte ist als monatlicher Verfügungsrahmen konzipiert. Das unterscheidet sie von manchen anderen Kreditkarten, die einen rollierenden Rahmen haben. Praktisch bedeutet das: Wenn du im Januar 1.800 € ausgibst und die Rechnung vollständig bezahlst, hast du im Februar wieder den vollen Rahmen zur Verfügung. Zahlst du nur teilweise, reduziert sich der verfügbare Betrag entsprechend.

Theoretisch ist ein Limit von bis zu ca. 6.000 € erreichbar – allerdings nur über eine kurzfristige Überweisung, einmal jährlich und nur für einen Monat. Das ist keine dauerhafte Erhöhung, sondern eher ein temporärer Puffer für größere Anschaffungen. Für die meisten Kunden bleibt das de-facto-Maximum bei 2.000 €.

📌 Good to know

Das Limit gilt pro Monat, nicht pro Jahr. Wer die Karte regelmäßig nutzt und vollständig abbezahlt, hat jeden Monat wieder den vollen Rahmen – das ist ein Vorteil gegenüber klassischen Ratenkrediten.

American Express Platinum Card

American Express Platinum Card

85.000 Membership Rewards® Punkte*

Beste Features

Zugang zu Airport LoungesReiserücktrittsversicherung200 € Online Reiseguthaben150 € RestaurantguthabenUmfassender VersicherungsschutzBis zu 5 Zusatzkarten

Gebühren

  • 60 € Monatsgebühr
  • 2 % Fremdwährungsgebühr
  • 4 % Abhebegebühr
American Express Gold Card aus Metall

American Express Gold Card aus Metall

50.000 Membership Rewards® Punkte*

Beste Features

Eine Zusatzkarte inklusiveSIXT + auto abo GuthabenLODENFREY ShoppingguthabenPriority Pass™ (vergünstigt)SIXT Rent MietwagenguthabenReiserücktrittsversicherung

Gebühren

  • 20 € Monatsgebühr
  • 2 % Fremdwährungsgebühr
  • 4 % Abhebegebühr
American Express Gold Card Rosé aus Metall

American Express Gold Card Rosé aus Metall

50.000 Membership Rewards® Punkte*

Beste Features

Eine Zusatzkarte inklusiveSIXT + auto abo GuthabenLODENFREY ShoppingguthabenPriority Pass™ (vergünstigt)SIXT Rent MietwagenguthabenReiserücktrittsversicherung

Gebühren

  • 20 € Monatsgebühr
  • 2 % Fremdwährungsgebühr
  • 4 % Abhebegebühr

*Es gelten Bedingungen. Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes oder des Versicherungsproduktes entnehmen.

Schritt für Schritt: So beantragst du eine Limiterhöhung bei Openbank

Den Antrag auf Limiterhöhung stellst du im Online-Konto auf openbankpay.com. Der Pfad lautet: Finanzierung → Kreditkartenlimit erhöhen. Du findest die Option also nicht direkt auf der Amazon-Seite, sondern musst ins Openbank-Portal wechseln. Das ist für viele Nutzer zunächst verwirrend.

Die erste wichtige Einschränkung: Eine Limiterhöhung ist frühestens 6 Monate nach Kartenausstellung möglich. Wer die Karte gerade erst erhalten hat, muss sich also gedulden. Diese Wartezeit dient Openbank dazu, dein Zahlungsverhalten zu beobachten und ein Risikoprofil aufzubauen.

Jeder Antrag löst automatisch eine Bonitätsprüfung inklusive Schufa-Abfrage aus. Das ist gesetzlich vorgeschrieben und lässt sich nicht umgehen. Was das für deinen Score bedeutet, erkläre ich im nächsten Abschnitt genauer.

Je nach deiner Situation kann Openbank zusätzliche Unterlagen anfordern. In der Regel sind das die letzten drei Gehaltsabrechnungen. Alternativ kann Openbank Zugang zu deinen Kontoeinnahmen und -ausgaben über sogenanntes sicheres Banking verlangen – dabei verbindest du dein Bankkonto über eine sichere Schnittstelle, sodass Openbank deine Einnahmen und Ausgaben automatisch auslesen kann. Das klingt komfortabler als das Hochladen von Dokumenten, ist aber nicht für jeden Nutzer akzeptabel.

Es gibt auch eine verkürzte Antragsstrecke. Dieses vereinfachte Verfahren bietet Openbank ausgewählten Kunden an. Die Voraussetzungen: Du nutzt die Karte regelmäßig, hast keine Zahlungsausfälle und hast eine Werbeeinwilligung erteilt. Wenn du diese Einwilligung nicht gegeben hast, wirst du die verkürzte Strecke wahrscheinlich nie sehen. Bei der verkürzten Strecke kannst du das neue Limit in zwei Schritten annehmen – du siehst also zunächst das angebotene Limit und kannst dann entscheiden, ob du es akzeptierst.

Eine offiziell kommunizierte Sperrfrist zwischen zwei Anträgen gibt es nicht. Openbank bewirbt die Möglichkeit als „jederzeit“ nutzbar. In der Praxis empfiehlt es sich jedoch, nach einer Ablehnung mindestens drei bis sechs Monate zu warten, bevor du erneut einen Antrag stellst. Zu häufige Anfragen können sich negativ auf deine Schufa auswirken und signalisieren dem Anbieter finanziellen Druck.

Was das theoretisch erreichbare Maximum angeht: Über die kurzfristige Überweisung sind laut Nutzererfahrungen bis zu ca. 6.000 € möglich – aber nur einmal jährlich und nur für einen Monat. Das ist keine dauerhafte Erhöhung. Wer dauerhaft mehr als 2.000 € monatlich benötigt, wird mit dieser Karte strukturell nicht gut bedient.

💡 Tip

Erteile die Werbeeinwilligung in deinem Openbank-Konto, wenn du die verkürzte Antragsstrecke nutzen möchtest. Ohne diese Einwilligung wirst du das vereinfachte Verfahren nicht angeboten bekommen – auch bei einwandfreier Zahlungshistorie.

Zusammengefasst: Der Prozess ist technisch einfach, aber die Hürden sind hoch. Viele Kunden stellen den Antrag, laden ihre Unterlagen hoch – und erhalten trotzdem eine Ablehnung ohne echte Begründung. Warum das so ist, schauen wir uns im nächsten Abschnitt genau an.

Warum Limiterhöhungen so häufig abgelehnt werden – das Transparenzproblem

Hier liegt das eigentliche Problem mit der Amazon Visa Kreditkarte. Recherchen aus dem Jahr 2025 zeigen deutlich: Openbank lehnt Limiterhöhungen häufig systematisch und ohne Angabe von Gründen ab. Das betrifft nicht nur Kunden mit mittelmäßiger Bonität, sondern auch solche mit hervorragenden Werten.

Das extremste dokumentierte Beispiel: Ein Kunde mit einem Monatseinkommen von 19.000 € erhielt kein höheres Limit als 2.000 €. Das ist kein Einzelfall, sondern repräsentativ für ein strukturelles Problem. Selbst bei einwandfreier Zahlungshistorie, hohem Einkommen und gutem Schufa-Score bleibt das Limit für viele Kunden bei 2.000 € eingefroren.

Openbank selbst gibt dazu eine bemerkenswert vage Auskunft: „Kreditlimits sind personalisiert und auf die individuellen Merkmale jedes Kunden zugeschnitten.“ Konkrete Kriterien werden nicht kommuniziert. Das bedeutet: Du weißt nicht, was du tun müsstest, um ein höheres Limit zu bekommen. Du kannst dich nicht gezielt verbessern, weil du die Messlatte nicht kennst.

Das beworbene Versprechen, das Limit sei „jederzeit erhöhbar“, gilt für viele Kunden faktisch nicht. Das ist ein klassisches Beispiel für irreführende Produktkommunikation: Die Möglichkeit existiert technisch, wird aber in der Praxis für einen erheblichen Teil der Kunden nicht gewährt. Branchenschätzungen gehen von einer Ablehnungsquote bei Limiterhöhungsanträgen von 20 bis 30 Prozent aus – das ist eine allgemeine Schätzung, keine offizielle Statistik von Openbank.

Kunden erhalten bei Ablehnung keine echte Begründung. Das ist nicht nur frustrierend, sondern macht es auch unmöglich, gezielt gegenzusteuern. Darfst du nach einer Ablehnung sofort erneut beantragen? Theoretisch ja. Ist das sinnvoll? Nein – denn jeder Antrag erzeugt einen Schufa-Eintrag.

Zum Vergleich: Die Vorgängerkarte der Landesbank Berlin ermöglichte Limits von bis zu 10.000 € und galt als deutlich flexibler bei Erhöhungen. Kunden, die von der LBB-Karte zur Openbank-Karte gewechselt haben, berichten fast einhellig von einer Verschlechterung. Die Kooperation zwischen LBB und Amazon endete im September 2023 – seitdem ist Openbank der Herausgeber, und mit dem Wechsel hat sich die Limitpolitik grundlegend verändert.

Was steckt dahinter? Eine offizielle Erklärung gibt es nicht. Mögliche Gründe: Openbank verfolgt eine konservativere Risikostrategie als die LBB. Die Karte ist als Einstiegsprodukt konzipiert, nicht als Karte für hohe Ausgaben. Oder die internen Scoring-Modelle gewichten bestimmte Faktoren anders als erwartet. Für Kunden ist das irrelevant – das Ergebnis ist dasselbe: kein höheres Limit.

Was kannst du tun? Zunächst: Erwartungen anpassen. Wenn du dauerhaft mehr als 2.000 € monatlich auf Kreditkarte ausgeben möchtest, ist die Amazon Visa Openbank strukturell nicht die richtige Karte. Du kannst den Antrag stellen, alle Unterlagen einreichen und auf das Beste hoffen – aber du solltest einen Plan B haben. Welche Alternativen es gibt, zeige ich dir weiter unten.

Schufa-Score und Bonität: Voraussetzungen für eine erfolgreiche Limiterhöhung

Bevor du einen Antrag auf Limiterhöhung stellst, solltest du deinen Schufa-Score kennen. Denn jede Limiterhöhungsanfrage erzeugt einen Schufa-Eintrag und kann deinen Score temporär senken. Das ist keine Besonderheit der Amazon Visa – das gilt für alle Kreditkartenanbieter in Deutschland.

Wie stark sinkt der Score? Das hängt von deiner individuellen Situation ab. Bei einem bereits sehr guten Score ist der Effekt meist minimal. Bei einem Score im mittleren Bereich kann eine Anfrage spürbare Auswirkungen haben. Wichtig: Der Effekt ist temporär. Nach verantwortungsvollem Umgang – also pünktliche Zahlungen, keine weiteren Anfragen – erholt sich der Score in der Regel innerhalb von sechs bis zwölf Monaten.

Welchen Score brauchst du für eine erfolgreiche Limiterhöhung? Openbank kommuniziert keine offiziellen Schwellenwerte. Aus Nutzererfahrungen und allgemeinen Branchenangaben lässt sich ableiten: Ein Score unter 95 Prozent gilt bei manchen Instituten bereits als erhöhtes Risiko. Wer auf der sicheren Seite sein will, sollte einen Score von mindestens 98 Prozent anstreben – das gilt als „gut“ nach strengerer Auslegung.

Ein weiterer Faktor: die Anzahl deiner Kreditkartenverträge. Die Schufa bewertet mehr als zwei Kreditkartenverträge tendenziell negativ. Wenn du also bereits zwei oder mehr Kreditkarten hast, kann das deine Chancen auf eine Limiterhöhung verschlechtern – unabhängig davon, wie gut du alle Karten bedienst.

Regelmäßiges Einkommen erhöht die Genehmigungswahrscheinlichkeit. Openbank nennt das zwar nicht als offiziell genannte Pflichtvoraussetzung, aber in der Praxis spielt es eine Rolle. Wer nachweislich ein stabiles monatliches Einkommen hat, wird besser bewertet als jemand mit schwankendem Einkommen – auch wenn beide denselben Schufa-Score haben.

Praktische Empfehlung: Hole dir vor dem Antrag eine Schufa-Selbstauskunft. Die kostenlose Datenkopie nach Art. 15 DSGVO kannst du einmal jährlich kostenlos anfordern. So siehst du, welche Einträge vorhanden sind und ob es negative Vermerke gibt, die du vielleicht gar nicht auf dem Schirm hast. Fehlerhafte Einträge kannst du bei der Schufa anfechten und korrigieren lassen.

Bündle deine Anfragen zeitlich. Wenn du planst, mehrere Kreditkartenanträge oder Limiterhöhungen zu stellen, tue das möglichst innerhalb eines kurzen Zeitraums. Die Schufa wertet mehrere Anfragen innerhalb von wenigen Wochen weniger negativ als Anfragen, die über Monate verteilt sind. Das liegt daran, dass kurz aufeinanderfolgende Anfragen eher als Vergleichssuche interpretiert werden, nicht als Zeichen finanzieller Not.

Zusammengefasst: Ein guter Schufa-Score ist notwendig, aber nicht hinreichend für eine erfolgreiche Limiterhöhung bei Openbank. Wie das Extrembeispiel mit dem 19.000-Euro-Einkommen zeigt, gibt es offenbar interne Kriterien, die über den Score hinausgehen – und die Openbank nicht kommuniziert.

Amazon Visa im Vergleich: Openbank vs. LBB-Vorgänger vs. Wettbewerber

Um die Limitpolitik der Amazon Visa Openbank einzuordnen, hilft ein direkter Vergleich. Die Unterschiede sind erheblich – sowohl zur Vorgängerkarte als auch zu anderen Anbietern auf dem Markt.

Die LBB-Vorgängerkarte war in Sachen Limits deutlich großzügiger. Kunden berichten von erreichbaren Limits zwischen 4.000 und 10.000 €. Limiterhöhungen wurden als unkompliziert und problemlos beschrieben. Mit dem Wechsel zu Openbank im September 2023 hat sich das grundlegend geändert. Die neue Karte startet zwar mit denselben Cashback-Konditionen, ist aber bei Limits deutlich restriktiver.

Alternativen wie die Hanseatic Bank Genialcard, TF-Bank oder Bank Norwegian Visa gelten als deutlich flexibler. Limits steigen dort zügig bei regelmäßiger Nutzung. Diese Karten sind zudem meist kostenlos – im Gegensatz zur Amazon Visa mit ihrer Jahresgebühr von 9,99 €. Wer primär ein hohes Limit benötigt, ist dort besser aufgehoben.

Karten mit variablem, oft höherem Limit bieten ebenfalls eine Alternative – allerdings mit geringerer Akzeptanz im deutschen Handel. Das ist ein wichtiger Punkt: Ein hohes Limit nützt wenig, wenn die Karte nicht überall akzeptiert wird.

Die Barclays Easybank hat eine ähnliche Limitstruktur wie die Amazon Visa, ist aber kostenlos. Dafür fehlt der Cashback-Vorteil, der die Amazon Visa auszeichnet: 1 % auf alle Amazon-Einkäufe, 0,5 % außerhalb und 2 % an Prime-Aktionstagen für Prime-Mitglieder. Das ist das eigentliche Alleinstellungsmerkmal der Karte – nicht das Limit.

Wer die Amazon Visa primär wegen des Cashbacks nutzt und mit dem 2.000-€-Limit auskommt, macht keine schlechte Wahl. Wer aber regelmäßig größere Beträge auf Kreditkarte ausgeben möchte, sollte eine der genannten Alternativen in Betracht ziehen – oder eine Zweitkarte beantragen.

Beachte dabei: Der effektive Jahreszins bei Teilzahlung beträgt 17,67 %. Das ist hoch. Die Amazon Visa sollte immer vollständig abbezahlt werden. Wer Teilzahlungen plant, zahlt drauf – und der Cashback-Vorteil wird durch die Zinsen schnell aufgefressen.

Anbieter Standardlimit Erreichbares Maximum Limiterhöhung Flexibilität Jahresgebühr
Amazon Visa (Openbank) 2.000 € ~2.000 € (de facto) Gering – häufige Ablehnung 9,99 €
Amazon Visa (LBB, Vorgänger) k. A. (höher) 4.000–10.000 € Gut – problemlos k. A.
Hanseatic / TF-Bank / Bank Norwegian Variabel Steigt zügig bei Nutzung Gut Kostenlos (teilw.)
Karten mit variablem Limit Variabel Hoch, bonitätsabhängig Flexibel Variabel
Barclays Easybank Ähnlich Amazon Bonitätsabhängig Ähnlich Amazon Kostenlos

Erreichbares Kreditlimit im Anbietervergleich

Die folgende Grafik zeigt die de-facto-Obergrenzen nach Anbieter auf einen Blick. Die Daten basieren auf Nutzererfahrungen und Recherchen aus dem Jahr 2025. Besonders auffällig: Die Openbank-Karte liegt mit ihrem theoretischen Maximum von 6.000 € zwar nicht am unteren Ende – aber das theoretische Maximum ist für die meisten Kunden nicht erreichbar. Der de-facto-Wert von 2.000 € ist die Realität für die große Mehrheit der Karteninhaber.

Erreichbares Kreditlimit nach Anbieter (in €)

Erreichbares Kreditlimit nach Anbieter (in €) 0 2.000 4.000 6.000 8.000 10.000 10.000 € Amazon Visa LBB 8.000 € Karten mit var. Limit 6.000 € Hanseatic / TF-Bank 6.000 €* Openbank (theoret.) 4.000 € Barclays Easybank 2.000 € Openbank (de facto) * Theoretisches Maximum über kurzfristige Überweisung, einmal jährlich, nur für einen Monat

Das Balkendiagramm macht den Unterschied deutlich sichtbar. Die LBB-Vorgängerkarte mit bis zu 10.000 € liegt weit vorne. Karten mit variablem Limit kommen auf bis zu 8.000 €. Hanseatic, TF-Bank und Bank Norwegian erreichen 6.000 € – und das dauerhaft, nicht nur temporär. Die Openbank-Karte kommt theoretisch ebenfalls auf 6.000 €, aber eben nur einmal jährlich für einen Monat. De facto sind es für die meisten Kunden 2.000 €.

Barclays Easybank liegt mit bis zu 4.000 € im Mittelfeld. Das ist deutlich mehr als die de-facto-Obergrenze der Amazon Visa – und das bei null Jahresgebühr. Der Haken: kein Cashback auf Amazon-Einkäufe.

Die Entscheidung hängt also davon ab, was dir wichtiger ist: Cashback auf Amazon-Einkäufe oder ein flexibles, hohes Limit. Beides zusammen bietet die aktuelle Amazon Visa Openbank nicht. Wer viel auf Amazon kauft und mit 2.000 € monatlich auskommt, ist mit der Karte gut bedient. Wer mehr Spielraum braucht, sollte eine der Alternativen wählen – oder die Amazon Visa als Ergänzungskarte nutzen und das Limit einer anderen Karte für größere Ausgaben verwenden.

Häufig gestellte Fragen

Wie erhöhe ich das Limit der Amazon Visa Kreditkarte?

Den Antrag stellst du im Online-Konto auf openbankpay.com unter Finanzierung → Kreditkartenlimit erhöhen. Openbank prüft deine Bonität und kann die letzten drei Gehaltsabrechnungen oder Kontozugang verlangen. Frühestens nach 6 Monaten Kartennutzung möglich.

Warum wird meine Limiterhöhung abgelehnt, obwohl meine Bonität gut ist?

Openbank lehnt Erhöhungen laut Recherchen aus 2025 häufig systematisch ab – auch bei sehr gutem Schufa-Score und hohem Einkommen. Die internen Kriterien sind nicht öffentlich. Selbst Kunden mit 19.000 € Monatseinkommen erhielten kein höheres Limit als 2.000 €.

Beeinflusst eine Limiterhöhungsanfrage meinen Schufa-Score?

Ja. Jede Anfrage erzeugt einen Schufa-Eintrag und kann den Score temporär senken. Bei verantwortungsvollem Umgang erholt sich der Score in der Regel innerhalb von sechs bis zwölf Monaten. Nicht zu häufig anfragen.

Welches maximale Limit ist bei der Amazon Visa erreichbar?

Theoretisch bis ca. 6.000 € über eine kurzfristige Überweisung, einmal jährlich für einen Monat. De facto erhalten die meisten Kunden kein dauerhaftes Limit über 2.000 €. Die LBB-Vorgängerkarte ermöglichte bis zu 10.000 €.

Was ist die verkürzte Antragsstrecke bei Openbank?

Ein vereinfachtes Verfahren für ausgewählte Kunden mit regelmäßiger Nutzung, ohne Zahlungsausfälle und mit erteilter Werbeeinwilligung. Das neue Limit kann in zwei Schritten angenommen werden, ohne umfangreiche Dokumentenprüfung.

Welche Alternativen gibt es bei Bedarf nach höherem Limit?

Hanseatic Bank Genialcard, TF-Bank und Bank Norwegian Visa bieten Limits, die bei regelmäßiger Nutzung zügig steigen. Viele sind kostenlos. Barclays Easybank ist ebenfalls eine Option. Für Amazon-Cashback bleibt die Amazon Visa als Ergänzungskarte sinnvoll.

Was ist der Unterschied zur alten Amazon Kreditkarte der LBB?

Die LBB-Karte bot Limits bis 10.000 € und galt als deutlich flexibler bei Erhöhungen. Die Kooperation endete September 2023. Seitdem gibt Openbank die Karte heraus – mit deutlich restriktiverer Limitpolitik und de-facto-Obergrenze bei 2.000 € für die meisten Kunden.

Indizes verzögertIndizes: TradingView