Miles & More Statusmeilen mit Kreditkarte sammeln: Was 2026 gilt

29.09.68 Aufrufe0 Mal als hilfreich markiertZuletzt geprüft: 07.10.2026

Das Wichtigste in Kürze

Seit Januar 2024 gibt es bei Miles & More keine klassischen Statusmeilen mehr. Qualifying Points bestimmen deinen Status – und die sammelt du ausschließlich durch Flüge. Was Kreditkarten trotzdem leisten, welche Karte wie viele Prämienmeilen bringt und wie der indirekte Weg über die Umwandlung funktioniert, erfährst du hier.

Miles & More Statusmeilen mit Kreditkarte sammeln: Was 2026 gilt

Artikel anhören
0:00

-0:00

Das Wichtigste in Kürze

American Express Platinum Card

American Express Platinum Card

American Express Platinum Card

Was kann die Karte?

  • 85.000 Membership Rewards® Punkte*
  • 200 € jährliches Online-Reiseguthaben*
  • Zugang zu über 1.550 Flughafen-Lounges
  • 150 € Restaurantguthaben*

Gebühren im Überblick

  • 60 € Monatsgebühr
  • 2 % Fremdwährungsgebühr
  • 4% Abhebegebühr

*Es gelten Bedingungen. Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes oder des Versicherungsproduktes entnehmen.

American Express Gold Card aus Metall

American Express Gold Card aus Metall

American Express Gold Card aus Metall

Was kann die Karte?

  • 50.000 Membership Rewards® Punkte*
  • Mobilitäts- und Shoppingguthaben
  • Teilnahme am Bonusprogramm Membership Rewards®
  • Umfassende Versicherungen

Gebühren im Überblick

  • 20 € Monatsgebühr
  • 2% Fremdwährungsgebühr
  • 4% Abhebegebühr

*Es gelten Bedingungen. Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes oder des Versicherungsproduktes entnehmen.

American Express Gold Card Rosé aus Metall

American Express Gold Card Rosé aus Metall

American Express Gold Card Rosé aus Metall

Was kann die Karte?

  • 50.000 Membership Rewards® Punkte*
  • Mobilitäts- und Shoppingguthaben
  • Teilnahme am Bonusprogramm Membership Rewards®
  • Umfassende Versicherungen

Gebühren im Überblick

  • 20 € Monatsgebühr
  • 2% Fremdwährungsgebühr
  • 4% Abhebegebühr

*Es gelten Bedingungen. Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes oder des Versicherungsproduktes entnehmen.

Die Programmreform 2024: Was sich grundlegend geändert hat

Miles & More Statusmeilen mit der Kreditkarte sammeln – das klingt einfach. Die Realität ist seit dem 1. Januar 2024 deutlich komplizierter. Das Vielfliegerprogramm der Lufthansa Group hat sein Statussystem grundlegend reformiert. Wer heute noch von „Statusmeilen pro Euro Kartenumsatz“ spricht, beschreibt ein System, das es nicht mehr gibt.

Vor 2024 gab es eine einzige relevante Währung für den Statusaufbau: Statusmeilen. Du fliegst, du kaufst, du sammelst – und irgendwann wirst du Senator. Dieses Modell ist Geschichte. Seit der Reform existieren drei separate Währungen, die jeweils unterschiedliche Funktionen erfüllen:

  • Points: Allgemeine Statuspunkte, die durch Flüge entstehen
  • Qualifying Points (QP): Die statusrelevante Hauptwährung – ausschließlich durch Flüge mit Lufthansa Group Airlines und Star Alliance Partnern erreichbar
  • HON Circle Points: Eine eigene Währung, exklusiv für den begehrten HON Circle Status, ebenfalls nur fluggebunden

Das Entscheidende für alle Kreditkarteninhaber: Kreditkartenumsätze generieren keine dieser drei Statuspunkte direkt. Kein einziger Qualifying Point landet auf deinem Konto, weil du mit der Karte im Supermarkt bezahlt hast. Das ist der fundamentale Unterschied zum alten System.

Warum ist das so wichtig? Weil im Internet noch massenhaft veraltete Informationen kursieren. Artikel, die dir erklären, du sammelst „1 Statusmeile pro Euro“ mit dieser oder jener Karte, beschreiben das System vor 2024. Diese Angaben sind heute schlicht falsch. Wenn du deinen Vielfliegerstatus planst, musst du mit den neuen Regeln rechnen – sonst wirst du am Jahresende böse überrascht.

Was bleibt, sind Prämienmeilen. Die kannst du weiterhin mit Kreditkartenumsätzen sammeln. Prämienmeilen sind einlösbar für Freiflüge, Upgrades und Sachprämien – sie haben aber keinen direkten Einfluss auf deinen Vielfliegerstatus. Einen indirekten Weg gibt es allerdings, und den schauen wir uns gleich genau an.

Für alle, die mit älteren Quellen gearbeitet haben: Angaben wie „Senator-Status erfordert 100.000 Statusmeilen“ oder „HON Circle braucht 600.000 Meilen in zwei Jahren“ stammen aus dem alten System. Sie dienen nur noch der historischen Einordnung. Die aktuellen Statusanforderungen basieren ausschließlich auf Qualifying Points und HON Circle Points – und die Schwellenwerte unterscheiden sich deutlich vom alten Modell.

📌 Good to know

Ältere Ratgeber und Vergleichsseiten haben ihre Inhalte oft nicht aktualisiert. Prüfe immer das Veröffentlichungsdatum – alles vor 2024 beschreibt ein System, das es nicht mehr gibt.

American Express Platinum Card

American Express Platinum Card

85.000 Membership Rewards® Punkte*

Beste Features

Zugang zu Airport LoungesReiserücktrittsversicherung200 € Online Reiseguthaben150 € RestaurantguthabenUmfassender VersicherungsschutzBis zu 5 Zusatzkarten

Gebühren

  • 60 € Monatsgebühr
  • 2 % Fremdwährungsgebühr
  • 4 % Abhebegebühr
American Express Gold Card aus Metall

American Express Gold Card aus Metall

50.000 Membership Rewards® Punkte*

Beste Features

Eine Zusatzkarte inklusiveSIXT + auto abo GuthabenLODENFREY ShoppingguthabenPriority Pass™ (vergünstigt)SIXT Rent MietwagenguthabenReiserücktrittsversicherung

Gebühren

  • 20 € Monatsgebühr
  • 2 % Fremdwährungsgebühr
  • 4 % Abhebegebühr
American Express Gold Card Rosé aus Metall

American Express Gold Card Rosé aus Metall

50.000 Membership Rewards® Punkte*

Beste Features

Eine Zusatzkarte inklusiveSIXT + auto abo GuthabenLODENFREY ShoppingguthabenPriority Pass™ (vergünstigt)SIXT Rent MietwagenguthabenReiserücktrittsversicherung

Gebühren

  • 20 € Monatsgebühr
  • 2 % Fremdwährungsgebühr
  • 4 % Abhebegebühr

*Es gelten Bedingungen. Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes oder des Versicherungsproduktes entnehmen.

Prämienmeilen vs. Qualifying Points: Der entscheidende Unterschied

Um die Kreditkartenstrategie richtig zu planen, musst du die zwei Welten bei Miles & More klar trennen. Sie existieren nebeneinander, funktionieren aber nach völlig unterschiedlichen Regeln.

Prämienmeilen sind die klassische Belohnungswährung. Du sammelst sie durch Kreditkartenumsätze, Einkäufe bei Partnern, Mietwagenbuchungen, Hotelaufenthalte und natürlich durch Flüge. Prämienmeilen kannst du einlösen – für Freiflüge, Upgrades, Produkte im Worldshop oder Dienstleistungen. Sie sind flexibel, aber sie haben einen Haken: Sie verfallen. Standardmäßig erlöschen Prämienmeilen 36 Monate nach dem Sammeldatum, unabhängig davon, wie aktiv dein Konto ist.

Es gibt eine Ausnahme: Die Miles & More Mastercard Gold bietet als Kartenvorteil unbegrenzte Meilengültigkeit. Das ist für Gelegenheitsreisende, die langsam sammeln, ein echter Mehrwert – denn wer nur 500 Meilen pro Monat sammelt, verliert ohne diesen Schutz regelmäßig Meilen, bevor er genug für eine Einlösung zusammenhat.

Qualifying Points (QP) funktionieren grundlegend anders. Sie bestimmen, welchen Vielfliegerstatus du hast – Frequent Traveller, Senator oder HON Circle. Qualifying Points bekommst du ausschließlich durch Flüge. Jede Strecke, jede Buchungsklasse, jede Airline innerhalb der Lufthansa Group und des Star Alliance Netzwerks bringt eine bestimmte Anzahl QP. Kreditkartenumsätze liefern keine QP – zumindest nicht direkt.

HON Circle Points sind die dritte Währung, noch exklusiver. Sie zählen nur für den HON Circle Status, den Lufthansa für ihre absoluten Top-Vielflieger reserviert. Auch HON Circle Points sind ausschließlich fluggebunden und werden nur für Flüge in Business Class und First Class mit Lufthansa Group Airlines vergeben.

Die indirekte Verbindung zwischen Kreditkarte und Status existiert trotzdem – über die Umwandlung von Prämienmeilen in Qualifying Points. Das ist der einzige Hebel, den eine Kreditkarte auf deinen Status hat. Wie das genau funktioniert, zeigt der nächste Abschnitt. Wichtig ist aber schon hier: Dieser Weg ist eine Ergänzung, kein Ersatz für das Fliegen. Wer glaubt, den Senator-Status durch Kreditkartenumsätze zu erreichen, wird enttäuscht.

Für die praktische Planung bedeutet das: Prämienmeilen sind dein Belohnungsbudget – du sammelst sie und gibst sie für konkrete Vorteile aus. Qualifying Points sind dein Statuskonto – das füllt sich nur im Flugzeug. Beide Welten zu kennen und getrennt zu managen ist der erste Schritt zu einer sinnvollen Miles & More Strategie.

Der indirekte Statusweg: Prämienmeilen in Qualifying Points umwandeln

Es gibt ihn doch – den Kreditkarten-Hebel auf den Status. Er ist klein, aber real: Bestimmte Miles & More Kreditkarten erlauben die Umwandlung von Prämienmeilen in Qualifying Points. Das ist der einzige Weg, wie Kreditkartenumsätze indirekt zu deinem Vielfliegerstatus beitragen.

Welche Karten berechtigen dazu? Die Miles & More Gold Credit Card (sowohl in der privaten als auch in der Business-Variante), die Lufthansa Frequent Traveller Credit Card, die Lufthansa Senator Credit Card und die Lufthansa HON Circle Credit Card. Die einfache Blue Credit Card ist von dieser Möglichkeit ausgeschlossen.

Das Umwandlungsverhältnis ist klar definiert: 5.000 Prämienmeilen ergeben 20 Qualifying Points. Das klingt nach wenig – und das ist es auch, relativ betrachtet. Das jährliche Maximum liegt bei 25.000 Prämienmeilen, was maximal 100 Qualifying Points pro Kalenderjahr ergibt. Die Umwandlung erfolgt in festen Schritten von je 5.000 Prämienmeilen.

Dazu kommt eine zeitliche Einschränkung: Nur Prämienmeilen aus dem laufenden und dem vorhergehenden Kalenderjahr dürfen umgewandelt werden. Ältere Meilen sind für diesen Zweck gesperrt. Das bedeutet: Wer im Januar umwandeln will, kann auf Meilen aus dem aktuellen und dem vergangenen Jahr zurückgreifen – aber nicht auf Meilen, die drei oder vier Jahre alt sind.

Wie viel bringen 100 Qualifying Points wirklich? Um das einzuordnen, hilft ein Blick auf die Statusanforderungen. Der Frequent Traveller Status erfordert 35.000 Qualifying Points pro Kalenderjahr. 100 QP aus der Kreditkarte entsprechen also etwa 0,29 Prozent dieser Anforderung. Beim Senator-Status, der deutlich mehr QP verlangt, ist der Anteil noch geringer.

Das heißt nicht, dass die Umwandlung sinnlos ist. Wer knapp unter einer Statusschwelle liegt, kann mit den 100 QP aus der Kreditkarte den entscheidenden Unterschied machen. Als primärer Statusweg taugt sie aber nicht. Wer den Senator oder HON Circle Status anstrebt, kommt um regelmäßiges Fliegen nicht herum.

Prämienmeilen → Qualifying Points: Umwandlungsstufen pro Jahr

Balkendiagramm: Umwandlung von Prämienmeilen in Qualifying Points

0 QP 25 QP 50 QP 75 QP 100 QP 20 5.000 Meilen 40 10.000 Meilen 60 15.000 Meilen 80 20.000 Meilen 100 25.000 Max.

Jährliches Maximum: 25.000 Prämienmeilen = 100 Qualifying Points (orange markiert)

Ein praktisches Rechenbeispiel: Du hast die Miles & More Gold Credit Card und gibst im Jahr 50.000 Euro aus. Bei 1 Meile pro 2 Euro sammelst du 25.000 Prämienmeilen – genau das jährliche Maximum für die Umwandlung. Du erhältst 100 Qualifying Points. Dafür musst du also das gesamte Jahresbudget der Karte ausschöpfen. Das zeigt: Die Umwandlung ist ein Bonus für ohnehin aktive Kartennutzer, kein eigenständiger Statusweg.

Miles & More Kreditkarten im Vergleich: Sammelraten und Konditionen

Wenn du Prämienmeilen mit einer Miles & More Kreditkarte sammeln willst, ist die Sammelrate das wichtigste Kriterium. Hier gibt es deutliche Unterschiede – und einen klaren Gewinner unter den direkten Karten.

Die Standardrate aller privaten Miles & More Kreditkarten beträgt 1 Meile pro 2 Euro Umsatz – also 0,5 Meilen pro Euro. Das gilt für die Blue Credit Card, die Gold Credit Card, die Frequent Traveller Credit Card, die Senator Credit Card und die HON Circle Credit Card. Wer 1.000 Euro im Monat ausgibt, sammelt damit 500 Meilen – oder 6.000 Meilen im Jahr.

Die Miles & More Business-Kreditkarte bricht dieses Muster: Sie bietet 1 Meile pro 1 Euro Umsatz – doppelt so effizient wie die private Variante. Bei gleichem Ausgabeverhalten sammelt ein Business-Karteninhaber doppelt so viele Prämienmeilen. Das macht die Business-Karte für Selbstständige und Unternehmer mit hohem Kartenumsatz besonders attraktiv.

Neben der Basisrate gibt es Sondersammelraten, die in bestimmten Kategorien deutlich mehr Meilen bringen:

  • Worldshop-Einkäufe: 5 Meilen pro 2 Euro – das entspricht 2,5 Meilen pro Euro, also dem Fünffachen der Standardrate
  • Avis Mietwagen: 6 Meilen pro 1 Euro Kartenumsatz, mindestens 1.000 Meilen pro Anmietung – eine der attraktivsten Sonderraten im gesamten Programm
  • Überweisungen (Senator- und HON Circle Card): 1 Meile pro 1 Euro Überweisungsbetrag, maximal 20.000 Meilen pro Abrechnungszyklus – ein exklusiver Vorteil für Statuskarteninhaber

Wichtig: Bargeldabhebungen generieren grundsätzlich keine Meilen. Wer am Automaten Geld zieht, bekommt dafür nichts gutgeschrieben – egal welche Karte er nutzt.

Beim Willkommensbonus gibt es ebenfalls Unterschiede. Die Miles & More Kreditkarten bieten Startboni von bis zu 30.000 Meilen – ein erheblicher Einstiegsvorteil, der mehrere Monate reguläres Sammeln aufwiegt. Die Miles & More Mastercard Gold startet mit 4.000 Meilen Willkommensbonus, punktet dafür mit der unbegrenzten Meilengültigkeit.

Karte Meilen pro Euro Jahresgebühr (ca.) QP-Umwandlung möglich
Blue Credit Card (privat) 0,5 ~60 € Nein
Gold Credit Card (privat) 0,5 ~144 € Ja
Business Kreditkarte 1,0 höher Ja
Frequent Traveller Credit Card 0,5 statusgebunden Ja
Senator Credit Card 0,5 statusgebunden Ja
HON Circle Credit Card 0,5 statusgebunden Ja

Die statusgebundenen Karten (Frequent Traveller, Senator, HON Circle) bekommst du nur, wenn du den entsprechenden Status bereits hast. Sie sind also keine Einstiegskarten, sondern Belohnungen für bestehende Vielflieger. Die Gold Credit Card ist damit die einzige frei zugängliche Karte mit QP-Umwandlungsoption.

Alternative Karten: Mehr Meilen pro Euro durch Punkte-Transfer?

Neben den direkten Miles & More Kreditkarten gibt es eine weitere Kategorie: Karten, die eigene Punkte sammeln und diese anschließend in Prämienmeilen umwandeln. Diese Karten können bei der reinen Prämienmeilen-Ausbeute durchaus mithalten – haben aber einen entscheidenden Nachteil beim Thema Status.

Das bekannteste Beispiel sind Karten mit einem flexiblen Punkte-Programm, das Transfers in viele Airline-Programme ermöglicht – darunter auch Miles & More. Die Sammelrate liegt bei 1 Punkt pro 1 Euro Umsatz. Mit einem Turbo-Programm steigt die Rate auf 1,5 Punkte pro Euro. Das klingt zunächst besser als die 0,5 Meilen pro Euro der privaten Miles & More Karten.

Aber: Beim Transfer in Miles & More gilt ein Verhältnis von 5 Punkten zu 4 Meilen – also ein Verlust von 20 Prozent. Nach der Umwandlung ergibt sich folgendes Bild:

  • Standardrate ohne Turbo: 1 Punkt × 0,8 (5:4-Verhältnis) = 0,8 Meilen pro Euro vor Umwandlung; effektiv also 0,64 Meilen pro Euro in Miles & More
  • Mit Turbo-Programm: 1,5 Punkte × 0,8 = 1,2 Punkte-Äquivalent; nach Umwandlung ca. 0,96 Meilen pro Euro in Miles & More

Die Turbo-Variante übertrifft damit die private Miles & More Karte (0,5 Meilen/€) deutlich und kommt fast an die Business-Karte (1,0 Meilen/€) heran. Das ist beeindruckend – aber es gibt einen fundamentalen Haken.

Punkte aus flexiblen Transferprogrammen können ausschließlich in Prämienmeilen umgewandelt werden. Eine Umwandlung in Qualifying Points ist nicht möglich. Wer seinen Miles & More Status verbessern will, kommt um eine eigene Miles & More Kreditkarte nicht herum.

Der große Vorteil der flexiblen Karten liegt woanders: in der Programmflexibilität. Du kannst deine gesammelten Punkte auch in andere Vielfliegerprogramme transferieren – Qatar Avios, Emirates Skywards, Flying Blue und viele weitere. Das macht diese Karten für Vielflieger attraktiv, die nicht ausschließlich mit Lufthansa Group fliegen.

Auch das Thema Payback verdient einen kurzen Blick. Payback-Punkte lassen sich ab 200 Punkten im Verhältnis 1:1 in Miles & More Prämienmeilen umwandeln. Bestimmte Karten mit Payback-Verknüpfung bieten zusätzlich bis zu 20.000 ExtraPunkte pro Jahr – ein netter Bonus für ohnehin aktive Payback-Nutzer, aber kein Ersatz für eine dedizierte Meilenkarte.

Effektive Miles & More Prämienmeilen pro 1 Euro Kartenumsatz im Vergleich

Balkendiagramm: Effektive Meilenrate verschiedener Kreditkarten

0 0,25 0,5 0,75 1,0 0,50 M&M Blue/ Gold privat 1,00 M&M Business 0,64 Transfer-Karte Standard 0,96 Transfer-Karte Turbo 2,50* Worldshop (Sonderrate)

* Worldshop-Sonderrate (2,5 Meilen/€) übersteigt die Achsenskala; Transfer-Karte = flexibles Punkte-Programm nach 5:4-Umwandlung in Miles & More

💡 Tip

Wer maximale Prämienmeilen UND die Option auf QP-Umwandlung will, kombiniert am besten eine Transferpunkt-Karte (für hohe Meilenausbeute) mit der Miles & More Gold Credit Card (für den Statusweg). So deckst du beide Ziele ab.

Strategie für maximale Meilen: Welche Kombination lohnt sich?

Eine einzelne Kreditkarte ist selten die optimale Lösung. Wer Miles & More Prämienmeilen effizient sammeln und gleichzeitig den indirekten Statusweg nutzen will, braucht eine durchdachte Kartenkombination. Fachleute empfehlen dabei zwei bewährte Ansätze.

Kombination 1: Transferpunkt-Karte + Miles & More Gold Credit Card

Die Transferpunkt-Karte übernimmt die Hauptarbeit beim Meilensammeln. Mit Turbo-Programm und anschließender 5:4-Umwandlung erreichst du bis zu 0,96 Meilen pro Euro – das ist die höchste effektive Rate unter den verfügbaren Optionen für Privatpersonen. Die Miles & More Gold Credit Card kommt ergänzend dazu: Sie aktiviert die QP-Umwandlungsoption und dient als Backup bei Händlern, die keine Karten mit Transferprogramm akzeptieren. Außerdem sicherst du dir mit der Gold Card die unbegrenzte Meilengültigkeit für deine direkt gesammelten Miles & More Meilen.

Kombination 2: Transferpunkt-Karte + Fremdwährungskarte

Für Vielreisende, die häufig im Ausland zahlen, empfiehlt sich als dritte Karte eine gebührenfreie Fremdwährungskarte – zum Beispiel die Eurowings Premium Card von Barclays (ca. 24–96 Euro Jahresgebühr). Sie vermeidet Auslandseinsatzgebühren und sammelt dabei noch Meilen für das Eurowings-Programm. Das ist keine Miles & More Karte, aber eine sinnvolle Ergänzung für Reisende, die jeden Euro optimieren wollen.

Welche Strategie passt zu dir? Das hängt von drei Faktoren ab:

  • Ausgabevolumen: Bei niedrigem Umsatz (unter 10.000 Euro/Jahr) lohnt sich die Jahresgebühr einer Premium-Transferkarte kaum. Hier ist die Miles & More Gold Credit Card die einfachere Wahl.
  • Statusziel: Wer aktiv Qualifying Points anstrebt, braucht zwingend eine Miles & More Karte mit QP-Umwandlungsoption. Wer nur Prämienmeilen sammelt, hat mehr Freiheit bei der Kartenwahl.
  • Airline-Loyalität: Wer ausschließlich mit Lufthansa Group fliegt, ist mit direkten Miles & More Karten gut bedient. Wer verschiedene Airlines nutzt, profitiert von der Flexibilität einer Transferpunkt-Karte.

Ein konkretes Rechenbeispiel für die Kombination 1 bei 30.000 Euro Jahresumsatz: Die Transferpunkt-Karte mit Turbo bringt nach Umwandlung rund 28.800 Miles & More Prämienmeilen. Die Gold Credit Card liefert zusätzlich 15.000 Prämienmeilen – davon können 15.000 (maximal 25.000 erlaubt) in 60 Qualifying Points umgewandelt werden. Zusammen: fast 44.000 Prämienmeilen und 60 QP aus Kreditkartenumsätzen. Das ist solide – aber kein Ersatz für Flugmeilen.

Beim Worldshop lohnt es sich immer, die Miles & More Karte einzusetzen. Die Sonderrate von 2,5 Meilen pro Euro (5 Meilen pro 2 Euro) ist die attraktivste Sammelrate im gesamten Programm und schlägt jede Transferpunkt-Karte deutlich. Wer regelmäßig im Worldshop einkauft – sei es für Reisezubehör, Koffer oder Elektronik – sollte diese Rate konsequent nutzen.

Abschließend noch ein Wort zu den Jahresgebühren: Die Gesamtkosten einer Kartenkombination müssen durch den Meilenwert gedeckt sein. Eine Prämienmeile hat je nach Einlösung einen Wert von etwa 1 bis 2 Cent. Bei 0,5 Meilen pro Euro und 10.000 Euro Jahresumsatz sammelst du 5.000 Meilen – das entspricht einem Wert von 50 bis 100 Euro. Eine Jahresgebühr von 144 Euro für die Gold Card lässt sich damit allein durch Prämienmeilen kaum rechtfertigen. Der eigentliche Wert liegt in der QP-Umwandlungsoption, der unbegrenzten Meilengültigkeit und den Sonderraten.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich mit einer Kreditkarte Miles & More Qualifying Points direkt sammeln?

Nein. Seit der Programmreform zum 1. Januar 2024 werden Qualifying Points ausschließlich durch Flüge mit Lufthansa Group Airlines und Star Alliance Partnern vergeben. Kreditkartenumsätze liefern keine direkten Qualifying Points – nur Prämienmeilen, die du anschließend indirekt umwandeln kannst.

Wie viele Qualifying Points kann ich maximal pro Jahr über die Kreditkarte erreichen?

Das jährliche Maximum liegt bei 100 Qualifying Points. Dafür musst du 25.000 Prämienmeilen umwandeln, im Verhältnis 5.000 Prämienmeilen zu 20 Qualifying Points. Berechtigt sind die Gold Credit Card und die statusgebundenen Karten (Frequent Traveller, Senator, HON Circle).

Welche Miles & More Kreditkarte sammelt am meisten Prämienmeilen pro Euro?

Die Miles & More Business-Kreditkarte bietet mit 1 Meile pro 1 Euro die höchste Direktrate unter den Miles & More Karten. Private Karten liefern nur 0,5 Meilen pro Euro. Im Worldshop gilt für alle Karten eine Sonderrate von 2,5 Meilen pro Euro.

Kann ich den Senator oder HON Circle Status allein durch Kreditkartenumsätze erreichen?

Nein – das ist im neuen System seit 2024 nicht möglich. Qualifying Points und HON Circle Points sind ausschließlich fluggebunden. Die Kreditkarte liefert maximal 100 QP pro Jahr als Ergänzung, was einem kleinen Bruchteil der Statusanforderungen entspricht.

Verfallen Meilen, die ich mit der Kreditkarte gesammelt habe?

Standardmäßig verfallen Prämienmeilen 36 Monate nach dem Sammeldatum. Die Miles & More Mastercard Gold bietet als Kartenvorteil unbegrenzte Meilengültigkeit – sinnvoll für Gelegenheitsreisende, die langsam sammeln und Meilen nicht verlieren wollen.

Können Punkte aus flexiblen Transferprogrammen in Miles & More Qualifying Points umgewandelt werden?

Nein. Punkte aus flexiblen Transferprogrammen können nur in Miles & More Prämienmeilen umgewandelt werden, nicht in Qualifying Points. Das Umwandlungsverhältnis beträgt 5 Punkte zu 4 Meilen. Für den Statusaufbau ist eine eigene Miles & More Karte mit QP-Option unerlässlich.

Lohnt sich eine Transferpunkt-Karte für das Sammeln von Miles & More Meilen?

Ja, bei hohem Umsatz. Mit Turbo-Programm und 5:4-Umwandlung erreichst du bis zu 0,96 Meilen pro Euro – deutlich mehr als die 0,5 Meilen der privaten Miles & More Karte. Der Nachteil: keine QP-Umwandlung möglich. Ideal als Ergänzung zur Miles & More Gold Card.

Indizes verzögertIndizes: TradingView